[0001] Die Erfindung betrifft eine Schallabsorptionsplatte, wie sie insbesondere zur Dämpfung
des durch Maschinen verursachten Lärms in Fabrikshallen und anderen geschlossenen
Räumen eingesetzt werden.
[0002] Es ist eine allerdings vor allem zum Einsatz an Strassen gedachte Schallschutzwand
bekannt (BE-A-892 899), bei welcher hinter einer Frontplatte mit nach unten weisenden
Lamellen und mit Abstand vor einer Stützmauer eine Dämpfungsschicht angebracht ist.
Derartige Wände sollen vor allem als Abschirmung wirken. Ihre Schallabsorptionsfähigkeit
ist verhältnismässig gering, sodass sie sich wegen hoher Reflexionswerte besonders
für die Verwendung in geschlossenen Räumen wenig eignen. Auch bezüglich der Bauart
sind sie eher an den Einsatz in Aussenräumen angepasst.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Schallabsorptionsfähigkeit bekannter
Schallschutzplatten oder -wände zu verbessern und damit eine auch für den Einsatz
in geschlossenen Räumen geeignete Schallabsorptionsplatte zu schaffen.
[0004] Die Erfindung, wie sie in den Ansprüchen gekennzeichnet ist, schafft nicht nur Schallabsorptionsplatten
mit allgemein sehr günstigen Absorptionswerten, sie bietet auch die Möglichkeit, solche
Platten an bestimmte Anforderungen anzupassen. Ausserdem gibt sie vorgefertigte Elemente
an, aus denen erfindungsgemässe Schallabsorptionsplatten besonders einfach hergestellt
werden können.
[0005] Im folgenden wird die Erfindung anhand von Zeichnungen, welche nur einen Ausführungsweg
darstellen, näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1a
- eine Seitenansicht eines Plattenelements zum Aufbau einer erfindungsgemässen Schallabsorptionsplatte,
- Fig. 1b
- eine Rückansicht des Plattenelements nach Fig. 1a und
- Fig. 2
- das Resultat von Schallabsorptionsmessungen an einer erfindungsgemässen Schallabsorptionsplatte.
[0006] Die Schallabsorptionsplatte ist vorzugsweise aus vorgefertigten Plattenelementen
aufgebaut, welche z. B. rechteckig, insbesondere quadratisch, oder auch drei- oder
sechseckig sein können und welche gewöhnlich an einer schon bestehenden oder auch
zu diesem Zweck errichteten Wand fliesenartig neben- und übereinander angeordnet sind,
sodass sie die Wand lückenlos bedecken. Natürlich können auch die Plattenelemente
selber jeweils mit einer Rückwand versehen sein, in welchem Fall die besagte Wand
nicht erforderlich ist.
[0007] Die erfindungsgemässe Schallabsorptionsplatte kann selbstverständlich auch an Ort
und Stelle gefertigt oder zugeschnitten werden, der Aufbau aus vorgefertigten Elementen
ist jedoch besonders ökonomisch.
[0008] Das Plattenelement weist eine Lochplatte 1 auf mit ein regelmässiges, z. B. quadratisches,
Raster bildenden Löchern 2, welche jeweils einen Durchmesser von 3 - 20 mm und einen
Abstand von 8 - 30 mm von ihren nächsten Nachbarn haben. Sie besteht aus hartem Material,
vorzugsweise Kunststoff oder Metall. An der Lochplatte 1 ist eine Dämpfungsschicht
3 aus Mineralwolle, Schaumstoff, vorzugsweise offenporigem, oder anderem schallabsorbierendem
Material befestigt. Ihre Dicke beträgt zwischen 5 und 50 mm. Die Dämpfungsschicht
3 kann auf der Rückseite wie auch auf der Vorderseite durch akustisches Papier abgeschlossen
sein.
[0009] Daran schliessen quer zur Plattenebene verlaufende Unterteilungswände 4a,b aus hartem
Material wie Kunststoff oder Metall an, welche den zwischen Dämpfungsschicht und Wand
liegenden Absorptionsraum in Absorptionskammern mit einem maximalen Durchmesser von
zwischen 300 und 1000 mm und einer Tiefe von 50 bis 300 mm unterteilen.
