[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Patentanspruch
1.
[0002] Eine Vorrichtung mit diesen Merkmalen ist in der DE 36 33 855 C2 beschrieben. Diese
Vorrichtung dient zum Lösen, Verstellen und Spannen einer am Umfang eines Plattenzylinders
anliegenden Druckplatte einer Druckmaschine, wie dies ein bevorzugtes Anwendungsgebiet
der Erfindung ist.
[0003] In Fig. 5 dieser Druckschrift sind die hierzu vorgesehenen Stellmotoren bzw. das
Stellglied über Pfeile mit einer zentralen Verarbeitungseinheit verbunden. Dem Text
kann nicht entnommen werden, wie die Verbindung konkret ausgeführt ist. Vermutlich
können die Daten und die Energie dort nur bei stehendem Plattenzylinder übertragen
werden. Dies ist aber nachteilig, weil man hierzu die Maschine zunächst anhalten muß.
Nach dem Verstellen der Druckplatte muß sie wieder angefahren werden und hierbei entsteht
natürlich Makulatur.
[0004] Zum Stand der Technik wird auch auf die DE 39 36 446 A1 verwiesen, die ein abermals
bevorzugtes Anwendungsgebiet der erfindungsgemäßen Vorrichtung beschreibt. Dort ist
die Druckplatte an in einer Zylindergrube angeordneten Spannschienen befestigt, von
denen die vordere Spannschiene an ihren beiden Enden getrennt verstellt werden kann
und die hintere Spannschiene parallel zu sich, wobei die Verstellung der Spannschienen
in Umfangsrichtung des Plattenzylinders und zur Außenseite der Grube hin gegen Federkraft
erfolgt. Dort ist auch schon ein Sensor vorgesehen, der die Einspannung der Druckplatte
fühlt. Dieser Druckschrift kann auch schon der Gedanke entnommen werden, die Passerkorrektur
bei laufender Maschine vorzunehmen. Wie hierbei die elektrische Energie und die Daten
vom Maschinenrahmen auf den Plattenzylinder übertragen werden sollen, ist dort aber
nicht beschrieben.
[0005] Ausgehend von einer Vorrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Patentanspruch
1 liegt daher der Erfindung die Aufgabe zugrunde, diese so auszugestalten, daß die
Daten und die elektrische Energie auch bei laufender Druckmaschine vom maschinenfesten
Bauteil auf das sich drehende Bauteil übertragen werden können. Beim bevorzugten Anwendungsgebiet
der Passerkorrektur soll dies also bei laufender Druckmaschine erfolgen können.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe dienen die kennzeichnenden Merkmale von Patentanspruch
1. Danach ist es wesentlich, zwei getrennte Übertragungskanäle vorzusehen, nämlich
einmal für die Daten und zum anderen für die Energie, oder die Daten und die Energie
werden in einem Kanal übertragen. Am rotierenden Teil des Übertragers wird die Energie
liefernde Wechselspannung gleichgerichtet, weil die nachfolgenden Bauteile Gleichspannung
benötigen. Auch die Daten werden über Wechselspannung, ggf. über Impulse, kontaktlos
übertragen und werden in einem Signaltreiber aufbereitet und als solche weiterverarbeit.
[0007] Eine wichtige Ausgestaltung der Erfindung ist nach Patentanspruch 2 dadurch gekennzeichnet,
daß der Übertrager als Transformator mit rotierenden Wicklungen ausgebildet ist. Hier
macht man sich zunutze, daß der Übertrager sowohl für die Energie wie auch für die
Daten grundsätzlich elektrische Wechselspannung überträgt und diese Wechselspannung
bzw. diese Impulse können durch einen Transformator kontaktlos übertragen werden,
wobei hierzu der Transformator lediglich zweiteilig ausgebildet werden muß derart,
daß ein Teil des Transformators feststeht und der andere rotiert. Zu diesem Merkmalskomplex
verweisen wir als Stand der Technik auf die DE-38 39 771 A1, die schon einen rotationssymmetrisch
aufgebauten Transformator in seinen Grundzügen beschreibt, ohne allerdings anzugeben,
daß der Transformator zweiteilig ausgebildet sein kann derart, daß ein Teil rotiert
und der andere steht. Dieses Prinzip ist aber ebenfalls an sich bekannt.
