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EP 0 529 423 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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03.03.1993 Patentblatt 1993/09 |
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Anmeldetag: 13.08.1992 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: E06B 3/26 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI NL |
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Priorität: |
24.08.1991 DE 4128141
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Anmelder: WICONA BAUSYSTEME GMBH & CO. KG |
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D-89077 Ulm (DE) |
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Erfinder: |
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- Kern, Horstmar
W-7900 Ulm (DE)
- Bommer, Werner
W-7900 Ulm (DE)
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Vertreter: Dziewior, Joachim, Dipl.-Phys. Dr. et al |
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Patentanwälte
Dr. Hermann Fay
Dr. Joachim Dziewior
Postfach 1767 89007 Ulm 89007 Ulm (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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Fenster, Tür oder dgl. in wärmegedämmter Ausführung |
(57) Die Erfindung betrifft ein Fenster, eine Tür oder dgl., bei dem bzw. bei der die
Blendrahmenprofile (1) und Flügelrahmenprofile (1a) wärmegedämmt ausgeführt sind.
Eine am Blendrahmenprofil (1) verankerte Mitteldichtung (9) liegt am Flügelrahmenprofil
(1a) an. Um die Montage der Mitteldichtung (9) zu vereinfachen, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen,
daß die Mitteldichtung (9) einen zum äußeren Metallprofil (2) des Blendrahmenprofils
(1) gerichteten Verankerungsfuß (9') aufweist, der sich auf dem Isoliersteg (4) abstützt
und dabei eine rückwärtige Verlängerung (7') des Andrücksteges (7) hintergreift. Zugleich
greift die Mitteldichtung (9) in eine Nut (10) des inneren Metallprofils (3) des Blendrahmenprofils
(1) ein.
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[0001] Die Erfindung betrifft ein Fenster, eine Tür oder dgl. in wärmegedämmter Ausführung
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Bei einem Fenster, einer Tür oder dgl. der genannten Art (etwa nach der WICONA
R-Lagerliste 1988/89, beispielsweise Seite 43/44) gestaltet sich die Montage der Mitteldichtung
relativ aufwendig, da sich die Verankerungsnuten für die Mitteldichtung auf gleicher
Höhe befinden. Durch die vorhandene, äußere Verankerungsnut bildet sich zudem eine
frontseitige Rinne aus, die zu Verschmutzungen neigt.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, bei einem Fenster, einer Tür oder
dgl. der genannten Art die Montage der Mitteldichtung zu vereinfachen.
[0004] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Mitteldichtung einen zum
äußeren Metallprofil gerichteten Verankerungsfuß aufweist, der sich auf dem Isoliersteg
abstützt und dabei eine rückwärtige Verlängerung des Andrücksteges hintergreift.
[0005] Der Wegfall der äußeren Verankerungsnut für die Mitteldichtung bedingt dabei gleichzeitig
eine Materialeinsparung.
[0006] Nach einer besonderen Ausführungsform der Erfindung ist die rückseitige Verlängerung
zum Verankerungsfuß unter einem Winkel α von etwa 20 - 40° abgeschrägt.
[0007] Die Montage der Mitteldichtung wird insbesondere dadurch erleichtert und die Abdichtung
insgesamt verbessert, daß die rückwärtige Verlängerung von einem Wulst abgeschlossen
ist. Dieser Wulst wirkt als Dreh- und Abdichtlinie. Die Montage wird weiterhin auch
dadurch erleichtert, daß der Wulst vorzugsweise in einer Ebene angeordnet ist, die
unterhalb der Nut des inneren Metallprofils verläuft.
Gute Reinigungsmöglichkeiten des Blendrahmens ergeben sich vorzugsweise dann, wenn
der Andrücksteg und dessen rückwärtige Verlängerung in etwa bündig mit einem Quersteg
des äußeren Metallprofils abschließen.
[0008] Die Erfindung wird anhand der folgenden Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es
zeigt
- Fig. 1a, 1b
- das Einschwenken der Mitteldichtung in das Blendrahmenprofil,
- Fig. 2
- das in Fig. 1b bezeichnete Detail in vergrößertem Maßstab,
- Fig. 3 und 4
- zwei Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Fensters.
[0009] Nach den Figuren 1 - 4 besteht das wärmegedämmte Blendrahmenprofil 1 eines Fensters
in bekannter Weise aus einem äußeren Metallprofil 2 und einem inneren Metallprofil
3, die im vorliegenden Fall durch zwei Isolierstege 4 miteinander verbunden sind.
Diese Isolierstege 4 sind in Nuten 5,6 geführt und jeweils mittels Andrückstegen 7,8
festgelegt.
