[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Vereinzeln von blattförmigen Aufzeichnungsträgern
von einem Stapel gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Vorrichtung hierzu
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 3.
[0002] Bei vielen Büromaschinen, wie z.B. Druckern, Kopiergeräten usw., werden blattförmige
Aufzeichnungsträger gestapelt bereitgehalten und vereinzelt von dem Stapel abgezogen
und der Büromaschine zur Übertragung der Aufzeichnung zugeführt. Bei Aufzeichnungsträgern
geringerer Steifigkeit, wie z.B. Papierblättern, werden im allgemeinen Eckenseparatoren
verwendet, die auf den beiden vorderen Ecken des obersten Blattes des Stapels aufliegen
und diese festhalten. Eine Vereinzelungswalze greift reibschlüssig an dem obersten
Blatt des Stapels an und schiebt dieses gegen die Eckenseparatoren, so daß sich das
Blatt aufwölbt, von den darunterliegenden Blättern des Stapels löst und über die Eckenseparatoren
hinausschnappt. Diese Art der Vereinzelung läßt sich nur bei Aufzeichnungsträgern
geringerer Steifigkeit verwenden.
[0003] Für Aufzeichnungsträger größerer Steifigkeit, z.B. Karten, Kuverts, usw., ist es
z.B. aus der DE-PS 648 721 und der DE-PS 663 208 bekannt, den Stapel hochkant zu stellen,
wobei die Stützfläche, auf welcher der Stapel aufsteht, im Bereich der obersten Blätter
des Stapels eine Schräge aufweist. Der Stapel wird durch eine federbelastete Andruckplatte
gegen eine Vereinzelungswalze gedrückt, wobei die obersten Blätter des Stapels in
den Bereich dieser Schräge gelangen, an welcher ihre Vorderkanten aufgefächert werden,
so daß das oberste Blatt vereinzelt über die Kante der Schräge geschoben werden kann.
Diese Art der Vereinzelung eignet sich nur für Aufzeichnungsträger ausreichend großer
Steifigkeit. Blätter geringerer Steifigkeit können nicht stehend aufgefächert werden,
da sie sich zu stark durchbiegen.
[0004] Aus DE 35 35 802 C2 ist eine Vorrichtung bekannt, die zum Vereinzeln von Papierblättern
und steifen Kuverts Eckenseparatoren mit einer Schrägen kombiniert. Die Vorrichtung
ist konstruktiv aufwendig und ein Verstellen der Eckenseparatoren ist bei einem Wechsel
der Aufzeichnungsträger notwendig.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum
Vereinzeln von blattförmigen Aufzeichnungsträgern von einem Stapel zu schaffen, welche
ein mit geringem konstruktiven Aufwand zuverlässiges Vereinzeln von Aufzeichnungsträgern
unterschiedlicher Steifigkeit ermöglichen, ohne daß dabei ein Verstellen der Vorrichtung
notwendig ist.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 sowie durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 3.
[0007] Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0008] Erfindungsgemäß liegt der Stapel der blattförmigen Aufzeichnungsträger mit seiner
Vorderkante an einer Schrägen an. Eine Vereinzelungswalze liegt an dem Stapel an und
greift reibschlüssig an den Aufzeichnungsträger-Blättern an, um diese gegen die Schräge
zu schieben. Dabei läuft die Vorderkante des jeweils vorgeschobenen Blattes an der
Schrägen auf und wird dadurch von dem Stapel abgehoben. Damit die Vorderkante des
jeweils vorgeschobenen Blattes an der Schrägen hochgeschoben und von dem Stapel abgehoben
werden kann, muß dieses Blatt zwischen der an der Schrägen anliegenden vorderen Kante
und der Linie, in welcher die Vereinzelungswalze auf dem Blatt aufliegt, durchgebogen
werden. Damit ein solches Durchbiegen des Blattes möglich ist, muß ein ausreichender
Abstand zwischen der Schrägen und der Vereinzelungswalze bestehen. Dieser Abstand
muß umso größer sein, je größer die Steifigkeit des Aufzeichnungsträgers ist, d.h.
je größer der Widerstand ist, den das Blatt dem Durchbiegen entgegensetzt.
[0009] Erfindungsgemäß stellt sich dieser Abstand zwischen der Schrägen und der Vereinzelungswalze
automatisch auf den der jeweiligen Steifigkeit des Aufzeichnungsträgers entsprechenden
optimalen Wert ein. Hierzu ist die Vereinzelungswalze so gelagert, daß sie sich auf
dem Stapel der Aufzeichnungsträger von der Schrägen frei wegbewegen kann. Die Vereinzelungswalze
greift zunächst unmittelbar angrenzend an die Schräge an dem obersten Blatt des Stapels
an. Wird die Vereinzelungswalze angetrieben, um dieses Blatt reibschlüssig gegen die
Schräge zu schieben, so kann die Vorderkante des Blattes nur dann an der Schrägen
hochlaufen und vereinzelt werden, wenn das Blatt nur eine geringe Steifigkeit aufweist.
