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(11) |
EP 0 534 175 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.04.1997 Patentblatt 1997/14 |
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Anmeldetag: 01.09.1992 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: E06B 3/66 |
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Isolierglasscheibe mit Abstandhalterprofil
Insulating glazings with spacer profile
Vitrages isolants avec profilé d'écartement
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
17.09.1991 DE 4130813
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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31.03.1993 Patentblatt 1993/13 |
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Patentinhaber: Franz Xaver Bayer Isolierglasfabrik KG |
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79212 Elzach (DE) |
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Erfinder: |
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- Bayer, Franz
D-79215 Elzach (DE)
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| (74) |
Vertreter: Schmitt, Hans, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte Dipl.-Ing. H. Schmitt
Dipl.-Ing. W. Maucher
Dreikönigstrasse 13 79102 Freiburg 79102 Freiburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 223 511 DE-A- 2 113 910 GB-A- 1 117 028 US-A- 4 608 796
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DE-A- 2 031 812 FR-A- 2 384 095 US-A- 3 280 523
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Isolierglasscheibe mit zwei Einzelscheiben und einem
Abstandhalterprofil gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Eine derartige Isolierglasscheibe mit Abstandhalterprofil ist aus der DE-A-33 37
058 bekannt. Der den Dichtungswerkstoff aufweisende Bereich der Seitenstege ist dabei
jeweils durch in das Innere des Hohlprofiles gerichtete Nuten gebildet, die mit dem
Dichtungswerkstoff gefüllt werden sollen. Dies hat den scheinbaren Vorteil, daß ein
relativ großer Vorrat an Dichtungswerkstoff untergebracht werden kann, der bei Bewegungen
der Scheiben durch Wind oder Druckunterschiede, sei es im Sinne eines Aufwölbens der
beiden Scheiben oder eines Zusammenziehens ihres Zwischenraumes, für eine gleichbleibend
gute Dichtigkeit sorgen soll. Wölben sich die beiden Scheiben an ihrem Zwischenraum
auf, nähern sich ihre Randbereiche, so daß der Dichtungswerkstoff zusammengedrückt
wird. Nähern sich die beiden Einzelscheiben im Bereich ihres Zwischenraumes, entfernen
sich ihre Ränder voneinander, wobei dann der sowohl an den Scheibeninnenseiten als
auch in der Nut haftende Dichtungswerkstoff zwar auseinandergezogen wird, aber seine
Dichtigkeit ebenfalls behalten soll.
[0003] Bei dieser Anordnung besteht jedoch die Gefahr, daß beim Auftragen der Dichtung durch
den relativ großen Abstand einer zum Auftragen des Dichtungswerkstoffs dienenden Spritzdüse
von dem außerdem konkav geformten Nutenboden der Spritzdruck nicht ausreicht, so daß
es zu Lufteinschlüssen kommen kann oder der Dichtungswerkstoff nicht mit der gewünschten
Haftung innerhalb der Nut eingebracht wird oder sogar stellenweise Unterbrechungen
auftreten können. Eine entsprechend sorgfältige Kontrolle des Produktionsprozesses
ist erforderlich.
[0004] Darüber hinaus besteht bei einem Aufwölben des Zwischenraumes der beiden Scheiben,
also einem Annähern ihrer beiden äußeren Ränder die Gefahr, daß der am Außenrand der
Nuten befindliche Spalt zwischen Nutenrand und Scheibe so stark verengt oder gar verschlossen
wird, daß unter dem Gesamtdruck Dichtungswerkstoff auch nach der Innenseite der Scheiben
hin, also in den Anlagebereich der Seitenstege, ausweichen kann, insbesondere dann,
wenn der Außenrand der Isolierglasscheibe mit einer festen Versiegelung versehen ist,
die ein Ausweichen des Dichtungswerkstoffs ebenfalls erschwert. Es ist denkbar, daß
im Extremfall Dichtungswerkstoff bis in den Scheibenzwischenraum gelangt, wo er unerwünscht
und unschön ist.
[0005] Außerdem benötigt diese vorbekannte Profilform mit Nuten zur Aufnahme des Dichtungswerkstoffs
eine relativ große Menge an Dichtungswerkstoff, weil der gesamten Nutenquerschnitt
damit gefüllt werden muß. Diese relativ große Menge an Dichtungswerkstoff ist nicht
nur teuer, sondern sorgt vor allem bei dem schon erwähnten Aufwölben des Scheibenzwischenraumes
dafür, daß ein entsprechend hoher Druck im Dichtungsbereich entsteht, wenn nämlich
gleichzeitig der zunächst bei nichtverformten Scheiben nach außen offene schmale Spalt
enger oder gar geschlossen wird. Es kann somit vor allem bei ständig wechselnden Verformungen
der Scheiben zu einer Pumpwirkung kommen, bei der Dichtungsmasse nicht immer nur an
dem nach außen gerichteten Öffnungsspalt hin- und herbewegt wird, sondern auch in
den Anlagebereich bzw. das Scheibeninnere gelangt.
[0006] Aus der GB-A-1 117 028 ist ein Abstandhalterprofil mit Trockenmittelfüllung bekannt,
bei welchem zwei parallele Anschlagstege jeweils einen schrägen Übergang zu einem
in Gebrauchsstellung an der Außenseite der Scheibe befindlichen gewölbten Stegbereich
haben. Dieser Rücksprung von den seitlichen Anlagestegen ist mit einem dauerzähelastisch
bleibenden Dichtungswerkstoff ausgefüllt, der von einem weiteren Dichtungswerkstoff
abgeschlossen werden kann. Sind dabei auch die Seitenstege mit diesem Dichtungswerkstoff
belegt, besteht die Gefahr, daß bei den vorstehend erwähnten Scheibenbewegungen Dichtungswerkstoff
auch in den Scheibenzwischenraum befördert und gequetscht wird.
[0007] Aus der DE-A-2 113 910 ist ein Abstandhalterprofil bekannt, bei welchem ballige Seitenstege
über horizontale Stegabschnitte in einen in Gebrauchsstellung außenliegenden gewölbten
Bereich übergehen. Dieser Übergangsbereich und ein durch einen Überstand der beiden
Scheiben gebildeter Zwischenraum sind mit einer kittartigen Masse ausgefüllt, das
heißt, ein dauerzähelastisch bleibender Dichtungswerkstoff ist an den Anlagestegen
nicht vorgesehen. Somit hängt die Dichtigkeit ausschließlich von der kittartigen Dichtungsmasse
ab.
