[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine aus nebeneinaderliegend angeordneten Blechbahnen
bestehende Dacheindeckung bzw. Wandverkleidung, deren einzelne Blechbahnen entlang
ihrer beiden Längsränder mit gegenüber ihrer Ebene nach oben aufragenden, vorzugsweise
jeweils mittels quergerichteter Versteifungssicken gebildeten Kopfteilen versehenen
Längsrippen ausgestattet und vermittels an einer Tragkonstruktion festlegbarer hakenförmiger
Halter an der Tragkonstruktion festlegbar sind, wobei sich die Längsrippen einander
unmittelbar benachbarter Blechbahnen wenigstens teilweise überdecken, derart, daß
die Längsrippen von der einen zur anderen Seite jeder Blechbahn dahingehend unterschiedlich
ausgebildet sind und bei montierter Dacheindeckung die eine Längsrippe der einen Blechbahn
die dieser zugewandte Längsrippe der benachbarten Blechbahn übergreift und wobei die
hakenförmigen Halter kraft-und formschlüssig in das Kopfprofil wenigstens der einen
von zwei einander übergreifenden Längsrippen benachbarter Blechbahnen eingreifen.
[0002] Aus nebeneinanderliegend zu verlegenden Bahnen, insbesondere Blechbahnen gebildete
Dacheindeckungen muß auf der einen Seite jede Art durchgehender, d.h. die Dachhaut
durchsetzender Befestigungsmittel verzichtet und andererseits für eine sichere Festlegung
der einzelnen Bahnen sowohl an der Tragkonstruktion als auch aneinander gesorgt werden.
Insbesondere im Hinblick auf die unter ungünstigen Bedingungen extrem hoch ansteigenden
an der Dacheindeckung angreifenden Sogkräfte muß eine möglichst stabile Verbindung
benachbarter Blechbahnen gewährleistet und vor allem eine lückenlose gegenseitige
Überdeckung sowie gegenseitige Anlage der Längaränder benachbarter Blechbahnen gewährleistet
sein.
Die meist verbreitete Anwendung haben daher solche Gestaltungsformen solcher Dacheindeckungen
gefunden, bei denen die Blechbahnen an ihren beiden Längsrändern mit einander übergreifenden
Längsrippen versehen und vermittels an der Dachkonstruktion zu befestigender, innenliegend
an den Längsrippen der Blechbahnen angreifender Halter an der Dachkonstruktion gehalten
sind. Für solche Dacheindeckungen deren Befestigung mittels bezüglich der Dachaußenhaut
innenliegender Halter bewerkstelligt wird sind bisher lediglich zwei verschiedene
Bauarten, allerdings jeweils mit einer mehr oder minder großen Zahl von unterschiedlichen
Ausgestaltungsformen bekannt geworden. Bei einer ersten, beispielsweise aus der australischen
Patentschrift 255 260 bekannten Bauart ist im Einzelnen vorgesehen, daß die übergriffene
Längsrippe der einen Blechbahn ihrerseits durch den Haken eines an der Dachkonstruktion
befestigten Halters übergriffen und somit an der Dachkonstruktion festgehalten ist
und daß die Befestigung der benachbarten Blechbahn mittels Festklemmen an der gegen
die Dachkonstruktion festgehaltenen übergriffenen Längsrippe in der Weise erfolgt,
daß die übergreifende Längrippe der benachbarten Blechbahn vermittels einer hierfür
geeigneten Ausbildung ihres Kopfprofiles auf das Kopfprofil der übergriffenen Längsrippe
aufgeklipst ist. Dieser Bauart einer Dacheindeckung haftet der grundsätzliche Nachteil
einer nur unzureichenden Widerstandsfähigekeit gegen angreifende Windkräfte an, da
dadurch, daß die Anlage der übergreifenden Längsrippe an der übergriffenen Längsrippe
infolge der die übergriffene Längsrippe übergreifenden Haken der Halter nicht gleichförmig
sondern eher wellenartig ausgebeult ist, wodurch es bereits verhältnismäßig mäßigen
angreifenden Sogkräften ermöglicht wird, die ohnehin nicht besonders stabile Klemmverbindung
zwischen übergreifender und übergriffener Längsrippe aufzurollen bzw. auszuheben,
mit der Folge einer Zerstörung der Dacheindeckung.
