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(11) |
EP 0 528 126 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.12.1995 Patentblatt 1995/49 |
| (22) |
Anmeldetag: 03.06.1992 |
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Vorrichtung zum Sammeln oder Stapeln von flachen Werkstücken auf einem Stapeltisch
Apparatus for collecting or stacking flat workpieces on a stacking table
Dispositif pour le rassemblement ou l'empilage de pièces plates sur une table d'empilage
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
15.07.1991 DE 4123399
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.02.1993 Patentblatt 1993/08 |
| (73) |
Patentinhaber: Windmöller & Hölscher |
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D-49525 Lengerich (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Achelpohl, Fritz, Ing. grad.
W-4543 Lienen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Gossel, Hans K., Dipl.-Ing. et al |
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Lorenz-Seidler-Gossel
Widenmayerstrasse 23 80538 München 80538 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 365 848 DE-A- 517 004 GB-A- 857 769 US-A- 3 105 422 US-A- 3 865 362
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CH-A- 454 177 DE-A- 3 347 864 US-A- 2 087 704 US-A- 3 338 575
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Sammeln oder Stapeln von auf einem mit
Haltezangen versehenen Transportzylinder geförderten flachen Werkstücken auf einem
an den Transportzylinder angestellten Stapeltisch oder auf an diesen angestellten,
zueinander parallelen Stapelarmen, vorzugsweise von auf einem Falzzangenzylinder hergestellten,
mit geklebten Böden versehenen Beuteln oder Säcken, die mit einer die Halte- oder
Falzzangen vor Erreichen des Ablagetisches öffnenden Einrichtung und mit einer die
Werkstücke abbremsenden Einrichtung in der Weise versehen ist, daß die Werkstücke
mit einer geringeren Geschwindigkeit als der Umfangsgeschwindigkeit des Transport-
oder Falzzangenzylinders auf den Stapeltisch abgesetzt werden.
[0002] Eine Vorrichtung zum Sammeln von auf einem Falzzangenzylinder hergestellten, mit
geklebten Böden versehenen Beuteln auf einem an den Falzzangenzylinder angestellten
Stapeltisch ist beispielsweise aus der US-A 20 87 704 bekannt. Bei dieser bekannten
Vorrichtung werden die Beutel von den Falzzangen kurz vor Erreichen des Stapeltisches
freigegeben, so daß sie nahezu ungebremst etwa mit der Umfangsgeschwindigkeit des
Falzzangenzylinders mit ihren vorauslaufenden Böden auf den Stapeltisch stoßen. Bestehen
die Beutel aus weicherem Material, kann es daher zu einem Knittern oder Stauchen der
auf den Stapeltisch aufstoßenden Kanten kommen.
[0003] Um ein Wellen, Knicken oder Falten der mit ihren vorauslaufenden Kanten auf den Stapeltisch
abgesetzten Werkstücke zu vermeiden, sind bei einer aus der DE-B 10 54 818 bekannten
Vorrichtung der eingangs angegebenen Art an einem schwenkbaren Rahmen angeordnete
mit elastischen Polstern versehene Stößel vorgesehen, die im Takt des Absetzens der
Werkstücke an den Umfang des Falzzangenzylinders in der Weise angestellt werden, daß
sie ein Bremsmoment auf die von den Falzzangen freigegebenen Werkstücke ausüben. Die
von den Stößeln auf den Endbereich der abzubremsenden Werkstücke ausgeübte Bremskraft
hängt jedoch von der Größe des Andruckes an den Falzzangenzylinder ab, der reibend
unter dem abgebremsten Werkstück hindurchläuft, so daß auf die beiden Seiten des Werkstückes
unterschiedlich große und einander entgegengesetzte Reibkräfte wirken, die das Werkstück
verzerren können, was insbesondere dann nachteilig ist, wenn dieses dünn- und/oder
doppelwandig ausgebildet ist, wie es beispielsweise bei Beuteln oder Säcken der Fall
ist.
