[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Verbindung von Elementen eines mehrteiligen
Möbelstücks nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Bei Möbelstücken allgemein und besonders bei mehrteiligen Möbelstücken, insbesondere
wenn diese in der Höhe verstellbar und/oder einstellbar sind, besteht ein Bedarf für
ein modular aufbaubares und erweiterbares Möbelsystem. Bei einem solchen System verwendet
man mit Vorteil lösbare Steckverbindungen sowie Zwischenteile mit einer Mehrzahl von
Befestigungszapfen oder dergleichen. Dabei ist eine ziemlich hohe Präzision der lösbaren
Steckverbindungen erforderlich, um zu gewährleisten, dass mit dem Möbelsystem auch
grössere Möbelstücke aufgebaut bzw. erweitert werden können, ohne die Uebereinstimmung
mit dem Modul zu verlieren.
[0003] Als hinreichend präzise lösbare Steckverbindungen bieten sich die wohlbekannten selbstzentrierenden
Steckverbindungen mit einem kegelstumpfförmigen oder zylindrischen Zapfen und einer
kegelstumpfförmigen oder zylindrischen Ausnehmung, wobei der Zapfen und die Ausnehmung
einander als Stück und Gegenstück oder noch als Steckerteil und Hülsenteil entsprechen.
Die selbsthemmenden Steckverbindungen können als besondere Ausbildungen davon betrachtet
werden.
[0004] Aus FR-2510207 ist ein Bein für eine Tischplatte bekannt. Die Tischplatte ist über
eine Befestigungseinrichtung am Bein abgestützt. Die Befestigungseinrichtung umfasst
ein Paar von Befestigungsteilen. Der eine Befestigungsteil ist kegelstumpfförmig ausgebildet
und an der Unterseite der Tischplatte angeordnet. Der andere Befestigungsteil ist
als dem Kegelstumpf entsprechende und damit eine im wesentlichen vertikalachsige selbstzentrierende
Steckverbindung bildende Ausnehmung ausgebildet und am Bein angeordnet. Aus FR-2510207
lässt sich jedoch kein Hinweis ableiten, der zur Bildung eines modular aufbaubaren
und erweiterbaren Möbelsystems führen oder dazu behilflich sein könnte.
[0005] Aus DE-3150699 ist ein Stuhl bekannt, dessen Bein an seinem oberen Ende einen Selbsthemmungskegel
aufweist, wobei die darin offenbarte Einrichtung zur Befestigung der Sitzplatte auf
das Bein weitgehend der eingangs genannten Befestigungseinrichtung entspricht. Auch
aus DE-3150699 lässt sich jedoch kein Hinweis ableiten, der zur Bildung eines modular
aufbaubaren und erweiterbaren Möbelsystems führen oder dazu behilflich sein könnte.
[0006] Aus DD-267907 ist ein Bein für Möbelstücke bekannt, das an seinem oberen Ende einen
Selbsthemmungskegel aufweist. Ein Zwischenteil weist an seiner unteren Seite eine
kegelstumpfförmige Ausnehmung für den Selbsthemmungskegel und an seiner oberen Seite
vier Gewindezapfen auf. Das Zwischenteil wird auf das Bein aufgesteckt und die Gewindezapfen
werden mit dem unteren Teil des Möbelstücks verschraubt. Ebenfalls aus DD-267907 lässt
sich jedoch kein Hinweis ableiten, der zur Bildung eines modular aufbaubaren und erweiterbaren
Möbelsystems führen oder dazu behilflich sein könnte.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art so einzurichten,
dass die Vorteile der selbstzentrierenden Steckverbindungen beim Aufbau oder bei der
Erweiterung eines modularen Möbelsystems genutzt werden können.
[0008] Zur Lösung dieser Aufgabe ist eine Vorrichtung der eingangs genannten Art erfindungsgemäss
gekennzeichnet durch die im Anspruch 1 definierte Kombination von Merkmalen. Bevorzugte
Ausbildungen der erfindungsgemässen Vorrichtung sind in den abhängigen Ansprüchen
definiert.
[0009] Mit der Erfindung wird erreicht, dass die Vorteile der selbstzentrierenden Steckverbindung,
nämlich die Gewährleistung einer kraftschlüssigen Verbindung ohne Restspiel und in
jeder rechtwinklig zur Steckrichtung liegenden Richtung, auch beim Aufbau oder bei
der Erweiterung eines modularen Möbelsystems genutzt werden können, was den betreffenden
Möbelstücken eine hervorragende Präzision und Stabilität verleiht, ohne die Leichtigkeit
und Schnelligkeit der Montage und Demontage zu beeinträchtigen.
[0010] Nachstehend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher beschrieben.
Auch sind weitere Vorteile der Erfindung aus dieser Beschreibung erkennbar. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht einer ersten Ausbildung eines Verbindungselements der erfindungsgemässen
Vorrichtung;
- Fig. 2a
- eine Seitenansicht einer zweiten Ausbildung eines Verbindungselements der erfindungsgemässen
Vorrichtung;
- Fig. 2b
- eine Vorderansicht der Ausbildung gemäss Fig. 2a im Falle eines kreisförmigen Querschnitts;
- Fig. 2c
- eine Vorderansicht der Ausbildung gemäss Fig. 2a im Falle eines quadratischen Querschnitts;
- Fig. 2d
- eine Seitenansicht einer Variante der Ausbildung gemäss Fig. 2a;
- Fig. 3
- ein Beispiel eines mit Hilfe der erfindungsgemässen Vorrichtung zusammengebauten mehrteiligen
Möbelstücks, in Perspektivansicht mit durchsichtigen Flächen (Skelettansicht);
- Fig. 4a
- eine Ansicht einer dritten Ausbildung eines Verbindungselements der erfindungsgemässen
Vorrichtung, in Perspektivansicht;
- Fig. 4b
- eine Ansicht einer Variante der Ausbildung gemäss Fig. 4a, in Perspektivansicht;
- Fig. 5a
- eine Seitenansicht einer Einrichtung zur Lösung einer selbsthemmenden Steckverbindung
in der erfindungsgemässen Vorrichtung;
- Fig. 5b
- eine mit der Einrichtung gemäss Fig. 5a versehene selbsthemmende Steckverbindung,
im Längsschnitt;
- Fig. 5c
- eine andere Ausbildung der Einrichtung zur Lösung einer selbsthemmenden Steckverbindung
in der erfindungsgemässen Vorrichtung, die einer kinematischen Umkehrung der Einrichtung
gemäss Fig. 5b entspricht, im Längsschnitt;
- Fig. 6
- eine erste Ausbildung einer Einrichtung zur Befestigung einer selbstzentrierenden
Steckverbindung in der erfindungsgemässen Vorrichtung, im Längsschnitt; und
- Fig. 7
- eine zweite Ausbildung einer Einrichtung zur Befestigung einer selbstzentrierenden
Steckverbindung in der erfindungsgemässen Vorrichtung, im wesentlichen im Längsschnitt.
