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EP 0 523 604 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.10.1997 Patentblatt 1997/42 |
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Anmeldetag: 14.07.1992 |
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Badewanne
Bathtub
Baignoire
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT NL |
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Priorität: |
17.07.1991 DE 4123635
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.01.1993 Patentblatt 1993/03 |
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Patentinhaber: HOESCH METALL + KUNSTSTOFFWERK GmbH & Co. |
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52372 Kreuzau-Schneidhausen (DE) |
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Erfinder: |
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- Sommer, Michael
W-4300 Essen (DE)
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Vertreter: Langmaack, Jürgen, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte
Maxton . Maxton . Langmaack
Postfach 51 08 06 50944 Köln 50944 Köln (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
AT-B- 298 728 DE-A- 3 329 258 FR-A- 1 500 373 US-A- 2 081 728 US-A- 3 555 576
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CH-A- 328 705 DE-U- 8 911 975 FR-A- 2 307 509 US-A- 2 847 680
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Badewanne mit einem durch Längsseitenwände und Stirnseitenwände
begrenzten Innenraum.
[0002] Die Entwicklung von tiefziehbaren Sanitärkunststoffen hat die Möglichkeit eröffnet,
körpergerechte, bequeme Badewannen zu gestalten. Hierbei wurde jedoch die Gestaltung
weitgehend von der Optik, d. h. von der Schönheit einer derartigen Wanne bestimmt,
wobei die Ergonomie sich praktisch auf die Gestaltung des Wanneninnenraums beschränkte,
um eine bequeme Sitz- bzw. Liegeposition zu schaffen.
[0003] Aus FR-A-23 07 509 ist eine Badewanne bekannt, deren eine Stirnseitenwand als Rückenlehne
ausgebildet ist, die in den anschliessenden Bereich der Längsseitenwände in Form von
angeformten Armlehnen übergeht. Im Übergangsbereich zwischen den Armlehnen und dem
Rand der Stirnseitenwand sind zu beiden Seiten an den Längsseitenwänden Führungsschienen
befestigt, in denen eine Platte verschiebbar geführt ist, die aus ihrer hochgeklappten,
als Kopfstütze dienenden Endstellung umgeklappt und über die Führungsschienen bis
auf die Armlehnen geführt werden kann und dort als Sitzplatte dient. Die Anordnung
derartiger gesonderter Führungsschienen weist nicht nur den Nachteil auf, daß diese
zusätzlich am Wannenkörper befestigt werden müssen, was insbesondere bei Kunststoffbadewannen
zu Problemen führen kann. Eine derartige Anordnung ist auch unter hygienischen Gesichtspunkten
nachteilig, da es praktisch nicht möglich ist, die zwischen den Führungsschienen und
den Seitenwänden vorhandenen Zwischenräume einwandfrei zu reinigen. Die Handhabung
ist schwierig, da beim Überführen aus der Kopfstützenposition in die Sitzposition
ein Verkanten vermieden werden muß.
[0004] Aus DE-A-33 29 258 ist es grundsätzlich bekannt, eine quer zu den beiden Längsseitenwänden
einer Wanne verlaufende Griffstange am Wannenrand zu befestigen, mit der das Ein-
und Aussteigen erleichtert werden kann.
[0005] Badewannen mit Sitzstufen sind grundsätzlich aus FR-A-15 00 373 und US-A-2 081 728
bekannt. Bei den bekannten Wannenformen sind jedoch die Kantenhöhen der Sitzstufen
gegenüber dem Wannenboden hoch ausgebildet, so daß der Benutzer nur mit stark abgewinkelten
Beinen die Wanne benutzen kann.
[0006] Aus CH-A-328 705 ist eine Wanne bekannt, die ausgehend von ihrer als Rückenlehne
ausgebildeten Stirnseitenwand praktisch als normale Liegewanne ausgebildet ist und
lediglich im Bereich des Fußendes eine gegenüber der Länge der Liegefläche kurze Vertiefung
ausweist, die es ermöglichen soll, die Wanne als Duschwanne, Fußbadewanne oder auch
als Kinderwanne mit geringer Wasserfüllung zu benutzen.
[0007] Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, Gestaltungen an Badewannen vorzuschlagen,
die auch den Bereich der peripheren Nutzungen, wie das Ein- und Aussteigen sowie zusätzliche
Gebrauchsmöglichkeiten, unter ergonomischen Gesichtspunkten verbessern.