[0004] Aus GB-A-857 769 ist eine Vorrichtung bekannt, die einzeln nacheinander zugeführte
flache Werkstücke in eine sog. Schuppenformation auf einem weiterführenden Förderer
überführt. Um die Werkstücke mit gleichem Schuppenabstand übergeben zu können, ist
ein die zu überführenden Werkstücke übernehmendes Transportrad vorgesehen, das mit
einem Paar fester Sauger und einem Paar beweglicher Sauger versehen ist. Dabei wirken
die Sauger derart zusammen, daß die zugeführten und in Schuppenformation zu überführenden
Werkstücke zunächst von den festen Saugern ergriffen werden, die diese mit der Umfangsgeschwindigkeit
des Transportrades mitnehmen. Zu einem vorbestimmten Zeitpunkt geben die festen Sauger
die vorlaufenden Enden der Werkstücke frei, wobei diese dann nur noch von den die
nachlaufenden Enden haltenden Saugern gehalten werden. Diese Sauger führen eine gesteuerte
gegenläufige Schwenkbewegung aus, die zu einer Verzögerung der Werkstücke führt und
den Zweck hat, die Werkstücke zu verzögern und mit vorgegebenem Abstand auf das weiterfördernde
Schuppenband abzulegen.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs angegebenen Art zu schaffen,
mit der sich Werkstücke oder Beutel schonend in der Weise abbremsen lassen, daß sie
im wesentlichen stoßfrei auf den Stapeltisch abgesetzt werden können.
[0006] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch einen ersten Vorschlag bei einer Vorrichtung
der eingangs angegebenen Art durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs
1 gelöst.
[0007] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ermöglicht es somit, auch Werkstücke aus weichem
Material oder Beutel aus dünnem, lappigen oder knitterndem Material mit hoher Leistung,
also hoher Taktzahl, herzustellen und nahezu stoßfrei auf die Stapelunterlage abzusetzen.
[0008] Die Steuerkurve ist zweckmäßigerweise derart gestaltet, daß sie die Sauger in Richtung
auf den Ablagetisch bis auf null oder nahezu null verzögert.
[0009] Die Sauger heben das Werkstück von dem Transportzylinder ab, so daß diese nicht mehr
dem kreisförmigen Förderweg des Transportzylinders folgen und in tangentialer Richtung
zu dem Transportzylinder auf die Stapelunterlage abgesetzt werden können. Dieses Abheben
begünstigt das Absetzen der Werkstücke hinter üblicher Weise an der Stapelunterlage
vorgesehene, senkrecht zu dieser stehende Abweisfinger, die in Umfangsnuten des Transportzylinders
greifen.
[0010] Die Saugluftzufuhr zu den Saugern wird zweckmäßigerweise so gesteuert, daß diese
bei oder kurz vor dem Auftreffen der Stellkanten der Werkstücke auf den Stapeltisch
unterbrochen wird. Die Unterbrechung erfolgt zweckmäßigerweise in dem Zeitpunkt, in
dem die Sauger relativ zu der Stapelunterlage ihre geringste Geschwindigkeit oder
sogar die Geschwindigkeit null erreicht haben.
[0011] Um zu verhindern, daß die Saugerrohre während des ungesteuerten Umlaufs mit dem Transportzylinder
frei schwenken können, sind diese oder mit diesen oder der Saugerwelle verbundene
Anschlagteile vorgesehen, die außerhalb des Wirkungsbereiches der Steuerkurve unter
Federkraft an einem Widerlager des Transportzylinders anliegen.
[0012] Nach einem zweiten Vorschlag wird die Aufgabe erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden
Merkmale des Patentanspruchs 2 gelöst.
[0013] Zweckmäßigerweise greifen das oder die Saugbänder teilweise in Umfangsnuten des Transportzylinders,
so daß ein störungsfreier Auflauf der vorauslaufenden Kanten der von den Transportzangen
freigegebenen Werkstücke auf das oder die Saugbänder gewährleistet ist.