[0011] Wie Fig. 1 zeigt, umfasst eine erste Ausbildung eines Verbindungselements 101 einen
länglichen Arm 102, der an einem seiner Enden 103 mit einem kegelstumpfförmigen Zapfen
104 versehen ist. Der Zapfen 104 passt wie Stück zu Gegenstück zu einer weiter unten
beschriebenen hohlkegelstumpfförmigen Ausnehmung eines Aufnahmeteils. Der Arm 102
ist ein Stab oder eine Stange von beispielsweise etwa kreisförmigem oder vieleckigem
(beispielsweise quadratischem) Querschnitt, und dessen in einer Ebene liegende Mittellinie
105 ist etwa kreisbogenförmig um 90° gekrümmt (Fig. 1 ist sowohl auf den kreisförmigen
als auf den quadratischen Querschnitt bezogen). Somit ist der Arm 102 im wesentlichen
als Quadrant eines Ringes oder Ringprofils ausgebildet. An seinem dem Zapfen 104 gegenüberliegenden
Ende 106 ist der Arm 102 mit einer Gewindebohrung 107 versehen, in deren Gewinde 108
ein nicht gezeichneter Gewindebolzen einschraubbar ist, um den Arm 102 auf eine Fläche
aufzuschrauben, die rechtwinklig zur Achse 109 der Gewindebohrung 107 liegt. Es wäre
äquivalent und ist deshalb nicht dargestellt, die Gewindebohrung 107 durch einen vorstehenden
Gewindebolzen zu ersetzen, auf dessen Gewinde eine ebenfalls nicht gezeichnete Schraubenmutter
aufschraubbar ist, wiederum um den Arm 102 auf die genannte Fläche aufzuschrauben.
[0012] Im Bereich des dem Zapfen 104 gegenüberliegenden Endes 106 des Armes 102 ist in der
Zeichnung von Fig. 1 die Form des Quadranten eines Ringes insofern verzerrt, als dort
ein im wesentlichen gerader zylindrischer Abschnitt 110 des Armes 102 vorliegt. Dies
ist aber nicht wesentlich, denn die Form des Quadranten eines Ringes könnte auch unverzerrt
und dennoch mit der Gewindebohrung 107 versehen sein.
[0013] Wie weiter unten im Zusammenhang mit Fig. 3 erklärt wird, ist das Verbindungselement
101 in seiner Anwendungslage so orientiert, dass dessen Mittellinie 105 in einer im
wesentlichen vertikalen Ebene liegt und die Achse 109 der Gewindebohrung 107 bzw.
eines äquivalenten Befestigungsmittels im wesentlichen horizontal ist.
[0014] Wie Fig. 2a, Fig. 2b und Fig. 2c zeigen, umfasst eine zweite Ausbildung eines Verbindungselements
201 zwei längliche Arme 202, die einander spiegelbildlich-symmetrisch in bezug auf
eine Symmetrieebene 220 entsprechen und jeweils an einem ihrer Enden 203 mit einem
kegelstumpfförmigen Zapfen 204 versehen sind. Wiederum passt der Zapfen 204 wie Stück
zu Gegenstück zu einer weiter unten beschriebenen hohlkegelstumpfförmigen Ausnehmung
eines Aufnahmeteils. Die Arme 202 sind jeweils ein Stab oder eine Stange von beispielsweise
kreisförmigem oder vieleckigem (beispielsweise quadratischem) Querschnitt, und deren
in einer Ebene liegende Mittellinie 205 ist etwa kreisbogenförmig um 90° gekrümmt
(Fig. 2a ist sowohl auf den kreisförmigen als auf den quadratischen Querschnitt bezogen,
Fig. 2b zeigt eine Vorderansicht im Falle eines kreisförmigen Querschnitts, und Fig.
2c zeigt eine Vorderansicht im Falle eines quadratischen Querschnitts). Somit ist
jeder Arm 202 im wesentlichen als Quadrant eines Ringes oder Ringprofils ausgebildet.
Die Mittellinien 205 der Arme 202 sind miteinander kongruent, so dass die Arme 202
einander im wesentlichen zu einem halben Ring oder Ringprofil ergänzen. Im mittleren
Bereich des Verbindungselements 201, d.h. in Nähe der Symmetrieebene 220, ist in der
Zeichnung von Fig. 2a die Form des halben Ringes oder Ringprofils insofern verzerrt,
als dort ein gerader zylindrischer Abschnitt 221 der Arme 202 vorliegt. Dies ist aber
nicht wesentlich und die Form des halben Ringes oder Ringprofils könnte auch unverzerrt
sein.
[0015] Im genannten mittleren Bereich des Verbindungselements 201, d.h. am geraden zylindrischen
Abschnitt 221, ist symmetrisch in bezug auf die Symmetrieebene 220 ein Befestigungsmittel
vorgesehen. Dieses Befestigungsmittel umfasst einen beispielsweise zylindrischen Abschnitt
222, dessen Achse 220' auf der Schnittlinie der Symmetrieebene 220 und der Ebene der
Mittellinien 205 liegt, sowie eine koaxial zur Achse 220' angeordnete hohlkegelstumpfförmige
Ausnehmung 223.
[0016] Der zylindrische Abschnitt 222 bildet somit ein Beispiel des im vorangehenden genannten
Aufnahmeteils.
[0017] Der Zapfen 204 und die Ausnehmung 223 bilden je einen Befestigungsteil der erfindungsgemässen
Vorrichtung. Zusammen bilden ein Zapfen wie der Zapfen 204 und eine Ausnehmung wie
die Ausnehmung 223 eine selbsthemmende Steckverbindung und somit (wegen der Selbsthemmung)
auch eine Einrichtung zur Halterung der Befestigungsteile aufeinander. Zu diesem Zweck
verjüngen sich ein Zapfen wie der Zapfen 204 gegen sein freies Ende 210 hin und eine
Ausnehmung wie die Ausnehmung 223 zu ihrem blinden Boden 224 hin mit einem Kegelwinkel
von bis zu etwa 3°. In den in der Zeichnung dargestellten Beispielen mit Selbsthemmung
betragen der Kegelwinkel des Zapfens und der Kegelwinkel der Ausnehmung beide etwa
2°,5.