[0008] Aus der FR-A-2 384 095 ist ein Abstandhalterprofil bekannt, welches ballige Anlagestege
hat, die einen sich zum Scheibeninneren öffnenden keilförmigen Hohlraum begrenzen,
so daß dort befindliche Dichtungsmasse bei Scheibenbewegungen erst recht in den Zwischenraum
zwischen den beiden Scheiben ausgequetscht werden kann.
[0009] Bei einem Abstandhalterprofil gemäß der US-A-3 280 523 sind die außenliegenden Bereiche
der schrägen Übergangsstege gleichzeitig die für eine Linienberührung vorgesehenen
Anlagebereiche, so daß mit dauerzähelastisch bleibendem Dichtungswerkstoff versehene
Seitenstege vermieden sind. Somit kann jedoch auch ein solcher Dichtungswerkstoff
nicht unmittelbar im Anlagebereich wirksam gemacht werden.
[0010] Es besteht deshalb die Aufgabe, die Vorteile einer guten Dichtung der Isolierglasscheibe
durch einen an Seitenstegen befindlichen Dichtungswerkstoff auch bei starken Bewegungen
der Einzelscheiben aufrecht zu erhalten, dabei jedoch das Eindringen von Dichtungswerkstoff
aufgrund solcher Scheibenbewegungen in den Scheibenzwischenraum zu vermeiden und trotzdem
die erforderliche Menge an Dichtungswerkstoff klein zu halten.
[0011] Diese Aufgabe wird mit den Mitteln und Merkmalen des kennzeichnenden Teiles des Patentanspruches
1 gelöst.
[0012] Da also in dem mit Dichtungswerkstoff belegten Bereich keine einwärtsgerichteten
Nuten vorhanden sind, kann die erforderliche Menge an Dichtungswerkstoff ohne Einbußen
für die Dichtigkeit vermindert werden. Darüber hinaus wird an dieser Stelle die Querschnittsbreite
der Dichtung praktisch über den gesamten Dichtungsbereich schmalgehalten, also eine
vorteilhafte geringe Dampfdiffusionsbreite eingehalten. Gleichzeitig wird jedoch eine
relativ große Querschnittslänge des Dichtungsbereiches mit einer entsprechend guten
Dichtigkeit erzielt. Die Scheiben können die schon vorstehend erwähnten Bewegungen
durchführen, denen sich der Dichtungswerkstoff bestmöglich dadurch anpassen kann,
daß er entweder mehr durch die Verengung des keilförmigen Hohlraumes nach außen gedrückt
oder aber zurückgesaugt wird, ohne daß innerhalb des Dichtungswerkstoffs durch einen
immer schmaler werdenden Austrittsspalt höhere Drücke entstehen, die zu einem Übertritt
in das Innere des Scheibenzwischenraumes führen könnten. Dennoch läßt sich ein derartig
gestaltetes Abstandhalterprofil mit einem gleichbleibend hohen Spritzdruck mit Dichtungswerkstoff
belegen, weil die Spritzdüse lediglich an die etwas geneigte Seitenwand angepaßt bzw.
an dieser entsprechend dicht entlanggeführt werden muß, was problemlos und wesentlich
einfacher als bei einer konkaven Nut möglich ist. Da keine Nut aufgefüllt werden muß,
wird auch entsprechend wenig Dichtungswerkstoff benötigt.
[0013] Vor allem ein Aufwölben des Scheibenzwischenraumes führt zu einer wesentlich gleichmäßigeren
Belastung des Dichtungswerkstoffes im Sinne seines Fließens zum Außenrand hin, weil
der keilförmige Hohlraum allmählich von innen nach außen verengt wird, also der schon
erwähnte engerwerdende Durchtrittsspalt zwischen einer Nut und der Außenseite wegfällt.
Gleichzeitig läßt sich ein derartiger keilförmiger Raum mit sehr spitzem Keilwinkel
beim Zurückfedern der Scheiben entsprechend leicht wieder mit dem dauerzähelastischen
und fließfähigen Dichtungswerkstoff füllen.
[0014] Ein weiterer wesentlicher Vorteil besteht dabei darin, daß beim Verpressen der mit
dem Dichtungswerkstoff belegten Fläche mit den Scheiben nur relativ geringe Preßdrücke
erforderlich sind, weil der Dichtungswerkstoff gezielt in den sich erweiternden keilförmigen
Hohlraum ausweichen kann, so daß er gar keine Tendenz dazu hat, sich nach der "falschen"
Seite hin, nämlich zum Scheibenzwischenraum hin zu pressen.
[0015] Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß aufgrund des schräg verlaufenden Übergangssteges,
der sich an den keilförmigen schmalen Hohlraum anschließt, Platz für eine randseitige
Versiegelungsmasse geschaffen ist, die zusätzlich zu dem dauerzähelastisch bleibenden
Dichtungswerkstoff wirksam werden kann. Der sehr flache und schmale keilförmige Hohlraum,
der sich nur sehr gering erweitert, bewirkt in erwünschter Weise den entsprechend
geringen Bedarf an Dichtungswerkstoff, der aber trotzdem insgesamt eine verhältnismäßig
große Querschnittslänge einnimmt und somit das Eindringen von Feuchtigkeit effektiv
verhindert, zumal die Diffusionsbreite, wie erwähnt, in erwünschter Weise sehr gering
ist.
[0016] Dies kann noch verbessert werden, wenn sich der keilförmige Hohlraum von seinem Ausgangspunkt
ausgehend auf etwa zwei Zehntel oder drei Zehntel Millimeter erweitert.
[0017] Vorteilhaft ist es, wenn der Dichtungswerkstoff nach der Außenseite der Isolierglasscheibe
hin über den keilförmigen Hohlraum übersteht und bis an den Übergangssteg reicht oder
dessen innenliegenden Anfang überdeckt. Dadurch kann die Querschnittslänge des Dichtungswerkstoffs
weiter vergrößert und eine noch bessere Anpassung an Scheibenbewegungen erreicht werden,
weil dann ein noch größerer Vorrat an Dichtungswerkstoff für die Hin- und Herbewegung
bei den erwähnten Scheibenverformungen zur Verfügung steht.