[0010] Eine Mitteldichtung 9 ist sowohl am äußeren Metallprofil 2 als auch am inneren Metallprofil
3 verankert. Dazu weist die Mitteldichtung 9 einen - zum äußeren Metallprofil 2 gerichteten
- Verankerungsfuß 9' auf, der sich auf dem Isoliersteg 4 abstützt und eine rückwärtige
Verlängerung 7' des Andrücksteges 7 hintergreift. Bezüglich des inneren Metallprofils
3 ist die Mitteldichtung 9 in eine Nut 10 eingeklipst.
[0011] In Fig. 1a ist der Einschwenkvorgang für die Mitteldichtung 9 angedeutet. Der Verankerungsfuß
9' wird dabei gegen die Verlängerung 7' des Andrücksteges 7 angesetzt. Wie insbesondere
aus Fig. 2 deutlich hervorgeht, wirkt ein die Verlängerung 7' abschließender Wulst
11 als Drehlinie. Da der Wulst 11 unterhalb der Nut 10 angeordnet ist, gestaltet sich
die Montage der Mitteldichtung 9 sehr einfach. Bei einer vorgegebenen Breite B der
Isolationszone und einem festgelegten Übermaß a der Dichtung 9 für die erforderliche
Klemmwirkung wird nämlich durch den Höhenversatz H entsprechend dem entstehenden Winkel
β die Montage der Dichtung 9 bei gleichem Halt erleichtert, da sich das Montagemaß
x gegenüber dem Übermaß a entsprechend dem Winkel β verkleinert (bei Verklemmung ohne
Höhenversatz H entspricht das Übermaß x = a). Die Verlängerung 7' ist gegenüber dem
Verankerungsfuß 9' unter einem Winkel α abgeschrägt. Im montierten Zustand der Mitteldichtung
9 nach Fig. 1b bzw. 2 wirkt der Wulst 11 zugleich als Abdichtlinie. Durch die entstehende
Kraftwirkung bei entsprechendem Höhenversatz H kann außerdem die Dichtwirkung in der
äußeren Zone gesteigert werden.
[0012] Im vorliegenden Fall schließen der Andrücksteg 7 und die Verlängerung 7' bündig mit
einem Quersteg 12 des äußeren Metallprofils 2 ab, so daß sich eine glatte Fläche ergibt,
die eine einwandfreie Reinigung ermöglicht.
[0013] Die Figuren 3 und 4 zeigen zwei bevorzugte Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen
Fensters. Die Bezeichnungen für analoge Teile des Flügelrahmenprofils 1a unterscheiden
sich von denen des Blendrahmenprofils 1 nur durch den Index "a".
[0014] Nach Fig. 3 schlägt die Mitteldichtung 9 an einem T-förmig ausgebildeten Isoliersteg
4a, nach Fig. 4 an dem inneren Metallprofil 3a des Flügelrahmenprofils 1a an.
1. Fenster, Tür oder dgl. in wärmegedämmter Ausführung, bei dem jeweils die Blendrahmenprofile
(1) und Flügelrahmenprofile (1a) aus zwei im Abstand voneinander angeordneten Metallprofilen
(2,3 bzw. 2a, 3a) bestehen, die über mindestens einen Isoliersteg (4 bzw. 4a) verbunden
sind, der in Nuten (5,6 bzw. 5a, 6a) der Metallprofile (2,3 bzw. 2a, 3a) geführt und
mittels Andrückstegen (7,8 bzw. 7a, 8a) festgelegt ist, wobei der Isoliersteg (4)
des Blendrahmenprofils (1) durch eine am Flügelrahmenprofil (1a) anliegende Mitteldichtung
(9) überbrückt ist, die in eine Nut (10) des inneren Metallprofils (3) eingreift,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Mitteldichtung (9) einen zum äußeren Metallprofil (2) gerichteten Verankerungsfuß
(9') aufweist, der sich auf dem Isoliersteg (4) abstützt und dabei eine rückwärtige
Verlängerung (7') des Andrücksteges (7) hintergreift.
2. Fenster oder Tür nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die rückwärtige Verlängerung (7') zum Verankerungsfuß. (9') unter einem Winkel
α von etwa 20 - 40° abgeschrägt ist.
3. Fenster oder Tür nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die rückwärtige Verlängerung (7') von einem Wulst (11) abgeschlossen ist.
4. Fenster oder Tür nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Wulst (11) in einer Ebene angeordnet ist, die unterhalb der Nut (10) des inneren
Metallprofils (3) verläuft (Höhenversatz H nach Fig. 2).
5. Fenster oder Tür nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 - 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Andrücksteg (7) und dessen rückwärtige Verlängerung (7') in etwa bündig mit
einem Quersteg (12) des äußeren Metallprofils (2) abschließen.