[0018] In einer anderen Ausbildung ist die Steckverbindung keine selbsthemmende, sondern
eine nur selbstzentrierende Steckverbindung, und es sind dann zusätzliche Massnahmen
vorgesehen, um die Befestigung zu gewährleisten. Der Zapfen und die Ausnehmung, die
je einen Befestigungsteil der erfindungsgemässen Vorrichtung und zusammen eine nur
selbstzentrierende und nicht selbsthemmende Steckverbindung bilden, werden dann ergänzt
durch eine weiter unten beschriebene Einrichtung zur Halterung der Befestigungsteile
aufeinander. In diesem Falle verjüngen sich der Zapfen und die Ausnehmung beide mit
einem Kegelwinkel von etwa 3° bis etwa 6°. In den in der Zeichnung dargestellten Beispielen
ohne Selbsthemmung betragen der Kegelwinkel des Zapfens und der Kegelwinkel der Ausnehmung
beide etwa 6°.
[0019] Das im Zusammenhang mit Fig. 2a und 2b beschriebene, am zylindrischen Abschnitt 222
angeordnete Befestigungsmittel könnte in einer anderen, nicht in der Zeichnung dargestellten
Variante, wie im Falle der Fig. 1, aus einer am zylindrischen Abschnitt 222 angeordneten
Gewindebohrung bestehen, in deren Gewinde ein Gewindebolzen einschraubbar ist, um
den Abschnitt 222 auf eine Fläche aufzuschrauben, die rechtwinklig zur Achse 220'
der Gewindebohrung liegt, oder auf einen Gewindeteil eines Elements aufzuschrauben,
dessen Achse mit der Achse 220' der Gewindebohrung kongruent ist. In einer noch anderen,
nicht dargestellten Variante ist am zylindrischen Abschnitt 222 ein vorstehender Gewindebolzen
vorgesehen, auf dessen Gewinde eine ebenfalls nicht gezeichnete Schraubenmutter aufschraubbar
ist, ebenfalls um den Abschnitt 222 auf die genannte Fläche aufzuschrauben.
[0020] In einer in Fig. 2d dargestellten Variante 201' der im Zusammenhang mit Fig. 2a beschriebenener
Ausbildung des Verbindungselements 201 sind die beiden Arme 202 funktionell durch
einen balkenförmigen Träger 242 mit zwei entlang ihrer Mittellinie 205' miteinander
kongruenten Armen 202' ersetzt. Der Träger 242 ist in Fig. 2d in Form eines Profils
von quadratischem Querschnitt dargestellt, könnte aber auch beispielsweise von rundem
Querschnitt sein. Die beiden Zapfen 204, die in der Ausbildung gemäss Fig. 2a von
den beiden Armen 202 getragen werden, werden in der Variante gemäss Fig. 2d von den
Armen 202' bzw. gemeinsam vom Träger 242 getragen. Die relative Lege der beiden Zapfen
204 zueinander bleibt dabei in beiden Fällen die gleiche. Wie bei der Ausbildung gemäss
Fig. 2a ist ebenfalls im mittleren Bereich des Verbindungselements 201' ein Befestigungsmittel
222' vorgesehen, das dem Befestigungsmittel (beispielsweise dem zylindrischen Abschnitt
222) der Ausbildung gemäss Fig. 2a im wesentlichen gleich ist. Relativ zum Befestigungsmittel
222' sind die beiden von den Armen 202' bzw. gemeinsam vom Träger 242 getragenen Zapfen
204 in der gleichen Lage wie die von den beiden Armen 202 getragenen Zapfen 204 zum
Befestigungsmittel 222 in der Ausbildung gemäss Fig. 2a. Der Höhenausgleich der beiden
Varianten erfolgt mittels einer geeigneten Länge (bzw. Höhe) des Befestigungsmittels
222', könnte aber auch mittels einer geeigneten Länge (bzw. Höhe) der Zapfen 204 erfolgen.
Somit sind die Varianten der Verbindungselemente gemäss Fig. 2a und Fig. 2d untereinander
funktionell austauschbar.
[0021] Wie nachstehend im Zusammenhang mit Fig. 3 erklärt wird, ist das Verbindungselement
201 bzw. 201' in seiner Anwendungslage so orientiert, dass die Ebene der Mittellinien
205 bzw. 205', die Symmetrieebene 220 sowie die Achse 220' im wesentlichen vertikal
sind. Somit weist auch das Befestigungsmittel in seiner Anwendungslage eine im wesentlichen
vertikale Achse auf.
[0022] Fig. 3 zeigt ein Beispiel eines mehrteiligen Möbelstücks, das mit Hilfe der erfindungsgemässen
Vorrichtung zusammengebaut ist, in einer Perspektivansicht mit durchsichtigen Flächen
(Skelettansicht). Das mehrteilige Möbelstück umfasst im wesentlichen horizontale Flächenelemente
wie je eine Tischplatte 301A und 301B, je eine Regalplatte (Tablar) 302A und 302B,
eine untere Platte 303 eines Schubladensockels 304, eine obere Platte 305 des Schubladensockels
oder Tischsockels 304, sowie im wesentlichen vertikale Trägerelemente wie Tischbeine
306A, 306B und 306C, vertikale Möbelelemente 307A und 307B und im wesentlichen horizontale
Trägerelemente wie die genannte untere Platte 303 und die genannte obere Platte 305
des Schubladensockels 304. Als vertikales Möbelelement gilt hier beispielsweise auch
die im wesentlichen vertikale Seitenfläche 308 des Schubladensockels 304.
[0023] Die genannten Elemente sind untereinander über eine Mehrzahl von Befestigungseinrichtungen
verbunden bzw. abgestützt.
[0024] Die Tischplatte 301A ist an der vertikalen Seitenfläche 308 des Schubladensockels
304 über zwei Verbindungselemente 101A und 101B abgestützt, die vom Typ des im Zusammenhang
mit Fig. 1 beschriebenen Verbindungselements 101 sind. Zu diesem Zweck sind die Verbindungselemente
101A und 101B an der Seitenfläche 308 angeschraubt. Ebenfalls zu diesem Zweck ist
die Tischplatte 301A auf ihrer Unterseite mit Ausnehmungen versehen, die vom Typ der
im Zusammenhang mit Fig. 2a, Fig. 2b und Fig. 2c beschriebenen Ausnehmung 223 sind.
