(19)
(11) EP 0 531 855 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
17.03.1993  Patentblatt  1993/11

(21) Anmeldenummer: 92114896.1

(22) Anmeldetag:  01.09.1992
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5B01D 19/00, C02F 1/20, B09B 3/00, C02F 3/22
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE FR GB LI NL

(30) Priorität: 05.09.1991 DE 4129511

(71) Anmelder: Ed. Züblin Aktiengesellschaft
D-70567 Stuttgart (DE)

(72) Erfinder:
  • Hager, Eberhard
    W-7000 Stuttgart 30 (DE)
  • Högg, Peter
    W-7000 Stuttgart 1 (DE)

(74) Vertreter: Wasmuth, Rolf, Dipl.-Ing. et al
Patentanwalt W. Jackisch & Partner Menzelstrasse 40
D-70192 Stuttgart
D-70192 Stuttgart (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Vorrichtung zum Reinigen von Grundwasser durch Strippen mit einem Gas, insbesondere Luft


    (57) Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Reinigen von Grundwasser durch Strippen mit einem Gas, insbesondere Luft. Die Vorrichtung besteht aus einem Brunnenrohr (21) mit einem unterhalb des Grundwasserspiegels (GW) liegenden Wasserzulauf (6) und einem Wasserablauf (11) sowie einer Anordnung zur Aufrechterhaltung eines Grundwasserstroms vom Wasserzulauf (6) zum Wasserablauf (11) und einem in das Brunnenrohr (21) mündenden Injektorrohr (9) zum Zuführen des Strippgases. Das Strippgas steigt oberhalb des Grundwasserspiegels (GW) in einen Trennraum (2) des Brunnenrohrs (21) auf und wird über einen Luftaustritt (13) abgeführt. Um einerseits eine ausreichende Grundwasserströmung zu erzielen und andererseits die notwendige Menge Strippluft zur Verfügung zu stellen, ist vorgesehen, das über das Injektorrohr zugeführte Strippgas unter Überdruck zuzuführen.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Reinigen von Grundwasser durch Strippen mit einem Gas, inbesondere Luft, nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.

    [0002] Zur Reinigung von Grundwasser ist es bekannt, über Tage das Wasser durch Strippen mit Gas, insbesondere Luft zu reinigen. Mit der durch das Wasser geführten Luft werden leicht flüchtige Verunreinigungen ausgetragen.

    [0003] Eine gattungsgemäße Einrichtung ist aus dem deutschen Gebrauchsmuster 90 05 565 bekannt. Aus dem Trennraum des Brunnenrohres wird mittels Unterdruck Luft abgesaugt, wobei durch die sich einstellenden Druckverhältnisse über das zur Außenluft offene Injektorrohr Außenluft nachströmt und als Strippluft im Brunnenrohr aufsteigt. Mit diesen bekannten Brunnen konnten zufriedenstellende Reinigungsergebnisse erzielt werden; jedoch ist das Einbringen der Strippluft durch Erzeugen eines Unterdruckes im Trennraum sehr energieintensiv.

    [0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zum Reinigen von Grundwasser durch Strippen mit einem Gas derart weiterzubilden, daß bei hoher Reinigungswirkung und konstruktiv einfachem Aufbau ein nur geringer Energiebedarf zum Betrieb des Brunnens notwendig ist.

    [0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß nach den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.

    [0006] Durch Einbringen des Strippgases unter Überdruck kann die zur Reinigung des Wassers notwendige Strippluftmenge sicher zur Verfügung gestellt werden. Gleichzeitig dient die Strippluft zur Unterstützung der Grundwasserströmung vom Wasserzulauf zum Wasserablauf nach Art eines Druckluftwasserhebers. Durch die Einstellung des Druckes kann so die gewünschte Fördermenge für die erforderliche Grundwasserströmung bestimmt werden.

    [0007] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung, in der nachstehend im einzelnen beschriebene Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt sind. Es zeigen:
    Fig. 1
    in schematischer Darstellung einen aus drei koaxial zueinander liegenden Rohren bestehenden Brunnen zum Reinigen von Grundwasser,
    Fig. 2
    in schematischer Darstellung einen Brunnen gemäß Fig. 1 mit außermittig angeordnetem Injektorrohr,
    Fig. 3
    in schematischer Darstellung einen Brunnen aus zwei koaxial zueinander liegenden Rohren,
    Fig. 4
    in schematischer Darstellung einen Brunnen gemäß Fig. 1 mit einer Injektorpumpe,
    Fig. 5
    in schematischer Darstellung einen Brunnen gemäß Fig. 1 mit einer mechanischen Förderpumpe,
    Fig. 6
    in schematischer Darstellung einen Brunnen gemäß Fig. 5 mit geänderter Zuführung der Strippluft.