[0003] Bei der zweiten, beispielsweise aus der DE-PS 22 56 584 bekannten Bauart einer Dacheindeckung
ist daher zur Vermeidung dieser Unzulänglichkeit vorgesehen, daß der Haken des an
der Dachkonstruktion befestigten Halters am Innenumfang des Kopfprofiles der übergriffenen
Längsrippe der einen Blechbahn angreift und diese gegen die Dachkonstruktion niederhält
und daß dann die übergreifende Längsrippe der benachbarten Blechbahn vermittels einer
entsprechenden Ausgestaltung der Kopfprofile ausschließlich mittels Klemmung am Außenumfang
der übergriffenen Längsrippe gehaltert ist. Bei dieser Bauart der Dacheindeckung ist
zwar der Nachteil der vorgenannten Bauart vermieden und werden in der Praxis auch
ausreichende Haltekräfte erreicht, jedoch ist hierbei, wie auch bei anderen Bauarten
von Dacheindeckungen deren Befestigung wenigstens teilweise lediglich über Klemmverbindungen
gebildet ist, wie beispielsweise derjenigen nach der DE-PS 1 292 358, nur eine durch
die Höhe der Klemmkräfte zwischen übergriffener und übergreifender Längsrippe begrenzte
Festigkeit des Verbandes der Dacheindeckung erreichbar, wobei zu berücksichtigen ist,
daß diese Klemmkräfte im Hinblick auf die Montierbarkeit der Dacheindeckung nicht
beliebig hoch sein dürfen, zumal das Aufklipsen der übergreifenden Längsrippe auf
die übergriffene Längsrippe ohnehin schon einen beträchtlichen Zeitaufwand für die
Montage einer solchen herkömmlichen Dacheindeckung erfordert.
Ein wesentliches Merkmal aller bekannten Dacheindeckungen der hier in Rede stehenden
Bauart besteht weiter darin, daß die Blechbahnen zur Erlangung einer ausreichenden
Stabilität der Befestigung an der Dachkonstruktion bzw. des Bahnenverbandes mit einer
dritten, zwischen den beiden randseitigen Längsrippen anzuordnenden Längsrippe versehen
sein müssen, was übrigens, wie sich beispielsweise aus der US-PS 3 394 524 oder der
australischen Patentschrift 226 784 ergibt, von der jeweils gewählten Ausgestaltungsform
unabhängig ist.
[0004] Ausgehend von diesem Stabnd der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde
eine Dacheindeckung der eingangs beschriebenen Bauart dahingehend weiter zu verbessern,
daß eine größere zwischenrippenfreie Gestaltung und damit eine größere Überdeckungsbreite
der einzelnen Blechbahnen und gleichzeitig eine zusätzliche Vereinfachung und Erleichterung
der Montage sowie insgesamt eine wesentliche Verringerung des Materialaufwandes erreicht
werden.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß im wesentlichen dadurch gelöst, daß der Haken
des Halters an der übergreifenden Längsrippe angreift, wobei es zunächst gleichgültig
ist in welcher Höhe des Profilquerschnittes der Längsrippe der Haken angreift bzw.
wie das an der Längsrippe auszubildende Widerlager ausgebildet ist. Zur Erzielung
einer möglichst optimalen Stabilität der Dacheindeckung kann jedoch nach einer Ausgestaltung
vorgesehen sein, daß der Haken des Halters bezüglich des Kopfprofiles der übergriffenen
Längsrippe seinerseits ebenfalls übergreifend angeordnet ist und mit wenigstens einem
am Kopfprofil der übergreifenden Rippe ausgebildeten Widerlager formschlüssig im Eingriff
steht. Der Haken des Halters ist dabei hinsichtlich seiner Profilgröße so gewählt,
daß er insgesamt innerhalb des allgemeinen Konturverlaufes der Rippenquerschnittsform
der übergriffenen liegt, so daß bei montierter Dacheindeckung unabhängig von der Ausbildung
des Widerlagers für den Halterhaken keine Ausbauchungen des freien Randes der übergreifenden
Längsrippe vorkommen können. Durch die erfindungsgemäße Anordnung wird bei erleichterter
Montage und vereinfachter Ausbildung der Halter durch Vermeidung jeder Klemmhalterung
ein sicheres Niederhalten bzw. eine sichere Festlegung der übergreifenden Längsrippe
und damit automatisch auch der übergriffenen Längsrippe der benachbarten Blechbahn
an der Dachkonstruktion gewährleistet. Hand in Hand mit der erfindungsgemäßen formschlüssigen
Festlegung der einander übergreifenden Längsrippen benachbarter Blechbahnen an der
Dachkonstruktion wird der Vorteil eines festeren Verbandes der Dacheindeckung insgesamt
erzielt, wodurch die Anwendung größerer Überdeckungsbreiten der einzelnen Blechbahnen
ermöglicht wird, was den Montageaufwand für eine Dacheindeckung insgesamt weiter verringert.
