[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Spinn- bzw Zwirnspindel gemäss Oberbegriff
von Aspruch 1.
[0002] Im Betrieb der Spindel wird insbesondere durch das Aufwickeln des Fadens auf den
Kops laufend eine Unwucht erzeugt, welche Schwingungen zur Folge hat, die durch die
Lagerung des Spindelwellenschafts aufgefangen bzw gedämpft werden müssen. Bei mangelhafter
Dämpfung besteht die Gefahr von Resonanzen an Teilen der Spinn-oder Zwirnmaschine,
was bei hohen Spindeldrehzahlen problematisch ist und eine hohe Lärmbelastung bewirkt.
[0003] Heute ist es üblich, eine flexible Lagerung für den Spindelwellenschaft vorzusehen.
Dadurch ergibt sich ein ruhiger Lauf der Spindelwelle, so dass sich hohe Drehzahlen
realisieren lassen.
[0004] Die flexible Lagerung erlaubt ein Kippen des Halslagers, was im Betrieb zu einer
Taumelbewegung des Halslagers, mithin zu einer entsprechenden, auf einem Doppelkegel
liegenden Bewegung der rotierenden Spindelwellenachse führt. Das Halslager verbleibt
nach wie vor auf der Vertikalen, während das ausgelenkte Fusslager um diese herum
rotiert.
[0005] Die Lagerung der Spindelwelle wird weiter durch den auf den Wirtel wirkenden Atriebsriemen
mit einer konstanten Radialkraft belastet, was bei der schwingungsdämpfenden Halterung
der Spindelwellenlager berücksichtigt werden muss. Asymmetrien können den einwandfreien
Lauf der Spindelwelle und damit die Herstellung des Kops beeinträchtigen.
[0006] In der DE-OS 38 43 651 wird nun die Aufgabe gestellt, bei einer Spinn- oder Zwirnspindel
der genannten Art Lärm und Vibrationen zu reduzieren. Dazu sind Hals- und Fusslager
in einem Lagerrohr gehaltert. Weiter ist das Lagerrohr in einem unteren Abschnitt
als Wellrohr ausgebildet, was durch die im Wellbereich gegebene Elastizität eine Auslenkung
des Fusslagers aus der Vertikalen und so eine Rotation in der oben beschriebenen Weise
erlaubt. Die Schwingungsdämpfung erfolgt über ein Oelbad, in welches das untere Ende
des Lagerrohrs getaucht ist. Das Lagerrohr ist oben am Spindelgehäuse, dh unterhalb
des Wirtels im Gehäuse festgelegt. Es besitzt nun im beschnitt zwischen Halslager
und Verbindungsstelle zum Gehäuse einen weitern, kurzen Wellabschnitt, was zur Folge
hat, dass Lärmmessungen zwischen 19′000 und 20′000 UPM im wesentlichen gleichbleibende
Messwerte zwischen 69 und 70 dBA ergeben.
[0007] Durch diese Aordnung lässt sich somit ein ruhigerer, mithin für hohe Drehzahlen geeigneter
Lauf der Spindelwelle erzielen. Besonders vorteilhaft ist die einfache Konstruktion,
was eine günstige Fertigung zur Folge hat. Nachteilig ist hingegen die Toleranzempfindlichkeit
des Lagerrohrs; zusammen mit der ihm eigenen Flexibilität ist ein Hüpfen der Spindelwelle
im Fusslager und damit die Gefahr von Beschädigungen und Betriebsunterbrüchen die
Folge.
[0008] Entsprechend ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, diese Nachteile zu vermeiden
und eine Aordnung zur schwingungsdämpfenden Lagerung eines Spindelwellenschafts zu
schaffen, welche in der Fertigung nur geringen Aufwand verursacht und bei einem problemlosen
Sitz der Spindelwelle die Schwingungen einwandfrei dämpft.
[0009] Zur Lösung dieser Aufgabe besitzt die erfindungsgemässe Spinn-oder Zwirnspindel die
Merkmale von Aspruch 1.
