[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Küchenarbeitsfeld mit einem vorzugsweise aus Glas
oder glaskeramischem Material bestehendem Kochfeld, das mehrere Kochstellen besitzt
und von einem Rahmen eingefaßt ist, wobei beidseitig des Kochfeldes Arbeitsflächen
vorgesehen sind, von denen die eine Arbeitsfläche als eine Abstellfläche und die andere
Arbeitsfläche als eine Heizfläche ausgebildet ist.
[0002] Durch die DE-OS 35 03 294 ist ein Kochfeld bekannt, wo im Bereich einer Glaskeramikplatte
vier runde, bzw. ovale Kochstellen in zwei Reihen paarweise angeordnet sind. Die im
wesentlichen rechteckige Glaskeramikplatte ist an den Ecken verrundet. Im Bereich
der frontseitigen Ecken befinden sich in dem die Glaskeramikplatte umgebenden Rahmen
Schaltelemente und Anzeigeelemente für die Kochstellen.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für ein Küchenarbeitsfeld Bedienungskomfort
und Gebrauchswerterhöhung zu schaffen. Die erfindungsgemäße Anordnung zur Lösung dieser
Aufgabe ist dadurch gekennzeichnet, daß das Küchenarbeitsfeld eine abnehmbare Warmhalteplatte
und ein Kochfeld besitzt, wobei auf dem Kochfeld mindestens drei Kochstellen, deren
Mittelpunkte nicht auf einer senkrechten Verbindungslinie liegen, angeordnete sind.
[0004] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgenden
Schutzansprüchen. Ein Ausführungsbeispiel nach der Erfindung ist im folgenden anhand
der Zeichnung beschrieben. Es zeigt:
- Fig. 1
- ein Küchenarbeitsfeld,
- Fig. 2
- ein spezielles Kochfeld.
[0005] Gemäß Fig. 1 ist ein Küchenarbeitsfeld dargestellt. Zu einem Kochfeld 1, das sowohl
mit Kochmulden konventioneller Bauart als auch mit Glaskeramik-Kochflächen ausgestattet
sein kann, sind dazu beidseitig benachbart eine Abstellfläche 2 mit einer Heizfläche
3 dargestellt. Das durch einen Rahmen begrenzte Kochfeld 1, das aus Glas oder glaskeramischem
Material besteht, besitzt ein Bedienfeld 4 und vier durch Strichmarkierungen angedeutete
Kochstellen 5, 6, 7 und 8. Die Kochstellen 5, 6, 7 und 8 können unterschiedliche Größe
besitzen, wobei die Kochstelle 5 und die diagonal dazu angeordnete Kochstelle 7 Zweikreiskochstellen
und für unterschiedliche Garbehälter-Durchmesser ausgelegte Kochstellen sind. Die
Kochstelle 6 ist als Einkreiskochstelle ausgebildet und ist neben der Zweikreiskochstelle
5 im rechteckigen Kochfeld 1 angeordnet. Diagonal zur Kochstelle 6 ist eine Zweifachkochstelle
angeordnet, die als Kreis- oder Ovalkochstelle betreibbar ist. Die durch die Zeichnung
festgelegte Positionierung der Kochstellen entspricht einer als in der Mehrzahl der
Anwendungsfälle sich als zweckmäßig erwiesenen Anordnung, wobei eine azyklische Variation
der Anordnung von Kochstellentypen ausführbar und denkbar sind. Das Bedienfeld 4 mit
seinen Schaltorganen stellt die vordere Begrenzung des Kochfeldes 1 dar und liegt
in gleicher Ebene mit diesem. Das Bedienfeld 4 kann zum Zwecke optimaler Bedienung
eine Neigung von 30 bis 45 Winkelgrad zum Kochfeld 1 besitzen. Die dem Kochfeld 1
benachbart angeordnete Abstellfläche 2 besitzt Abstellrippen 9. Über diese Abstellfläche
2 kann Kochgut deponiert werden, was der Abkühlung bedarf. Gleichzeitig kann die Restwärme
der jeweils benutzten Kochstelle 5 bis 8 benutzt werden. Die Abstellfläche 2 kann
zur Aufnahme entsprechend angepaßter Küchen-Funktionseinheiten dienen, beispielsweise
Schneidebretter. Die den Kochstellen 6 und 7 benachbarte, abnehmbare Heizfläche 3
besitzt eine Bedienanzeige 10 und Tragegriffe 11. Die Heizfläche 3 kann z.B. eine
Grillplatte oder eine Warmhalteplatte sein. In vorteilhafter Weise können Gargefäße
vom Kochfeld 1 seitlich zur Abstellfläche 2 bzw. zur Heizfläche 3 verschoben werden,
ohne daß eine Transportbelastung für die Bediener auftritt. Das Küchenarbeitsfeld
bietet weiterhin den vorteil, daß die Abstellfläche 2 Abstellrippen 9 besitzt, wobei
Küchen-Zusatzgeräte auf die Abstellrippen 9 formschlüssig aufsetzbar sind.
