[0001] Die Erfindung geht von dem im Oberbegriff des Patentanspruches 1 definierten Gegenstand
aus, der für sich z.B. durch
- WO-A1-91/03807 ( = GR 89 P 1727 P )
vorbekannt ist. Bei diesem Stand der Technik wird allerdings vor allem darauf eingegangen,
wie die Anzahl der pro Textzeile anzeigbaren Zeichen geschickt vergrößert werden kann,
wobei zwar die dort beschriebenen Maßnahmen auch bei der Erfindung angewendet werden
können, aber nicht angewendet werden müssen.
[0002] Der erfindungsgemäße Halbleiterbaustein dient also, wie der bekannte Halbleiterbaustein,
dazu, um in einer matrixartig Zeilenleitungen und Spaltenleitungen aufweisenden Anzeigematrix
irgendwelche Mitteilungen mittels Zeichen anzuzeigen. Die anzuzeigenden Zeichen setzen
sich i.allg. aus mehreren Segmenten, also aus mehr oder weniger großen und mehr oder
weniger regelmäßig geformten Bildpunkten zusammen. Diese Segmente, welche an den Kreuzungspunkten
der Zeilenleitungen und Spaltenleitungen der Anzeigematrix liegen, können i.allg.
jeweils einzeln mittels den Zeilenleitungen zugeführten Zeilensignalen und gleichzeitig
den Spaltenleitungen zugeführten Spaltensignalen so gesteuert werden, daß die aus
solchen Segmenten gebildeten Zeichen angezeigt werden. Mehrere solche Zeichenfelder
nebeneinander gestatten, eine lesbare Mitteilung aus mehreren Zeichen anzuzeigen.
[0003] Die zu steuernde Anzeigematrix enthält also mehr oder weniger matrixartig aufgebaute,
in Segmente unterteilte Zeichenfelder. Bei diesen Segmenten kann es sich z.B. um die
bekannte 7-Segmentstruktur für Zeichen, aber auch um beliebige andere Segmentstrukturen
von Zeichen handeln, deren Segmente jeweils über die Zeilenleitungen und die Spaltenleitungen
der Anzeigematrix steuerbar sind. Es kann sich also auch um für sich matrixartig angeordnete
Segmente gemäß der Figur 1 handeln.
[0004] Für die Beschreibung der Erfindung werden jene Leitungen der Anzeigematrix als "Zeilenleitungen"
bezeichnet, welche in der Anzeigematrix längs der Richtung der anzuzeigenden Textzeile
verlaufen. Daher weist die Anzeigematrix in Richtung einer Textzeile i.allg. viel
mehr Spaltenleitungen als Zeilenleitungen auf.
[0005] Die Schaltungsanordnung des erfindungsgemäßen integrierten Halbleiterbausteines enthält
einen Speicher, z.B. einen Festwertspeicher. Dieser speichert Musterdaten, nämlich
die Daten zur Erzeugung der Segmentmuster der verschiedenen, auf den Zeichenfeldern
anzuzeigenden Zeichen. Die gespeicherten Musterdaten entsprechen also der Anordnung
der zu steuernden Segmente innerhalb der Zeichenfelder.
[0006] Wenn die Adressiereinheit des Speichers eine einem einzelnen Zeichen entsprechende
Zeichenadresse erhält, liefert der Speicher die diesem Zeichen entsprechenden Musterdaten,
und zwar pro Zeilenleitung die jeweiligen "Muster", die zur Erzeugung der entsprechenden
Spaltensignale längs dieser Zeilenleitung dienen. Wenn diese Muster, Zeilenleitung
für Zeilenleitung, aus dem Speicher gelesenen werden, dann stellen diese gelesenen
Musterdaten also jeweils eine dem Zeichen zugeordnete "Folge" der einzelnen Muster
dar.
[0007] Um eine Mitteilung anzuzeigen, werden daher der Adressiereinheit alle Zeichenadressen
der gewünschten Zeichen in der passenden Reihenfolge zugeleitet, wodurch der Speicher
die Musterdaten dieser Zeichen in die Speicherplätze der Registereinheit in der entsprechenden
Reihenfolge einschreibt. Danach liefert diese Registereinheit, während nacheinander
Zeilenleitung für Zeilenleitung der Anzeigematrix aktiviert wird, die entsprechenden
Spaltensignalmuster an die Spaltenleitungen der Anzeigematrix. Dabei kann die am Ausgang
des Speichers angebrachte Registereinheit so viele Speicherplätze enthalten, als insgesamt
die Anzahl der ansteuerbaren Segmente der Anzeigematrix beträgt, wodurch eine solche,
zuvor vom Speicher geladene Registereinheit sogar alle zu den jeweils anzuzeigenden
Zeichen gehörenden Spaltensignalmuster sequentiell rasch und, bezogen auf die einzelne
gerade aktivierte Zeilenleitung des Anzeigematrix, parallel abgeben kann.
[0008] Es sind weitere solche, dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 entsprechende Halbleiterbausteine
bekannt. Z.B. bietet NEC den Halbleiterbaustein µPD7228 an, vgl. die sehr detaillierte
Beschreibung in der Druckschrift
- NEC, Product Description µPD7225, µPD7227, µPD7228, µPD7229 mit dem Veröffentlichungshinweis
"3/85 V 2.0", Seiten 109 bis 189, besonders die Figuren auf den Seiten 112 und 158,
wonach dieser Halbleiterbaustein µPD7228 auch zur Steuerung der Anzeige sowohl einer
eine Textzeile enthaltenden, als auch einer zwei Textzeilen enthaltenden LCD-Anzeigematrix
dienen kann.
[0009] Die bisher bekannten Halbleiterbausteine erfordern noch relativ viel Aufwand, besonders
zur Speicherung der Musterdaten für die verschiedenen anzuzeigenden Zeichen bzw. für
die Belieferung der Spaltenleitungen mit passenden Folgen von Spaltensignalmustern.
Daher sollten die bekannten Halbleiterbausteine weiter verbessert werden. Wegen der
erheblichen sprachlichen Schwierigkeiten bei der Beschreibung der Steuerung solch
komplexer Anzeigematrizen sollen die Nachteile des Standes der Technik erst später
in Zusammenhang mit der Erläuterung der Erfindung ausführlicher dargelegt werden.