Das Blatt eines steiferen Aufzeichnungsträgers setzt dem Durchbiegen und damit dem
Hochlaufen der vorderen Kante an der Schrägen einen größeren Widerstand entgegen.
Dies hat zur Folge, daß nicht das Blatt durch die Vereinzelungswalze vorgeschoben
wird, sondern daß die Vereinzelungswalze infolge ihres Reibschlusses mit dem Blatt
und infolge ihrer frei beweglichen Lagerung auf dem Blatt von der Schrägen wegrollt.
Die Vereinzelungswalze rollt dabei so lange von der Schrägen weg, wie das Blatt aufgrund
seiner Steifigkeit der Vereinzelungwalze einen ausreichenden Widerstand für das angetriebene
Wegrollen bietet. Dieser Widerstand nimmt ab, je weiter sich die Vereinzelungswalze
von der Schrägen entfernt, da hierbei die für ein Durchbiegen des Blattes zur Verfügung
stehende Blattlänge zwischen Vorderkante und Vereinzelungswalze zunimmt. Hat sich
die Vereinzelungswalze soweit von der Schrägen wegbewegt, daß sich das Blatt zwischen
der Schrägen und der Vereinzelungswalze durchbiegen kann, so schiebt sich die Vorderkante
des Blattes an der Schrägen hoch und das Blatt wird von dem Stapel vereinzelt abgezogen.
Wird das Blatt nach dem Abziehen vom Stapel von der Büromaschine erfaßt und eingezogen,
so nimmt das Blatt die auf dem Blatt aufliegende Vereinzelungswalze aufgrund deren
frei beweglicher Lagerung in die Ausgangsstellung an der Schrägen mit. Die Vorrichtung
befindet sich damit wieder in ihrer Ausgangsstellung für den nächsten Vereinzelungsvorgang.
[0010] Die Vereinzelungswalze stellt sich somit bei ihrem Antrieb selbsttätig auf den Abstand
von der Schrägen ein, der entsprechend der Steifigkeit der Aufzeichnungsträger notwendig
ist, damit diese an der Schrägen vom Stapel abgehoben und vereinzelt werden können.
Die Vorrichtung kann daher ohne irgendwelche Änderungen Aufzeichnungsträger unterschiedlicher
Steifigkeit, z.B. Papierblätter unterschiedlicher Stärke, Karten, Kuverts, usw., zuverlässig
vereinzeln.
[0011] Unter dem Begriff Schräge soll dabei jede geneigte Fläche verstanden werden, gegen
die das oberste Blatt unter einem spitzen Winkel anstößt, so daß auf die Vorderkante
des Blattes beim Vorschub gegen diese Fläche einerseits eine ablenkende Kraftkomponente
wirkt und andererseits die Reibung der Vorderkante an dieser Fläche der Ablenkung
entgegenwirkt. Die Schräge kann also eine schräggestellte ebene Fläche, eine gewölbte
Fläche oder auch die Teilmantelfläche einer zylindrischen Walze usw. sein.
[0012] Die für die erfindungsgemäße Vereinzelung notwendige frei bewegliche Lagerung der
Vereinzelungswalze auf dem Stapel kann in unterschiedlicher Weise realisiert werden.
Die Vereinzelungswalze kann in Schwinghebeln gelagert sein, so daß sie sich durch
Verschwenken dieser Schwinghebel auf dem Stapel bewegen kann. Damit die Vereinzelungswalze
auf dem ebenen Stapel laufen kann, muß die Schwenkbewegung der Vereinzelungswalze
ausreichend parallel zur Stapeloberfläche verlaufen, d.h. die Schwinghebel müssen
möglichst senkrecht zur Oberfläche des Stapels angeordnet sein und der Schwingradius
der Vereinzelungswalze muß ausreichend groß gegenüber ihrem Bewegungsweg auf dem Stapel
sein. Diese Ausführung eignet sich daher vorzugsweise für solche Fälle, in denen Aufzeichnungsträger
mit nicht zu großen Unterschieden in der Steifigkeit vereinzelt werden, z.B. Papierblätter
unterschiedlicher Stärke.
[0013] Sollen auch Aufzeichnungsträger mit stark unterschiedlicher Steifigkeit vereinzelt
werden, z.B. Papierblätter, Karten und Kuverts, so wird die Vereinzelungswalze vorzugsweise
in Kulissenbahnen geführt, die parallel zur Stapeloberfläche laufen. Dadurch ist eine
für alle Steifigkeiten der Aufzeichnungsträger ausreichend große Bewegungstrecke der
Vereinzelungswalze parallel zur Stapeloberfläche möglich.
