| (19) |
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(11) |
EP 0 524 615 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.03.1995 Patentblatt 1995/11 |
| (22) |
Anmeldetag: 22.07.1992 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: D06B 23/08 |
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Fühlvorrichtung in einem Strangaufdreher
Feeler device in an untwisting device
Dispositif tateur dans un dispositif de detordage
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES IT |
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Priorität: |
26.07.1991 DE 4124846
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.01.1993 Patentblatt 1993/04 |
| (73) |
Patentinhaber: Erhardt & Leimer GmbH |
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D-86136 Augsburg (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Seidel, Lutz
W-8900 Augsburg (DE)
- Gröninger, Alois
W-8900 Augsburg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Sasse, Volker, Dipl.-Ing. |
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Parreutstrasse 27 85049 Ingolstadt 85049 Ingolstadt (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 818 648 GB-A- 794 503
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FR-A- 2 394 632
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Fühlvorrichtung der im Oberbegriff des Patentanspruchs
1 angegebenen Art. Eine derartige Vorrichtung ist aus der Druckschrift FR-A-2 394
632 bekannt.
[0002] Bei einer aus der US-PS 3 813 862 bekannten Fühlvorrichtung wird der durch eine Führung
laufende, verdrehte Strang oberflächlich durch eine um eine zur Strangachse senkrechte
Achse drehbare, kreisförmige Bürste an der Oberfläche abgetastet. Die Borsten greifen
formschlüssig an den gewindegangartigen und von der Verdrehung herrührenden Vertiefungen
in der Oberfläche des Stranges an und werden seitlich ausgelenkt. Die Auslenkung verschiebt
die Bürste auf ihrer Führung zur einen oder zur anderen Seite. Ein radartiger Grundkörper
der Bürste wird berührungslos von zwei pneumatischen Servomotoren abgetastet, die
wechselseitig und in Abhängigkeit von der Position des Grundkörpers elektrische Schalter
betätigen, mit denen ein Antriebsmotor für zwei Strangaufdreher richtungsabhängig
ein- und ausgeschaltet wird. Das Ansprechverhalten dieser Fühlvorrichtung ist relativ
ungenau. Der Strang wird relativ grob behandelt. Es ergibt sich ein unter Umständen
stark pendelndes Steuerverhalten beim Aufdrehen des Strangs.
[0003] Es ist auch bekannt, den Strang direkt mittels einer optoelektronischen Fühlvorrichtung
abzutasten und ein Bild der Strangoberfläche herzustellen, das hinsichtlich der als
Konturen ermittelten, gewindegangförmigen und von der Verdrehung herrührenden Rillen
ausgewertet wird, um eine Aussage bezüglich des Ausmaßes und des Drehsinns der Verdrehung
zu finden. Da der Strang bei seinem Lauf sehr lebendig ist und optoelektronische Fühleinrichtungen
insbesondere dann unter Verschmutzungen stark leiden, wenn sie den oft nassen, vibrierenden
oder schlagenden Strang abtasten müssen, ist eine aufwendige elektronische Auswertungs-Schaltung
nötig, um zu einem befriedigenden Steuerverhalten beim Aufdrehen zu kommen.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Fühlvorrichtung der eingangs genannten
Art zu schaffen, die baulich einfach, verschmutzungsunanfällig und zuverlässig sowie
feinfühlig ist und starke und einfach auswertbare Nutzsignale zum Strangaufdrehen
liefert.
[0005] Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs
1 angegebenen Merkmalen gelöst.
