[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Abstützung eines Wagenkastens auf einem
Laufwerk für ein mindestens ein Laufwerk aufweisendes Fahrzeug, insbesondere ein Schienenfahrzeug,
umfassend zumindest drei ansteuerbare Aktuatoren, vorzugsweise Hydraulikzylinder,
welche mit einem Ende am Wagenkasten und dem anderen Ende am Laufwerk angelenkt und
mit Hilfe einer elektronischen Regelungseinrichtung betätigbar sind, wobei zumindest
ein Aktuator im wesentlichen horizontal und quer zur Fahrtrichtung und zumindest je
ein Aktuator zu beiden Seiten der Längsachse des Wagenkastens angeordnet ist.
[0002] Um im Falle einer Kurvenfahrt mit höherer Geschwindigkeit die auf die Reisenden wirkenden
Querbeschleunigungen zu verringern, sind bereits Abstützeinrichtungen bei Schienenfahrzeugen
bekannt, welche den Wagenkasten aktiv um seine Längsachse zur Bogeninnenseite hin
neigen. Dazu wird der Wagenkasten beispielsweise mit Hilfe eines Rollen- oder Pendelsystems
auf dem Drehgestell gelagert. Mittels Kurvenerkennungssensoren wird über ein Regelsystem
während der Bogenfahrt die Neigung des Wagenkastens eingestellt, wobei der Drehpunkt
dabei etwa in Schwerpunkthöhe des Wagenkastens liegt. Weiters sind auch pneumatische
oder hydropneumatische Lagerungen bekannt, beispielsweise aus der AT-PS 316 631.
[0003] Aus der WO 90/00485 ist eine Anordnung bekannt, bei der zwei vertikal und zu beiden
Seiten der Längsachse des Wagenkastens angeordnete Kraft-Stellglieder in Verbindung
mit einem horizontal angeordneten Kraft-Stellglied eine aktive Bewegung des Wagenkastens
ermöglichen.
[0004] Des weiteren ist in der DE-OS 37 11 907 eine gleisbogenabhängige Wagenkastenneigungssteuerung
für Luftfeder-Drehgestelle beschrieben. In der darin gezeigten Anordnung stützen sich
die Luftfederbälge der Sekundärfederung über vertikale Zylinder zu beiden Seiten der
Längsachse des Wagenkastens auf dem Drehgestell ab. Die unteren Felgen der Luftfederbälge
sind starr mit einer quer zur Fahrtrichtung angeordneten Wippe verbunden, welche mit
Hilfe von Horizontalzylindern seitlich verschoben werden kann. Durch die aufeinander
abgestimmte Bewegung der Vertikal- und Horizontalzylinder läßt sich der virtuelle
Drehpunkt, d. h. die Wankpolhöhe unabhängig von der Grundkonstruktion und der Schwerpunktslage
des Wagenkastens in weitem Umfang variieren.
[0005] Die oben charakterisierten, bislang bekannten aktiven Wagenkasten Neigungseinrichtungen
mit Rollen- oder Pendelsystem, bzw. mit den vertikal angeordneten Aktuatoren in Verbindung
mit einer durch Horizontalzylinder verschiebbaren Wippe od. dgl. haben den Nachteil,
daß sie in einer eigenen Stufe über oder unterhalb der Sekundärfederstufe bzw. oberhalb
des Laufwerkes, zwischen diesem und dem Wagenkasten angeordnet sind, und daher ein
in vertikaler Richtung erhöhter Platzbedarf der Abstützungseinrichtung resultiert.
Dies verringert entweder das Platzangebot im Inneren des Wagenkastens oder macht einen
höheren Aufbau mit ungünstigeren Verhältnissen nötig. Darüberhinaus erfordern diese
Neigungseinrichtungen einen erhöhten Fertigungs- und Instandhaltungsaufwand.