    [0008] Der Brunnen gemäß Fig. 1 besteht im wesentlichen aus drei koaxial zueinander liegenden, zylindrischen Rohren. Das Brunnenrohr 21 ist lotrecht im Boden 22 abgeteuft und besteht aus einem zentralen Förderrohr 7 und einem Mantelrohr 12. Das Förderrohr 7 ist länger als das Mantelrohr 12 ausgebildet und weist in seinem unteren Endabschnitt 7a einen Wasserzulauf 6 auf, der aus in die Wandung des Förderrohres 7 eingebrachten Bohrungen gebildet sein kann. Die Bohrungen sind in Umfangsrichtung in einer Reihe nebeneinander angeordnet, wobei mehrere Reihen übereinander vorgesehen sind.

    [0009] Das obere Ende 30 des Förderrohrs 7 ist offen ausgebildet und wird von dem Mantelrohr 12 übergriffen, welches aus dem Boden 22 herausragt. Zwischen dem oberen Endabschnitt 7b des Förderrohrs 7 und dem Mantelrohr 12 ist ein Ringraum 2a ausgebildet. Das untere Ende 12a des Mantelrohres 12 weist einen Wasserablauf 11 auf, der entsprechend dem Wasserzulauf 6 im Förderrohr 7 ausgebildet sein kann. Der Wasserzulauf 6 wie der Wasserablauf 11 weisen eine Verfilterung auf, über die das Wasser gefiltert zu- bzw. abströmt.

    [0010] Das obere Ende 12b des Mantelrohres 12 ist durch einen Deckel 19 luftdicht verschlossen. Der Luftdeckel 19 liegt mit axialem Abstand zur Überlaufkante 3 des offenen Endes 30 des Förderrohres 7 und begrenzt einen im Mantelrohr 12 vorgesehenen Trennraum 2.

    [0011] Der Wasserablauf 11 liegt zumindest teilweise, bevorzugt vollständig unterhalb des Grundwasserspiegels GW. Die Kante 3 des offenen Endes 30 des Förderrohres 7 liegt oberhalb des Grundwasserspiegels GW, ebenso der Trennraum 2.

    [0012] Zentral im Förderohr 7 mündet ein im Durchmesser kleiner ausgebildetes Injektorrohr 9, welches im Deckel 19 zentral gehalten ist. Das Injektorrohr 9 mündet unterhalb des Grundwasserspiegels GW in das Förderrohr 7, bevorzugt in einer Ebene unterhalb der unteren Kante 12c des Mantelrohres 12. Der Endabschnitt 8 des Injektorrohres 9 ist ähnlich einer Siebwandung ausgebildet und kann an seinem offenen Ende verschlossen sein. Anstelle einer gelochten Siebwandung kann der Endabschnitt auch in eine Einzeldüse münden.

    [0013] Über das Injektorrohr 9 wird in Pfeilrichtung 1 ein Strippgas, vorzugsweise Druckluft, zugeführt, welches durch den gelochten Endabschnitt 8 in das im Förderrohr 7 stehende Grundwasser austritt. Die Druckluft entspannt sich und steigt in dem durch das Injektorrohr 9 und das Förderrohr 7 begrenzten Ringraum nach oben, der den Strippbereich 4 bildet. Die aufsteigende Luft reißt Wasser mit, welches am offenen Ende 30 über die Überlaufkante 3 in den Ringraum 2a des Mantelrohres 12 eintritt und über den Wasserablauf 11 abfließt. Auf diese Weise wird Grundwasser in Pfeilrichtung 5 durch den Wasserzulauf 6 in das Förderrohr 7 einströmen, zum Strippbereich 4 aufsteigen, in den Ringraum 2a übertreten und in Pfeilrichtung 10 über den Wasserablauf 11 abströmen.

