[0001] Die Erfindung betrifft eine Kreiselpumpe, insbesondere Waschwasserpumpe zur Scheibenreinigung
von Kraftfahrzeugen, mit einem Motor, mit einer Pumpenkammer, mit einem in der Pumpenkammer
angeordneten Flügelrad, das mit der Welle des Motors verbunden ist, mit einem Ansaugstutzen,
der axial zum Flügelrad angeordnet ist, und mit einem Ablaufstutzen, der radial zum
Flügelrad angeordnet ist.
[0002] Eine derartige Kreiselpumpe ist aus den Unterlagen des deutschen Gebrauchsmusters
80 30 909 vorbekannt. Die dortige Kreiselpumpe ist als Waschwasserpumpe zur Scheibenreinigung
von Kraftfahrzeugen ausgebildet. Das dortige Flügelrad weist Flügel auf, deren Querschnitt
rechteckförmig ist.
[0003] Diese vorbekannte Kreiselpumpe weist den Nachteil auf, daß sie bei vorgegebener elektrischer
Leistungsaufnahme aufgrund ihres geringen Wirkungsgrades eine geringe hydraulische
Leistung aufweist. Diese geringe hydraulische Leistung macht sich bemerkbar in einem
geringen Druck des geförderten Mediums und in einer geringen Förderleistung. Insbesondere
bei der Verwendung als Waschwasserpumpe zur Scheibenreinigung von Kraftfahrzeugen
kann diese geringe hydraulische Leistung zu Schwierigkeiten führen, da aufgrund der
hohen Reise- und Endgeschwindigkeiten heutiger Kraftfahrzeuge die von der vorbekannten
Kreiselpumpe erzeugten hydraulischen Drücke nicht mehr ausreichen, die Scheiben des
Kraftfahrzeuges ausreichend zu benetzen. Zudem sind bei modernen Kraftfahrzeugen gegenüber
früher konstruierten Kraftfahrzeugen die durch Scheiben abgedeckten Sichtflächen aufgrund
der Schrägstellung von Front- und Heckscheiben wesentlich größer als früher.
[0004] Aufgrund der geringen Förderleistung der vorbekannten Kreiselpumpe kann dies zu einer
unvollständigen Benetzung der Scheiben und damit zu Schlierenbildung beim Wegwischen
der auf die Scheiben aufgespritzten Flüssigkeit führen.
[0005] Demgemäß hat die vorliegende Erfindung die Aufgabe, eine Kreiselpumpe zu schaffen,
die bei gleich großer elektrischer Leistungsaufnahme aufgrund ihres höheren Wirkungsgrades
eine höhere hydraulische Leistung als die vorbekannte Kreiselpumpe erbringt.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Querschnitt der Flügel
des Flügelrades mindestens eine Ausnehmung aufweist.
[0007] Versuche zur Erhöhung der hydraulischen Leistung derartiger Kreiselpumpen haben überraschenderweise
gezeigt, daß die Anbringung von Ausnehmungen gemäß der vorliegenden Erfindung in den
Querschnitt der Flügel des Flügelrades die hydraulische Leistung der Kreiselpumpe
bei gleicher elektrischer Leistungsaufnahme wesentlich erhöht. Aufgrund des solchermaßen
erzielten höheren Wirkungsgrades wurden Erhöhungen der hydraulischen Leistung durch
die Verwendung erfindungsgemäß geformter Flügelräder in der Größenordnung von bis
zu 15 % gemessen.
[0008] Durch die Erfindung ergibt sich gegenüber dem Vorbekannten der Vorteil, daß allein
durch den Austausch der vorbekannten Pumpe durch die erfindungsgemäße Pumpe ohne Anpassung
der elektrischen Anlage des Kraftfahrzeuges die Forderungen an Wascherpumpen für moderne
Kraftfahrzeuge erfüllbar sind.