[0006] Im Zusammenhang mit der Abstützung von Fahrzeugen sind Vorrichtungen bekannt, welche
die Schwingungen eines Fahrzeugaufbaues bzw. Wagenkastens aktiv oder semi-aktiv mit
Hilfe von elektronischen Regeleinrichtungen beeinflussen. So werden beispielsweise
bei aktiven Systemen, wie in der DE-OS 38 41 771 beschrieben ist, die Kammern eines
doppelt wirkenden hydraulischen Kolben-Zylinder-Aggregates über eine reaktionsschnell
umschaltbare Ventilanordnung mit einer Druckquelle oder einem Reservoir verbunden,
um die jeweils gewünschte Abstützkraft einzustellen und das Ein- oder Ausfedern des
Rades relativ zum Aufbau zu unterstützen oder diesem entgegenzuwirken. Zur Steuerung
der Ventile sind diese über eine Regelungseinrichtung mit am Rad und am Fahrzeugaufbau
vorhandenen Kraft- und Wegaufnehmern verbunden. Bei semi-aktiven Systemen sind anstelle
der aktiv ansteuerbaren Aggregate elektronisch regelbare Dämpfungsaggregate parallel
zu passiven Federelementen angeordnet. Dabei sind diese Dämpfer wiederum über elektronische
Steuereinrichtungen in ihrer Eigenschaften mehr oder weniger schnell veränderbar,
um das Dämpfungsverhalten der jeweiligen Situation anzupassen. Wie beispielsweise
in der EP-A-344 445 beschrieben ist, kann ein Dämpfungsglied mit einem steuerbaren
Drosselventil versehen sein, um diese Funktion zu gestatten.
[0007] Derartige als Aktuatoren bezeichnete ansteuerbare Stellglieder, wie sie in Verbindung
mit den letztgenannten Systemen beschrieben wurden, können auch bei einer Einrichtung
zur Abstützung eines Schienenfahrzeuges zum Einsatz kommen. Dabei können durch die
besagten Aktuatoren sowohl gleisbogenabhängige Wagenkastenneigungen zur Reduzierung
der auf die Passagiere wirkenden Querbeschleunigung sowie eine aktive oder semi-aktive
Beeinflussung der Fahrzeugschwingungen in horizontaler und vertikaler Richtung bewirkt
werden. In der EP-A-390 546 ist ein Schienenfahrzeug-System mit Aktuatoren beschrieben,
welche mit Hilfe von elektronischen Einrichtungen eine Beeinflussung der vertikalen
Fahrzeugschwingungen zusammen mit einer aktiven Wagenkastenneigung ermöglichen.
[0008] Schließlich lassen sich hydropneumatische Lagerungen und aktive Stellzylinder auch
zur Niveauregulierung verwenden, um bei unterschiedlicher Belastung des Fahrzeuges
einen gleichbleibenden Bodenabstand des Wagenkastens bzw. einen gleichbleibenden Abstand
zum Bahnsteig zu gewährleisten.
[0009] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es daher, eine Einrichtung zur Abstützung
eines Wagenkastens auf einem Laufwerk zu entwerfen, welche bei möglichst geringem
Platzbedarf und geringem fertigungsmäßigen sowie regelungstechnischen Aufwand einerseits
den Wagenkasten während einer schnellen Kurvenfahrt zur Bogeninnenseite hin neigt
und anderseits eine besonders gute Anpassung des Abstützungsverhaltens der Sekundärfederungsstufe
an die Gegebenheiten der Gleistrassenführung und der Gleisunebenheiten sowohl in vertikaler
als auch in horizontaler Richtung ermöglicht.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäße dadurch gelöst, daß die mindestens drei Aktuatoren
im wesentlichen tangential an Kreisbahnen um einen, etwa in Schwerpunkthöhe des Wagenkastens
liegenden virtuellen Drehpunkt angeordnet und über sphärische Gelenke direkt am Wagenkasten
tangential und auch am Laufwerk angelenkt sind. Tangentiale Anlenkung bedeutet, daß
an der Verbindungsstelle von Aktuator und Wagenkasten die Längsachse des Aktuators
und die gedachte Linie von der Verbindungsstelle zum virtuellen Drehpunkt normal aufeinander
stehen. Als Aktuatoren kommen vorzugsweise Hydraulikzylinder zum Einsatz, welche durch