    [0014] Die über das Injektorrohr 9 in Pfeilrichtung 1 unter Druck zugeführte Strippluft trägt leicht flüchtige Verunreinigungen wie chlorierte Kohlenwasserstoffe und Ähnliches aus dem Grundwasser aus und steigt in den Trennraum 2 auf, in dem etwa Umgebungsluftdruck herrscht. Von dort wird über den außermittig im Deckel 19 liegenden Luftaustritt 13 die Strippluft zusammen mit den Verunreinigungen abgesaugt.

    [0015] Die unter Überdruck eingebrachte Strippluft stellt einen ausreichenden Luftdurchsatz sicher und gewährleistet gleichzeitig eine ausreichende Strömung vom Wasserzulauf 6 zum Wasserablauf 11. Die Höhe der Überlaufkante 3 wird so gewählt, daß sich ein günstiges Verhältnis zwischen der Förderhöhe und dem Trennraum ergibt, um eine optimale Trennung von Wasser und Luft sicherzustellen.

    [0016] Der in den weiteren Ausführungsbeispielen nach den Fig. 2 bis 6 gezeigte Brunnen entspricht im Grundaufbau dem nach Fig. 1, weshalb für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen verwendet sind.

    [0017] Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ist anstelle eines zentralen Injektorrohres das Injektorrohr 9 in den Ringraum 2a zwischen Mantelrohr 12 und Förderrohr 7 geführt. Unterhalb des Grundwasserspiegels GW ist ein Luftverteiler 17 nach Art einer Ringdüse oder dgl. vorgesehen, an die der Endabschnitt 8 des Injektorrohres 9 angeschlossen ist. Die Überlaufkante 3 am offenen Ende 30 des Förderrohres 7 liegt nur geringfügig höher als der Grundwasserspiegel GW.

    [0018] Wird in Pfeilrichtung 1 durch das Injektorrohr 9 Druckluft eingeblasen, so wird diese gleichmäßig über die Fläche des Ringraums zwischen Mantelrohr 12 und Förderrohr 7 verteilt aufsteigen und dabei Wasser mitfördern, welches über die Überlaufkante 3 in das Förderrohr 7 abfließt. Die Strippluft tritt zusammen mit den Verunreinigungen in den etwa druckausgeglichenen Trennraum 2 aus und wird über den Luftaustritt 13 in Pfeilrichtung 13a abgezogen.

    [0019] Aufgrund der gegenüber dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 geänderten Strömungsrichtung fließt das Grundwasser über die Öffnungen 11' im Mantelrohr 12 in Pfeilrichtung 5 zu und über die im unteren Ende des Förderrohrs 7 vorgesehenen Öffnungen 6' in Pfeilrichtung 10 ab; Der Wasserzulauf liet also oberhalb des Wasserablaufs, wodurch insbesondere Verunreinigungen des Grundwassers im Bereich des Grundwasserspiegels beseitigt werden können.

    [0020] Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 besteht das Brunnenrohr 21 ausschließlich aus einem zylindrischen Förderrohr 7, welches neben dem Wasserzulauf 6 in seinem unteren Endabschnitt 7a im Bereich seines oberen Endabschnitts 7b den Wasserablauf 11 aufweist. Der Wasserablauf 11 liegt oberhalb des Grundwasserspiegels GW. Oberhalb des Wasserablaufs 11 ist der Trennraum 2 vorgesehen, der durch den das Förderrohr 7 luftdicht verschließenden Deckel 19 begrenzt ist. Im Deckel 19 ist - entsprechend dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 - das Injektorrohr 9 zentral gehalten, welches koaxial in das Förderrohr 7 ragt und dessen unterer Endabschnitt 8 Luftaustrittsöffnungen aufweist. Der Endabschnitt 8 liegt unterhalb des Grundwasserspiegels GW. Der größte Durchmesser des Strippbereichs 4 entspricht dem größten Durchmesser des Trennraums 2.

    [0021] Wird in Pfeilrichtung 1 über das Injektorrohr 9 Druckluft zugeführt, so steigt diese in dem den Strippbereich 4 bildenden Ringraum zwischen Injektorrohr 9 und Förderrohr 7 auf; dadurch bedingt steigt der Flüssigkeitsspiegel im Förderrohr 7 bis zum Wasserablauf 11, wobei die Strippluft zusammen mit den Verunreinigungen in den annähernd Umgebungsdruck aufweisenden Trennraum 2 aufsteigt und das Wasser über die Verfilterung und den Wasserablauf 11 abströmt. Der in das Grundwasser eingebrachte Luftdruck entspannt sich in einem im günstigen Verhältnis von Strippbereich zum Trennraum stehenden Volumen.

