[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Glätten von schlauchförmigem dehnbarem
Material mit mindestens einem geschlossenen Ende, insbesondere zum Formen von Strümpfen
oder Strumpfhosen, mit mindestens einer Einrichtung zur Aufgabe und zum Aufspannen
des Materials auf einer langgestreckten Form, und mit mindestens einer Einrichtung
zum Heizen des Materials auf der Form, wobei die Einrichtung zur Aufgabe und zum Aufspannen
des Materials eine Raffeinrichtung aufweist.
[0002] Eine derartige Vorrichtung ist aus der GB-A-2 181 465 bekannt.
[0003] Strümpfe oder Strumpfhosen durchlaufen bei ihrer Herstellung einen Färbeprozeß, bei
dem es zu einer Schrumpfung des Gewebes kommen kann und der zumindest teilweise ein
Zusammenkleben des Gewebes zur Folge hat, so daß die Strümpfe in zusammengekrümpelter
Form vorliegen.
[0004] Um die Strümpfe in eine für den Verbraucher geeignete glatte Form zu bringen, müssen
diese daher zunächst auf eine Form aufgezogen werden und anschließend einer Wärmebehandlung
unterzogen werden, um eine Entspannung der Strümpfe zu erreichen. In herkömmlicher
Weise werden die Strümpfe zunächst auf zwei U-förmige Bügel von oben nach unten aufgezogen.
[0005] Anschließend werden die Strümpfe von einem Lichtkasten einer Sichtkontrolle auf Fehler
unterzogen. Danach gelangen die Strümpfe in herkömmlicher Weise zu einer Heizkammer,
in der sie kurzfristig auf Temperaturen oberhalb des vorhergehenden Färbeprozesses,
also bis auf eine Temperatur von etwa 100 bis 110°C erhitzt werden. Dadurch wird eine
Entspannung auf Glättung der Strümpfe erreicht.
[0006] Von der Heizkammer aus werden die Strümpfe zu einer Abziehstation bewegt, an der
die Strümpfe von den Bügeln abgezogen werden.
[0007] Von hier aus werden die Strümpfe in herkömmlicher Weise mittels eines Transportbandes
oder dgl. an eine Verpackungsmaschine übergeben, in der die Strümpfe verkaufsfertig
verpackt werden.
[0008] Mit einer solchen Anordnung ergibt sich nur eine sehr geringe Durchlaufgeschwindigkeit
der Strümpfe durch die Formmaschine. Da die Strümpfe auf die U-förmigen Bügel von
einer Bedienungsperson manuell aufgezogen werden müssen, ist hierdurch die Durchlaufgeschwindigkeit
stark eingeschränkt. Da die Strümpfe beim Aufziehen auf die U-förmigen Bügel örtlich
starken Zugspannungen ausgesetzt sind, muß der Aufziehvorgang zudem relativ langsam
ausgeführt werden, um ein Einreißen der Strümpfe zu vermeiden.
[0009] Darüberhinaus führt die Aufziehbewegung auf die Bügel von oben nach unten schon nach
relativ kurzer Zeit zu Ermüdungserscheinungen bei der Bedienungsperson.
[0010] Die herkömmliche Anordnung hat ferner den Nachteil, daß die Strümpfe noch im warmen
Zustand von den Bügeln abgezogen werden und zu der nachfolgenden Verpackungsmaschine
transportiert werden. Dies führt zu Nachschrumpfungsprozessen und Formveränderungen,
so daß die Maßhaltigkeit der Strümpfe beeinträchtigt ist und auch eine korrekte Lage
in der verkaufsvertigen Verpackung nicht gewährleistet ist.
[0011] Bei der aus der GB-A-2 181 465 bekannten Anordnung werden die Strumpfhosen auf eine
langgestreckte Form, welche aus zwei flachen, nebeneinander angeordneten Leisten besteht,
mit Hilfe von endlosen Riementrieben aufgezogen. Hierbei sind die Riementriebe derart
in die flachen Leisten integriert, daß die Trumme seitlich über die schmalen Stirnseiten
hervorstehen und somit nach dem Aufsetzen einer Strumpfhose auf das Ende der flachen
Leiste die Strumpfhose durch die umlaufenden Trumme vollständig auf den beiden benachbarten
flachen Leisten aufgespannt wird. Um nach dem Passieren der Kontrolleinrichtung eine
Übergabe auf die Formeinrichtung zu ermöglichen, werden U-förmig geformte Halter vom
offenen Ende der Strumpfhose her in diese eingeführt und entlang der Leisten bewegt,
um die Strumpfhose von den flachen Leisten auf die beiden Halter überzustreifen und
auf dieser aufzuraffen. Von den beiden Haltern her wird die Strumpfhose anschließend
auf im wesentlichen U-förmig geformte Bügel der nachfolgenden Formeinrichtung übergeben,
wozu die Halter an den Bügeln entlang bewegt werden.
[0012] Als nachteilig bei dieser Anordnung hat sich erwiesen, daß die Strümpfe zunächst
vollständig auf einer flachen, langgestreckten Form aufgespannt werden, anschließend
wieder von dieser Form aufgenommen werden und schließlich auf eine weitere Form übergeben
werden müssen. Bereits der erste Auf spannvorgang, welcher mit Hilfe von langgestreckten,
in die Form integrierten Riementrieben erfolgt, kann eine Beschädigung der Strumpfhose
zur Folge haben, da diese beim Aufspannen auf der Form überdehnt werden kann. Ein
weiterer Nachteil ergibt sich bei der Übernahme der Strumpfhose von der langgestreckten
Form durch Aufstreifen auf die Halter, indem diese vom offenen Ende der Strumpfhose
her entlang der beiden flachen Leisten bewegt werden. Hierbei besteht die Gefahr von
lokal starken Beanspruchungen der Strumpfhose, so daß Überdehnungen und ein Auftreten
von Beschädigungen nicht ausgeschlossen sind. Des weiteren besteht die Gefahr einer
direkten mechanischen Beschädigung der Strumpfhose, da die Halter direkt an den langgestreckten
flachen Formen entlang bewegt werden müssen. Schließlich ist die bekannte Anordnung
sehr kompliziert aufgebaut und benötigt zahlreiche bewegliche Teile einschließlich
eines Kurventriebes.
[0013] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Glätten von
schlauchförmigem, dehnbarem Material mit mindestens einem geschlossenen Ende, insbesondere
zum Formen von Strümpfen oder Strumpfhosen zu schaffen, womit eine Beschädigung des
Materials weitgehend ausgeschlossen ist und ein störungsfreier Betrieb gewährleistet
ist.
[0014] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einer Vorrichtung gemäß der eingangs genannten
Art dadurch gelöst, daß die Raffeinrichtung mindestens einen Riementrieb mit mindestens
einem endlos umlaufenden Riemen zum Vorraffen des Materials auf der Raffeinrichtung
aufweist, und daß der Raffeinrichtung Greifelemente zur Übernahme des vorgerafften
Materials von der Raffeinrichtung zugeordnet ist, die entlang der langgestreckten
Form bewegbar ist, um das vorgeraffte Material auf die Form aufzustreifen.
[0015] Erfindungsgemäß wird also das dehnbare Material nicht unmittelbar auf der Form aufgespannt,
sondern zunächst räumlich getrennt auf einer Raffeinrichtung aufgezogen, wozu dieses
lediglich mit einem offenen Ende auf das Ende der Raffeinrichtung von Hand aufgesetzt
werden muß. Anschließend wird das dehnbare Material auf der Raffeinrichtung vorgerafft
und sodann von der Raffeinrichtung übernommen und schließlich auf die langgestreckte
Form aufgestreift. Durch das Vorraffen des Materials auf der Raffeinrichtung, welches
in schonender Weise durchgeführt werden kann, wird das Material bei dem nachfolgenden
Abstreifvorgang in außerordentlich schonender und gleichmäßiger Weise auf die langgestreckte
Form aufgezogen. Die hierzu notwendige Einrichtung zur Übernahme des vorgerafften
Materials von der Raffeinrichtung und zum anschließenden Aufstreifen auf die langgestreckte
Form kann einen besonders einfachen Aufbau aufweisen und benötigt lediglich Greifelemente,
welche das geraffte Material von der Raffeinrichtung übernehmen können und anschließend
in Längsrichtung entlang der langgestreckten Form bewegbar sind, um das geraffte Material
auf diese aufzustreifen.
