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(11) |
EP 0 527 316 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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11.10.1995 Patentblatt 1995/41 |
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Anmeldetag: 26.06.1992 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B41F 23/00 |
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Bahnreinigungsanlage zur Reinigung einer zu bedruckenden Bahn
Web cleaning device for cleaning a web to be printed
Installation de nettoyage d'une bande pour nettoyer une bande destinée à être imprimée
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE ES FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
14.08.1991 DE 4126888
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.02.1993 Patentblatt 1993/07 |
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Patentinhaber: Baldwin-Gegenheimer GmbH |
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D-86068 Augsburg (DE) |
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Erfinder: |
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- Stanka, Herbert
W-8904 Friedberg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Vetter, Ewald Otto, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwaltsbüro
Allgeier & Vetter
Postfach 10 26 05 86016 Augsburg 86016 Augsburg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 299 203 DE-A- 3 740 044 DE-C- 685 785 GB-A- 2 047 167
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DE-A- 2 249 740 DE-C- 483 216 GB-A- 1 082 910
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 014, no. 132 (M-948) 13.03.1990; JP A 02 003 308 (DAINIPPON
PRINTING CO.LTD.) 08.01.1990
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Bahnreinigungsanlage zur Reinigung einer zu bedruckenden
Bahn, bevor sie in das Druckwerk einer Rollendruckmaschine läuft.
[0002] Die Bahn kann auf einer Seite oder auf beiden Seiten gereinigt werden.
[0003] Auf der zu bedruckenden Bahn lagern sich Staub und andere Schmutzpartikel ab, insbesondere
dann, wenn die Bahn durch Reibung oder andere Einflüsse elektrostatisch aufgeladen
ist. Solche Schmutzpartikel verschlechtern die Druckqualität und verringern die Lebensdauer
der Drucktücher (Gummitücher) und des Druckwerkes.
[0004] Bekannte Vorrichtungen zum Reinigen der Bahn, bevor die Bahn in einem Druckwerk bedruckt
wird, bestehen aus Saugdüsen, die von beiden Seiten der Bahn Schmutzpartikel absaugen.
Auch ist es möglich, Bürsten zum Abbürsten der Bahn zu verwenden. Beide bekannten
Möglichkeiten haben den Nachteil, daß sie die Bahnoberfläche aufkratzen und dadurch
Fasern der Bahn hochgestellt werden, die dann im Druckwerk abgerissen werden und das
Drucktuch sowie die Druckqualität beeinträchtigen. Die zu bedruckende Bahn ist meistens
eine Papierbahn. Die Bahn kann jedoch auch aus anderen Materialien bestehen oder mit
z.B. Alu bzw. Kunststoff beschichtet sein.
[0005] Durch die Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, die Druckqualität zu verbessern,
die Betriebszeit bis zur Reinigung der Drucktücher zu verlängern, und die Lebensdauer
der Drucktücher und der Druckwerke durch Vermeidung von Schmutzpartikeln zu verlängern.
[0006] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die kennzeichnenden Merkmale von Anspruch
1 gelöst.
[0007] Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen enthalten.
[0008] Die Erfindung wird im folgenden mit Bezug auf die Zeichnungen anhand von bevorzugten
Ausführungsformen als Beispiele beschrieben. In den Zeichnungen zeigen
- Fig. 1
- schematisch eine Seitenansicht einer Bahnreinigungsanlage nach der Erfindung, die
einem Druckwerk vorgeschaltet ist und in ein Einzugswerk integriert ist,
- Fig. 2
- eine schematische Seitenansicht einer weiteren Bahnreinigungsanlage nach der Erfindung,
- Fig. 3
- schematisch eine Seitenansicht einer nochmals weiteren Ausführungsform einer Bahnreinigungsanlage
nach der Erfindung,
- Fig. 4
- eine schematische Seitenansicht einer Bahnreinigungsanlage nach der Erfindung zum
beidseitigen Reinigen einer zu bedruckenden Bahn.