[0006] Bei dieser Ausbildung wird das am Strang anliegende Tastelement durch die gewindegangartigen
Vertiefungen der Verdrehung feinfühlig verlagert. Die Position oder Positionsänderungen
des Tastelements werden über den Analog-Initiator permanent festgestellt, der in der
Lage ist, dem Ausmaß und dem Drehsinn der Verdrehung proportionale und starke, analoge
Nutzsignale zu erzeugen. Die Nutzsignale ermöglichen nicht nur eine unmittelbare und
exakte Aussage zum Drehsinn und zum Ausmaß der Verdrehung, sondern auch Aussagen zur
Veränderung des Drehsinns bzw. des Ausmaßes der Verdrehung, wodurch eine exakte Steuerung
des Strangaufdrehers stets analog zur Verdrehung ermöglicht ist. Der besondere Vorteil
ist darin zu sehen, daß mittels des Analog-Initiators stets eindeutige und klare Nutzsignale
zur Verfügung stehen, und daß die Fühlvorrichtung keiner mechanischen Einjustierung
bedarf. Da die Verdrehung nicht direkt sondern indirekt und in einiger Entfernung
abgetastet wird, ist die Verschmutzungsgefahr gering, so daß ohne weiteres auch opto-elektronische
Analog-Initiatoren benutzt werden können. Da der Analog-Initiator analoge Signale
liefert, ist permanent eine exakte analoge Aussage zur Verdrehung vorhanden, was die
Grundlage für ein feinfühliges, unmittelbares Aufdrehen des Stranges ist. Ein Nebenaspekt
dieser Ausbildung ist eine deutlich gegenüber bisher verkürzte Vorlaufstrecke zum
Ausdrehen des Stranges.
[0007] Besonders deutliche und prägnante, rauscharme Nutzsignale sind bei der Ausführungsform
gemäß Anspruch 2 ableitbar. Über den Abstand des Abtastpunktes an der Referenzkontur
vom Analog-Initiator ist stets eine klare Aussage über Ausmaß und Drehsinn der Verdrehung
gegeben. Das Signal oder die Signalkette ermöglichen es, die Strangaufdrehvorrichtung
analog anzusteuern, so daß ein pendelndes Steuerverhalten von vornherein unterdrückt
wird und der Strang sehr exakt so aufgedreht wird, daß innerhalb einer kurzen Strangstrecke
die Verdrehung vollständig beseitigt ist.
[0008] Alternativ dazu sind auch die Initiatortypen gemäß Anspruch 3 zweckmäßig.
[0009] Eine baulich einfache Ausführungsform geht aus Anspruch 4 hervor. Falls der Positionsgeber
gegenüber dem drehbaren Tastelement entkoppelt ist und nur dessen Bewegungen entlang
der Führung mitmacht, reicht eine Gerade als Referenzkontur aus, deren Bewegung der
Analog-Initiator präzise abzutasten vermag.
[0010] Besonders zweckmäßig ist ferner die Ausführungsform gemäß Anspruch 5. Analog-Initiatoren
finden zwar in verschiedenen Gebieten der Technik mehr und mehr Eingang. Sie haben
aber beim Abtasten einer geraden Referenzkontur zumeist einen gekrümmten Signalverlauf,
der durch eine vorgewählte Kurve als Referenzkontur so weit kompensiert wird, daß
sich eine annähernd gerade Signalkurve ergibt, die zu sehr aussagefähigen und gut
nutzbaren Nutzsignalen zum Steuern des Aufdrehens führt. Die Signaländerungen zwischen
den einzelnen Positionen der Referenzkontur sind stetig, so daß sich einfach eine
analoge Steuerung des Aufdrehens vornehmen läßt.
[0011] Eine weitere, zweckmäßige Ausführungsform geht aus Anspruch 6 hervor. Die Referenzkontur
wird als Linie abgetastet, obwohl sie sich mit dem Tastelement dreht.
[0012] Herstellungstechnisch einfach ist ferner die Ausführungsform gemäß Anspruch 7.
[0013] Damit das Tastelement die Verdrehung mit nur minimalem Schlupf abzutasten vermag,
ist die Ausführungsform von Anspruch 8 vorteilhaft.
Ferner ist die Maßnahme von Anspruch 9 wichtig, damit der Strang stets in innigem
Kontakt mit dem Tastelement bleibt.
[0014] Zweckmäßigerweise ist die Gegenwalze baugleich mit der das Tastelement bildenden
Walze, was herstellungstechnisch günstig ist und es ermöglicht, die eine Walze funktionell
gegen die andere Walze zu tauschen.
[0015] Da es in der Praxis vorkommt, daß der Strang schräg abgezogen wird oder seitlich
hin- und herpendelt, würde die Messung von einer Walze Fehlermeldungen bringen. Die
Ausführung gemäß Anspruch 11 ist dagegen sehr vorteilhaft, weil sowohl die Walze wie
auch die Gegenwalze die Verschiebung des Stranges melden und bei einem Drall oder
nur einer Schräglage die jeweiligen Signale von den beiden Initiatoren kommen, die
entweder addiert und zur Motorsteuerung dienen oder gegeneinander aufgehoben werden.