[0016] Da das Material mittels der Raffeinrichtung lediglich vorgerafft wird und nicht gleich
vollständig aufgespannt wird, wird eine ungleichmäßige Belastung und eine Überdehnung
bei diesem Vorgang weitgehend vermieden.
[0017] Dies hatte im Ergebnis zur Folge, daß nach dem erfindungsgemäßen Verfahren und der
erfindungsgemäßen Vorrichtung die Beschädigungsgefahr bei Aufspannen des Materials
auf der Form gegenüber herkömmlichen Verfahren und herkömmlichen Vorrichtungen erheblich
reduziert ist.
[0018] In vorteilhafter Weiterbildung sind die Greifelemente bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung
zumindest teilweise in die Raffeinrichtung seitlich einfahrbar und zur Übernahme des
gerafften Materials nach außen gegeneinander spreizbar.
[0019] Hierdurch ergibt sich ein einfacher Aufbau und ein einfacher Bewegungsablauf bei
der Übernahme des vorgerafften Materials von der Raffeinrichtung mittels der Greifelemente.
[0020] In zusätzlicher Weiterbildung der Erfindung ist mindestens ein Greifelement in Bezug
auf das andere Greifelement verkippbar angeordnet.
[0021] Es hat sich gezeigt, daß durch die Verwendung von relativ zueinander verkippbaren
Greifelementen ein besonders gleichmäßiges Aufspannen des Materials auf der Form ermöglicht
wird. Im Gegensatz zu zueinander parallelen Greifelementen läßt sich die Übergabe
des gerafften Materials auf die Form durch den Kippvorgang steuern. Eine ungleichmäßige
Belastung des dehnbaren Materials und ein ungleichmäßiges Aufspannen wird dadurch
weitgehend vermieden. Durch die besonders gleichmäßige Aufspannung des Materials ist
gewährleistet, daß anschließend leicht eine Sichtkontrolle auf Fehler durchgeführt
werden kann, ohne daß hierzu wie in herkömmlicher Weise eine Übergabe auf eine andere
Form durchgeführt werden müßte.
[0022] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist jedes kippbare Greifelement gegen
ein Anschlagelement kippbar, so daß das geraffte Material zwischen Greifelement und
Anschlagelement gehalten wird und erst dann zur Übergabe auf die Form freigegeben
wird, wenn das Greifelement in eine zu dem anderen, nicht kippbaren Greifelement parallele
Stellung bewegt wird.
[0023] Durch das Anschlagelement wird der Kippwinkel eines jeden kippbaren Greifelementes
begrenzt, so daß eine Überdehnung des Materials durch ein zu starkes Kippen und damit
ein lokales Aufspreizen vermieden wird. Darüberhinaus wird das aufgeraffte Material
jeweils zwischen dem Greifelement und dem Anschlagelement eingeklemmt, sobald ein
verkippbares Greifelement an dem Anschlagelement anschlägt. Dadurch wird ein vorzeitiges
Rutschen mehrerer Lagen des aufgerafften Materials beim Abstreifvorgang auf die Form
unterbunden.
[0024] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist jedes kippbare Greifelement abwechselnd
gegen das Anschlagelement verkippbar und in eine zu dem anderen Greifelement parallele
Stellung bewegbar, während die Greifelemente relativ zu der Form bewegt werden, um
das geraffte Material beginnend mit dem geschlossenen Ende auf die Form aufzustreifen.
[0025] Durch dieses periodische Verkippen der Greifelement zueinander ergibt sich ein besonderes
schonendes Aufstreifen des gerafften Materials auf die Form. Desweiteren wird das
Material besonders gleichmäßig aufgespannt, da Ungleichmäßigkeiten durch das periodische
Verkippen automatisch ausgeglichen werden.
[0026] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist die Kippfrequenz in Abhängigkeit
von der Relativgeschwindigkeit zwischen Greifelementen und Form steuerbar. Da beim
Aufstreifen von den Greifelementen auf die Form je nach Material mit einer unterschiedlichen
Relativgeschwindigkeit gearbeitet werden kann, ist es auf diese Weise möglich, auch
bei verschiedenen Materialien ein besonders gleichmäßiges, schonendes Aufspannen zu
erreichen.
[0027] Bei einer weiteren Ausführung der Erfindung sind zwei äußere, Greifelemente, welche
einen Greiferfinger aufweisen, beidseitig eines mittleren, im wesentlichen U-förmigen
Greifelementes, dessen beide Schenkel als Greiferfinger ausgebildet sind, kippbar
angeordnet.
[0028] Durch die fingerartige Ausgestaltung der Greifelemente läßt sich das aufgeraffte
Material in besonders schonender Weise auf die Form abstreifen; außerdem wird eine
Abnahme des gerafften Materials von der Raffeinrichtung erleichtert, da die Greifelemente
beispielsweise seitlich in entsprechende Aussparungen der Raffeinrichtung einfahren
können.
[0029] Mittels zwei äußeren, fingerartigen verkippbaren Greifelementen und eines mittleren,
im wesentlichen U-förmigen Greifelementes lassen sich Strumpfhosen, welche auf zwei
nebeneinander angeordneten Raffeinrichtungen aufgerafft sind, in vorteilhafter Weise
von den Raffeinrichtungen abnehmen und anschließend auf zwei Formen aufspannen.
[0030] Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist jedes Anschlagelement als Gummipuffer ausgebildet.
[0031] Auf diese Weise wird einerseits eine Beschädigung des aufgerafften Materials beim
Ankippen eines Greifelementes gegen das Anschlagelement vermieden, andererseits wird
eine gute Haftung erreicht, so daß schon mit einer geringen Anpreßkraft ein unbeabsichtigtes
Lösen verschiedener Lagen des aufgerafften Materials beim Überstreifen auf die Form
vermieden wird.
[0032] Bei einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist die Raffeinrichtung zwei voneinander
beabstandete Platten auf, zwischen denen Riementriebe mit endlos umlaufenden Riemen
angeordnet sind, die zumindest teilweise nach außen über die Platten vorstehen.
[0033] Durch die Riementriebe läßt sich das dehnbare Material in zuverlässiger Weise aufraffen,
ohne daß es hierzu einer genau bestimmten Lage des Materials beim vorherigen Aufspannen
von Hand auf das untere Ende der Raffeinrichtung bedarf.
[0034] Das dehnbare Material, also z.B. ein Damenstrumpf wird einfach mit dem offenen Ende
seines Strumpfbeins auf das untere Ende der Raffeinrichtung aufgezogen. Ein kurzes
Einschalten der Riementriebe genügt, um den Strumpf vollständig in schonender Weise
aufzuraffen.
[0035] In bevorzugter Weiterbildung sind bei dieser Anordnung zwei Doppelriementriebe vorgesehen,
wobei jeder Doppelriementrieb jeweils zwei parallel laufende Riemen aufweist, die
jeweils zu den Riemen des anderen Doppelriementriebes entgegengesetzt umlaufen.
[0036] Bei dieser Ausgestaltung ergibt sich ein besonders gleichmäßiges Aufraffen des Materials,
da auch ungleichmäßig auf die Raffeinrichtung aufgesetztes Material durch die insgesamt
vier äußeren Trumme gleichmäßig transportiert wird.