[0009] Fig. 1 zeigt schematisch in strichpunktierten Linien ein Druckwerk 2, welchem von
einem Einzugswerk 4 eine zu bedruckende Bahn 6 in Richtung von Pfeilen 8 zugeführt
wird. Vom Einzugswerk 4 sind nur zwei die Bahn 6 transportierende Transportwalzen
10 und 12 dargestellt. Eine Bahnreinigungsanlage 14 ist in das Einzugswerk 4 integriert
und dient zum Reinigen der zu bedruckenden Druckbahn 6 auf der einen Seite 16 des
zwischen den Walzen 10 und 12 gelegenen Bahnabschnittes 18. Die zu bedruckende Druckbahn
6 kann aus Papier oder einem anderen Material oder einer mehrlagigen Bahn aus gleichen
oder verschiedenen Materialien bestehen. Beispielsweise kann die zu bedruckende Bahn
6 eine mit Kunststoff beschichtete Papierbahn sein.
[0010] Die Bahnreinigungsanlage 14 enthält ein Waschtuch 20, welches ungefähr so breit ist
wie die zu bedruckende Druckbahn 6. Das Waschtuch 20 kann ein einlagiges oder mehrlagiges
Tuch sein und besteht beispielsweise aus Wolle, Leder oder vorzugsweise Vlies. Wichtig
ist, daß das Waschtuch 20 aus einem solchen Material besteht oder von einer solchen
Beschaffenheit ist, daß es auf seiner an die Druckbahn 6 anzulegenden Seite 22 Flüssigkeit
speichern kann und diese Flüssigkeit bei Kontakt mit der Druckbahn 6 einen Schmierfilm
bildet und die Übertragung von Schmutzpartikeln von der Druckbahn 6 auf das Waschtuch
20 unterstützt. Das Waschtuch 20 hat eine sehr große Länge und wird von einer Saubertuchrolle
24 abgewickelt und auf eine durch einen Motor 26 angetriebene Schmutztuchrolle 28
in Richtung eines Pfeiles 30 aufgewickelt. Für die Zeit dieses Wickelvorganges kann
der zwischen diesen beiden Rollen 24 und 28 gelegene Waschtuchabschnitt 32 von der
Druckbahn 6 abgehoben werden.
[0011] Zum Kontaktieren des Waschtuchabschnittes 32 mit dem Bahnabschnitt 18, und zur Dekontaktierung,
dient eine Positioniervorrichtung 34, welche eine in Richtung zum Bahnabschnitt 18
hin expandierbare Membran 36 und eine Druckluftquelle 38 enthält. Druckluft der Druckluftquelle
38 erzeugt in einer Druckkammer 40 einen die Membran in Richtung zum Bahnabschnitt
18 drängenden Druck. Die Membran 36 ist elastisch, so daß sie bei Reduzierung des
Druckes in der Druckkammer 40 vom Bahnabschnitt 18 zurückweicht und dabei eine Dekontaktierung
des Waschtuchabschnittes 32 von dem Bahnabschnitt 18 bewirkt. Vorzugsweise wird das
Waschtuch nicht vom Motor 26 auf die Schmutztuchrolle gewickelt, sondern in Stillstand
gehalten, wenn es die zu reinigende und anschließend zu bedruckende Druckbahn 6 in
deren Abschnitt 18 kontaktiert. Zwischen dem Waschtuch 20 und der Druckbahn 6 ist
zumindest eine kleine Relativbewegung für die Abwischwirkung erforderlich. Diese Relativbewegung
kann durch die Bewegung der Druckbahn 6 relativ zum feststehenden Waschtuch 20 oder
durch Bewegungen der Druckbahn 6 und des Waschtuches 20 erzeugt werden. Die Reinigungswirkung
wird verstärkt, wenn gemäß der Erfindung das Waschtuch 20 zumindest in seinem Waschtuchabschnitt
32 auf seiner der Druckbahn 6 zugewandten Seite 22 feucht ist. Das Waschtuch 20 kann
bereits auf der Saubertuchrolle 24 feucht sein. Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform
ist jedoch der auf die Saubertuchrolle 24 aufgewickelte Abschnitt des Waschtuches
20 trocken, und es wird nur der Waschtuchabschnitt 32 durch eine Befeuchtungsvorrichtung
42 mit Flüssigkeit, vorzugsweise Wasser, befeuchtet, der automatisch durch den Motor
26 als nächstes auf die Membran 36 bewegt und anschließend in dieser Position mit
dem Bahnabschnitt 18 kontaktiert werden soll. Die Membran 36 erstreckt sich über die
gesamte Breite des Waschtuches 20 und damit auch über die gesamte Breite der Druckbahn
