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EP 0 529 441 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.05.1995 Patentblatt 1995/18 |
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Anmeldetag: 14.08.1992 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: C10G 9/20 |
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Pyrolyseofen zum thermischen Spalten von Kohlenwasserstoffen
Pyrolysis furnace for the thermal cracking of hydrocarbons
Four de pyrolyse pour le craquage thermique d'hydrocarbures
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE DE ES FR GB IT NL SE |
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Priorität: |
28.08.1991 DE 4128521
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.03.1993 Patentblatt 1993/09 |
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Patentinhaber: SELAS-KIRCHNER GmbH |
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D-82049 Höllriegelskreuth (DE) |
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Erfinder: |
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- Holzhausen, Hans-Joachim, Dipl.-Ing. (FH)
W-8000 München 40 (DE)
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Vertreter: Kasseckert, Rainer |
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Linde Aktiengesellschaft,
Zentrale Patentabteilung 82049 Höllriegelskreuth 82049 Höllriegelskreuth (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-90/12851 US-A- 3 237 610 US-A- 4 160 701
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DE-A- 3 701 214 US-A- 3 407 789
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Pyrolyseofen zum thermischen Spalten von Kohlenwasserstoffen
mit einer Strahlungszone, darin eingebauten Brennern und Spaltrohren, wobei die Spaltrohre
in der Strahlungszone aus parallel angeordneten, vertikal verlaufenden geraden Rohrstücken
und diese verbindende, im unteren Bereich der Strahlungszone befindlichen Rohrkrümmern
bestehen, wobei jeweils zumindest vier Spaltrohre zu gleichartig in der Strahlungszone
angeordneten Gruppen zusammengefaßt sind, wobei die Spaltrohre einer Gruppe im unteren
und oberen Bereich der Strahlungszone über Rohrsammelstücke jeweils in einem Austrittsrohr
vereinigt sind, wobei die geraden Rohrstücke und die Rohrsammelstücke der einzelnen
Gruppen in Querrichtung des Pyrolyseofens einreihig, d.h. in einer Ebene, angeordnet
sind.
[0002] Die thermische Spaltung (Cracken) von Kohlenwasserstoffen erfolgt üblicherweise in
Pyrolyseöfen. Ein herkömmlicher Pyrolyseofen weist eine mit Brennern beheizte Strahlungszone
auf. Die thermische Spaltung der Kohlenwasserstoffe wird in Spaltrohren in der Strahlungszone
durchgeführt. Die Spaltung der Kohlenwasserstoffe kann dadurch erleichtert werden,
daß die Kohlenwasserstoffe vor der Einleitung in die Strahlungszone in einer Konvektionszone
des Pyrolyseofens vorgewärmt werden.
[0003] Unter der Vielzahl der zwischenzeitlich entwickelten Pyrolyseöfen hat sich der eingangs
beschriebene Pyrolyseofen besonders bewährt. In Figur 1 ist die Anordnung der Spaltrohre
in der Strahlungszone eines derartigen Pyrolyseofens beispielhaft dargestellt. Im
gezeigten Beispiel sind jeweils 16 Spaltrohre zu den Gruppen A, B und C zusammengefasst.
Die Bereiche der einzelnen Gruppen sind durch strichpunktierte Linien angedeutet.
Die zu spaltenden Kohlenwasserstoffe werden entsprechend der Pfeilrichtung von oben
in die Spaltrohre in der Strahlungszone geleitet. Die Spaltrohre verlaufen parallel
und gerade (Z-Richtung) bis zum unteren Bereich der Strahlungszone, wo jeweils zwei
Spaltrohre über ein Rohrsammelstück vereinigt werden. An die resultierenden acht Spaltrohre
der Gruppe schließen sich Rohrkrümmer an. Von den Rohrkrümmern führen gerade, parallel
und vertikal (in Z-Richtung) angeordnete Rohrstücke zum oberen Bereich der Strahlungszone.