[0009] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Kreiselpumpe
ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0010] Es ist vorteilhaft, den Querschnitt der Flügel des Flügelrades U-förmig zu gestalten,
wobei das U entgegen der Drehrichtung des Flügelrades geöffnet ist. Versuche ergaben,
daß überraschenderweise bei dieser Ausgestaltung des Querschnitts mit nur einer Ausnehmung
bei Kreiselpumpen mit nur einer Drehrichtung die hydraulische Leistung um bis zu 15
% gesteigert werden kann. Die Leistungssteigerung ist dabei jedoch drehrichtungsabhängig.
[0011] Es ist besonders vorteilhaft, wenn der Querschnitt der Flügel des Flügelrades zwei
Ausnehmungen aufweist, derart, daß der Querschnitt T-förmig ist. Auch hier haben Versuche
gezeigt, daß eine Erhöhung der hydraulischen Leistung um etwa 15 % gegenüber dem Vorbekannten
mit derartigen Flügelquerschnitten möglich ist. Bei dieser Ausgestaltung der Flügel
des Flügelrades ergibt sich der weitere Vorteil, daß die Kreiselpumpe auch als Kreiselpumpe
mit zwei Drehrichtungen betrieben werden kann, ohne daß hier Leistungseinbußen zu
verzeichnen sind. Weiterhin ergibt sich der Vorteil, daß das solchermaßen gestaltete
Flügelrad fertigungstechnisch, beispielsweise in Kunststoff-Spritzgießtechnik, einfach
herstellbar ist.
[0012] In diesem Zusammenhang ist es insbesondere unter fertigungstechnischen Gesichtspunkten
besonders vorteilhaft, wenn der Querbalken des T-förmigen Flügels von dem Ansaugstutzen
weg weist. Dies ist insbesondere dann günstig, wenn das Flügelrad einen einstückig
angeformten, sternförmigen Fortsatz aufweist, um über einen verlängerten Ansaugstutzen
die Kreiselpumpe in gewissem Maße selbstansaugend auszugestalten. Bei der beanspruchten
Anordnung des Querbalkens ist dann das z. B. in Kunststoff-Spritzgießtechnik hergestellte
Flügelrad sehr leicht aus dem zugehörigen Werkzeug entformbar.
[0013] Versuche haben auch gezeigt, daß es vorteilhaft ist, wenn die Breite des Querbalkens
des T-förmigen Flügels zur Höhe des T-förmigen Flügels ein Verhältnis von 1 : 1,5
bis 1 : 2 aufweist. Ein derartiges Verhältnis von 1 : 1,7 führte bei der untersuchten
Kreiselpumpe zu der größten Erhöhung der hydraulischen Leistung.
[0014] Die Höhe der Flügel des Flügelrades sollte zur Höhe der Pumpenkammer ein Verhältnis
von 1 : 1,2 bis 1 : 1,3 aufweisen. Es verbleiben dann noch ausreichend große Spalte
zwischen dem Flügelrad und der Pumpenkammer, die auch bei Berücksichtigung der fertigungstechnischen
Toleranzen eine freie Drehung des Flügelrades in der Pumpenkammer sicherstellen. Eine
möglichst weitgehende Annäherung dieses Verhältnisses an den Wert 1 : 1 muß nicht
unbedingt zu einer weiteren Erhöhung der hydraulischen Leistung der Pumpe führen.
Bei der untersuchten Pumpe erwies sich ein Verhältnis von 1 : 1,25 als besonders vorteilhaft
unter diesem Gesichtspunkt.
[0015] Günstigen Einfluß auf die hydraulische Leistung der Kreiselpumpe hat auch eine Ausbildung
des Flügelrades derart, daß sich der Querschnitt der Flügel des Flügelrades mit zunehmendem
radialem Abstand von der Welle des Motors zuerst verjüngt und danach wieder erweitert.
