[0001] Die Erfindung betrifft eine Lochplatte zur vertikalen Abstützung von im wesentlichen
horizontal verlaufenden Rohren, vorzugsweise Rippenrohren, an einem Gehäuse, insbesondere
für Abhitzekessel oder Kondensatoren, bei der die Löcher für die Rohre entsprechend
einem Teilungsschema angeordnet sind und einen gegenüber dem Rohraußendurchmesser
geringfügig größeren Querschnitt aufweisen.
[0002] Es ist bekannt, horizontal verlaufende Rohre in einer Lochplatte abzustützen, wobei
die Löcher der Lochplatte einen etwas größeren Querschnitt als die betreffenden Rohre
aufweisen und die Rohre praktisch exzentrisch am unteren Rand des Loches gelagert
sind. Diese Lagerung ist relativ einfach, hat aber den Nachteil, daß die Rohre praktisch
auf einer Erzeugenden des Lochzylinders auflagern, so daß der Auflagerungsdruck die
Stärke des Lochbleches beeinflusst. Dies ist besonders bei Rippenrohren unangenehm,
da hier die Stärke des Lochbleches direkt abhängig ist von der Rippenteilung.
[0003] Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe gestellt, die Blechstärke der Lochbleche zu
verringern und trotzdem die Qualität der Auflagerung beizubehalten und bei Rippenrohren
sogar zu verbessern.
[0004] Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Löcher unrund ausgebildet sind
und die Rohre mit Spiel durch die Lochplatte geführt und an zwei Erzeugenden des Lochzylinders
abgestützt sind. Weitere Ausführungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen 2
bis 6 ausgeführt.
[0005] Die Erfindung wird anhand der beiliegenden Skizze in den Fig. 1 bis 6 beispielsweise
und schematisch dargestellt bzw. dargelegt.
[0006] Fig. 1 zeigt einen Wärmetauscher im Schnitt, Fig. 2 eine zugehörige Lochplatte gemäß
Schnittlinie II in Fig. 1 . Fig.3 zeigt im vergrößerten Maßstab ein Loch der Lochplatte
mit dem gelagerten Rohr in der an sich bekannten Form. Fig. 4 zeigt im Schnitt gemäß
Schnittlinie IV in Fig. 3 die entsprechende an sich bekannte Lagerung eines Rippenrohres.
In Fig. 5 ist im vergrößerten Maßstab die Ausführung des erfindungsgemäßen Loches
in der Lochplatte in einem Schnitt ähnlich Fig. 3 dargestellt. Fig. 6 zeigt im verkleinerten
Maßstab einen Schnitt gemäß Schnittlinie VI in Fig. 5 für die Anwendung eines Rippenrohres.
[0007] In Fig. 1 sind in einem Gehäuse 5 mehrere Lochbleche 3 angeordnet, durch welche die
Rohre, deren Rohrachsen 4 eingezeichnet sind, hindurchgeführt sind.
[0008] In Fig. 2 ist ein Schnitt gemäß Schnittlinie II dargestellt, in dem die Lochplatte
3 dargestellt ist, in der beispielsweise zehn Löcher 1 vorgesehen sind, in welchen
die Rohre 2 exzentrisch gelagert sind, so daß sich die Rohre am unteren Lochrand berühren
und ein entsprechender Zwischenraum oberhalb des Rohres im Loch freibleibt.
[0009] In Fig. 3 ist ein Loch als Detail der Fig. 2 dargestellt, man erkennt, daß die Rohrachse
4 unterhalb der Lochachse 6 angeordnet ist. Das Rohr und das Loch berühren sich hiebei
am unteren Rand.
[0010] In Fig. 4 ist ein Schnitt gemäß Schnittlinie IV in Fig. 3 dargestellt, wobei das
Rohr 2 von einem Rippenrohr gebildet ist, wobei drei Rippen (die Mindestanzahl von
Auflagerpunkten) am Lochrand abgestützt sind. Die Mindestzahl ergibt sich aus der
unabhängigen Dehnung der Rohre und damit Verschiebung in Richtung der Rohrachse 4,
so daß das Lochblech eine Mindeststärke von etwas mehr als zwei Rippenteilungen aufweisen
muß. Diese relativ große Lochblechstärke wirkt sich somit insbesondere bei der Ausführung
aus Edelstahl als bedeutender Kostenfaktor aus, der gemäß der Erfindung verringert
werden soll.