[0016] Eine besonders zweckmäßige Ausführungsform, bei der die Vorrichtung in einer Strangaufdrehvorrichtung
in einem einen zur Drehung antreibbaren Strangaufdrehkorb und eine Umlenkrolle enthaltenden
Tragkörper angeordnet ist, geht aus Anspruch 12 hervor. Der Strangaufdreher läßt sich
mit den kräftigen und aussagefähigen Nutzsignalen des Analog-Initiators analog zur
jeweils festgestellten Verdrehung ansteuern, wobei besonders vorteilhaft die Verdrehung
innerhalb einer extrem kurzen Vorlaufstrecke des Strangs vollständig beseitigbar ist.
Es ergibt sich eine kompakte Bauweise mit geringer Baulänge, so daß die Strangaufdrehvorrichtung
auch bei relativ geringen Raumhöhen problemlos eingesetzt werden kann. Insbesondere
beide Walzen in Umfangsrichtung mit parallelen Rillen zu versehen und beide Walzen
auf den Achsen axial verschiebbar zu halten und dann von jeder Walze die Verschiebung
über einen eigenen Initiator abzunehmen, bietet eine genaue und gefühlvolle Steuerung
für das Aufdrehen eines Stranges mit Drallwindungen. Sobald sich die beiden Walzen
in gleicher Richtung verschieben, liegt ein Schrägzug des Stranges ohne Dralleffekt
vor. Die dabei abgegebenen Signale heben sich auf und der Motor für den Strangaufdreher
wird nicht in Tätigkeit gesetzt. Wenn die Walzen aber entgegengesetzt verschoben werden,
werden die Signale der beiden Initiatoren addiert, wobei das Signal eines Initiators
invertiert, also umgepolt wird. Dabei ergibt sich bei gegenläufiger Walzenverschiebung
eine Drallanzeige und ein Gesamtsignal, das den Motor in die erforderliche Richtung
drehen läßt- Fehlmeldungen sind dadurch eliminiert.
[0017] Anhand der Zeichnung wird eine beispielhafte Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
erläutert.
[0018] Es zeigen
- Figur 1
- einen Längsteilschnitt einer Strangaufdrehvorrichtung und
- Figur 2
- eine Rückteilansicht der Strangsufdrehvorrichtung.
[0019] Eine Strangaufdrehvorrichtung V weist einen kastenförmigen Tragkörper T auf, in dem
ein Strangaufdreher S, eine in Strangdurchlaufrichtung D dahinterliegende Umlenkrolle
U und eine Fühlvorrichtung F angeordnet sind. Mit der Fühlvorrichtung F sind Signale
erzeugbar, die den Strangaufdreher S ansteuern, um den in sich verdrehten Waren-Strang
aufzudrehen.
[0020] Der Strangaufdreher S ist in einen Rahmen 1 integriert, auf dem ein Antriebsmotor
2 befestigt und über eine Antriebsverbindung 3 mit einem ringförmigen Grundkörper
4 verbunden ist. Der Grundkörper 4 ist mittels Lager 5 am Rahmen 1 drehbar gelagert
und weist eine Längsachse 17 auf, die bei der gezeigten Ausführungsform mit einer
Strangdurchlaufachse A zusamenfällt. Am Grundkörper 4 ist eine Halterung 7 für ein
Walzenpaar P montiert, dessen beide Klemmwalzen 8, 9 einen Walzenspalt Z variabler
Weite begrenzen. Der Grundkörper 4 definiert mit der Halterung 7 und dem Walzenpaar
P einen Drehkäfig K. Die zueinander parallelen Klemmwalzen 8, 9 sind auf Schwenkarmen
10, 11 freilaufend gelagert. Die Schwenkarme 10, 11 sind in Schwenklagern 12 der Halterung
7 um zu den Walzenachsen parallele Achsen schwenkbar angeordnet. Zumindest einer der
Schwenkarme 10, 11 ist durch eine nicht dargestellte Feder in Pfeilrichtung 13 beaufschlagt.