[0018] Eine besonders zweckmäßige und gleichzeitig einfache Ausführungsform der Erfindung
kann darin bestehen, daß der den keilförmigen Hohlraum begrenzende Stegbereich im
Querschnitt geradlinig und/oder von der Scheibenebene wegverlaufend, insbesondere
konvex, gekrümmt ist.
[0019] Dabei ist es besonders günstig, wenn ein dem Anlagebereich unmittelbar benachbarter
erster zurückweichender Stegbereich einen etwa geradlinigen Querschnitt hat, an welchen
sich nach außen zu dem Übergangssteg hin ein zweiter, stärker zurückweichender Bereich
des Steges anschließen kann, der gegenüber der Scheibenfläche einen größeren Winkel
einschließt und/oder einen gekrümmten Querschnitt hat. Der erste zurückweichende Stegbereich
mit geradlinigem Querschnitt kann besonders einfach mit dem dauerzähelastisch bleibenden
Werkstoff, zum Beispiel Butyl-Kautschuk, belegt werden, während der dann etwas stärker
zurückweichende Stegbereich einen größeren Vorrat an Dichtungsmasse aufnehmen kann,
so daß bei Aufrechterhaltung der vorerwähnten Vorteile einer guten und stetigen Anpassung
beliebige Scheibenbewegungen ausgeglichen werden können.
[0020] Um eine möglichst definierte Stelle zu erhalten, die als Sperre für den Dichtungswerkstoff
zur Innenseite der Scheiben hin wirken kann, ist es zweckmäßig, wenn der Übergang
von dem Anlagebereich des Seitensteges zu dem keilförmigen Hohlraum eine schmale oder
kurze, insbesondere etwa z-förmige Abstufung oder Abkröpfung ist, an welche sich zum
Quersteg oder zum Außenrand der Scheibe hin der schräg von der Scheibe weg zu dem
Übergangssteg oder zu dem Quersteg verlaufende Stegbereich anschließt. Selbst unter
ungünstigsten Bewegungsbedingungen und einem gewissen Gegendruck von einer außenseitigen
Versiegelungsmasse kann der Dichtungswerkstoff eine solche kleine und kaum merkbare
aber doch deutliche Abstufung nicht überwinden, weil gleichzeitig an dieser Abstufung
der entsprechende Anpreßdruck der Scheiben an dem Abstandhalterprofil auftritt, so
daß ein Übertreten von Dichtungswerkstoff aus dem keilförmigen Hohlraum in den Anlagebereich
oder gar in den Scheibenzwischenraum ausgeschlossen erscheint.
[0021] Eine Ausgestaltung der Erfindung von ganz erheblicher Bedeutung kann darin bestehen,
daß der zum Scheibeninneren weisende, als Abstandhalterung und Anlage dienende Stegbereich
über wenigstens einen Teil seiner Querschnittslänge seinerseits gegenüber der Scheibenoberfläche
schräg oder über eine konvexe Krümmung zurückweicht. Auf diese Weise kann vor allem
bei einer Verringerung des Scheibenabstandes im Scheibenzwischenraum durch einen entsprechenden
Winddruck die Scheibe im Bereich ihres Abstandhalters um die an dem Seitensteg vorhandene
Krümmung oder Richtungsänderung schwenken und pendeln, so daß unter Umständen die
Berührstelle sogar je nach Scheibenverformung mehr nach innen oder außen wandert.
Um so geringer ist die Neigung des Dichtungswerkstoffes, zum Inneren der Scheibe hin
zu wandern.
[0022] Darüber hinaus hat diese Ausführungsform den erheblichen Vorteil, daß die Berührung
zwischen dem Abstandhalterprofil und der Scheibe praktisch nur noch eine in Längsrichtung
des Profiles verlaufende Linienberührung, im Querschnitt also eine Punktberührung
ist, so daß der Wärme- bzw. Kälteübergang über das Profil auf ein Mindestmaß reduziert
ist.
[0023] Der vorstehend erwähnte Vorteil kann besonders gut erreicht werden, wenn als abstandhaltende
Anlage an den einander gegenüberliegenden Seitenstegen für die Glasscheibe jeweils
ein gewölbter oder gewinkelter Übergang von dem sich nach außenhin unter Bildung des
keilförmigen Hohlraumes von der Scheibenoberfläche entfernenden Stegbereiches und
dem sich zum Scheibeninneren hin ebenfalls von der Scheibenoberfläche entfernenden
Stegbereich vorgesehen ist. Je nach Wahl der Schrägungswinkel kann dabei dafür gesorgt
werden, daß selbst bei extremen Scheibenbewegungen die Linienberührung aufrechterhalten
bleibt oder aber zur Verhinderung zu starker Verformungen in eine flächige Berührung
zumindest an den zum Scheibeninnenraum gerichteten Stegbereichen übergeht.
[0024] Weitere Ausgestaltungen des Abstandhalterprofiles insbesondere bezüglich der Anordnung
der Querstege und des Überganges von den Seitenstegen zu den Querstegen, vor allem
zu einem gegenüber dem inneren Rand des Profiles nach außen verlegten Quersteg, sind
Gegenstand der Ansprüche 9 bis 14.
[0025] Dabei hat die Maßnahme nach Anspruch 9 den Vorteil, daß vor allem im unmittelbaren
Anlagebereich der beiden Scheiben die gegenseitige Abstützung durch den Quersteg verbessert
wird, weil die Anlagebereiche bzw. der keilförmige Hohlraum beidseits dieses inneren
Quersteges angeordnet sein können.
[0026] Anspruch 10 gibt dabei eine Möglichkeit an, wie der Anlagesteg mit dem Innensteg
über Umbiegungen verbunden sein kann, woraus sich die Ausgestaltungsmöglichkeiten
der Ansprüche 11 bis 14 ergeben, die trotz des im Anlagebereich befindlichen Quersteges
eine begrenzte elastische Nachgiebigkeit an den Anlagebereichen zulassen.