6. Die Befeuchtungsvorrichtung 42 befeuchtet das Waschtuch 20 über seine gesamte Breite.
Die Befeuchtungsvorrichtung 42 kann ein Rohr 44 mit einer Vielzahl von Düsen 46 sein,
durch welche eine Kontaktflüssigkeit, vorzugsweise Wasser, auf den Waschtuchabschnitt
32 aufgebracht, z.B. aufgesprüht wird, der als nächstes auf die Membran 36 bewegt
wird. Eine Benetzung oder Tränkung des Waschtuches 20 ist auch durch eine im wesentlichen
drucklose Flüssigkeitszufuhr, z.B. über eine Schlitzöffnung, oder nach dem Dochtprinzip,
selbstsaugend, möglich.
[0012] Damit die vom Waschtuch 20 von der Druckbahn 6 abgewischten Schmutzpartikel nicht
in den Einlaufspalt zwischen einer Walze, z.B. der Walze 12 des Einzugwerkes 4, und
die Druckbahn 6 fallen können, ist die Anordnung gemäß Fig. 1 so getroffen, daß der
Bahnabschnitt 18 sich von oben nach unten, und der Waschtuchabschnitt 32 von unten
nach oben bewegt. Das Waschtuch 20 wird jedoch vorzugsweise nur dann bewegt, wenn
es die Druckbahn 6 nicht kontaktiert. Es ist jedoch auch möglich, das Waschtuch 20
auch während der in Fig. 1 gezeigten Kontaktposition zu transportieren, während es
die Druckbahn 6 kontaktiert, jedoch muß zwischen der Druckbahn 6 und dem Waschtuch
20 immer eine Relativbewegung vorhanden sein, wenn eine "Abwischwirkung" erzielt werden
soll.
[0013] Auf der Druckbahn 6 befinden sich durch Schwerkraft abgesetzte Partikel und, wenn
die Druckbahn 6 elektrostatisch aufgeladen ist, auch durch elektrostatische Anziehung
festgehaltene Schmutzpartikel. Zur besseren Reinigungswirkung, und auch zur Vermeidung
einer anschließenden erneuten Verschmutzung, wird die Druckbahn 6 elektrisch entladen.
Diese Entladung erfolgt über den kontaktierten feuchten Waschtuchabschnitt 32 zu einem
Erdungsanschluß 48. Der Erdungsanschluß 48 kann z.B. durch eine zum Waschtuch quer
sich erstreckende, das feuchte Waschtuch 20 berührende Elektrode gebildet sein. Wegen
der Feuchtigkeit und wegen aufgenommenem Schmutz ist die Schmutzseite des Waschtuches
20 gut leitend. Damit die Elektrode 48 den Schmutz nicht abstreift, kann sie auf der
Sauberseite des Waschtuches 20 gemäß Fig. 1 angeordnet werden.