[0037] In zusätzlicher Weiterbildung der Erfindung sind zwischen den Platten Führungsleisten
vorgesehen, über die die Riemen teilweise über die längsseitigen Stirnflächen der
Platten hinaus nach außen vorstehend geführt sind.
[0038] Durch diese Maßnahme wird der Reibschluß zwischen dem aufzuraffenden Material und
den Riemen zusätzlich erhöht.
[0039] Soweit es sich bei dem dehnbaren Material um Damenstrümpfe oder -strumpfhosen handelt,
ist es vorteilhaft, wenn die Form mindestens einen im wesentlichen U-förmig gebogenen
Bügel aufweist.
[0040] Hierbei ergibt sich eine besonders gute Anpassung an die Form der Strümpfe bzw. Strumpfhose,
wodurch ein gleichmäßiges Aufziehen auf der Form unterstützt wird. Sofern Strumpfhosen
verarbeitet werden sollen, werden zweckmäßigerweise nebeneinander zwei derartige U-förmige
Bügel in fluchtender Anordnung vorgesehen.
[0041] In weiter vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist ein um seine Vertikalachse
drehbares Karussell vorgesehen, auf welchem eine Mehrzahl von Formen angeordnet ist,
wobei die Aufgabe- und Aufspanneinrichtung und die Heizeinrichtung als separate Stationen
ausgebildet sind, zwischen welchen das Karussell verdrehbar ist.
[0042] Mit einer derartigen Anordnung läßt sich ein besonders platzsparender Aufbau und
ein einfacher taktweiser Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtung erreichen. Dabei
können mehrere derartiger Vorrichtungen beispielsweise über zwischengeschaltete Transportbänder
gekoppelt werden, um die Kapazität zu erhöhen.
[0043] Um ferner ein automatisches Abziehen des Materials von den Formen zu ermöglichen,
ist es zweckmäßig, der Heizstation eine Abziehstation zum Abziehen des Materials von
der Form nachzuschalten.
[0044] In weiter vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung sind die Bügel am Karussell hängend,
mit ihrer Rundung nach unten weisend angeordnet.
[0045] Ermüdungserscheinungen bei einer Bedienungsperson werden dadurch wirksam vermieden,
da das dehnbare Material so unmittelbar in Griffhöhe an der Aufgabestation auf die
Raffeinrichtung aufgezogen werden kann, wobei der Aufspannvorgang anschließend automatisch
durchgeführt wird.
[0046] Bei einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung werden die Strümpfe nach dem Aufspannen
auf den Bügeln zur Aufgabestation zur Sichtkontrolle auf Fehler vor eine flächenhafte
Lichtquelle zurückbewegt, so daß eine Sichtkontrolle möglich ist, während gleichzeitig
bereits das nächste Stück, also beispielsweise bereits die nächste Strumpfhose auf
die Bügel aufgezogen werden kann.
[0047] In weiter vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung sind die Bügel am Karussell über
eine Bügelaufnahme zwischen einer miteinander fluchtenden Anordnung und einer aus
der Flucht seitlich verschobenen Anordnung verschwenkbar festgelegt.
[0048] Dadurch ist eine weitgehend glatte Aufspannung bei Strumpfhosen auch im Bereich des
Zwickels gewährleistet. Auf diese Weise wird der Zwickel etwa sattelförmig räumlich
aufgespannt, so daß der Zwickel vollständig unter Spannung zwischen den beiden Bügeln
gehalten ist. Dadurch kann eine Strumpfhose auch im Bereich des Zwickels einer zuverlässigen
Sichtprüfung auf Fehler unterzogen werden, während bei einer herkömmlichen Anordnung
eine Sichtkontrolle wegen des zusammengekrümpelten Gewebes im Bereich des Zwickels
nicht möglich ist.
[0049] In zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung sind die Bügel zum Abziehen des Materials
entlang einer Längsachse der Bügel parallel zueinander verschwenkbar, und die Abziehstation
weist zwei Abziehbänder auf, die zum Abziehen der Strümpfe von den Bügeln seitlich
an die Bügel anstellbar sind.
[0050] Auf diese Weise ist ein schonendes Abziehen des Materials von den Bügeln gewährleistet.
[0051] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist den Abziehbändern eine Falteinrichtung
zur Querfaltung des Materials nachgeschaltet.
[0052] Da sich nach diesem Vorschlag die Falteinrichtung zur Querfaltung des Materials unmittelbar
an die Abziehbänder anschließt, ist eine Lageveränderung des Materials in der Falteinrichtung
ausgeschlossen, da das Material während des Faltvorganges noch teilweise zwischen
den Abziehbändern gehalten ist. Das Material steht also noch unter Spannung, während
die Querfaltung bereits eingeleitet wird. Dadurch wird eine glatte Lage des Materials
bei der Faltung und eine korrekte Faltung gewährleistet.
[0053] Die Falteinrichtung kann parallele Bänder zum Transport der des Materials aufweisen,
zwischen die ein Faltschieber seitlich einfahrbar ist.
[0054] Hierdurch ist es ermöglicht, bei der Faltung von Strumpfhosen oder Strümpfen eine
korrekte Lage der Faltkante sicherzustellen.
[0055] In zusätzlicher Weiterbildung der Erfindung weist die Falteinrichtung eine Wickelblattzuführung
zur Zuführung eines Wickelblattes auf.
[0056] Da das Material auf diese Weise um ein Wickelblatt herumgefaltet wird, wird das Material
noch unter Spannung lagekorrekt fixiert, so daß spätere Form- und Lageveränderungen
des Materials, sowie Schrumpfvorgänge vollständig ausgeschlossen sind.
[0057] Es versteht sich, daß die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0058] Weitere Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung. Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine vereinfachte Vorderansicht einer erfindungs-gemäßen Vorrichtung;
- Fig. 2
- einen Schnitt durch die Vorrichtung gemäß Fig. 1 längs der Linie II-II in vereinfachter
Darstellung;
- Fig. 3
- eine vergrößerte Vorderansicht einer Raffeinrichtung zum Vorraffen des Materials;
- Fig. 4
- eine Seitenansicht der Anordnung gemäß Fig. 3;
- Fig. 5
- eine Vorderansicht einer Aufspanneinrichtung zur Übernahme des vorgerafften Materials
vor der Raffeinrichtung;
- Fig. 6
- einen Schnitt durch die Aufspanneinrichtung gemäß Fig. 5 von oben in vereinfachter
Darstellung;
- Fig. 7
- eine Prinzipskizze zur Erläuterung des Übernahmevorganges des gerafften Materials
von der Raffeinrichtung und des Aufstreifvorganges;
- Fig. 8
- eine vergrößerte Ansicht der Bügel mit einer aufgespannten Strumpfhose an der Aufgabestation
vor einer flächenhaften Lichtquelle zur Sichtkontrolle;
- Fig. 9
- den Zwickel gemäß Fig. 8 in vergrößerter perspektivischer Darstellung;
- Fig. 10
- den Zwickel in vergrößerter perspektivischer Darstellung, jedoch nach Verdrehen der
beiden Bügel in eine versetzte Anordnung gemäß Fig. 2;
- Fig. 11
- eine Aufsicht der Abziehstation in vergrößerter, vereinfachter Darstellung und
- Fig. 12
- eine Seitenansicht der Abziehstation in schematischer Darstellung.
[0059] Eine erfindungsgemäße Vorrichtung ist in den Figuren 1 und 2 insgesamt mit der Ziffer
10 bezeichnet.
[0060] Diese Vorrichtung ist zum Formen schlauchförmigem, dehnbarem Material mit mindestens
einem geschlossenen Ende, insbesondere zum Formen von Strumpfhosen geeignet, könnte
jedoch nach entsprechender Anpassung auch für andere Materialien, insbesondere für
Einzelstrümpfe verwendet werden, da diese in der Regel paarweise geformt und anschließend
verpackt werden. Im folgenden werden die erfindungsgemäße Vorrichtung und das erfindungsgemäße
Verfahren am Beispiel einer Strumpfhose 100 beschrieben, welche zwei geschlossene
Enden 222 oder Beine und ein offenes Ende 221 am Bund aufweist.
