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EP 0 531 554 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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17.03.1993 Patentblatt 1993/11 |
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Anmeldetag: 06.09.1991 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: H01H 83/14 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE ES FR GB |
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Anmelder: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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D-80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Baldauf, Josef, Dipl.-Ing. (FH)
W-8417 Lappersdorf (DE)
- Herschberger, Josef, Dipl.-Ing. (FH)
W-8400 Regensburg (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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Wandler, beispielsweise Summenstromwandler |
(57) Wandler (1), beispielsweise Summenstromwandler für Fehlerstromschutzschalter, durch
dessen Ringwicklung (2) zumindest ein Primärleiter (4) als Leiter ohne Windung durchgesteckt
ist. Es ist vorgesehen, daß der Leiter im Wicklungsbereich knieförmig gekröpft ist
(Kröpfung 5), damit er eine Anlage an einer ersten radialen Rippe (6) innerhalb der
Ringwicklung (2) findet, und in seinem geradlinigen Bereich in einer Führungsmulde
(7) einer zur ersten Rippe (6) unter einem Winkel stehenden zweiten radialen Rippe
(8) einliegt, wobei in die Kröpfung (5) zumindest ein Schnapphaken (9) eingreift,
wodurch der Leiter (4) gegen Verdrehen und in axialer Richtung gesichert ist.
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[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Wandler, beispielsweise Summenstromwandler für
Fehlerstromschutzschalter, im einzelnen nach Gattungsbegriff von Patentanspruch 1.
Durch die Ringwicklung des Wandlers ist zumindest ein Primärleiter als Leiter ohne
zusätzliche Windung durchgesteckt. In einem derartigen Wandler kann sich ein Primärleiter
verdrehen und auch axial verschieben. Bei der Montage in einem den Wandler aufnehmenden
Gerät, beispielsweise in einem Fehlerstromschutzschalter, ist der bzw. sind die Primärleiter
mit angeschlossenen Klemmen und weiteren Bauelementen einzeln auszurichten, was aufwendige
Handarbeit darstellt. Anderenfalls sind die durchgesteckten Primärleiter nachträglich
und individuell festzulegen, beispielsweise durch umwickeln mit Isolierband oder Eindrücken
mit Zusatzteilen.
[0002] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Wandler zu entwickeln, der automatisch
montierbar ist und eine selbständig handhabbare Baugruppe bildet, die die weitere
Montage in einem den Wandler aufnehmenden Gerät erleichtert.
[0003] Die Lösung der geschilderten Aufgabe erfolgt durch einen Wandler nach Patentanspruch
1. Der Leiter ist im Wicklungsbereich knieförmig gekröpft und findet damit eine Anlage
an einer ersten radialen Rippe innerhalb der Ringwicklung. In seinem geradlinigen
Bereich liegt er in einer Führungsmulde ein, die in einer zur ersten Rippe unter einem
Winkel stehenden zweiten Rippe ausgebildet ist. In die Kröpfung greift zumindest ein
Schnapphaken ein, wodurch der Leiter gegen Verdrehen und in axialer Richtung gesichert
ist. Ein derartiger Wandler ist leicht mechanisch zu montieren und weist wenig Bauteile
auf. Er ist für sich handhabbar und erleichtert dadurch die weitere Montage in einem
den Wandler aufnehmenden Gerät, beispielsweise in einem Fehlerstromschutzschalter.
[0004] Wenn die Ringwicklung von einem zweiteiligen Trog aus Formstoff aufgenommen wird,
ist sie gegen Verletzungen durch einzuführende Primärleiter geschützt. Der zweiteilige
Trog kann aus zwei Halbschalen bestehen oder aus zwei hohlen Halbringen. Es ist günstig,
wenn der Trog die ersten und zweiten Rippen bildet, so daß sie in axialer Sicht kreuzförmig
angeordnet sind. Dieses Kreuz kann schief oder insbesondere gerade ausgeführt sein,
so daß die ersten und zweiten Rippen jeweils einen rechten Winkel einschließen.
[0005] Vorteilhafterweise sind auch die Schnapphaken am Trog aus Formstoff angeformt, wodurch
besonders wenig Einzelteile entstehen.
[0006] Die Führungsmulde für den Leiter in seinem geradlinigen Bereich kann am Fuße der
ersten Rippe ausgebildet sein, wobei der bzw. die Schnapphaken im Eingriffsbereich
unter einem Winkel zu der gedachten Ebene steht bzw. stehen, in der die Kröpfung des
Leiters liegt. Ein solcher Schnapphaken kann in Seitenansicht L-förmig ausgeführt
sein, wobei der abgewinkelte Teil in die Kröpfung eingreift.
[0007] Wenn die Führungsmulde für den Leiter in seinem geradlinigen Bereich beabstandet
zur ersten Rippe ausgeführt ist, kann der Schnapphaken zahnförmig eben ausgeführt
sein und parallel zur ersten Rippe verlaufen. Ein oder mehrere derartige Schnapphaken
sichern ebenfalls den Leiter gegen axiale Bewegungen. Gegen verdrehen ist der Leiter
durch seine Anlage an der ersten Rippe und seine Aufnahme in der Führungsmulde in
der zweiten radialen Rippe gesichert. Die Mulde kann dann vorteilhafterweise so nahe
am Trog ausgeführt sein, daß gerade noch ein Leiter eingeführt werden kann. Der Leiter
ist mit seiner Kröpfung dann diagonal im Quadranten der Rippen erster und zweiter
Art abgestützt.