[0014] Zweckmäßigerweise sind die Geschwindigkeit der Saugbänder und die Saugluftzufuhr
zu diesen steuerbar. Dabei ist die Steuerung derart, daß das oder die Saugbänder nach
dem Ansaugen des vorauslaufenden Bereichs der Werkstücke eine diese verzögernde Bewegung
ausführen, wobei die Saugluftzufuhr bei oder kurz vor dem Aufsetzen der Werkstücke
auf die Stapelunterlage unterbrochen wird.
[0015] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß an den Transportzylinder
eine Transportrolle anstellbar ist, die das Werkstück nach Freigabe durch die Haltezangen
nachschiebend fördert.
[0016] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnung näher
erläutert. In dieser zeigt
- Fig. 1
- eine Seitenansicht einer Vorrichtung zum Herstellen und Stapeln von mit umgefalteten
und geklebten Böden versehenen Beuteln oder Säcken in schematischer Darstellung,
- Fig. 2
- eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung der Vorrichtung, in der sich die dem Abbremsen
der abzusetzenden Beutel oder Säcke dienende Saugerreihe in einer Stellung befinden,
in der die Sauger diese gerade freigeben, und
- Fig. 3
- eine andere Ausführungsform einer Vorrichtung zum Herstellen und Sammeln von Beuteln
oder Säcken in schematischer Seitenansicht.
[0017] Mit der in Fig. 1 schematisch dargestellten Vorrichtung werden ausgehend von einer
Schlauchbahn, beispielsweise von einer mit einer Längsklebenaht versehenen Papierschlauchbahn,
Beutel oder Säcke hergestellt, die mit umgelegten und geklebten Bodenfalzen versehen
sind. Die Schlauchbahn 1 kann mit Seitenfalten versehen sein, wobei die Wandungen
mit zueinander versetzten Perforationslinien versehen sind, so daß sich nach dem Abreißen
von Beutelabschnitten von der Schlauchbahn 1 Abschnitte ergeben, bei denen die offenen
Enden einander überlappen.
[0018] Die Schlauchbahn 1 wird durch das Transportrollenpaar 4 vorgezogen und in Richtung
des Pfeils 2 auf dem Tisch 3 gefördert. Durch die beiden Abreißrollenpaare 5,6 werden
dann entlang den Querperforationslinien von der Schlauchbahn 1 Sack- oder Beutelwerkstücke
abgerissen, wenn sich die Querperforationslinien zwischen den Walzenpaaren 5,6 befinden.
Zum Abreißen wird die Schlauchbahn von dem Walzenpaar 5 gehalten, während das Walzenpaar
6, um die Abreißspannung zu erzeugen, kurzfristig mit höherer Geschwindigkeit umläuft.
[0019] Die abgerissenen Abschnitte werden dann auf dem Falzzangenzylinder 30 mit gefalzten
und geklebten Böden versehen und zu ihrer Sammlung oder Stapelung senkrecht stehend
auf dem Stapeltisch 31 abgesetzt.
[0020] Der Falzzangenzylinder 30 ist mit drei sog. Falzbalken bildenden Widerlagern 12,12',12''
versehen, die zangenartig mit den schwenkbaren Falzzangenbacken 13,13' zusammenwirken,
die um an dem Falzzangenzylinder 30 gelagerte Schwenkachsen 14 schwenkbar und durch
nicht dargestellte Federn in Richtung auf ihre Schließstellung beaufschlagt sind.
Um die Falzzangen öffnen und schließen zu können, sind diese mit Betätigungshebeln
15 versehen, die endseitig Nockenrollen 16 tragen.
[0021] Zum Öffnen der Falzzangen 12,13 laufen die Nockenrollen 16 auf eine gestellfeste
Steuerkurve 17 auf, die die Falzzangen zur Freigabe der gefalzten Böden vor dem Absetzen
der Beutel oder Säcke öffnet, wie es aus der Falzzange 12',13' ersichtlich ist.
