[0001] Die Erfindung betrifft einen Bausatz für Skelett-Bau mit Hohlprofilen und Winkel-Verbindern,
die Zapfen aufweisen, auf die die Hohlprofile, insbesondere bis zu einem Absatz, aufsteckbar
sind und auf denen sie mittels eines aus dem Zapfen in eine Ausnehmung der Hohlprofilwand
ragenden Bolzens zu befestigen sind.
[0002] Eine solche Verbindung ist aus der DE-PS 28 06 764 bekannt. Die Bolzen sollen nach
dieser Schrift an federnden Zungen sitzen und in die Ausnehmungen der aufgesteckten
Hohlprofile einrasten.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine ähnlich schnell montierbare, aber
stabilere Verbindung zu schaffen. Sie soll insbesondere für den Bau von Gewächshäusern
und vergleichbar in Leichtbauweise ausgeführten Gebäuden, aber auch von Gerüsten,
Gestellen, Regalen u.a. geeignet sein und soll es ermöglichen, dafür Bausätze zur
Verfügung zu stellen.
[0004] Ein Bausatz nach der Erfindung kennzeichnet sich ausgehend von der eingangs genannten
Merkmalskombination dadurch, daß der Bolzen eine in Vorfertigung in den Zapfen eingesetzte,
aber noch nicht angezogene Schraube mit Kopf ist und die Hohlprofile am Ende einen
axialen Schlitz von geringfügig größerer Breite aufweisen, als der Schraubendurchmesser
beträgt, so daß das Hohlprofil unter Aufnahme des Schraubenschaftes in dem Schlitz
unter dem seitlich über den Schlitz überstehenden Kopf der Schraube auf den Zapfen
aufschiebbar ist.
[0005] Hier werden die Hohlprofile gleichfalls einfach mit den Winkel-Verbindern zusammengesteckt.
Das Zusammenstecken ist einfacher als nach der DE-PS 28 06 764; der Bolzen muß dafür
nicht herabgedrückt werden. Stattdessen ist es notwendig, anschließend die Schraube
festzuziehen.
[0006] Nach einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist der Schlitz,
vorzugsweise an seinem Ende, eine konische Erweiterung nach der Profiloberfläche hin
auf und der Kopf der Schraube eine konische Unterseite als Gegenstück.
[0007] Damit entsteht eine in jeder Beziehung formschlüssige Verbindung. Selbst wenn sich
die Schraube geringfügig lockern sollte, kann das Hohlprofil nicht mit dem Schlitz
unter dem Schraubenkopf wegrutschen.
[0008] Noch einmal eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß der
Abstand der konischen Erweiterung vom Ende des Hohlprofils geringfügig größer ist
als der Abstand der Schraube von dem genannten Absatz, der die Hohlprofiloberfläche
dann in gleicher Ebene an dem Winkel-Verbinder fortsetzt.
[0009] Daraus folgt eine zusätzliche Verklemmung des Hohlprofils mit dem Winkel-Verbinder
an dem Absatz. Maßabweichungen sowohl des Schraubensitzes in dem Zapfen als auch der
konischen Erweiterung in dem Hohlprofil werden eliminiert.
[0010] Das Gewinde für die Schraube in dem Winkel-Verbinder kann, abgesehen vom üblichen
Schneiden, auf verschiedene Weisen eingerichtet werden. Bei Herstellung des Winkel-Verbinders
im Präzisionsguß kann es mitgegossen werden. Insbesondere ein Winkel-Verbinder aus
Aluminium kann auch einen Sitz für eine Mutter erhalten, die darin eingeklemmt wird.
Es kann auch die Schraube durch eine Bohrung hindurch in eine in einen Kanal des Zapfens
eingeschobene Vierkantmutter greifen, wobei die Vierkantmutter durch die Schraube
gegen Verschiebung in dem Kanal gehalten ist.
Es versteht sich, daß die Mutter selbst so gehalten sein sollte, daß die in Vorfertigung
eingesetzte Schraube in ihrer Axialrichtung genügend gehalten ist, d.h. sicher so
weit aus dem Zapfen herausragt, daß das Hohlprofil ohne weiteres unter ihrem Kopf
eingeschoben werden kann.
[0011] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weisen die Hohlprofile auf einer
Seite einen durchgehenden Schlitz auf zur Aufnahme eines Befestigungsprofils für Glasscheiben
oder auch undurchsichtige Bauplatten, und diese Schlitze liegen den erstgenannten
Schlitzen auf dem Hohlprofilquerschnitt gegenüber.