[0014] Bei der in Fig. 2 dargestellten weiteren Ausführungsform nach der Erfindung ist das
Waschtuch 20 ein endloses Band 20/2, welches über Rollen, 51, 52, 53 und 54 läuft,
von welchen beispielsweise die Rolle 51 von einem Motor 56 angetrieben wird. Dabei
dienen die Rollen 52 und 54 als Positioniermittel, indem sie durch eine Stellvorrichtung
58 senkrecht zum Bahnabschnitt 18 relativ zu ihm zur Kontaktierung des Waschtuchabschnittes
32 mit diesem Bahnabschnitt 18 bewegbar sind. Zur Befeuchtung des Waschtuchabschnittes
32 dient die Befeuchtungsvorrichtung 42. Zur Erdung des Waschtuchabschnittes 32 dient
wiederum ein Erdungsanschluß 48. Das endlose Waschtuch 20/2 kann mehrmals umlaufen.
Dabei ist es zweckmäßig, das Waschtuch 20/2 vor jedem Umlauf durch eine Reinigungsvorrichtung
60 zu reinigen. Die Reinigungsvorrichtung 60 kann eine Saugdüse 61 auf der Schmutzseite
und/oder eine Blasdüse 63 auf der Sauberseite des Waschtuches 20/2 und/oder eine rotierende
Bürste 62 sein, die vom Waschtuch 20/2 abgebürstete Schmutzpartikel in einen Auffangbehälter
64 gibt.
[0015] Die in Fig. 2 dargestellte Ausführungsform nach der Erfindung enthält eine weitere
Variante in Form eines zweiten Positioniermittels oder Stellantriebes 66, mit welchem
die Walze 10 der Druckbahn 6 relativ zu den Rollen 51 bis 54 des Waschtuches 20/2
bewegt werden kann, um den Bahnabschnitt 18 mit dem Waschtuchabschnitt 32 am Umfang
der Rolle 54 zu kontaktieren oder zu dekontaktieren. Dabei wird der Bahnabschnitt
18 der Druckbahn 6 von den zweiten Positioniermitteln 66 entsprechend dem in Fig.
2 gezeigten Doppelpfeil 68 vorbewegt oder zurückbewegt.
[0016] Bei der in Fig. 3 dargestellten weiteren Ausführungsform einer Bahnreinigungsanlage
nach der Erfindung ist die zu bedruckende Druckbahn 6 als ausgezogene Linie in ihrer
Position dargestellt, bei welcher sie das Waschtuch 20 im Waschtuchabschnitt 32 kontaktiert,
und außerdem in gestrichelten Linien in der Position, bei welcher sie das Waschtuch
20 nicht kontaktiert. Wenn unterhalb des Waschtuchabschnittes 32, welcher die Bahn
6 kontaktiert, keine Maschinenteile angeordnet sind oder aus einem anderen Grund keine
Gefahr besteht, daß vom Waschtuchabschnitt 32 abfallende Schmutzpartikel eine Verschmutzung
von Maschinenteilen zur Folge haben können, dann kann die Bahn 6 entsprechend einem
Pfeil 70 auch nach oben statt nach unten bewegt werden. Zur Kontaktierung und Dekontaktierung
können bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform wieder die zweiten Positioniermittel
66 von Fig. 2 vorgesehen sein. Bei der Ausführungsform von Fig. 3 läuft der mit der
Druckbahn 6 zu kontaktierende Waschtuchabschnitt 32 über ein perforiertes Leitblech
72 mit einer Vielzahl von Bohrungen 74, durch welche das von Düsen 46 versprühte Wasser
76 entgegen der Waschtuchbewegungsrichtung 30 auf einen langen Befeuchtungs-Waschtuchabschnitt
78 verteilt wird. Das Waschtuch 20 hat eine sehr große endliche Länge und läuft von
einer Saubertuchrolle 24 auf eine Schmutztuchrolle 28. Das Leitblech 72 kann jedoch
auch in Verbindung mit einem endlosen Waschtuch 20/2 von Fig. 2 verwendet werden.
Das Leitblech 72 kann mit dem Erdungsanschluß 48 versehen sein.
[0017] Die Positioniermittel zum Positionieren des Waschtuches 20 oder 20/2 relativ zur
Druckbahn 6, oder der Druckbahn 6 relativ zum Waschtuch 20 oder 20/2, können, außer
den genannten Mitteln, auch Pneumatikzylinder, Hydraulikzylinder, Exzenter und Federn
sein.