Die Schwenkarme 10, 11 sind durch eine gemeinsame Kurbelstange 14 zwangsgekoppelt,
die am Schwenkarm 11 an einer geraden Verlängerung 11a in einer Anlenkstelle 15 und
am Schwenkarm 10 in einer Anlenkstelle 16 zwischen dem Schwenklager 12 und der Klemmwalze
9 jeweils direkt angelenkt ist. Die Abstände zwischen den Anlenkstellen 15, 16 und
den Schwenklagern 12 sind gleich groß und betragen annähernd ein Viertel der Länge
der Schwenkarme 11 zwischen den Schwenklagern 12 und den Achsen der Klemmwalzen 8,
9. Die Schwenklager 12 sind gleich weit von der Strangdurchlaufachse A beabstandet
und konvergieren bei aneinanderliegenden Klemmwalzen 8, 9 von den Schwenklagern 12
aus.
[0021] Am Rahmen 1 ist eine umlaufende Sammelrinne 18a befestigt, an der ein topfförmiger
Mantel 18, vorzugsweise aus Kunststoff, montiert ist, der in seinem Topfboden eine
Durchlauföffnung 19 für den nicht gezeigten Strang besitzt und das Walzenpaar P von
außen her abdeckt. An der Unterseite des Rahmens 1 ragt ein Einlaufrohr 6 in den Drehkäfig
K. Mit dem Grundkörper 4 ist ein kragenartiger Strömungsleitteil 20 verbunden, der
mit einem umgebogenen Rand bis in die Sammelrinne 18a ragt. In der Sammelrinne 18a
ist wenigstens eine Ablauföffnung 21 vorgesehen, an die gegebenenfalls ein Schlauch
oder eine Rohrleitung anschließbar ist.
[0022] Der Rahmen 1 ist mit wenigstens einer Pendelstütze 23 schwenkbar mit dem Tragkörper
T verbunden. Die Pendelstütze 23 ist am Tragkörper T an einer Pendelachse 22 angelenkt
und hat am anderen Ende eine Anlenkstelle 24 am Rahmen 1. Die Anlenkstelle 24 ist
in Rahmenlängsrichtung verstellbar. Ferner ist der Rahmen 1 über eine Stift-Schlitzführung
25 an der der Längsachse 17 gegenüberliegenden Seite der Anlenkstelle 24 mit dem Tragkörper
T beweglich verbunden. Beispielsweise greifen Stifte 26 des Rahmens 1 in Führungsschlitze
27 des Tragkörpers T ein. In der Fühlvorrichtung F ist ein Tastelement E angeordnet,
auf das noch näher eingegangen wird, dem eine Gegenwalze G zugeordnet ist. Die Gegenwalze
G ist an Schwenkarmen 28 um eine Achse 29 des Tragkörpers T schwenkbar gehalten und
durch eine Feder 30 in Richtung auf das Tastelement E beaufschlagt. Das Tastelement
E läßt sich gemäß Figur 1 quer zur Längsrichtung des Tragkörpers T verstellen.
[0023] In der Fühlvorrichtung F ist dem Tastelement E wie auch der Gegenwalze G eine Abtastvorrichtung
H bzw. H₁ zugeordnet, die jeweils am Tragkörper T festgelegt sind und jeweils einen
Analog-Initiator J bzw. J₁ aufweisen.
[0024] Im Ausführungsbeispiel ist das Tastelement E eine parallel zur Achse der Umlenkrolle
U frei drehbar angeordnete Walze 31 mit in Umfangsrichtung parallel verlaufenden Rillen
32 in ihrem Mantel. Die Walze 31 ist mit Dreh- und Schiebelagern 33 auf einer in Lagern
35 im Tragkörper T gelagerten Achse 34 drehbar und verschiebbar gelagert. An einem
Ende der Walze 31 ist ein Positionsgeber 36 vorgesehen, der beim gezeigten Ausführungsbeispiel
eine Hülse 37 mit einer außenliegenden Kegelmantelfläche 38 ist. Die Kegelmantelfläche
38 hat eine bezüglich der Achse 34 schräge Erzeugende, die als Referenzkontur 41 für
den Analog-Initiator J dient und von diesem auf ihren jeweiligen Abstand abgetastet
wird, um zur Position der Walze 31 auf der Achse 34 proportionale Signale zu erzeugen.