Durch diese Maßnahme wird einerseits eine gute mechanische Stabilität des Flügelrades
gewährleistet. Andererseits wird durch die sich an die Verjüngung anschließende Erweiterung
ebenfalls der Wirkungsgrad der Kreiselpumpe verbessert. Bei der untersuchten Pumpe
erwies es sich in diesem Zusammenhang als besonders vorteilhaft, wenn der Abstand
der geringsten Querschnittsfläche von der Welle etwa dem 0,7fachen des Radius des
Flügelrades entspricht.
[0016] Ausführungsbeispiele von der erfindungsgemäßen Kreiselpumpe sind in den Zeichnungen
dargestellt und werden im folgenden anhand der Zeichnungen näher erläutert.
[0017] Es zeigen
Figur 1 einen Schnitt durch einen Teil einer erfindungsgemäßen Kreiselpumpe längs
der Mittelachse,
Figur 2 eine Seitenansicht eines Flügelrades der erfindungsgemäßen Kreiselpumpe,
Figur 3 eine Ansicht desselben Flügelrades betrachtet aus der Blickrichtung A in Figur
2,
Figur 4 eine Ansicht desselben Flügelrades wie in Figur 2 aus der Blickrichtung B,
Figur 5 einen Schnitt durch einen Flügel des Flügelrades gemäß Figur 4 und
Figur 6 einen Schnitt durch einen Flügel eines weiteren Flügelrades mit U-förmigem
Querschnitt.
[0018] In der Figur 1 weist die erfindungsgemäße Kreiselpumpe einen Motor (1) auf. Weiterhin
ist eine Pumpenkammer (2) vorgesehen, die aus einem ersten Gehäuseteil (3) und aus
einem Gummiformteil (4) gebildet wird. Das Gummiformteil (4) wird mittels eines zweiten
Gehäuseteils (5) zwischen den Gehäuseteilen (3, 5) eingepreßt. In der Pumpenkammer
(2) ist ein Flügelrad (6) drehbar angeordnet, das mittels einer Nabe (7) drehfest
mit einer Welle (8) des Motors (1) verbunden ist. In axialer Richtung des Flügelrades
(6), also in Richtung der dargestellten Mittelachse, ist ein Ansaugstutzen (9) vorgesehen.
Ein Ablaufstutzen (10) ist radial zum Flügelrad (6) angeordnet.
[0019] Um die Kreiselpumpe gemäß Figur 1 zumindest begrenzt selbstansaugend auszugestalten,
ist einstückig mit dem Flügelrad (6) ein sternförmiger Fortsatz (11) vorgesehen, der
in den entsprechend verlängerten Ansaugstutzen (9) hineinragt. Ebenfalls in der Figur
1 ist mit (h) die Höhe des T-förmigen Flügels (12) des Flügelrades (6) und mit (H)
die Höhe der Pumpenkammer (2) bezeichnet.
[0020] In der Figur 2 ist in einer Einzeldarstellung des Flügelrades (6) nochmals deutlich
die an das Flügelrad (6) angeformte Nabe und der ebenfalls an das Flügelrad (6) angeformte,
sternförmige Fortsatz (11) dargestellt. In der Figur 3 ist nunmehr erkennbar, daß
das Flügelrad (6) drei Flügel (12) aufweist. Die Formgestalt dieser Flügel (12) ist
aus der Figur 4 andeutungsweise erkennbar. Man erkennt insbesondere, daß sich die
Breite der Flügel (12) ausgehend von der Mittelachse nach außen hin zuerst verjüngt
und anschließend wieder leicht erweitert. Dabei ist mit (a) der Abstand der geringsten
Querschnittsfläche von der Mittelachse gekennzeichnet. (r) ist der Radius des Flügelrades.