[0027] Nachstehend sind mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung mit ihren wesentlichen
Einzelheiten anhand der Zeichnung näher beschrieben, wobei zum Teil innerhalb einer
Figur beidseits der Symmetrieebene unterschiedliche Ausführungsformen dargestellt
sind. Es zeigt in zum Teil schematisierter Darstellung:
- Fig. 1
- einen Querschnitt eines erfindungsgemäßen Abstandhalterprofiles vor dem Verpressen
mit zwei Einzelscheiben, wobei an unter spitzem Winkel schräg verlaufenden Bereichen
der Seitenstege ein zu verpressender Dichtungswerkstoff aufgetragen ist, wobei im
rechten Teil der Darstellung von einem parallel zur Scheibenfläche verlaufenden Stegbereich
der den Dichtungswerkstoff aufweisende Stegbereich unter einem Winkel unmittelbar
angeschlossen ist und im linken Teil der Figur der Übergang zwischen dem zur Anlage
bestimmten Stegbereich zu dem den Dichtungswerkstoff aufweisenden Stegbereich über
eine z-förmige Abkröpfung erfolgt,
- Fig. 2
- das zwei verschiedene Ausführungsmöglichkeiten zeigende Abstandhalterprofil nach dem
Verpressen mit zwei Einzelscheiben,
- Fig. 3
- eine abgewandelte Ausführungsform eines abstandhaltenden Hohlprofiles, bei welchem
der zum Scheibenzwischenraum hin befindliche innere Quersteg von den inneren Rändern
des Hohlprofiles ausgeht,
- Fig. 4 bis 6
- einen Querschnitt durch den Randbereich einer Isolierglasscheibe mit einem abstandhaltenden
Hohlprofil gemäß der Erfindung, wobei die Einzelscheiben entweder gemäß Fig.4 am Zwischenraum
aufeinanderzu- oder gemäß Fig.5 voneinanderwegbewegt sind, während sie bei Fig.6 ihre
Normalstellung haben.
[0028] Ein in allen - auch verschiedenen - Ausführungsbeispielen jeweils mit 1 bezeichnetes
Abstandhalterprofil dient dazu, die Einzelscheiben 2 einer Isolierglasscheibe im Randbereich
im gewünschten Abstand zueinander festzulegen. Dieses Abstandhalterprofil 1 ist ein
Hohlprofil, welches bevorzugt mit Trockenmittel gefüllt sein kann. In allen Ausführungsbeispielen
erkennt man, daß dieses Hohlprofil im wesentlichen von zwei voneinander beabstandeten,
quer zur Scheibenebene verlaufenden Querstegen 3 - außen - und 4 - innen - und von
etwa parallel zu den Scheibenebenen verlaufenden, im ganzen mit 5 bezeichneten Seitenstegen
begrenzt ist. Gemäß Fig.2 bis 6 dienen die Seitenstege 5 nur bereichsweise als Anlage
für die Einzelscheiben 2 und sind im übrigen mit einem dauerzähelastischbleibenden
Dichtungswerkstoff 6 versehen, wobei der den Dichtungswerkstoff 6 aufweisende Bereich
7 der Seitenstege 5 gegenüber dem unmittelbar an den Scheiben 2 anliegenden Anlagebereich
8 der Seitenstege 5 einen im folgenden noch zu beschreibenden, vor allem in Fig.2
u.3 deutlich erkennbaren Niveauunterschied hat.
[0029] Dieser Niveauunterschied ist dadurch gebildet, daß die Seitenstege 5 des Hohlprofiles
ausgehend von ihrem Anlagebereich 8 zumindest über einen Teilbereich ihres Querschnittes
nach außen, also zu dem Quersteg 3 hin, stetig unter Bildung eines keilförmigen Hohlraumes
9 gegenüber der Scheibenfläche oder - ebene zurückweichen, wobei der keilförmige Hohlraum
9 in Gebrauchsstellung gemäß den Figuren 2 bis 6 mit dem Dichtungswerkstoff 6 ausgefüllt
ist. Dabei erkennt man in allen Ausführungsbeispielen zwischen dem außenseitigen Quersteg
3 und den Seitenstegen 5 jeweils noch einen unter einem relativ großen Winkel von
zum Beispiel 45 Grad schrägverlaufenden Übergangssteg 10, bis an dessen Anfang der
keilförmige Hohlraum 9 reicht. Figur 2 u. 3 verdeutlichen, daß der Dichtungswerkstoff
6 nach der Außenseite der Isolierglasscheibe hin über den keilförmigen Hohlraum 9
übersteht und bis an den Übergangssteg 10 reicht und dessen innenliegenden Anfang
sogar noch überdeckt, so daß eine sehr große Querschnittslänge des Seitenbereiches
des Hohlprofiles 1 mit Dichtungswerkstoff 6 belegt ist, also einer Dampfdiffusion
ein entsprechend langer, gleichzeitig aber in vorteilhafter Weise nur sehr schmaler
Dichtungsquerschnitt entgegensteht. Zur Innenseite der Scheibe hin sind jedoch die
Anlagebereiche 8 frei von Dichtungswerkstoff, so daß selbst bei den extremen Scheibenbewegungen
gemäß den Figuren 4 u.5 ein Übergang von Dichtungswerkstoff in den Scheibenzwischenraum
ausgeschlossen wird.
[0030] Der den keilförmigen Hohlraum 9 begrenzende Stegbereich 7 kann unterschiedliche Querschnittsformen
haben, bevorzugt im Querschnitt geradlinig und/oder von der Scheibenebene wegverlaufend
zum Beispiel gekrümmt sein. Bei sämtlichen Ausführungsbeispielen, also den beiden
in Fig.1 u.2 sowie den beiden in Fig. 3 enthaltenen Ausführungsbeispielen ist vorgesehen,
daß ein dem Anlagebereich 8 unmittelbar benachbarter erster zurückweichender Stegbereich
7a einen etwa geradlinigen Querschnitt hat, an welchen sich nach außen zu dem Übergangssteg
10 hin ein zweiter, stärker zurückweichender Bereich 7b des Steges 5 anschließt, der
gegenüber der Scheibenfläche einen größeren Winkel als der Stegbereich 7a einschließt
und gegebenenfalls sogar einen gekrümmten Querschnitt haben könnte. In diesen Fällen
ist also der keilförmige Hohlraum mit zwei Abschnitten versehen und hat nach seinem
Ausgang hin eine plötzlich stärker zunehmende Erweiterung.
