[0001] Die Erfindung betrifft ein Feuchtmittelkonzentrat und Feuchtmittel und die Verwendung
derselben beim Offset-Druckverfahren.
[0002] Beim Offset-Druck werden üblicherweise Aluminiumplatten, die in den nichtdruckenden
Bereichen eine hydrophile Oberfläche aufweisen und in den druckenden Bereichen eine
hydrophobe Schicht tragen, auf einen Druckzylinder aufgespannt. Hydrophile und hydrophobe
Bereiche liegen in einer Ebene, weshalb der Offsetdruck auch als "Flachdruck" bezeichnet
wird. Beim Drucken wird zusätzlich zur Druckfarbe ein Feuchtmittel benötigt, das dazu
dient, die nichtdruckenden Bereiche hydrophil zu halten, so daß die Druckfarbe nur
von den hydrophoben Stellen angenommen und über das Gummituch auf den Bedruckstoff
übertragen wird. Dem Feuchtmittel werden üblicherweise zur Stabilisierung des Offset-Druckprozesses
verschiedenartige Substanzen beigegeben, die z.B. die Verträglichkeit mit der Druckfarbe,
den pH-Wert, oder die Viskosität optimieren sollen, bzw. Störungen, die durch unterschiedlich
hartes Wasser hervorgerufen werden, minimieren sollen. Weitere Substanzen in herkömmlichen
Feuchtmittelzusätzen dienen dazu den Schutz der Platte zu bewirken, sowie mikrobiellen
Befall des Systems zu verhindern. Bei Maschinenkonstruktionen mit sogenannten Alkoholfeuchtwerken
wird dem Feuchtmittel neben einem konventionellen Feuchtmittelzusatz Isopropylalkohol
zugegeben. Dieser Alkohol hat die Aufgabe, eine optimale Benetzung der Druckform sicherzustellen
und somit die erforderliche Druckqualität zu gewährleisten.
[0003] Aus Gründen des Umweltschutzes, der Arbeitsplatzhygiene und der Kosteneinsparung
ist man bestrebt, Feuchtmittelzusammensetzungen zu entwickeln, die ein Drucken ohne
Isopropylalkohol ermöglichen.
[0004] Bei der Auswahl bzw. der Formulierung von Alkoholersatzstoffen ergaben sich jedoch
schwerwiegende Probleme bezüglich ihres Einflusses auf das Farb/Wasser-Gleichgewicht
bzw. hinsichtlich der Wasseraufnahme der Farbe. Eine Vielzahl von Alkoholersatzstoffen
führt zu einer erhöhten Wasseraufnahme der Farbe, woraus erhebliche drucktechnische
Probleme, wie beispielsweise Emulgieren und Tonen folgen.
[0005] Die EPA 0251 621 beschreibt eine wäßrige Feuchtmittellösung bzw. ein Feuchtmittellösungskonzentrat
mit Ersatzstoffen für den Isopropylalkohol. Dabei werden der Feuchtmittelzusatz und
der Alkoholersatz, gemäß den Beispielen, getrennt zugegeben (2-Komponenten-System).
Desweiteren enthält die Lösung bzw. das Konzentrat ein Hydrotrop um die Löslichkeit
oberflächenaktiver Mittel zu erhöhen. Dabei soll im fertigen Feuchtmittel die Ausfällung
des sehr hoch dosierten Netzmittels verhindert werden. Der Einsatz der hydrotropen
Verbindungen führt jedoch zu den oben erwähnten Störungen des Farb/Wasser-Gleichgewichts.
[0006] Desweiteren führen solche 2-Komponenten-Systeme, bei denen das Feuchtmittel aus einem
konventionellen Feuchtmittelzusatz und einem getrennt zu dosierenden Alkoholersatzstoff
bereitet werden muß, zu Schwierigkeiten. Dies insbesondere deshalb, weil eine solche
Vorgehensweise mit den derzeit im Einsatz befindlichen automatischen Dosieranlagen
nicht möglich ist. Die Druckereien müßten entsprechend neu ausgerüstet werden.
[0007] Auch die US-P 4 278 467 beschreibt ein Feuchtmittel mit einem Ersatzstoff für Isopropylalkohol,
das jedoch als 2-Komponenten-System vorliegt.
[0008] Ein weiteres Problem bei der Rezeptierung isopropylalkoholfreier Feuchtmittel bestand
darin, daß die nur begrenzt wasserlöslichen Alkoholersatzstoffe mit den übrigen Rezepturbestandteilen
häufig nicht mischbar bzw. verträglich sind. Dies wurde, wie beispielsweise in der
EPA 0251 621 beschrieben, durch den Einsatz von Hydrotropen bzw. Emulgatoren zu lösen
versucht. Diese Zusatzstoffe führen jedoch zu den oben erwähnten Schwierigkeiten,
so daß der Einsatz dieser Stoffe in Feuchtmittelkreisläufen im allgemeinen nicht möglich
ist.