Hier erlaubt es die erfindungsgemäße Verbindung auch, daß auf den Zapfen in Ergänzung
zu den durchgehenden Schlitzen der Hohlprofile Nuten ausgebildet sind zur Aufnahme
von unter den durchgehenden Schlitzen im Hohlprofilquerschnitt liegenden Teilen der
Befestigungsprofile. Die Nuten können sich auch über die Zapfen hinaus an den Winkel-Verbindern
fortsetzen; die, in derselben Ebene liegenden, Nuten verschiedener Zapfen treffen
sich und gehen ineinander über.
[0012] Die Zeichnungen geben Ausführungsbeispiele der Erfindung wieder.
- Fig. 1
- zeigt einen Winkel-Verbinder in isometrischer Darstellung,
- Fig. 2
- zeigt einen Schnitt nach Linie II-II in Fig. 1,
- Fig. 3
- zeigt das Ende eines Hohlprofiles in Ansicht,
- Fig. 4
- zeigt etwa in einem Fig. 2 entsprechenden Schnitt den Winkel-Verbinder mit aufgesteckten
Hohlprofilenden,
- Fig. 5
- zeigt einen Schnitt nach Linie V-V in Fig. 4,
- Fig. 6
- bis 8 zeigen weitere Winkel-Verbinder in isometrischer Darstellung und
- Fig. 9
- zeigt in einem Fig. 2 entsprechenden Schnitt eine Abwandlung.
[0013] Bei dem Winkel-Verbinder 1 nach Fig. 1 stehen von einem würfelförmigen Zentralteil
2 drei Zapfen 3, 4 und 5 auf den Raumkoordinaten ab. Die Zapfen haben quadratischen
Querschnitt mit abgerundeten Kanten.
Auf den beiden Außenseiten, bezogen auf den Raumwinkel, des Zapfens 5 verläuft jeweils
eine flache, breite Nut 6 bzw. 7. Die Nut 6 setzt sich fort in das Zentralteil 2 und
geht aus diesem über in eine an der einen Außenseite des Zapfens 3 verlaufende Nut
8. In gleicher Weise geht die Nut 7 über in eine in Fig. 1 nicht sichtbare, in Fig.
2 gestrichelt erscheinende Nut 9.
Am Boden jeder Nut 6 bis 9 ist in dem Zapfen 3 bzw. 4 bzw. 5 ein Sitz 10 für eine
Mutter 11 (Fig. 4, 5) ausgenommen, an den sich eine bis zur anderen Seite des Zapfens
durchgehende Bohrung 12 für eine Schraube 13 (Fig. 4, 5) anschließt.
[0014] In dem fertigen Winkel-Verbinder ist in den Sitz 10 der Zapfen 3 und 4 und in einen
der beiden Sitze 10 des Zapfens 5 jeweils eine Mutter 11 eingepreßt, und in diese
Mutter ist jeweils eine Schraube 13 so weit eingedreht, bis die Unterseite ihres Kopfes
14 etwa in der zu der betreffenden Zapfenoberfläche parallelen Oberflächenebene des
Zentralteils 2 liegt. Fig. 4 zeigt die Schrauben 13 schon ein wenig mehr angezogen.
[0015] Das in Fig. 3 dargestellte Hohlprofil 15 hat einen quadratischen Querschnitt, mit
dem es auf die Zapfen 3 bis 5 paßt. An seinem Ende ist ein axialer Schlitz 16 eingeschnitten.
An dessen innerem Ende ist ein Hohlkonus 17 ausgebildet. Der Schaft der Schraube 13
paßt in den Schlitz 16. Der Hohlkonus 17 ist der konischen Unterseite des Kopfes 14
der Schraube 13 angepaßt.
[0016] An der dem Schlitz 16 gegenüberliegenden Seite weist das Hohlprofil 15 einen durchgehenden
Schlitz 18 (Fig. 4, 5) auf.
[0017] Beim Zusammenbau werden die Enden der Hohlprofile 15 auf die Zapfen 3 bis 5 gesteckt.
Der Schlitz 16 nimmt dabei den Schaft der Schraube 13 auf. Kommt die Stirnseite des
Hohlprofils 15 an dem Zentralteil 2, dessen Würfelflächen gleich der Gesamtquerschnittsfläche
der Hohlprofile 15 sind, zum Anschlag, so hat der Hohlkonus 17 seine Stellung unter
dem Kopf 14 der Schraube 13 erreicht. Er liegt in dieser der Anstoßfläche 19 an dem
Zentralteil 2 ein klein wenig ferner als der Kopf 14. Wird dieser nun angezogen, so
drückt er das Hohlprofil 15 gegen den Zentralteil 2.
[0018] Mittels in die durchgehenden Schlitze 18 eingeschobener Befestigungsprofile, deren
innerhalb des Hohlprofiles liegende Teile in den Nuten 6 und 8 Platz finden und in
diesen auch in das Zentralteil 2 hineingeführt werden können, lassen sich Glasscheiben
oder andere Platten an den Hohlprofilen 15 befestigen.
