[0001] Die Erfindung betrifft einen Verschlußstreifen für Beutel bestehend aus einem länglichen
flachen Streifenteil mit verstärkten Längsrändern, wobei der Verschlußstreifen ausschließlich
aus Kunststoff besteht.
[0002] Verschlußstreifen, die auch als Clip-Verschlüsse bezeichnet werden, dienen zum Verschließen
von Beuteln von Hand oder mittels einer Verpackungsmaschine. Dabei werden die einzelnen
Verschlußstreifen durch Ablängen aus Bandmaterial gewonnen.
[0003] Ein Verschlußstreifen der eingangs genannten Art ist aus der EP 0401526 A1 bekannt.
Dieser Verschlußstreifen weist die Form eines flachen länglichen Streifens mit verstärkten
Längsrändern auf und besteht ausschließlich aus einem flexiblen Kunststoff. Dieser
Streifen ist zum Zwecke der Ausbildung von Soll-Knickfalten an zwei mit Abstand voneinander
und von seinen beiden Enden liegenden Stellen der Streifen über seine gesamte Breite
geschwächt, wobei die verstärkten Längsränder an diesen Stellen Aussparungen aufweisen.
Hierdurch wird es möglich, daß sich der Clip-Verschluß mit geringem Aufwand an einem
Beutel anbringen läßt, welcher auch der Strahlung von Mikrowellen ausgesetzt sein
kann, da störende Metallteile nicht vorhanden sind.
[0004] Andererseits läßt sich dieser Clip-Verschluß wegen seiner Aussparungen an den verstärkten
Längsrändern zwar leicht und flach umfalten, so daß sich der Beutel auf einfache Weise
verschließen läßt. Es hat sich aber gezeigt, daß ein Clip-Verschluß dieser Art insofern
verbesserungsbedürftig ist, als einerseits durch die festgelegte Beabstandung der
Soll-Knickstellen eine Anpassung an unterschiedliche Beutelöffnungen aufwendig ist
und andererseits die Verschlußsicherheit nicht immer gegeben ist.
[0005] Daher liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Verschlußstreifen der eingangs
genannten Art dahingehend zu verbessern, daß er auf unterschiedliche Beutelabmessungen
anwendbar ist und stets ein sicheres Verschließen gewährleistet.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß auf der einen Seite des Streifenteils
ein erster Längsrand und auf der anderen Seite des Streifenteils ein zweiter Längsrand
vorgesehen ist, wobei jeder Längsrand angeformte Verbindungsmittel aufweist derart,
daß beim Umlegen des Verschlußstreifens um die Beutelöffnung ein Abschnitt des ersten
Längsrandes formschlüssig mit einem Abschnitt des zweiten Längsrandes verbindbar ist.
[0007] Die erfindungsgemäße Lösung zeichnet sich dadurch aus, daß die Länge des Abschnittes,
in dem die Längsränder beim Umfalten um die Beutelöffnung miteinander verbunden werden,
variabel ist. Daneben stehen die Längsrandabschnitte auf der gesamten Verschlußlänge
formschlüssig miteinander in Verbindung, so daß ein sicheres Verschließen ebenso gegeben
ist wie die Möglichkeit, den Beutel wieder einfach durch Lösen der formschlüssigen
Verbindung zu öffnen.
[0008] Eine besonders vorteilhafte Gestaltung ergibt sich dann, wenn auf der einen Seite
des Streifenteils Gruppen von ersten Längsrändern und auf der anderen Seite des Streifenteils
Gruppen von zweiten Längsrändern vorgesehen sind, wobei jeweils zu unterschiedlichen
Gruppen gehörige Längsränder abschnittsweise miteinander verbindbar sind. Hierdurch
wird die Haltbarkeit des Verschlusses wesentlich verbessert, da sich die einzelnen
Längsränder hinsichtlich ihrer Verschlußwirkung gegenseitig unterstützen.
[0009] Eine besonders einfache Gestaltung ergibt sich, wenn jede Gruppe aus zwei Längsrändern
besteht.
[0010] Wenn die miteinander verbindbaren Längsränder in Querrichtung des Streifenteils zueinander
versetzt sind, so daß die angeformten Verbindungsmittel durch in Querrichtung ausgebildete
Vorsprünge und Ausnehmungen gebildet sind, wobei der Vorsprung des einen Längsrandes
in die Ausnehmung des anderen Längsrandes und der Vorsprung des anderen Längsrandes
in die Ausnehmung des einen Längsrandes einrastbar ist, wird der Fertigungsaufwand
für den Verschlußstreifen herabgesetzt, da jedes aus Vorsprung und Ausnehmung bestehende
Verbindungsmittel gleich gestaltet ist und einstückig an den jeweiligen Langsrand
angeformt sein kann.
[0011] Wenn gemäß einer besonderen konstruktiven Gestaltung jeder Vorsprung einen sich an
ein viertelrundes Profil des Längsrandes anschließenden halbkreisförmigen Ansatz aufweist,
welcher unter Begrenzung der Ausnehmung zum Streifenteil beabstandet ist, ergibt sich
ein an die Erfordernisse der Massenproduktion gut angepaßter Verschlußstreifen. Wenn
die Vorsprünge miteinander verbindbarer Längsränder in Querrichtung zueinander weisen,
ist die Haltbarkeit der Verbindung besonders gut.