[0014] Um zu vermeiden, daß sich die Vereinzelungswalze bei ihrer Bewegung schräg zu dem
Blatt und dessen an der Schrägen anliegenden Vorderkante stellt, wird die Vereinzelungswalze
zweckmäßigerweise in einer zu der Schrägen parallelen Stellung zwangsgeführt. Eine
solche zwangsweise parallele Führung kann bei der Lagerung der Vereinzelungswalze
in Schwinghebeln dadurch erreicht werden, daß die die beiden Enden der Vereinzelungswalze
lagernden Schwinghebel drehsteif, z.B. durch eine Querachse, miteinander verbunden
sind. Ist die Vereinzelungswalze mit ihren beiden Enden in Kulissenbahnen geführt,
so läßt sich die zwangsweise Parallelführung dadurch erreichen, daß die Vereinzelungswalze
drehbar auf einer durchgehenden Achse sitzt, auf deren beiden Enden drehfest Ritzel
angebracht sind, die jeweils in eine Zahnung der Kulissenbahn eingreifen.
[0015] Um die Vereinzelung an der Schrägen zu erleichtern, ist es vorteilhaft, wenn die
Vereinzelungswalze unabhängig von der Höhe des Stapels der Aufzeichnungsträger stets
mit gleichem Anpreßdruck an dem Stapel angreift. Dies ist bei einem Anpreßdruck durch
Federkraft nur eingeschränkt möglich, da sich die Federkraft mit der Auslenkung der
Feder und damit der Stapelhöhe ändert. Greift die Vereinzelungswalze von oben an dem
Stapel der Aufzeichnungsträger an, so ist es daher bevorzugt, die Vereinzelungswalze
unter dem sich nicht ändernden Eigengewicht an dem Stapel angreifen zu lassen. Hierzu
wird die Vereinzelungswalze in einer im wesentlichen vertikal beweglichen Lagereinheit
gelagert, so daß sie frei der abnehmenden Stapelhöhe folgen kann und stets nur unter
ihrem Eigengewicht und dem Gewicht dieser Lagereinheit auf dem Stapel aufliegt. Das
Gewicht der Vereinzelungswalze und der Lagereinheit kann dabei konstruktiv sehr kleingehalten
werden. Dies wirkt sich günstig auf die Vereinzelung aus, da ein geringes Gewicht
einen geringen Anpreßdruck der Vereinzelungswalze bedeutet, wodurch wiederum die der
Vereinzelung entgegenstehende Reibung zwischen dem ersten und dem zweiten Blatt des
Stapels geringgehalten wird.
[0016] Greift die Vereinzelungswalze von unten an dem Stapel der Aufzeichnungsträger an,
so nimmt das erste unterste Blatt des Stapels, an welchem die Vereinzelungswalze angreift,
stets dieselbe Lage ein, so daß die Vereinzelungswalze der Stapelhöhe nicht nachfolgen
muß. Die Andruckkraft der Vereinzelungswalze gegen den Stapel kann somit konstruktiv
unabhängig von der Stapelhöhe genau eingestellt werden. Es ist jedoch in diesem Fall
zweckmäßig, auf den Stapel eine Andruckplatte aufzulegen, die auch bei den letzten
Blättern des Stapels noch das erforderliche Mindestgewicht als Gegenlager für die
Vereinzelungswalze gewährleistet.
[0017] Ist die Vereinzelungswalze mittels Schwinghebeln in der vertikal beweglichen Lagereinheit
gelagert, so kann durch die Vertikalbewegung der Lagereinheit auch die kreisbogenförmige
Krümmung der Bewegungsbahn der Vereinzelungswalze bezüglich der Ebene des Stapels
kompensiert werden, so daß sich die Vereinzelungswalze auch in diesem Fall exakt parallel
zur Ebene des Stapels an diesem bewegen kann.
[0018] In der Regel wird in die Vorrichtung jeweils nur ein Stapel gleicher Aufzeichnungsträger
eingelegt, d.h. zum Beispiel ein Stapel von Papierblättern oder ein Stapel von Kuverts.
Die Vorrichtung kann jedoch auch Stapel vereinzeln, die Blätter unterschiedlicher
Steifigkeit enthalten, zum Beispiel abwechselnd Papierblätter oder Karten und Kuverts.
Da die Vereinzelungswalze nach jedem Vereinzelungsvorgang wieder in ihre Ausgangsposition
an der Schrägen gelangt, stellt sie sich bei jedem Blatt des Stapels erneut auf den
geeigneten Abstand ein. Die Rückstellung der Vereinzelungswalze auf die Ausgangsposition
kann dabei durch eine Rückstellfeder unterstützt werden. Falls der Stapel in der Vorrichtung
eine zur Horizontalen geneigte Lage einnimmt, so daß die Bewegungsbahn der Vereinzelungswalze
ebenfalls geneigt ist, kann die Rückstellung in die Ausgangsposition auch durch das
Eigengewicht der Vereinzelungswalze erfolgen. In diesen Fällen ist vorzugsweise im
Antrieb der Vereinzelungswalze ein Freilauf vorgesehen, der ein von der Antriebsverbindung
unabhängiges freies Zurücklaufen der Vereinzelungswalze auf dem Stapel unter der Wirkung
der Rückstellkraft ermöglicht.