[0061] Die Vorrichtung weist insgesamt sechs Stationen auf, die die Strumpfhose durchlaufen.
An einer zentralen, vertikalen Drehachse 18 ist ein Karussell 16 vorgesehen, an dem
jeweils um 60° gegeneinander versetzt eine Form 11 bestehend aus zwei Bügeln 12 zum
Aufspannen von Strumpfhosen 100 nebeneinander angeordnet sind. Die Bügel 12 bestehen
aus Rundstangen, die U-förmig gebogen sind und an einer Bügelaufnahme 14 hängend,
mit ihrer Rundung nach unten weisend angeordnet sind. Die Bügel 12 können über die
Bügelaufnahme 14 in nicht näher erläuterter Weise entweder miteinander fluchtend ausgerichtet
werden, seitlich gegeneinander aus der Flucht um ihre Längsachse verschwenkt werden
oder parallel zueinander abgeklappt werden.
[0062] Die Strumpfhosen 100 werden auf die Bügel aufgespannt und auf diesen taktweise jeweils
durch eine 60°-Drehung des Karussells 16 von Station zu Station weiterbewegt.
[0063] Zur Aufgabe der Strumpfhose ist eine Aufgabestation 32 vorgesehen, in der die Strumpfhose
auf zwei Raffeinrichtungen 250 aufgezogen werden.
[0064] Die Raffeinrichtungen 250 können von der Aufgabestation 32 aus um einen Winkel von
etwa 60° im Uhrzeigersinn zu einer Aufspannstation 30 verschwenkt werden, wie durch
den Pfeil 26 angedeutet ist. Die Aufspannstation 30 weist eine Aufspanneinrichtung
210 auf, mittels derer die Strumpfhose von den Raffeinrichtungen übernommen wird und
dann auf den Bügeln 12 automatisch aufgespannt wird, wie nachstehend anhand der Figuren
5 bis 7 näher erläutert wird.
[0065] Die Strumpfhosen werden zunächst an der Aufgabestation 32 auf die Raffeinrichtungen
250 von Hand aufgezogen, dann entgegen dem Uhrzeigersinn zur Aufspannstation 30 verschwenkt
und mit Hilfe der Aufspanneinrichtung 210 auf den Bügeln 12 aufgespannt. Nach Beendigung
des Aufspannvorgangs werden die Strumpfhosen durch eine Drehung des Karussells 16
wieder zur Aufgabestation 32 zurückbewegt, wo sie vor einer flächenhaften Lichtquelle
20 einer Sichtkontrolle auf Fehler unterzogen werden.
[0066] Durch diesen Bewegungsablauf ist es ermöglicht, gleichzeitig neue Strumpfhosen an
der Aufgabestation 32 auf die Raffeinrichtungen 250 aufzuziehen, während gleichzeitig
auf den Bügeln 12 aufgespannte Strumpfhosen einer Sichtkontrolle unterzogen werden,
wodurch sich eine erhebliche Zeitersparnis ergibt. Durch eine weitere Drehung des
Karussells 16 entgegen dem Uhrzeigersinn in Richtung des Pfeiles 27 werden die Strumpfhosen
100 zu einer ersten Heizeinrichtung 34 transportiert, von welcher aus sie zu einer
zweiten Heizeinrichtung mit einer weiteren Drehung um 60° gelangen. Bei einer weiteren
Verschwenkung um 60° in Richtung des Pfeiles 27 werden die Bügel 12 mit den aufgespannten
Strumpfhosen zu einer Kühlstation 38 verschwenkt, in welcher die Strumpfhose mittels
Gebläsen 39 gekühlt werden. Danach gelangen die auf den Bügeln 12 aufgespannten Strumpfhosen
durch eine weitere Drehung des Karussells zu einer Abziehstation 40.
[0067] Die Strümpfe werden an der Abziehstation 40 wieder von den Bügeln 12 abgezogen, welche
mit einer weiteren Drehung des Karussells 16 in Richtung des Pfeiles 27 wieder zur
Aufspannstation 30 gelangen.
[0068] Einzelheiten der Raffeinrichtung 250 und der der Aufspanneinrichtung 210 sind aus
den Figuren 5 bis 8 ersichtlich. Die beiden Raffeinrichtungen 250, welche gemäß Fig.
1 nebeneinander angeordnet sind und von denen in Fig. 3 und 4 nur jeweils eine dargestellt
ist, weisen jeweils zwei zueinander parallele vertikale Platten 252 auf, welche an
einem horizontalen Halter 251 befestigt sind und an ihrem unteren Ende durch einen
gemeinsamen Stumpfabschnitt 253 verbunden sind, der nach unten hin allseitig etwas
verjüngt ist, so daß das Aufziehen eines Strumpfbeines erleichtert wird.
[0069] Zwischen den beiden rechteckigen Platten 252 sind zwei zueinander gegenläufig antreibbare
Riementriebe 254, 256 angeordnet. Die Riementriebe 254, 256 sind als Doppelriementriebe
ausgeführt, wobei jeweils zwei parallele Riemen über eine untere Rolle 266 und eine
obere Rolle 268 geführt sind. An den vertikalen Randabschnitten der Platten 252 sind
Führungsleisten 262, 264 angeordnet, über die die Riemen 258, 260 nach außen über
die Stirnflächen der Platten vorstehend geführt sind.
[0070] Die beiden oberen Rollen 268 der Riementriebe 254, 256 sind zur Innenseite der Platten
252 hin versetzt. Da die unteren Rollen 266 dagegen an den Platten 252 randseitig
angeordnet sind, entsteht jeweils ein dreieckförmiger Riementrieb 254, 256, wobei
die beiden oberen Schenkel der Riementriebe 254, 256 zur Mitte der Platten 252 hin
symmetrisch geneigt sind.
[0071] Durch diese Anordnung ist an jeder Randseite der beiden Platten 252 ein langes, nach
außen vorstehendes Trumm vorhanden, so daß ein guter Kontakt zwischen einer aufzuraffenden
Strumpfhose und den Riemen besteht.
[0072] Die Riemen weisen einen runden Querschnitt auf und bestehen aus Kunststoff, der vorzugsweise
schweißbar ist.
[0073] Soll eine Strumpfhose 100 aufgerafft werden, so wird diese mit ihren beiden Beinen
auf die nebeneinander in entsprechendem Abstand angeordneten Raffeinrichtungen 250
an der Aufgabestation 32 von Hand aufgezogen, so daß sie auf den beiden Stumpfabschnitten
253 gehalten ist. Nach Verdrehen der beiden Raffeinrichtungen 250 zur Aufspannstation
30 wird die Strumpfhose 100 durch ein kurzes Antreiben der Riementriebe in Richtung
der Pfeile 271, 272 vollständig aufgerafft, so daß diese am oberen Ende unterhalb
des Halters 251 gehalten ist.
[0074] Die insgesamt mit der Ziffer 210 bezeichnete Aufspannvorrichtung weist gemäß Fig.
5 und 6 Greifelemente 214, 216 auf, welche vertikal und horizontal verfahrbar sind
und zusätzlich gegeneinander spreizbar sind, um Strumpfhosen 100 von der Raffeinrichtung
250 gemäß den Fig. 3 und 4 zu übernehmen und anschließend beginnend mit den Strumpfbeinen
auf zwei nebeneinander angeordnete Bügel 12 aufzustreifen.