[0022] In dem Falzzangenzylinder 30 ist exzentrisch zur Drehachse 20 ein Saugrohr 32 schwenkbar
gelagert, dessen Schwenkachse 19 parallel zur Falzzangenachse 20 verläuft. Das Saugrohr
22 ist mit einem Betätigungshebel 21 versehen, der endseitig eine Nockenrolle 22 trägt.
Mit dem Saugrohr 32 sind in einer radialen Ebene Saugrohre 18 verbunden, die endseitig
Saugdüsen 33 tragen. Die Saugrohre 18 sind mit Zugfedern 25 verbunden, deren anderen
Enden auf Zapfen 26 fest mit dem Falzzangenzylinder verbunden sind. Durch die Zugfedern
25 werden die Saugrohre 18 in Anlage an Falzzangenzylinder feste Anschläge 24 gehalten
bzw. in Richtung auf diese beaufschlagt.
[0023] Über einen Teil ihres Umlaufs laufen die Nockenrollen 22 der die Sauger betätigenden
Hebel 21 auf Steuerkurven 23 auf, wobei die Kurvencharakteristik der Steuerkurve 23
und die Exzentrizität der Achse 19 des Saugrohres 22 so gewählt ist, daß sich die
Saugdüsen 33 aus der Zylinderfläche des Falzzangenzylinders 30 herausbewegen, sobald
sich die Saugdüsen 33 etwa senkrecht oberhalb des Ablagetisches 33 befinden, und sodann
eine etwa tangentiale Bewegung ausführen, die senkrecht auf der Stellfläche des Ablagetisches
31 steht.
[0024] Der Ablagetisch 31 ist an den Falzzangenzylinder 30 unterhalb von dessen waagrecht
liegender Durchmesserebene angeordnet und weist senkrecht aufragende Abweisfinger
36 auf, die in Umfangsnuten des Falzzangenzylinders greifen.
[0025] An dem Falzzangenzylinder 30 ist ein Falzmesserzylinder 7 angestellt, der mit einem
längs einer Mantellinie verlaufenden Falzmesser 11 versehen ist. Dicht hinter dem
Falzmesser 11 ist der Falzmesserzylinder 7 mit einem Stempel 10 versehen, der von
einer Leimwalze 8, die einen Leimkasten 9 abschließt, einen Leimstreifen abnimmt und
formatmäßig auf die Sackwerkstücke überträgt.
[0026] Die zwischen dem Falzmesserzylinder und dem Falzzangenzylinder hindurchlaufenden
abgerissenen Schlauchabschnitte werden im Bereich ihrer vorauslaufenden Enden unter
Bildung eines Falzes zwischen die Backen 12,13 der geschlossenen Falzzange eingedrückt,
wobei gleichzeitig infolge des Leimauftrages eine Verklebung des umgelegten Falzes
mit einer Sackwand erfolgt.
[0027] Die in dieser Weise auf dem Falzzangenzylinder mit gefalzten und geklebten Böden
versehenen und geförderten Säcke werden sodann bei ihrem Weiterlauf von den Saugdüsen
33 angesaugt, wenn diese aufgrund der Steuerung des Saugrohres 32 und der Exzentrizität
der Achse des Saugrohres 32 aus dem Hüllzylinder des Falzzangenzylinders heraustreten.
Dabei führen die Saugrohre 18 infolge ihrer Steuerung durch die Steuerkurve 30 eine
die angesaugten Säcke oder Beutel verzögernde Bewegung aus, so daß diese mit einer
auf null oder nahezu auf null verzögerten Geschwindigkeit auf den Stapeltisch 31 abgesetzt
werden.
[0028] Die Saugluftzufuhr zu den Saugern 33 ist derart gesteuert, daß diese die Sackwerkstücke
etwa in einem Bereich ansaugen, in dem die Sauger waagrecht liegen. Gleichzeitig öffnen
die Falzzangen 12,13, so daß sich die gefalzten Böden von dem Falzzangenzylinder lösen
und die Sauger den weiteren verzögerten Transport der Säcke bis zur Ablage auf dem
Ablagetisch 31 übernehmen.