[0025] Die Gegenwalze G ist als Walze 39 ebenfalls mit in Umfangsrichtung parallel verlaufenden
Rillen 40 ausgebildet und auch axial auf einer Achse 34a verschiebbar gelagert. An
einem Ende dieser Walze 39 befindet sich auch ein Positionsgeber 36a in gleicher Ausführung
wie an der Walze 31, der von einem weiteren Analog-Initiator J₁ abgetastet wird.
[0026] Im Betrieb läuft der verdrehte Strang in Strangdurchlaufrichtung D durch die Vorrichtung.
Zunächst durchsetzt er den Drehkäfig K, ehe er nachfolgend an der Umlenkrolle U umgelenkt
und dann durch die Fühlvorrichtung F geführt wird. Die Fühlvorrichtung F tastet die
Richtung und das Ausmaß der Verdrehung ab und erzeugt Signale, mit denen der Antriebsmotor
2 den Drehkäfig K verdreht. Im Drehkäfig K wird der Strang im Walzenspalt Z zwischen
den Klemmwalzen 8, 9 eingeklemmt, wobei die von der momentanen Strangdicke abhängige
Weite des Walzenspaltes Z stets auf die Strangdurchlaufachse A zentriert bleibt, weil
die beiden Klemmwalzen 8, 9 durch die Kurbelstange 14 zu einer synchronen gegensinnigen
Spreizbewegung gezwungen werden und stets gleiche Abstände von der Strangdurchlaufachse
A einhalten. Durch die Klemmung im Walzenspalt Z wird der Strang gezwungen, der Drehung
des Drehkäfigs K zu folgen, wodurch die Verdrehung beseitigt wird. Das Tastelement
E liegt an der Strangoberfläche an, wobei der Strang durch die Gegenwalze G mit Nachdruck
an die Rillen 32 angepreßt wird. Die Verdrehung des Stranges erzeugt in dessen Oberfläche
gewindegangartige Vertiefungen, durch deren Steigung bei der Durchlaufbewegung des
Stranges sowohl die Walze 31 wie auch die Gegenwalze G bzw. 39 in Abhängigkeit vom
Ausmaß der Verdrehung und der Richtung der Verdrehung zur einen oder zur anderen Seite
bzw. entgegengesetzt auf den Achsen 34 und 34a verschoben werden. Die Analog-Initiatoren
J und J₁ tasten die jeweilige Position oder die Positionsänderungen der Walzen 31
und 39 ab und erzeugen der Verdrehung proportionale Signale, die addiert werden, wobei
das Signal des einen Initiators J₁ invertiert, also umgepolt wird. Das Gesamtfühlersignal
aus J₁ und J₂ gibt den Wert für den Antriebsmotor 2 an. Bei einem verdrehten Strang
werden die Walzen 31, 39 entgegengesetzt verschoben und das Fühlersignal verdoppelt
sich, so daß der Antriebsmotor 2 in Funktion tritt. Bei Schrägzug des Stranges verschieben
sich dagegen die Walzen 31, 39 in gleicher Richtung und die Fühlersignale heben sich
gegenseitig auf. Diese doppelte Anordnung von Analog-Initiatoren J, J₁ schließt Fehlermeldungen
vollkommen aus.
[0027] Da der Strang nicht stets genau von unten in den Drehkäfig K einläuft, wird der Rahmen
1 um die Pendelachse 22 verstellt. Gegebenenfalls wird eine bestimmte Schrägstellung
des Rahmens 1 von vornherein vorgegeben, um günstige Einlaufverhältnisse für den Strang
zu schaffen. Der Strangaufdreher S ist dank der Klemmung der Klemmwalzen 8, 9 und
des stets zentrischen Walzenspaltes Z sehr wirksam und kommt mit einer außerordentlich
kurzen Baulänge und einer kurzen Vorlauf- bzw. Nachlaufstrecke des Stranges aus. Aus
der kurzen Länge des Strangaufdrehers S und der kurzen Vorlauf- bzw. Nachlauflänge
resultiert insgesamt eine sehr niedrige Strangaufdrehvorrichtung V, die auch bei normalen
Raumhöhen problemlos untergebracht werden kann und trotzdem für eine feinfühlige Aufdrehwirkung
des Stranges auch bei nur kurzer Vorlauflänge sorgt.