[0019] Der Antrieb der Vereinzelungswalze erfolgt vorzugsweise über ein Zahnradgetriebe,
das in ein auf der Vereinzelungswalze sitzendes Zahnrad eingreift. Damit ein zuverlässiger
Zahneingriff trotz der Bewegung der Vereinzelungswalze gewährleistet ist, ist das
letzte Zahnrad des Zahnradgetriebes, das mit dem Zahnrad der Vereinzelungswalze kämmt,
zweckmäßigerweise auf einem schwenkbaren Lagerhebel gelagert, der die Achse der Vereinzelungswalze
drehbar aufnimmt. Ist die Vereinzelungswalze in Schwinghebeln gelagert, so kann dieser
Lagerhebel einer dieser Schwinghebel sein.
[0020] In den meisten Anwendungsfällen ist es erwünscht, den Antrieb der Vereinzelungswalze
von einer ortsfest angeordneten Antriebswelle abzuleiten. In diesem Falle kann es
zweckmäßig sein, das Zahnradgetriebe auf wenigstens zwei gelenkig miteinander verbundenen
Hebeln zu lagern, wobei jeweils ein Zahnrad des Zahnradgetriebes in den die Hebel
verbindenden Gelenkpunkten angeordnet ist. Der letzte dieser Hebel ist dabei der Lagerhebel,
dessen freies Ende die Achse der Vereinzelungswalze aufnimmt. Diese Ausbildung des
Zahnradgetriebes ermöglicht eine Zahnradverbindung zwischen der festliegenden Antriebswelle
und der in zwei Dimensionen beweglichen Vereinzelungswalze.
[0021] Wird die Vorrichtung zum Zuführen von Aufzeichnungsträgern zu einem Drucker verwendet,
so kann sie an den Drucker angebaut oder in diesen integriert werden, wobei die ortsfeste
Antriebswelle vorzugsweise mit der Schreibwalze des Druckers in Antriebsverbindung
steht, so daß der Antrieb und die Steuerung der Vereinzelung durch die Schreibwalzensteuerung
des Druckers bewirkt werden kann.
[0022] Im folgenden wird die Erfindung anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen
- Figur 1
- einen vertikalen Teil-Längsschnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung in einer
ersten Ausführung,
- Figur 2
- einen Teil-Querschnitt durch diese Vorrichtung,
- Figur 3
- eine Teil-Draufsicht auf diese Vorrichtung und
- Figur 4
- einen vertikalen Teil-Längsschnitt durch die Vorrichtung in einer zweiten Ausführung.
[0023] In dem Ausführungsbeispiel der Figuren 1 - 3 weist die Vorrichtung ein kastenförmiges
Gehäuse in Form einer oben offenen Wanne aus Kunststoff auf, auf deren im wesentlichen
horizontalen Boden 12 der Stapel der Aufzeichnungsträger 14 flachliegend aufgenommen
ist. Quer in das Gehäuse ist eine Schräge 18 eingesetzt, die von dem Boden 12 und
von dem Stapel der Aufzeichnungsträger 14 weg gegen die Querwand des Gehäuses ansteigt.
Die Höhe der Schräge 18 ist zumindest etwas größer als die maximal vorgesehene Höhe
des Stapels der Aufzeichnungsträger 14.
[0024] Der Stapel der Aufzeichnungsträger 14 liegt mit seiner vorderen Querkante an der
Schräge 18 an. Auf dem Stapel liegt eine Vereinzelungswalze 20 auf, die sich parallel
zur Ebene des Stapels und parallel zu der Schrägen 18 quer über die Aufzeichnungsträger
14 erstreckt. Die Vereinzelungswalze 20 besteht aus einem Rohr 22, welches drehbar
auf einer durchgehenden Achse 26 gelagert ist und an seinem Außenumfang reibfähige
Rollen 24 trägt, die mit den Aufzeichnungsträgern 14 kraftschlüssig in Eingriff kommen.
[0025] Die beiden aus dem Rohr 22 herausragenden Enden der Achse 26 der Vereinzelungswalze
20 sind jeweils in einer Kulissenbahn 50 einer Lagereinheit 52 geführt, die die Form
einer vertikalen an der Seitenwand 30 des Gehäuses anliegenden Platte hat. Die Kulissenbahnen
50 verlaufen horizontal und somit parallel zur Ebene des Stapels der Aufzeichnungsträger
14. Unter den Kulissenbahnen 50 und parallel zu diesen verläuft jeweils eine an einem
Flansch der Lagereinheit 52 angeordnete Zahnung 54, mit welcher jeweils ein Zahnritzel
28 kämmt, das drehfest auf dem Ende der Achse 26 sitzt.