[0029] Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, führt die etwa tangentiale verzögernde Förderung
der Säcke durch die Sauger dazu, daß diese sicher hinter den Abweisfingern 36 auf
der Auflagefläche des Stapeltisches 31 abgesetzt werden.
[0030] Jedem der drei Falzzangen sind Sauger zugeordnet, von denen in der Zeichnung nur
ein einziger dargestellt ist.
[0031] Das die Saugrohre 18 beaufschlagende Vakuum wird vorzugsweise eingesteuert, kurz
bevor die Falzzangen öffnen. Das Vakuum wird dann kurz bevor die Säcke auf den Stapeltisch
31 abgesetzt werden, wieder abgestellt.
[0032] Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 ist der Falzzangenzylinder 30 hinsichtlich der
Falzzangen und ihrer Steuerung in der grundsätzlich gleichen Art aufgebaut wie der
Falzzangenzylinder nach den Fig. 1 und 2. Das Ausführungsbeispiel nach der Fig. 3
unterscheidet sich jedoch von dem nach den Fig. 1 und 2 dadurch, daß statt der um
exzentrische Achsen schwenkbaren Saugrohre ein Saugband 40 vorgesehen ist, dessen
Fördertrum 41 über einen Saugkasten 42 läuft. Zweckmäßigerweise sind mehrere Saugbänder
40 vorgesehen, die, wie aus der Fig. 3 ersichtlich ist, in Umfangsnuten des Falzzangenzylinders
30 greifen. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 laufen die mit den gefalzten Böden
versehenen Enden nach ihrer Freigabe von den Falzzangen auf das Saugband 40 auf, wobei
sie dann von den Fördertrumen 41 angesaugt werden, sobald sie über die Saugkästen
42 laufen. Die Saugbänder 40 und die Saugkästen 42 sind so gesteuert, daß die angesaugten
Säcke bis auf die Geschwindigkeit null oder nahezu null verzögert werden. Kurz vor
dem Absetzen der Säcke auf dem Stapeltisch 31 wird die Saugluftzufuhr zu den Saugkästen
12 abgestellt. Die Saugbandförderer 40 sind stationär in dem Maschinengestell angeordnet.
[0033] Um zu gewährleisten, daß die von den Falzzangen freigegebenen Säcke bis zu ihrem
Auflauf auf die Saugbänder noch einwandfrei von dem Falzzangenzylinder gefördert werden,
ist gegen den Falzzangenzylinder 30 eine federbelastete Transportrolle 44 angestellt.
Der Abstand der Transportrolle 44 zu der oberen Umlenkrolle 45 des oder der Saugbandförderer
40 ist größer als die Länge eines Sackes, so daß bis zum Auflauf der mit den gefalzten
Böden versehenen vorauslaufenden Enden der Säcke auf den Saugbandförderer 40 eine
einwandfreie Förderung gewährleistet ist.