[0009] Ein weiteres Problem bei der Rezeptierung isopropylalkoholfreier Einkomponenten-Systeme
bestand darin, daß Butoxyethanol als Alkoholersatzstoff in höheren Konzentrationen
(etwa über 1%, bezogen auf das Gesamtfeuchtmittel) zu einer vorzeitigen Zerstörung
der Kopierschicht der Druckplatten führen kann.
[0010] Schließlich ist bei der Rezeptierung zu berücksichtigen, daß ein Feuchtmittel nur
einen speziellen Wertebereich für die dynamische Oberflächenspannung aufweisen darf.
[0011] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher insbesondere ein Feuchtmittel als
Einkomponenten-System für den Offset-Druck zur Verfügung zu stellen, das isopropylalkoholfrei
ist, die genannten Nachteile nicht aufweist und dennoch zu einer mit dem Einsatz von
isopropylalkoholhaltigen Feuchtmitteln vergleichbaren Druckqualität führt.
[0012] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Fuchtmittelkonzentrat gelöst, das im
wesentlichen folgende Komponenten enthält:
a) 1-15 Gew.-% Puffersubstanzen,
b) 2-20 Gew.-% eines Zusatzes, bestehend aus einer oder mehrerer der Substanzen wasserlösliche
Polysaccharide, Polyglykole und mehrwertige Alkohole,
c) 2-10 Gew.-% Konservierungsmittel,
d) 0,01-5 Gew.-% nichtionisches, schaumarmes Tensid, bestehend aus einer oder mehrerer
der Substanzen Tertiäracetylenglykol, Ethylenoxid-, Propylenoxid-Tensid, Fettalkoholethoxylate,
Fettsäureethoxylate und Siloxanalkoxylate,
e) 1-35 Gew.-% einer Verbindung der Formel
C₄H₉-O[-CH₂-CH₂-O]n-H,
wobei n eine ganze Zahl von 1 bis 10 bedeutet, oder eine Mischung dieser Verbindungen,
f) 0,1-10 Gew.-% 2-Ethyl-1,3-Hexandiol und
g) 25-90 Gew.-% Wasser.
[0013] In einer besonderen Ausführungsform der Erfindung kann die Menge an Puffersubstanzen
5-15 Gew.-% betragen.
[0014] In einer weiteren speziellen Ausführungsform kann als Verbindung der Formel C₄H₉-O[-CH₂-CH₂-O]
n-H Butoxyethanol, insbesondere in einer Menge von 1-12 Gew.-%, sowie Butyltriglykol,
Butyltetraglykol, Butylpentaglykol allein oder als Mischung, eingesetzt werden.
[0015] Der unter b) genannte Zusatz kann aus einer oder mehrerer der Substanzen Gummiarabikum,
Polyethylenglykol und Glycerin bestehen.
[0016] Das Konzentrat kann zusätzlich mehrwertige Alkohole als Lösungsvermittler und Zusatzwirkstoffe
sowie Farbstoffe enthalten.
[0017] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Feuchtmittel, das eines der vorgenannten
Feuchtmittelkonzentrate umfaßt und bei dem die Komponenten d) bis f) des Feuchtmittelkonzentrates
so aufeinander abgestimmt sind, daß das Feuchtmittel sich auf eine Oberflächenspannung
von 30-50mN/m einstellt. Dies ist bei einem Feuchtmittel, das aus einem erfindungsgemäßen
Feuchtmittelkonzentrat in üblicher Weise hergestellt wird, der Fall.
[0018] Wegen der hohen Maschinengeschwindigkeiten ist für die Messung der Oberflächenspannung
eine dynamische Methode zu wählen. Oberflächentensiometer sind daher nicht geeignet.
[0019] Als Puffersubstanzen können beispielsweise Di- und Tri-Carbonsäuren, wie Zitronensäure
oder Äpfelsäure, Mineralsäuren, wie Phosphorsäure, Alkalihydroxide, wie z.B. Natriumhydroxid
oder Phosphate wie Natriumdihydrogenphosphat oder Dinatriumhydrogenphosphat eingesetzt
werden.
[0020] Die wasserlöslichen Polysaccharide, Polyglykole oder mehrwertigen Alkohole dienen
insbesondere dem Schutz der Druckform.