[0018] Das Einschalten und Ausschalten der Bahnreinigungsanlage 14 erfolgt vorzugsweise
jeweils gleichzeitig und automatisch mit dem Einschalten und Ausschalten des Druckwerkes
2. Das Kontaktieren und Dekontaktieren des Waschtuches 20 oder 20/2 mit der Druckbahn
6 erfolgt ebenfalls automatisch in bestimmten Zeitperioden.
[0019] Fig. 4 zeigt eine Ausführungsform einer Bahnreinigungsanlage, bei welcher auf beiden
Bahnseiten 16 und 116 der zu bedruckenden Bahn 6 je ein Waschtuch 20 (oder 20/2) angeordnet
ist. In Fig. 4 sind der Fig. 1 entsprechende Teile mit gleichen Bezugszahlen wie in
Fig. 1 versehen.
[0020] Die Druckbahn 6 ist über die Walzen 10 und 12 auf einem Weg geführt. Der Umschlingungswinkel,
über welchen die Druckbahn 6 die Walzen 10 und 12 und den Waschtuchabschnitt 32 umschlingt
oder kontaktiert, kann durch Positionierung der Walzen 10, 12 und/oder des Waschtuchabschnittes
32 variiert werden.
[0021] Der Feuchtigkeitsgehalt der Druckbahn 6 kann durch Sensoren 80, 81 vor der Reinigung
und durch Sensoren 82 und 83 nach der Reinigung gemessen werden. In Abhängigkeit vom
gemessenen Feuchtigkeitsgehalt wird die Zufuhr von Befeuchtungsflüssigkeit zur Druckbahn
6, z.B. über die Befeuchtungsvorrichtung 42, gesteuert oder geregelt. Zur Befeuchtung
der Druckbahn 6 wird vorzugsweise eine elektrisch gut leitende Flüssigkeit verwendet,
z.B. Wasser oder eine für den Offsetdruck geeignete Flüssigkeit.
1. Vorrichtung zur Reinigung einer Druckpapierbahn in einer Rollendruckmaschine stromaufwärts
eines Druckwerks, enthaltend mindestens ein Reinigungselement (20; 20/2) auf mindestens
einer zu reinigenden Seite der Druckpapierbahn (6), um diese Bahnseite zu reinigen,
während das Reinigungselement mit der Druckpapierbahn in Kontakt ist, wobei das Reinigungselement
ein Waschtuch (20; 20/2) ist, welches mindestens innerhalb eines Waschtuchabschnittes
(32) feucht ist, der mit der Druckpapierbahn (6) in Kontakt gebracht werden kann;
daß Positioniermittel (34; 58, 52, 54; 66, 10) zum Kontaktieren des feuchten Waschtuchabschnittes
(32) mit der Druckpapierbahn vorgesehen sind; eine Transportvorrichtung (24, 26, 28;
51 - 54, 56) zum Transport des Waschtuches (20; 20/2) in oder entgegen einer Förderrichtung
der Druckpapierbahn (6) vorgesehen ist, um nacheinander andere feuchte Waschtuchabschnitte
(32) gegenüber der Druckpapierbahn (6) in eine kontaktierbare Position zu bringen;
und die Funktionen der Positioniermittel (34; 58, 52, 54; 66, 10) und der Transportvorrichtung
(24, 26, 28; 51 - 54, 56) derart aufeinander abgestimmt sind, daß zum Reinigen der
Druckpapierbahn (6) diese Druckpapierbahn (6) auf dem sie kontaktierenden feuchten
Waschtuchabschnitt (32) gleitet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Waschtuch (20; 20/2) ein Vlies ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine das Waschtuch (20; 20/2) mit elektrisch leitender Flüssigkeit befeuchtende
Befeuchtungsvorrichtung (42) vorgesehen ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Waschtuch (20; 20/2) und die Druckpapierbahn (6) zumindest in einem bestimmten
Abschnitt relativ zueinander bewegbar und dadurch automatisch kontaktierbar und dekontaktierbar
sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Waschtuch (20; 20/2) während des Druckbetriebes die Druckpapierbahn (6) kontaktiert,
jedoch von den Positioniermitteln (34; 58, 52, 54; 66, 10) automatisch von Zeit zu
Zeit außer Kontakt mit der Druckpapierbahn (6) gebracht wird, daß das Waschtuch (20;
20/2) von der Transportvorrichtung (24, 26, 28; 56, 51, 52, 53, 54) nur innerhalb