[0021] In der Figur 5 ist nun ein Schnitt durch einen Flügel (12) an der Stelle des geringsten
Querschnitts, also im Abstand (a) von der Mittelachse dargestellt. Man erkennt, daß
der Flügel (12) einen T-förmigen Querschnitt dadurch erhält, daß an der Querschnittsfläche
eine erste Ausnehmung (13) und eine zweite Ausnehmung (14) vorgesehen ist. Dabei ist
die Breite (B) des Querbalkens (15) des T-förmigen Flügels (12) geringer als die Höhe
(h) des T-förmigen Flügels. Die Verwendung eines Flügelrades (6) mit derartigen T-förmigen
Flügeln (12) bietet sich insbesondere dann an, wenn die Kreiselpumpe in beiden Drehrichtungen
betrieben werden soll. Dies ist z. B. dann vorteilhaft möglich, wenn neben dem Ansaugstutzen
(9) zwei Ablaufstutzen (10) vorgesehen sind, die in unterschiedliche Richtungen weisen.
[0022] In der Figur 6 ist in Abwandlung zu der Ausbildung der Flügel (12) in den Figuren
1 bis 5 ein Flügel (12) dargestellt, der nur eine erste Ausnehmung (13) aufweist.
Diese erste Ausnehmung (13) ist derart angeordnet, daß sich ein U-förmiger Querschnitt
ergibt, wobei die Öffnung des U des U-förmigen Querschnittes entgegen zur mit (D)
angedeuteten Drehrichtung des Flügels (12) angeordnet ist. Diese Ausbildung des Flügels
(12) ist insbesondere dann von Vorteil, wenn eine Pumpe mit nur einer, und zwar der
dargestellten Drehrichtung betrieben wird.
1. Kreiselpumpe, insbesondere Waschwasserpumpe zur Scheibenreinigung von Kraftfahrzeugen,
mit einem Motor, mit einer Pumpenkammer, mit einem in der Pumpenkammer angeordneten
Flügelrad, das mit einer Welle des Motors verbunden ist, mit einem Ansaugstutzen,
der axial zum Flügelrad angeordnet ist, und mit einem Ablaufstutzen, der radial zum
Flügelrad angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt der Flügel (12)
des Flügelrades (6) mindestens eine Ausnehmung (13, 14) aufweist.
2. Kreiselpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt U-förmig
ist, wobei das U entgegen der Drehrichtung (D) des Flügelrades (6) geöffnet ist.
3. Kreiselpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt der Flügel
(12) des Flügelrades (6) zwei Ausnehmungen (13, 14) aufweist, derart, daß der Querschnitt
T-förmig ist.
4. Kreiselpumpe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Querbalken (15) des
T-förmigen Flügels (12) von dem Ansaugstutzen (9) weg weist.
5. Kreiselpumpe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite (B) des Querbalkens
(15) des T-förmigen Flügels (12) zur Höhe (h) des T-förmigen Flügels (12) ein Verhältnis
von 1 : 1,5 bis 1 : 2 aufweist.
6. Kreiselpumpe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite (B) des Querbalkens
(15) des T-förmigen Flügels (12) zur Höhe (h) des T-förmigen Flügels (12) ein Verhältnis
von etwa 1 : 1,7 aufweist.
7. Kreiselpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe (h) der Flügel
(12) des Flügelrades (6) zur Höhe (H) der Pumpenkammer (2) ein Verhältnis von 1 :
1,2 bis 1 : 1,3 aufweist.
8. Kreiselpumpe nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe (h) der Flügel
(12) des Flügelrades (6) zur Höhe (H) der Pumpenkammer (2) ein Verhältnis von 1 :
1,25 aufweist.
9. Kreiselpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Querschnitt der
Flügel (12) des Flügelrades (6) mit zunehmendem radialem Abstand von der Welle (8)
des Motors (1) zuerst verjüngt und anschließend erweitert.
10. Kreiselpumpe nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand (a) der geringsten
Querschnittsfläche von der Welle (8) etwa dem 0,7fachen des Radius (r) des Flügelrades
(6) entspricht.