[0021] Als Konservierungsmittel können beispielsweise Isothiazolinone, Benzylalkoholhemiformal,
n-Methylolchloracetamid verwendet werden.
[0022] Die nichtionischen, schaumarmen Tenside sind beispielsweise unter folgenden Namen
im Handel: Surfynol 104 (Tertiäracetylenglykol), Disponil LS2 (Fettalkoholethoxylate)
und Marlosol (Fettsäureethoxylate). Die besonders vorteilhaften Wirkungen des Feuchtmittelkonzentrates
werden durch nachfolgende Beispiele näher erläutert, wobei die Vergleichsbeispiele
belegen, daß erst durch das gezielte Zusammenwirken der Einzelkomponenten, entsprechend
dem erfindungsgemäßen Feuchtmittelkonzentrat, die vorteilhaften Wirkungen des Erfindungsgegenstandes
erzielt werden können.
Beispiel 1
[0023] In 66,2 Gewichtsteilen Wasser werden 1,3 Gewichtsteile Zitronensäure, 0,25 Gewichtsteile
Dinatriumhydrogenphosphat, 0,3 Gewichtsteile Ätznatron, 5 Gewichtsteile Glycerin und
3 Gewichtsteile eines Konservierungsmittels (Parmentol K50 ®) gelöst. Hierzu werden
4 Gewichtsteile Butoxyethanol, 3 Gewichtsteile 2-Ethyl-1,3-Hexandiol und 0,05 der
Gewichtsteile der Tensidmischung gemäß Komponente d) gegeben. Anschließend werden
1,2kg dieser Mischung mit 28,8kg Wasser gemischt.
[0024] Das Feuchtmittel wird in das Umlaufsystem einer 2-Farben-Bogenmaschine, Typ Heidelberger
Speedmaster, eingefüllt und auf etwa 12°C temperiert.
[0025] Die Druckversuche wurden mit folgenden Materialien durchgeführt:
- Farbe:
- Universa 6000 ® R, Hersteller Hostmann-Steinberg
- Druckplatte:
- Basis eloxiertes Aluminium, Typ T 7, Hersteller Eggen
- Papier:
- CRS (beidseitig gestrichenes Papier, Hersteller MD)
Es traten keine drucktechnischen Probleme wie Tonen, Pelzen, Auflaufen der Farbe
oder Schäumen des Feuchtmittels auf. Es ließen sich sogar noch nach längerer Zeit,
z.B. 3 Wochen, qualitativ ausgesprochen hochwertige Drucke ohne drucktechnische Probleme
erstellen.
Beispiel 2
[0026] In 66,2 Gewichtsteilen Wasser werden 1,5 Gewichtsteile Zitronensäure, 0,4 Gewichtsteile
Dinatriumhydrogenphosphat, 6 Gewichtsteile Glycerin und 3 Gewichtsteile eines Konservierungsmittels
(Parmentol K50 ®) gelöst. Hierzu werden 8 Gewichtsteile 2-Ethyl-1,3-Hexandiol, 2 Gewichtsteile
Butoxyethanol, 0,01 Gewichtsteile der genannten Tensidmischung gegeben.
[0027] 1,3kg dieser Mischung werden mit 28,7kg Wasser gemischt.
Diese Mischung wird, wie in Beispiel 1 beschrieben, eingesetzt. Für die Druckversuche
wurden die Materialien entsprechend Beispiel 1 eingesetzt.
Das Feuchtmittel führte bei einer Wasserführung von 30-50% zu einem qualitativ hochwertigen
Druck.
Beispiel 3
[0028] In 63,8 Gewichtsteilen Wasser werden 1,1 Gewichtsteile Zitronensäure, 0,2 Gewichtsteile
Dinatriumhydrogenphosphat, 0,1 Gewichtsteile Ätznatron, 7 Gewichtsteile Glycerin und
4 Gewichtsteile eines Konservierungsmittels (Parmentol K50 ®) gelöst. Hierzu werden
6 Gewichtsteile Butoxyethanol, 4 Gewichtsteile 2-Ethyl-1,3-Hexandiol und 0,02 Gewichtsteile
der genannten Tensidmischung gegeben.
Anschließend werden 1,9kg dieser Mischung mit 28,1kg Wasser gemischt.
Diese Mischung wird, wie in Beispiel 1 beschrieben, eingesetzt. Für die Druckversuche
wurden die Materialien entsprechend Beispiel 1 eingesetzt.
Das Feuchtmittel führte bei einer Wasserführung von 30-50% zu einem qualitativ hochwertigen
Druck.