1. Vorrichtung zum Sammeln oder Stapeln von auf einem mit Haltezangen (12, 13) versehenen
Transportzylinder (30) geförderten flachen Werkstücken auf einem an den Transportzylinder
(30) angestellten Stapeltisch (31) oder auf an diesen angestellten, zueinander parallelen
Stapelarmen, vorzugsweise von auf einem Falzzangenzylinder (30) hergestellten, mit
geklebten Böden versehenen Beuteln oder Säcken, die mit einer die Halte- oder Falzzangen
(12, 13) vor dem Erreichen des Ablagetisches (31) öffnende Einrichtung (16, 17) und
mit einer die Werkstücke abbremsenden Einrichtung (33) in der Weise versehen ist,
daß die Werkstücke mit einer geringeren Geschwindigkeit als der Umfangsgeschwindigkeit
des Transport- oder Falzzangenzylinders (12, 13) auf den Stapeltisch (31) abgesetzt
werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bremseinrichtung aus mindestens zwei endseitig Sauger (33) tragenden Saugrohren
(18) besteht, die um eine zu der Transportzylinderachse (20) exzentrische und parallel
zu dieser verlaufenden Achse (19) des Transportzylinders (30) schwenkbar gelagert
und derart gesteuert sind, daß sie eine die von diesen angesaugten Beutel verzögernde,
der Drehrichtung überlagerte Schwenkbewegung ausführen, daß die Saugrohre (18) oder
die diese tragende Welle mit einem endseitig einen Gleitstein oder eine Rolle (22)
tragenden Hebel (21) verbunden sind, die auf einer gestellfesten Steuerkurve (23)
auflaufen und daß die Kurvencharakteristik der Steuerkurve (23) und die Exzentrizität
der Achse (19) des Saugrohres (22) so gewählt sind, daß sich die Saugdüsen (33) aus
der Zylinderfläche des Falzzangenzylinders (30) herausbewegen, sobald sich die Saugdüsen
(33) etwa senkrecht oberhalb des Ablagetisches (33) befinden, und sodann eine etwa
tangentiale Bewegung ausführen, die senkrecht auf der Stellfläche des Ablagetisches
(31) steht.
2. Vorrichtung zum Sammeln oder Stapeln von auf einem mit Haltezangen (12, 13) versehenen
Transportzylinder (30) geförderten flachen Werkstücken auf einem an den Transportzylinder
(30) angestellten Stapeltisch (31) oder auf an diesen angestellten, zueinander parallelen
Stapelarmen, vorzugsweise von auf einem Falzzangenzylinder (30) hergestellten, mit
geklebten Böden versehenen Beuteln oder Säcken, die mit einer die Halte-oder Falzzangen
(12, 13) vor dem Erreichen des Ablagetisches (31) öffnende Einrichtung (16, 17) und
mit einer die Werkstücke abbremsenden Einrichtung (33) in der Weise versehen ist,
daß die Werkstücke mit einer geringeren Geschwindigkeit als der Umfangsgeschwindigkeit
des Transport- oder Falzzangenzylinders (12, 13) auf den Stapeltisch (31) abgesetzt
werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bremseinrichtung aus mindestens einem etwa tangential an den Transportzylinder
(30) angestellten Saugband (40) besteht, dessen über einen Saugkasten (42) laufendes
Fördertrum (41) etwa rechtwinkelig zu dem Ablagetisch (31) verläuft.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerkurve (23) derart
geformt ist, daß sie die Sauger (33) in Richtung auf den Ablagetisch (31) bis auf
die Geschwindigkeit 0 oder nahezu 0 verzögert.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Saugluftzufuhr
zu den Saugern (33) bei oder kurz vor dem Auftreffen der Stellkanten der Werkzeuge
auf den Stapeltisch unterbrochen wird.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Saugerrohre (18) oder mit diesen oder mit der diese Saugrohre tragenden Welle verbundene
Anschlagteile außerhalb des Wirkungsbereiches der Steuerkurve (23) unter Federkraft
an einem Widerlager (24) des Transportzylinders (30) anliegen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Saugband oder die Saugbänder
(40) teilweise in Umfangsnuten des Transportzylinders (30) greifen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeit
der Saugbänder (40) und die Saugluftzufuhr zu diesen steuerbar sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß an
den Transportzylinder (30) eine Transportrolle (44) anstellbar ist, die das Werkstück
nach der Freigabe durch die Haltezangen (12, 13) nachschiebend fördert.
