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EP 0 529 353 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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17.04.1996 Patentblatt 1996/16 |
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Anmeldetag: 04.08.1992 |
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Gastherme
Gasboiler
Chaudière à gaz
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT NL |
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Priorität: |
23.08.1991 DE 4127822
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.03.1993 Patentblatt 1993/09 |
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Patentinhaber: GRUNDFOS A/S |
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DK-8850 Bjerringbro (DK) |
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Erfinder: |
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- Jensen, Niels Due
DK-8850 Bjerringbro (DK)
- Komossa, Horst
W-2361 Wittenborn (DE)
- Blad, Thomas
DK-8850 Bjerringbro (DK)
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| (74) |
Vertreter: Vollmann, Heiko, Dipl.-Ing. |
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Patentanwälte Wilcken & Vollmann,
Musterbahn 1 D-23552 Lübeck D-23552 Lübeck (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 394 140
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EP-A- 0 460 399
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Gastherme zur Raumheizung und Warmwasserbereitung mit
einem gasbeheizten Primärwärmetauscher und zwei parallel liegenden Heizkreisen und
mit einer elektromotorisch angetriebenen, auf der kalten Seiten des Primärwärmetauschers
angeordneten Kreiselpumpe, die ein druckseitig angeordnetes, drehzahl- oder drehrichtungsgesteuertes
Steuerorgan zur Betätigung eines mit dem Pumpengehäuse verbundenen Schaltorgans aufweist,
welches den einen oder anderen Heizkreis mit dem Primärwärmetauscher in Reihe schaltet.
[0002] Gasthermen sind praktizierter Stand der Technik und werden beispielsweise dort eingesetzt,
wo auf engem Raum Heizungsanlage und Warmwasserbereiter installiert werden müssen.
Solche Geräte werden insbesondere bei der Altbausanierung und in Wohnungen eingesetzt.
Sie umfassen einen gasbeheizten Primärwärmetauscher der zwei Heizkreise, nämlich den
für die Raumheizung und den für die Warmwasserbereitung speist, die parallel geschaltet
sind und in denen das Wasser mittels einer Kreiselpumpe umgewälzt wird. Dabei ist
der Primärwärmetauscher so geschaltet, daß er entweder den einen oder den anderen
als Kreis speist. Bei den heutzutage üblicherweise eingesetzten Gasthermen sind hierzu
eine Vielzahl von Ventilen, Reglern, Sensoren und dergleichen erforderlich. Diese
teils wasser- und/oder stromführenden Bauteile führen zu einem verhältnismäßig komplizierten
Aufbau der Gastberme bei entsprechend hohen Herstellungskosten. Aufgrund der Vielzahl
dieser an verschiedenen Stellen innerhalb der Gastherme vorgesehenen Bauteile ist
deren Zugänglichkeit häufig schwierig, was die Wartung und Reparatur der Gastherme
unnötig verteuert.
[0003] Man hat versucht, den Aufbau einer solchen Gastherme durch die Verwendung von zwei
unabhängig voneinander arbeitenden Umwälzpumpen zu vereinfachen. Die erwarteten Einsparungen
haben sich in der Praxis jedoch nicht erfüllt, denn beim Einsatz von zwei Umwälzpumpen
muß dafür gesorgt werden, daß die für die Warmwasserbereitung verwendete Umwälzpumpe
gegenüber derjenigen für den Heizungskreis vorrangig arbeitet, wozu eine verhältnismäßig
aufwendige Schaltung und Verrohrung beider Pumpen erforderlich ist.