[0008] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung mit den Mitteln des Anspruchs 1 gelöst.
[0009] Eine derartige Wannenform erlaubt die Verwendung einer einlegbaren Sitzplatte, die
rutschsicher gehalten ist, so daß der Benutzer die Möglichkeit hat, nach dem Bad sich
aufrecht sitzend vollständig abtrocknen kann, bevor er die Wanne verläßt. Die Verwendung
einer derartigen Sitzplatte ist sowohl für Badewannen mit Griffelement als auch für
Badewannen ohne Griffelement möglich.
[0010] Diese Ausbildung gestattet es ferner, zusätzlich zu einer Sitzplatte eine lose Rückenplatte
einzustecken, die insbesondere bei freistehenden Wannen eine bequeme Benutzung der
Sitzplatte erlaubt. Die schlitzförmigen Taschen können aber auch zur Aufbewahrung
der Sitzplatte dienen. Bei entsprechender Bemessung können sowohl die Sitzplatte in
"Parkstellung" als auch die Rückenlehnplatte eingesteckt werden.
[0011] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist hierbei vorgesehen, daß die seitliche
Begrenzung der Stützflächen durch jeweils einen Ansatz am Rand der Längsseitenwände
und der zugehörigen Stirnseitenwand gebildet wird. Der Ansatz kann als zusätzliches
Bauteil nachträglich mit dem Wannenkörper verbunden werden. Insbesondere bei tiefgezogenen
Kunststoff-Badewannen läßt sich jedoch dieser Ansatz bei der Herstellung in die Längsseitenwand
einformen, so daß sich auch hierfür eine formschöne Gestaltung erzielen läßt.
[0012] In Ausgestaltung der Erfindung ist für Badewannen mit Griffelement vorgesehen, daß
die seitliche Begrenzung durch das Griffelement gebildet wird. Griffelemente im Bereich
der Längsseitenwände sind grundsätzlich bekannt. Auch solche Griffelemente, die den
oberen Wannenrand überragen. Der Nachteil derartiger an den Längsseitenwänden angeordneter
Griffelemente besteht jedoch darin, daß hierdurch der für den Einstieg benötigte Freiraum
in erheblichem Maße begrenzt wird. Demgemäß bietet die erfindungsgemäße Lösung, bei
der das Griffelement vorzugsweise an der das Fußende begrenzenden Stirnseitenwand
angeordnet ist, eine wesentliche Erleichterung für das Einsteigen bzw. das Aussteigen
aus einer derartigen Badewanne. Dies gilt insbesondere für in der Bewegungsfähigkeit
beeinträchtigte Personen. Der Benutzer kann hierbei zunächst das Griffelement erfassen,
dann nacheinander unter Abstützung auf das Griffelement beide Beine in die Badewanne
heben und sich dann erst in die Badewanne niedersetzen. Da sich hierbei der Oberkörper
mit einem großen Teil seines Gewichtes über die Hände auf der Wanne abstützen kann,
ergibt sich für diesen Bewegungsvorgang eine ganz wesentliche Entlastung. Das gleiche
gilt auch für das Verlassen der Badewanne. In einer bevorzugten Ausgestaltung der
Erfindung ist vorgesehen, daß das Griffelement sich bis in den Bereich des Wannenrandes
wenigstens einer Längsseitenwand erstreckt. Durch ein derartiges Griffelement wird
die Handhabung noch verbessert, da sich auch eine seitliche Zugriffsmöglichkeit ergibt,
so daß die Hände beim Ein- bzw. beim Aussteigen in einfacher Weise umgesetzt werden
können.
[0013] In Ausgestaltung der Erfindung ist insbesondere für aus Kunststoff hergestellte Badewannen
vorgesehen, daß das Griffelement an den Wannenrand angeformt ist.
[0014] Unabhängig von dem für den Badewannenkörper verwendeten Materials ist in einer anderen
Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß das Griffelement bügelförmig ausgebildet
und als gesondertes Element mit dem Wannenrand verbunden ist. Ein derartiges gesondertes
Griffelement kann sowohl an Badewannen aus Kunststoff als auch an Stahl- bzw. Gußbadewannen
angebracht werden. Der Vorteil eines gesondert montierten Griffelementes besteht darin,
daß auch Badewannenmodelle, die zunächst nicht für ein endseitiges Griffende vorgesehen
sind oder die sowohl mit als auch ohne Griff angeboten werden sollen, entsprechend
ausgerüstet werden können.