[0026] Die Vereinzelungswalze 20 ist über ihre Achse 26 in den Kulissenbahnen 50 geführt
in einer zu der Ebene des Stapels der Aufzeichnungsträger 14 parallelen horizontalen
Ebene beweglich, wobei der Eingriff der Zahnritzel 28 in die Zahnungen 54 eine Zwangsführung
bewirkt, die gewährleistet, daß die Vereinzelungswalze 20 bei dieser Bewegung stets
eine zu der Schrägen 18 parallele Stellung einhält.
[0027] Die Lagereinheit 52 weist eine in den an den Seitenwänden 30 jeweils anliegenden
Platten frei drehbar gelagerte durchgehende Querachse 56 auf, deren Enden in Kulissenbahnen
58 eingreifen, die in den Seitenwänden 30 ausgebildet sind. Auf den Enden der Querachse
56 sitzt jeweils drehfest ein Zahnritzel 60, welches mit einer an der Kulissenbahn
58 angeordneten Zahnung 62 kämmt. Die Kulissenbahnen 58 verlaufen in den Seitenwänden
30 parallel zu der Neigung der Schräge 18. Die Lagereinheit 52 mit der Vereinzelungswalze
20 kann in den Kulissenbahnen 58 vertikal auf- und abbewegt werden, wobei die mit
den Zahnungen 62 kämmenden Zahnritzel 60 eine Zwangsführung bewirken, die gewährleistet,
daß die Vereinzelungswalze 20 stets eine zu der Oberfläche des Stapels der Aufzeichnungsträger
14 parallele Stellung beibehält.
[0028] Eine Rückstellfeder 64 ist mit einem Ende an der Achse 26 der Vereinzelungswalze
20 und mit ihrem anderen Ende an einem gehäusefesten Zapfen festgelegt und zieht die
Vereinzelungswalze 20 gegen das der Schräge 18 am nächsten liegende Ende der Kulissenbahn
50.
[0029] In der in Figur 1 dargestellten Ausgangsposition liegt die Vereinzelungswalze 20
unter ihrem Eigengewicht und dem Eigengewicht der Lagereinheit 52 oben auf dem Stapel
der Aufzeichnungsträger 14 auf, da die Lagereinheit 52 frei bewegbar in der Kulissenbahn
58 geführt ist. Die Rückstellfeder 64 hält die Vereinzelungswalze 20 in der der Schrägen
18 am nächsten liegenden Stellung, in welcher die Vereinzelungswalze 20 an dem obersten
Blatt des Stapels unmittelbar an dessen Vorderkante angreift, mit welcher dieses Blatt
an der Schrägen 18 anliegt.
[0030] Die Vereinzelungswalze 20 wird nun über einen nicht dargestellten Antrieb im Gegenuhrzeigersinn
(in der Darstellung der Figur 1) in Drehung versetzt. Die über die Rollen 24 reibschlüssig
an dem obersten Blatt des Stapels angreifende Vereinzelungswalze 20 versucht nun,
dieses oberste Blatt gegen die Schräge 18 zu schieben. Weist das Blatt nur eine geringe
Steifigkeit auf, so biegt sich seine Vorderkante unter der Vorschubkraft der Vereinzelungswalze
20 an der Schrägen 18 hoch, so daß das oberste Blatt mit seiner Vorderkante von dem
Stapel getrennt wird und durch die Vereinzelungswalze 20 an der Schrägen 18 hochgeschoben
wird, bis seine Vorderkante von einer nicht dargestellten Einrichtung einer Büromaschine,
beispielsweise von der Schreibwalze eines Druckers erfaßt und übernommen wird.
[0031] Weisen die Aufzeichnungsträger 14 eine größere Steifigkeit auf, so läßt sich die
Vorderkante des obersten Blattes des Stapels an der Schrägen 18 nicht abbiegen und
die Vereinzelungswalze 20 ist daher nicht in der Lage, das oberste Blatt von dem Stapel
vorzuschieben. Aufgrund der Drehung der Vereinzelungswalze 20 im Gegenuhrzeigersinn
rollt daher die Vereinzelungswalze 20 mit ihren reibfähigen Rollen 24 auf dem durch
die Schräge 18 festgehaltenen obersten Blatt des Stapels nach links. Dadurch vergrößert
sich der Abstand der Vereinzelungswalze 20 von der Schrägen 18 und damit die freie
Länge des obersten Blattes zwischen der Schrägen 18 und der Berührungslinie der Vereinzelungswalze
20, in welcher sich das Blatt durchbiegen kann. Je nach der Steifigkeit des Aufzeichnungsträgers
14 erreicht die Vereinzelungswalze 20 bei dieser Bewegung nach links (in Figur 1)
früher oder später einen Abstand von der Schrägen 18, der ausreicht, damit sich die
Vorderkante des Blattes an der Schrägen 18 hochbiegen kann. Sobald sich die Vorderkante
an der Schrägen 18 hochbiegt, wird das Blatt durch die Schräge 18 nicht mehr festgehalten
und die Vereinzelungswalze 20 kann das Blatt nun von dem Stapel abziehen und an der
Schrägen 18 hochschieben, so daß es in der oben beschriebenen Weise vereinzelt wird.