[0075] Um ein vertikales und horizontales Verfahren der Greifelemente zu ermöglichen, ist
ein horizontal angeordneter Rahmen vorgesehen, welcher in Fig. 6 insgesamt mit der
Ziffer 226 bezeichnet ist. Der Rahmen 226 ist auf zwei parallelen Rundstangen 225
in Horizontalrichtung (Pfeil 247) verfahrbar, welche in einem Führungsblock 223 geführt
sind. Der Führungsblock 223 ist auf zwei vertikal angeordneten zueinander parallelen
Rundstangen 227 vertikal verschieblich angeordnet (Pfeil 248 gemäß Fig. 5).
[0076] Die Greifelemente 214, 216 sind an einer vorderen vertikal angeordneten Grundplatte
224 befestigt, welche den vorderen Teil des horizontal verschieblichen Rahmens 226
bildet.
[0077] Der Rahmen 226 ist mittels eines vertikalen Kettentriebes 228 periodisch in vertikaler
und horizontaler Richtung verschiebbar, da der Kettentrieb eine endlose, über ein
oberes Umlenkritzel (nicht dargestellt) und ein unteres Antriebsritzel 274 geführte
Kette aufweist, welche über einen Mitnehmer 230 mit einer Seitenwand des Rahmens 226
verbunden ist. Zum Antrieb des Kettentriebes 228 ist eine Antriebseinheit 276 vorgesehen.
Wird der Kettentrieb 228 angetrieben, so ergibt sich eine geschlossene Bahnkurve 273,
die durch die Geometrie des Kettentriebs 228 vorgegeben ist (vgl. Fig. 7). Der Rahmen
226 bewegt sich also abwechselnd in vertikaler Richtung, dann gleichzeitig in horizontaler
und vertikaler Richtung, bis der Mitnehmer 226 das obere oder untere Ritzel des Kettentriebes
228 vollständig umlaufen hat, dann folgt wiederum eine Bewegung in vertikaler Richtung
die der ersten vertikalen Bewegung entgegengesetzt ist und schließlich wieder eine
kombinierte horizontale und vertikale Bewegung, bis das andere Ritzel vom Mitnehmer
vollständig umlaufen ist.
[0078] Auf diese Weise lassen sich die verschiedenen erforderlichen Bewegungen der Greifelemente
214, 216 relativ einfach erzeugen.
[0079] Auf der dem Kettentrieb 228 gegenüberliegenden Seite des Rahmens 226 ist zur zusätzlichen
Führung ein Leitlineal 231 angeordnet, an dem der Rahmen mittels zweier Kurvenrollen
232 geführt ist.
[0080] In Fig. 5 sind der Rahmen und der Kettentrieb der Übersichtlichkeit halber nicht
dargestellt.
[0081] An der vertikalen Grundplatte 224 des Rahmens 226 ist ein mittleres, starres Greifelement
214 über einen zentralen Halter 238 festgelegt, welches als im wesentlichen U-förmig
gebogener Bügel ausgebildet ist, dessen beide parallele Schenkel zwei vertikal nach
unten weisende Greiferfinger 215 bilden.
[0082] Beiderseits des starren zentralen Greifelementes 214 sind zwei äußere, kippbare Greifelemente
216 angeordnet, welche jeweils an einer Verfahreinheit 234 von dem mittleren Greifelement
214 aus jeweils nach außen verfahrbar und gegenüber diesem kippbar angeordnet sind.
Die beiden beiderseits des mittleren Greifelementes 214 angeordneten Verfahreinheiten
234 sind mittels waagrecht angeordneter Hubzylinder 235 in Horizontalrichtung von
dem mittleren Greifelement 214 aus jeweils nach außen verfahrbar, wie durch die Pfeile
246 angedeutet ist. Die Verfahreinheiten 234 sind dabei mittels Führungsrollen 237
jeweils an einer horizontalen Führung 236 geführt. Die Greifelemente 216, welche einen
L-förmigen Querschnitt aufweisen und jeweils mit ihrem längeren Schenkel, welcher
als Greiferfinger 217 ausgebildet ist, vertikal nach unten weisen, wie in Fig. 5 dargestellt
ist, sind jeweils am äußeren freien Ende einer Greiferwelle 239 befestigt, welches
als Vierkant 240 ausgebildet ist.
[0083] Die äußeren Greifelemente 216 sind mittels Hubzylindern 242, welche an Kipphebeln
243 angreifen, verkippbar. Den äußeren Greifelementen 216 sind Anschlagelemente 218
zugeordnet, welche mittels Anschlaghaltern 241 an einer jeweiligen Verfahreinheit
234 starr befestigt sind. Die Anschlagelemente 218 sind als Gummipuffer ausgebildet
und an ihren den äußeren Greifelementen 216 zugewandten Flächen entsprechend angeschrägt,
so daß bei Verschwenken der Greifelemente 216 in Pfeilrichtung 245 nach außen die
Greiferfinger 217 jeweils parallel an den Anschlagelementen 218 anschlagen.
[0084] Um ein Verschwenken der Greifelemente 216 in Richtung der Pfeile 245 nach außen zu
erreichen, werden die Hubzylinder 242 in Richtung der Pfeile 249 nach innen bewegt,
so daß daraus über die Kipphebel 243 die gewünschte Kippbewegung resultiert.
[0085] Soweit die Platzverhältnisse dies zulassen, können die Hubzylinder 242 natürlich
auch unterhalb der Drehachse 244 der kippbaren Greifelemente 216 angreifen, so daß
die Hubzylinder nach außen ausgefahren werden können, um die gewünschte Kippbewegung
nach außen in Richtung der Pfeile 245 zu erreichen.
[0086] In Fig. 5 ist eine Strumpfhose 100 schematisch angedeutet, welche im aufgerafften
Zustand von einer Raffeinrichtung 210 gemäß den Fig. 3 und 4 abgenommen wurde und
nun auf den Greifelementen 214, 216 gehalten ist.
[0087] Die Strumpfhose 100 kann nun mittels der Greifelemente 214, 216 von unten nach oben
auf die Bügel 12 aufgezogen werden.
[0088] Hierzu werden die äußeren Greifelemente 216 in Richtung der Pfeile 246 nach außen
gespreizt und während der Relativbewegung zwischen Form 212 und Greifelementen 214,
216 zusätzlich periodisch gegen die Anschlagelemente 218 verkippt, wodurch eine schonende
Übergabe von den Greifelementen 214, 216 auf die Bügel 212 erreicht wird. Auch ergibt
sich eine lockere, gleichmäßige Aufspannung der Strumpfhose 100.
[0089] Nach dem vollständigen Aufspannen der Strumpfhose 100 auf den Bügeln 12 wird nun
das Karussell 16 entgegen der Uhrzeigerrichtung um etwa 60° weitergedreht, so daß
die Bügel 12 mit der darauf aufgespannten Strumpfhose 100 zurück zur Aufgabestation
32 vor die flächenhafte Lichtquelle 20, die als Lichtkasten ausgebildet ist, bewegt
wird.
[0090] In dieser Stellung, die in Fig. 8 nochmals vergrößert schematisch dargestellt ist,
befindet sich die Strumpfhose 100 oberhalb der Raffeinrichtungen 250, die inzwischen
zur Aufgabe weiterer Strumpfhosen gleichfalls zur Aufgabestation 32 zurückbewegt wurden.
Die Strumpfhose 100 kann also in dieser Position vor der flächenhaften Lichtquelle
20 einer Sichtkontrolle auf Fehler unterzogen werden, während gleichzeitig weitere
Strumpfhosen auf die Raffeinrichtungen 250 aufgezogen werden.
[0091] In der vergrößerten Darstellung gemäß Fig. 8 ist im Bereich des Übergangs zwischen
den beiden Strumpfbeinen der Zwickel 104 angedeutet, der über eine vordere Naht 106
und eine hintere Naht mit dem Bund der Strumpfhose 100 verbunden ist. In der Stellung,
in der die Bügel 12 miteinander fluchten, ist der Zwickel 104 nicht gemäß seiner Form
vollständig aufgespannt, so daß das Gewebe gekräuselt ist, wie dies aus der vergrößerten
Darstellung gemäß Fig. 9 ersichtlich ist.