[0015] In vorteilhafter weiterer Ausgestaltung ist hierbei vorgesehen, daß das Griffelement
durch eine im wesentlichen quer zu den Längsseitenwänden ausgerichtete Griffstange
gebildet wird. Dies erlaubt es, die Griffstange mit einem gewissen Abstand zum Wannenende
quer über den Innenraum verlaufen zu lassen, so daß auch bei Badewannen, die mit ihren
Stirnseiten unmittelbar an eine Gebäudewand anstoßen, für den Zugriff und die Bewegung
ein ausreichender Freiraum gegeben ist. In weiterer Ausgestaltung ist hierbei vorgesehen,
daß die Griffstange im Bereich wenigstens einer Längsseitenwand mit einem sich in
Richtung der Längsseitenwand erstreckenden Griff- und Befestigungsbügel verbunden
ist. Mit einem derartigen Griff- und Befestigungsbügel ist ein Umgreifen auch im Bereich
der Längsseitenwand möglich.
[0016] Für Badewannen mit Griffelement und/oder einlegbarer Sitzplatte, bei denen eine Stirnseitenwand
als Rückenlehne ausgebildet ist, an die sich im Bodenbereich des Wannenbodens eine
vom Wannenboden gesonderte Sitzstufe anschließt, ist in Ausgestaltung der Erfindung
vorgesehen, daß die Kante der Sitzstufe gegenüber dem Wannenboden eine Höhe zwischen
40 und 100 mm, vorzugsweise zwischen 50 und 80 mm, aufweist. Wannen mit gesonderter
Sitzstufe sind zwar grundsätzlich bekannt. Diese sind jedoch entweder als ausgesprochene
Sitzbadewannen konzipiert oder aber mit einer Sitzstufe versehen, deren Kante erheblich
höher gegenüber dem anschließenden Wannenboden liegt, so daß bei der Benutzung der
Badewanne hier nur eine Sitz- bzw. Liegeposition eingenommen werden kann, die in etwa
der eines Liegestuhls ohne Fußstütze entspricht. Überraschend hat sich nun gezeigt,
daß eine Sitzstufe in der erfindungsgemäß vorgesehenen geringen Kantenhöhe gegenüber
dem anschließenden Wannenboden sowohl eine entspannte aufrechte Sitzposition als auch
eine entspannte Liegeposition ermöglicht, da hier die Beine lang ausgestreckt werden
können.
[0017] Die Erfindung wird anhand schematischer Zeichnungen von Ausführungsbeispielen näher
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Badewanne mit integriertem Griffelement in einer Seitenansicht, teilweise im
Schnitt,
- Fig. 2
- die Badewanne gemäß Fig. 1 in einer Aufsicht,
- Fig. 3
- eine Darstellung der Körperhaltung beim Einstieg und bei der Benutzung,
- Fig. 4
- in einer Seitenansicht, teilweise im Schnitt eine Ausführungsform mit aufgesetztem
Griffelement,
- Fig. 5
- eine Aufsicht auf die Badewanne gemäß Fig. 4,
- Fig. 6
- eine Darstellung der Körperhaltung beim Einstieg und bei der Benutzung einer Badewanne
der Ausführungsform gemaß Fig. 4,
- Fig. 7
- eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, einer Badewanne mit einlegbarer Sitzplatte,
- Fig. 8
- die Badwanne gemäß Fig. 7 in einer Aufsicht,
- Fig. 9
- eine Darstellung der Körperhaltung einer Badewanne der Ausführungsform gemäß Fig.
7,
- Fig. 10
- eine Darstellung der Körperhaltung bei der normalen Benutzung einer Badewanne gemäß
Fig. 7 mit herausgenommener Sitzplatte,
[0018] Fig. 1 zeigt in einem vertikalen Längsschnitt eine Badewanne, deren Innenraum durch
zwei Längsseitenwände 1, eine als Rückenlehne anatomisch ausgebildete Stirnseitenwand
2 sowie eine als Fußende ausgebildete Stirnseitenwand 3 begrenzt ist. Der Wannenboden
4 weist in seinem an die Rückenlehne 2 anschließenden Bereich eine Sitzstufe 5 auf,
deren Kante 6 gegenüber dem Wannenboden 4 zwischen 50 und 80 mm höher liegt. Bei der
dargestellten Ausführungsform ist die Sitzfläche horizontal ausgerichtet. Zu beiden
Seiten schließen sich an die Sitzstufe in die Längsseitenwände 1 als Ansätze eingeformte
Armlehnen 7 an. Die Rückenlehne 2 ist nach oben über den Wannenrand hinaus in eine
angeformte Kopfstütze 8 ausgezogen. Die Kopfstütze 8 kann hierbei in den Wannenkörper
integriert sein oder aber als gesondertes Element auf den Wannenrand aufgesetzt sein.