1. Fühlvorrichtung (F) zum Ermitteln der Verdrehung eines laufenden Strangs, insbesondere
in einer Strangaufdreh-Vorrichtung (V), mit wenigstens einem den Strang berührenden,
drehbaren Tastelement (E), das auf einer quer zur Stranglaufrichtung (D) liegenden
Führung verschiebbar gelagert ist und vom Strang bei einer Strangverdrehung proportional
zu Ausmaß und Drehsinn der Verdrehung in Führungsrichtung hin- und herverstellbar
ist, und mit einer berührungslosen, signalerzeugenden Abtastvorrichtung (H) für die
Position des Tastelementes (E) entlang der Führung, dadurch gekennzeichnet, daß das Tastelement (E) einen mitfahrenden Positionsgeber (36) mit einer in Richtung
der Führung schrägstehenden Referenzkontur (41) aufweist, und daß die Abtastvorrichtung
(H) einen auf die Referenzkontur (41) ausgerichteten Analog-Initiator (J) enthält.
2. Fühlvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Analog-Initiator (J) ein induktiver Analog-Näherungs-Initiator ist, der in
etwa senkrecht zur Führung stationär angeordnet ist.
3. Fühlvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Analog-Initiator (J) ein opto-elektronischer, ein kapazitiver oder ein pneumatischer
Analog-Näherungs-Initiator ist.
4. Fühlvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Referenzkontur (41) eine schrägstehende Gerade ist.
5. Fühlvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Referenzkontur (41) eine schrägstehende Kurve ist, mit deren vom geraden
Verlauf abweichenden Kurvenverlauf die Ausgangs-Signalkurve des Analog-Initiators
(J) in eine annähernd gerade Form bringbar ist.
6. Fühlvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Referenzkontur (41) die Erzeugende eines mit dem Tastelement (E) mitdrehbar
verbundenen Rotationskörpers ist.
7. Fühlvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Referenzkontur (41) die Erzeugende des mit einem Kegelmantel (38) ausgebildeten
hülsenförmigen Positionsgebers (36) ist.
8. Fühlvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Tastelement (E) eine freilaufende Walze (31) mit einem Mantel mit in Umfangsrichtung
umlaufenden Rillen (32) ist.
9. Fühlvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Walze (31) eine parallele Gegenwalze (G) zugeordnet ist, die relativ zur
Walze (31) parallel beweglich und mit einer vorzugsweise federnden, Andruckkraft (30)
beaufschlagt ist.
10. Fühlvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenwalze (G) eine freilaufende Walze (39) mit einem Mantel mit in Umfangsrichtung
umlaufenden Rillen (40) ist.
11. Fühlvorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1, 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die als Tastelement (E) ausgebildete Walze (31) und Gegenwalze (G) an einem Ende
jeweils mit einem Positionsgeber (36, 36a) versehen sind, welchen jeweils Analog-Initiatoren
(J₁, J₂) zugeordnet sind, deren Ausgangssignale zusammenfassend in einer Steuerschaltung
(R) verarbeitet werden, welche mit dem Antriebsmotor (2) des Strangaufdrehers (S)
in signalübertragender Verbindung steht.
12. Fühlvorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei die Fühlvorrichtung
(F) in einer Strangaufdreh-Vorrichtung (V) in einem einen zur Drehung antreibbaren
Strangaufdreher (S) und eine Umlenkrolle (U) enthaltenden Tragkörper (T) angeordnet
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Walze (31) mit Dreh- und Schiebelagern (33) auf einer im Tragkörper (T) montierten,
gegenüber der Walze (31) längeren Achse (34) gelagert ist und den Positionsgeber (36)
an einem Walzenende aufweist, daß die Abtastvorrichtung (H) nahe dem Positionsgeber
(36) im Tragkörper (T) gelagert und daß die Gegenwalze (G) an federbelasteten Schwenkarmen
(28) am Tragkörper (T) gelagert ist, ebenfalls mit Dreh- und Schiebelagern (33a) auf
einer längeren Achse (34a) axial verschiebbar gehalten ist und den Positionsgeber
(36a) an einem Walzenende aufweist, dem die Abtastvorrichtung (H₁) nahe dem Positionsgeber
(36a) im Tragkörper (T) gelagert zugeordnet ist, und daß beide Abtastvorrichtungen
(H, H₁) mit einem zusammenfassenden Relais (R) in Verbindung stehen, das in signalübertragender
Verbindung mit dem Antriebsmotor (2) des Strangaufdrehers (S) steht.