[0031] Sowohl in Fig. 1 u. 2 als auch in Fig.3 ist jeweils in der linken Darstellung angedeutet,
daß der Übergang von dem Anlagebereich 8 des Seitensteges 5 zu dem keilförmigen Hohlraum
9 eine schmale oder kurze, etwa z-förmige Abstufung 11 oder Abkröpfung sein kann,
an welche sich zum Quersteg 3 oder zum Außenrand der Scheibe 2 hin der schräg von
der Scheibe 2 weg zu dem Übergangssteg oder dem Quersteg verlaufende Stegbereich 7
anschließt. Dies ergibt eine noch bessere Abgrenzung des Hohlraumes 9 von dem keinen
Dichtungswerkstoff aufweisenden Anlagebereich 8. Es sei erwähnt, daß diese Abstufung
11 selbstverständlich bei beiden einander gegenüberliegenden Seitenstegen 5 vorgesehen
sein kann, das heißt jeweils eine der in den Figuren 1 bis 3 beidseits der Mittellinie
dargestellten Möglichkeiten kann jeweils auch an der gegenüberliegenden Seite erfüllt
sein. Es ist aber auch möglich, die einander gegenüberliegenden Seitenstege 5 in der
dargestellten Weise jeweils verschieden auszubilden, falls dies durch die Rahmenkonstruktion
des Fensters oder unter Umständen unterschiedlich starke Belastungen und Bewegungen
der beiden Einzelscheiben 2 zweckmäßig erscheinen sollte.
[0032] In Fig. 2 ist angedeutet, daß der zum Scheibeninneren weisende, als Abstandhalterung
und Anlage dienende Stegbereich 8 über wenigstens einen Teil seiner Querschnittslänge
seinerseits gegenüber der Scheibenoberfläche schräg oder über eine konvexe Krümmung
zurückweichen kann. Als abstandhaltende Anlage an den einander gegenüberliegenden
Seitenstegen 5 für die Glasscheiben 2 ist in diesem Falle jeweils ein gewölbter oder
gewinkelter Übergang 12 von dem sich nach außen hin unter Bildung des keilförmigen
Hohlraumes 9 von der Scheibenoberfläche entfernenden Stegbereich 7 und dem sich zum
Scheibeninnenraum hin ebenfalls von der Scheibenoberfläche entfernenden Stegbereich
8 vorgesehen. Auf diese Weise kann praktisch eine im Querschnitt punktförmige bzw.
entlang den Seitenstegen 5 linienförmige Berührung gebildet werden, während bei Fig.
3 u. 6 eine flächige Berührung an dem Stegbereich 8 dargestellt ist.
[0033] Bei den Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 1, 2 und 4 bis 6 ist im Gegensatz zum Ausführungsbeispiel
nach Fig. 3 der dem Scheibenzwischenraum zugewandte Quersteg 4 gegenüber dem dem Scheibenzwischenraum
zugewandten Rand 13 des Profiles 1 nach außen hin versetzt und über einen Innensteg
14 mit dem Rand 13 und dem als Anlage dienenden Stegbereich 8 verbunden. Somit befindet
sich dieser innere Quersteg 4 etwa in dem Berührbereich der Scheiben 2 und kann entsprechenden
Druckkräften besser entgegenwirken und außerdem ein Biegen des gesamten Abstandhalterprofiles
1 in den Eckbereichen eines aus diesem Profil 1 gebogenen Rahmens erleichtern.
[0034] Dabei erkennt man, daß zwischen dem Anlagesteg 8 und dem Innensteg 14 von ihrem dem
Zwischenraum am Rand 13 zugewandten Übergang über eine scharfe Umbiegung abgesehen
ein Abstand besteht. Bevor also bei Druck auf die Scheiben 2 der innenliegende Quersteg
4 beaufschlagt wird, ist noch eine gewisse elastische Nachgiebigkeit des abstandhaltenden
Profiles entsprechend diesem vorerwähnten Abstand gegeben.
[0035] Die Querschnittslänge des abstandhaltenden Stegbereiches 8 kann etwa zwei Drittel
der Querschnittslänge des den keilförmigen Dichtungsraum 9 begrenzenden Steglänge
7 betragen und zum Beispiel zwei Millimeter lang sein. Somit erstreckt sich der keilförmige
Hohlraum 9 dann über etwa drei Millimeter, woraus sich eine Gesamt-Querschnittslänge
des Seitensteges 5 von etwa fünf Millimeter ergibt.
[0036] Dabei kann sich der keilförmige Hohlraum 9 von seinem Ausgangspunkt ausgehend etwa
auf ein bis fünf Zehntel Millimeter, bevorzugt etwa zwei Zehntel oder drei Zehntel
Millimeter erweitern. Somit ergibt sich ein sehr flacher und schmaler keilförmiger
Hohlraum 9 mit einem entsprechend geringen Bedarf an Dichtungsmasse, die aber trotzdem
insgesamt eine verhältnismäßig große Querschnittslänge hat, also das Eindringen von
Feuchtigkeit effektiv verhindert, zumal die Diffusionsbreite in erwünschter Weise
sehr gering ist.
[0037] Der Abstand des Anlagebereiches 8 des an der Scheibe 2 anliegenden Steges von dem
ihm gegenüber nach innen umgebogenen Innensteg 14 kann etwa ein Zehntel bis zwei Zehntel
Millimeter betragen. Da ein solcher Abstand an beiden Seiten vorhanden ist, kann eine
entsprechend große Nachgiebigkeit innerhalb des Abstandhalterprofiles 1 vorgesehen
werden, die einen ersten Druck der beiden Scheiben 2 aufeinanderzu elastisch auffangen
kann, bevor eine Auspressung des Dichtungswerkstoffes aus dem Hohlraum oder die entgegengesetzte
Bewegung erheblich wird.
[0038] In allen Ausführungsbeispielen ist vorgesehen, daß der äußere Quersteg 3 - und auch
der Übergangssteg 10 - in Gebrauchsstellung mit einer elastischen Versiegelung 15
überdeckt sind, die den nutförmigen Zwischenraum zwischen den beiden Einzelscheiben
2 an der Außenseite des Hohlprofiles 1 ausfüllt. Bei den schon erwähnten, in Fig.