[0004] Des weiteren sind aus EP 0 394 140 A1 Pumpen bekannt, die zur Vereinfachung des Gasthermensystems
führen sollen und mit einem Druckstutzen und zwei Saugstutzen ausgerüstet sind. Bei
diesen Pumpen liegt zwischen dem Laufrad und dem Druckstutzen ein Steuerorgan, daß
je nach Drehrichtung des Laufrades den einen oder anderen Saugstutzen über Hebelmechanismen
durch ein Schaltorgan absperrt, wodurch der Förderstrom durch den Raum- oder Brauchwasserheizkreis
gelenkt werden soll. Jedes auf der Saugseite der Pumpe liegende Schaltorgan verursacht
Druckverluste, erhöht den NPSH-Wert und führt bei Heizungspumpen zur vermehrten Gefahr
der Geräuschbildung, insbesondere aufgrund von Kavitation. Da bei dieser vorgeschlagenen
Lösung in der abgesperrten Leitung ein Überdruck gegenüber dem Saugraum der Pumpe
herrscht, am Schaltorgan also eine Druckdifferenz ansteht, die der Druckdifferenz
zwischen dem Verzweigungspunkt der Heizkreise und dem Saugraum der Pumpe entspricht,
sind das Flächenverhältnis zwischen Steuer- und Schaltorgan sowie das Längenverhältnis
des zweiarmigen Hebels nicht mehr frei wählbar. Die konstruktive Lösung ist kompliziert
und die Schließkraft an dem gegen den Überdruck arbeitenden Schaltorgan gering, so
daß die Funktionssicherheit der Förderstromsteuerung bei den hier üblichen Pumpen
kleiner Leistung nicht zuverlässig gewährleistet ist.
[0005] Aus der nachveröffentlichten EP 0 460 399 A2 (Stand der Technik nach Artikel 54(3)
EPÜ) ist eine Gastherme ähnlicher Art bekannt, bei der die Pumpe auf der warmen Seite
des Primärwärmetauschers angeordnet ist.
[0006] Ausgehend von einer Gastherme mit einer Pumpe, wie sie aus EP 0 394 140 A1 bekannt
ist, liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Gastherme so auszubilden,
daß eine zuverlässige wartungsarme Förderstromsteuerung gewährleistet und die Gefahr
einer Geräuschentwicklung vermindert wird. In weiterer Ausbildung der Erfindung soll
eine kostengünstige Herstellung und Montage erreicht werden. Schließlich soll die
hierzu erforderliche Pumpe geschaffen werden.
[0007] Gemäß der Erfindung wird dies dadurch gelöst, daß das Schaltorgan auf der warmen
Seite des Primärwärmetauschers in der Leitungsführung zu den Heizkreisen liegt.
[0008] Die erfindungsgemäße Lösung hat den Vorteil, daß durch die Anordnung des Schaltorgans
auf der warmen Seite des Primärwärmetauschers die Gefahr der Geräuschentwicklung erheblich
vermindert ist. Die erfindungsgemäße Lösung vermeidet die vorgenannten Nachteile und
ermöglicht bei einfachem und somit kostengünstigen Aufbau der Gastherme ein zuverlässiges
Schalten zwischen den beiden Heizkreisläufen. Da die an der Welle des Schaltorgans
anliegende Druckdifferenz erheblich geringer ist als die bei einem vergleichbaren
Schaltorgan nach dem gattungsbildenden Stand der Technik, kann auf eine besondere
Abdichtung der Welle in der Regel verzichtet werden. Hierdurch sind die Reibungsverluste
beim Schalten des Schaltorgans erheblich geringer, was die Schaltkräfte herabsetzt
und somit die
[0009] Schaltzuverlässigkeit erhöht. Somit wird die erfindungsgemäße Lösung auch für Pumpenaggregate
im Leistungsbereich unter 100 Watt funktionssicher.
[0010] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den weiteren Ansprüchen,
der nachfolgenden Beschreibung sowie den Figuren zu entnehmen.
[0011] Bevorzugt ist die Ausbildung der Gastherme der Gestalt, daß ein Teil der von der
Pumpe erzeugten Druckdifferenz am Schaltorgan als Schließkraft wirkt. Eine solche
Ausbildung kann durch entsprechende Wahl des Schaltorgans erfolgen, in dem beispielsweise
als Schaltorgan statt eines Schieberventils ein Klappen- oder Sitzventil eingesetzt
wird. Eine solche Ausbildung erhöht die Schaltzuverlässigkeit, da die jeweilige Schaltstellung
fluidisch unterstützt wird.