[0010] Durch die gegenseitig starre Aordnung von Hals- und Fusslager ist ein einwandfreier
Sitz des Spindelwellenschafts im Fusslager die Folge, auch dann, wenn ungünstige Toleranzverhältnisse
vorliegen und/oder der Dämpfer seine volle Wirkung entfaltet. Somit entfällt die Gefahr,
dass die Spindelwelle zu hüpfen beginnt. Im verbleibenden, äusserst schmalen Raum
zwischen dem Distanzelement und der Gehäusewand findet nun der als Kugelgelenk wirkende
Wellrohrabschnitt Platz und erlaubt die notwendige Taumelbewegung des Halslagers:
Nach Durchfahren der kritischen Drehzahl bewegt sich die Spindelwellenachse auf einem
Doppelkegel mit seiner Spitze in der Mitte des Halslagers; dabei läuft die Spindelwellenachse
pro Umdrehung einmal um die Oberfläche des Doppelkegels herum.
[0011] Gleichzeitig bewirkt diese Aordnung, dass die unerwünschte statisch radiale Parallelverschiebung
durch die Riemenkraft des Spindelwellenschafts klein gehalten wird, was die Toleranzempfindlichkeit
noch einmal verbessert, Asymmetrien minimiert und so bewirkt, dass die Funktion insbesondere
des als Metallwickel ausgebildeten Dämpfers nicht beeinträchtigt werden kann. Diese
Konstruktion ist unter geringem Fertigungsaufwand herzustellen, so dass sie die gestellte
Aufgabe erfüllt.
[0012] Bevorzugte Ausführungsformen weisen Merkmale der abhängigen Ansprüche auf.
[0013] Nachstehend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel anhand der Figuren näher beschrieben.
[0014] Es zeigt:
Fig 1 schematisch eine Spinn- oder Zwirnspindel gemäss der vorliegenden Erfindung;
Fig 2 schematisch ein Abstützelement der Spindel von Fig 1.
[0015] Figur 1 zeigt eine Spinn- bzw Zwirnspindel 1 im Ruhezustand mit einem Gehäuse 2 und
einem Halteflansch 3, welche an der Spindelbank einer nicht dargestellten Spinn- oder
Zwirnmaschine befestigt werden kann. Im Gehäuse verläuft ein Spindelwellenschaft 4
einer Spindelwelle 5, deren Achse 6 in einer Vertikalen 7 liegt. Das obere Ende 8
der Spindelwelle 5, auf welches ein Kops aufgesteckt werden kann, ist zur Entlastung
der Figur ebenfalls weggelassen.
[0016] Weiter sind ein als Rollenlager ausgebildetes Halslager 9 sowie ein als Gleitlager
ausgebildetes Fusslager 10 zur Lagerung des Spindelwellenschafts 4 dargestellt. Das
Fusslager 10 besitzt leicht konisch verlaufende Gleitflächenabschnitte 11 und schräge
Gleitflächenabschnitte 12.
[0017] Ein als Lagerrohr 13 ausgebildetes Distanzelement umfasst am einen Ende das Fusslager
10 und bildet am andern Ende durch einen Flansch 14 eine Aufliegefläche für das Halslager
9.
[0018] Ein rohrförmiges Abstützelement 15 ist an einem untern Ende 16 an der Innenwand des
Gehäuses 2 festgelegt und umfasst mit einem obern Ende 17 das Halslager 9 derart,
dass es auf dem Flansch 14 des Lagerrohrs 13 fixiert wird. Zur Fixierung klemmen Bördelungen
18 und 19 das Halslager 9 am Flansch 14 fest.
[0019] Das Abstützelement 15 besitzt weiter einen an die Bördelung 19 anschliessenden Wellrohrabschnitt
20. Damit besitzt das Abstützelement 15 einen ersten Bereich 21 zur Fixierung des
Halslagers 9, einen daran anschliessenden zweiten, federelastisch deformierbaren,
im wesentlichen den Wellrohrabschnitt 20 umfassenden Bereich 22 und einen dritten,
die überwiegende Länge des Elements 15 einnehmenden steifen Bereich 23.
[0020] Das untere Ende des Lagerrohrs 13, mithin auch das Fusslager 10, steckt in einem
als Metallwickel 24 ausgebildeten Dämpfungselement. Der Metallwickel 24 besteht aus
einem aufgewickelten, dh spiralförmig von der Innenwand des Gehäuses 2 zum Lagerrohr
13 verlaufenden Metallband, eingetaucht in ein im unteren Teil des Gehäuses 2 vorgesehenen
Oelbad.