4 und 5 dargestellten Scheibenbewegungen kann diese Versiegelungsmasse 15 aufgrund
ihrer eigenen Elastizität der jeweiligen Fließbewegung des dauerzähelastischen Dichtungswerkstoffes
6 in gewissem Umfange folgen, das heißt bei einer Verformung der beiden Scheiben in
der Scheibenmitte aufeinanderzu und einer entsprechenden Entfernung ihrer Ränder voneinander
gemäß Fig. 4 wird nicht nur der Dichtungswerkstoff 6 stärker in den dann sich vergrößernden
keilförmigen Hohlraum 9 eingezogen, sondern die Versiegelung folgt dieser Einziehung
mit einer entsprechenden Eindellung 16 an ihrer Außenseite. Umgekehrt wird bei einem
Aufwölben der beiden Scheiben mit der Folge des Annäherns der Scheibenränder Dichtungswerkstoff
aus dem sich nun verengenden Hohlraum 9 nach außen gedrückt, was zu Aufwölbungen 17
an der Außenseite der Versiegelungsmasse 15 gemäß Fig.5 führt.
[0039] Insgesamt ist also eine elastische anpassungsfähige Abdichtung hoher Effizienz mit
relativ wenig Dichtungswerkstoff 6 erreicht, bei der der Dichtungswerkstoff den Scheibenbewegungen
gut folgen kann, ohne in den Scheibenzwischenraum zu gelangen. Begünstigt wird dies
durch die schon erwähnte, unmittelbar an den Einzelscheiben 2 anliegenden Stegbereiche,
die federnd elastisch gegeneinander und voneinanderweg bewegbar sind, sofern der Abstand
zu dem Innensteg 14 und dem inneren Quersteg 4 vorhanden ist.
[0040] Das Abstandhalterprofil 1 für Isolierglasscheiben ist ein insbesondere mit Trockenmittel
gefülltes Hohlprofil mit zwei Querstegen 3 u.4 quer zur Scheibenebene und mit zwei
parallel zur Scheibenebene verlaufenden Seitenstegen 5. Die Seitenstege 5 haben unmittelbar
an den Scheiben 2 anliegende Anlagebereiche 8 und nach außen hin gegenüber der Scheibenebene
einen Niveauunterschied. Dieser Niveauunterschied ist dadurch gebildet, daß die Seitenstege
5 ausgehend von ihrem Anlagebereich 8 oder auch einem Anlagepunkt 12 zumindest über
einen Teilbereich ihres Querschnittes nach außen hin stetig und unter Bildung eines
keilförmigen Hohlraumes 9 gegenüber der Scheibeninnenfläche zurückweichen, wobei dieser
keilförmige Hohlraum 9 mit Dichtungswerkstoff 6 ausgefüllt ist, der je nach Bewegungen
der Scheiben und Veränderung der Keilform des Hohlraumes hin- und herbewegt werden
kann, ohne in den Scheibenzwischenraum gelangen zu können.
1. Isolierglasscheibe mit Einzelscheiben und einem Abstandhalterprofil (1), welches aus
einem insbesondere mit Trockenmittel gefüllten Hohlprofil besteht, welches von zwei
voneinander beabstandeten, quer zur Scheibenebene verlaufenden Querstegen (3, 4) und
von etwa parallel zu den Scheibenebenen verlaufenden Seitenstegen (5) begrenzt ist,
wobei die Seitenstege (5) bereichsweise als Anlage für die Einzelscheiben (2) dienen
und mit einem dauerzähelastisch bleibenden Dichtungswerkstoff (6) versehen sind und
der den Dichtungswerkstoff (6) aufweisende Bereich (7) der Seitenstege (5) gegenüber
dem unmittelbar an den Scheiben (2) anliegenden Anlagebereich (8) der Seitenstege
(5) einen Niveauunterschied hat und wobei zwischen dem außenseitigen Quersteg (3)
und den Seitenstegen (5) jeweils ein schräg verlaufender Übergangssteg (10) vorgesehen
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenstege (5) des Hohlprofiles ausgehend von ihrem Anlagebereich (8) zumindest
über einen Teilbereich ihres Querschnittes nach außen hin stetig unter Bildung eines
keilförmigen Hohlraumes (9) gegenüber der Scheibenfläche oder -ebene zurückweichen,
daß sich der keilförmige Hohlraum (9) von seinem Ausgangspunkt ausgehend etwa auf
ein bis fünf Zehntel Millimeter erweitert und bis an den Anfang des schrägen Übergangssteges
(10) reicht, der unter einem relativ zu dem den keilförmigen Hohlraum (9) begrenzenden
Stegbereich (7) größeren Winkel schräg verläuft, und daß der keilförmige Hohlraum
(9) mit Dichtungswerkstoff (6) ausgefüllt ist.
2. Isolierglasscheibe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich der keilförmige
Hohlraum (9) von seinem Ausgangspunkt ausgehend bis zu dem schrägen Übergangssteg
(10) hin auf etwa zwei Zehntel oder drei Zehntel Millimeter erweitert.
3. Isolierglasscheibe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtungswerkstoff
(6) nach der Außenseite der Isolierglasscheibe hin über den keilförmigen Hohlraum
(9) übersteht und bis an den Übergangsstegen (10) reicht oder dessen innenliegenden
Anfang überdeckt.
4. Isolierglasscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
den keilförmigen Hohlraum (9) begrenzende Stegbereich (7) im Querschnitt geradlinig
und/oder von der Scheibenebene wegverlaufend, insbesondere konvex, gekrümmt ist.
5. Isolierglasscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein
dem Anlagebereich (8) unmittelbar benachbarter erster zurückweichender Stegbereich
(7a) einen etwa geradlinigen Querschnitt hat, an welchen sich nach außen hin ein zweiter,
stärker zurückweichender Bereich (7b) des Steges (5) anschließt, der gegenüber der
Scheibenfläche einen größeren Winkel einschließt und/oder einen gekrümmten Querschnitt
hat.
6. Isolierglasseibe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Übergang von dem Anlagebereich (8) des Seitensteges (5) zu dem keilförmigen Hohlraum
(9) eine schmale oder kurze insbesondere etwa z-förmige Abstufung (11) oder Abkröpfung
ist, an welche sich zum Quersteg (3) oder zum Außenrand der Scheibe (2) hin der schräg
von der Scheibe (2) weg zu dem Übergangssteg oder zu dem Quersteg verlaufende Stegbereich
(7) anschließt.