Die Neigung der Rückenlehne 2 gegenüber die Horizontalen beträgt etwa 45°, wobei jedoch
der Übergangsbereich 9 zwischen der Sitzfläche der Sitzstufe 5 in den geneigten Bereich
der Rückenlehne 2 in etwa um 90° verläuft, so daß in sitzender Haltung das Becken
abgestützt ist.
[0019] Im Bereich der das Fußende bildenden Stirnseitenwand 3 ist nun am oberen Wannenrand
ein Griffelement 10 angeordnet, das bei dem dargestellten Beispiel in den Wannenkörper
eingeformt ist und das sich, wie die Aufsicht gemäß Fig. 2 zeigt, um die Ecke herum
bis in den Bereich der Längsseitenwände 1 erstreckt. Das eingeformte Griffelement
10 weist eine Griffdicke von etwa 35 mm auf, so daß es beim Abstützen und Zugreifen
bequem von Daumen und Handfläche umfaßt werden kann.
[0020] In Fig. 3 ist die Körperhaltung des Benutzers beim Ein- bzw. beim Aussteigen unter
Zuhilfenahme des Griffelementes 10 dargestellt. In Fig. 3 ist ferner die Körperhaltung
bei der Benutzung dargestellt. Wie die Zeichnung zeigt, ist bei dieser Ausführungsform
im Bereich der das Fußende bildenden Stirnseitenwand 3 im Anschluß an den Boden 4
ein stufenartiger Absatz 11 angeordnet, der für kleinere Personen in der liegenden
Position als Fußstütze dient. Bei großgewachsenen Personen kann die Abstützung dann
statt über die Vorderfläche 12 der Fußstütze über die Stirnseitenwandfläche 3 direkt
erfolgen.
[0021] Fig. 4 zeigt in einem Vertikalschnitt eine abgewandelte Ausführungsform, die jedoch
in ihrem Grundaufbau der Ausführungsform gemäß Fig. 2 entspricht. Bei der in Fig.
4 und 5 dargestellten Ausführungsform ist die Sitzstufe 5 zur Kante 6 hin unter einem
Winkel von etwa 3° ansteigend ausgebildet, wobei die Oberkante der Armlehnen 7 ebenfalls
entsprechend ansteigend geneigt gestaltet sind.
[0022] Wie die Aufsicht in Fig. 5 zeigt, ist die Sitzfläche 5 im mittleren Bereich mit einem
rinnenförmigen Ablaufkanal 13 versehen, der mit Gefälle in Richtung auf das andere
Wannenende angeordnet ist, so daß ein einwandfreier Wasserablauf trotz der ansteigenden
Neigung der Sitzfläche 5 gewährleistet ist. Der Ablaufkanal 13 kann auch zu beiden
Seiten der Sitzfläche 5 im Übergangsbereich zu den Ansätzen 7 der Armlehnen verlaufen,
so daß sich hier eine glattflächige Sitzfläche ergibt. Die Sitzfläche 5 erhält hierbei
optisch dann ein vom Boden 4 und den Längsseitenwänden 1 abgesetztes kissenartiges
Aussehen.
[0023] Bei den in Fig. 4 und 5 dargestellten Ausführungsbeispielen ist eine aufgesetzte,
gepolsterte Nackenstütze 8 vorgesehen. Das Griffelement 10 wird bei diesem Ausführungsbeispiel
durch eine Griffstange 14 gebildet, die im wesentlichen bügelförmig ausgebildet ist
und sich quer zu den Längsseitenwänden 1 über den Endbereich des Innenraumes der Wanne
erstreckt. Die Griffstange 14 ist hierbei an ihren beiden Enden mit Griff- und Befestigungsbügeln
15 versehen, über die die Griffstange 14 mit dem Wannenkörper verbunden ist. Griffstange
14 und Befestigungsbügel 15 können hierbei aus Metall hergestellt sein, wobei zweckmäßigerweise
eine gewisse Querprofilierung vorzusehen ist, die ein Abrutschen bei nassen oder seifigen
Händen verhindert.