Darüberhinaus ermöglicht es die formschlüssige Festlegung der Dacheindeckung an der
Dachkonstruktion die zur Aussteifung der Blechbahnen bzw. der Dacheindeckung bisher
unerläßlichen Zwischenrippen zu verzichten, so daß zusätzlich der Vorteil einer beträchtlichen
Materialeinsparung erreicht wird. Sofern bei bekannten Bauarten von Dacheindeckungen
zur Erzielung einer ausreichenden Gesamtstabilität auch den Zwischenrippen Halter
zugeordnet werden mußten ermöglicht die vorliegende Erfindung auch hier eine wesentliche
Verringerung des erforderlichen Materialaufwandes.
[0006] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß dem Haken des Halters
eine zweites am Kopfprofil der übergreifenden Längsrippe ausgebildetes Widerlager
zugeordnet ist und/oder daß an der übergriffenen Längsrippe wenigstens eine mit dem
Innenumfang des Hakenprofiles des Halters zusammenwirkende Abstützung ausgebildet
ist, wobei ferner noch vorgesehen sein kann, daß an der übergriffenen Längsrippe eine
zweite mit dem Innenumfang des Hakenprofiles des Halters zusammenwirkende Abstützung
ausgebildet ist.
Die Anwendung eines oder mehrerer dieser Merkmale führt ohne Erhöhung der Herstellungs-oder
Montageaufwandes für die Teile der Dacheindeckung zu einer weiteren Verfestigung des
Verbandes der Dacheindeckung.
[0007] Nach einer besonders bevorzugten Ausgestaltungsform ist vorgesehen, daß einem im
wesentlichen eine trapezförmige Profilquerschnittsform aufweisenden Haken des Halters
eine gleichfalls im wesentlichen trapezförmige Profilquerschnittsform des Kopfprofiles
der übergreifenden Längsrippe zugeordnet ist, wobei dem freien Profilschenkel des
Hakenprofiles ein nach innen abgestellter und vorzugsweise nach oben umgebördelter
Randbereich des Kopfprofiles der übergreifenden Längsrippe als erstes Widerlager zugeordnet
ist und wobei dem unteren horizontalen Profilsteg des trapezförmigen Hakens die obere
Wandung einer das Kopfprofil der übergreifenden Längsrippe begrenzenden Längssicke
als zweites Widerlager zugeordnet ist.
[0008] In weiterer Durchbildung der bevorzugten Ausführungsform kann weiterhin vorgesehen
sein, daß das Kopfprofil der übergriffenen Längsrippe lediglich zur Hälfte trapezförmig
gestaltet ist und mit seinem freien Profilflansch am Innenumfang des Hakenprofiles
anliegt.
[0009] Eine vortreffliche Abdichtung der gegenseitigen Überdeckung zwischen der übergreifenden
und der übergriffenen Längsrippe bzw. zwischen zwei einander benachbarten Blechbahnen
kann dadurch erreicht werden, daß der Übergang der übergriffenen Längsrippe zu ihrem
Kopfprofil als Anlagefläche zur Abdichtung, insbesondere zur dichtenden, mittel-oder
unmittelbaren Anlage des Randbereiches des Kopfprofiles der übergreifenden Längsrippe
ausgebildet ist, wobei im Einzelnen auch noch vorgesehen sein kann, daß der Bereich
zwischen dem umgebördelten Randbereich des Kopfprofiles der übergreifenden Längsrippe
und dem Übergang im Kopfprofil der übergriffenen Längsrippe als Labyrinthdichtung
ausgebildet ist oder daß zwischen den freien Rand bzw. den umgebördelten Randbereich
des Kopfprofiles der übergreifenden Längsrippe und den Übergang eine Dichtung, insbesondere
eine auf den freien Randbereich aufgesetzte Dichtung aus einem fortlaufenden Dichtprofilstreifen
angeordnet ist.