1. An apparatus for collecting or stacking flat workpieces conveyed on a conveyor cylinder
(30) provided with holding grippers (12, 13) an a stacking table (31) placed against
the conveyor cylinder (30) or on stacking arms placed against the latter which are
parallel to each other, preferably bags or sacks produced on a cylinder (30) with
folding grippers and provided with bonded bottoms, which is provided with a device
(16, 17) opening the holding or folding grippers (12, 13) before the delivery table
(31) has been reached, and with a device (33) braking the workpieces in such a way
that the workpieces are deposited on the stacking table (31) at a speed slower than
the peripheral speed of the conveyor cylinder or cylinder with folding grippers (12,
13).
characterized in that
the braking device consists of at least two suction tubes (18) carrying at their ends
suction means (33) which are mounted for pivoting round a pin (19) of the conveyor
cylinder (30) which extends eccentrically to the pin (20) of the conveyor cylinder
and parallel to the latter, and are controlled in such a way that they execute a pivoting
movement superposed on the rotational direction, delaying the bags sucked up by them;
that the suction tubes (18) or the shaft carrying them are connected to a lever (21)
carrying at its end a sliding block or a roller (22) which run up on a control cam
(23) fixed to the stand; and that the curve characteristic of the control cam (23)
and the eccentricity of the pin (19) of the suction tube (22) are chosen in such a
way that the suction nozzles (33) move out of the cylindrical surface of the cylinder
(30) with folding grippers as soon as the suction nozzles (33) are situated approximately
vertically above the delivery table (31) and that they then execute an approximately
tangential movement which is disposed perpendicularly to the depositing face of the
delivery table (31).
2. An apparatus for collecting or stacking flat workpieces conveyed on a conveyor cylinder
(30) provided with holding grippers (12, 13) on a stacking table (31) placed against
the conveyor cylinder (30) or on stacking arms placed against the latter, which are
parallel to each other, preferably bags or sacks produced on a cylinder (30) with
folding grippers and provided with bonded bottoms, which is provided with a device
(16, 17) opening the holding or folding grippers (12, 13) before the delivery table
(31) has been reached, and with a device (33) braking the workpieces in such a way
that the workpieces are deposited on the stacking table (31) at a speed slower than
the peripheral speed of the conveyor cylinder or cylinder with folding gripper (12,
13).
characterized in that
the braking device consists of at least one suction belt (40) set approximately tangentially
against the conveyor cylinder (30), the conveying side (41) of which belt running
over a suction box (42) extends approximately at right angles to the delivery table
(31).
3. An apparatus according to claim 1, characterized in that the control cam (23) is formed
in such a way that it delays the suction means (33) in the direction towards the delivery
table (31) down to a speed of zero, or almost zero.
4. An apparatus according to one of claims 1 or 3, characterized in that the vacuum feed
to the suction nozzles (33) is interrupted when, or shortly before, the positioning
edges of the tools bear on the stacking table.
5. An apparatus according to one of claims 1 or 3 and 4, characterized in that the suction
tubes (18), or striking components connected thereto or to the shaft carrying them,
bear outside the sphere of action of the control cam (23) under a spring force on
a bearing means (24) of the conveyor cylinder (30).
6. An apparatus according to claim 2, characterized in that the suction belt or suction
belts (40) partly engage in peripheral grooves of the conveyor cylinder (30).
7. An apparatus according to claim 2 or 6, characterized in that the speed of the suction
belts (40) and vacuum feed to them are controllable.
8. An apparatus according to one of claims 2 or 6 and 7, characterized in that a conveyor
roller (44) can be set against the conveyor cylinder (30), which conveys the workpiece
with a pushing-on action after it has been released by the holding grippers (12, 13).