So kann beispielsweise ein gesamtes Gewächshaus mit allen seinen Teilen in Vorfertigung
hergestellt und als Bausatz geliefert werden zur einfachen und leichten Montage auch
durch den Verwender selbst. Gleichermaßen einfach läßt sich das Gebäude o.a. abbauen,
z.B. um versetzt zu werden oder um für den Wiedergebrauch aufbewahrt zu werden. Beispiele
für dabei weiter verwendete Winkelelemente zeigen Fig.6 bis 8; das Winkelelement nach
Fig. 8 ist beispielsweise für den Übergang vom geneigten Dach zur senkrechten Wand
vorgesehen.
[0019] An den beiden Rändern des durchgehenden Schlitzes 18 könnte die Hohlprofilwandung
auch etwas nach innen abgekantet sein. Soweit erforderlich, könnten die Nuten 6 bis
9 dann etwas tiefer bemessen werden.
[0020] In Fig. 9 ist die in einen Sitz 10 eingepreßte Mutter 11 ersetzt durch eine in einen
Kanal 20 eingeschobene Vierkantmutter 21. Der Kanal 20 erstreckt sich von der Stirnseite
her in den Zapfen.
[0021] Die in den Zeichnungen dargestellten Winkel-Verbinder 1 und Hohlprofile 15 sind für
eine Ausführung in Aluminium gedacht. Selbstverständlich kommen auch andere Materialien
in Betracht. So könnten die Winkel-Verbinder aus Stahlguß bestehen oder auch aus Kunststoff.
Die Hohlprofile könnten verzinkte Stahlprofile sein. Für anspruchsvollere Verwendungen,
etwa Gerüste im Messebau, Trennwände o.a. kann auch Edelstahl gewählt werden.
1. Bausatz für Skelett-Bau mit Hohlprofilen (15) und Winkel-Verbindern (1), die Zapfen
(3;4;5) aufweisen, auf die die Hohlprofile (15), insbesondere bis zu einem Absatz
(19), aufsteckbar sind und auf denen sie mittels eines aus dem Zapfen (3;4;5) in eine
Ausnehmung (16,17) der Hohlprofilwand ragenden Bolzens (13) zu befestigen sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Bolzen (13) eine in Vorfertigung in den Zapfen (3;4;5) eingesetzte, aber noch
nicht angezogene Schraube (13) mit Kopf (14) ist und die Hohlprofile (15) am Ende
einen axialen Schlitz (16) von geringfügig größerer Breite aufweisen, als der Schraubendurchmesser
beträgt, so daß das Hohlprofil (15) unter Aufnahme des Schraubenschaftes in dem Schlitz
(16) unter dem seitlich über den Schlitz (16) überstehenden Kopf (14) der Schraube
(13) auf den Zapfen (3;4;5) aufschiebbar ist.
2. Bausatz nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schlitz (16), vorzugsweise an seinem Ende, eine konische Erweiterung (17)
nach der Profiloberfläche hin aufweist und der Kopf (14) der Schraube (13) eine konische
Unterseite als Gegenstück aufweist.
3. Bausatz nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Abstand der konischen Erweiterung (17) vom Ende des Hohlprofils (15) geringfügig
größer ist als der Abstand der Schraube (13) von dem genannten Absatz (19).
4. Bausatz nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schraube (13) in eine klemmend in dem Zapfen (3;4;5) sitzende Mutter (11)
greift.
5. Bausatz nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schraube (13) durch eine Bohrung (12) hindurch in eine in einen Kanal (20)
des Zapfens eingeschobene Mutter (21), vorzugsweise Vierkantmutter (21), greift, wobei
die Mutter (21) durch die Schraube (13) gegen Verschiebung in dem Kanal (20) gehalten
ist.
6. Bausatz nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Hohlprofile (15) auf einer Seite einen durchgehenden Schlitz (18) aufweisen
zur Aufnahme von, insbesondere aus elastischem Profil bestehenden, Befestigungselementen
für Wand- und Dachbauplatten, insbesondere in Form von Glasscheiben, und diese Schlitze
(18) den erstgenannten Schlitzen (16) auf dem Hohlprofilquerschnitt gegenüberliegen.
7. Bausatz nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf den Zapfen (3;4;5) in Ergänzung zu den durchgehenden Schlitzen (18) der Hohlprofile
(15) Nuten (6;7;8;9) ausgebildet sind zur Aufnahme von unter den durchgehenden Schlitzen
(18) im Hohlprofilquerschnitt liegenden Teilen der Befestigungselemente.
8. Bausatz nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich die Nuten (6;7;8;9) über die Zapfen (3;4;5) hinaus an den Winkel-Verbindern
(1) fortsetzen und die, in derselben Ebene liegenden, Nuten verschiedener Zapfen sich
(6;8 bzw. 7;9) treffen und ineinander übergehen.