[0024] Fig. 6 zeigt die Körperhaltung beim Aussteigen aus einer Badewanne gemäß Fig. 4,
wobei deutlich die gute Greifbarkeit der seitlichen Befestigungsbügel 15 zu erkennen
ist.
[0025] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 7 ist im Bereich des fußseitigen Wannenendes an
beiden Längsseitenwänden jeweils eine Stützfläche 16 eingeformt, die zum anderen Wannenende
hin durch einen Haltenocken 17 begrenzt wird. Die Stützfläche 16 wird seitlich durch
den Wannenrand begrenzt, so daß ein eingelegtes Sitzbrett 18 sowohl nach beiden Seiten
als auch nach vorne hin durch den Stütznocken 17 gehalten wird. Die Anordnung kann
aber auch so getroffen werden, daß die Stützflächen 16 durch den Wannenrand selbst
gebildet werden und die seitlichen Begrenzungen durch ein angeformtes stegförmiges
Griffelement 10 - entsprechend der Ausführungsform gemäß Fig. 1 gebildet wird. Das
Griffelement 10 kann hierbei dann gleichzeitig als kurze Rückenlehne zur Abstützung
des Lendenwirbels dienen.
[0026] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind jedoch in dem an die Stirnseitenwand
3 angrenzenden Bereich der Stützflächen 16 taschenförmige Schlitze 19 eingeformt,
in die von oben eine Rückenlehnenplatte 20 eingesetzt werden kann.
[0027] In Fig. 7 und 8 sind jeweils die Sitzplatte 18 und die Rückenlehnenplatte 20 nur
gestrichelt dargestellt. Bei dem in Fig. 7 dargestellten Ausführungsbeispiel ist das
fußseitige Griffelement lediglich im Bereich der Stirnseite 3 angeordnet, erstreckt
sich also nicht bis in den Bereich der Längsseitenwand.
[0028] Fig. 9 zeigt die Körperhaltung bei Benutzung der Sitzplatte 18. Fig. 10 zeigt wieder
die Körperhaltung bei normaler Wannenbenutzung mit herausgenommener Sitz- und Rückenplatte.
Fig. 9 zeigt hierbei, daß das Vorhandensein einer Sitzstufe 5 mit ihrer Kante 6 zugleich
eine Abstützung für den Fuß in der Sitzposition bietet.
[0029] Aus den vorstehenden Darlegungen ist ersichtlich, daß die für die einzelnen Ausführungsformen
angegebenen Ausgestaltungen miteinander kombiniert sein können, wie dargestellt.
[0030] Die einzelnen Bauelemente der beschriebenen Badewannenform sind jedoch nicht an die
dargestellten Gestaltungen gebunden. So können Griffelemente 10 in der Ausführungsform
gemäß Fig. 1 aber auch in der Ausführungsform gemäß Fig. 4 und 5 an Badewannen verwendet
werden, die eine andere Gestaltung des Innenraumes aufweisen. Dies gilt auch für die
Anordnung einer Sitzstufe 5, da auch Badewannen mit der erfindungsgemäßen Sitzstufe
ohne Griffelement die angegebenen Vorteile dieser Gestaltung aufweisen. Ebenso gilt
dies für die Anordnung der Stützflächen 16 und/oder der Taschen 19 für die Aufnahme
einer Sitzplatte 18 bzw. einer Rückenlehnenplatte 20, da diese Ausgestaltungen nicht
an das Vorhandensein eines Griffelementes 10 und/oder an das Vorhandensein einer Sitzstufe
5 hinsichtlich der Verwendbarkeit gebunden sind.
1. Badewanne mit einem durch Längsseitenwände (1) und Stirnseitenwände (2,3) begrenzten
Innenraum, dadurch gekennzeichnet, daß an einem Wannenende im Bereich des inneren
Wannenrandes Stützflächen (16) für eine einzulegende Sitzplatte (18) angeordnet sind,
die an den Längsseitenwänden (1) durch wenigstens einen Haltenocken (17) für die einzulegende
Sitzplatte (18) zum anderen Wannenende hin begrenzt sind, und daß im Übergangsbereich
zu den Längsseitenwänden (1) der der Sitzplatte (18) zugeordneten Stirnseitenwand
(3) zum oberen Wannenrand hin offene schlitzförmige Taschen (19) zur Aufnahme der
Sitzplatte (18) und/oder einer einzusteckenden Rückenlehnenplatte (20) angeordnet
sind.