[0010] Die Erfindung wurde zwar zunächst für einen Bordcomputer eines Kfz entwickelt, und
zwar für die Anzeige von Zeichen in zwei Textzeilen einer LCD-Anzeigematrix mittels
eines einzigen integrierten Halbleiterbausteines. Es zeigte sich aber, daß die Bedeutung
der Erfindung über das ursprüngliche Entwicklungsziel weit hinausgeht, daß sie nämlich
auch auf andere, unter den genannten Oberbegriff fallende Anordnungen anwendbar ist:
[0011] Die Erfindung ist nämlich z.B. auch für die Steuerung von Anzeigen auf Anzeigematrizen
anwendbar, die keine LCD-Anzeigematrix darstellen, sondern bei denen z .B. Lämpchen
an Kreuzungspunkten von matrixartig gesteuerten Zeilenleitungen und Spaltenleitungen
angebracht sind. Die Erfindung ist also nicht auf die Verwendung in einem Bordcomputer
eines Kfz beschränkt.
[0012] Die Erfindung ist außerdem auch für die Steuerung von Anzeigen auf Anzeigematrizen
mit nur einer oder mit mehr als zwei Textzeilen anwendbar, und zwar im Prinzip auch
dann, wenn die anzuzeigenden Zeichen für sich z.B. jeweils
° einen Buchstaben, z.B. "A",
° oder ein Satzzeichen, z.B. "/",
° oder ein Piktogramm,
° oder eine Ziffer, z.B. "1",
° oder auch kürzere oder längere, auch mehrstellige, Kombinationen dieser vier Zeichenarten,
z.B. "km/h",
darstellen.
[0013] Die Erfindung ist außerdem unabhängig davon, ob auf dem Halbleiterbaustein für die
Anzeigematrix zusätzlich die - i.allg. relativ wenigen - Zeilensignale generiert werden,
oder nur die
- i.allg. besonders vielen - Spaltensignale.
[0014] Außerdem gestattet die Erfindung Mitteilungen anzuzeigen, bei denen die "Textzeile",
und damit auch die "Zeilenleitungen" für diese Textzeile, nicht horizontal stehen,
sondern - ähnlich wie z.B. in gewissen asiatischen Ländern üblich - vertikal, oder
auch beliebig schräg, bezogen auf das Oben und Unten der einzelnen angezeigten Zeichen,
also z.B. bezogen auf das Oben und Unten von Buchstaben und Ziffern.
[0015] Die Aufgabe,
- mit besonders wenig Aufwand einzelne Zeichen und / oder Gruppen von Zeichen je nach
Bedarf sowohl "normal", also wie im Speicher gespeichert, als auch in sich spiegelbildlich
umgekehrt anzeigen zu können,
- einen Weg zu eröffnen, um bei Bedarf mit besonders wenig Aufwand sogar die betreffenden,
aber an sich beliebigen Zeichen um 180° in sich verdreht anzeigen zu können, also
in sich doppelt spiegelbildlich umgekehrt anzeigen zu können, nämlich sowohl um ihre
vertikale Achse als auch um ihre horizontale Achse spiegelbildlich umgekehrt,
- sowie die Anzahl der Musterdaten, die im Speicher zu speichern sind, reduzieren zu
können, ohne einen Verlust hinsichtlich der Anzahl der unterschiedlichen Zeichen,
die angezeigt werden können, zu erleiden, - z.B. indem durch erfindungsgemäßes spiegelbildliches
Umkehren bei Bedarf aus einem "b" wahlweise 1. auch ein "d", 2. auch ein "p", sowie
3. auch ein "q" gemacht werden kann,
wird erfindungsgemäß durch den im Patentanspruch 1 definierten Gegenstand gelöst.
[0016] Es zeigte sich, daß die Erfindung auch gestattet, absichtlich, z.B. aus künstlerischen
Gründen, in ein und derselben Textzeile sowohl normale als auch spiegelbildlich umgekehrte
Zeichen, oder bei Bedarf auch nur spiegelbildlich umgekehrte Zeichen anzuzeigen.
[0017] Die im selbständigen Patentanspruch 9 definierten Maßnahmen gestatten,
- auf eine noch andere Weise ebenfalls die angezeigten Zeichen im Vergleich zu den mit
dem Speicher erzeugten Zeichen abzuändern.
[0018] Die in den Unteransprüchen definierten Gegenstände gestatten, zusätzliche Vorteile
zu erreichen. U.a. gestatten nämlich die zusätzlichen Maßnahmen gemäß dem Patentanspruch
2, eine der Figur 2 mehr oder weniger entsprechende LCD-Anzeigematrix (also nicht
auf 8*5-Zeichenfelder beschränkt) mit besonders wenig Aufwand in zwei Textzeilen beschriften
zu können,
° wobei die anzuzeigenden Zeichen einen besonders starken Kontrast aufweisen können
und
° wobei die anzuzeigenden Zeichen je nach Bedarf wahlweise
°° in beiden Textzeilen alle "normal" stehen können statt in zumindest einer dieser
beiden Textzeilen auf dem Kopf zu stehen, oder
°° alle Zeichen, oder bei Bedarf nur ein Teil der Zeichen, absichtlich spiegelbildlich
umgekehrt angezeigt werden können, und / oder
°° alle Zeichen, oder bei Bedarf nur ein Teil der Zeichen, absichtlich in doppelter
Hinsicht spiegelbildlich umgekehrt, nämlich auf dem Kopf stehend, angezeigt werden
können,
3, eine der Figur 2 mehr oder weniger entsprechende LCD-Anzeigematrix (also nicht
nur für 8*5-Zeichenfelder), trotz ihrer unterschiedlichen Reihenfolgen der Aktivierungen
ihrer Zeilenleitungen, mittels eines besonders kleinen Speicher, also mit besonders
wenig Aufwand dafür, mit einer Mitteilung beschriften zu können, deren Zeichen in
beiden Textzeilen alle "normal" statt auf dem Kopf stehen, und zwar selbst dann, wenn
im Speicher alle Zeichen nur "normal" stehend gespeichert sind,
4, nur einen besonders kleinen Speicher, also besonders wenig Aufwand, zu benötigen,
indem es sogar möglich wird, in der Textzeile oder in den Textzeilen alle Zeichen
"normal" statt auf dem Kopf stehend auch dann anzuzeigen, wenn im Speicher nicht alle,
sondern nur ein Teil der "normal" anzeigbaren Zeichen gespeichert wird :
° nämlich vor allem dann, wenn im Speicher, z.B. für die Verwendung entsprechender