1. Sensor device (F) for determing the twist of a running rope, in particular in a device
(V) for taking the twist out of the rope, with at least a pivotable feeling element
(E) which touches the web, said feeling element (E) being movable in a guide which
is transversal to the direction (D) of the moving rope, said feeling element (E) being
moved in the direction of the guide foreward and backward by way of the twisted rope,
where the way of movement is proportional to the scope and the sense of rotation of
the twist and with a non touching signal generating scanning device (H) for the determination
of the position of the feeling element (E) in the guide, characterized in that the feeling element (E) contains a position sensor (36) moving with said feeling
element (E), with a reference contour (41) being slope to the guide and that the scanning
device (H) contains an analog initiator (J) which is adjusted to the reference contour
(41).
2. Sensor device according to claim 1, characterized in that the analog initiator (J) is a stationary mounted analog fluxgate approach initiator,
which is orientated nearly perpenticular to the guide.
3. Sensor device according to claim 1, characterized in that the analog initiator (J) is an opto electronic a capacitive or a pneumatic approach
initiator.
4. Sensor device according to claim 1, characterized in that the reference contour (41) is formed by a sloped straight line.
5. Sensor device according to claim 1, characterized in that the reference contour (41) is formed by a sloped curve which differs from a
straight line in a way, that the output signal curve of the analog initiator (J) is
nearly linear.
6. Sensor device according to claims 1 to 5, characterized in that the reference contour (41) is the generating line of a solid of rotation, which
is connected and rotating with the feeling element (E).
7. Sensor device according to claim 6, characterized in that the reference contour (41) is the generating line of a cone surface (38) of
the position sensor (36), which is formed leguminously.
8. Sensor device according to claim 1, characterized in that the feeling element (E) is a free wheeling roller (31) with a surface containing
rips (32) in the peripheral direction.
9. Sensor device according to claim 8, characterized in that a companion roller (G) is allied to the roller (31), said companion roller (G)
being movable relative and parallel to the roller (31) and being impacted by a force
(30), which preferably is springy.
10. Sensor device according to claim 9, characterized in that the companion roller (G) is a free wheeling roller (39) with a surface containing
rips (40) in the peripheral direction.
11. Sensor device according to at least one of claims 1 and 8 to 10, characterized in that both the roller (31) forming the feeling element (E) and the companion roller
(G) contain position sensors (36, 36a) at an end to which analog initiators (J₁, J₂)
are allied, generating output signals which are processed in a control circuit (R)
in a collecting way, said control circuit (R) being connected in a signal transmitting
manner with the motor (2) of the apparatus (S) for taking out the twist out of the
rope.
12. Sensor device according to at least one of claims 1 to 11 which is provided in a device
(V) for taking the twist out of the rope, containing a pivotable drivable apparatus
(S) for taking the twist out of the rope and a guiding pully (U) within a supporting
body (T), characterized in that the roller (31) is carried at an axis (34) being longer than the roller (31)
and being mounted at the supporting body (T) in pivotal and linear guides (33), that
the position sensor (36) is provided at an end of the roller (31), that the scanning
device (H) is carried near the position sensor (36) in the supporting body (T), and
that the companion roller (G) is carried at pivot arms (28) being impacted springy
and being carried at the supporting body (T), that said companion roller (G) is also
carried and axially movable at an axis (34a) being longer than the companion roller
(G) and being mounted at the supporting body (T) in pivotal and linear guides (33a)
and that the position sensor (36a) is provided at an end of the companion roller (G),
that the scanning device (H₁) is carried near the position sensor (36a) in the supporting
body (T), and that both scanning devices (H, H₁) are connected with a relay (R) being
in signal transmitting connection with the motor (2) of the apparatus (S) for taking
the twist out of the rope.