Die Zapfen der Verbindungselemente 101A und 101B passen in die Ausnehmungen der Tischplatte
301A wie Stück und Gegenstück einer selbsthemmenden Steckverbindung. Somit bildet
die Tischplatte 301A selbst einen Aufnahmeteil für einen Zapfen. In einer Variante
könnte die Tischplatte 301A auf ihrer Unterseite mit einem Zwischenteil versehen sein,
der einen Aufnahmeteil für einen Zapfen bildet. Zusammen bilden ein Zapfen eines Verbindungselements
101A bzw. 101B und eine Ausnehmung in der Tischplatte 301A oder im auf ihrer Unterseite
angeordneten Zwischenteil, dank ihrer selbsthemmenden Steckverbindung, eine Befestigungseinrichtung
mit einem Paar von zueinander koaxial passenden Befestigungsteilen.
[0025] Analog zum vorangehenden sind die Regalplatten (Tablare) 302A und 302B an den vertikalen
Möbelelementen 307A und 307B über jeweilige Verbindungselemente 101C, 101D und 101E
abgestützt, die ebenfalls vom Typ des im Zusammenhang mit Fig. 1 beschriebenen Verbindungselements
101 sind.
[0026] Ausserdem sind die Tischplatten 301A und 301B an den vertikalen Tischbeinen 306A
und 306B über jeweilige Verbindungselemente 201A und 201B abgestützt. Zu diesem Zweck
sind die Tischbeine 306A und 306B mit einem im wesentlichen vertikalachsigen kegelstumpfförmigen
Zapfen versehen, der vom Typ des im Zusammenhang mit Fig. 1 bzw. Fig. 2a, Fig. 2b
und Fig. 2c beschriebenen Zapfens 104 bzw. 204 ist, während die Verbindungselemente
201A und 201B, wie im Zusammenhang mit Fig. 2a, Fig. 2b und Fig. 2c für das Verbindungselement
201 beschrieben, mit entsprechenden Ausnehmungen versehen sind. In einer bereits erwähnten
Variante können die Verbindungselemente 201A und 201B auf die Tischbeine 306A und
306B aufgeschraubt sein.
[0027] Analog zum vorangehenden ist das vertikale Möbelelement 307A am vertikalen Tischbein
306A über das Verbindungselement 201A abgestützt und sozusagen darauf aufgesteckt.
Zu diesem Zweck ist das vertikale Möbelelement 307A, analog wie im vorangehenden für
die Tischplatte 301A beschrieben, auf seiner Unterseite mit Ausnehmungen versehen,
die vom Typ der im Zusammenhang mit Fig. 2a, Fig. 2b und Fig. 2c beschriebenen Ausnehmung
223 sind. Die Zapfen der Verbindungselemente (hier des Verbindungselements 201A) passen
in die Ausnehmungen des vertikalen Möbelelements 307A wie Stück und Gegenstück einer
selbsthemmenden Steckverbindung. Somit bildet das vertikale Möbelelement 307A selbst
einen Aufnahmeteil für einen Zapfen. In einer Variante könnte das vertikale Möbelelement
307A auf seiner Unterseite mit einem Zwischenteil versehen sein, der einen Aufnahmeteil
für einen Zapfen bildet.
[0028] Es wird darauf hingewiesen, dass die Tischplatten 301A und 301B an je einem der beiden
Arme des Verbindungselements 201B und die Tischplatte 301A sowie das vertikale Möbelelement
307A an je einem der beiden Arme des Verbindungselements 201A abgestützt sind. Auf
diese Weise wird das mehrteilige Möbelstück modular zusammengesetzt und ein modulares
Möbelsystem aufgebaut. Dieses Beispiel zeigt, wie die verschiedenen Möbelelemente
zu zweit von einem Verbindungselement zusammengehalten werden können.
[0029] Schliesslich sind die beiden Tischplatten 301A und 301B an einem vertikalen Tischbein
306C über ein vierarmiges Verbindungselement 401A abgestützt. Das Tischbein 306C ist
wie die Tischbeine 306A und 306B ausgebildet. Das vierarmige Verbindungselement 401A
wird nun im Zusammenhang mit Fig. 4a und Fig. 4b näher beschrieben.
[0030] Wie in Fig. 4a in einer Perspektivansicht ersichtlich, ist ein dem vierarmigen Verbindungselement
401A der Fig. 3 entsprechendes Verbindungselement 401 an einem dem Tischbein 306C
der Fig. 3 entsprechenden Tischbein 406 abgestützt. Das Verbindungselement 401 weist
vier Arme 402 auf, von denen jeder einem der Arme 202 der Fig. 2a und 2b entspricht
und somit auch einen entsprechenden Zapfen 404 trägt. Im mittleren Bereich des Verbindungselements
401 treffen sich die Arme 402 unter einem Winkel von 90° zwischen ihren jeweiligen
Mittellinien. Ebenfalls im mittleren Bereich des Verbindungselements 401 ist ein Befestigungsmittel
vorgesehen, das wie bei dem im Zusammenhang mit Fig. 2a und 2b beschriebenen Verbindungselement
201 ausgebildet ist und beispielsweise einen zylindrischen Abschnitt 422 mit darin
angeordneter Ausnehmung umfasst.
[0031] Somit ergibt sich das Verbindungselement 401 im wesentlichen aus einer einstückigen
Integration von zwei rechtwinklig zueinander stehenden Verbindungselementen 201 gemäss
Fig. 2a und 2b. Daher liegen die Mittellinien der Arme 402 zu zweien in je einer von
Zwei im wesentlichen vertikalen und rechtwinklig zueinander stehenden Ebenen und sie
sind zu zweien kongruent, so dass die Arme 402 einander zu zweien im wesentlichen
zu zwei rechtwinklig gekreuzten halben Ringen ergänzen.