Dort werden jeweils vier Rohrstücke in Rohrsammelstücken zu zwei Spaltrohren vereinigt.
Diese zwei Spaltrohre sind in einem weiteren Rohrsammelstück zu dem Auslaßrohr der
jeweiligen Gruppe zusammengeführt. Die gespaltenen Kohlenwasserstoffe werden durch
die drei Auslaßrohre der Gruppen aus der Strahlungszone des Pyrolyseofens geleitet.
Die geraden Rohrstücke und die Rohrsammelstücke der einzelnen Gruppen sind einreihig
angeordnet. Sie liegen alle in derselben Ebene (X/Z-Ebene). Lediglich die Rohrkrümmer
im unteren Bereich der Strahlungszone weisen Auskragungen auf und ragen aus dieser
Ebene heraus.
[0004] Die Spaltrohre sind in der Strahlungszone des Pyrolyseofens üblicherweise aufgehängt.
Durch Temperaturänderungen verursachte Längenausdehnungen machen das Aufhängen der
Spaltrohre erforderlich. Allerdings ist die mechanische Belastung der Spaltrohre aufgrund
ihres Eigengewichtes in diesem Fall erheblich. Daher treten insbesondere in den Rohrkrümmern
Spannungsüberschreitungen vor allem bei hohen Temperaturen auf.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Pyrolyseofen der eingangs genannten
Art aufzuzeigen, welcher auf einfache Art und Weise Spannungsüberschreitungen in den
Spaltrohren verhindert.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Rohrstücke einer Gruppe
am Eintritt in die Strahlungszone jeweils zur Hälfte rechts- und linksseitig um das
Austrittsrohr der Gruppe angeordnet sind und daß die Rohrkrümmer der einen Hälfte
der Gruppe in die entgegengesetzte Richtung weisend wie die Rohrkrümmer der zweiten
Hälfte der Gruppe angebracht sind.
[0007] Die Anordnung der Spaltrohre im erfindungsgemäßen Pyrolyseofen bedingt, daß die von
oben nach unten durchströmten, geraden Rohrstücke der beiden Hälften einer Gruppe
die von unten nach oben durchströmten Rohrstücke seitlich in der Anordnungsebene der
Spaltrohre in der Strahlungszone umgeben. Im erfindungsgemäßen Pyrolyseofen verkleinert
sich der Krümmungsradius der Rohrkrümmer erheblich, wodurch die auftretenden Spannungsbelastungen
wesentlich verringert werden. Im erfindungsgemäßen Pyrolyseofen sind auch die Auskragungen
der Rohrkrümmer geringer, d.h. die Rohrkrümmer ragen wesentlich weniger aus der Anordnungsebene
der Spaltrohre heraus. Damit kommt es ebenfalls zu einer Reduzierung der Spannungsbelastungen
der Spaltrohre. Im erfindungsgemäßen Pyrolyseofen ist ferner die Wärmeverteilung auf
die Spaltrohre der einzelnen Gruppen gleichmäßiger.
[0008] In Weiterbildung der Erfindung sind die Spaltrohre vor dem Eintritt in die Strahlungszone
stufenförmig versetzt angeordnet und ein Spaltgaskühler befindet sich über jedem Austrittsrohr
einer Gruppe außerhalb der Strahlungszone in gerader Verlängerung der Auslaßrohre.
Die Spaltrohre werden dabei vor dem Eintritt in die Strahlungszone in einer Stufe
(zwei 90°-Krümmungen) um die Spaltgaskühler geführt. Somit wird eine besonders vorteilhafte
vertikale Anordnung der Spaltgaskühler ermöglicht.
[0009] Mit besonderem Vorteil sind die Spaltrohre über Rohrsammelstücke jeweils in ein Spaltrohr
mit vergleichsweise vergrößertem Durchmesser vereinigt. Dadurch wird der Druckverlust
in den Spaltrohren klein gehalten.