die tangentiale Anordnung sowie Anlenkung während des Neigevorganges eine weitgehend
lineare Hubbewegung oder Einfahrbewegung ausführen und das unter dem Fahrzeugkasten
am Laufwerk zur Verfügung stehende Einbauvolumen optimal ausnutzen. Durch den in bezug
auf eine vertikale Ebene schrägen Einbau der Aktuatoren sind große Zylinder-Hubbewegungen
möglich, ohne dar dadurch der nutzbare Raum im Wagenkasten beeinträchtigt würde. Schließlich
hat der zum virtuellen Drehpunkt tangentiale Einbau und die tangentiale Anlenkung
der Aktuatoren zur Folge, daß die Hubbewegungen für die in der Praxis erforderlichen
Neigungen des Wagenkastens weitestgehend linear erfolgen, und dadurch die elektronische
Regelungseinrichtung wesentlich vereinfacht wird. Zufolge der tangentialen Anlenkung
der Aktuatoren muß der quer zur Fahrtrichtung angeordnete Aktuator nicht wie bei den
herkömmlichen Konstruktionen mit vertikal angeordneten Zylindern allein die Aufgabe
der seitlichen Verschiebung des Wagenkasten-Untergestells übernehmen, um den virtuellen
Drehpunkt einzustellen. Der quer zur Fahrtrichtung angeordnete Aktuator dient darüberhinaus
zur Stabilisierung und für kleinere Korrekturen der Lage des virtuellen Drehpunktes.
[0011] Der Wagenkasten kann natürlich über konventionelle Sekundär-Federeinrichtungen, wie
beispielsweise Stahlschraubenfedern, auf dem Laufwerk abgestützt sein. Eine platzmäßig
besonders günstige Variante ergibt sich jedoch gemäß einem zusätzlichen Merkmal der
Erfindung dann, wenn jedem seitlichen Aktuator eine Feder-Dämpfungseinrichtung, vorzugsweise
auf hydropneumatischer Basis, zugeordnet ist und vorzugsweise der Aktuator und die
Feder-Dämpfungseinrichtung eine kompakte Baueinheit bilden. Während hydraulisches
Medium aus einem der seitlich angeordneten Aktuatoren zum gegenüberliegenden Aktuator
geführt wird, um den Wagenkasten zu neigen, ist zur Erfüllung der Federungs-Dämpfungsaufgabe
ein vorzugsweise im Aktuator integrierter Federungskolben über Dämpfungsventile mit
einem hydropneumatischen Druckspeicher verbunden, welcher beim Einfederungshub des
Kolbens hydraulisches Medium aufnimmt und beim Ausfederungshub hydraulisches Medium
in die Kammern des Kolben-Zylinderaggregates nach führt. Eine derartige Anordnung
hat den Vorteil, daß durch Veränderung der Gesamtmenge an hydraulischem Medium gleichzeitig
in besonders einfacher Weise eine Niveauregulierung des Wagenkastens realisierbar
ist. Der Raum zwischen Laufwerk und Unterseite des Wagenkastens wird nicht durch zusätzliche
Einrichtungen, wie beispielsweise die Wippe der DE-OS 37 11 907 oder ähnliche Einrichtungen
eingenommen oder durch das Anordnen von Aktuatoren und Sekundärfederung übereinander
eingeschränkt, sodaß der besagte Abstand auf ein Mindestmaß verringert werden kann.
Auch bei der soeben beschriebenen Variante können natürlich zusätzlich konventionelle
Federeinrichtungen zwischen Drehgestell und Wagenkasten vorgesehen sein, um beispielsweise
die Aufgabe einer Notfederung bei Ausfall der hydropneumatischen Feder-Dämpfeinrichtung
zu übernehmen. Diese übernehmen teilweise die Aufgabe der Sekundärfederung zwischen
Laufwerk und Wagenkasten, und können bei einem Ausfall der aktiven Wagenkasten-Neigungseinrichtung
den Wagenkasten in die Ruhelage zurückbringen.
[0012] Selbstverständlich kann auch dem horizontal und quer zur Fahrtrichtung liegenden
Aktuator eine Feder-Dämpfungseinrichtung zugeordnet sein. Auch diese ist vorzugsweise
auf hydropneumatischer Basis aufgebaut und gestattet es, die bereits oben angegebenen
Möglichkeiten der Beeinflussung und vorteilhaften Auswirkungen auch für die Querfederung
vorzusehen.