[0008] Bei einem zweischaligen Trog kann an jeder Trogschale und für jeden der vier gebildeten
Quadranten ein Schnapphaken ausgeführt sein. Durch solch eine Untergliederung in mehrere
Schnapphaken wird bei härterem Formstoff ein Ausfedern erleichtert. In der Praxis
genügen je Quadranten zwei Schnapphaken, die durch benachbarte Trogschalen gebildet
werden.
[0009] Die Erfindung soll nun anhand von in der Zeichnung grob schematisch wiedergegebenen
Ausführungsbeispielen näher erläutert werden:
- In FIG 1
- ist ein Wandler nach einem ersten Ausführungsbeispiel in perspektivischer Darstellung
und sektorförmig aufgeschnitten sowie in Explosionsdarstellung wiedergegeben.
- In FIG 2
- ist der Wandler nach Figur 1 mit einem Leiter veranschaulicht.
- In FIG 3
- ist ein Wandler nach einem anderen Ausführungsbeispiel bei axialer Sicht dargestellt.
[0010] Der Wandler 1 nach Figur 1 weist eine Ringwicklung 2 in einem zweischaligen Schutztrog
3 auf. Ein Primärleiter 4 ist als Leiter ohne zusätzliche Windung durch die Ringwicklung
2 durchgesteckt, wie es aus Figur 2 zu ersehen ist. Der Leiter 4 ist im Wicklungsbereich
knieförmig gekröpft, so daß er eine Kröpfung 5 bildet. Der Leiter 4 findet mit seiner
Kröpfung 5 eine Anlage an einer ersten radialen Rippe innerhalb der Ringwicklung 2.
In seinem geradlinigen Bereich liegt er in einer Führungsmulde 7 einer zweiten radialen
Rippe 8 ein. In die Kröpfung 5 greift ein Schnapphaken 9 ein, der jeweils an einem
Schalenteil des Schutztrogs 3 aus Formstoff angeformt ist. Im Ausführungsbeispiel
weist jeder Schnapphaken in axialer Sicht eine L-förmige Ausbildung auf. Hiermit greift
er in die Kröpfung 5 ein, so daß der Leiter 4 in seiner Lage in axialer Richtung gesichert
ist. Hierbei wird er festgelegt und gegen Verdrehen gesichert durch das Einliegen
des geradlinigen Bereichs des Leiters 4 in einer Führungsmulde 7. Diese Führungsmulde
7 ist im Ausführungsbeispiel am Fuß der ersten Rippe 6 angeordnet.
[0011] Die Ringwicklung 2 wird von einem zweischaligen Schutztrog 3 auf Formstoff aufgenommen,
der zugleich die Rippen erster und zweiter Art bildet (6; 8), die in axialer Sicht
kreuzförmig verlaufen. Die ersten und zweiten Rippen (6; 8) schließen im Ausführungsbeispiel
nach den Figuren 1 und 2 einen rechten Winkel ein.
[0012] Die Führungsmulde 7 für den Leiter in seinem geradlinigen Bereich ist im Ausführungsbeispiel
nach Figur 3 beabstandet zur ersten Rippe 6 in der zweiten Rippe 8 ausgeführt. Der
Leiter 4 liegt mit seiner Kröpfung 5 hierdurch schräg, so daß ein zahnförmig eben
ausgeführter Schnapphaken 9, der parallel zur ersten Rippe 6 verläuft, eingreifen
kann.
1. Wandler (1), beispielsweise Summenstromwandler für Fehlerstromschutzschalter, durch
dessen Ringwicklung (2) zumindest ein Primärleiter (4) als Leiter ohne Windung durchgesteckt
ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Leiter im Wicklungsbereich knieförmig gekröpft ist (Kröpfung 5), damit er
eine Anlage an einer ersten radialen Rippe (6) innerhalb der Ringwicklung (2) findet,
und in seinem geradlinigen Bereich in einer Führungsmulde (7) einer zur ersten Rippe
(6) unter einem Winkel stehenden zweiten radialen Rippe (8) einliegt, wobei in die
Kröpfung (5) zumindest ein Schnapphaken (9) eingreift, wodurch der Leiter (4) gegen
Verdrehen und in axialer Richtung gesichert ist.
2. Wandler nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ringwicklung (2) von einem zweiteiligen Schutztrog (3) aus Formstoff aufgenommen
wird, der Schnapphaken (9), die ersten und zweiten Rippen (6; 8) in axialer Sicht
kreuzförmig bildet.
3. Wandler nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die ersten und zweiten Rippen (6; 8) jeweils einen rechten Winkel einschließen.
4. Wandler nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsmulde (7) für den Leiter (4) in seinem geradlinigen Bereich am Fuße
der ersten Rippe (6) ausgebildet ist und der bzw. die Schnapphaken (9) im Eingriffbereich
einen Winkel zur gedachten Ebene, in der die Kröpfung (5) liegt, verläuft.
5. Wandler nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsmulde (7) für den Leiter (4) in seinem geradlinigen Bereich beabstandet
zur ersten Rippe (6) ausgeführt ist und der bzw. die Schnapphaken (9) zahnförmig eben
und parallel zur ersten Rippe (6) ausgeführt sind.