[0092] Zur Sichtkontrolle werden die beiden Bügel 12 kurzzeitig mit Hilfe der Bügelaufnahme
14 in nicht näher erläuterter Weise gegeneinander verschwenkt, so daß der Zwickel
in einer durch die Ziffer 104' angedeuteten Weise gemäß Fig. 10 sattelförmig räumlich
aufgespannt wird. In dieser Stellung ist eine einwandfreie Sichtkontrolle auch im
Bereich des Zwickels gewährleistet. Nach Beendigung der Sichtkontrolle werden die
Bügel 12 wieder in eine miteinander fluchtende Anordnung verschwenkt und das Karussell
16 um etwa 60° in Richtung des Pfeiles 27 entgegen dem Uhrzeigersinn zur ersten Heizstation
34 weiterbewegt. In der ersten Heizstation 34 und in der nachfolgenden zweiten Heizstation
36 werden die Strumpfhosen über Infrarotstrahler mit Wärme beaufschlagt, so daß eine
kurzzeitige Erhitzung auf eine Temperatur von etwa 100 bis 110°C erfolgt. Alternativ
oder zusätzlich können auch Warmluftgebläse zur Beheizung vorgesehen sein. Dadurch
wird die gewünschte Entspannung des zuvor gekräuselten Gewebes und die gewünschte
Glättung und ggf. Trocknung der Strumpfhosen erzielt.
[0093] Von der zweiten Heizstation 36 aus gelangen die Strumpfhosen bei weiterer Verschwenkung
des Karussells 16 zur Kühlstation 38. In der Kühlstation 38 werden die Strumpfhosen
mit Hilfe zweier Radialgebläse 39 abgekühlt. Auf die Kühlstation 38 kann ggf. auch
verzichtet werden.
[0094] Durch eine rasche Abkühlung der Strumpfhose auf den Bügeln 12 wird ein Nachschrumpfprozeß
vermieden und eine hohe Maßhaltigkeit der Strumpfhose, sowie eine einwandfreie glatte
Lage der Strumpfhose nach dem späteren Abziehen von den Bügeln gewährleistet.
[0095] Durch eine weitere Drehung des Karussells 16 um etwa 60° gelangen die Strumpfhosen
von der Kühlstation 38 zur Abziehstation 40. Wie in Fig. 11 durch die Pfeile 108 angedeutet,
werden die Bügel 11 an der Abziehstation 40 zunächst zueinander parallel verschwenkt,
so daß die flach aufgespannten Strumpfbeine zueinander parallel sind.
[0096] In dieser Stellung werden nun zwei vertikal angeordnete Abziehbänder 110 aus einer
in Fig. 11 gestrichelt angedeuteten Stellung in Richtung der Pfeile 109 seitlich an
die schmalen Seiten der Bügel 12 angeschwenkt, so daß sich die in Fig. 11 ausgezogen
dargestellte Stellung ergibt. Zum Verschwenken der Abziehbänder 110 sind diese jeweils
an einer Schwenkeinrichtung 112 festgelegt, welche jeweils eine Schwenkbewegung von
90° ermöglicht und wobei die untere Schwenkeinrichtung mit einem Antrieb kombiniert
ist.
[0097] Die an den Bügeln gemäß Fig. 11 anliegenden Abziehbänder 110 werden zueinander gegenläufig
angetrieben, so daß die Strumpfhose 110 gemäß Fig. 13 in schonender Weise in Richtung
des Pfeiles 111 vertikal nach unten von den Bügeln 12 abgezogen wird. Unterhalb der
Abziehbänder 110 ist eine insgesamt mit der Ziffer 120 bezeichnete Falteinrichtung
zur Querfaltung der Strumpfhose angeordnet, welche eine seitliche Wickelblattzuführung
aufweist, die insgesamt mit der Ziffer 130 bezeichnet ist.
[0098] Die Strumpfhose wird mittels zweier vertikal unterhalb der Abziehbänder 110 angeordneter
Bänder, welche an ihrem oberen Ende zur Mitte hin parallel zueinander anschwenkbar
sind, nach unten weitertransportiert. Eines dieser beiden Bänder 122 ist schräg nach
außen über eine Umlenkrolle verlängert. Parallel zu diesem Bandteil ist ein weiteres
Band 124 angeordnet. Im Bereich zwischen diesen beiden parallelen Bändern 122, 124,
die schräg nach außen weisen, ist ein Faltschieber 118 in Horizontalrichtung verschiebbar
geführt. Der Faltschieber 118 ist in Richtung des Pfeiles 119 bis zum Anfangsbereich
zwischen den beiden parallelen Bändern 122, 124 verschiebbar, wodurch eine Querfaltung
der Strumpfhose 100, deren Fußbereich bereits auf einem weiteren Band 126, das schräg
nach außen in die entgegengesetzte Richtung zu den parallelen Bändern 122, 124 weist,
aufliegt, eingeleitet wird.
[0099] Dabei kann zusätzlich aus einem Wickelblattmagazin 114, das oberhalb des Faltschiebers
118 angeordnet ist, ein Wickelblatt 116 auf die Oberseite des Faltschiebers 118 zugeführt
werden. Das Wickelblatt 116 wird bei der Zustellbewegung des Faltschiebers 118 zwischen
die beiden parallelen Bänder 122, 124 zugeführt, so daß die Faltung um die vordere
Kante des Wickelblattes 116 herum erfolgt.
[0100] Der korrekte Zeitpunkt der Einfaltung bzw. der Zuführung des Wickelblattes 116 wird
mit Hilfe einer Lichtschranke 113 gesteuert, welche ein Schaltsignal abgibt, sobald
der Bund der Strumpfhose 100 den Lichtstrahl bei der Vertikalbewegung mit Hilfe der
Abziehbänder 110 passiert hat.
[0101] Die Strumpfhose 100 wird nun schließlich vollständig von den Bügeln 12 abgezogen
und gelangt im quergefalteten Zustand in Richtung des Pfeiles 123 nach außen und fällt
auf ein Transportband, das durch die Ziffer 128 angedeutet ist. Von hier aus wird
die Strumpfhose 100 im einmal gefalteten Zustand zur nachfolgenden Falt- und Verpackungseinrichtung
bewegt.
[0102] In alternativer Ausführung kann die Falt- und Verpackungsvorrichtung auch mit der
vorgenannten Falteinrichtung 120 kombiniert sein.