    [0022] Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 ist zentral im Förderrohr 7 eine Injektorpumpe 8a angeordnet, die mit dem Endabschnitt 8 des Injektorrohres 9 verbunden ist. Die Injektorpumpe 8a steht mit ihrer Düse aus dem Grundwasserspiegel GW heraus; ihr Ansaugrohr 14 ragt - zentral im Förderrohr 7 liegend - in Richtung auf den Endabschnitt 7b unter den Grundwasserspiegel GW. Vorteilhaft ist die Injektorpumpe 8a auf einem Schwimmkörper 20 angeordnet, um wechselnde Grundwasserspiegel GW auszugleichen. Die Zuleitung der Druckluft erfolgt dann vorzugsweise über eine flexible Rohrleitung. Die unter Druck in Pfeilrichtung 1 zugeführte Strippluft dient als Antriebsgas der Injektorpumpe, welche über das Ansaugrohr 14 Wasser aus dem Förderrohr 7 ansaugt. Der bzw. die Flüssigkeits- bzw. Gemischstrahlen 4a der Injektorpumpe 8a sind aufrecht gegen den Deckel 19 gerichtet und treffen auf eine im Trennraum 2 angeordnete Prallplatte 18. Durch die Injektorpumpe wird eine innige Vermischung der zugeführten Strippluft mit dem zu reinigenden Wasser erzielt, wobei durch die Prallplatte 18 eine starke weitere Verwirbelung der Wasser/Luft-Mischung erfolgt, was hohe Wirkungsgrade gewährleistet. Falls erforderlich, kann im Förderrohr 7 oder im Mantelrohr 12 ein zusätzlicher Luftverteiler zur Zuführung von Strippluft vorgesehen sein. Die Injektorpumpe 8a eignet sich hierbei als wartungsfreie, funktionssichere Flüssigkeitspumpe. Im Trennraum 2 herrscht vorzugsweise Atmosphärendruck. Es kann auch zweckmäßig sein, einen Überoder Unterdruck im Trennraum 2 einzustellen.

    [0023] Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 entspricht im wesentlichem dem nach Fig. 4. Zentral im Förderrohr 7 ist anstelle der Injektorpumpe 8a eine konventionelle, mechanische Flüssigkeitspumpe 15 angeordnet, deren Saugrohr 14 dem unteren Ende 7a des Förderohrs 7 zugewandt liegt. Das Druckrohr 24 mündet in eine Sprühdüse 16, deren Flüssigkeitsstrahlen 4a aufrecht nach oben gegen die Prallplatte 18 gerichtet sind. Der Trennraum 2 kann unter Atmosphärendruck, Überdruck oder Unterdruck gehalten werden.

    [0024] Konzentrisch zum Druckrohr 7 liegt unterhalb der Düse 16 ein Luftverteiler 17, der mit dem Endabschnitt 8 des Injektorrohrs 9 verbunden ist. Der Luftverteiler 17 liegt oberhalb des Grundwasserspiegels; aus ihm tritt die Strippluft in gleicher Strömungsrichtung aus wie das Wasser aus der Düse 16. Die feine Wasserverteilung durch die Düse 16 wie die starke Verwirbelung aufgrund der Prallplatte 18 ermöglichen einen innigen Kontakt der aufsteigenden Strippluft mit dem Wasser, so daß ein hoher Wirkungsgrad gegeben ist.

    [0025] Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6 entspricht dem nach Fig. 5; der Luftverteiler 17 ist nunmehr im Ringraum zwischen Förderrohr 7 und Mantelrohr 12 angeordnet und steht - entsprechend der Darstellung in Fig. 5 - mit dem Injektorrohr 9 in Verbindung. Die Strömungsrichtung der aus dem Luftverteiler 17 austretenden Strippluft steht nun im Gegenstrom zu der von der Prallplatt 18 in den Ringraum zwischen Förderrohr und Mantelrohr fallenden Flüssigkeit. Durch dieses Gegenstromprinzip ist eine innige Vermischung zwischen dem zu reinigenden Grundwasser und der Strippluft gewährleistet. Die Ausführungsformen nach den Fig. 5 und 6 haben den Vorteil, daß einerseits die geförderte Wassermenge über die Pumpe 15 und andererseits die durch das Injektorrohr 9 zugeführte Menge der Strippluft einstellbar ist. Dabei ist auch der Druck der zugeführten Strippluft frei einstellbar, so daß die Vorrichtung auf optimale Wirkung bei geringem Energiebedarf eingeregelt werden kann.