Da das Blatt dabei der Vereinzelungswalze 20 keinen wesentlichen Widerstand mehr entgegenstellt,
wandert die Vereinzelungswalze 20 dabei nicht mehr weiter von der Schrägen 18 weg.
Das von der Vereinzelungswalze 20 vom Stapel abgezogene und an der Schrägen 18 hochgeschobene
Blatt wird von der nicht dargestellten Büromaschine erfaßt und weitertransportiert.
Die auf dem Blatt aufliegende Vereinzelungswalze 20 wird dabei von dem Blatt mitgenommen
und wieder in die an die Schräge 18 angrenzende Ausgangsstellung bewegt. Diese Rückstellung
der Vereinzelungswalze 20 wird durch die Rückstellfeder 64 unterstützt. Ein im Antrieb
der Vereinzelungswalze 20 vorgesehener Freilauf ermöglicht dabei das Zurückrollen
der Vereinzelungswalze 20 unter der Wirkung der Rückstellfeder 64, wenn der Antrieb
der Vereinzelungswalze 20 ausgeschaltet ist.
[0032] Nimmt der Stapel der Aufzeichnungsträger 14 mit dem fortlaufenden Abziehen der Blätter
in der Höhe ab, so wandert die Vereinzelungswalze 20 mit der Lagereinheit 52 aufgrund
des Eigengewichtes in den Kulissenbahnen 58 nach unten, wobei die Vereinzelungswalze
20 stets mit dem gleichen durch das Eigengewicht bestimmten Druck auf dem Stapel der
Aufzeichnungsträger 14 aufliegt. Da die Kulissenbahnen 58 parallel zu der Schrägen
18 verlaufen, sind die Abstandsverhältnisse der Vereinzelungswalze 20 von der Schrägen
18 ebenfalls von der Höhe des Stapels der Aufzeichnungsträger 14 unabhängig und gleichbleibend.
Es werden somit sämtliche Blätter des gesamten Stapels vom ersten bis zum letzten
Blatt unter genau den gleichen Bedinungen vereinzelt.
[0033] Zum Einlegen eines neuen Stapels von Aufzeichnungsträgern 14 wird die Lagereinheit
52 mit der Vereinzelungswalze 20 angehoben, damit der Stapel eingelegt und gegen die
Schräge 18 geschoben werden kann. Dabei wird die Vereinzelungswalze 20 durch die Rückstellfeder
64 wieder in die der Schrägen 18 zugewandte Endstellung in der Kulissenbahn 58 gezogen,
so daß die Ausgangsposition der Figur 1 wieder eingenommen wird, wenn die Vereinzelungswalze
20 auf den neu eingelegten Stapel der Aufzeichnungsträger 14 aufgesetzt wird.
[0034] Der in der Zeichnung nicht dargestellte Antrieb der Vorrichtung erfolgt über ein
Zahnradgetriebe. Ein erstes Zahnrad mit gehäusefester Achse wird vorzugsweise von
der Büromaschine angetrieben, welcher die Aufzeichnungsträger zugeführt werden. Insbesondere
kann dieses erste Zahnrad in ein auf der Achse der Schreibwalze eines Druckers sitzendes
Zahnrad eingreifen, so daß der Antrieb der Vorrichtung über die Schreibwalzensteuerung
des Druckers erfolgt. Ein erster Hebel ist um die Achse des ersten Zahnrads schwenkbar
gelagert. An dem freien Ende des ersten Hebels ist ein Lagerhebel angelenkt, dessen
anderes Ende drehbar die Achse der Vereinzelungswalze 20 aufnimmt. Das erste Zahnrad
greift in ein Zwischenzahnrad ein, das im Gelenkpunkt der beiden Hebel gelagert ist.
Dieses Zwischenzahnrad treibt über auf dem Lagerhebel gelagerte Zahnräder ein Zahnrad
48 an, welches auf der Vereinzelungswalze 20 sitzt. Durch die Anordnung des Zahnradgetriebes
auf den gelenkig miteinander verbundenen Hebeln kann das Zahnradgetriebe der Bewegung
der Vereinzelungswalze 20 folgen. Der erste Hebel ist im wesentlichen vertikal angeordnet,
während der Lagerhebel im wesentlichen horizontal verläuft. Dadurch ist einerseits
ein großer Bewegungsspielraum für die Vereinzelungswalze 20 möglich und andererseits
greift insbesondere das letzte Zahnrad des Zahnradgetriebes in einer waagerechten
Ebene an dem Zahnrad 48 der Vereinzelungswalze 20 an, so daß der Eingriffsdruck dieses
letzten Zahnrades den durch das Eigengewicht bestimmten Anpreßdruck der Vereinzelungswalze
20 weder verstärkt noch abschwächt.