[0006] Gemäß Fig. 2 ist die Anordnung eines Kochfeldes 1.1 dargestellt. Das Kochfeld 1.1
besitzt Kochstellen 5.1, 6.1, 7.1, 8.1. Die nicht dargestellte Abstellfläche 2 und
Heizfläche 3 wurden bereits nach Fig. 1 beschrieben. Das Kochfeld 1.1 zeigt eine erfindungsgemäße
Anordnung von vier Kochfeldern. Es ist erkennbar, daß das Kochfeld vier Kochstellen
besitzt, die so angeordnet sind, daß ihre Mittelpunkte nicht auf einer senkrechten
Verbindungslinie zueinander liegen. Ein derartiges Kochfeld besitzt den Vorteil, daß
die Hausfrau bei notwendigen Bedienarbeiten keiner unmittelbaren Verbrennungsgefahr
im Kontakt mit heißen Töpfen ausgesetzt ist. Darüber hinaus sind Bräterzonen, wie
beispielsweise gemäß Fig. 2 die Kochstelle 8.1 besitzt, besser bedienbar und auslastbar.
Die Zuschaltung der Vario-Kochzonen erfolgt mittels Sensorschaltern. Ein Einschalten
der Warmhalteplatte kann ebenfalls über Sensorschalter erfolgen. Dabei ist die Ausgestaltung
der Warmhalteplatte als beispielsweise Steinplatte oder einem anderen geeigneten wärmespeichernden
Material in vorteilhafter Weise ausnutzbar. Die Steinplatte oder ein sonstiges geeignetes
Material speichern die eingebrachte Wärmeenergie relativ lange. Dabei kann über speziell
gekennzeichnete Flächen an den Warmhalteplatten ein Ausklappen über Druck auf diese
Flächen von nach oben austretenden Winkelgriffen erreicht werden. An diesen Griffen
kann die aufgeheizte Warmhalteplatte herausgehoben werden und beispielsweise zu einem
Eßtisch transportiert werden. Es kann vorgesehen sein, daß die so transportierte Warmhalteplatte
ausklappbare Stellfüße besitzt.
[0007] Als mögliche weiter Nutzung der seitlichen Mulde des Kochfeldes bieten sich an: "ein
Holzklotz als Schneidebrett", "ein Nylonklotz als Schneidfläche", "eine rechteckige,
herausnehmbare Schale für Küchenabfälle", "eine Mulde als Friteuse", "eine Mulde als
Grillrost".
[0008] Ein derartig ausgerüstetes und aufgewertetes Küchen-Arbeitsfeld gemäß Fig. 2, dessen
Kochenfeld mit diagonal versetzten Kochzonen ausgerüstet ist, erhöht den Gebrauchswert
bisheriger Küchen-Arbeitsfelder. Das Kochfeld gemäß Fig. 2 besitzt dabei folgende
Vorteil: "ein leichteres Erreichen der hinteren Kochzonen, auch wenn die Kochstellen
6.1 und 5.1 besetzt sind", "eine bessere Zuordnung der Anzeige zu den zugehörigen
Kochstellen", "eine günstige Parkposition beim Abstellen der Kochtöpfe für die Kostellen
8.1 und 6.1", "eine zusätzliche Nutzung der Fläche der Kochstelle 8.1 auf Umschalten
auf eine Bräterzone".
1. Küchen-Arbeitsfeld mit einem aus Glas oder glaskeramischem Material bestehenden Kochfeld,
das mehrere Kochstellen besitzt und von einem Rahmen eingefaßt ist, wobei beidseitig
des Kochfeldes Arbeitsflächen vorgesehen sind, von denen die eine Arbeitsfläche als
eine Abstellfläche und die andere Arbeitsfläche als eine Heizfläche ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß das Küchen-Arbeitsfeld eine abnehmbare Warmhalteplatte und ein Kochfeld besitzt,
wobei auf dem Kochfeld mindestens drei Kochstellen, deren Mittelpunkte auf keiner
gemeinsamen senkrechten Verbindungslinie liegen, angeordnet sind.
2. Küchen-Arbeitsfeld nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kochfeld vier
Kochstellen besitzt, deren verbundene Mittelpunkte ein Prallelogramm bilden.
3. Küchen-Arbeitsfeld nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizfläche (3)
eine Warmhalteplatte ist, die als Steinplatte ausgebildet ist.
4. Küchen-Arbeitsfeld nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigeelemente
für die Einstellwerte der Kochstellen unterhalb der Glaskeramik-Kochfläche oder Glasfläche
durchscheinend angeordnet sind.
5. Küchen-Arbeitsfeld nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kochstellen sensorgesteuert
zuschaltbar sind.