[0010] Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert.
[0011] Hierbei zeigt:
- Figur 2:
- die Anordnung der Spaltrohre eines erfindungsgemäßen Pyrolyseofens.
[0012] In Figur 2 ist eine Spaltrohranordnung eines erfindungsgemäßen Pyrolyseofens dargestellt,
der die Erfindung in Abwandlung der herkömmlichen Spaltrohranordnung aus Figur 1 nach
dem Stand der Technik verdeutlicht. In Figur 2 sind ebenfalls drei Gruppen von Spaltrohren
A, B und C aufgezeigt. Die zu spaltenden Kohlenwasserstoffe werden entsprechend der
Pfeilrichtung von
oben in die Rohre eingeleitet. Die drei Gruppen der Spaltrohre sind stufenförmig versetzt
(zwei 90°-Krümmungen) um drei nicht dargestellte Spaltgaskühler angeordnet, bevor
sie in die Strahlungszone des Pyrolyseofens hineinlaufen. Die Spaltgaskühler befinden
sich in Verlängerung der drei Auslaßrohre (in Z-Richtung weisende Pfeile). Die gestrichelte
Linie symbolisiert das obere Ende der Strahlungszone des Pyrolyseofens. Gerade, vertikal
(Z-Richtung) angeordnete Rohrstücke der Spaltrohre reichen bis zum unteren Bereich
der Strahlungszone. Dort sind jeweils zwei Spaltrohre über ein Rohrsammelstück zu
einem Rohr vereinigt. Die resultierenden acht Spaltrohre pro Gruppe gehen in acht
Rohrkrümmer über, von denen jeweils vier eine in etwa gleiche Krümmungsrichtung aufweisen.
Eine gewisse Abweichung in der Krümmungsrichtung ist durch die Auskragungen der Rohrkrümmer
bedingt. Die Anordnung der Rohrkrümmer ermöglicht, daß die von unten nach oben durchströmten
acht geraden Rohrstücke jeder Gruppe, in die die Rohrkrümmer münden, in der Anordnungsebene
der Spaltrohre zwischen den von oben nach unten durchströmten geraden Rohrstücken
liegen. Die geraden Rohrstücke der Gruppen liegen in der Anordnungsebene der Spaltrohre
(X/Z-Ebene). Die acht von unten nach oben durchströmten, geraden Rohrstücke jeder
Gruppe werden über Rohrsammelstücke zunächst zu zwei Spaltrohren und über ein weiteres
Rohrsammelstück zu einem Auslaßrohr vereinigt. Über den drei Auslaßrohren befinden
sich die nicht dargstellten Spaltgaskühler in gerader Verlängerung der Auslaßrohre.
1. Pyrolyseofen zum thermischen Spalten von Kohlenwasserstoffen mit einer Strahlungszone,
darin eingebauten Brennern und Spaltrohren, wobei die Spaltrohre in der Strahlungszone
aus parallel angeordneten, vertikal verlaufenden geraden Rohrstücken und diese verbindende,
im unteren Bereich der Strahlungszone befindlichen Rohrkrümmern bestehen, wobei jeweils
zumindest vier Spaltrohre zu gleichartig in der Strahlungszone angeordneten Gruppen
zusammengefaßt sind, wobei die Spaltrohre einer Gruppe im unteren und oberen Bereich
der Strahlungszone über Rohrsammelstücke jeweils in einem Austrittsrohr vereinigt
sind, wobei die geraden Rohrstücke und die Rohrsammelstücke der einzelnen Gruppen
in Querrichtung des Pyrolyseofens einreihig, d.h. in einer Ebene, angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrstücke einer Gruppe am Eintritt in die Strahlungszone jeweils zur Hälfte
rechts- und linksseitig um das Austrittsrohr der Gruppe angeordnet sind und daß die
Rohrkrümmer der einen Hälfte der Gruppe in die entgegengesetzte Richtung weisend wie
die Rohrkrümmer der zweiten Hälfte der Gruppe angebracht sind.
2. Pyrolyseofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spaltrohre vor dem Eintritt
in die Strahlungszone stufenförmig versetzt angeordnet sind und sich über jedem Austrittsrohr
einer Gruppe außerhalb der Strahlungszone ein Spaltgaskühler in gerader Verlängerung
der Auslaßrohre befindet.
3. Pyrolyseofen nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Spaltrohre
über Rohrsammelstücke jeweils in ein Spaltrohr mit vergleichsweise vergrößertem Durchmesser
vereinigt sind.
1. Pyrolysis furnace for the thermal cracking of hydrocarbons, having a radiant zone
and burners and cracking tubes installed therein, the cracking tubes in the radiant
zone comprising vertically running straight tube sections arranged in parallel and
tube bends connecting these situated in the lower region of the radiant zone, at least
four cracking tubes being combined each time to form groups similarly arranged in
the radiant zone, the cracking tubes of one group being united in the lower and upper
region of the radiant zone via tube manifolds to form in each case an outlet tube,
the straight tube sections and the tube manifolds of the individual groups being arranged
in the transverse direction of the pyrolysis furnace in single rows, ie. in one plane,
characterized in that half of the pipe sections of one group at the entry to the radiant
zone are respectively arranged on the right and left about the outlet tube of the
group and in that the tube bends of one half of the group are mounted having the opposite
orientation to the tube bends of the second half of the group.
2. Pyrolysis furnace according to Claim 1, characterized in that the cracking tubes,
upstream of the entry into the radiant zone, are arranged offset in a stepped manner,
and above each outlet tube of a group, outside the radiant zone, is situated a cracked
gas cooler in linear extension of the exhaust tubes.
3. Pyrolysis furnace according to one of Claims 1 or 2, characterized in that cracking
tubes are united via tube manifolds to form in each case a cracking tube having a
comparatively enlarged diameter.
1. Four de pyrolyse pour le craquage thermique d'hydrocarbures comportant une zone de
rayonnement et des brûleurs et des tubes de craquage installés dans cette zone, étant
entendu que les tuhes de craquage dans la zone de rayonnement sont constitués de longueurs
de tubes rectilignes, disposées parallèlement et s'étendant verticalement et de raccords
coudés qui les relient et se trouvent dans la région inférieure de la zone de rayonnement,
que les tubes de craquage sont rassemblés au moins par quatre, en des groupes disposés
de manière homogène dans la zone de rayonnement, que les tubes de craquage d'un groupe,
dans la région inférieure et la région supérieure de la zone de rayonnement, sont
réunis via des longueurs de tubes collecteurs respectivement en un tube de sortie,
et que les longueurs de tubes rectilignes et les longueurs de tubes collecteurs des
groupes individuels sont disposées en une rangée, c'est-à-dire dans un plan, dans
la direction transversale du four de pyrolyse, caractérisé en ce que les longueurs
de tubes d'un groupe, à l'entrée de la zone de rayonnement, sont disposées pour une
moitié à gauche et pour une moitié à droite du tube de sortie du groupe et que les
raccords coudés d'une première moitié du groupe sont installés, orientés dans la direction
opposée à celle des raccords coudés de la deuxième moitié du groupe.
2. Four de pyrolyse suivant la revendication 1, caractérisé en ce que les tubes de craquage,
avant l'entrée dans la zone de rayonnement, sont agencés avec un décalage formant
gradin et qu'un dispositif de refroidissement de gaz de craquage se trouve au-dessus
de chaque tube de sortie d'un groupe, à l'extérieur de la zone de rayonnement, dans
le prolongement en ligne droite des tubes d'évacuation.
3. Four de pyrolyse suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que des tubes
de craquage sont réunis via des longueurs de tubes collecteurs respectivement en un
tube de craquage de diamètre relativement augmenté.

