[0001] Die Erfindung betrifft eine Wandstange für eine Brause o.dgl., wobei die Wandstange
an den Endbereichen von an der Gebäudewand mit Schrauben befestigbaren, konsolartigen
Halterungen in jeweils einer Sackbohrung aufgenommen ist.
Eine Vorrichtung dieser Art ist beispielsweise aus der DE-PS 28 44 191 bekannt. Außerdem
ist es aus dem DE-GM 69 22 086 bereits bekannt, um ein unbeabsichtigtes Lösen bzw.
Herausziehen der Wandstange aus den Stützen zu vermeiden, Raststifte in den Stützen
anzuordnen, mit denen die Rohrenden bajonettartig verrastet werden.
[0002] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebene
Vorrichtung zu verbessern und insbesondere so auszubilden, daß mit einfachen Mitteln
eine stabile Befestigung der Wandstange erzielbar ist, wobei es mit zur Aufgabe gehört,
die Befestigung lösbar auszubilden, um beispielsweise Funktionselemente wie Brausehalter,
Seifenschalen etc. nachrüsten zu können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an jedem Endbereich der Wandstange
wenigstens eine Radialbohrung vorgesehen ist, die in der Stecklage mit der Bohrung
der Halterung für die Wandbefestigung fluchtet, so daß jeweils mit einer Schraube
die Halterung zusammen mit der Wandstange an der Gebäudewand befestigbar ist.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 bis 7 angegeben.
[0003] Mit der vorgeschlagenen Lösung wird eine stabile Befestigung zwischen Wandstange
und Gebäudewand ermöglicht. Vorteilhaft können hierbei die tragenden, für die Stabilität
der Vorrichtung erforderlichen Teile getrennt von den dekorativen Bauteilen hergestellt
werden. Auch ist ein einfaches Demontieren der als Konsolen ausgebildeten Halterungen
zur Nachrüstung von Funktionselementen, z.B. Seifenschalen, ermöglicht.
[0004] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im
folgenden näher beschrieben. Es zeigt
- Figur 1
- eine zum Teil dargestellte, an einer Gebäudewand befestigte Wandstange im Längsschnitt;
- Figur 2
- die in Figur 1 gezeigte Wandstange im Längsschnitt;
- Figur 3
- die Wandstange gemäß Figur 2 in Draufsicht;
- Figur 4
- die Wandstange gemäß Figur 2 um 90o gedreht in Seitenansicht;
- Figur 5
- den in Figur 1 gezeigten Tragarm in Draufsicht;
- Figur 6
- den Tragarm gemäß Figur 5 in Vorderansicht;
- Figur 7
- den Tragarm gemäß Figur 5 um 180o gedreht;
- Figur 8
- den Tragarm gemäß Figur 6 in der Schnittebene VIII;
- Figur 9
- den Tragarm gemäß Figur 7 in der Schnittebene IX;
- Figur 10
- den Tragarm gemäß Figur 5 in der Schnittebene X;
- Figur 11
- die in Figur 1 gezeigte Buchse im Längsschnitt;
- Figur 12
- die Buchse gemäß Figur 1 in Draufsicht;
- Figur 13
- die in Figur 1 gezeigte Hülse im Längsschnitt;
- Figur 14
- die Hülse gemäß Figur 13 in Draufsicht.
[0005] Die in Figur 1 zum Teil gezeigte Wandstange 1 wird an ihren Endbereichen jeweils
von einer Halterung 2 aufgenommen, mit der die Wandstange 1 mit Abstand zu einer Gebäudewand
5 mit Hilfe jeweils einer Schraube 21 fixierbar ist. Die Halterung 2 ist dabei aus
einem Tragarm 3 und einer den Tragarm 3 verdeckenden Dekorhaube 4 gebildet. Die an
der Wandstange 1 auftretenden Kräfte werden hierbei von den Tragarmen 3 und den Schrauben
21 aufgenommen. Die Dekorhaube 4 dient der geschmacklichen und hygienischen Ausgestaltung
der Halterung 2.
Die rohrförmig ausgebildete Wandstange 1 ist an ihren Endbereichen jeweils mit einer
Radialbohrung 11 und diesen Bohrungen gegenüberliegend mit jeweils einem im Durchmesser
größeren, zum Endbereich offenen Langloch 12 versehen, wie es insbesondere aus Figur
2 und 4 zu entnehmen ist.
Die Dekorhaube 4 ist aus einer Hülse 4a und einer Kappe 4b gebildet. Die Hülse 4a
ist auf den Tragarm 3 aufschiebbar und mit einer sackförmigen Radialöffnung 41 zur
Aufnahme der Wandstange 1 versehen. An der vorstehenden Stirnseite der Hülse 4a sind
an der Innenseite Vorsprünge 42 ausgebildet, hinter die an der Kappe 4b ausgebildete
Schnappnasen in der Stecklage fassen und die Kappe 4b somit lösbar mit der Hülse 4a
verbinden.
Konzentrisch im Tragarm 3 ist eine Aufnahmebohrung 33 ausgebildet, wie es aus den
Figuren 6, 8, 9 und 10 der Zeichnung zu entnehmen ist. Senkrecht zur Aufnahmebohrung
33 und parallel zur Mittelachse der Wandstange 1 ist ein Formzapfen 32 ausgebildet,
der in die Wandstange 1 einführbar ist, wie es aus Figur 1 der Zeichnung zu entnehmen
ist. Zur Verbindung des Tragarms 3 mit der Wandstange 1 ist außerdem eine Buchse 31
mit Rastzungen 311 vorgesehen (Figur 11,12), die in die Aufnahmebohrung 33 des Tragarms
3 eingeschoben und in der Stecklage von den Rastzungen 311 gesichert wird.