7. Isolierglasscheibe nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der zum Scheibeninneren weisende, als Abstandhalterung und Anlage dienende Stegbereich
(8) über wenigstens einen Teil seiner Querschnittslänge seinerseits gegenüber der
Scheibenoberfläche schräg oder über eine konvexe Krümmung zurückweicht.
8. Isolierglasscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß als
abstandhaltende Anlage an den einander gegenüberliegenden Seitenstegen (5) für die
Glasscheiben (2) jeweils ein gewölbter oder gewinkelter Übergang (12) von dem sich
nach außen hin unter Bildung des keilförmigen Hohlraumes (9) von der Scheibenoberfläche
entfernenden Stegbereich (7) und dem sich zum Scheibeninnenraum hin ebenfalls von
der Scheibenoberfläche entfernenden Stegbereich (8) vorgesehen ist.
9. Isolierglasscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der
dem Scheibenzwischenraum zugewandte Quersteg (4) gegenüber dem dem Scheibenzwischenraum
zugewandten Rand (13) des Profiles (1) nach außen hin versetzt ist und über einen
Innensteg (14) mit dem Rand (13) des Profiles und dem als Anlage dienenden Stegbereich
(8) verbunden ist.
10. Isolierglasscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zwischem
dem Anlagesteg (8) und dem Innensteg (14) von ihrem dem Zwischenraum zugewandten Übergang
über eine scharfe Umbiegung abgesehen ein Abstand besteht.
11. Isolierglasscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß
die Querschnittslänge des abstandhaltenden Stegbereiches (8) etwa zwei Drittel der
Querschnittslänge des den keilförmigen Dichtungsraum (9) begrenzenden Stegbereiches
(7) beträgt, zum Beispiel zwei Millimeter lang ist.
12. Isolierglasscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß
der Abstand des Anlagebereiches (8) des an der Scheibe (2) anliegenden Steges von
dem ihm gegenüber nach innen umgebogenen Innensteg (14) etwa ein Zehntel bis zwei
Zehntel Millimeter beträgt.
13. Isolierglasscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß
sein äußerer Quersteg (3) in Gebrauchsstellung mit einer elastischen Versiegelung
(15) überdeckt ist, die den nutförmigen Zwischenraum zwischen den beiden Einzelscheiben
(2) an der Außenseite des Hohlprofiles (1) ausfüllt.
14. Isolierglasscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß
die unmittelbar an den Einzelscheiben (2) anliegenden Stegbereiche federnd elastisch
gegeneinander und voneinander weg bewegbar sind.
1. An insulating glazing unit having single panes and a spacer profile (1) consisting
of a hollow profile, particularly one filled with dessicant, which hollow profile
is defined by two spaced cross webs (3, 4) extending crosswise to the plane of the
panes, and by side webs (5) extending approximately parallel to the plane of the panes,
wherein some regions of the side webs (5) serve to bear against the single panes (2)
and the side webs (5) are provided with a sealing material (6) of permanent tenacious
elasticity and the area (7) of the side webs (5) provided with the sealing material
(6) has a difference of level compared to the contact area (8) of the side webs (5)
directly bearing against the panes (2) and wherein a transition web (10) extending
slantwise is provided between the external cross web (3) and each of the side webs
(5), characterized in that the side webs (5) of the hollow profile depart from their contact area (8) in such
a way that, at least over a portion of their cross section, they recede steadily outwardly,
forming a wedge-shaped cavity (9) relative to the face or plane of the panes, that
the wedge-shaped cavity (9) widens from its starting point to about one to five tenths
of a millimetre and extends to the beginning of the slanting transition web (10),
said transition web (10) extending slantwise at a larger angle relative to the web
area (7) defining the wedge-shaped cavity (9), and that the wedge-shaped cavity (9)
is filled with sealing material (6).
2. An insulating glazing unit as claimed in claim 1, characterized in that the wedge-shaped
cavity (9) widens to about two tenths or three tenths of a millimetre from its starting
point to the slanting transition web (10).
3. An insulating glazing unit as claimed in claim 1 or claim 2, characterized in that
the sealing material (6) projects up over the wedge-shaped cavity (9) towards the
outside of the insulating glazing unit and extends to, or covers the inner beginning
of, the transition webs (10).
4. An insulating glazing unit as claimed in any one of claims 1 to 3, characterized in
that in cross section the web area (7) defining the wedge-shaped cavity (9) takes
a straight-lined course and/or takes a curved course, particularly one of convex curvature,
away from the plane of the pane.
5. An insulating glazing unit as claimed in any one of claims 1 to 4, characterized in
that a first receding web area (7a) directly adjacent to the contact area (8) has
a substantially straight-lined cross section, adjoined outwardly by a second web (5)
area (7b) which recedes more sharply and includes a larger angle relative to the face
of the pane and/or is of curved cross section.
6. An insulating glazing unit as claimed in any one of claims 1 to 5, characterized in
that the transition from the contact area (8) of the side web (5) to the wedge-shaped
cavity (9) can be a tight or short, particularly an approximately z-shaped step (11)
or bend adjoined, towards the cross web (3) or towards the outer edge of the pane
(2), by the web area (7) running slantwise away from the pane (2) to the transition
web or to the cross web.
7. An insulating glazing unit as claimed in any one of the preceding claims, characterized
in that the web area (8) pointing towards the interior of the panes and serving as
spacer and abutment may in turn recede over at least part of its cross-sectional length
slantwise or by way of a convex curvature relative to the pane surface.
8. An insulating glazing unit as claimed in any one of claims 1 to 7, characterized in
that the mutually opposed side webs (5) are provided with a spacing abutment for the
glass panes (2) in the form of a curved or angled transition (12) from the web area
(7) outwardly departing from the pane surface, so as to form a wedge-shaped cavity
(9), and the web area (8) likewise departing from the pane surface towards the interior
of the panes.
9. An insulating glazing unit as claimed in any one of claims 1 to 8, characterized in
that the cross web (4) facing the space between the panes is offset towards the outside
relative to the profile (1) edge (13) facing the space between the panes and is connected,
via an inner web (14), to the edge (13) of the profile and to the web area (8) serving
as abutment.
10. An insulating glazing unit as claimed in any one of claims 1 to 9, characterized in
that between the contact web (8) and the inner web (14) there is a clearance, except
for the transition by way of a sharp bend facing the interspace.