    Ansprüche

    1. Vorrichtung zum Reinigen von Grundwasser durch Strippen mit einem Gas, insbesondere Luft, bestehend aus einem Brunnenrohr (21) mit einem unterhalb des Grundwasserspiegels (GW) liegenden Wasserzulauf (6) und einem Wasserablauf (11) sowie einer Anordnung zur Aufrechterhaltung eines Grundwasserstroms vom Wasserzulauf (6) zum Wasserablauf (11) und einem in das Brunnenrohr (21) mündenden Injektorrohr (9) zum Zuführen des Strippgases, welches oberhalb des Grundwasserspiegels (GW) in einen Trennraum (2) des Brunnenrohres (21) aufsteigt und über einen Luftaustritt (13) abgeführt ist,
    dadurch gekennzeichnet, daß das über das Injektorrohr (9) zugeführte Strippgas unter Überdruck steht.
     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet, daß das Brunnenrohr (21) aus einem Förderrohr (7) und einem das offene obere Ende (30) des Förderrohres übergreifenden Mantelrohr (12) größeren Durchmessers besteht, wobei der Wasserzulauf (6) im unteren Endabschnitt (7a) des Förderrohrs (7) und der Wasserablauf (11) im unteren Endabschnitt (12a) des Mantelrohres (12) ausgebildet ist.
     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet, daß der Wasserablauf (11) vorzugsweise vollständig unterhalb des Grundwasserspiegels (GW) liegt.
     
    4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
    dadurch gekennzeichnet, daß der Trennraum (2) im am oberen Ende geschlossenen Mantelrohr (12) ausgebildet ist.
     
    5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
    dadurch gekennzeichnet, daß das Injektorrohr (9) unterhalb des Grundwasserspiegels (GW), vorzugsweise unterhalb des unteren Endes (12a) des Mantelrohres (12) koaxial im Förderrohr (7) mündet.
     
    6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
    dadurch gekennzeichnet, daß der Endabschnitt (8) des Injektorrohres (9) im Ringraum zwischen Förderrohr und Mantelrohr unterhalb des Grundwasserspiegels (GW) mündet, vorzugsweise an einen Luftverteiler (17) angeschlossen ist, wobei insbesondere die Kante (3) des offenen Förderrohrendes (30) geringfügig höher als der Grundwasserspiegel (GW) liegt.
     
    7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
    dadurch gekennzeichnet, daß die Anordnung aus einer vorzugsweise im Förderrohr (7) angeordneten Flüssigkeitspumpe (8a, 15) gebildet ist.
     
    8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
    dadurch gekennzeichnet, daß die Pumpe als Injektorpumpe (8a) ausgebildet ist, der das Strippgas als Antriebsmittel Zugeführt ist und die Injektorpumpe (8a) vorzugsweise von einem Schwimmkörper (20) getragen ist.
     
    9. Vorrichtung nach Anspruch 7,
    dadurch gekennzeichnet, daß die Pumpe eine mechanische Pumpe (15) ist, deren Druckrohr (24) in einer Düse (16) endet.
     
    10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9,
    dadurch gekennzeichnet, daß der Strahl (4a) der Flüssigkeitspumpe (8a, 15) gegen eine vorzugsweise oberhalb des Förderrohrendes (30) angeordnete Prallplatte (18) gerichtet ist, wobei die Prallplatte (18) insbesondere im Trennraum (2) liegt.
     
    11. Vorrichtung nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet, daß das Brunnenrohr (21) aus einem zylindrischen Rohr gebildet ist, welches in seinem unteren Endabschnitt (7a) den Wasserzulauf und in seinem oberen Endabschnitt (7b) einen unterhalb des Trennraums (2), vorzugsweise oberhalb des Grundwasserspiegels (GW) liegenden Wasserablauf (11) aufweist, wobei das vorzugsweise zum Brunnenrohr (7) koaxiale Injektorrohr (9) unterhalb des Grundwasserspiegels (GW) mündet.
     




    Zeichnung






















    Recherchenbericht