[0001] Die Erfindung betrifft eine Stromschiene mit einem sternförmigen Trägerprofil, das
von einem gemeinsamen Zentrum radial sich auswärts erstreckende Schenkel sowie mehrere
Stromleiter aufweist.
[0002] Eine bekannte Stromschiene dieser Art (DE-PS 37 39 616) ist als Niedervolt-Stromschiene
ausgebildet. Die stromführenden Leiter sind dabei an den freien Enden der radial auswärts
gerichteten Schenkel vorgesehen. Eine derartige Stromschiene ist wegen ihrer frei
liegenden Stromleiter für nochvoltbetrieb nicht zulässig. Die bekannte Stromschiene
kann lediglich als Einzelschiene verwendet werden, es ist nicht möglich, zwei oder
mehr Schienen der bekannten Gattung zu einer Tragwerkskonstruktion zusammenzusetzen.
[0003] Ausgehend von dem als bekannt vorausgesetzten Stand der Technik liegt der Erfindung
die Aufgabe zugrunde, eine Stromschiene zu schaffen, welche als Hochvolt-Stromschiene
verwendbar ist und die zur Bildung von Tragwerkskonstruktionen geeignet ist.
[0004] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt dadurch, daß zwischen den freien Enden jeweils
benachbarter Schenkel Isolierkörper angeordnet sind, in denen die mehrfach vorgesehenen
Leiter nebeneinander angeordnet sind.
[0005] Dabei hat es sich als besonders zweckmäßig erwiesen, daß das Trägerprofil drei Schenkel
aufweist, die gleichmäßig auf 360° verteilt angeordnet sind.
[0006] Die erfindungsgemäße Stromschiene ist vom Außenumfang gut abgreifbar. Die Anordnung
der mehrfach vorgesehenen Leiter in einem flachen Isolierkörper führt dazu, daß die
gesetzlichen Vorschriften für Hochvolt-Stromschienen leicht einhaltbar sind. Darüber
hinaus erlaubt die sternförmige Konfiguration des Trägerprofils, daß mehrere parallele
Stromschienen über entsprechende Verbindungselemente leicht und einfach zusammenbaubar
sind.
[0007] Die Vereinigung mehrerer paralleler Stromschienen zu einem Tragwerk wird besonders
einfach bei einer speziellen bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung, bei der die
freien Enden der Schenkel jeweils eine nach außen offene, hinterschnittene Nut aufweisen.
[0008] Die hinterschnittenen Nuten sind bevorzugt durch zumindest im wesentlichen C-förmige
Erweiterungen der Schenkel gebildet.
[0009] Die hinterschnittenen Nuten dienen zur Aufnahme von Verbindungsprofilen, die zwei
parallel zueinander verlaufende, verdickte Randbereiche aufweisen, welche für einen
formschlüssigen Eingriff in die hinterschnittenen Aufnahmenuten zweier benachbarter
Stromschienen ausgebildet sind.
[0010] Eine derartige, aus mindestens zwei Stromschienen aufgebaute Tragwerkskonstruktion
läßt sich in äußerst einfacher Weise zusammensetzen. Weitere bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung sind in den weiteren Unteransprüchen beschrieben. Bei dem sternförmigen
Trägerprofil sind bevorzugt drei Schenkel gleichmäßig auf 360° verteilt angeordnet.
Es ist auch möglich, daß das Trägerprofil vier oder sogar mehr Schenkel aufweist,
die gleichmäßig oder auch ungleichmäßig verteilt angeordnet sein können.
[0011] Nachstehend wird eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung anhand der Zeichnung
im einzelnen beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1 -
- eine perspektivische Darstellung einer Stromschiene, die an einer Stirnseite abgeschnitten
dargestellt ist und bei der ein Isolierkörper mit seiner Stirnseite gegenüber der
Schnittebene zurückliegt,
- Figur 2 -
- eine perspektivische, in einer Ebene geschnittene Darstellung einer Tragwerkskonstruktion
mit zwei Trägerprofilen, in denen zur Verdeutlichung die Isolierkörper mit den Stromleitern
weggelassen sind,
- Figur 3 -
- eine Schnittdarstellung durch zwei über Verbindungselemente miteinander verbundene,
benachbarte Trägerprofile,
- Figur 4 -
- zwei Trägerprofile, die mit einem einzigen Verbindungselement gekoppelt sind,
- Figur 5 -
- einen Verblendkörper aus Isoliermaterial zum Einsatz zwischen zwei benachbarten Schenkeln
anstelle eines Isolierkörpers mit Stromleitern.
[0012] Das Trägerprofil 1 besteht vorzugsweise aus Aluminium und besitzt drei von einem
Zentrum ausgehende Schenkel 1a, 1b und 1c, die gleichmäßig über 360° verteilt angeordnet
sind. Die Schenkel 1a, 1b und 1c erweitern sich an ihren freien Enden zur Bildung
einer C-Form. Hierdurch werden hinterschnittene Nuten 1d, 1e und 1f gebildet.
[0013] Zwischen den freien Enden benachbarter Schenkel sind jeweils Isolierkörper 2 eingerastet,
die in einer gleichen Ebene angeordnete Stromleiter aufweisen. Der gemäß Figur 1 rechte
Isolierkörper 2 weist insgesamt fünf Stromleiter 3, 4, 5, 6 und 7 auf. Im nach unten
weisenden Isolierkörper 2 sind drei Stromleiter 3, 5 und 7 vorgesehen. Im nach links
weisenden Isolierkörper 2 sind nur zwei Stromleiter 3 und 7 vorgesehen.