[0008] Mit Hilfe des erwähnten, zweiteiligen Transformators kann man die Daten und die Energie
nach dem Prinzip nach Patentanspruch 3 oder 4 übertragen, die mögliche Ausführungen
für die Übertragung charakterisieren.
[0009] Die Patentansprüche 6 bis 10 sind auf bevorzugte Ausgestaltungen der Schaltung im
rotierenden Teil gerichtet.
[0010] Das in Anspruch 6 angesprochene Steuerwerk verknüpft die Daten miteinander und speichert
sie. Es steuert die einzelnen Bauelemente.
[0011] Die in Anspruch 7 angesprochene Kanalauswahl ist notwendig, wenn man mehrere Stellmotoren
verwendet, ggf. auch mit einem oder mehreren Sensoren (Druckdosen).
[0012] Der Istwerttreiber mit den Positionsmeldern nach den Ansprüchen 8, 9 meldet die Positionen
der Stellmotore dem Steuerwerk.
[0013] Die Istposition kann in der Anzeige im rotierenden Teil nach Anspruch 10 angezeigt
werden und/oder in der maschinenfesten Steuereinheit nach diesem Anspruch. Insoweit
ist also auch ein Datenrückfluß vom rotierenden Teil zum maschinenfesten Teil vorgesehen.
[0014] Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert,
aus denen sich weitere wichtige Merkmale ergeben. Es zeigt:
- Fig. 1 -
- ein Blockschaltbild der wesentlichen Bauelemente einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;
- Fig. 2 -
- ein Prinzipbild des zweiteiligen Transformators, dem auch seine bevorzugte räumliche
Anordnung hervorgeht;
- Fig. 3 -
- ein Schaltbild eines hierbei zum Einsatz kommenden, zweiteiligen Transformators mit
rotierender Sekundärwicklung als Übertrager in einer ersten Ausführungsform;
- Fig. 4 -
- ein Diagramm, wobei über der Zeit die Stromstärke dargestellt ist und woraus die Schachtelung
der Leistungsübertragung und der Datenübertragung hervorgeht bei der Anordnung nach
Fig. 3;
- Fig. 5 -
- eine Prinzipdarstellung zur Erläuterung der einkanaligen Übertragung von Energie und
Daten mit Hilfe des Transformators nach Fig. 2 (2. Ausführungsform);
- Fig. 6 -
- ein Diagramm, wobei über der Zeit die frequenzmodulierte Spannung bei der Übertragung
nach Fig. 5 dargestellt ist.
[0015] Zunächst sei anhand von Fig.1 das Prinzip einer erfindungsgemäßen Vorrichtung näher
erläutert.
[0016] Eine Steuereinheit 2 ist vorgesehen, die ggf. auch eine Anzeige für die Datenwerte
hat und die mit einem übergeordneten Host-Steuerwerk 56 der Druckmaschine in Verbindung
steht. Sie überträgt durch Impulse 19 angedeutete Daten über eine Leitung 20 an einen
Übertrager 3.
[0017] Die Steuereinheit 2 überträgt fernerhin durch ein Wechselspannungssymbol 21 angedeutete
elektrische Energie über eine Leitung 18 an den Übertrager 3.
[0018] Die Bauteile von 2 und der statische Teil des Übertragers 3 sind im maschinenfesten
Bereich 17 der Druckmaschine vorgesehen.
[0019] Die anderen Bauteile sind an einem rotierenden Maschinenbauteil befestigt, vorzugsweise
an einem Plattenzylinder. Dieser rotierende Bereich ist durch Pos. 16 angedeutet.
Die beiden Bereiche sind durch eine symbolische Trennlinie 22 in Fig. 1 voneinander
getrennt.
[0020] Der Übertrager 3 überträgt kontaktlos, wie dies weiter unten noch anhand der folgenden
Figuren näher erläutert wird, die elektrische Energie (Leistung) in Richtung des Pfeiles
23 an einen Gleichrichter 4. Dieser verwandelt den Wechselstrom in Gleichstrom.
[0021] Der Übertrager 3 leitet auch die Datenimpulse 19, wie durch den Pfeil 24 angedeutet,
zu einem Signaltreiber 5, der eine serielle Schnittstelle darstellt. Auch dies wird
weiter unten anhand der folgenden Figuren noch näher erläutert.