1. Vorrichtung zum Glätten von schlauchförmigem dehnbarem Material (100) mit mindestens
einem geschlossenen Ende (222), insbesondere zum Formen von Strümpfen oder Strumpfhosen,
mit mindestens einer Einrichtung (30, 32) zur Aufgabe und zum Aufspannen des Materials
(100) auf einer langgestreckten Form (11), und mit mindestens einer Einrichtung (34,
36) zum Heizen des Materials (100) auf der Form (11), wobei die Einrichtung (30, 32)
zur Aufgabe und zum Aufspannen des Materials (100) eine Raffeinrichtung (250) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Raffeinrichtung (250) mindestens einen Riementrieb
(254, 256) mit mindestens einem endlos umlaufenden Riemen (258, 260) zum Vorraffen
des Materials (100) auf der Raffeinrichtung (250) aufweist, und daß der Raffeinrichtung
(250) eine Aufspanneinrichtung (210) mit Greifelementen (214, 216) zur Übernahme des
vorgerafften Materials (100) von der Raffeinrichtung (250) zugeordnet ist, die entlang
der langgestreckten Form (11) bewegbar ist, um das vorgeraffte Material (100) auf
die Form (11) aufzustreifen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher die Greifelemente (214, 216) zumindest teilweise
in die Raffeinrichtung (250) seitlich einfahrbar sind und zur Übernahme des gerafften
Materials (100) nach außen gegeneinander spreizbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, bei welcher mindestens ein Greifelement (216)
in bezug auf das andere Greifelement (214) verkippbar angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei der jedes kippbare
Greifelement (216) gegen ein Anschlagelement (218) kippbar ist, um das geraffte Material
(100) zwischen Greifelement (216) und Anschlagelement (218) zu halten und das geraffte
Material (100) zur Übergabe auf die Form (11) freizugeben, wenn das Greifelement (216)
in eine zu dem anderen, nicht kippbaren Greifelement (214) parallele Stellung bewegt
wird.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei der jedes kippbare
Greifelement (216) abwechselnd gegen das Anschlagelement (218) verkippt und in eine
zu dem anderen Greifelement (214) parallele Stellung bewegt wird, während die Greifelemente
(214, 216) relativ zu der Form (11) bewegt werden, um das geraffte Material (100)
auf die Form (11) aufzustreifen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, bei der die Kippfrequenz in Abhängigkeit von der Relativgeschwindigkeit
zwischen Greifelementen (214, 216) und Form (11) steuerbar ist.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei der zwei äußere
Greifelemente (216), welche einen Greiferfinger (217) aufweisen, beidseitig eines
mittleren, im wesentlichen U-förmigen Greifelementes (214), dessen beide Schenkel
als Greiferfinger (215) ausgebildet sind, kippbar angeordnet sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, bei der jedes Anschlagelement (218)
als Gummipuffer ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Raffeinrichtung
(250) zwei voneinander beabstandete Platten (252) aufweist, zwischen denen Riementriebe
(254, 256) mit endlos umlaufenden Riemen (258, 260) angeordnet sind, die zumindest
teilweise nach außen über die Platten (252) vorstehen.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, bei der zwei Doppelriementriebe (254, 256) vorgesehen
sind, wobei jeder Doppelriementrieb (254, 256) jeweils zwei parallel umlaufende Riemen
(258, 260) aufweist, die jeweils zu den Riemen (260, 258) des anderen Doppelriementriebes
(256, 254) entgegengesetzt umlaufen.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, bei der zwischen den Platten (252) Führungsleisten
(262, 264) vorgesehen sind, über die Riemen (258, 260) teilweise über die längsseitigen
Stirnflächen der Platten (252) hinaus nach außen vorstehend geführt sind.
12. Vorrichtung nach einem der oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, bei welcher
die Form (11) mindestens einen im wesentlichen U-förmig gebogenen Bügel (12) aufweist.
13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, mit einem um seine
Vertikalachse (18) drehbaren Karussell (16), auf welchem eine Mehrzahl von Formen
(11) angeordnet ist, wobei die Aufgabe- und Aufspanneinrichtung (30, 32) und die Heizeinrichtung
(34, 36) als separate Stationen (30, 32; 34, 36) ausgebildet sind, zwischen welchen
das Karussell (16) verdrehbar ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, bei welcher der Heizstation (34, 36) eine Abziehstation
(40) zum Abziehen des Materials (100) von der Form (11) nachgeschaltet ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 12, 13 oder 14, bei welcher die Bügel (12) am Karussell
(16) hängend, mit ihrer Rundung nach unten weisend angeordnet sind.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufgabestation
(32) eine flächenhafte Lichtquelle (20) zur Beleuchtung von auf den Formen (11) aufgespanntem
Material (100) zur Sichtkontrolle aufweist.
17. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bügel (12) am Karussell (16) über eine Bügelaufnahme (14) zwischen einer miteinander
fluchtenden Anordnung und einer aus der Flucht seitlich verschobenen Anordnung verschwenkbar
festgelegt sind.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Bügel
(12) zum Abziehen des Materials (100) entlang einer Längsachse der Bügel (12) parallel
zueinander verschwenkbar sind, und daß die Abziehstation (40) zwei Abziehbänder (110)
aufweist, die zum Abziehen des Materials (100) von den Bügeln (12) seitlich an die
Bügel (12) anstellbar sind.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß den Abziehbändern (110)
eine Falteinrichtung (120) zur Querfaltung des Materials (100) nachgeschaltet ist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Falteinrichtung (120)
einen seitlich zwischen parallelen Bändern (122, 124) zur Einfaltung einfahrbaren
Faltschieber (118) aufweist.
21. Vorrichtung nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Falteinrichtung
(120) eine Wickelblattzuführung (130) zur Zuführung eines Wickelbattes (116) aufweist.
1. Apparatus for smoothing tubular stretchable material (100) having at least one closed
end (222), especially for shaping stockings or tights, with at least one device (30,
32) for the feed and tentering of the material (100) on an elongate form (11), and
with at least one device (34, 36) for heating the material (100) on the form (11),
the device (30, 32) for the feed and tentering of the material (100) having a gathering
device (250), characterized in that the gathering device (250) has at least one belt
drive (254, 256) with at least one endlessly rotating belt (258, 260) for pregathering
the material (100) on the gathering device (250), and in that the gathering device
(250) is assigned a tentering device (210) with gripper elements (214, 216) for taking
over the pregathered material (100) from the gathering device (250), the said gripper
elements being movable along the elongate form (11), in order to slip the pregathered
material (100) onto the form (11).
2. Apparatus according to Claim 1, in which the gripper elements (214, 216) can be at
least partially moved laterally into the gathering device (250) and can be spread
outwards relative to one another in order to take over the gathered material (100).
3. Apparatus according to Claim 1 or 2, in which at least one gripper element (216) is
arranged tiltably in relation to the other gripper element (214).
4. Apparatus according to one or more of the preceding claims, in which each tiltable
gripper element (216) can be tilted against a stop element (218), in order to hold
the gathered material (100) between gripper element (216) and stop element (218) and
to release the gathered material (100) for transfer onto the form (11) when the gripper
element (216) is moved into a position parallel to the other non-tiltable gripper
element (214).
5. Apparatus according to one or more of the preceding claims, in which each tiltable
gripper element (216) is alternately tilted against the stop element (218) and moved
into a position parallel to the other gripper element (214), whilst the gripper elements
(214, 216) are moved relative to the form (11) in order to slip the gathered material
(100) onto the form (11).
6. Apparatus according to Claim 5, in which the tilting frequency can be controlled in
dependence on the relative speed between the gripper elements (214, 216) and form
(11).
7. Apparatus according to one or more of the preceding claims, in which two outer gripper
elements (216), which have a gripper finger (217), are arranged tiltably on both sides
of a middle essentially U-shaped gripper element (214), the two legs of which are
designed as gripper fingers (215).
8. Apparatus according to one of Claims 4 to 7, in which each stop element (218) is designed
as a rubber buffer.
9. Apparatus according to one or more of the preceding claims, in which the gathering
device (250) has two plates (252) which are spaced from one another and between which
are arranged belt drives (254, 256) having endlessly rotating belts (258, 260) which
project at least partially outwards beyond the plates (252).
10. Apparatus according to Claim 9, in which two double belt drives (254, 256) are provided,
each double belt drive (254, 256) having in each case two belts (258, 260) which rotate
in parallel and which in each case rotate in the opposite direction to the belts (260,
258) of the other double belt drive (256, 254).
11. Apparatus according to Claim 9 or 10, in which there are provided between the plates
(252) guide battens (262, 264), via which belts (258, 260) are guided so as partially
to project outwards beyond the longitudinal end faces of the plates (252).
12. Apparatus according to one or more of the preceding claims, in which the form (11)
has at least one bar (12) bent in an essentially U-shaped manner.
13. Apparatus according to one or more of the preceding claims, with a turntable (16),
which is rotatable about its vertical axis (18) and on which a plurality of forms
(11) is arranged, the feed and tentering device (30, 32) and the heating device (34,
36) being designed as separate stations (30, 32; 34, 36), between which the turntable
(16) can be rotated.
14. Apparatus according to Claim 13, in which the heating station (34, 36) is followed
by a draw-off station (40) for drawing off the material (100) from the form (11).