[0010] In einer anderen Verwirklichungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß das Kopfprofil
der übergriffenen Längsrippe in Verbindung mit einer bogenförmigen Ausbildung des
Hakens des Halters eine im wesentlichen dreieckige Profilquerschnittsform aufweist.
[0011] In einer weiteren Ausgestaltungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß das Kopfprofil
der übergriffenen Längsrippe in Verbindung mit einem lediglich winkelförmig ausgebildeten,
die obere Wandung der das Kopfprofil der übergreifenden Längsrippe begrenzenden Längssicke
hintergreifenden Haken des Halters das Kopfprofil der übergriffenen Längsrippe zum
Profilquerschnitt des Kopfprofiles der übergreifenden Längsrippe gleichartig trapezförmig
ausgebildet ist.
[0012] Unabhängig von der jeweils gewählten Ausführungsform ist es zweckmäßig, daß der Abstand
des freien Profilschenkels des Hakens zum Tragschenkel des Halters wenigstens annähernd
dem größten, insbesondere diagonalen Profildurchmesser des Kopfprofiles der übergriffenen
Längsrippe entspricht. Zur Erzielung einer auch im Hinblick auf möglicherweise auftretende
Toleranzen sicheren formschlüssigen Anlage der hierzu geeigneten bzw. bestimmten Flächen
des Kopfprofiles der übergriffenen Längsrippe an den entsprechenden Teilen des Innenumfanges
des Halterhakens kann jedoch auch vorgesehen sein, daß der Abstand des freien Endes
des freien Profilschenkels des Halterhakens zum Tragschenkel des Hakens geringfügig
kleiner ist als der größte, insbesondere diagonale Profildurchmesser des Kopfprofiles
der übergriffenen Längsrippe.
[0013] Die Erfindung ist in der nachfolgenden Beispielsbeschreibung anhand einiger in der
Zeichung dargestellter Ausfügungsbeispiele im Einzelnen erläutert.
In der Zeichnung zeigt die
- Figur 1
- eine ausschnittweise schaubildliche Darstellung einer Dacheindeckung;
- Figur 2
- ein Teilausschnitt zu Figur 1 im vergrößerten Maßstab;
- Figur 3
- eine schematische Darstellung der Montage der Halter einer Dacheindeckung nach Figur
1 und 2;
- Figur 4
- eine schaubildliche Darstellung einer abgewandelten Ausführungsform eines Halters;
- Figur 5
- eine weitere abgewandelte Ausführungsform des Halters und der zugehörigen Profilformen
von übergriffener und übergreifender Längsrippe;
- Figur 6
- die Anordnung einer Labyrinthdichtung zwischen übergreifender und übergriffener Längsrippe;
- Figur 7
- die Anordnung eines Dichtprofiles zwischen übergreifender und übergriffener Längsrippe.
- Figur 8
- eine Gegenüberstellung prizipieller Gestaltungsmöglichkeiten anhand dreier schematisch
dargestellter Anordnungen A bis C.