[0032] In einer in Fig. 4b dargestellten Variante 401' der im Zusammenhang mit Fig. 4a beschriebenener
Ausbildung des Verbindungselements 401 sind die vier Arme 402 funktionell durch eine
Platte 402' ersetzt, die in Fig. 4b in Form einer Ringscheibe dargestellt ist, aber
auch beispielsweise quadratisch sein könnte. Die vier Zapfen 404, die in der Ausbildung
gemäss Fig. 4a von den vier Armen 402 getragen werden, werden in der Variante gemäss
Fig. 4b gemeinsam von der Platte 402' getragen. Die relative Lage der vier Zapfen
404 zueinander bleibt dabei in beiden Fällen die gleiche. Wie bei der Ausbildung gemäss
Fig. 4a ist ebenfalls im mittleren Bereich des Verbindungselements 401' ein Befestigungsmittel
vorgesehen, das dem Befestigungsmittel (beispielsweise dem zylindrischen Abschnitt
422) der Ausbildung gemäss Fig. 4a im wesentlichen gleich ist (aber in Fig. 4b aus
Gründen der Perspektive nicht sichtbar ist). Relativ zum Befestigungsmittel sind die
vier von der Platte 402' getragenen Zapfen 404 in der gleichen Lage wie die von den
vier Armen 402 getragenen Zapfen 404 in der Ausbildung gemäss Fig. 4a, der Höhenausgleich
der beiden Varianten erfolgt mittels einer geeigneten Länge (bzw. Höhe) der Zapfen
und/oder des Befestigungsmittels auf gleiche Weise wie bei den im Zusammenhang mit
Fig. 2a und 2d beschriebenen Varianten. Somit sind die Varianten der Verbindungselemente
gemäss Fig. 4a und Fig. 4b untereinander funktionell austauschbar.
[0033] Zu Fig. 3 zurückkehrend wird darauf hingewiesen, dass die Tischplatten 301A und 301B
sowie die vertikalen Möbelelemente 307A und 307B an je einem der vier Arme des Verbindungselements
401A abgestützt sind. Auf diese Weise wird das mehrteilige Möbelstück modular zusammengesetzt
und ein modulares Möbelsystem aufgebaut. Dieses Beispiel zeigt, wie die verschiedenen
Möbelelemente zu viert von einem Verbindungselement zusammengehalten werden können.
[0034] In verschiedenen nicht dargestellten Ausbildungen, die von den Ausbildungen gemäss
Fig. 2a, Fig. 2b und 2c bzw. Fig. 4a und Fig. 4b ableitbar sind, weist ein Verbindungselement
drei oder sechs Arme mit je einem Zapfen auf, oder noch eine Platte bzw. Ringscheibe
mit drei oder sechs Zapfen. Wie bei den vorgenannten dargestellten Ausbildungen ist
dabei das Verbindungselement im wesentlichen um eine vertikale Achse symmetrisch ausgebildet,
und es ist in seinem mittleren Bereich in Nähe der Symmetrieachse mit einem im wesentlichen
vertikalachsigen Befestigungsmittel versehen.
[0035] Im Falle von drei wie von sechs Armen liegen die Mittellinien der Arme in je einer
von drei im wesentlichen vertikalen und im Winkel von 120° zueinander stehenden Ebenen.
Im Falle von sechs Armen liegen diese Mittellinien zudem zu zweien in je einer dieser
drei Ebenen und sie sind zu zweien kongruent, so dass die Arme einander zu zweien
im wesentlichen zu je einem von drei im Winkel von 120° zueinander stehenden halben
Ringen ergänzen, wie es beim Verbindungselement 201 der Fig. 2a und 2b der Fall ist.
Dabei werden mehrere Möbelelemente vom Verbindungselement zusammengehalten.
[0036] Im Falle von drei wie von sechs Zapfen auf einer gemeinsamen Platte bzw. Ringscheibe
sind die Zapfen in dreifacher bzw. sechsfacher Symmetrie um die vertikale Drehachse
des Verbindungselements verteilt, statt in vierfacher Symmetrie wie im Falle der im
Zusammenhang mit Fig. 4b beschriebenen Ausbildung.
[0037] Schliesslich ist auch für die Ausbildung mit einem balkenförmigen Träger mit zwei
miteinander kongruenten Armen gemäss Fig. 2d eine Variante mit einer Platte bzw. Ringscheibe
möglich. Dabei sind die beiden miteinander kongruenten Armen des balkenförmigen Trägers
sinngemäss zur Platte bzw. Ringscheibe verbreitert und verschmolzen worden. Der grössere
Materialaufwand für die Platte bzw. Ringscheibe anstelle der Arme kann sich angesichts
von Einsparungen bei der Fabrikation und der Lagerung lohnen.
[0038] In allen erwähnten Fällen ist das im wesentlichen vertikalachsige Befestigungsmittel
des Verbindungselements gleich ausgebildet wie eines der Befestigungsteile, die an
den Elementen des mehrteiligen Möbelstücks angeordnet sind. Wie im vorangehenden dargelegt,
kann diese Ausbildung einem Teil einer selbstzentrierenden Steckverbindung, insbesondere
einem Teil einer selbsthemmende Steckverbindung entsprechen. In anderen Fällen kann
diese Ausbildung einem verschraübbaren Befestigungsmittel wie Gewindebolzen, Gewindebohrung
und dergleichen entsprechen.
[0039] Im Falle einer selbsthemmenden Steckverbindung, die für sich allein als Einrichtung
zur Halterung der zueinander passenden Befestigungsteile wirkt, ist es zweckmässig,
Vorkehrungen zu treffen, um die Steckverbindung bei Bedarf auch bequem lösen zu können.
[0040] Fig. 5a, 5b und 5c zeigen eine Einrichtung zur Lösung einer selbsthemmenden Steckverbindung.
Das Ende eines Armes 502, der einem der Arme 102 der Fig. 1 oder 202 der Fig. 2a und
2b entspricht, ist mit einem Zapfen 504 versehen, der einem der Zapfen 104 der Fig.
1 oder 204 der Fig. 2a und 2b entspricht. Dieser Zapfen 504 ist selbsthemmend in einer
Ausnehmung 523 eines Aufnahmeteils einsetzbar.
[0041] Fig. 5b zeigt dabei im Schnitt einen montierten Zustand mit dem Zapfen 504 in der
Ausnehmung 523, wobei der Aufnahmeteil 530 in einem Zwischenteil 531 angeordnet und
befestigt ist, der selbst an einer Unterseite 532 eines im wesentlichen horizontalen
Flächenelements 501 wie beispielsweise die Tischplatte 301A oder 301B der Fig. 3 angeordnet
und befestigt ist (die betreffenden Befestigungsmittel sind nicht dargestellt). Koaxial
zum Zapfen 504 ist am Aufnahmeteil 530 eine Hülse 550 drehbar und axial verschiebbar
angeordnet. Zu diesem Zweck ist der Aufnahmeteil 530 mit einem axialen Gewinde 533
versehen, während die Hülse 550 mit einer zum Gewinde 533 passenden Gewindebohrung
552 versehen ist. Fig. 5b zeigt die Hülse 550 in einem auf den Aufnahmeteil 530 ganz
aufgeschraubtem Zustand. Andererseits ist am Arm 502 eine Schulter 553 vorgesehen,
die etwa ringscheibenförmig ist und rechtwinklig zur Achse 505 des Zapfens 504 steht.