15. Apparatus according to Claim 12, 13 or 14, in which the bars (12), suspended on the
turntable (16), are arranged with their rounding facing downwards.
16. Apparatus according to one of Claims 13 to 15, characterized in that the feed station
(32) has a sheet-like light source (20) for illuminating material (100) tentered on
the forms (11) for the purpose of a visual check.
17. Apparatus according to one or more of Claims 13 to 16, characterized in that the bars
(12) are fixed to the turntable (16) via a bar receptacle (14) so as to be pivotable
between an arrangement in which they are aligned with one another and an arrangement
in which they are displaced laterally out of alignment.
18. Apparatus according to one of Claims 12 to 17, characterized in that the bars (12)
can be pivoted parallel to one another for the purpose of drawing off the material
(100) along a longitudinal axis of the bars (12), and in that the draw-off station
(40) has two draw-off bands (110) which can be applied laterally to the bars (12)
for the purpose of drawing off the material (100) from the bars (12).
19. Apparatus according to Claim 18, characterized in that the draw-off bands (110) are
followed by a folding device (120) for the transverse folding of the material (100).
20. Apparatus according to Claim 19, characterized in that the folding device (120) has
a folding slide (118) which can be moved laterally in between parallel bands (122,
124) for folding-up purposes.
21. Apparatus according to Claim 19 or 20, characterized in that the folding device (120)
has a wrapping-sheet delivery (130) for delivering a wrapping sheet (116).
1. Dispositif pour le lissage de matières tubulaires extensibles (100) ayant au moins
une extrémité fermée (222), en particulier pour mettre en forme des bas ou des collants,
comportant au moins un dispositif (30, 32) pour amener et pour étirer la matière (100)
sur une forme allongée (11), et au moins un dispositif (34, 36) pour chauffer la matière
(100) sur la forme (11), le dispositif (30, 32) servant à amener et à étirer la matière
(100) étant équipé d'un dispositif d'enfilement (250), caractérisé en ce que le dispositif
d'enfilement (250) comporte au moins un entraînement à courroie (254, 256) avec au
moins une courroie tournant sans fin (258, 260) pour enfiler la matière (100) sur
le dispositif d'enfilement (250), et en ce que le dispositif d'enfilement (250) est
associé à un dispositif d'étirage (210) doté d'éléments préhenseurs (214, 216) pour
la prise en charge de la matière préenfilée (100) par le dispositif d'enfilement (250),
susceptible de se déplacer le long de la forme allongée (11) pour tendre sur la forme
(11) la matière enfilée (100).
2. Dispositif selon la revendication 1, dans lequel les éléments préhenseurs (214, 216)
peuvent entrer latéralement, au moins en partie, à l'intérieur du dispositif d'enfilement
(250) et peuvent s'écarter vers l'extérieur, dans des directions opposées, pour prendre
en charge la matière préenfilée (100).
3. Dispositif selon l'une ou l'autre des revendications 1 et 2, dans lequel un élément
préhenseur (216) au moins est disposé de façon à pouvoir basculer par rapport à l'autre
élément préhenseur (214).
4. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, dans lequel chaque
élément préhenseur basculant (216) peut basculer contre un élément de butée (218)
pour maintenir la matière enfilée (100) entre l'élément préhenseur (216) et l'élément
de butée (218) et pour libérer la matière enfilée (100) pour son transfert sur la
forme (11), lorsque l'élément préhenseur (216) est déplacé dans une position parallèle
à l'autre élément préhenseur (214) non basculant.
5. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, dans lequel chaque
élément préhenseur basculant (216) est alternativement basculé contre l'élément de
butée (218) et déplacé dans une position parallèle à l'autre élément préhenseur (214),
tandis que les éléments préhenseurs (214, 216) se déplacent par rapport à la forme
(11), pour tendre la matière enfilée (100) sur la forme (11).
6. Dispositif selon la revendication 5, dans lequel la fréquence du basculement peut
être régulée en fonction de la vitesse relative entre les éléments préhenseurs (214,
216) et la forme (11).
7. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, dans lequel deux
éléments préhenseurs externes (216), comportant un doigt de préhension (217), sont
disposés de façon à pouvoir basculer de part et d'autre d'un élément préhenseur central
(214) ayant essentiellement la forme d'un U, dont les deux ailes ont la forme de doigts
de préhension (215).
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 4 à 7, dans lequel chaque élément
de butée (218) se présente sous la forme d'un tampon en caoutchouc.
9. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, dans lequel le
dispositif d'enfilement (250) comporte deux plateaux (252) distants l'un de l'autre,
entre lesquels sont disposés des entraînements à courroie (254, 256) dotés de courroies
tournant sans fin (258, 260) qui dépassent latéralement, au moins en partie, vers
l'extérieur des plateaux (252).
10. Dispositif selon la revendication 9, dans lequel sont prévus deux entraînements à
double courroie (254, 256), chaque entraînement à double courroie (254; 256) comportant
deux courroies parallèles tournant sans fin (258, 260) qui se déplacent dans le sens
contraire à celui des deux courroies de l'autre entraînement à double courroie (256,
254).
11. Dispositif selon l'une ou l'autre des revendications 9 ou 10, dans lequel il est prévu,
entre les plateaux (252), des barres de guidage (262, 264) sur lesquelles les courroies
(256, 258) sont partiellement guidées, en déport extérieur le long des bords latéraux
longitudinaux des plateaux (252).
12. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, dans lequel la
forme (11) comporte au moins un arceau cintré (12) ayant essentiellement la forme
d'un U.
13. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, comportant un
carrousel (16) tournant autour de son axe vertical (18), sur lequel sont disposées
plusieurs formes (11), le dispositif d'amenée et d'étirage (30, 32) ainsi que le dispositif
de chauffage (34, 36) se présentant sous la forme de postes séparés (30, 32 ; 34,
36), entre lesquels peut tourner le carrousel (16).
14. Dispositif selon la revendication 13, dans lequel, en aval du poste de chauffage (34,
36), est disposé un poste d'extraction (40) pour enlever la matière (100) de la forme
(11).
15. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 12, 13 ou 14, dans lequel les
arceaux (12) suspendus au carrousel (16) sont disposés de façon à ce que leur partie
convexe soit dirigée vers le bas.
16. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 13 à 15, caractérisé en ce que
le poste d'amenée (32) comporte une source lumineuse (20) s'étendant sur une certaine
surface, servant à éclairer la matière (100) tendue sur les formes (11), à des fins
de contrôle visuel.
17. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 13 à 16, caractérisé en ce que
les arceaux (12) sont fixés au carrousel (16) par l'intermédiaire d'un porte-arceau
(14), de façon à pouvoir basculer entre une position où ils sont alignés entre eux
et une position où ils sont décalés latéralement.
18. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 12 à 17, caractérisé en ce que
les arceaux (12) servant à étirer la matière (100) peuvent basculer parallèlement
l'un à l'autre dans le sens de l'axe longitudinal de l'arceau (12) et en ce que le
poste d'extraction (40) comporte deux bandes transporteuses d'extraction (110) pouvant
être appliquées latéralement sur les arceaux (12) afin d'enlever la matière (100)
des arceaux (12).
19. Dispositif selon la revendication 18, caractérisé en ce que, en aval des bandes transporteuses
d'extraction (110), un dispositif de pliage (120) est prévu pour le pliage transversal
de la matière (100).
20. Dispositif selon la revendication 19, caractérisé en ce que le dispositif de pliage
(120) comporte un coulisseau de pliage (118) susceptible de passer latéralement, pour
effectuer le pliage, entre deux bandes transporteuses parallèles (122, 124).
21. Dispositif selon l'une ou l'autre des revendications 19 ou 20, caractérisé en ce que
le dispositif de pliage (120) comporte un dispositif d'alimentation en feuilles intercalaires
de pliage (130) pour inserrer une feuille intercalaire de pliage (116).