[0014] Eine in ihrer Gesamtheit nicht dargestellte Dacheindeckung besteht aus einzelnen
nebeneinanderliegend angeordneten und an ihren beiden Längsseiten mit wechselseitig
angeordneten einander übergreifenden Längsrippen 1 und 2 versehenen Blechbahnen 3
und 4, die vermittels einen Haken 5 aufweisender und an der Dachkonstrution 6, beispielsweise
mittels einer Verschraubung 7 befestigbarer Halter 8 gehalten sind. Die übergreifende
Längsrippe 1 weist ein durch eine einseitig angeordnete und quergerichtete Versteifungssicke
9 abgegrenztes trapezförmiges Kopfprofil 10 auf, welchem bei dem im Ausführungsbeispiel
nach den Figuren 1 bis 3 gezeigten Ausführungsbeispiel die Profilquerschnittsform
des Hakens 5 des Halters 8 entspricht. Der freie Randbereich 11 des Kopfprofiles 10
der übergreifenden Längsrippe 1 ist nach innen umgebördelt und bildet das erste Widerlager
für den freien Profilschenkel 12 des Hakens 5 des Halters 8. Ein zweites Widerlager
für den Haken 5 des Halters 8 ist durch die nach innen gerichtete obere Querwandung
16 der Versteifungssicke 9 gebildet, an welcher der untere Profilquersteg 15 des Hakens
5 des Halters 8 aufliegt. Das in das Profil des Hakens 5 des Halters 8 eingreifende
Kopfprofil 13 der Längsrippe 2 weist in dem in den Figuren 1 bis 3 gezeigten Ausführungsbeispiel
eine im wesentlichen quadratische Profilquerschnittsform auf und liegt mit der nach
innen gerichteten Abstellung 14 ihres freien Randes am unteren Profilquersteg 15 des
Hakens 5 des Halters 8 auf. Der Übergang 18 der Flankenwandung 17 zum Kopfprofil 13
der übergriffenen Längsrippe 2 ist derart nach innen gewölbt, daß der umgebördelte
Randbereich 11 der übergreifenden Längsrippe 1 völlig in diesem einliegend angeordnet
ist. Bei der Montage der Dacheindeckung wird, wie insbesondere aus der Darstellung
der Figur 3 ersichtlich ist, zunächst eine erste Blechbahn 3 auf der Dachkonstruktion
6 angeordnet und der Haken 5 des Halters 8 zunächst in das Kopfprofil der übergreifenden
Längsrippe 1 eingehängt und anschließend der Halter 8 verschwenkt und mit seinem Fußteil
mittels der Schrauben 7 an der Dahkonstruktion 6 befestigt. Die benachbart zu verlegende
Blechbahn 4 wird sodann über das Kopfprofil 13 ihrer übergriffenen Längsrippe 2 in
den Haken 5 des Halters 8 eingehängt, worauf die Montage der nächsten Blechbahn beginnt.
Abweichend von der in den Figuren 1 bis 3 dargestellten Ausführungsform ist bei der
in der Figur 4 dargestellten Ausführungsform der Halter 80 samt seinem Haken 50 als
Formteil, beispielsweise aus Druck-oder Spritzguß ausgeführt.
Gleichfalls abweichend von der in den Figuren 1 bis 3 dargestellten Auführungsform
ist bei der in der Figur 6 dargestellten Ausführungsform vorgesehen, daß das Kopfprofil
13 der übergriffenen Längsrippe in seinem oberen Bereich 130 zur Profilquerschnittsform
des Hakens 5 des Halters 8 gleichförmig trapezförmig ausgebildet ist.
Abweichend von der in den Figuren 1 bis 3 dargestellten Ausführungsform weist bei
der in der Figur 7 dargestellten Ausführungsform ferner das Kopfprofil 131 der übergriffenen
Längsrippe 2 insgesamt einen ungleichförmig trapezförmig gestalteten Profilquerschnitt
auf.
Eine wesentlich abweichende Gestaltungsform zeigt die Ausführungsform nach Figur 5,
dahingehend, daß der Haken 55 des Halters 88 eine kreisbogenförmige Querschnittsform
aufweist und dieser Querschnittsform des Hakens 55 eine im wesentlichen dreieckförmige
Querschnittsform des Kopfprofiles 132 der übergriffenen Längsrippe 2 zugeordnet ist.
Gleichzeitig ist hier auch auf die Ausbildung eines zweiten Widerlagers für den Haken
55 verzichtet und die Flankenwandung 20 der übergreifenden Längsrippe 1 glattwandig
ausgebildet. Darüberhinaus ist bei der Ausführungsform noch vorgesehen, daß ein Auflagesteg
für die die übergriffenen Längsrippe 2 aufweisende Blechbahn mit dem seinerseits als
Formteil ausgebildeten Halter einteilig ausgebildet ist.
Zwischen dem Übergang 18 zwischen der Flankenwandung 17 und dem Kopfprifil 13 der
übergriffenen Längsrippe 2 und dem Bördelrand des nach innen abgestellten und das
erste Widerlager bildenden freien Randbereiches 11 der übergreifenden Längsrippe 2
können Dichtmittel angeordnet sein, die entweder gemäß der Ausführungsform nach Figur
6 als Labyrinthdichtung gestaltet sein können, dadurch daß der freie Randbereich unter
einem Flachen Winkel gegen den bogenförmigen Übergang 18 angestellt ist, oder gemäß
der Ausführungsform nach Figur 7 durch einen auf den freien nach innen umgebördelten
Randbereich 11 der übergreifenden Längsrippe 1 aufgesetzten Dichtprofilstreifen 22
gebildet sein kann.