[0012] Eine besonders vorteilhafte Bauform ergibt sich, wenn der Schaltkörper des Schaltorgans
in einer Kammer des Pumpengehäuses angeordnet ist, die von dem unmittelbar durch die
Pumpe fließenden Förderstrom getrennt ist. Hierunter ist zu verstehen, daß der momentan
durch die Pumpe fließende Förderstrom von dem momentan durch die Kammer fließenden
Strom getrennt ist, auch wenn es sich letztlich um den selben Fluidstrom handelt.
Eine solche Ausführung stellt praktisch eine Baueinheit aus Pumpe und Ventil dar,
wobei das Ventil durch die Strömungskräfte der Pumpe gesteuert ist.
[0013] Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Schaltorgan einen Schließkörper aufweist,
der mit einer durch eine Wand des Pumpengehäuses geführte Welle verbunden ist, mit
der das Steuerorgan drehfest verbunden ist. Diese Wand trennt dann den unmittelbar
durch die Pumpe fließenden Förderstrom von dem durch die Kammer fließenden Förderstrom.
Die Wellendurchführung durch die Wand gewährt auch ohne Abdichtung wegen der verhältnismäßig
geringen Druckdifferenz nur geringe Überströmverluste. Durch Wahl von Form und Größe
des Schließkörpers bzw. des Steuerorgans sowie ggf. der Hebel, mit denen sie auf der
Welle sitzen, können die Bauteile zum Erhalt der erforderlichen Schaltkräfte entsprechend
angepaßt werden.
[0014] Konstruktiv von Vorteil ist es, wenn das Steuerorgan und der Schließkörper des Schaltorgans
mit der Welle ein Bauelement bilden, das zusammen mit einer von der Welle durchsetzten
Zwischenwand des Pumpengehäuses und einem Rohrabschnitt der Saugseite der Pumpe eine
Montageeinheit bildet, die druckfest und dicht in das Pumpengehäuse eingegliedert
ist. Eine solche Montageeinheit kann günstig gefertigt und vormontiert und sodann
in das Pumpengehäuse eingesetzt werden. Im Falle von Wartungs- und Reparaturarbeiten
können die Bauteile mit geringem Aufwand demontiert werden.
[0015] Bevorzugt ist eine Ausführung, bei der die Montageeinheit als in das Pumpengehäuse
einschiebbare Patrone ausgebildet ist. Eine solche, im wesentlichen als Zylinderkörper
ausgebildete Patrone kann mit einfachen Mitteln innerhalb des Pumpengehäuses abgedichtet
werden und aufgrund der runden Außenkontur kostengünstig bearbeitet werden.
[0016] Ein für die erfindungsgemäße Therme ausgebildetes Pumpenaggregat ist durch die in
den Ansprüchen 7 bis 10 aufgeführten Merkmale gekennzeichnet. Ein solches Pumpenaggregat
ist bevorzugt zum Einsatz in Gasthermen geeignet. Sein Einsatz beschränkt sich jedoch
nicht hierauf, das Pumpenaggregat kann beispielsweise auch in anderen Heizanlagen,
in Solarwärmeanlagen und dergleichen eingesetzt werden. Auch ist ein Einsatz denkbar,
bei dem das Schaltorgan einen vom Förderstrom der Pumpe völlig unabhängigen und davon
getrennten Fluidstrom steuert.
[0017] Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen
erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- in schematischer Darstellung den Aufbau einer Gastherme,
- Figur 2
- einen Längsschnitt durch ein Pumpenaggregat mit integriertem Schaltorgan der Gastherme
nach Figur 1,
- Figur 3
- einen Schnitt längs der Schnittlinie III-III in Figur 2,
- Figur 4
- einen Schnitt längs der Schnittlinie IV-IV in Figur 2,
- Figur 5
- in vergrößerter Darstellung eine perspektivische Ansicht einer Montageeinheit des
Pumpenaggregats nach Figur 2,
- Figur 6
- eine perspektivische Darstellung der Montageeinheit nach Figur 5 in rückwärtiger Ansicht
und
- Figur 7
- einen Längsschnitt durch eine weitere Ausführung des Pumpenaggregats in Darstellung
nach Figur 2.