abendländischer Schriftzeichen, jeweils nur ein einziger Satz von - je nach Bedarf
erfindungsgemaß normal oder spiegelbildlich umgekehrt ausnutzbaren - Musterdaten gespeichert
wird, z.B. jeweils nur ein einziger Satz von Musterdaten
°° für die Zeichen "d", "b", "p" und "q", und / oder
°° für die Zeichen "g" und "a", und / oder
°° für die Zeichen "n" und "u", und / oder
°° für die Zeichen "w" und "m", und / oder
°° für die Zeichen "W" und "M", und / oder
°° für die Zeichen "E" und "3", und / oder
°° für die Zeichen "J" und "1", und / oder
°° für die Zeichen "L" und "7", usw.,
° oder selbst dann, wenn im Speicher für die Verwendung anderer fremdländischer Schriftzeichen
in gleichartiger Weise jeweils nur ein einziger Satz von Musterdaten für manche anzeigbaren
Schriftzeichen gespeichert wird,
5, bei Bedarf beliebige Zeichen um eine solche Achse spiegelbildlich umkehren zu können,
welche in Richtung der betreffenden Zeilenleitungen liegt, - welche also horizontal
liegt, falls die betreffende Textzeile horizontal zu lesen ist,
6, bei Bedarf beliebige Zeichen um eine solche Achse spiegelbildlich umkehren zu können,
welche in Richtung der betreffenden Spaltenleitungen liegt, - welche also vertikal
liegt, falls die betreffende Textzeile horizontal zu lesen ist,
7, nicht nur beliebige Zeichen doppelt spiegelbildlich umgekehrt und damit auf dem
Kopf stehend anzeigen zu können, sondern auch einen Weg zu zeigen, um mit möglichst
wenig Hardwareaufwand spiegelbildliche Umkehrungen steuern zu können, sowie
8, einen besonders einfachen Hardwareaufbau zu ermöglichen,
Die Erfindung und Weiterbildungen derselben werden anhand der in den Figuren gezeigten
Beispiele weiter erläutert, welche der Übersichtlichkeit wegen jeweils möglichst einfach
dargestellt werden. Dabei zeigt die Figur
1 die Konfiguration einer durch die genannte Druckschrift NEC, Seite 158 bekannte
LCD-Anzeigematrix, deren Segmente sowohl durch den bekannten Halbleiterbaustein als
auch durch den erfindungsgemäßen Halbleiterbaustein gesteuert werden können,
2 eine bisher unbekannte LCD-Anzeigematrix, welche im Vergleich zu der in der Figur
1 dargestellten LCD-Anzeigematrix weniger Außenanschlüsse für die Belieferung mit
Zeilensignalen LCD-Anzeigematrix benötigt, wodurch nicht nur deren Steuerung, sondern
auch die Herstellung und die Verdrahtung dieser LCD-Anzeigematrix besonders wenig
Aufwand erfordert, sowie
3 ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Halbleiterbausteines.
[0019] Der erfindungsgemäße integrierte Halbleiterbaustein enthält also - insofern wie die
bekannten Halbleiterbausteine - eine Schaltungsanordnung, vgl. die Figur 3, mit einem
Speicher G, der z.B. ein Festwertspeicher G sein kann. Dieser Speicher G speichert
für jedes anzeigbare Zeichen Musterdaten, welche Folgen von Mustern aus Daten für
die Erzeugung der Folgen der Spaltensignalmuster darstellen. Am Ausgang des Speichers
G liegt eine Registereinheit UX, CO, RS. Der erfindungsgemäße Halbleiterbaustein soll
aber auch den in der Figur 2 gezeigten LCD-Anzeigematrix steuern können, und zwar
sogar wenn sie exakt matrixartig aufgebaute Zeichenfelder mit je 8 Zeichenzeilen und
5 Zeichenspalten aufweist. Die gezeigte Schaltungsanordnung dient also zum Steuern
der Anzeige von einem oder mehreren Zeichen einer Mitteilung in den insgesamt 40 Zeichenfeldern
A0 ... A19, B0 ... B19 der Anzeigematrix.
[0020] Der erfindungsgemäße Halbleiterbaustein erzeugt - insofern ebenfalls wie die bekannten
Halbleiterbausteine - zumindest einige der Zeichen jeweils in der Weise, daß zunächst
der Halbleiterbaustein die den anzuzeigenden Zeichen entsprechenden Musterdaten an
die Registereinheit UX, CO, RS liefert. Die in der Registereinheit enthaltene Spaltensteuerung,
vgl. RS, enthält nicht nur ein Register, sondern zusätzlich Verstärker, welche die
Spaltensignale mit den für eine LCD-Anzeigematrix nötigen Pegeln liefern können. Nach
dem Laden der Speicherplätze der Spaltensteuerung RS liefern diese Speicherplätze,
sobald auf der Anzeigematrix eine Zeilenleitung - z.B. O von Z1 bzw. O von Z - durch
ein Zeilensignal aktiviert wird, über ihre Verstärker die dazu gehörenden Spaltensignalmuster
an die betreffenden Spaltenleitungen L der Anzeigematrix, um die der betreffenden
Zeilenleitung zugeordneten Segmente zu steuern. Sobald auf der Anzeigematrix die übrigen
Zeilenleitungen, vgl. 1 ... 7 von Z1 bzw. von Z, Zeilenleitung für Zeilenleitung nacheinander,
jeweils durch ein Zeilensignal aktiviert werden, liefert die Spaltensteuerung RS sequentiell
die übrigen zu den anzuzeigenden Zeichen gehörenden Spaltensignalmuster.
[0021] Eine vom Stand der Technik abweichende Besonderheit der Erfindung besteht darin,
daß die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung eine oder mehrere Umsteuereinheiten,
vgl. UY, UX aufweist, welche gestatten, die zu einem oder zu mehreren Zeichen gehörenden
Folgen der Spaltensignalmuster, und / oder jeweils diese Muster selbst, entweder "normal",
nämlich in der entsprechenden Reihenfolge wie im Speicher G gespeichert, oder dazu
spiegelbildlich umgekehrt an die Anzeigematrix zu liefern. So können die Zeichen je
nach Bedarf normal oder spiegelbildlich umgekehrt angezeigt werden.