Diese Schulter 553 wirkt mit einer Frontfläche 554 der Hülse 550 zusammen, wenn die
Hülse 550 vom Aufnahmeteil 530 abgeschraubt wird und sich dadurch axial verschiebt.
Diese Zusammenwirkung der Frontfläche 554 der Hülse 550 mit der Schulter 553 des Armes
502 zieht den Zapfen 504 aus der Ausnehmung 523 heraus, so dass die betreffende Drehung
der Hülse 550 die Lösung der selbsthemmenden Steckverbindung bewirkt.
[0042] Eine kinematische Umkehrung der eben beschriebenen Einrichtung zur Lösung der selbsthemmenden
Steckverbindung wird nun im Zusammenhang mit Fig. 5c beschrieben.
[0043] Fig. 5c zeigt wiederum im Schnitt einen montierten Zustand mit dem Zapfen 504 in
der Ausnehmung 523, wobei der Aufnahmeteil 530 in einem Zwischenteil 531 angeordnet
und befestigt ist, der selbst an einer Unterseite 532 eines im wesentlichen horizontalen
Flächenelements 501 wie beispielsweise die Tischplatte 301A oder 301B der Fig. 3 angeordnet
und befestigt ist (die Befestigungsmittel sind nicht dargestellt). Koaxial zum Zapfen
504 ist am Arm 502 eine Hülse 560 drehbar und axial nicht verschiebbar angeordnet.
Zu diesem Zweck ist der Arm 502 mit einer koaxialen Nut 561 versehen, in die ein ringförmiger
innerer Vorsprung 565 der Hülse 560 eingreift, um deren axiale Verschiebung zu verhindern.
Zudem ist die Hülse 560 mit einer koaxialen Gewindebohrung 562 versehen, während der
Aufnahmeteil 530 mit einem zur Gewindebohrung 562 passenden axialen Gewinde 533 versehen
ist. Fig. 5c zeigt die Hülse 560 ganz auf den Aufnahmeteil 530 aufgeschraubt. Andererseits
ist am Arm 502 eine Schulter 553 vorgesehen, die etwa ringscheibenförmig ist und rechtwinklig
zur Achse 505 des Zapfens 504 steht. Diese Schulter 553 wirkt mit einer Frontfläche
564 der Hülse 560 zusammen, wenn die Hülse 560 vom Aufnahmeteil 530 abgeschraubt wird
und dadurch in Richtung einer (durch die Schulter 553 verhinderten) axialen Verschiebung
beansprucht wird. Diese Zusammenwirkung der Frontfläche 564 der Hülse 560 mit der
Schulter 553 des Armes 502 zieht den Zapfen 504 aus der Ausnehmung 523 heraus, so
dass die betreffende Drehung der Hülse 560 die Lösung der selbsthemmenden Steckverbindung
bewirkt.
[0044] Umgekehrt zum Falle einer selbsthemmenden Steckverbindung ist es im Falle einer nur
selbstzentrierenden Steckverbindung ohne Selbsthemmung zweckmässig, Vorkehrungen zu
treffen, um die Steckverbindung festzuhalten.
[0045] Fig. 6 zeigt eine erste Ausbildung einer Einrichtung zur Halterung der zueinander
passenden Befestigüngsteile einer selbstzentrierenden Steckverbindung. Das Ende eines
Armes 602, der einem der Arme 102 der Fig. 1 oder 202 der Fig. 2a und 2b entspricht,
ist mit einem Zapfen 604 versehen, der einem der Zapfen 104 der Fig. 1 oder 204 der
Fig. 2a und 2b entspricht. Dieser Zapfen 604 ist selbstzentrierend aber nicht-selbsthemmend
in einer Ausnehmung 623 eines Aufnahmeteils einsetzbar. Fig. 6 zeigt dabei im Schnitt
einen montierten Zustand mit dem Zapfen 604 in der Ausnehmung 623, wobei der Aufnahmeteil
630 in einem Zwischenteil 631 angeordnet und befestigt ist, der selbst an einer Unterseite
632 eines im wesentlichen horizontalen Flächenelements 601 wie beispielsweise die
Tischplatte 301A oder 301B der Fig. 3 angeordnet und befestigt ist (die betreffenden
Befestigungsmittel sind nicht dargestellt). Koaxial zum Zapfen 604 ist am Arm 602
eine Hülse 660 drehbar und axial nicht verschiebbar angeordnet. Zu diesem Zweck ist
der Arm 602 mit einer koaxialen Nut 661 versehen, in die ein ringförmiger innerer
Vorsprung 665 der Hülse 660 eingreift, um deren axiale Verschiebung zu verhindern.
Zudem ist die Hülse 660 mit einer koaxialen Gewindebohrung 662 versehen, während der
Aufnahmeteil 630 mit einem zur Gewindebohrung 662 passenden axialen Gewinde 633 versehen
ist. Fig. 6 zeigt die Hülse 660 ganz auf den Aufnahmeteil 630 aufgeschraubt. Andererseits
ist am Arm 602 eine Schulter 653 vorgesehen, die im wesentlichen von einer Frontfläche
der Nut 661 gebildet wird und daher etwa ringscheibenförmig ist und rechtwinklig zur
Achse 605 des Zapfens 604 steht. Diese Schulter 653 wirkt mit einer Frontfläche 664
der Hülse 660 zusammen, wenn die Hülse 660 auf den Aufnahmeteil 630 aufgeschraubt
und dadurch in Richtung einer (durch die Schulter 653 verhinderten) axialen Verschiebung
beansprucht wird. Diese Zusammenwirkung der Frontfläche 664 der Hülse 660 mit der
Schulter 653 des Armes 602 drückt den Zapfen 604 in die Ausnehmung 623 hinein, so
dass die betreffende Drehung der Hülse 660 die Befestigung der selbstzentrierenden
Steckverbindung bewirkt.
[0046] Fig. 7 zeigt eine zweite Ausbildung einer Einrichtung zur Halterung der zueinander
passenden Befestigungsteile einer selbstzentrierenden Steckverbindung. Diese zweite
Ausbildung lässt sich von der ersten insofern ableiten, als darin die Schraubverbindung
der ersten Ausbildung durch eine Bajonettverbindung ersetzt wird. Das Ende eines Armes
702, der einem der Arme 102 der Fig. 1 oder 202 der Fig. 2a und 2b entspricht, ist
mit einem Zapfen 704 versehen, der einem der Zapfen 104 der Fig. 1 oder 204 der Fig.