[0022] Ausgangsseitig des Gleichrichters 4 wird ein Motortreiber 8 mit der Gleichspannung
25 versorgt. Ein Steuerwerk 7 inklusive Speicher wird mit Gleichspannung 26 vom Gleichrichter
4 versorgt. Außerdem erhält das Steuerwerk 7 eine Referenzspannung 27 vom Gleichrichter
4.
[0023] Der Signaltreiber 5 ist mittels einer Datenleitung 28 an das Steuerwerk 7 angeschlossen,
an das auch eine Anzeige 6 angeschlossen ist.
[0024] Das Steuerwerk 7 ist über eine Steuerleitung 29 mit dem Motortreiber 8 verbunden
und der Motortreiber ist über eine weitere Leitung 30 mit einer Kanalauswahl 10 (Kanaltreiber)
verbunden. An die Kanalauswahl ist über eine Leitung 31 ein Istwerttreiber 9 angeschlossen
und dieser ist wiederum über eine Leitung 32 an das Steuerwerk 7 angeschlossen.
[0025] An die Kanalauswahl 10 sind beim gezeigten Ausführungsbeispiel ein Sensor (Druckdose)
11 sowie mehrere Stellmotoren 12, 13, 14, 15 und deren Postionsmelder 51,52,53,54
angeschlossen.
[0026] Eingangsseitig wird der Übertrager 3 beispielsweise von einem getakteten Netzteil
versorgt. Der Gleichrichter 4 erzeugt an seinen Ausgängen Gleichspannungen, nämlich
an der Leitung 26 eine Gleichspannung von 5 V bzw. eine Gleichspannung von 24 V an
der Leitung 25.
[0027] Das Steuerwerk 7 steuert den Funktionsablauf. Dazu werden ihm die Daten über den
Signaltreiber 5 zugeleitet. Die daraus abgeleiteten Signale gelangen über die Leitung
29 an den Motortreiber 8 und von dort an die Kanalauswahl 10. Die Motoren 12 bis 15
werden über die Leitungen 25, 30 mit Gleichspannung versorgt. Die Istwerte, d.h. die
angefahrenen Positionen der Motore und auch der Istzustand des Sensors 11, werden
der Kanalauswahl 10 zugeführt.
[0028] Bei der sequentiellen Abfrage vom Steuerwerk 7 werden die der Kanalauswahl 10 zugeführten
Istwerte mit der Leitung 31 dem Istwerttreiber 9 zugeleitet und über die Leitung 32
vom Steuerwerk 7 ausgewertet. Sie gelangen dann in der Anzeige 6 zur Anzeige bzw.
über die Leitungen 28, 24, 19 auch zur Anzeige an der maschinenfesten Steuereinheit
2. Hierzu steuert mit dem Signal 55 das Steuerwerk 7 die Kanalauswahl 10 und fragt
dementsprechend die erzeugten Istwerte aus 11 und 51 bis 54 ab.
[0029] Fig. 2 zeigt eine konstruktiv bevorzugte Ausführungsform dieses zweiteiligen Transformators.
Daraus geht hervor, daß der (feststehende) Kern rotationssymmetrisch ausgebildet ist
und Topfform hat mit einem axialen Vorsprung 42. In den dadurch gebildeten Ringraum
greifen die Primärwicklungen 33, 34 ein und die rotierende Sekundärwicklung 35 greift
in den Spalt zwischen die Primärwicklingen 33, 34 ein.
[0030] Position 43 deutet die Feldlinien an, die sich im Luftspalt erstrecken.
[0031] Die rotierende Sekundärwicklung 35 ist an einer Platte 44 befestigt und die Drehachse
ist bei Pos. 45 angedeutet. (Der Datenübertragungskanal 24 ist in Fig. 4 nicht angedeutet.)
[0032] Fig. 3 zeigt das Schaltschema eines hier zum Einsatz kommenden, zweiteiligen Transformators.
Sein statischer Teil ist links von der Trennlinie 22 angedeutet und sein rotierender
Teil rechts davon. Der statische Teil hat zwei primärseitige Wicklungen 33, 34, die
induktiv an wenigstens eine sekundärseitige Wicklung 35 des rotierenden Teils angekoppelt
sind.
[0033] In Fig. 3 sind außerdem eine Steuereinheit 36 für den Transformator sowie Verbraucher
37 angedeutet. Die Steuereinheit enthält als wesentliche Bauelemente einen Oszillator,
eine Regelung, eine Steuerung, einen Treiber, eine Schutzschaltung und einen Generator
für Zeitfenster (Datentrigger).