[0018] Die in Figur 1 dargestellte Gastherme 1 weist einen Gasbrenner 2, einen davon beheizbaren
Primärwärmetauscher 3 und eine Kreiselpumpe 4 auf. Die Kreiselpumpe 4 ist auf der
kalten Seite des Primärwärmetauschers 3 installiert, sie drückt den Förderstrom durch
die Leitung 5 in den Primärwärmetauscher.
[0019] Das im Primärwärmetauscher 3 erwärmte Wasser strömt dann durch eine Leitung 6 zu
einem mit der Pumpe 4 zu einer Baueinheit vereinigten Schaltorgan 7. Das Schaltorgan
7 verbindet die Leitung 6 mit einem von zwei Heizkreisen.
[0020] Der Brauchwasserheizkreis ist in ausgezogenen Linien dargestellt und mit 8 gekennzeichnet.
Diesem Heizkreis 8 ist ein Sekundärwärmetauscher 9 eingegliedert, in dem das zu erwärmende
Brauchwasser erwärmt und über die Leitung 10 einer Entnahmestelle 11 zugeführt wird.
Dieser Heizkreis 8 ist über eine Leitung 12 mit einem der Pumpe 4 vorgeschalteten
Schmutzfänger 13 sowie einem zwischen Schmutzfänger und Pumpe eingegliederten Luftabscheider
14 verbunden. Das den Sekundärwärmetauscher 9 verlassende Wasser wird also über die
Leitung 12 zum Saugstutzen der Pumpe 4 und durch diese erneut zum Primärwärmetauscher
3 und dann wieder erwärmt durch die Leitung 6 dem Heizkreis 8 zugeführt.
[0021] Durch Drehrichtungswechsel der Kreiselpumpe 4 wird das Schaltorgan 7 umgeschaltet,
so daß der Eingang des Heizkreises 8 abgesperrt und die vom Primärwärmetauscher 3
kommende Leitung 6 mit dem in unterbrochener Linie dargestellten weiteren Heizkreis
15 verbunden ist. Dieser Heizkreis 15 weist eine oder mehrere Sekundärwärmetauscher
16 in Form von Heizkörpern auf, denen ein thermostatgesteuertes Ventil 17 vorgeschaltet
ist, wie dies heutzutage bei Raumheizungsanlagen üblich ist. Der Heizkreis 15 mündet
in die Leitung 12, die diesen über den Schmutzfänger 13, den Luftabscheider 14 und
der Pumpe 4 der zum Primärwärmetauscher 3 führenden Leitung 5 und danach erwärmt der
Leitung 6 und somit erneut diesem Heizkreis 15 zuführt. Das Ventil 17 ist in an sich
bekannter Weise über eine Bypaßleitung 45 unter Umgehung des Sekundärwärmetauschers
16 mit dem Ausgang des Heizkreiss 15 verbunden, so daß auch bei geschlossenem Ventil
17 der Heizkreis 15 nicht unterbrochen ist.
[0022] Die Funktionsweise der vorbeschriebenen Gastherme ist wie folgt: Im üblichen Raumheizungsbetrieb
ist der Heizkreis 15 über das Schaltorgan 7 mit dem Primärwärmetauscher 3 in Reihe
geschaltet, die Umwälzung des Wärmeübertragungsmediums erfolgt mittels der Pumpe 4.
Das Schaltorgan 7 sperrt den Heizkreis 8 an dieser Stelle ab. Im Falle der Wasserentnahme
an der Entnahmestelle 11 fällt der Druck innerhalb der mit dem Versorgungsnetz 18
über den Sekundärwärmetauscher 9 verbundenen Leitung 10 ab. Innerhalb der Leitung
10 sitzt ein Sensor 19 mit Schalteinrichtung, der diesen plötzlichen Druckabfall erkennt
und daraufhin die Pumpe 4 zur Drehrichtungsumkehr ansteuert. Diese Steuerfunktion
ist in Figur 1 mit 20 gekennzeichnet. Durch die Drehrichtungsumkehr der Pumpe 4 wird
das Schaltorgan 7 umgesteuert, so daß dann die Leitung 6 mit dem Heizkreis 8 verbunden
ist und der Heizkreis 15 am Schaltorgan 7 abgesperrt ist. Dann wird die Anlage in
der Regel mit erhöhter Leistung gefahren, da für die Brauchwassererwärmung eine hohe
Wärmeleistung benötigt wird. Sobald der Entnahmevorgang beendet ist, wird dies wiederum
vom Sensor 19 registriert, die Schalteinrichtung schaltet um, so daß die Pumpe 4 abermals
drehrichtungsumkehrend angesteuert wird und das Schaltorgan 7 in seinen ursprünglichen
Schaltzustand zurückfällt, in dem der Heizkreis 15 mit dem Primärwärmetauscher 3 in
Reihe geschaltet ist.