2a und 2b entspricht. Dieser Zapfen 704 ist selbstzentrierend aber nicht-selbsthemmend
in einer Ausnehmung 723 eines Aufnahmeteils einsetzbar. Fig. 7 zeigt dabei im Schnitt
einen montierten Zustand mit dem Zapfen 704 in der Ausnehmung 723, wobei der Aufnahmeteil
730 in einem Zwischenteil 731 angeordnet und befestigt ist, der selbst an einer Unterseite
732 eines im wesentlichen horizontalen Flächenelements 701 wie beispielsweise die
Tischplatte 301A oder 301B der Fig. 3 angeordnet und befestigt ist (die betreffenden
Befestigungsmittel sind nicht dargestellt und der Arm 702 nicht im Schnitt gezeichnet).
Koaxial zum Zapfen 704 ist am Arm 702 eine Hülse 760 drehbar und axial nicht verschiebbar
angeordnet. Zu diesem Zweck ist der Arm 702 mit einer koaxialen Nut 761 versehen,
in die ein ringförmiger innerer Vorsprung 765 der Hülse 760 eingreift, um deren axiale
Verschiebung zu verhindern. Zudem ist die Hülse 760 mit einer Nut oder mehreren Nuten
762 eines Bajonettverschlusses versehen, während der Aufnahmeteil 730 mit einem oder
mehreren zur Nut bzw. zu den Nuten 762 passenden Nocken 733 des Bajonettverschlusses
versehen ist. Fig. 7 zeigt die Hülse 760 in einem auf dem Aufnahmeteil 730 durch den
Bajonettverschluss verriegelten Zustand. Andererseits ist am Arm 702 eine Schulter
753 vorgesehen, die im wesentlichen von einer Frontfläche der Nut 761 gebildet wird
und daher etwa ringscheibenförmig ist und rechtwinklig zur Achse 705 des Zapfens 704
steht. Diese Schulter 753 wirkt mit einer Frontfläche 764 der Hülse 760 zusammen,
wenn die Hülse 760 auf den Aufnahmeteil 730 durch den Bajonettverschluss verriegelt
und dadurch in Richtung einer (durch die Schulter 753 verhinderten) axialen Verschiebung
beansprucht wird. Diese Zusammenwirkung der Frontfläche 764 der Hülse 760 mit der
Schulter 753 des Armes 702 drückt den Zapfen 704 in die Ausnehmung 723 hinein, so
dass die betreffende Drehung der Hülse 760 die Befestigung der selbstzentrierenden
Steckverbindung bewirkt.
[0047] Schliesslich wird darauf hingewiesen, dass zur richtigen Nutzung der erfindungsgemässen
Vorrichtung die Befestigungseinrichtung so vorzusehen bzw. die Befestigungsteile an
den verschiedenen Möbelelementen eines mehrteiligen Möbelstücks so anzuordnen sind,
dass sich mit Hilfe der Verbindungselemente ein modulares Möbelsystem sozusagen nach
dem Baukastenprinzip aufbauen und erweitern lässt. In anderen Worten, an den horizontalen
Möbelelementen wie Tischplatte, Regalplatte (Tablar), obere und untere Platte eines
Schubladensockels und dergleichen sind die betreffenden Befestigungsteile (beispielsweise
Ausnehmungen) in solchem Abstand von den Rändern und Ecken des Möbelelements anzuordnen,
dass sie bei allen Kombinationen von nebeneinanderliegenden Möbelelementen zu den
entsprechenden Befestigungsteilen (beispielsweise Zapfen) der Verbindungselemente
passen, die ihrerseits an den Trägerelementen wie Tischbein, Tischsockel, obere Platte
eines Schubladensockels, vertikales Möbelelement und dergleichen abgestützt sind.
Beispielsweise ist sowohl an einem einzelnen Möbelelement wie an ebeneinanderliegenden
Möbelelementen der Abstand zwischen den vertikalen Achsen von Ausnehmungen gleich
dem Abstand zwischen den vertikalen Achsen von Zapfen eines Verbindungselements. Analoges
gilt für die horizontalachsigen Befestigungsmittel der Verbindungselemente und der
vertikalen Möbelelementen. Die Verbindungselemente sind entsprechend dimensioniert.
[0048] Die Einstellung und Verstellung der Möbelelemente in der Höhe kann mittels gerader
Verlängerungelemente erfolgen, die am einen Ende einen Befestigungsteil mit Zapfen
und am anderen Ende einen Befestigungsteil mit Ausnehmung aufweisen und auf die erfindungsgemässen
Verbindungselemente aufsteckbar sind, um deren Arme zu verlängern. Solche Verlängerungelemente
können in verschiedenen Längen vorliegen, die jeweils dem Modul des Möbelsystems,
d.h. der Anordnung der Befestigungseinrichtungen und den Dimensionen der erfindungsgemässen
Verbindungselemente, angepasst sind.