[0035] In Figur 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
[0036] In diesem Ausführungsbeispiel liegt der Stapel der Aufzeichnungsträger 14 auf einem
gehäusefesten Boden 12 auf, der unter einem Winkel von etwa 45° gegen die Horizontale
geneigt ist. Die Schräge 18 ist vor dem unteren vorderen Rand des Bodens 12 in einem
Abstand angeordnet, so daß zwischen der vorderen Kante des Bodens 12 und der unteren
Kante der Schrägen 18 ein Eingriffespalt 66 offen bleibt. Die Schräge 18 ist gegenüber
der Senkrechten zu dem Boden 12 nach unten wegweisend geneigt.
[0037] In dem Eingriffsspalt 66 ist die Vereinzelungswalze 20 angeordnet und liegt von unten
an dem ersten untersten Blatt des Stapels der Aufzeichnungsträger 14 an. Die Vereinzelungswalze
20 ist mit ihrer Achse 26 drehbar in den freien Enden von beiderseits angeordneten
Lagerhebeln 68 gelagert. Die Lagerhebel 68 sind schwenkbar um eine gehäusefeste Antriebswelle
70 gelagert, wobei eine Querachse die beiden Lagerhebel 68 drehsteif miteinander verbindet,
so daß die Lagerhebel 68 nur exakt parallel zueinander verschwenkt werden können.
[0038] Die Lagerhebel 68 sind im wesentlichen senkrecht zu dem Boden 12 und damit zu dem
Stapel der Aufzeichnungsträger 14 angeordnet, wobei die Länge der Lagerhebel 68 und
damit der Radius der Schwenkbewegung der Vereinzelungswalze 20 groß gegen den Schwenkweg
der Vereinzelungswalze 20 in dem Eingriffsspalt 66 ist. Der Bewegungsweg der Vereinzelungswalze
20 ist dadurch nahezu eben und parallel zu dem Stapel. Die verbleibende geringfügige
kreisbogenförmige Krümmung des Bewegungsweges der Vereinzelungswalze 20 ist ohne Bedeutung,
da der Stapel der Aufzeichnungsträger 14 im Bereich des Eingriffsspaltes 66 nicht
durch den Boden 12 abgestützt ist und daher auf der Vereinzelungswalze 20 aufliegt
und dadurch die geringfügigen Abweichungen von einer ebenen Bewegungsbahn kompensiert.
[0039] Der Stapel der Aufzeichnungsträger 14 liegt mit seinem vorderen Rand unter seinem
Eigengewicht auf der Vereinzelungswalze 20 auf. Um einen gleichmäßigen Anpreßdruck
des jeweils untersten Blattes gegen die Vereinzelungswalze 20 auch bei abnehmender
Stapelhöhe zu gewährleisten, liegt auf dem Stapel der Aufzeichnungsträger 14 eine
Andruckplatte 72 auf, die entweder frei aufgelegt wird oder in ihrem hinteren Bereich
schwenkbar in den Seitenwänden 30 des Gehäuses gelagert ist. Die Andruckplatte 72
bestimmt im wesentlichen den Anpreßdruck des Stapels gegen die Vereinzelungswalze
20, so daß dieser Anpreßdruck von der Stapelhöhe weitgehend unabhängig ist und auch
bis zu dem letzten Blatt des Stapels aufrechterhalten wird.
[0040] Der Antrieb der Vereinzelungswalze 20 erfolgt durch ein Zahnrad 74, welches koaxial
zu der Antriebswelle 70 gelagert ist und in das auf der Vereinzelungswalze 20 sitzende
Zahnrad 48 eingreift. Der Antrieb des Zahnrads 74 erfolgt durch die nicht dargestellte
Büromaschine, der die Aufzeichnungsträger 14 zugeführt werden.
[0041] In der in Figur 4 dargestellten Ausgangsposition liegt die Vereinzelungswalze 20
an der Schrägen 18 an, so daß sie mit dem ersten untersten Blatt des Stapels der Aufzeichnungsträger
14 unmittelbar an dessen vorderer Kante in Berührung kommt, die an der Schrägen 18
anliegt. Wird die Vereinzelungswalze 20 angetrieben (in Figur 4 im Gegenuhrzeigersinn),
so schiebt sie das unterste Blatt des Stapels gegen die Schräge 18. Weisen die Aufzeichnungsträger
nur eine geringe Steifigkeit auf, so kann sich die vorderer Kante des untersten Blattes
unter der Vorschubkraft der Vereinzelungswalze 20 an der Schrägen 18 abbiegen, so
daß sie von dem Stapel abgehoben wird und an der Schrägen 18 nach unten geschoben
wird. Das Blatt kann somit vereinzelt von dem Stapel abgezogen und der Büromaschine
zugeführt werden.