[0023] Das Schaltorgan 7 kann auch so ausgebildet sein, daß die Schaltfunktion nicht bei
einer Drehrichtungsumkehr sondern bei einer Drehzahländerung erfolgt, wobei die Schaltfunktion
dann so gewählt ist, daß bei höherer Drehzahl der Brauchwasserheizkreis 8 öffnend
angesteuert wird.
[0024] Figur 2 zeigt das aus der Pumpe 4 und dem Schaltorgan 7 bestehende Pumpenaggregat
im Schnitt, bestehend aus einem Gehäuse 21, in dem ein Elektromotor 22 angeordnet
ist, dessen Welle 23 ein Kreiselrad 24 antreibt. Der Saugstutzen 25 der Pumpe 4 ist
koaxial zur Welle 23 angeordnet und durch das Schaltorgan 7 mittels eines Rohrabschnittes
26 hindurchgeführt. Der Druckstutzen ist in Figur 2 mit 27 bezeichnet, er liegt radial
zum Kreiselrad 24. Innerhalb des Druckstutzens 27 ist ein Steuerorgan 28 angeordnet,
das durch einen innerhalb des Strömungsweges liegenden Flügel gebildet ist, der je
nach Drehrichtung des Kreiselrads 24 eine unterschiedliche Stellung einnimmt. Das
Steuerorgan 28 ist über einen Hebel 29 mit einer Welle 30 verbunden, die durch eine
Wand 31 des Pumpengehäuses drehbar hindurchgeführt ist und an deren anderen, innerhalb
des Schaltorgans 7 befindlichen Ende ein Hebel 32 befestigt ist. Am freien Ende des
Hebels 32 ist ein Schließkörper 33 angeordnet, der den Eingang 34 des Schaltorgans
7 (siehe Figur 4) mit dem einen oder anderen Ausgang 35, 36 des Schaltorgans 7 verbindet
bzw. den einen oder anderen Ausgang des Schaltorgans sperrt.
[0025] Bei dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen sind der Rohrabschnitt 26
und die Zwischenwand 31 einstückig ausgebildet und in das Pumpengehäuse eingesetzt,
und zwar als Montageeinheit zusammen mit einem aus Steuerorgan 28, Welle 30 und Schließkörper
33 mit den zugehörigen Hebeln 29 und 32 gebildete Baueinheit. Diese Montageeinheit
ist in den Figuren 5 und 6 perspektivisch dargestellt. Die Hebel 29 und 32 sind ringförmig
ausgebildet, wobei die innere Ausnehmung elliptisch geformt ist, um den Rohrabschnitt
26 in beiden Schaltstellungen berührungsfrei zu umgeben.
[0026] Der Schließkörper 33 ist so innerhalb des Strömungsweges der Heizkreise der Gastherme
1 angeordnet, daß die Schaltstellungen durch die Strömungen kraftunterstützt sind,
so daß die über das Steuerorgan 28 strömungsdynamisch aufzubringenden Haltekräfte
vergleichsweise gering sein können.