[0034] Der Steuereinheit 36 werden die Daten von der Steuereinheit 2 über die Leitung 19
zugeleitet. Sie werden dann entsprechend wie in Fig. 4 gezeigt übertragen.
[0035] Fig. 4 zeigt die von der sekundärseitigen Wicklung 35 empfangenen Signal. Daraus
geht hervor, daß die elektrische Energie über Impulse 39, die hier dreieckförmig sind,
weitergeleitet worden ist. Zwischen diesen Impulsen befindet sich jeweils ein Fenster,
in denen keine Energie übertragen wird und in dieses Fenster setzt man die Datenübertragung
24 mit Datenimpulsen 40. Dies wird von der Steuereinheit 36 gesteuert.
[0036] Die Daten werden über den Datenkanal 24 an den Signaltreiber 5 weitergeleitet, der
beispielsweise jeweils nur für die Impulslücken geöffnet wird. Die Energie-Impulse
39 werden gleichgerichtet und die dadurch erhaltene Gleichspannungsversorgung gelangt
an die Verbraucher 37.
[0037] Fig. 6 erläutert die Übertragung mit Hilfe der Anordnung nach Fig. 5. Daraus geht
hervor, daß'ein amplitudenmoduliertes Signal 50 übertragen wird, dessen niederfrequenter
Anteil die Leistung 23 ergibt (Sinusteil der Kurve 50) und dessen hochfrequenter Anteil
57 die Daten 24 überträgt.
[0038] Das Signal 50 kann auch frequenzmoduliert oder phasenmoduliert sein.
[0039] Es ist somit ersichtlich, daß über den zweiteiligen Transformator die Hilfsenergie
und die Steuersignale in den rotierenden Plattenzylinder übertragen werden können.
Der Transformator ist verschleißfrei, wartungsfrei und überträgt kontaktlos die Hilfsenergie
und die Steuerdaten zur Verstelleinheit im Plattenzylinder der Druckmaschine. Durch
die kontaktlose Übertragung wird eine erhebliche Reduzierung der Steuersignale erreicht,
so daß eine unkritische Übertragung von Steuersignalen ermöglicht wird. Dies wiederum
ermöglicht eine genaue und reproduzierbare Positionierung.
[0040] Die Steuereinheit 2 tauscht also über den Übertrager 3 und den Signaltreiber 5 Steuerdaten
mit dem Steuerwerk 7 aus. Dieses positioniert die Motore 12 - 15 (ggf. ist auch nur
einer dieser Motoren vorgesehen) über die Motortreiber 8 und die Kanalauswahl 10.
Die Positionierdaten der Motore werden über den Istwertreiber 9 vom Steuerwerk 7 ausgewertet.
Der Klemmvorgang wird von der Druckdose 11 registriert und über die Kanalauswahl 10
und den Istwerttreiber 9 dem Steuerwerk 7 zugeleitet. Über die Anzeige 6 werden die
Positionierdaten vom Steuerwerk 7 aus gesteuert und angezeigt.
[0041] Die zur Spannungsversorgung (Stromversorgung) der elektrischen Verbraucher 37 im
rotierenden Teil 16 benötigte Energie wird vom Übertrager 3 übertragen und im Netzteil
4 aufbereitet und den elektrischen Bauelementen 5 - 11, den Motoren 12 - 15 und den
Positionsmeldern 51 - 54 zugeleitet.