[0022] Im in der Figur 3 gezeigten Beispiel weist der Speicher G eine Adressiereinheit RR/UY
auf, welche, angestoßen durch eine Adresse eines anzuzeigenden Zeichens - z.B. für
das Zeichenfeld B1 - mittels eines Zählers, welcher z.B. unmittelbar in der zur Adressiereinheit
gehörenden Umsteuereinheit UY oder unmittelbar am Speicher G angebracht ist, nacheinander
die zugehörenden Muster vom Speicher G zur Registereinheit UX, CO, RS liefert. Diese
Umsteuereinheit UY kann aber die Zählrichtung des Zählers unterschiedlich - vorwärts
oder rückwärts - festlegen. Wenn dieser Zähler rückwärts statt vorwärts zählt, wird
das betreffende Zeichen, dessen Musterdaten mittels des Zählers gelesen werden, dann
wird das Zeichen auf der Anzeigematrix um jene Achse spiegelbildlich umgekehrt angezeigt,
welche in Richtung der betreffenden Zeilenleitungen (!) liegt, - welche also horizontal
liegt, falls die betreffende Textzeile horizontal zu lesen ist.
[0023] Die am Ausgang des Speichers G angebrachte Umsteuereinheit UX gestattet hingegen,
die einzelnen aus dem Speicher G gelesenen Muster in sich spiegelbildlich umzukehren,
wohingegen die Umsteuereinheit UY nur die Folge dieser Muster, aber nicht die betreffenden
Muster in sich, spiegelbildlich umkehren kann. Dabei kann man diese Umsteuereinheit
UX auch als einen Bestandteil der am Speicherausgang angebrachten Registereinheit
auffassen, vgl. UX, CO, RS. Die Umsteuereinheit UX kann, durch diese spiegelbildliche
Umkehrung der Muster in sich, die betreffenden Zeichen - oder bei Bedarf auch gleich
die betreffenden Blöcke von Zeichen - auch um jene Achse spiegelbildlich umgekehrt
auf der Anzeigematrix anzeigen, welche in Richtung der betreffenden Spaltenleitungen
(!) liegt, - welche also vertikal liegt, falls die betreffende Textzeile horizontal
zu lesen ist!
[0024] Weil im Halbleiterbaustein sowohl die Umsteuereinheit UY als auch die Umsteuereinheit
UX angebracht werden kann, ist die Erfindung nicht auf eine spiegelbildliche Umkehrung
alleine um eine horizontale Achse von oben nach unten oder um eine vertikale Achse
von links nach rechts beschränkt. Wenn beide Umsteuereinheiten UX und UY spiegelbildliche
Umkehrungen durchführen, werden die anzuzeigenden Zeichen in doppelter Hinsicht spiegelbildlich
umgekehrt, nämlich sowohl um die vertikale, als auch um die horizontale Achse - d.h.
die Zeichen werden dann in sich um 180° verdrehbar und damit auf den Kopf stellbar!
[0025] Zur weiteren Erläuterung der Aufgabe bzw. der Vorteile der Erfindung soll zunächst
anhand der in den Figuren 1 und 2 gezeigten Beispiele von LCD-Anzeigematrizen noch
detaillierter als bisher jenes Problem dargelegt werden, welches den Ausgangspunkt
der Entwicklung der Erfindung darstellte.
[0026] In diesen Figuren wird - nur der Einfachheit wegen - beispielhaft angenommen, es
handle sich jeweils um LCD-Anzeigematrizen, welche zwei Textzeilen T1, T2 mit jeweils
20 matrixartigen Zeichenfeldern B0 ... B19 und A0 ... A19 enthalten, gesteuert über
jeweils 8 Zeilenleitungen 0 ... 7, vgl. auch Z1/Z2 in der Figur 1 und Z in der Figur
2, sowie gesteuert über jeweils m+1 Spaltenleitungen 0 ... m, vgl. auch S1/S2 bzw.
L in den Figuren 1 und 2.
[0027] Die Segmente liegen jeweils an jenen Stellen, an denen sich jeweils Zeilenleitungen
Z1, Z2 bzw Z und Spaltenleitungen L kreuzen. Die Segmente jedes einzelnen Zeichenfeldes
werden hier also stets über 5 Zeilenleitungen Z1 bzw. Z2 bzw. Z, und 8 Spaltenleitungen
L gesteuert, jedenfalls solange diese Zeichen, wie meistens üblich, mittels höchstens
acht Zeilenleitungen anzuzeigen sind.
[0028] Übrigens kann, auch bei einer solchen 8*5-Konfiguration der Zeichenfelder, das einzelne
Zeichen, welches erfindungsgemäß mittels einer einzigen Zeichenadresse mittels des
Speichers anzeigbar ist, an sich jeweils auch über mehr als ein einziges 8*5-Zeichenfeld
erstrecken : Z.B. kann es sich auch über vier solche Zeichenfelder erstrecken, z.B.
wenn dieses 1 Zeichen einen vierstelligen Text darstellt (z.B. "km/h"). Es kann sich
aber auch nur über einen Bruchteil eines solchen Zeichenfeldes (vgl. ",") erstrecken.
Das Prinzip der Erfindung eignet sich also nicht nur für Halbleiterbausteine, welche
mit jeder Zeichenadresse jeweils ein einziges Zeichen komplett nur in einem einzigen
Zeichenfeld vorgegebener Größe - hier beispielhaft 8*5 - anzeigen können. Zur Vereinfachung
der Beschreibung wird im folgenden aber davon ausgegangen, daß alle Zeichen jeweils
in einem eigenen 8*5-Zeichenfeld anzuzeigen sind, und daß auch ein in nur sieben,
und auch ein in noch weniger Zeichenzeilen, anzuzeigendes Zeichen ebenfalls jeweils
mittels "acht" Zeilenleitungen anzuzeigen wäre, weil es ja in einem 8*5-Zeichenfelder
dargestellt wird.
[0029] Die Spaltenleitungen S1, S2, vgl. auch L, sollen sich bekanntlich, jeweils für sich
betrachtet, auf den Scheiben der LCD-Anzeigematrix nicht kreuzen, - ebenso die Zeilenleitungen
Z1, Z2 bzw. Z, jeweils für sich betrachtet - , weil, je nach anzuzeigenden Zeichen,
individuell verschiedene Steuersignale an diese Leitungen Z1, Z2, Z, S1 und S2 bzw.
L geliefert werden müssen. Aber dort, wo sich die Zeilenleitungen mit den Spaltenleitungen
kreuzen, liegen die Segmente. Dementsprechend kreuzen sich auch nicht, für sich betrachtet,
die in der Figur 2 dargestellten Verbindungen V, über welche die Zeilenleitungen beider
Textzeilen in dieser neuen Konfiguration einer LCD-Anzeigematrix miteinander verbunden
sind.