[0021] Fig 2 zeigt einen Längsschnitt durch das rohrförmige Abstützelement 15 mit einer
Symmetrieachse 30 der Spindel von Fig 1. Der Wellrohrabschnitt 20 besitzt vier symmetrisch
ausgebildete Rillen 31 mit v-förmig in einem Rillengrund 32 zusammenlaufenden Rillenseitenwänden
33,34, welche zwischen sich einen Oeffnungswinkel 35 einschliessen. Die Rillen 31
sind im Querschnitt symmetrisch zur senkrecht auf der Symmetrieachse 30 angeordneten
Rillen-Symmetrie-ebene 36 ausgebildet.
[0022] Durch Versuche wurde festgestellt, dass bei einem aus R-Ms 85w (Tombak) bestehenden
Wellrohrabschnitt 20 und einer Wandstärke von 0.4 bis 0.6 mm, vorzugsweise 0.5 mm,
einer Rillentiefe 37 von 0.8 bis 1.2 mm, einem Krümmungsradius 38 von 0.4 bis 0.6
mm und einem Oeffnungswinkel 35 von 85⁰ bis 100⁰, insbesondere 92⁰, die gewünschten
Eigenschaften des Wellrohrabschnitts 20 optimal erzielt werden.
[0023] Das Abstützelement 15 besitzt am halslagerseitigen Ende des Wellrohrabschnitts 20
eine weitere, v-förmige, aber asymmetrisch ausgebildete Rille 40 mit einer halslagerseitig
vorgesehenen, kurzen und steilen Seitenwand 41, einem Rillengrund 42 und einer anschliessenden,
längeren und flach gegen die Rillen 31 laufenden, zweiten Seitenwand 43.
[0024] Es hat sich herausgestellt, dass bei einem aus R-Ms 85w (Tombak) bestehenden Wellrohrabschnitt
20 und einer Wandstärke wie oben angegeben, einer Rillentiefe von im wesentlichen
1,5 mm, einem Krümmungsradius 44 von im wesentlichen 0,5 mm,einem Oeffnungswinkel
45 von im wesentlichen 75⁰ und einer Neigung der Winkelhalbierenden 46 derart, dass
sie mit der Symmetrieachse 30 einen Winkel 47 von im 70⁰ bis 86⁰, vorzugsweise 75⁰
einschliesst, die Eigenschaften des Wellrohrabschnitts 20 optimal unterstützt werden.
[0025] Im Betrieb der Spindel werden die Unwuchten, insbesondere verursacht durch das Bewickeln
des Kops, wirksam. Für einen ruhigen Lauf oberhalb der kritischen Drehzahl ist erforderlich,
dass einerseits der Schwerpunkt von Welle 5 und Kops und andererseits das Halslager
9, bzw der Mittelpunkt seiner Drehachse, auf der Vertikalen 7 liegen. Dies bedeutet,
dass die Achse 6 der Spindelwelle 5 aus der Vertikalen 7 ausgekippt um letztere herum
rotiert, was wiederum zur Folge hat, dass sich das Fusslager 10 auf einer Kreisbahn
um die Vertikale 7 herum bewegt.
[0026] Diese Bewegung wird, wie eingangs erwähnt, durch die flexible Lagerung ermöglicht.
Vorliegend bedeutet dies, dass das Halslager 9 eine Taumelbewegung ausführt, welche
durch den als Kugelgelenk wirkenden Bereich 22 realisiert werden kann. Der als Dämpfungselement
arbeitende Metallwickel 24 dämpft dabei die Auslenkung des Fusslagers 10, mithin die
Schwingungsamplitude insbesondere auch beim Durchfahren der kritischen Drehzahl oder
bei einer Aenderung der Massenverhältnisse, wie sie zB beim Wickeln des Kops aufteten
können.
[0027] Mit grösserer Dämpfungswirkung ergibt sich eine beträchtliche Biegebeanspruchung
des Lagerrohrs 13. Durch das steife Lagerrohr 13 ist indessen eine einwandfreie Flucht
der Lager 9 und 10 sichergestellt, was verhindert, dass der Spindelwellenschaft 4
durch ein spontan schräggestelltes Fusslager nach oben weggedrückt und damit zum Hüpfen
angeregt wird.