Beispiel 4
[0029] In 66 Gewichtsteilen Wasser werden 1,8 Gewichtsteile Äpfelsäure, 0,35 Gewichtsteile
Dinatriumhydrogenphosphat, 2 Gewichtsteile Gummiarabikum, 3 Gewichtsteile eines Konservierungsmittels
(Parmentol K50 ®) gelöst. Hierzu werden 3 Gewichtsteile Butoxyethanol, 2 Gewichtsteile
2-Ethyl-1,3-Hexandiol und 0,03 Gewichtsteile der genannten Tensidmischung gegeben.
Anschließend werden 2kg dieser Mischung mit 28kg Wasser gemischt.
Das Feuchtmittel wird in das Umlaufsystem einer 2-Farben-Bogenmaschine, Typ Roland
Rekord eingefüllt und auf etwa 13°C temperiert.
[0030] Für die Druckversuche wurden die Materialien entsprechend Beispiel 1 eingesetzt.
[0031] Das Feuchtmittel führte bei einer Wasserführung von 30-50% zu einem qualitativ hochwertigen
Druck.
Beispiel 5
[0032] In 66,2 Gewichtsteilen Wasser werden 1,3 Gewichtsteile Zitronensäure, 0,25 Gewichtsteile
Dinatriumhydrogenphosphat, 0,3 Gewichtsteile Ätznatron, 5 Gewichtsteile Glycerin und
3 Gewichtsteile eines Konservierungsmittels (Parmentol K50 ®) gelöst. Hierzu werden
4 Gewichtsteile Butyltriglykol, 3 Gewichtsteile 2-Ethyl-1,3-Hexandiol und 0,05 der
Gewichtsteile der Tensidmischung gemäß Komponente d) gegeben.
Anschließend werden 1,2kg dieser Mischung mit 28,8kg Wasser gemischt.
Das Feuchtmittel wird in das Umlaufsystem einer 2-Farben-Bogenmaschine, Typ Heidelberger
Speedmaster eingefüllt und auf etwa 12°C temperiert.
[0033] Die Druckversuche wurden mit folgenden Materialien durchgeführt:
- Farbe:
- ALPHA 4300
- Druckplatte:
- Basis eloxiertes Aluminium, Typ T 7, Hersteller Eggen
- Papier:
- Ratio 100 g/m² Kunstdruckpapier
Es traten keine drucktechnischen Probleme auf. Es ließen sich sogar noch nach längerer
Zeit, z.B. 3 Wochen, qualitativ ausgesprochen hochwertige Drucke ohne drucktechnische
Probleme erstellen.
Beispiel 6
[0034] In 66,2 Gewichtsteilen Wasser werden 1,3 Gewichtsteile Zitronensäure, 0,25 Gewichtsteile
Dinatriumhydrogenphosphat, 0,3 Gewichtsteile Ätznatron, 5 Gewichtsteile Glycerin und
3 Gewichtsteile eines Konservierungsmittels (Parmentol K50 ®) gelöst. Hierzu werden
6 Gewichtsteile einer Mischung aus 70% Butyltriglykol, 20% Butyltetraglykol und 10%
Butylpentaglykol, 3 Gewichtsteile 2-Ethyl-1,3-Hexandiol und 0,05 der Gewichtsteile
der Tensidmischung gemäß Komponente d) gegeben.
Anschließend werden 1,2kg dieser Mischung mit 28,8kg Wasser gemischt.
Das Feuchtmittel wird in das Umlaufsystem einer 2-Farben-Bogenmaschine, Typ Heidelberger
Speedmaster eingefüllt und auf etwa 12°C temperiert.
[0035] Die Druckversuche wurden mit folgenden Materialien durchgeführt:
- Farbe:
- REFLECTA FW 8000
- Druckplatte:
- Basis eloxiertes Aluminium, Typ T 7, Hersteller Eggen
- Papier:
- Phoenogrand 135g/m²
Es traten keine drucktechnischen Probleme auf. Es ließen sich sogar noch nach längerer
Zeit, z.B. 3 Wochen, qualitativ ausgesprochen hochwertige Drucke ohne drucktechnische
Probleme erstellen.
Vergleichsbeispiele
Vergleichsbeispiel 1
[0036] In 38 Gewichtsteilen Wasser werden 1,3 Gewichtsteile Zitronensäure, 0,25 Gewichtsteile
Dinatriumhydrogenphosphat, 0,3 Gewichtsteile Ätznatron, 5 Gewichtsteile Glycerin und
3 Gewichtsteile eines Konservierungsmittels (Parmentol K50 ®) gelöst. Hierzu werden
4 Gewichtsteile Butoxyethanol gegeben.
1,2kg dieser Mischung werden mit 28,8kg Wasser versetzt.