[0030] Es handelt sich also in der Figur 2 um eine LCD-Anzeigematrix mit zwei Textzeilen
T1, T2, wobei die Zeilenleitungen Z der ersten Textzeile T1 über die Verbindungen
V leitend mit den Zeilenleitungen Z der zweiten Textzeile T2 unter spiegelbildlicher
Umkehrung ihrer Reihenfolge so verbunden sind, daß die äußerste Zeilenleitung, vgl.
7, der ersten Textzeile T1 leitend mit der äußersten Zeilenleitung, vgl. 7, der zweiten
Textzeile T2 verbunden ist, ferner die zweitäußerste Zeilenleitung, entsprechend 6,
der ersten Textzeile mit der zweitäußersten Zeilenleitung, entsprechend 6, der zweiten
Textzeile, usw.
[0031] Diese LCD-Anzeigematrix gemäß der Figur 2 kann mit besonders wenig Aufwand in ihren
zwei Textzeilen mit einem einzigen erfindungsgemäßen Halbleiterbaustein beschriftet
werden, wobei trotz der nötigen Wiederholungsfrequenz relativ lange Impulsdauern zur
Steuerung der Segmente möglich sind, verglichen mit der LCD-Anzeigematrix gemäß der
Figur 1. Dadurch können die anzuzeigenden Zeichen einen besonders starken Kontrast
aufweisen. Trotzdem können die anzuzeigenden Zeichen je nach Bedarf wahlweise in beiden
Textzeilen alle "normal" stehen statt in zumindest einer dieser beiden Textzeilen
auf dem Kopf zu stehen, z.B. indem in der einen Textzeile alle Zeichen normal, so
wie sie im Speicher gespeichert sind, angezeigt werden, aber in der anderen Textzeile
doppelt spiegelbildlich umgekehrt.
[0032] Alle anzuzeigenden Zeichen, oder bei Bedarf auch nur ein Teil dieser Zeichen, können
aber auch absichtlich spiegelbildlich umgekehrt angezeigt werden. Ebenso können alle
Zeichen, oder bei Bedarf nur ein Teil der Zeichen, absichtlich in doppelter Hinsicht
spiegelbildlich umgekehrt angezeigt werden, nämlich so, daß sie für den Leser der
Mitteilung auf dem Kopf stehen.
[0033] Die Herstellung einer LCD-Anzeigematrix sowie die Verdrahtung mit ihrem Halbleiterbaustein
ist umso einfacher, je weniger Anschlüsse an der LCD-Anzeigematrix nötig sind. Daher
erschien die Konfiguration gemäß dem Prinzip der Figur 2 besonders vorteilhaft, sie
hat ja besonders wenige Zeilensignalanschlüsse. Der Ausgangspunkt der erfindungsgemäßen
Problemstellung ging daher ursprünglich davon aus, daß der erfindungsgemäße Halbleiterbaustein
auch eine LCD-Anzeigematrix gemäß der Figur 2 steuern können soll, was bekannte Halbleiterbausteine
aber nicht ohne weiteres können:
Die in den Figuren 1 und 2 gezeigten Konfigurationen von LCD-Anzeigematrizen können
im Prinzip jeweils durch einen einzigen Halbleiterbaustein gesteuert werden, wenn
nur die Spaltensignalanschlüsse des Halbleiterbausteines in passender Reihenfolge
mit den Anschlüssen der Spaltensignale verbunden werden, und wenn die vom Halbleiterbaustein
jeweils abgegebenen Spaltensignalmuster zu dem Modus der Zeilensignalgenerierung passen.
Das gilt auch, wenn dazu ein bekannter Halbleiterbaustein verwendet wird. An sich
können selbstverständlich aber auch mehrere, also z.B. zwei Halbleiterbausteine zur
Steuerung solcher Anzeigematrizen verwendet werden, vgl. H1 und H2 mit den Spaltensignalausgängen
0 bis m in der Figur 1. Die Steuerung durch zwei Halbleiterbausteine H1, H1 könnte
vor allem dann in Betracht gezogen werden, wenn die in der Figur 1 gezeigten Verbindungen
W zwischen den Spaltenleitungen beider Textzeilen T1, T2 fehlen.
[0034] Es wurde aber bei der Erfindung angestrebt, auch dann, wenn die Mitteilung in z.B.
zwei Textzeilen T1, T2 anzuzeigen sind, mit einem einzigen Halbleiterbaustein auszukommen.
[0035] Der in der Druckschrift NEC beschriebene Halbleiterbaustein steuert alleine die Anzeige
in den beiden Textzeilen T1, T2 der LCD-Anzeigematrix gemäß der Figur 1, bei welcher
die Verbindungen W eingefügt sind, vgl. H1. Ein Nachteil dieser Anordnung ist aber,
daß der Halbleiterbaustein H1 dann die Spaltensignalmuster für jeweils 16 Zeilenleitungen
Z1, Z2 mit jener Wiederholfrequenz, also mit gegenüber 8 Zeilenleitungen Z1, Z2 halbierten
Impulsdauern liefern muß, worunter der Kontrast der Anzeige leidet.
[0036] Die Erfindung sollte daher gestatten, auch dann alleine mit einem einzigen Halbleiterbaustein
die Anzeige in zwei Textzeilen zu steuern, wenn die Verbindungen W zwischen den Spaltenleitungen
S1 und S2 fehlen, aber statt dessen die Verbindungen V zwischen den Zeilenleitungen
der beiden Textzeilen T1, T2 angebracht sind, und wenn dadurch vermieden wird, daß
doppelt so viel Zeilensignale über eigene LDC-Anschlüsse für die Zeilenleitungen zu
liefern sind, nämlich für 16 statt für jeweils 8 Zeilenleitungen, vgl. Z1, Z2 in der
Figur 1 mit Z in der Figur 2. Der erfindungsgemäße Halbleiterbaustein sollte pro Segment
einer zweizeiligen Mitteilung mehr Zeit aufwenden können, als wenn der Halbleiterbaustein
eine zweizeilige LCD-Anzeigematrix gemäß der Figur 1 steuert. Die Erfindung strebte
daher an, auch eine Konfiguration einer LCD-Anzeigematrix gemäß der Figur 2 steuern
zu können : Bei dieser Konfiguration sind nämlich die Verbindungen V an dem - gegenüber
den Zeilensignalanschlüssen Z liegenden - Textzeilenende angebracht, wodurch diese
Konfiguration nur wenige Zeilensignalanschlüsse Z aufweist.