1. Détecteur (F) pour déterminer la torsion d'un écheveau en mouvement, en particulier
dans une cardeuse-dévrilleuse (V), comprenant au moins un élément palpeur (E) tournant
en contact avec l'écheveau, qui est monté de manière mobile sur un guidage orienté
perpendiculairement à la direction de mouvement (D) de l'écheveau et qui, en cas de
torsion de l'écheveau, peut être animé par celui-ci d'un mouvement de va-et-vient
dans le sens de guidage, proportionnel à la valeur et au sens de rotation de la torsion,
et un dispositif de balayage (H) sans contact générant un signal pour la position
de l'élément palpeur (E) le long du guidage, caractérisé en ce que l'élément palpeur (E) comporte un capteur de position (36) entraîné, avec un
contour de référence (41) incliné dans la direction du guidage, et que le dispositif
de balayage (H) comporte un détecteur de proximité analogique (J) dirigé vers le contour
de référence (41).
2. Détecteur selon la revendication 1, caractérisé en ce que le détecteur de proximité
analogique (J) est un détecteur de proximité analogique inductif monté de manière
stationnaire et sensiblement perpendiculaire par rapport au guidage.
3. Détecteur selon la revendication 1, caractérisé en ce que le détecteur de proximité
analogique (J) est un détecteur de proximité analogique optoélectronique, capacitif
ou pneumatique.
4. Détecteur selon la revendication 1, caractérisé en ce que le contour de référence
(41) est une droite inclinée.
5. Détecteur selon la revendication 1, caractérisé en ce que le contour de référence
(41) est une courbe inclinée dont l'allure s'écartant de la forme rectiligne permet
de donner à la courbe du signal de sortie du détecteur de proximité analogique (J)
une forme sensiblement droite.
6. Détecteur selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le contour de
référence (41) est la génératrice d'un corps de révolution solidaire en rotation avec
l'élément palpeur (E).
7. Détecteur selon la revendication 6, caractérisé en ce que le contour de référence
(41) est la génératrice du capteur de position (36) réalisé sous la forme d'une douille
avec une aire latérale de cône (38).
8. Détecteur selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément palpeur (E) est
un rouleau (31) qui tourne librement et dont l'enveloppe est munie de cannelures (32)
orientées dans le sens circonférentiel.
9. Détecteur selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'au rouleau (31) est associé
un rouleau conjugué parallèle (G) qui peut être déplacé parallèlement au rouleau (31)
et sollicité par une force de serrage (30), de préférence élastique.
10. Détecteur selon la revendication 9, caractérisé en ce que le rouleau conjugué (G)
est un rouleau (39) qui tourne librement et dont l'enveloppe est munie de cannelures
(40) orientées dans le sens circonférentiel.
11. Détecteur selon l'une quelconque des revendications 1, 8 à 10, caractérisé en ce que
le rouleau (31) conformé en élément palpeur (E) et le rouleau conjugué (G) portent
chacun à l'une de leurs extrémités un capteur de position (36, 36a) auxquels sont
associés à chaque fois des détecteurs de proximité analogiques (J₁, J₂) dont les signaux
de sortie sont traités ensemble dans un circuit de commande (R) relié au moteur d'entraînement
(2) de la cardeuse-dévrilleuse (S) par une ligne de transmission des signaux.
12. Détecteur selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, le détecteur (F) prévu
dans un dispositif cardeur-dévrilleur (V) étant monté sur un support (T) équipé d'une
cardeuse-dévrilleuse (S) pouvant être entraînée en rotation et d'une poulie de renvoi
(U), caractérisé en ce que le rouleau (31) est monté avec des paliers tournants et
coulissants (33), sur un axe (34) monté dans le support (T) et présentant une longueur
plus grande que celle du rouleau (31), et porte le capteur de position (36) à l'une
des extrémité de l'axe, que le dispositif de balayage (H) est monté dans le support
(T), à proximité du capteur de position (36), que le rouleau conjugué (G) est fixé
sur le support (T) sur des bras de pivotement (28) commandés par ressort, maintenu
lui aussi, avec des paliers tournants et coulissants (33a), sur un axe (34a) plus
long de manière à pouvoir être déplacé dans le sens axial, et porte à l'une des extrémités
de l'axe le capteur de position (36a) auquel est associé le dispositif de balayage
(H₁) monté dans le support (T), à proximité du capteur de position (36a), et que les
deux dispositifs de balayage (H, H₁) sont reliés à un relais commun (R) lequel est
relié au moteur d'entraînement (2) de la cardeuse-dévrilleuse (S) par l'intermédiaire
d'une ligne de transmission des signaux.