[0010] Die Unterteilungswände 4a,b sind gerade ausgebildet und kreuzen sich im Mittelpunkt
des Plattenelements. Sie verlaufen parallel zu dessen Seiten.
[0011] Selbstverständlich sind auch andere Lösungen möglich. Die Unterteilungswände können
z. B. diagonal verlaufen oder verschiedenste Muster bilden. Vorzugsweise sind sie
so angeordnet, dass Unterteilungswände benachbarter Plattenelemente an den Rändern
derselben aneinander anschliessen.
[0012] Durch die Unterteilung wird eine wesentliche Verbesserung der Schallabsorption erzielt.
Es hat sich auch gezeigt, dass der Verlauf der Absorptionskurve von der Unterteilung
abhängt. Insbesondere verschiebt sich dieselbe zu tieferen Frequenzen, wenn die Volumina
der Absorptionskammern vergrössert werden. Diese Gesetzmässigkeit lässt sich dazu
benutzen, die Eigenschaften erfindungsgemässer Schallabsorptionsplatten auf die jeweiligen
Anforderungen abzustimmen.
[0013] Ein erfindungsgemässes quadratisches Plattenelement gemäss Fig. 1a,b von 200 mm Seitenlänge,
mit einer Lochplatte 1 aus 0,8 mm dickem Aluminium, deren Löcher 2 jeweils einen Durchmesser
von 4 mm aufweisen und ein quadratisches Raster bilden, bei dem die Mittelpunkte benachbarter
Löcher einen Abstand von 15 mm aufweisen und bei welcher die Dämpfungsschicht 3 aus
Mineralwolle besteht und 25 mm dick ist, während der Absorptionsraum eine Tiefe von
70 mm aufweist, erbrachte bei Messung im Rohr die in Fig. 2 dargestellte Absorptionskurve.
1. Schallabsorptionsplatte mit einer durchbrochenen Frontplatte aus hartem Material,
hinter der eine Dämpfungsschicht (3) aus schallabsorbierendem Material angebracht
ist, welche mit Abstand einer Wand vorgelagert ist, sodass hinter ihr ein Absorptionsraum
frei bleibt, dadurch gekennzeichnet, dass der Absorptionsraum senkrecht zur Plattenebene in Absorptionskammern mit jeweils
einem maximalen Durchmesser von höchstens 1000 mm unterteilt ist.
2. Schallabsorptionsplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Absorptionskammern jeweils einen Mindestdurchmesser von 300 mm aufweisen.
3. Schallabsorptionsplatte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Absorptionskammern jeweils eine Tiefe von zwischen 50 mm und 300 mm aufweisen.
4. Schallabsorptionsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Absorptionskammern rechteckig ausgebildet sind.
5. Schallabsorptionsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass Dämpfungsschicht (3) eine Dicke von zwischen 5 mm und 50 mm aufweist.
6. Schallabsorptionsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfungsschicht (3) aus Mineralwolle oder offenporigem Schaumstoff besteht.
7. Schallabsorptionsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Frontplatte als Lochplatte (1) ausgebildet ist.
8. Schallabsorptionsplatte nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Löcher (2) jeweils einen Durchmesser von zwischen 3 mm und 20 mm aufweisen.
9. Schallabsorptionsplatte nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Löcher (2) in einem Abstand von zwischen 8 mm und 30 mm regelmässig angeordnet
sind.
10. Schallabsorptionsplatte nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Lochplatte (1) aus Kunststoff oder Metall besteht.
11. Plattenlement zum Aufbau einer Schallabsorptionsplatte nach einem der Ansprüche 1
bis 10 durch fliesenartige Anordnung mehrerer gleichartiger Plattenelemente, dadurch gekennzeichnet, dass es im Anschluss an die Dämpfungsschicht (3) derart quer zur Plattenebene verlaufende
Unterteilungswände (4a, 4b) aufweist, dass Unterteilungswände benachbarter Plattenelemente
aneinander anschliessen.
12. Plattenelement nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass es rechteckig ausgebildet ist und zwei gerade, einander in seinem Mittelpunkt kreuzende
Unterteilungswände (4a, 4b) aufweist.