[0037] Der bekannte Halbleiterbaustein, der bereits, durch die Wiederholfrequenz bedingt,
Probleme bei der Erzeugung eines ausreichenden Kontrastes einer Anzeige auf einer
LCD-Anzeigematrix bereiten kann, welche die Verbindungen W gemäß der Figur 1 aufweist,
ist aber auch für eine LCD-Anzeigematrix gemäß der Figur 2 nicht günstig :
Weil bei der LCD-Anzeigematrix gemäß der Figur 2 die Reihenfolge der Zeilenleitungen
Z in der ersten Textzeile T1 spiegelbildlich umgekehrt wie bei der zweiten Textzeile
T2 ist, wird - z.B. bei horizontal zu lesender Mitteilung - z.B. die unterste (!)
Zeichenzeile O der ersten, oberen Textzeile T1 gleichzeitig mit der obersten (!) Zeichenzeile
O der unteren Textzeile T2 aktiviert. Wenn dann aber der Halbleiterbaustein gleichzeitig
seine entsprechenden Spaltensignalmuster an die Spaltenleitungen, also z.B. ausschließlich
an die Spaltenleitungen S2 mit dessen m+1 Anschlüssen 0 ... m, beider Zeilen T1, T2
liefert, dann stehen an sich entweder die Zeichen der Zeichen in der oberen Textzeile
T1 normal, aber die in der unteren Textzeile T2 auf dem Kopf, wenn für beide Textzeilen
T1, T2 jeweils ohne weiteres dieselben gespeicherten Musterdaten der Zeichen verwendet
würden. Benutzt man zur Steuerung der Anzeige z.B. den oben genannten bekannten Baustein
und speichert man für jedes Zeichen nur einen einzigen Satz von Musterdaten, dann
stehen eben, wie beschrieben, in der einen der beiden, in der Figur 2 gezeigten Textzeilen
auf dem Kopf. Der bekannte Halbleiterbaustein müßte also bei Steuerung der in der
Figur 2 gezeigten LCD-Anzeigematrix pro anzuzeigendem Zeichen jeweils zwei Sätze von
Musterdaten in seinem Speicher speichern, um alle Zeichen beider Textzeilen T1, T1
"normal" anzeigen zu können.
[0038] Die Erfindung gestattet aber, die gespeicherten Musterdaten mittels der Umsteuereinheiten,
vgl. UX und UY in der Figur 3, nach Wahl "normal" wie gespeichert, oder spiegelbildlich
umgekehrt über die Registereinheit als Folgen von Spaltensignalmustern an die Spaltenleitungen
L zu liefern, so daß einzelne Zeichen, oder ganze Blöcke von Zeichen auch spiegelbildlich
umgekehrt angezeigt werden können. Die Erfindung gestattet also, in den beiden, in
der Figur 2 gezeigten Textzeilen T1, T2 mit besonders wenig Aufwand einzelne Zeichen
und / oder Gruppen von Zeichen
° "normal" stehend anzuzeigen, oder
° um die zur Zeilenleitung parallele Achse (hier der Einfachheit wegen auch "horizontale"
Achse genannt) spiegelbildlich umgekehrt anzuzeigen, oder
° in der zu den Spaltenleitungen parallelen ("vertikalen") Achse - spiegelbildlich
umgekehrt anzuzeigen, oder
° auch auf dem Kopf stehend anzuzeigen,
und zwar auch dann, wenn für jedes Zeichen jeweils nur ein einziger Satz von Musterdaten
im Speicher G gespeichert ist.
[0039] Daher gestattet die Erfindung zusätzlich, die Anzahl der Musterdaten, die im Speicher
zu speichern sind, zu reduzieren, ohne einen Verlust der Anzahl der unterschiedlichen
Zeichen, die angezeigt werden können, zu erleiden. Z.B. kann nämlich durch das erfindungsgemäße
spiegelbildliche Umkehren bei Bedarf aus einem "b" wahlweise
1. auch ein "d",
2. auch ein "p", sowie
3. auch ein "q"
gemacht werden. Durch spiegelbildliches Umkehren kann z.B. auch jeweils ein einziger
Satz von Musterdaten für mehrere, durch spiegelbildliche Umkehrung erzeugbare Zeichen
ausreichen. So kann - jedenfalls in vielen Anwendungsfällen - ein einziger Satz von
Musterdaten genügen z.B.
° für die Zeichen "g" und "a", und / oder
° für die Zeichen "n" und "u", und / oder
° für die Zeichen "w" und "m", und / oder
° für die Zeichen "W" und "M", und / oder
° für die Zeichen "E" und "3", und / oder
° für die Zeichen "J" und "1", und / oder
° für die Zeichen "L" und "7", usw.
Selbst dann, wenn andere fremdländische Schriftzeichen, z.B. asiatische, angezeigt
werden sollen, kann oft ein einziger Satz von Musterdaten zur Anzeige unterschiedlicher,
durch spiegelbildliche Umkehrungen erzeugbarer Anzeigen ausreichen.
[0040] Das in der Figur 3 gezeigte Beispiel enthält weitere, für die Anzeige der Zeichen
oft nützliche Elemente:
Über den - hier symbolisch durch nur eine einzige Leitung dargestellten - Steuereingang
D kann in ein Zeichenfolgeregister RR eine Folge von Codes, z.B. unmittelbar die Folge
von Zeichenadressen, eingegeben werden, welche die Folge der hintereinander anzuzeigenden
Zeichen festlegt.
[0041] Passend zur Ladung des Zeichenfolgeregisters RR kann über den Steuereingang D in
ein erstes Register RX für jedes anzuzelgende Zeichen jeweils ein Steuerbefehl eingegeben
werden, welcher die Umsteuereinheit UX nach Bedarf so steuert, daß diese Umsteuereinheit
UX die aus dem Speicher G gelesenen Muster in sich spiegelbildlich umkehrt oder normal
läßt.
[0042] Ebenfalls passend zur Ladung des Zeichenfolgeregisters RR kann über den Steuereingang
D in ein zweites Register RY für jedes anzuzeigende Zeichen jeweils ein Steuerbefehl
eingegeben werden, welcher die Umsteuereinheit UY nach Bedarf so steuert, daß diese
Umsteuereinheit UY die aus dem Speicher G gelesene Folge der Muster spiegelbildlich
umkehrt oder normal läßt.