[0028] Wie ebenfalls eingangs erwähnt, wirkt durch den Bandantrieb eine im wesentlichen
konstante Radialkraft auf das Halslager 9. Diese hat entsprechende Biegemomente im
Abstützelement 15 zur Folge, welche zur Deformation im federelastischen Bereich 22
und damit zu einer Verschiebung des Halslagers 9 aus der Vertikalen 7 hinaus führen.
Da aber der Wellrohrabschnitt 20 vergleichsweise äusserst kurz ausgebildet ist, bleibt
diese unerwünschte Verschiebung minimal, mit der Folge, dass Asymmetrien im Bereich
des Fusslagers unterbleiben:
Für einen einwandfreien, dh weichen Lauf der Spindelwelle ist eine optimale Funktion
des als Dämpfer wirkenden Metallwickels 24 erforderlich. Obschon im Betrieb die Auslenkung
des Fusslagers 10 durch das Kippen des Spindelwellenschafts 4 im Vergleich zu den
Abmessungen des Metallwickels 24 sehr gering sind, kommt die volle Dämpfungswirkung
zum Tragen. Eine auf dem Bandantrieb beruhende konstante Verschiebung des Spindelwellenschafts
4 bewirkt nun eine Verschiebung des Fusslagers 10 etwa in derselben Grössenordnung
wie durch das Kippen des Spindelwellenschafts 4. Entsprechend ist die Verschiebung
durch den Bandantrieb geeignet, eine relevante Asymmetrie in der Dämpferanordnung
zu bewirken und dadurch den einwandfreien, weichen Lauf der Spindel zu beeinträchtigen.
[0029] Weiter bedeutet eine konstante Verschiebung des Halslagers aus der Vertikalen 7,
dass ein Teil der Beweglichkeit des Halslagers und damit der gesamten Aordnung durch
die vorhandene statische Auslenkung konsumiert ist, was zu einer erhöhten Toleranzempfindlichkeit
im Betrieb führt.
[0030] Entsprechend ist die statische Verschiebung des Halslagers 9 unerwünscht.
[0031] Weiter lässt der federelastische Bereich 22 eine axiale Einfederung des Lagerrohrs
13 zu, was insbesondere beim Doffen vorteilhaft ist. Fadenreste oder sonstige Verunreinigungen
können sich auf dem obern Ende des Kops absetzten; wenn nun der Doffer beim Ergreifen
des Kops diesen niederdrückt, wird der Spindelwellenschaft 4 ins Fusslager 10 derart
hineingepresst, dass das Fusslager 10 Schaden nehmen kann. Es sind Doffer bekannt,
welche in diesem Fall automatisch abschalten; die Erfahrung zeigt aber, dass dann
das Bedienungspersonal dazu neigt, den Kops von Hand niederzudrücken, so dass eine
axiale Federung des Spindelwellenschafts 4 vorzusehen ist.
[0032] Zusammenfassend ergibt sich, dass die erfindungsgemässe Aordnung zur schwingungsdämpfenden
Halterung der Lager die notwendigen Bewegungen der Spindelwelle 5 zulässt und die
unerwünschte statische Verschiebung des Halslagers 9 unterdrückt.
[0033] Bei einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel weist das Abstützelement sechs
Rillen 31 auf.
[0034] Bei einem weitern Ausführungsbeispiel besteht der Wellrohrabschnitt aus Stahl und
besitzt eine Wandstärke von 0,3 bis 0,5, vorzugsweise 0,4 mm.
[0035] Bei noch einem weiteren Ausführungsbeispiel ist das Fusslager 10 als Wälzlager, insbesondere
als Kugellager ausgeführt, wobei dann die Bohrungen 12 entfallen und eine eigene Schmierung
des Lagers, zB eine Fettschmierung, vorgesehen ist. Diese Ausführung besitzt ua den
Vorteil, dass jeweils der für die Dämpfung bzw die Lagerschmierung optimale Schmierstoff
gewählt werden kann.