1. Dispositif pour le rassemblement ou l'empilage de pièces plates transportées sur un
cylindre de transport (30) pourvu de pinces de retenue (12, 13) sur une table d'empilage
(31) placée à côté du cylindre de transport (30) ou sur des bras d'empilage parallèles
les uns aux autres placés à côté de celui-ci, de préférence de sachets ou de sacs
fabriqués sur un cylindre à pinces de pliage (30) et pourvus de fonds collés qui est
équipé d'une installation (16, 17) ouvrant les pinces de retenue ou de pliage (12,
13) avant d'atteindre la table d'empilage (31) et d'une installation (33) freinant
les pièces de telle manière que les pièces sont déposées à une vitesse plus réduite
que la vitesse périphérique du cylindre de transport ou à pinces de pliage (12, 13)
sur la table d'empilage (31),
caractérisé en ce que l'installation de freinage est constituée d'au moins deux tuyaux
aspirants (18) portant aux extrémités des organes d'aspiration (33) qui sont logés
de façon pivotante autour d'un axe (19) du cylindre de transport (30) s'étendant autour
de l'axe de cylindre de transport (20) excentriquement et parallèlement à celui-ci
et qui sont commandés de façon à exécuter un mouvement de pivotement retardant ce
sachet aspiré, superposé à la direction de rotation, en ce que les tuyaux d'aspiration
(18) ou l'arbre portant ceux-ci sont reliés à un levier (21) portant à l'extrémité
un coulisseau ou un rouleau (22) qui roule sur une came de commande (23) solidaire
du bâti et en ce que la caractéristique de courbe de la came de commande (23) et l'excentricité
de l'axe (19) du tuyau d'aspiration (22) sont choisies de façon que les buses d'aspiration
(33) sortent de la surface cylindrique du cylindre à pinces de pliage (30) dès que
les buses d'aspiration (33) se trouvent à peu près verticalement au-dessus de la table
d'empilage (33) et exécutent alors un mouvement à peu près tangentiel qui est perpendiculaire
à la surface de positionnement de la table d'empilage (31).
2. Dispositif pour le rassemblement ou l'empilage de pièces plates transportées sur un
cylindre de transport (30) pourvu de pinces de retenue (12, 13) sur une table d'empilage
(31) placée à côté du cylindre de transport (30) ou sur des bras d'empilage parallèles
les uns aux autres, placés à côté de celui-ci, de préférence de sachets ou sacs fabriqués
sur un cylindre à pinces de pliage (30), pourvus de fonds collés, qui est équipé d'une
installation (16, 17) ouvrant les pinces de retenue ou de pliage (12, 13) avant d'atteindre
la table d'empilage (31) et d'une installation (33) freinant les pièces de telle manière
que les pièces sont déposées à une vitesse plus réduite que la vitesse périphérique
du cylindre de transport ou à pinces de pliage (12, 13) sur la table d'empilage (31),
caractérisé en ce que l'installation de freinage est constituée au moins d'une bande
d'aspiration (40) placée à peu près tangentiellement au cylindre de transport (30)
dont le brin convoyeur (41) passant sur un caisson d'aspiration (42) s'étend à peu
près à angle droit à la table d'empilage (31).
3. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la came de commande (23)
est formée de façon à retarder les organes d'aspiration (33) en direction vers la
table d'empilage (31) jusqu'à la vitesse 0 ou presque 0.
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'amenée de
l'air d'aspiration aux organes d'aspiration (33) est interrompue au moment ou bien
juste avant que les arêtes de positionnement des outils heurtent la table d'empilage.
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 ou 3 et 4, caractérisé en ce que les tuyaux
d'aspiration (18) ou des pièces de butée reliées à ceux-ci ou reliés à l'arbre portant
ces tuyaux d'aspiration s'appliquent à l'extérieur de la zone d'action de la came
de commande (23) sous la force d'un ressort à une contre-butée (24) du cylindre de
transport (30).
6. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que la bande d'aspiration ou
les bandes d'aspiration (40) s'engagent partiellement dans des rainures périphériques
du cylindre de transport (30).
7. Dispositif selon la revendication 2 ou 6, caractérisé en ce que la vitesse des bandes
d'aspiration (40) et l'amenée de l'air d'aspiration à celles-ci peuvent être commandées.
8. Dispositif selon l'une des revendications 2 ou 6 et 7, caractérisé en ce qu'un rouleau
de transport (44) peut être appliqué au cylindre de transport (30) et qui transporte
ensuite, en la poussant, la pièce après que celle-ci soit libérée par les pinces de
retenue (12, 13).