[0037] Anschließend wird wie in Beispiel 1 verfahren.
[0038] Die so erhaltenen Drucke liefern keine zufriedenstellende Druckqualität. Selbst bei
maximaler Wasserführung entsprechend 100% (Standard mit Isopropylalkohol ca. 30%)
treten drucktechnische Probleme, nämlich Tonen auf.
Vergleichsbeispiel 2
[0039] In 38 Gewichtsteilen Wasser werden 1,3 Gewichtsteile Zitronensäure, 0,25 Gewichtsteile
Dinatriumhydrogenphosphat, 0,3 Gewichtsteile Ätznatron, 5 Gewichtsteile Glycerin und
3 Gewichtsteile eines Konservierungsmittels (Parmentol K50 ®) gelöst. Hierzu werden
3 Gewichtsteile 2-Ethyl-1,3-Hexandiol gegeben.
[0040] 1,2kg dieser Mischung werden mit 28,8kg Wasser versetzt.
[0041] Anschließend wird wie in Beispiel 1 verfahren.
[0042] Die Drucke führten zu keiner befriedigenden Druckqualität. Selbst bei maximaler Wasserführung
führte das Feuchtmittel nur zum Tonen.
Vergleichsbeispiel 3
[0043] In 38 Gewichtsteilen Wasser werden 1,3 Gewichtsteile Zitronensäure, 0,25 Gewichtsteile
Dinatriumhydrogenphosphat, 0,3 Gewichtsteile Ätznatron, 5 Gewichtsteile Glycerin und
3 Gewichtsteile eines Konservierungsmittels (Parmentol K50 ®) gelöst. Hierzu werden
0,25 Gewichtsteile einer Tensidmischung, die Tertiäracetylenglykole, EO-, PO-Tenside,
Fettsäureethoxylate und Fettalkoholethoxylate enthält, zugegeben.
[0044] 1,2kg dieser Mischung werden mit 28,8kg Wasser gemischt.
[0045] Anschließend wird wie in Beispiel 1 verfahren.
[0046] Das Feuchtmittel lieferte keine zufriedenstellende Druckqualität. Selbst bei maximaler
Wasserführung wurde nicht nur Tonen beobachtet, sondern zusätzlich ein Emulgieren
der Farbe.
1. Feuchtmittelkonzentrat
dadurch gekennzeichnet,
daß es im wesentlichen
a) 1-15 Gew.-% Puffersubstanzen,
b) 2-20 Gew.-% eines Zusatzes, bestehend aus einer oder mehrerer der Substanzen wasserlösliche
Polysaccharide, Polyglykole und mehrwertige Alkohole,
c) 2-10 Gew.-% Konservierungsmittel,
d) 0,01-5 Gew.-% nichtionisches, schaumarmes Tensid, bestehend aus einer oder mehrerer
der Substanzen Tertiäracetylenglykol, Ethylenoxid-, Propylenoxid-Tensid, Fettalkoholethoxylate,
Fettsäureethoxylate und Siloxanalkoxylate,
e) 1-35 Gew.-% einer Verbindung der Formel
C₄H₉-O[-CH₂-CH₂-O]n-H,
wobei n eine ganze Zahl von 1 bis 10 bedeutet, oder eine Mischung dieser Verbindungen,
f) 0,1-10 Gew.-% 2-Ethyl-1,3-Hexandiol und
g) 25-90 Gew.-% Wasser
enthält.
2. Feuchtmittelkonzentrat nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Puffersubstanzen in einer Menge von 5-15 Gew.-% vorliegen.
3. Feuchtmittelkonzentrat nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Verbindung der Formel
C₄H₉-O[-CH₂-CH₂-O]n-H,
Butoxyethanol enthalten ist.
4. Feuchtmittelkonzentrat nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Butoxyethanol in einer Menge von 1-12 Gew.-% enthalten ist.
5. Feuchtmittelkonzentrat nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Zusatz aus einer oder mehrerer der Substanzen Gummiarabikum, Polyethylenglykol
und Glycerin besteht.
6. Feuchtmittelkonzentrat nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß es zusätzlich mehrwertige Alkohole enthält.
7. Feuchtmittel, umfassend das Feuchtmittelkonzentrat nach einem der Ansprüche 1 bis
6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Komponenten d) bis f) des Feuchtmittelkonzentrates so aufeinander abgestimmt
sind, daß das Feuchtmittel sich auf eine Oberflächenspannung von 30-50 mN/m einstellt.
8. Verwendung eines Konzentrates nach einem der Ansprüche 1 bis 6 oder eines Feuchtmittels
nach Anspruch 7 beim Offset-Druck.