Bezugszeichenliste
[0042]
- 1
- 2
- Steuereinheit
- 3
- Übertrager
- 4
- Gleichrichter
- 5
- Signaltreiber
- 6
- Anzeige
- 7
- Steuerwerk
- 8
- Motortreiber
- 9
- Istwerttreiber
- 10
- Kanalauswahl
- 11
- Sensor
- 12
- Stellmotor
- 13
- Stellmotor
- 14
- Stellmotor
- 15
- Stellmotor
- 16
- Bereich, rotierend
- 17
- Bereich, maschinenfest
- 18
- Leitung
- 19
- Impuls
- 20
- Leitung
- 21
- Symbol
- 22
- Linie
- 23
- Pfeil
- 24
- Pfeil
- 25
- Leitung (Gleichspannung)
- 26
- Leitung (Gleichspannung)
- 27
- Leitung (Referenzspannung)
- 28
- Leitung (Datenleitung)
- 29
- Leitung
- 30
- Leitung
- 31
- Leitung
- 32
- Leitung
- 33
- Wicklung
- 34
- Wicklung
- 35
- Wicklung
- 36
- Steuereinheit
- 37
- Verbraucher
- 38
- 39
- Impuls
- 40
- Datenimpuls
- 41
- Kern
- 42
- Vorsprung
- 43
- Feldlinie
- 44
- Platte
- 45
- Drehachse
- 46
- Wicklung
- 47
- Wicklung
- 48
- 49
- 50
- Signal
- 51
- Positionsmelder
- 52
- Positionsmelder
- 53
- Positionsmelder
- 54
- Positionsmelder
- 55
- Leitung (Signalleitung)
- 56
- Steuerwerk
- 57
- Anteil
1. Vorrichtung für die Übertragung von elektrischer Energie und von Daten von einem feststehenden
Maschinenbauteil (17) auf ein sich drehendes Maschinenbauteil (16) einer Druckmaschine,
insbesondere zum Lösen, Verstellen und Spannen einer am Umfang eines Plattenzylinders
anliegenden Druckplatte, mit einer rahmenfesten Steuereinheit, die mit einer Verarbeitungseinheit
zusammenarbeitet, die wenigstens einen elektrischen Verbraucher, vorzugsweise wenigstens
einen Stellmotor (12-15), beaufschlagt, abermals vorzugsweise für eine Vorrichtung
zur Passerkorrektur, wie sie in der DE 3,936,446 A1 beschrieben ist, bei der die Druckplatte
an in einer Zylindergrube angeordneten Spannschienen befestigt ist, von denen die
vordere Spannschiene an ihren beiden Enden getrennt verstellt werden kann und die
hintere Spannschiene parallel zu sich, wobei die Verstellung der Spannschienen in
Umfangsrichtung des Plattenzylinders und zur Außenseite der Grube hin gegen Federkraft
erfolgt und wobei vorzugsweise ein Sensor (11) vorgesehen ist, der die Einspannung
der Druckplatte fühlt,
dadurch gekennzeichnet,
daß für die Übertragung der elektrischen Energie und der Daten ein maschinenfester
Übertrager (3) vorgesehen ist, der die ihm als Wechselspannung zugeleitete elektrische
Energie kontaktlos einem rotierend angeordneten Gleichrichter (4) zuführt und der
die ihm als Datenimpulse zugeleiteten Daten ebenfalls kontaktlos einem ebenfalls rotierend
angeordneten Signaltreiber (5) zuführt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Übertrager (3) als maschinenfester Teil eines zweiteiligen Transformators
ausgebildet ist, dessen anderer Teil rotierend angeordnet ist, wobei die beiden Teile
die induktiv miteinander gekoppelten Primär- bzw. Sekundärwicklungen (33,34,35; 46,47)
des Transformators aufweisen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Energieübertragung in Impulsen (39) erfolgt, zwischen denen Totzeiten bestehen,
in denen die Datenübertragung (Impulse 40) erfolgt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß für die Energieübertragung und für die Datenübertragung jeweils eine Primärwicklung
(46) und eine Sekundärwicklung (47) des Transformators vorgesehen ist, die eine modulierte
Wechselspannung übertragen.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Gleichrichter (4) und der Signaltreiber (5) mit einem Steuerwerk (7) mit Speicher
verbunden sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß an das Steuerwerk (7) wenigstens ein Motortreiber (8) mit Kanalauswahl (10) und
an diese der bzw. die Stellmotoren (12-15) sowie ggf. der Sensor (11) angeschlossen
sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß an die Motoren (12-15) jeweils ein Positionsmelder (51-54) angeschlossen ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß an die Kanalauswahl (10) wenigstens ein Istwerttreiber (9) angeschlossen ist,
der an das Steuerwerk (7) angeschlossen ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß an das Steuerwerk (7) und/oder an die Steuereinheit (2) eine Anzeige (6) angeschlossen
ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Steuerwerk (7) und die Kanalauswahl (10) dirrekt miteinander verbunden sind
(Signalleitung 55).
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuereinheit (2) an ein Steuerwerk (56) der Druckmaschine angeschlossen ist.