[0011] In Fig. 5 ist ähnlich wie in Fig. 3 das erfindungsgemäße Loch einer Lochplatte 3
im vergrößerten Maßstab dargestellt, bei dem um die Lochachse 6 nur ein 3/4-Kreis
gezogen ist, an dem sich jeweils eine Tangente 7,7' anschließt, die sich außerhalb
des Querschnittes schneiden. An diesen Tangenten lagert sich das Rohr an den seitlichen
Auflagepunkten 8 bzw. 8' auf, wodurch anstelle der ursprünglichen Einpunkt-Auflagerung
eine Zweipunkt-Auflagerung auftritt, so daß die Lochplattenstärke auf einen Wert zwischen
der ein- und zweifachen Rippenteilung bei Rippenrohren reduziert werden kann. In diesem
Fall ergibt sich im Vergleich zur Fig. 3 eine Vierpunkt-Lagerung des Rippenrohres
im Lochblech (2 mal 2), die bedeutend besser ist als die Dreipunkt-Lagerung (1 mal
3) in Fig. 3, wobei die Lochblechstärke auf etwa 2/3 reduziert werden könnte.
[0012] Die etwas kompliziertere Lochform läßt sich heute auf numerischen Schweißmaschinen
einfach herstellen und hat noch dazu den Vorteil, daß die Entgratung bei gebohrten
Löchern entfallen kann, so daß die Herstellung des Loches bei Betrachtung der unterschiedlichen
Lochtiefe etwa gleich teuer, wenn nicht sogar etwas billiger, kommt. Im Rahmen der
Erfindung ist es durchaus möglich, die Lochform zu verändern und statt der beschriebenen
Lochform eine ovale oder gleichdicke Lochform zu wählen, wobei erreicht wird, daß
das Rohr bzw. das Rippenrohr nicht unten, sondern seitlich an der Auflagerung aufliegt,
so daß statt der Einlinien(punkt)-Auflagerung eine Zweilinien(punkt)-Auflagerung erreicht
wird.
1. Lochplatte zur vertikalen Abstützung von im wesentlichen horizontal verlaufenden Rohren,
vorzugsweise Rippenrohren, an einem Gehäuse, insbesondere für Abhitzekessel oder Kondensatoren,
bei der die Löcher für die Rohre entsprechend einem Teilungsschema angeordnet sind
und einen gegenüber dem Rohraußendurchmesser geringfügig größeren Querschnitt aufweisen,
dadurch gekennzeichnet, daß die Löcher (1) unrund ausgebildet sind und die Rohre (2)
mit Spiel durch die Lochplatte (3) geführt und an zwei Erzeugenden (8, 8') des Lochzylinders
abgestützt sind.
2. Lochplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt der Löcher
(1) etwa im Bereich von 230 bis 270° oberhalb der Rohrachse (4) kreisförmig mit anschließenden
Tangenten an die Endpunkte des Kreisbogens gebildet ist und sich die Tangenten unterhalb
der Rohrachse (4) in einem Winkel von 90 bis 130° außerhalb des Loches schneiden,
wobei das Rohr (2) im V-förmigen Schlitz geführt ist.
3. Lochplatte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der V-förmige Schlitz im Grund
mit einem Radius geringfügig kleiner als der Außenradius des gelagerten Rohres (2)
ausgerundet ist.
4. Lochplatte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der lichte Abstand des Rohres
(2) zum Grund des Schlitzes etwa gleich groß dem Abstand des Rohres (2) vom oberen
Lochrand ist (Fig. 6).
5. Lochplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Abstützung von Rippenrohren
die Lochplattenstärke zwischen dem ein- und zweifachen Rippenabstand ist.
6. Lochplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt der Löcher
(1) oval oder in Form eines Gleichdickes, welches auf einer Spitze steht, ausgebildet
ist.