[0043] Ferner ist ein über den Steuereingang ladbares Pixelgrafikregister RP angebracht,
welches über die Datenverknüpfungseinheit CO beliebig eingebbare Piktogramme oder
sonstige Zeichen in die anzuzeigende Mitteilung mischen läßt, indem diese Datenverknüpfungseinheit
CO je nach Bedarf die Musterdaten der Pixelgrafik
° entweder an die Stelle eines aus dem Speicher G lesbaren Satzes von Musterdaten
setzt,
° oder mit einem aus dem Speicher G gelesenen Satz von Musterdaten mischt, also kombiniert.
[0044] Schließlich enthält diese Halbleiterbaustein noch die Ablaufsteuerung CC, welche
alle Abläufe auf dem Halbleiterbaustein insbesondere mittels der verschiedenen Multiplexer
MUX koordiniert, jeweils taktbar über der Takteingang CL und steuerbar über den ENABLEeingang
EN, sowie bei Bedarf noch über einen Synchronisiereingang SY steuerbar, z.B. falls
der über den Takteingang CL eingegebene Takt zusätzlich mit anderen Vorgängen nachsynchronisiert
werden soll.
[0045] Außerdem enthält der Halbleiterbaustein noch die Zeilensteuerung RZ, welche die Zeilensignale
mit passenden Pegeln generiert, sowie die bereits besprochene Spaltensteuerung RS,
welche hier beispielhaft 2m+1 Ausgänge, aber vielleicht sogar noch viel mehr Ausgänge
aufweist als für die soeben zu steuernde Anzeigematrix nötig ist - dann kann dieser
Halbleiterbaustein für eine Mehrzahl unterschiedlicher LCD-Anzeigematrixtypen verwendet
werden.
[0046] Um nicht nur beliebige Zeichen doppelt spiegelbildlich umgekehrt und damit auf dem
Kopf stehend anzeigen zu können, sondern oft auch wenig Hardwareaufwand zur Steuerung
von solchen spiegelbildlichen Umkehrungen zu erfordern, kann übrigens die erste Umsteuereinheit
UY und die zweite Umsteuereinheit UX eine auf dem Chip eng beieinander angebrachte,
komplexe Umsteuereinheit UY/UX bilden, welche sowohl auf die Adressiereinheit RR/UY
als auch auf die Registereinheit UX, CO, RS wirkt.
[0047] Um außerdem einen besonders einfachen Hardwareaufbau zu ermöglichen, kann die zweite
Umsteuereinheit UX zusammen mit der Registereinheit UX, CO, RS eine räumlich eng auf
dem Chip angebrachte Ausgangseinheit UX, CO, RS bilden, welche ein Register - vgl.
RS - enthält, dessen Speicherplätze, durch den einzelnen Speicherplätzen zugeordnete
Schalter gesteuert, die dort gespeicherten Spaltensignale wahlweise entweder normal
oder spiegelbildlich vertauscht an die Spaltenleitungen L der Anzeigematrix liefern.
[0048] Falls ausnahmsweise mehr Zeichen von einem erfindungsgemäßen Halbleiterbaustein anzuzeigen
sind, als er steuern kann, dann kann man auch bei der Erfindung die Anzeigematrix
in mehrere Sektoren unterteilen, wobei die Anzeigen in jedem Sektor durch einen eigenen
erfindungsgemäßen Halbleiterbaustein gesteuert werden kann und wobei dann übrigens
auch jene Lehren angewendet werden können, welche der obengenannten Druckschrift
- WO-A1-91/03807
entnehmbar sind.
1. Integrierter Halbleiterbaustein
- z.B. für einen Bordcomputer eines Kfz -
mit einer Schaltungsanordnung, die einen Speicher (G) enthält,
° welcher unter Zeichenadressen Folgen von Mustern speichert, wobei diese Muster jeweils
Daten zur Erzeugung von Spaltensignalen darstellen, und
° an dessen (G) Ausgang eine Registereinheit (UX, CO, RS) angebracht ist,
- zum Steuern der Anzeige von einem oder mehreren Zeichen (in den Zeichenfeldern A0
... A19, B0 ... B19) einer Mitteilung auf einer Anzeigematrix, welche Spaltenleitungen
(S1, S2 bzw. L) und Zeilenleitungen (Z1, Z2 bzw. Z) enthält,
- wobei zumindest einige der Zeichen jeweils aus Segmenten bestehen, welche - i.allg.
einzeln - durch den Zeilenleitungen zugelieferte Zeilensignale und den Spaltenleitungen
zugelieferte Spaltensignale steuerbar sind,
- wobei der Halbleiterbaustein die Zeichen auf der Anzeigematrix i.allg. in der Weise
erzeugen sollen,
° daß sein Speicher (G), sobald dessen Adressiereinheit (RR/UY) entsprechende Zeichenadressen
erhält, die zu diesen Zeichen gehörenden Musterdaten an die Registereinheit (UX, CO,
RS) liefert, und
° daß die Registereinheit (UX, CO, RS), sobald auf der Anzeigematrix die Zeilenleitungen
(0 ... 7) nacheinander durch Zeilensignale aktiviert werden, sequentiell aus seinen
Speicherplätzen (in RS) Spaltensignale entsprechend den zu den jeweils aktivierten
Zeilenleitungen gehörenden Mustern an die betreffenden Spaltenleitungen (L, z.B. für
die Zeichenfelder B0 und B1) der Anzeigematrix liefert,
um mittels dieser Folgen der Muster alle Segmente der zuzeigenden Zeichen zu steuern,
dadurch gekennzeichnet,
- daß die Schaltungsanordnung eine oder mehrere Umsteuereinheiten (UY, UX) aufweist,
welche gestatten,
° die zu zumindest einem der Zeichen (z.B. in den Zeichenfeldern B0 und B1) gehörende
Folge der Muster, und / oder
° jeweils diese Muster in sich selbst,
mittels der Registereinheit (UX, CO, RS) in entsprechende Spaltensignale umgesetzt,
entweder "normal", nämlich wie im Speicher (G) gespeichert, oder spiegelbildlich umgekehrt,
an die Spaltenleitungen der Anzeigematrix zu liefern, so daß die Zeichen je nach Bedarf
normal oder spiegelbildlich umgekehrt angezeigt werden können.