[0013] Vorzugsweise sind die zu beiden Seiten der Längsachse angeordneten Aktuatoren mit
dem querliegenden Aktuator steuerungsmäßig gekoppelt, sodaß in Abhängigkeit von der
Betätigung der seitlichen Aktuatoren der querliegende Aktuator derart betätigbar ist,
daß der virtuelle Drehpunkt in seiner ursprünglichen Lage verbleibt. Geringe Abweichungen
des virtuellen Drehpunktes von der Fahrzeugmittelachse können vorteilhafterweise mittels
der Ansteuerung des quer liegenden Aktuators korrigiert werden.
[0014] Die Ansteuerung der seitlichen Aktuatoren erfolgt in vorteilhafterweise über einen
zentralen Verschiebezylinder.
[0015] Um eine Wankunterstützung für den Wagenkasten auf semi-aktiver Basis zu realisieren
und auch bei Geradeaus-Fahrt die Stabilisierung des Wagenkastens bei Auftreten von
seitlichen Stößen und dadurch induzierten Wankschwingungen zu ermöglichen, ist gemäß
einem zusätzlichen Merkmal vorgesehen, daß je der Feder-Dämpfungseinrichtung jedes
Aktuators eine elektronische Einrichtung zur Veränderung des Dämpfungswiderstandes
zugeordnet ist. Dadurch kann der Dämpfungswiderstand derart eingestellt werden, daß
unerwünschten Wankbewegungen entgegengewirkt wird, ohne eine Verschlechterung des
Fahrkomforts hinnehmen zu müssen. Beispielsweise können die Drosselwiderstände der
Dämpfungsventile mit Hilfe von Weg- und Beschleunigungssensoren, welche am Wagenkasten
und an den Zylinderaggregaten angeordnet sind, und einer Regeleinrichtung reaktionsschnell
zur Modulierung der Dämpfungscharakteristik verändert werden.
[0016] In Längsrichtung ist beispielsweise der Wagenkasten mittels Zug- bzw. Druckstangen
am Laufwerk abgestützt. Weiters ist eine Möglichkeit einer Ausdrehbewegung in der
Horizontalebene zwischen Laufwerk bzw. Drehgestell und dem Wagenkasten bzw. der beschriebenen
Abstützeinrichtung vorzusehen. Die erfindungsgemäße Einrichtung ist selbstverständlich
sowohl für angetriebene als auch antriebslose Laufwerke und Drehgestelle anwendbar.
[0017] Um Torsionsmomente um die Längsachse des Wagenkastens zu vermeiden und eine sichere
Abstützung des Wagenkastens zu gewährleisten, ist bei einem Fahrzeug, insbesondere
einem Schienenfahrzeug, mit einem Wagenkasten und zumindest zwei Laufwerken vorteilhafterweise
vorgesehen, daß jedes Laufwerk über je eine Einrichtung gemäß einer der vorangehend
beschriebenen Ausführungen mit dem Wagenkasten verbunden ist, wobei sämtliche Aktuatoren
des Fahrzeuges von einer gemeinsamen Regeleinrichtung betätigbar sind.
[0018] Die grundlegenden Merkmale der Erfindung sollen anhand der beispielhaften beigefügten
Zeichnungsfiguren nachfolgend näher erläutert werden. Dabei zeigt
Fig. 1 einen schematischen Querschnitt durch einen Wagen eines Schienenfahrzeuges
in der Ruhelage und
Fig. 2 eine Ansicht entsprechend der Fig. 1, jedoch in geneigter Position und zusammen
mit passiven Federelementen.
[0019] In den Figuren ist mit 1 der Wagenkasten bezeichnet, welcher auf einem beliebigen
Laufwerk 2, beispielsweise einem Drehgestell, abgestützt ist. Der virtuelle Drehpunkt
in der Ebene des Querschnittes ist mit M bezeichnet. Sowohl die beiden Aktuatoren
3 zu beiden Seiten der Längsachse des Wagenkastens 1 als auch der horizontal und quer
zur Fahrtrichtung angeordnete Aktuator 4 sind erfindungsgemäß in tangentialer Richtung
bezüglich dieses virtuellen Drehpunktes M angeordnet und auch mit einem Ende an der
Unterseite des Wagenkastens 1 tangential und mit dem anderen Ende am Laufwerk 2 angelenkt.