1. Vorrichtung zur Verbindung von Elementen eines mehrteiligen Möbelstücks (301-307),
wobei mindestens ein im wesentlichen horizontales Flächenelement wie Tischplatte,
Regalplatte (Tablar), untere Platte eines Schubladensockels und dergleichen an mindestens
einem Trägerelement wie Tischbein, Tischsockel, obere Platte eines Schubladensockels,
vertikales Möbelelement und dergleichen über eine Mehrzahl von Befestigungseinrichtungen
abgestützt ist, eine Befestigungseinrichtung je ein Paar von zueinander koaxial als
Stück und Gegenstück passenden Befestigungsteilen (204, 223) umfasst, der eine Befestigungsteil
am Trägerelement und der andere Befestigungsteil im Bereich des Flächenelements darin
oder daran oder an einem an einer Unterseite davon angeordneten Zwischenteil angeordnet
ist, und der eine Befestigungsteil einen im wesentlichen vertikalachsigen kegelstumpfförmigen
Zapfen (204) und der andere Befestigungsteil eine dem Zapfen entsprechende und damit
eine selbstzentrierende Steckverbindung bildende, im wesentlichen vertikalachsige
hohlkegelstumpfförmige Ausnehmung (223) eines Aufnahmeteils umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass das Flächenelement am Trägerelement über ein Verbindungselement (101, 201, 201',
401, 401') abgestützt ist, welches mindestens einen länglichen Arm (102, 202, 202',
402, 402') aufweist, der mindestens an einem seiner Enden (103, 203) mit einem der
genannten Befestigungsteile (104, 204, 404) und mit einer Einrichtung zur Halterung
dieses Befestigüngsteils auf das wie Stück zu Gegenstück dazu passende Befestigungsteil
versehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Arm (102) im wesentlichen als Quadrant eines Ringes ausgebildet
ist, dessen Mittellinie (105) in einer im wesentlichen vertikalen Ebene liegt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Arm (102) an seinem anderen Ende (106) mit einem im wesentlichen horizontalachsigen
Befestigungsmittel (107, 108) wie Gewindebolzen, Gewindebohrung und dergleichen versehen
ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (201, 401) im wesentlichen um eine vertikale Achse (220')
symmetrisch ausgebildet ist, mindestens Zwei Arme (202, 202', 402) aufweist, deren
Mittellinien (205) in einer im wesentlichen vertikalen Ebene liegen und kongruent
sind, so dass die Arme einander im wesentlichen zu einem halben Ring ergänzen, und
in seinem mittleren Bereich (221) in Nähe der Symmetrieachse mit einem im wesentlichen
vertikalachsigen Befestigungsmittel (222, 223) versehen ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (401) vier Arme (402) aufweist, deren Mittellinien zu zweien
in je einer von zwei im wesentlichen vertikalen und rechtwinklig zueinander stehenden
Ebenen liegen und zu zweien kongruent sind, so dass die Arme einander zu zweien im
wesentlichen zu zwei rechtwinklig gekreuzten halben Ringen ergänzen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement im wesentlichen um eine vertikale Achse symmetrisch ausgebildet
ist, mindestens drei Arme aufweist, deren Mittellinien in je einer von drei im wesentlichen
vertikalen und im Winkel von 120° zueinander stehenden Ebenen liegen, und in seinem
mittleren Bereich in Nähe der Symmetrieachse mit einem im wesentlichen vertikalachsigen
Befestigungsmittel versehen ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement sechs Arme aufweist, deren Mittellinien zu zweien in je einer
von drei im wesentlichen vertikalen und im Winkel von 120° zueinander stehenden Ebenen
liegen und zu zweien kongruent sind, so dass die Arme einander zu zweien im wesentlichen
zu je einem von drei im Winkel von 120° zueinander stehenden halben Ringen ergänzen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (201') im wesentlichen um eine vertikale Achse (220') symmetrisch
ausgebildet ist, mindestens zwei Arme (202') aufweist, deren Mittellinien (205') in
einer im wesentlichen vertikalen Ebene liegen und kongruent sind, so dass die Arme
einander im wesentlichen zu einem balkenförmigen Träger (242) ergänzen, und in seinem
mittleren Bereich in Nähe der Symmetrieachse mit einem im wesentlichen vertikalachsigen
Befestigungsmittel (222, 223) versehen ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (401') im wesentlichen um eine vertikale Achse (420') symmetrisch
ausgebildet und in seinem mittleren Bereich in Nähe der Symmetrieachse mit einem im
wesentlichen vertikalachsigen Befestigungsmittel versehen ist, und drei, vier oder
sechs auf einer Platte (402') in Nähe ihres Umfangs regelmässig im Kreis verteilte
Befestigungsteile (404) aufweist, wobei die Platte die Gesamtheit von entsprechenden
drei, vier oder sechs je einen Befestigungsteil tragenden Armen verkörpert.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das im wesentlichen vertikalachsige Befestigungsmittel gleich ausgebildet ist wie
eines der genannten Befestigungsteile (204, 223).
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das im wesentlichen vertikalachsige Befestigungsmittel als verschraubbares Befestigungsmittel
(107, 108) wie Gewindebolzen, Gewindebohrung und dergleichen ausgebildet ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Halterung der zueinander passenden Befestigungsteile in der Ausbildung
des Zapfens (504, 604, 704) und der Ausnehmung (523, 623, 723) als selbsthemmende
Steckverbindung besteht.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Halterung der zueinander passenden Befestigungsteile mit einer
Einrichtung (533, 550, 552, 553, 554, 560) zur Lösung der selbsthemmenden Steckverbindung
versehen ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Lösung der selbsthemmenden Steckverbindung am einen Befestigungsteil
ein koaxial darauf angeordnetes Gewinde (533) und eine koaxial darauf drehbar und
axial verschiebbar angeordnete Hülse (550) mit einer zum Gewinde passenden Gewindebohrung
(552) und am anderen Befestigungsteil eine Schulter (553) umfasst, die mit einer Frontfläche
(554) der Hülse (550) zusammenwirkt, wenn diese zur Lösung der selbsthemmenden Steckverbindung
gedreht wird und sich dadurch axial verschiebt.
15. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Lösung der selbsthemmenden Steckverbindung am einen Befestigungsteil
ein koaxial darauf angeordnetes Gewinde (533) und am anderen Befestigungsteil eine
koaxial darauf drehbar und axial nicht verschiebbar angeordnete Hülse (560) mit einer
zum Gewinde passenden Gewindebohrung (562) sowie eine Schulter (553) umfasst, die
mit einer Frontfläche (564) der Hülse (560) zusammenwirkt, wenn diese zur Lösung der
selbsthemmenden Steckverbindung gedreht wird.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Halterung der zueinander passenden Befestigungsteile am einen
Befestigungsteil ein koaxial darauf angeordnetes Gewinde (633) und am anderen Befestigungsteil
eine koaxial darauf drehbar und axial nicht verschiebbar angeordnete Hülse (660) mit
einer zum Gewinde passenden Gewindebohrung (662) sowie eine Schulter (653) umfasst,
die mit einer Frontfläche (664) der Hülse (660) zusammenwirkt, wenn diese zur Befestigung
der selbstzentrierenden Steckverbindung gedreht wird.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Halterung der zueinander passenden Befestigungsteile am einen
Befestigungsteil mindestens einen darauf angeordneten Nocken (733) eines Bajonettverschlusses
und am anderen Befestigungsteil eine koaxial darauf drehbar und axial nicht verschiebbar
angeordnete Hülse (760) mit mindestens einer zum Nocken passenden Nut (762) eines
Bajonettverschlusses sowie eine Schulter (753) umfasst, die mit einer Frontfläche
(764) der Hülse (760) zusammenwirkt, wenn diese zur Lösung der selbstzentrierenden
Steckverbindung gedreht wird.