2. Halbleiterbaustein nach Patentanspruch 1, ergänzt durch eine von ihm gesteuerte LCD-Anzeigematrix,
dadurch gekennzeichnet,
- daß die LCD-Anzeigematrix zwei Textzeilen (T1, T2) enthält, von denen die Zeilenleitungen
(Z) der ersten Textzeile (T1) leitend (über V) mit den Zeilenleitungen (Z) der zweiten
Textzeile (T2) unter Umkehrung ihrer Reihenfolge verbunden sind, so daß
° die äußerste Zeilenleitung (7) der ersten Textzeile (T1) leitend mit der äußersten
Zeilenleitung (7) der zweiten Textzeile (T2) verbunden ist, ferner
° die zweitäußerste Zeilenleitung (6) der ersten Textzeile mit der zweitäußersten
Zeilenleitung (6) der zweiten Textzeile,
° usw.
3. Halbleiterbaustein nach Patentanspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
- daß in der ersten Textzeile (T1) stehende Zeichen mittels in der Registereinheit
(UX, CO, RS) normal gespeicherter Muster und mittels dort normal gespeicherter Folgen
der Muster angezeigt werden,
- daß aber in der zweiten Textzeile (T2) stehende Zeichen in doppelter Hinsicht (UY
und UX) spiegelbildlich umgekehrt angezeigt werden, nämlich
° sowohl durch Umkehrung der Folge der Muster (mittels UY)
° als auch durch Umkehrung der Muster in sich (mittels UX).
4. Halbleiterbaustein nach Patentanspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
- daß mindestens eines der vom Halbleiterbaustein innerhalb einer einzelnen Textzeile
(T1 oder T2) normal anzuzeigenden Zeichen (z.B. in den Zeichenfeldern A0 ... A19)
für sich mittels über die Registereinheit (RS) normal gelieferte Mustern und einer
normal gelieferten Folge der Muster,
- aber mindestens ein anderes der vom Halbleiterbaustein innerhalb dieser Textzeile
(T1 oder T2) normal anzuzeigenden Zeichen für sich mittels über die Registereinheit
(RS) als mittels mindestens einer Umsteuereinheit (UX und / oder UY) spiegelbildlich
umgekehrt gelieferte Muster und / oder Folgen der Muster angezeigt wird.
5. Halbleiterbaustein, dessen Speicher (G) eine Adressiereinheit (RR/UY) aufweist, welche,
angestoßen durch eine Adresse eines anzuzeigenden Zeichens (z.B. in dem Zeichenfeld
B1), mittels eines Zählers nacheinander die zugehörende Folge der Muster vom Speicher
(G) zur Registereinheit (UX, CO, RS) liefert,
nach einem der vorhergehenden Patentansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- daß eine erste Umsteuereinheit (UY) die Zählrichtung des Zählers (in UY) - vorwärts
oder rückwärts - festlegt.
6. Halbleiterbaustein nach einem der vorhergehenden Patentansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- daß eine zweite Umsteuereinheit (UX) auf die Registereinheit (UX, CO, RS) so einwirken
kann, daß diese das vom Speicher (G) gelieferte Muster wahlweise normal oder in sich
spiegelbildlich vertauscht als Spaltensignale liefern kann.
7. Halbleiterbaustein nach einem der Patentansprüche 5 und 6,
dadurch gekennzeichnet,
- daß die erste (UY) und die zweite Umsteuereinheit (UX) gemeinsam eine komplexe Umsteuereinheit
(UY/UX) bilden, welche sowohl auf die Adressiereinheit (RR/UY) als auch auf die Registereinheit
(UX, CO, RS) wirkt.
8. Halbleiterbaustein nach Patentanspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
- daß die zweite Umsteuereinheit (UX) zusammen mit der Registereinheit (UX, CO, RS)
eine Ausgangseinheit bildet, welche ein Register (in UX) enthält, dessen Speicherplätze,
durch diesen einzelnen Speicherplätzen zugeordnete Schalter gesteuert, die die den
einzelnen Zeichen zugeordneten Muster wahlweise entweder normal oder spiegelbildlich
vertauscht als Spaltensignale liefern kann.
9. Integrierter Halbleiterbaustein
- z.B. für einen Bordcomputer eines Kfz -
mit einer Schaltungsanordnung, die einen Speicher (G) enthält,
° welcher unter Zeichenadressen Folgen von Mustern speichert, wobei diese Muster jeweils
Daten zur Erzeugung von Spaltensignalen darstellen, und
° an dessen (G) Ausgang eine Registereinheit (UX, CO, RS) angebracht ist,
- zum Steuern der Anzeige von einem oder mehreren Zeichen (in den Zeichenfeldern A0
... A19, B0 ... B19) einer Mitteilung auf einer Anzeigematrix, welche Spaltenleitungen
(S1, S2 bzw. L) und Zeilenleitungen (Z1, Z2 bzw. Z) enthält,
- wobei zumindest einige der Zeichen jeweils aus Segmenten bestehen, welche - i.allg.
einzeln - durch den Zeilenleitungen zugelieferte Zeilensignale und den Spaltenleitungen
zugelieferte Spaltensignale steuerbar sind,
- wobei der Halbleiterbaustein die Zeichen auf der Anzeigematrix i.allg. in der Weise
erzeugen sollen,
° daß sein Speicher (G), sobald dessen Adressiereinheit (RR/UY) entsprechende Zeichenadressen
erhält, die zu diesen Zeichen gehörenden Musterdaten an die Registereinheit (UX, CO,
RS) liefert, und
° daß die Registereinheit (UX, CO, RS), sobald auf der Anzeigematrix die Zeilenleitungen
(0 ... 7) nacheinander durch Zeilensignale aktiviert werden, sequentiell aus seinen
Speicherplätzen (in RS) Spaltensignale entsprechend den zu den jeweils aktivierten
Zeilenleitungen gehörenden Mustern an die betreffenden Spaltenleitungen (L, z.B. für
die Zeichenfelder B0 und B1) der Anzeigematrix liefert,
um mittels dieser Folgen der Muster alle Segmente der zuzeigenden Zeichen zu steuern, z.B. nach einem der vorhergehenden Patentansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
- daß er ein Register (RP) enthält, in welches als Zeichen eine oder mehrere, aus
Segmenten bzw. aus Pixel gebildete Grafiken in Form eines Datenmusters eingeschrieben
werden können, und
- daß dieses Register (RP) über eine Datenverknüpfungseinheit (CO) so mit der Registereinheit
(UX, CO, RS) verbunden ist, daß die angezeigten Zeichen den aus dem Register (RP)
gelesenen Datenmustern entsprechen können, und/oder einer Mischung dieser Datenmuster
mit den aus den aus dem Speicher (G) gelesenen Musterdaten entsprechen können.