11. An insulating glazing unit as claimed in any one of claims 1 to 10, characterized
in that the cross-sectional length of the spacing web area (8) is about two thirds
of the cross-sectional length of the web length (7) defining the wedge-shaped sealing
cavity (9) and is for example two millimetres long.
12. An insulating glazing unit as claimed in any one of claims 1 to 11, characterized
in that the clearance between the contact area (8) of the web bearingg against the
pane (2) and the opposed, inwardly bent inner web (14) is about one tenth to two tenths
of a millimetre.
13. An insulating glazing unit as claimed in any one of claims 1 to 12, characterized
in that in the position of use the outer cross web (3) thereof is covered by an elastic
sealer (15) filling the channel-like space between the two single panes (2) at the
outside of the hollow profile (1).
14. An insulating glazing unit as claimed in any one of claims 1 to 13, characterized
in that the web areas bearing directly against the single panes (2) are springily
movable toward and away from each other.
1. Vitrage isolant avec des vitres individuelles et un profilé d'écartement (1) qui est
constitué d'un profilé creux rempli notamment de produit desséchant, qui est délimité
par deux branches transversales (3, 4) mutuellement distantes qui s'étendent transversalement
au plan des vitres et par des branches latérales (5) s'étendant environ parallèlement
aux plans des vitres, les branches latérales (5) servant pour région d'appui pour
les vitres individuelles (2) et étant pourvues d'un matériau d'étanchéité (6) restant
en permanence viscoplastique, et la région (7) des branches latérales (5) qui présente
le matériau d'étanchéité (6) possédant une différence de niveau par rapport à la région
d'appui (8) des branches latérales (5) qui s'applique directement contre les vitres
(2), et une branche de transition respective (10), s'étendant en oblique, étant prévue
entre la branche transversale extérieure (3) et les branches latérales (5), caractérisé en ce que les branches latérales (5) du profilé creux, à partir de leur région d'appui
(8) et au moins sur une région partielle de leur section, reculent en continu vers
l'extérieur par rapport à la surface ou encore au plan des vitres en formant un espace
creux cunéiforme (9), en ce que l'espace creux cunéiforme (9) s'élargit à environ
un à cinq dixièmes de millimètre à partir de son point de départ et s'étend jusqu'au
début de la branche de transition oblique (10), qui s'étend en oblique en formant
un angle plus grand par rapport à la région de branche (7) délimitant l'espace creux
cunéiforme (9), et en ce que l'espace creux cunéiforme (9) est rempli de matériau
d'étanchéité (6).
2. Vitrage isolant selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'espace creux cunéiforme (9) s'élargit à environ deux ou trois dixièmes
de millimètre depuis son point de départ jusqu'à la branche de transition oblique
(10).
3. Vitrage isolant selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le matériau d'étanchéité (6) dépasse de l'espace creux cunéiforme (9) vers
le côté extérieur du vitrage isolant et s'étend jusqu'aux branches de transition (10)
ou recouvre leur partie initiale intérieure.
4. Vitrage isolant selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la région de branche (7) délimitant l'espace creux cunéiforme (9) est de
section rectiligne et/ou à courbure s'éloignant du plan des vitres, notamment à courbure
convexe.
5. Vitrage isolant selon une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'une première région de branche (7a) en recul, directement voisine de la
région d'appui (8), possède une section environ rectiligne, et elle est suivie, vers
l'extérieur, d'une deuxième région (7b) de la branche (5) plus fortement en recul,
qui forme un angle plus grand avec la surface de la vitre et/ou qui possède une section
courbée.
6. Vitrage isolant selon une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la transition entre la région d'appui (8) de la branche latérale (5) et
l'espace creux cunéiforme (9) est un gradin (11) ou coude étroit ou court, notamment
environ en forme de z, qui est suivi, en direction de la branche transversale (3)
ou du bord extérieur de la vitre (2), de la région de branche (7) s'étendant en oblique
en éloignement de la vitre (2) jusqu'à la branche de transition ou la branche transversale.
7. Vitrage isolant selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la région de branche (8), dirigée vers l'intérieur de la vitre et servant
au maintien de l'écartement et à l'appui, est, sur au moins une partie de sa longueur
de section, elle-même en recul par rapport à la surface de la vitre par une obliquité
ou par une courbure convexe.
8. Vitrage isolant selon une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'est prévue, comme appui avec maintien de l'écartement pour les vitres (2)
contre les branches latérales (5) mutuellement opposées, une transition respective
cintrée ou coudée entre la région de branche (7), s'éloignant de la surface de la
vitre vers l'extérieur en formant l'espace creux cunéiforme (9), et la région de branche
(8), s'éloignant elle aussi de la surface de la vitre en direction de l'espace intérieur
du vitrage.
9. Vitrage isolant selon une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la branche transversale (4), tournée vers l'espace intermédiaire du vitrage,
est décalée vers l'extérieur par rapport au bord (13) du profilé (1) tourné vers l'espace
intermédiaire du vitrage, et elle est reliée par l'intermédiaire d'une branche intérieure
(14) au bord (13) du profilé et à la région de branche (8) servant d'appui.
10. Vitrage isolant selon une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce qu'une distance existe entre la branche d'appui (8) et la branche intérieure
(14), abstraction faite de leur transition tournée vers l'espace intermédiaire et
formée par un repliement prononcé.
11. Vitrage isolant selon une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que la longueur de section de la région de branche (8) maintenant l'écartement
est égale environ aux deux tiers de la longueur de section de la région de branche
(7) délimitant l'espace creux cunéiforme (9), par exemple est d'une longueur de deux
millimètres.
12. Vitrage isolant selon une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que la distance entre la région d'appui (8) de la branche s'appliquant contre
la vitre (2) et la branche intérieure (14) repliée vers l'intérieur en vis-à-vis d'elle
est égale à environ un dixième à deux dixièmes de millimètre.
13. Vitrage isolant selon une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que sa branche transversale extérieure (3) est recouverte, en position d'utilisation,
d'un produit de scellement élastique (15) qui remplit l'espace intermédiaire en forme
de rainure entre les deux vitres individuelles (2) sur le côté extérieur du profilé
creux (1).
14. Vitrage isolant selon une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que les régions de branches qui s'appliquent directement contre les vitres
individuelles (2) peuvent être rapprochées et éloignées l'une de l'autre par élasticité
de ressort.