[0012] Hinsichtlich der Materialeigenschaften des Verschlußstreifens ergibt sich dann eine
besonders gute Stabilität des Verschlußstreifens, wenn dieser ausschließlich aus einem
Kunststoffgemisch aus Polypropylen und Talkum besteht, wobei vorzugsweise der Anteil
von Talkum etwa 30 Prozent betragen sollte. Die Stabilität wirkt sich dabei vorteilhaft
im Verpackungsvorgang auf der Verpackungsmaschine aus, wobei zunächst vor dem Einlegen
des Beutels die beiden äußeren Bereiche eines Verschlußstreifens zu einem U-Profil
gebogen werden, anschließend der zu verschließende Beutel in das U-Profil eingelegt
wird und nacheinander der erste und dann der zweite Steg des U-Profils auf den Beutel
geklappt werden und unter Druck die formschlüssige Verbindung der miteinander verbindbaren
Längsränder hergestellt wird.
[0013] Die Erfindung wird im folgenden anhand einer ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert.
[0014] Dabei zeigen:
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Verschlußstreifen für Beutel,
- Fig. 2
- eine Ansicht gemäß Perspektive A in Fig. 1 und
- Fig. 3
- eine Ansicht gemäß Perspektive B in Fig. 1
[0015] Der Verschlußstreifen besteht aus einem flachen Streifenteil 1 mit bestimmter Breite.
Im Randbereich des Verschlußstreifens 1 sind auf der oberen Seite des flachen Streifenteils
1 Längsränder 2a,2b einstückig angeformt, die das Streifenteil in seiner Breite begrenzen
und nach innen gerichtete Vorsprünge 3a,3b aufweisen. Diese Vorsprünge 3a,3b sind
von der Oberseite des Streifenteils 1 beabstandet und schließen hiermit Ausnehmungen
4a,4b ein.
[0016] Auf der unteren Seite des Streifenteils 1 befinden sich in Querrichtung zu den Längsrändern
2a,2b versetzte Längsränder 2c,2d, deren Vorsprünge 3c,3d voneinander weg gerichtet
sind.
[0017] Die Profile der jeweiligen Längsrander 2a-2d sind gleich gestaltet und bestehen aus
einem viertelrundem Profil, an welches sich ein halbkreisförmiger Ansatz 3a-3d anschließt,
an welchen sich wiederum eine ebenfalls etwa viertelrunde Ausnehmung 4a-4d anschließt.
[0018] Die Funktion des erfindungsgemäßen Verschlußstreifens ist derart, daß sich nach Umlegen
des Verschlußstreifens um den zu verschließenden Beutel die Vorsprünge 3c,3d der unteren
Längsränder 2c,2d in die Ausnehmungen 4a,4b der oberen Längsränder 2a,2b formschlüssig
einrasten lassen. Dies geschieht dadurch, daß der abgelängte Verschlußstreifen zunächst
zu einem U-Profil aufgebogen wird und daß unter Einschluß des Beutels zunächst der
eine Schenkel des U-Profils flach auf den Beutel gelegt wird und anschließend der
zweite Schenkel derart unter Druck aufgelegt wird, daß die formschlüssige Verbindung
der einander zugeordneten Längsränder erreicht wird.
1. Verschlußstreifen für Beutel bestehend aus einem länglichen flachen Streifenteil mit
verstärkten Längsrändern, wobei der Verschlußstreifen ausschließlich aus Kunststoff
besteht,
dadurch gekennzeichnet, daß auf der einen Seite (A) des Streifenteils (1) ein erster Längsrand (2a,2b) und
auf der anderen Seite (B) des Streifenteils (1) ein zweiter Längsrand (2c,2d) vorgesehen
ist, wobei jeder Längsrand (2a-2d) angeformte Verbindungsmittel (3a-3d,4a-4d) aufweist
derart, daß beim Umlegen des Verschlußstreifens um die Beutelöffnung ein Abschnitt
des ersten Längsrandes (2a,2b) formschlüssig mit einem Abschnitt des zweiten Längsrandes
(2c,2d) verbindbar ist.
2. Verschlußstreifen für Beutel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß auf der einen Seite (A) des Streifenteils (1) Gruppen von ersten Längsrändern
(2a,2b) und auf der anderen Seite (B) des Streifenteils (1) Gruppen von zweiten Längsrändern
(2c,2d) vorgesehen sind, wobei jeweils zu unterschiedlichen Gruppen gehörige Längsränder
abschnittsweise miteinander verbindbar sind.
3. Verschlußstreifen für Beutel nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß jede Gruppe aus zwei Längsrändern besteht.
4. Verschlußstreifen für Beutel nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die miteinander verbindbaren Längsränder (2a-2d) in Querrichtung des Streifenteils
(1) zueinander versetzt sind und daß die angeformten Verbindungsmittel durch in Querrichtung
ausgebildete Vorsprünge (3a-3d) und Ausnehmungen (4a-4d) gebildet sind, wobei der
Vorsprung (3a,3b) des einen Längsrandes (2a,2b) in die Ausnehmung (4c,4d) des anderen
Längsrandes (2c,2d) und der Vorsprung (3c,3d) des anderen Längsrandes (2c,2d) in die
Ausnehmung (4a,4b) des einen Längsrandes (3a,3b) einrastbar ist.
5. Verschlußstreifen für Beutel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß jeder Vorsprung (3a,-3d) einen sich an ein viertelrundes Profil des Längsrandes
(2a-2d) anschließenden halbkreisförmigen Ansatz aufweist, welcher unter Begrenzung
der Ausnehmung (4a-4d) vom Streifenteil (1) beabstandet ist.
6. Verschlußstreifen für Beutel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge miteinander verbindbarer Längsränder zueinander gerichtet sind.
7. Verschlußstreifen für Beutel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß er aus einem aus Polypropylen und Talkum aufgeschmolzenem Kunststoff besteht.
8. Verschlußstreifen für Beutel nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der Talkum-Anteil etwa 30 Prozent beträgt.