[0027] Figur 7 zeigt eine andere Ausführungsform, bei der an Stelle des Schließkörpers 33
ein Schieber 37 angeordnet ist, der auf einer Welle 38 sitzt, an deren anderem Ende
ein Steuerorgan 39 angeordnet ist. Die Welle 38 ist innerhalb einer Zwischenwand 40
gelagert, die in einer entsprechenden Ausnehmung des Pumpengehäuses 21 sitzt. Wie
sich aus der Darstellung ergibt, ist der Ausgang 35 des in Figur 7 dargestellten Schaltorgans
parallel zum Saugstutzen der Pumpe 4 angeordnet. Auch bei dieser Ausführung bilden
Schieber 37, Welle 38 und Steuerorgan 39 eine Baueinheit, die zusammen mit der Wand
40 sowie einem Gehäuseteil 41, das den Stutzen für den Ausgang 35 aufweist, als Montageeinheit
in Form einer in das Gehäuse 21 einschiebbaren Patrone ausgebildet ist. Die Wand 40
und das Gehäuseteil 41 sind miteinander verbunden und bilden einen etwa zylindrischen
Körper, dessen äußerer Flansch 42 über (nicht dargestellte) Schrauben mit dem Gehäuse
21 verbunden ist. Eine solche patronenförmige Montageeinheit ist besonders günstig
herzustellen und einfach zu montieren, insbesondere ergeben sich aufgrund der zylindrischen
Ausbildung praktisch keine Dichtungsprobleme.
[0028] In Figur 7 ist nur der Ausgang 35 dargestellt, der zweite Ausgang des Schaltorgans
liegt parallel zum Ausgang 35, so daß der Schieber 37 bei Drehung der Welle 38 um
ihre Längsachse entweder den Ausgang 35 oder den anderen (nicht dargestellten) Ausgang
verschließt. Bei dieser Ausführung sind die Schaltstellungen des Schaltorgans im wesentlichen
strömungskraftfrei.
1. Gastherme zur Raumheizung und Warmwasserbereitung mit einem gasbeheizten Primärwärmetauscher
(3) und zwei parallel liegenden Heizkreisen (8, 15) und mit einer elektromotorisch
angetriebenen, auf der kalten Seite des Primärwärmetauschers (3) angeordneten Kreiselpumpe
(4), die ein druckseitig angeordnetes, drehzahl- oder drehrichtungsgesteuertes Steuerorgan
(28) zur Betätigung eines mit dem Pumpengehäuse (21) verbundenen Schaltorgans (7)
aufweist, welches den einen oder anderen Heizkreis (8 oder 15) mit dem Primärwärmetauscher
(3) in Reihe schaltet, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltorgan (7) auf der warmen
Seite des Primärwärmetauschers (3) in der Leitungsführung (6) zu den Heizkreisen (8,
15) liegt.
2. Gastherme nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der von der Pumpe
(4) erzeugten Druckdifferenz am Schaltorgan (7) als Schließkraft wirkt.
3. Gastherme nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schaltkörper (33; 37) des Schaltorgans (7) in einer Kammer des Pumpengehäuses (21)
angeordnet ist, die von dem unmittelbar durch die Pumpe (4) fließenden Förderstrom
getrennt ist.
4. Gastherme nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Schaltorgan (7) einen Schließkörper (33) aufweist, der mit einer durch eine Wand (31)
des Pumpengehäuses (21) geführte Welle (3) verbunden ist, mit der das Steuerorgan
(28) drehfest verbunden ist.
5. Gastherme nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerorgan (28) und der
Schließkörper (33) des Schaltorgans (7) mit der Welle (39) ein Bauelement bilden,
das zusammen mit einer von der Welle (30) durchsetzten Zwischenwand (31) des Pumpengehäuses
(21) und einem Rohrabschnitt (26) der Saugseite der Pumpe (4) eine Montageeinheit
bildet, die druckfest und dicht in das Pumpengehäuse (21) eingegliedert ist.
6. Gastherme nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Montageinheit als in das
Pumpengehäuse einschiebbare Patrone ausgebildet ist.
7. Pumpenaggregat für eine Gastherme nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einer
elektromotorisch angetriebenen Kreiselpumpe (4) und mit einem druckseitig angeordnetem,
drehzahl- oder drehrichtungsgesteuerten Steuerorgan (28) zur Betätigung eines mit
dem Pumpengehäuse (21) verbundenen Schaltorgans (7), dadurch gekennzeichnet, daß der
Schaltkörper (33; 37) des Schaltorgans (7) in einer Kammer des Pumpengehäuses (21)
angeordnet ist, die von dem unmittelbar durch die Pumpe (4) fließenden Förderstrom
strömungsmäßig getrennt ist.