[0015] In der Darstellung der Figur 8 ist zumindest schematisch der Bereich der unter den
Umfang der vorliegenden Erfindung fallenden Variationsmöglichkeiten an Hand mehr oder
minder extremer Ausgestaltungsformen dargestellt. Ausgehend von der Tatsache, daß
die Erfindung eine Festlegung der übergreifenden Längsrippe mittels des Hakens des
Halters vorsieht, kann in einer allgemeinen Ausgestaltung naturgemäß auch vorgesehen
sein, daß der Haken des Halters an der übergreifenden Längsrippe in deren Fußbereich
oder an einer zwischen deren Fußbereich und deren Kopfprofil bzw. an einer an deren
Kopfprofil liegenden Stelle angreift, wie sich aus der Gegenüberstellung der Figurenbestandteile
A und B offensichtlich ergibt. Aus der Gegenüberstellung der Figurenbestandteile A
bzw. B und C ergibt sich ferner, daß der Haken des Halters zum einen als einfach umgebogener,
das Kopfprofil der übergriffenen Längsrippe nicht übergreifender Haken mit lediglich
einem am einen Profilflansch der übergreifenden Längsrippe ausgebildeten Widerlager
zusammenwirkend, wobei sein Befestigungsfuß zweckmäßigerweise entgegengesetzt zu seiner
Hakenkrümmung ausgerichtet ist, oder aber zum anderen das Kopfprofil der übergriffenen
Längsrippe übergreifendend, als Profilformteil mit einer seinem freien Rand gegenüberliegend
angeordneten und an einem zweiten durch eine an der übergreifenden Längsrippe ausgebildeten
Schulter gebildeten Widerlager anliegenden Auskragung versehen ist, gestaltet und
angeordnet sein kann.
1. Aus nebeneinaderliegend angeordneten Blechbahnen bestehende Dacheindeckung bzw. Wandverkleidung,
deren einzelne Blechbahnen entlang ihrer beiden Längsränder mit gegenüber ihrer Ebene
nach oben aufragende, vorzugsweise jeweils mittels quergerichteter Versteifungssicken
gebildeten Kopfteilen versehenen Längsrippen ausgestattet und vermittels an einer
Tragkonstruktion befestigbarer hakenförmiger Halter an der Tragkonstruktion festlegbar
sind, wobei sich die Längsrippen einander unmittelbar benachbarter Blechbahnen wenigstens
teilweise überdecken, derart, daß die Längsrippen von der einen zur anderen Seite
jeder Blechbahn dahingehend unterschiedlich ausgebildet sind und bei montierter Dacheindeckung
die eine Längsrippe der einen Blechbahn die dieser zugewandte Längsrippe der benachbarten
Blechbahn übergreift und wobei die hakenförmigen Halter kraft-und formschlüssig in
das Kopfprofil wenigstens der einen von zwei einander übergreifenden Längsrippen benachbarter
Blechbahnen eingreifen, dadurch gekennzeichnet, daß der Haken (5, 50, 55, 500) des
Halters (8, 80, 88, 800) an der übergreifenden Längsrippe (1) angreift.
2. Dacheindeckung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Haken (5, 50, 55,
500) des Halters (8, 80, 88, 800) ein an der übergreifenden Längsrippe (1) ausgebildetes
Widerlager (11, 110) zugeordnet ist.
3. Dacheindeckung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das dem Haken (5,
50, 55) des Halters (8, 80, 88) zugeordnete an der übergreifenden Längsrippe (1) ausgebildete
Widerlager (11) im Bereich deren Kopfprofiles (13, 130) ausgebildet ist.
4. Dacheindeckung nach Anspruch 1, dadurvch gekennzeichnet, daß der Haken (5,50, 55)
des Halters (8, 80, 88) bezüglich des Kopfprofiles der übergriffenen Längsrippe (2)
seinerseits ebenfalls übergreifend angeordnet ist und mit wenigstens einem am Kopfprofil
der übergreifenden Längsrippe (1) ausgebildeten Widerlager (11) formschlüssig im Eingriff
steht.