[0020] Fig. 2 zeigt den Wagenkasten in einer um ca 6° geneigten Stellung. Wie zu erkennen
ist, sind sowohl die seitlichen Aktuatoren 3 als auch der querliegende Aktuator 4
annähernd linear aus- bzw. eingefahren und die Stellung ihrer Längsachsen im Raum
hat sich gegenüber der in Fig. 1 dargestellten Ruhelage oder auch Mittelstellung nicht
bzw. nur unwesentlich verändert.
[0021] Die allenfalls vorgesehenen passiven Federelemente zwischen Wagenkasten 1 und Laufwerk
2 sind in Fig. 2 dargestellt und mit 5 bezeichnet. Diese passiven Federelemente 5
müssen, wie dargestellt, eine ausreichende seitliche Flexibilität aufweisen, um die
seitliche Auslenkung ihrer Anbringstelle an der Unterseite des Wagenkastens 1 im Fall
der Neigung derselben zu ermöglichen.
1. Einrichtung zur Abstützung eines Wagenkastens auf einem Laufwerk für ein mindestens
ein Laufwerk aufweisendes Fahrzeug, insbesondere ein Schienenfahrzeug, umfassend zumindest
drei ansteuerbare Aktuatoren, vorzugsweise Hydraulikzylinder, welche mit einem Ende
am Wagenkasten und dem anderen Ende am Laufwerk angelenkt und mit Hilfe einer elektronischen
Regelungseinrichtung betätigbar sind, wobei zumindest ein Aktuator im wesentlichen
horizontal und quer zur Fahrtrichtung und zumindest je ein Aktuator zu beiden Seiten
der Längsachse des Wagenkastens angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens
drei Aktuatoren (3, 4) im wesentlichen tangential an Kreisbahnen um einen etwa in
Schwerpunkthöhe des Wagenkastens (1) liegenden virtuellen Drehpunkt (M) angeordnet
und über sphärische Gelenke direkt am Wagenkasten (1) tangential und am Laufwerk (2)
angelenkt sind.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zu beiden Seiten der
Längsachse angeordneten Aktuatoren (3) mit dem quer liegenden Aktuator (4) steuerungsmäßig
gekoppelt sind, sodaß in Abhängigkeit von der Betätigung der seitlichen Aktuatoren
(3) der quer liegende Aktuator (4) derart betätigbar ist, daß der virtuelle Drehpunkt
(M) in seiner ursprünglichen Lage verbleibt.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ansteuerung der seitlichen
Aktuatoren (3) über einen zentralen Verschiebezylinder erfolgt.
4. Einrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedem seitlichen Aktuator
(3) eine Feder-Dämpfungseinrichtung, vorzugsweise auf hydropneumatischer Basis, zugeordnet
ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß dem horizontal und
quer zur Fahrtrichtung liegenden Aktuator (4) eine Feder-Dämpfungseinrichtung, vorzugsweise
auf hydropneumatischer Basis, zugeordnet ist.
6. Einrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der jeweilige Aktuator
und die Feder-Dämpfungseinrichtung eine kompakte Baueinheit bilden.
7. Einrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Feder-Dämpfungseinrichtung
jedes Aktuators eine elektronische Einrichtung zur Veränderung des Dämpfungswiderstandes
zugeordnet ist.
8. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Wagenkasten (1) in Längsrichtung
mittels Zug- und/oder Druckstangen am Laufwerk (2) abgestützt ist.
9. Fahrzeug, insbesondere Schienenfahrzeug, mit einem Wagenkasten und zumindest zwei
Laufwerken, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Laufwerk (2) über je eine Einrichtung
gemäß einem der vorangehenden Ansprüche mit dem Wagenkasten (1) verbunden ist, wobei
sämtliche Aktuatoren (3, 4) des Fahrzeuges von einer gemeinsamen Regeleinrichtung
bestätigbar sind.