8. Pumpenaggregat nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltorgan (7) einen
Schließkörper (33) aufweist, der mit einer durch eine Wand (31) des Pumpengehäuses
(21) geführte Welle (30) verbunden ist, mit der das Steuerorgan (28) drehfest verbunden
ist.
9. Pumpenaggregat nach einem der vorhergehenden Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet,
daß das Steuerorgan (28) und der Schließkörper (33) des Schaltorgans (7) mit der Welle
(30) ein Bauelement bilden, das zusammen mit einer von der Welle (30) durchsetzten
Zwischenwand (31) des Pumpengehäuses (21) und einem Rohrabschnitt (26) der Saugseite
der Pumpe (4) eine Montageeinheit bildet, die druckfest und dichtend in das Pumpengehäuse
(21) eingegliedert ist.
10. Pumpenaggregat nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Montageeinheit als
in das Pumpengehäuse (21) einschiebbare Patrone ausgebildet ist.
1. A gas boiler for heating rooms and providing warm water comprising a gas heated primary
heat exchanger (3) and two heat circuits (8,15) lying in parallel and a centrifugal
pump (4), which is driven by an electric motor and arranged on the cold side of the
primary heat exchanger (3), said centrifugal pump comprising a control apparatus (28)
arranged on its delivery side and controlled by the rotational speed or the rotational
direction for operating a switching apparatus (7) connected to the pump housing (21),
said switching apparatus swithing the one or the other heat circuits (8 or 15) in
series with the primary heat exchanger (3), characterised in that the switching apparatus
(7) lies on the warm side of the primary heat exchanger (3) in the conducting line
(6) to the heat circuits (8,15).
2. A gas boiler according to claim 1, characterised in that part of the pressure difference
produced by the pump (4) acts as a closing force on the switching apparatus (7).
3. A gas boiler according to one of the previous claims, characterised in that the switching
body (33;37) of the switching apparatus (7) is arranged in a chamber of the pump housing
(21) which is separated from the delivery flow flowing directly through the pump (4).
4. A gas boiler according to one of the previous claims, characterised in that the switching
apparatus (7) comprises a closing body (33) which is connected to a shaft (3) guided
through a wall (31) of the pump housing (21), said control apparatus (28) be attached
to said shaft in a rotatably fixed manner.
5. A gas boiler according to claim 4, characterised in that the control apparatus (28)
and the closing body (33) of the switching apparatus (7) together with the shaft (30),
form a constructional component, which together with the intermediate wall (31) of
the pump housing (21), interspersed by the shaft (30), and a tube section (26) of
the suction side of the pump (4), form an assembly unit which is incorporated into
the pump housing (21) in a pressure tight and sealed manner.
6. A gas boiler according to claim 5, characterised in that the assembly unit is formed
as a cartridge insertable into the pump housing (21).
7. A pump unit for a gas boiler according to one of the previous claims comprising a
centrifugal pump (4) driven by an electric motor and a control apparatus (28) arranged
on its delivery side and controlled by the rotational speed or the rotational direction
for operating a switching apparatus (7) connected to the pump housing (21), characterised
in that the switching body (33;37) of the switching apparatus (7) is arranged in a
chamber of the pump housing (21) which is separated flow-wise from the delivery flow
which flows directly through the pump (4).
8. A pump unit according to claim 7, characterised in that the switching apparatus (7)
comprises a closing body (33) which is connected to a shaft (30) guided through a
wall (31) of the pump housing (21), said control apparatus (28) be attached to said
shaft in a rotatably fixed manner.
9. A pump unit according to one of the previous claims 7 or 8, characterised in that
the control apparatus (28) and the closing body (33) of the switching apparatus (7)
together with the shaft (30), form a constructional component, which together with
the intermediate wall (31) of the pump housing (21), interspersed by the shaft (30),
and a tube section (26) of the suction side of the pump (4), form an assembly unit
which is incorporated into the pump housing (21) in a pressure tight and sealed manner.