2. Badewanne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die seitliche Begrenzung der
Stützflächen (16) durch jeweils einen Ansatz am Rand der Längsseitenwände (1) und
der zugehörigen Stirnseitenwand (3) gebildet wird.
3. Badewanne nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß am oberen Wannenrand
wenigstens einer Stirnseitenwand (3) ein Griffelement (10) angeordnet ist.
4. Badewanne nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Griffelement (10) sich
bis in den Bereich des Wannenrandes wenigstens einer Längsseitenwand (1) erstreckt.
5. Badewanne nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Griffelement (10)
an den Wannenrand angeformt ist.
6. Badewanne nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Griffelement
(10) bügelförmig ausgebildet und als gesondertes Element mit dem Wannenrand verbunden
ist.
7. Badewanne nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Griffelement
(10) durch eine im wesentlichen quer zu den Längsseitenwänden (1) ausgerichtete Griffstange
(14) gebildet wird.
8. Badewanne nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Griffstange (14) im Bereich
wenigstens einer Längsseitenwand (1) mit einem sich in Richtung der Längsseitenwand
erstreckenden Griff- und Befestigungsbügel (15) verbunden ist.
9. Badewanne nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die seitliche
Begrenzung der Stützflächen (16) durch das Griffelement (10) gebildet wird.
10. Badewanne nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei der eine Stirnseitenwand (3) als Rückenlehne
(2) ausgebildet ist, an die sich im Bereich des Wannenbodens (4) eine vom Wannenboden
gesonderte Sitzstufe (5) anschließt, dadurch gekennzeichnet, daß die Kante (6) der
Sitzstufe (5) gegenüber dem Wannenboden (4) eine Höhe zwischen 40 und 100 mm - vorzugsweise
zwischen 50 und 80 mm - aufweist.
11. Badewanne nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß an der als
Fußende ausgebildeten Stirnseitenwand (3) im Übergangsbereich zwischen der Stirnseitenwand
(3) und dem Wannenboden (4) ein stufenförmiger Absatz (11) angeordnet ist, der gegenüber
dem Wannenboden (4) eine Höhe von etwa einem halben menschlichen Fuß, insbesondere
zwischen 5 und 30 cm, vorzugsweisen zwischen 10 und 20 cm aufweist.
1. A bath with an interior delimited by longitudinal side walls (1) and end side walls
(2,3), characterised in that at one end of the bath in the region of the inner bath
rim support faces (16) are arranged for a seat plate (18) which is to be inserted,
which are delimited towards the other end of the bath on the longitudinal side walls
(1) by at least one holding cam (17) for the seat plate (18) which is to be inserted,
and that in the transition region to the longitudinal side walls (1) of the end side
wall (3) associated with the seat plate (18) slit-shaped pockets (19), open towards
the upper bath rim, are arranged to receive the seat plate (18) and/or a back rest
plate (20) which is to be inserted.
2. A bath according to Claim 1, characterised in that the lateral delimitation of the
support faces (16) is formed by in each case an extension on the rim of the longitudinal
side walls (1) and the associated end side wall (3).
3. A bath according to Claim 1 or 2, characterised in that on the upper bath rim at least
of one end side wall (3) a grip element (10) is arranged.
4. A bath according to Claim 3, characterised in that the grip element (10) extends into
the region of the bath rim at least of one longitudinal side wall (1).
5. A bath according to Claim 3 or 4, characterised in that the grip element (10) is formed
onto the bath rim.
6. A bath according to one of Claims 3 to 5, characterised in that the grip element (10)
is constructed in a bracket shape and is connected, as a separate element, with the
bath rim.
7. A bath according to one of Claims 3 to 6, characterised in that the grip element (10)
is formed by a grip bar (14) aligned substantially transversely to the longitudinal
side walls (1).
8. A bath according to Claim 7, characterised in that the grip bar (14) in the region
at least of one longitudinal side wall (1) is connected with a grip- and fastening
bracket (15) extending in the direction of the longitudinal side wall.