5. Dacheindeckung nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß an der übergriffenen
Längsrippe (2) wenigstens eine mit dem Innenumfang des Hakenprofiles des Halters (8,
88) zusammenwirkende Abstützung ausgebildet ist.
6. Dacheindeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß an der
übergriffenen Längsrippe (2) eine zweite mit dem Innenumfang des Hakenprofiles des
Halters (8) zusammenwirkende Abstützung ausgebildet ist.
7. Dacheindeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß einem
im wesentlichen eine trapezförmige Profilquerschnittsform aufweisenden Haken (5) des
Halters (8) eine gleichfalls im wesentlichen trapezförmige Profilquerschnittsform
des Kopfprofiles der übergreifenden Längsrippe (1) zugeordnet ist, wobei dem freien
Profilschenkel (12) des Hakenprofiles ein nach innen abgestellter und vorzugsweise
nach oben umgebördelter Randbereich (11) des Kopfprofiles (10) der übergreifenden
Längsrippe (1) als erstes Widerlager zugeordnet ist.
8. Dacheindeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß dem unteren
horizontalen Profilsteg (15) des trapezförmigen Hakens (5) die obere Wandung (16)
einer das Kopfprofil (10) der übergreifenden Längsrippe (1) begrenzenden Längssicke
(9) als zweites Widerlager zugeordnet ist.
9. Dacheindeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Kopfprofil
der übergriffenen Längsrippe (2) lediglich zur Hälfte trapezförmig gestaltet ist und
mit seinem freien Profilflansch am Innenumfang des Hakenprofiles anliegt.
10. Dacheindeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Übergang
(18) der übergriffenen Längsrippe (2) zu ihrem Kopfprofil (13) als Anlagefläche zur
Abdichtung, insbesondere zur dichtenden, mittel-oder unmittelbaren Anlage des Randbereiches
des Kopfprofiles (10) der übergreifenden Längsrippe (1) ausgebildet ist.
11. Dacheindeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das
Kopfprofil (13) der übergriffenen Längsrippe (2) in Verbindung mit einer bogenförmigen
Ausbildung des Hakens (55) des Halters (88) eine im wesentlichen dreieckige Profilquerschnittsform
aufweist.
12. Dacheindeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das
Kopfprofil der übergriffenen Längsrippe (2) in Verbindung mit einem lediglich winkelförmig
ausgebildeten, die obere Wandung der das Kopfprofil der übergreifenden Längsrippe
(1) begrenzenden Längssicke hintergreifenden Haken des Halters das Kopfprofil der
übergriffenen Längsrippe (2) zum Profilquerschnitt des Kopfprofiles der übergreifenden
Längsrippe (1) gleichartig trapezförmig ausgebildet ist.
13. Dacheindeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
den freien Rand bzw. den umgebördelten Randbereich (11) des Kopfprofiles (10) der
übergreifenden Längsrippe (1) und den Übergang (18) eine Dichtung (22), insbesondere
eine auf den freien Randbereich aufgesetzte Dichtung aus einem fortlaufenden Dichtprofilstreifen
angeordnet ist.
14. Dacheindeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der
Bereich zwischen dem umgebördelten Randbereich (11) des Kopfprofiles (10) der übergreifenden
Längsrippe (1) und dem Übergang (18) der übergriffenen Längsrippe (2) als Labyrinthdichtung
ausgebildet ist.
15. Dacheindeckung nach einem der voraufgehenden Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet,
daß der Abstand des freien Profilschenkels des Hakens zum Tragschenkel des Halters
wenigstens annähernd dem größten Profildurchmesser des Kopfprofiles der übergriffenen
Längsrippe entspricht. (Diagonale).
16. Dacheindeckung nach einem der voraufgehenden Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet,
daß der Abstand des freien Endes des freien Profilschenkels des Halterhakens zum Tragschenkel
des Hakens geringfügig kleiner ist als der größte Profildurchmesser des Kopfprofiles
der übergriffenen Längsrippe.
17. Dacheindeckung nach einem der voraufgehenden Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet,
daß das Kopfprofil der übergriffenen Längsrippe lediglich in seinem oberen Bereich
zum Innenumfang des Hakens gleichförmig trapezförmig ausgebildet ist.