10. A pump unit according to claim 9, characterised in that the assembly unit is formed
as a cartridge insertable into the pump housing (21).
1. Chaudière à gaz, pour le chauffage de locaux et la préparation d'eau chaude, comportant
un échangeur de chaleur primaire (3) chauffé au gaz et deux circuits de chauffage
(8, 15) placés en parallèle et comportant une pompe centrifuge (4) entraînée par un
moteur électrique, disposée du côté froid de l'échangeur de chaleur primaire (3) et
présentant un organe de commande (28), disposé du côté de la pression, commandé par
la vitesse de rotation ou le sens de rotation, pour l'actionnement d'un organe de
commutation (7) relié au carter (21) de la pompe, organe de commutation qui connecte
en série l'un ou l'autre des circuits de chauffage (8 ou 15) avec l'échangeur de chaleur
primaire (3), caractérisée en ce que l'organe de commutation (7) est situé du côté
chaud de l'échangeur de chaleur primaire (3), dans la conduite (6) menant aux circuits
de chauffage (8, 15).
2. Chaudière à gaz selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'une partie de la différence
de pression produite par la pompe (4) agit comme force de fermeture sur l'organe de
commutation (7).
3. Chaudière à gaz selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que
le corps de commutation (33, 37) de l'organe de commutation (7) est disposé dans une
chambre du carter (21) de la pompe, qui est isolée du courant de transfert s'écoulant
directement à travers la pompe (4).
4. Chaudière à gaz selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que
l'organe de commutation (7) présente un corps de fermeture (33), relié à un arbre
(3) guidé à travers une paroi (31) du carter (21) de la pompe, arbre auquel l'organe
de commande (28) est relié en lui étant assujetti en rotation.
5. Chaudière à gaz selon la revendication 4, caractérisée en ce que l'organe de commande
(28) et le corps de fermeture (33) de l'organe de commutation (7) forment, avec l'arbre
(39), un élément de construction qui constitue, conjointement avec une paroi intermédiaire
(31), traversée par l'arbre (30), du carter (21) de la pompe, et un embout tubulaire
(26) du côté aspiration de la pompe (4), un ensemble de montage, qui est résistant
à la pression et est incorporé de façon étanche dans le carter (21) de la pompe.
6. Chaudière à gaz selon la revendication 5, caractérisée en ce que l'ensemble de montage
est réalisé sous forme d'une cartouche pouvant être insérée dans le carter de la pompe.
7. Groupe de pompe pour une chaudière à gaz selon l'une des revendications précédentes,
comportant une pompe centrifuge (4) entraînée par un moteur électrique et un organe
de commande (28), disposé côté pression, commandé par la vitesse de rotation ou le
sens de rotation, pour l'actionnement d'un organe de commutation (7) relié au carter
(21) de la pompe, caractérisé en ce que le corps de commutation (33; 37) de l'organe
de commutation (7) est disposé dans une chambre du carter (21) de la pompe, qui est
isolée du point de vue de l'écoulement, vis-à-vis du courant de transfert passant
directement à travers la pompe (4).
8. Groupe de pompe selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'organe de commutation
(7) présente un corps de fermeture (33) relié à un arbre (30), qui est guidé à travers
une paroi (31) du carter (21) de la pompe et auquel l'organe de commande (28) est
assujetti en rotation.
9. Groupe de pompe selon l'une des revendications 7 ou 8 précédentes, caractérisé en
ce que l'organe de commande (28) et le corps de fermeture (33) de l'organe de commutation
(7) forment, avec l'arbre (30), un élément de construction qui constituent, conjointement
avec une paroi intermédiaire (31), traversée par l'arbre (30), du carter (21) de la
pompe et un embout tubulaire (26) du côté aspiration de la pompe (4), un ensemble
de montage, qui lest résistant à la pression et est incorporé, de façon étanche, dans
le carter (21) de la pompe.
10. Groupe de pompe selon la revendication 9, caractérisé en ce que l'ensemble de montage
est réalisé sous forme d'une cartouche pouvant être insérée dans le carter (21) de
la pompe.