[0014] Die mit Ausnahme der Anzahl und Anordnung der Stromleiter gleich aufgebauten Isolierkörper
2 sind in ihrer Einrastlage gesichert. Die Isolierkörper stützen sich gegen eine von
außen nach innen gerichtete Druckkraft über zwei rückwärtige Stege 2a und 2b an den
dahinterliegenden benachbarten Schenkeln ab. Gegen eine radial nach außen erfolgende
Belastung sind die Isolierkörper 2 durch seitliche Nuten 2c und 2d gesichert, in die
passende Vorsprünge der C-förmigen Erweiterungen der Schenkel eingreifen. Die Isolierkörper
sind mit den Nuten 2c und 2d hinter passenden Rücksprüngen an den freien Enden der
Schenkel 1a, 1b und 1c in ihrer Einbauposition verrastet.
[0015] Die freien Enden der Profilschenkel bilden gemeinsam mit den zwischen diesen angeordneten
Isolierkörpern einen im wesentlichen dreiecksförmigen Umriß.
[0016] In Figur 2 ist gezeigt, wie zwei Trägerprofile 1 mittels eines Verbindungsprofils
zusammengesetzt sind. Die Trägerprofile sind der besseren Darstellung und Klarheit
wegen ohne die Isolierkörper 2 dargestellt, die im Einbaufall an den gewünschten Flanken
der Sternprofile eingesetzt sind.
[0017] Das Verbindungsprofil 9 besitzt parallel zueinander verdickte Randbereiche 9a und
9b. Die Randbereiche 9a und 9b greifen formschlüssig in die passenden hinterschnittenen
Nuten 1f bzw. 1d ein. Zwischen den verdickten Randbereichen 9a und 9b weisen die als
ebene Platten ausgebildeten Verbindungsprofile 9 Aussparungen 9c auf.
[0018] Figur 3 zeigt eine Verbindung von zwei benachbarten Trägerprofilen 1 durch ein anders
geformtes Verbindungsprofil 8, das an seinen Rändern ebenfalls verdickte Bereiche
8a und 8b aufweist, die in passende gegenüberliegende Nuten benachbarter Trägerprofile
formschlüssig eingreifen. Bei den Verbindungsprofilen 8 ist der Mittelbereich nach
außen abgewinkelt.
[0019] Figur 4 zeigt eine weitere Anordnungsmöglichkeit mit einem Verbindungsprofil 8.
[0020] In Figur 5 ist ein Verblendisolierkörper 10 dargestellt, der anstelle der Stromleiter
aufweisenden Isolierkörper 2 bei Bedarf zwischen die freien Enden benachbarter Stege
des Trägerprofils 1 eingerastet werden kann.
1. Stromschiene mit einem sternförmigen Trägerprofil, das von einem gemeinsamen Zentrum
radial sich auswärts erstreckende Schenkel sowie mehrere Stromleiter aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen den freien Enden jeweils benachbarter Schenkel (1a, 1b, 1c) Isolierkörper
(2) angeordnet sind, in denen die mehrfach vorgesehenen Leiter (3; 4; 5; 6; 7) nebeneinander
angeordnet sind.
2. Stromschiene nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Trägerprofil (1) drei Schenkel (1a, 1b, 1c) aufweist, die gleichmäßig auf
360° verteilt angeordnet sind.
3. Stromschiene nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die freien Enden der Schenkel (1a, 1b, 1c) jeweils eine nach außen offene, hinterschnittene
Nut (1d, 1e, 1f) aufweisen.
4. Stromschiene nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Hinterschneidung der Nuten (1d, 1e, 1f) einen runden Querschnitt aufweist.
5. Stromschiene nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Isolierkörper (2) hinter entsprechenden Rücksprüngen an den freien Enden der
Schenkel (1a, 1b, 1c) in ihrer Einbauposition verrastet sind.
6. Stromschiene nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die freien Enden der Profilschenkel gemeinsam mit den zwischen diesen angeordneten
Isolierkörpern (2) einen im wesentlichen dreiecksförmigen Umriß bilden.
7. Stromschiene nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Isolierkörper (2) an ihren Rückseiten angeformte Distanzrippen (2a, 2b) aufweisen,
die an den der Rückseite benachbarten Schenkeln (1a, 1b, 1c) des Trägerprofils (1)
bzw. am gemeinsamen Zentrum des Trägerprofils (1) anliegen.
8. Stromschiene nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die hinterschnittenen Nuten (1d, 1e, 1f) durch zumindest im wesentlichen C-förmige
Erweiterungen der Schenkel (1a, 1b, 1c) gebildet sind.
9. Stromschiene nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die hinterschittenen Nuten (1d, 1e, 1f) zur Aufnahme von Verbindungsprofilen (8;
9) dienen, die zwei parallel zueinander verlaufende verdickte Randbereiche (8a u.
8b; 9a u. 9b) aufweisen, welche für einen formschlüssigen Eingriff in die hinterschnittenen
Aufnahmenuten zweier benachbarter Stromschienen ausgebildet sind.
10. Stromschiene nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungsprofile (9) als ebene Platten ausgebildet sind.
11. Stromschiene nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die ebenen Platten zwischen den verdickten Randbereichen (9a u. 9b) Aussparungen
(9c) aufweisen.
12. Stromschiene nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen den freien Enden zumindest zwei benachbarter Schenkel (1a, 1b, 1c) Verblendisolierkörper
(10) angeordnet sind.
13. Stromschiene nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungsprofile einen kreuzförmigen Querschnitt aufweisen.