9. A bath according to one of Claims 3 to 5, characterised in that the lateral delimitation
of the support faces (16) is formed by the grip element (10).
10. A bath according to one of Claims 1 to 9, in which one end side wall (3) is constructed
as a back rest (2), adjoining which in the region of the base (4) of the bath there
is a seat step (5), separate from the base of the bath, characterised in that the
edge (6) of the seat step (5) has a height of between 40 and 100 mm -preferably between
50 and 80 mm - with respect to the base (4) of the bath.
11. A bath according to one of Claims 1 to 10, characterised in that on the end side wall
(3), which is constructed as the foot end, there is arranged in the transition region
between the end side wall (3) and the base (4) of the bath a step-shaped shoulder
(11) which has a height of approximately half a human foot, in particular between
5 and 30 cm, preferably between 10 and 20 cm, with respect to the base (4) of the
bath.
1. Baignoire comportant une cuve limitée par des parois latérales longitudinales (1)
et des parois latérales frontales (2, 3), caractérisée en ce que, à une extrémité
de la baignoire, dans la zone du bord intérieur de la baignoire, sont disposées des
surfaces d'appui (16) destinées à un panneau formant siège (18) à insérer et limitées
à l'autre extrémité de la baignoire, sur les parois latérales longitudinales (1) au
moins par un ergot de maintien (17) pour le panneau formant siège (18) à insérer et
en ce que dans la zone de transition vers les parois latérales longitudinales (1)
de la paroi latérale frontale (3) correspondant au panneau formant siège (18), des
poches (19) en forme de fente, ouvertes vers le bord supérieur de la baignoire sont
disposées pour loger les panneaux formant siège (18) et/ou formant dossier (20) à
insérer.
2. Baignoire selon la revendication 1, caractérisée en ce que la délimitation latérale
des surfaces d'appui (16) est formée par respectivement un prolongement sur le bord
des parois latérales longitudinales (1) et de la paroi latérale frontale (3) correspondante.
3. Baignoire selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisée en ce qu'un élément
formant poignée (10) est disposé sur le bord supérieur de la baignoire d'une paroi
latérale frontale (3) au moins.
4. Baignoire selon la revendication 3, caractérisée en ce que l'élément formant poignée
(10) s'étend jusque dans la zone du bord de la baignoire d'une paroi latérale longitudinale
(1) au moins.
5. Baignoire selon l'une des revendications 3 ou 4, caractérisée en ce que l'élément
formant poignée (10) est moulé sur le bord de la baignoire.
6. Baignoire selon l'une des revendications 3 à 5, caractérisée en ce que l'élément formant
poignée (10) est conçu en forme d'étrier et est fixé sur le bord de la baignoire sous
forme d'élément séparé.
7. Baignoire selon l'une des revendications 3 à 6, caractérisée en ce que l'élément formant
poignée (10) est constitué d'une barre formant poignée (14) orientée sensiblement
transversalement par rapport aux parois latérales longitudinales (1).
8. Baignoire selon la revendication 7, caractérisée en ce que la barre formant poignée
(14) est assemblée dans la zone d'au moins une paroi latérale longitudinale (1) avec
un étrier servant de poignée et de fixation (15) et s'étendant dans le sens de la
paroi latérale longitudinale.
9. Baignoire selon l'une des revendications 3 à 5, caractérisée en ce que la délimitation
latérale des surfaces d'appui (16) est constituée par l'élément formant poignée (10).
10. Baignoire selon l'une des revendications 1 à 9, dans laquelle une paroi latérale frontale
(3) forme un dossier (2) près duquel est disposée, dans la zone du fond de la baignoire
(4), une marche adjacente servant de siège (5), séparée du fond de la baignoire, caractérisée
en ce que le bord (6) de la marche servant de siège (5) présente une hauteur entre
40 et 100 mm - de préférence entre 50 et 80 mm - par rapport au fond de la baignoire
(4).
11. Baignoire selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisée en ce que, sur la paroi
latérale frontale (3) conçue en tant qu'extrémité pour les pieds, dans la zone de
transition entre la paroi latérale frontale (3) et le fond de la baignoire (4), est
disposé un prolongement en forme de marche (11) qui présente une hauteur correspondant
environ à la moitié du pied d'un individu, comprise en particulier entre 5 et 30 cm,
de préférence entre 10 et 20 cm.