[0036] Bei noch einem weitern Ausführungsbeispiel ist das Abstützelement 15 direkt unterhalb
des Wellrohrabschnitts 20 an dem Gehäuse 2 festgelegt.
1. Spinn- oder Zwirnspindel mit einem Gehäuse zur Aufnahme eines in einem Hals- und in
einem Fusslager gelagerten Spindelwellenschaftes und mit einer Anordnung zur schwingungsdämpfenden
Halterung der Lager im Gehäuse, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung ein Distanzelement
(13) zur gegenseitig starren Positionierung des Halslagers (9) und des Fusslagers
(10) und ein zur Abstützung des Halslagers (9) vorgesehenes, in dessen Bereich einen
Wellrohrabschnitt (20) aufweisendes Abstützelement (15) sowie ein in radialer Richtung
auf das Fusslager wirkendes Dämpfungselement (24) aufweist.
2. Spinn- oder Zwirnspindel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Distanzelement
als Lagerrohr (13) ausgebildet ist.
3. Spinn- oder Zwirnspindel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das
Abstützelement (15) als ein das Lagerrohr (13) in einem Abschnitt im wesentlichen
konzentrisch umfassendes Rohr mit einem kopfseitigen Wellrohrabschnitt (20) ausgebildet
ist.
4. Spinn- oder Zwirnspindel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
dass das Dämpfungselement als zum Lagerrohr (13) im wesentlichen konzentrisch angeordneter
und am Gehäuse (2) abgestützter ölgefüllter Metallwickel (24) ausgebildet ist.
5. Spinn- oder Zwirnspindel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass der Wellrohrabschnitt (20) vier nach innen eingebrachte Rillen (31) aufweist.
6. Spinn- oder Zwirnspindel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass der Wellrohrabschnitt (20) sechs nach innen eingebrachte Rillen (31) aufweist.
7. Spinn- oder Zwirnspindel nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die
Rillen (31) im Querschnitt symmetrisch v-förmig mit zur Symmetrieachse (30) des Wellrohrabschnitts
(20) senkrecht stehenden Symmetrieebenen (36) ausgebildet sind, wobei der Oeffnungswinkel
(35) der paarweise gegeneinander laufenden Rillenseitenwände (33,34) im wesentlichen
90⁰, insbesondere 92⁰, und ein Krümmungsradius (38) im Rillengrund (32) vorzugsweise
0,5 mm beträgt.
8. Spinn- oder Zwirnspindel nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
dass am Beginn des Wellrohrabschnitts (20) auf der Seite des Halslagers (9) eine weitere,
asymmetrisch ausgebildete, vorzugsweise v-förmige Rille (40) mit einer halslagerseitig
steilen Seitenwand (41) und einer gegen die Rillen (31) hinzu flach geneigten Seitenwand
(43) vorgesehen ist, wobei im Querschnitt die Seitenwände (41,43) einen Winkel (45)
von vorzugsweise 75⁰ und die Winkelhalbierende (46) mit der Symmetrieachse (30) des
Wellrohrabschnitts (20) einen Winkel von vorzugsweise 75⁰ einschliessen und der Krümmungsradius
(44) im Rillengrund (42) vorzugsweise 0.5 mm beträgt.
9. Spinn- oder Zwirnspindel nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
dass der Rillengrund (32) der symmetrischen Rillen (31) eine Tiefe von 1 mm und/oder
der Rillengrund (40) der asymmetrischen Rille (40) eine grössere Tiefe von vorzugsweise
1.5 mm aufweist.
10. Spinn- oder Zwirnspindel nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
dass die Wandstärke des Wellrohrabschnitts (20) zwischen 0.3 und 1 mm liegt.
11. Spinn- oder Zwirnspindel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet
dass das Abstützelement (15) aus R-Ms 85w (Tombak) besteht und die Wandstärke des
Wellrohrabschnitts (20) zwischen 0.4 und 0.6 mm liegt und vorzugsweise 0.5 mm beträgt.
12. Spinn- oder Zwirnspindel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
dass das Abstützelement (15) aus Stahl besteht und die Wandstärke des Wellrohrabschnitts
(20) zwischen 0.3 und 0.5 mm liegt und vorzugsweise 0.4 mm beträgt.