einer solchen Zeitphase transportiert wird, während welcher das Waschtuch die Druckpapierbahn
nicht kontaktiert, und daß die Transportvorrichtung das Waschtuch (20; 20/2) nichttransportierbar
festhält, wenn das Waschtuch die Druckpapierbahn (6) kontaktiert.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Waschtuch (20/2) eine endlose Bahn ist, die von Rollen (51 bis 54) geführt
wird.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Waschtuch (20; 20/2), zumindest an dem die Druckpapierbahn (6) kontaktierenden
Waschtuchabschnitt (32), geerdet (148) ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß sie in ein Einzugswerk (4) einer Druckmaschine integriert ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Feuchtigkeitsgehalt der Druckpapierbahn (6) durch Sensoren (80, 81, 82, 83)
zur Steuerung oder Regelung der Flüssigkeitszufuhr (42) zur Druckpapierbahn (6) gemessen
wird.
1. Device for cleaning a web of printing paper in a web-fed printing press upstream of
a printing mechanism, containing at least one cleaning element (20, 20/2) on at least
one side to be cleaned of the web of printing paper (6) in order to clean this side
of the web while the cleaning element is in contact with the web of printing paper,
whereby the cleaning element is a washing cloth (20, 20/2) which is moist at least
within a washing-cloth section (32) that can be brought into contact with the web
of printing paper (6); positioning means (34; 58, 52, 54; 66, 10) are provided for
bringing the damp washing-cloth section (32) into contact with the web of printing
paper; a transport device (24, 26, 28; 51 - 54, 56) for the transport of the washing
cloth (20; 20/2) in or contrary to a direction in which the web of printing paper
(6) is conveyed is provided in order to bring other damp washing-cloth sections (32)
in turn into a contactable position opposite the web of printing paper (6); and the
functions of the positioning means (34; 58, 52, 54; 66, 10) and of the transport device
(24, 26, 28; 51- 54, 56) are coordinated with one another in such a way that with
a view to cleaning the web of printing paper (6) said web of printing paper (6) slides
on the damp washing-cloth section (32) in contact therewith.
2. Device according to Claim 1, characterised in that the washing cloth (20; 20/2) is
a fleece.
3. Device according to Claim 1 or 2, characterised in that a moistening device (42) is
provided which moistens the washing cloth (20; 20/2) with electrically conducting
liquid.
4. Device according to one of Claims 1 to 3, characterised in that the washing cloth
(20; 20/2) and the web of printing paper (6) are capable of being moved relative to
one another at least in a defined section and can thereby be brought into and out
of contact automatically.
5. Device according to one of Claims 1 to 4, characterised in that during the printing
operation the washing cloth (20; 20/2) is in contact with the web of printing paper
(6) but from time to time it is brought automatically out of contact with the web
of printing paper (6) by the positioning means (34; 58, 52, 54; 66, 10), in that the
washing cloth (20; 20/2) is transported by the transport device (24, 26, 28; 56, 51,
52, 53, 54) only within a such a time period during which the washing cloth does not
contact the web of printing paper, and in that the transport device retains the washing
cloth (20; 20/2) in non-transportable manner when the washing cloth contacts the web
of printing paper (6).
6. Device according to one of Claims 1 to 5, characterised in that the washing cloth
(20; 20/2) is an endless web which is guided by rollers (51 to 54).