[0006] Die Vormontage der Wandstange 1 mit den Halterungen 2 kann in folgender Weise geschehen:
Die Tragarme 3 werden jeweils mit der Hülse 4a versehen, wonach die Wandstange 1 mit
jeweils einem Endbereich durch die Radialöffnung 41 der Hülse 4a auf dem Formzapfen
32 des Tragarms 3 geschoben wird. In dieser Stellung ist die Hülse 4a von der Wandstange
1 festliegend auf dem Tragarm 3 axial gehaltert. Die Wandstange 1 wird hiernach mit
der Radialbohrung 11 so gedreht, daß sie mit der Aufnahmebohrung 33 des Tragarms 3
fluchtet. Nunmehr kann die Buchse 31 in die Aufnahmebohrung 33 eingeschoben und mit
den Rastzungen 311 in der Stecklage verrastet werden. Die Hülse 4a mit dem Tragarm
3 ist somit formschlüssig mit der Wandstange 1 verbunden. Die Halterung 2 ist mit
der Wandstange 1 in dieser Position verriegelt.
Bei der Installation an einer Gebäudewand 5 kann somit unmittelbar die Schraube 21
in ein in der Gebäudewand 5 vorbereitetes Dübelloch eingedreht werden. In dar Buchse
31 ist hierbei zur Aufnahme der Schraube 21 ein Schlitz 312 vorgesehen, mit dem eine
Justierung der Wandstange 1 ermöglicht wird. Das der Radialbohrung 11 gegenüberliegende
Langloch 12 dient hierbei einem bequemen Einschieben der Buchse 31 und der guten Zugänglichkeit
beim Eindrehvorgang der Schraube 21 in die Gebäudewand 5.
Beim Festdrehen der Schraube 21 wird über die Buchse 31 der Formzapfen 32 radial gegen
die Innenwandung der rohrförmigen Wandstange 1 gedrückt, die wiederum mit ihrem Außenmantel
gegen eine zylindrische Anlagefläche 34 des Tragarms 3 gedrückt wird und somit spielfrei
von dem Tragarm 3 an der Gebäudewand 5 gehalten ist.
Nachdem die Wandstange 1 an der Gebäudewand 5 ausgerichtet und mit den Schrauben 21
in den beiden Tragarmen 3 verspannt ist, kann die Stirnseite der nunmehr fest auf
dem Tragarm 3 angeordneten Hülse 4a mit den Kappen 4b verschlossen werden, so daß
die Einrichtung hiernach betriebsbereit ist.
Durch Entfernen der Kappe 4b kann unmittelbar die Schraube 21 aus der Gebäudewand
5 gelöst werden, worauf dann die Buchse 31 aus der Aufnahmebohrung 33 entfernt werden
kann, so daß danach die Halterung 2 von der Wandstange 1 an der einen Seite abgezogen
und evtl. Brausehalter ausgetauscht und/oder eine Seifenschale etc. nachgerüstet werden
kann. Die Halterung 2 ist danach in gleicher Weise, wie vorstehend aufgeführt, erneut
an der Gebäudewand 5 zu befestigen.
1. Wandstange für eine Brause o.dgl., wobei die Wandstange an den Endbereichen von an
der Gebäudewand mit Schrauben befestigbaren, konsolartigen Halterungen in jeweils
einer Sackbohrung aufgenommen ist, dadurch gekennzeichnet, daß an jedem Endbereich
der Wandstange (1) wenigstens eine Radialbohrung (11) vorgesehen ist, die in der Stecklage
mit der Bohrung der Halterung (2) für die Wandbefestigung fluchtet, so daß jeweils
mit einer Schraube (21) die Halterung (2) zusammen mit der Wandstange (1) an der Gebäudewand
(5) befestigbar ist.
2. Wandstange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung (2) von einem
Tragarm (3) und einer Dekorhaube (4) gebildet ist, wobei die Dekorhaube (4) aus einer
etwa zylindrischen Hülse (4a), die eine Radialöffnung (41) als Sacköffnung für die
Einführung der Wandstange (1) aufweist, und einer die vorstehende Stirnseite der Hülse
(4a) verschließenden Kappe (4b) besteht, so daß der Tragarm (3) von der Dekorhaube
(4) verdeckt ist.
3. Wandstange nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verbindung des
Tragarms (3) mit der Wandstange (1) eine in die Radialbohrung (11) einführbare Buchse
(31) vorgesehen ist, die mittels Rastzungen (311) mit dem Tragarm (3) verrastbar ist,
wobei in der Buchse (31) die Schraube (21) zur Wandbefestigung angeordnet und die
Wandstange (11) als Rohr ausgebildet ist.
4. Wandstange nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß am Tragarm
(3) ein Formzapfen (32) ausgebildet ist, auf den die rohrförmige Wandstange (1) aufschiebbar
ist, wobei in der zusammengesteckten Position von Tragarm (3) mit Hülse (4a) und Wandstange
(1) durch Einsetzen der Buchse (31) die Teile miteinander verriegelt sind.
5. Wandstange nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die rohrförmige
Wandstange (1) an der der Radialbohrung (11) gegenüberliegenden Seite in der Rohrwandung
ein im Durchmesser größeres, zur Stirnseite offenes Langloch (12) aufweist, so daß
die Buchse (31) einfach einsteckbar und die Schraube (21) gut handhabbar ist.
6. Wandstange nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kappe
(4b) mit Schnappnasen in der Stecklage gehalten ist.
7. Wandstange nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in der Buchse
31 die Aufnahme der Schraube (21) ein Schlitz (312) zur Justierung der Halterung (2)
vorgesehen ist.