7. Device according to one of Claims 1 to 6, characterised in that the washing cloth
(20; 20/2) is earthed (48) at least on the washing-cloth section (32) in contact with
the web of printing paper (6).
8. Device according to one of Claims 1 to 7, characterised in that it is integrated into
an intake mechanism (4) of a printing machine.
9. Device according to one of Claims 1 to 8, characterised in that the moisture content
of the web of printing paper (6) is measured by sensors (80, 81, 82, 83) for controlling
or regulating the supply of liquid (42) to the web of printing paper (6).
1. Dispositif pour nettoyer une feuille continue de papier d'impression dans une presse
à imprimer rotative en amont d'un groupe d'impression, contenant au moins un élément
de nettoyage (20 ; 20/2) sur au moins une face à nettoyer de la feuille continue de
papier d'impression (6), afin de nettoyer cette face de la feuille continue tandis
que l'élément de nettoyage est en contact avec la feuille continue de papier d'impression,
l'élément de nettoyage étant une lavette (20 ; 20/2) qui est humide au moins dans
un tronçon de lavette (32) qui peut être amené en contact avec la feuille continue
de papier d'impression (6) ; des moyens de positionnement (34 ; 58, 52, 54 ; 66, 10)
étant prévus pour la mise en contact du tronçon humide de lavette (32) avec la feuille
continue de papier d'impression ; un dispositif de transport (24, 26, 28 ; 51 - 54,
56) étant prévu pour transporter la lavette (20 ; 20/2) dans la direction de transport
de la feuille continue de papier d'impression (6) ou dans la direction contraire,
afin d'amener successivement d'autres tronçons humides de lavette (32) en vis-à-vis
de la feuille continue de papier d'impression (6) dans une position permettant la
mise en contact ; et les fonctions des moyens de positionnement (34 ; 58, 52, 54 ;
66, 10) et du dispositif de transport (24, 26, 28 ; 51 - 54, 56) étant mutuellement
adaptées de telle sorte qu'afin de nettoyer la feuille continue de papier d'impression
(6), cette feuille continue de papier d'impression (6) glisse sur le tronçon humide
de lavette (32) qui est en contact avec elle.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la lavette (20 ; 20/2)
est un non-tissé.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'est prévu un dispositif
humidificateur (42) qui mouille la lavette (20 ; 20/2) de liquide électriquement conducteur.
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la lavette
(20 ; 20/2) et la feuille continue de papier d'impression (6) peuvent être déplacées
l'une par rapport à l'autre au moins sur un tronçon donné, ce qui permet d'effectuer
automatiquement leur mise en contact ou la suppression de ce contact.
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la lavette
(20 ; 20/2) est en contact avec la feuille continue de papier d'impression (6) pendant
la marche d'impression, mais est automatiquement et périodiquement mise hors de contact
de la feuille continue de papier d'impression (6) par les moyens de positionnement
(34 ; 58, 52, 54 ; 66, 10), en ce que la lavette (20 ; 20/2) n'est transportée par
le dispositif de transport (24, 26, 28 ; 56, 51, 52, 53, 54) que pendant une période
pendant laquelle la lavette n'est pas en contact avec la feuille continue de papier
d'impression, et en ce que le dispositif de transport maintient la lavette (20 ; 20/2)
dans une position empêchant son transport lorsque la lavette est en contact avec la
feuille continue de papier d'impression (6).
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la lavette
(20/2) est une bande sans fin qui est guidée par des poulies (51 à 54).
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la lavette
(20 ; 20/2) est mise à la terre (48) au moins sur le tronçon de lavette (32) qui entre
en contact avec la feuille continue de papier d'impression (6).
8. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'il est incorporé
dans un groupe d'alimentation (4) d'une machine d'impression.
9. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le degré d'humidité
de la feuille continue de papier d'impression (6) est mesuré par des capteurs (80,
81, 82, 83) afin de commander ou de réguler l'apport de liquide (42) à la feuille
continue de papier d'impression (6).