[0042] Weisen die Aufzeichnungsträger 14 eine größere Steifigkeit auf, so läßt sich der
vordere Rand des untersten Blattes nicht an der Schrägen 18 abbiegen und diese Schräge
18 hält das Blatt fest. Aufgrund des Antriebs der Vereinzelungswalze und aufgrund
ihres Reibschlusses mit dem untersten Blatt des Stapels rollt sich die Vereinzelungswalze
20 daher auf dem untersten Blatt von der Schrägen 18 weg. Dadurch vergrößert sich
der Abstand der Vereinzelungswalze von der Schrägen 18 so lange, bis die freie Länge
des Blattes zwischen der Schrägen 18 und der Vereinzelungswalze 20 ausreicht, damit
sich das Blatt trotz seiner Steifigkeit an der Schrägen 18 abbiegen und in der oben
beschriebenen Weise vereinzelt werden kann.
[0043] Wird der vereinzelte Aufzeichnungsträger 14 von der Büromaschine erfaßt und weitertransportiert,
so fällt die Vereinzelungswalze 20 aufgrund ihres Eigengewichtes wieder in die in
Figur 4 gezeigte Ausgangsposition zurück, in welcher sie an der Schrägen 18 anliegt.
Ein Freilauf der Vereinzelungswalze 20 bewirkt dabei eine Entkopplung des Antriebs.
Sobald die Vereinzelungswalze 20 nun wieder angetrieben wird, läuft sie selbsttätig
wieder in die der jeweiligen Steifigkeit der Aufzeichnungsträger 14 entsprechende
Position.
1. Verfahren zum Vereinzeln von blattförmigen Aufzeichnungsträgern von einem Stapel,
wobei das jeweils erste Blatt des Stapels von einer angetriebenen Vereinzelungswalze
kraftschlüssig erfaßt, gegen eine Schräge geschoben und an dieser von dem Stapel abgehoben
wird, dadurch gekennzeichnet, daß sich die angetriebene Vereinzelungswalze in Abhängigkeit
von der Steifigkeit des Aufzeichnungsträgers auf dem Stapel so weit von der Schrägen
wegbewegt, bis der Widerstand des ersten Blattes gegen ein Abbiegen seiner vorlaufenden
Kante an der Schrägen kleiner wird als die von der Vereinzelungswalze auf dieses erste
Blatt ausgeübte Vorschubkraft.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vereinzelungswalze, während
sie angetrieben wird, durch ihren Kraftschluß mit dem ersten Blatt des Stapels selbsttätig
von der Schrägen wegrollt, solange die Vorderkante dieses Blattes durch die Schräge
abgestützt wird.
3. Vorrichtung zum Vereinzeln von blattförmigen Aufzeichnungsträgern von einem Stapel,
mit einer kraftschlüssig an dem ersten Blatt des Stapels angreifenden, antreibbaren
Vereinzelungswalze und mit einer Schrägen, gegen die die Vorderkante des durch die
Vereinzelungswalze erfaßten ersten Blattes geschoben wird, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vereinzelungswalze (20) in einer zur Ebene des Stapels der Aufzeichnungsträger
(14) parallelen Ebene frei beweglich gelagert ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vereinzelungswalze (20)
in einer zu der Schrägen (18) parallelen Stellung zwangsgeführt bewegbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vereinzelungswalze (20)
mit ihren beiden Enden in Schwinghebeln (68) gelagert ist, daß die Schwinghebel (68)
im wesentlichen senkrecht zur Ebene des Stapels der Aufzeichnungsträger (14) angeordnet
sind und daß der Radius der Schwingbewegung der Vereinzelungswalze (20) wesentlich
größer ist als deren Bewegungsweg.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die die beiden Enden
der Vereinzelungswalze (20) lagernden Schwinghebel (68) drehsteif miteinander verbunden
sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Enden der Vereinzelungswalze
(20) in zur Ebene des Stapels der Aufzeichnungsträger (14) parallelen Kulissenbahnen
(50) geführt sind.
8. Vorrichtung nach den Ansrüchen 4 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Vereinzelungswalze
(20) drehbar auf einer durchgehenden Achse (26) gelagert ist, die in den Kulissenbahnen
(50) geführt ist, und daß an den beiden Enden der Achse (26) drehfest Zahnritzel (28)
angeordnet sind, die jeweils mit einer Zahnung (54) der Kulissenbahn (50) kämmen.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Stapel
der Aufzeichnungsträger (14) auf einem feststehenden Boden (12) liegend aufgenommen
ist, daß die Schräge (18) sich von dem Boden (12) zumindest bis über die maximale
Höhe des Stapels erstreckt und daß die Vereinzelungswalze (20) von oben auf dem Stapel
aufliegt und in einer Lagereinheit (52) gelagert ist, die unter einem Winkel zur Ebene
des Stapels, vorzugsweise vertikal beweglich gelagert ist, so daß die Vereinzelungswalze
(20) der abnehmenden Höhe des Stapels folgen kann.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Vereinzelungswalze (20)
im wesentlichen nur unter ihrem Eigengewicht und dem Gewicht der Lagereinheit (52)
auf dem Stapel der Aufzeichnungsträger (14) aufliegt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagereinheit
(52) beiderseits in im wesentlichen vertikalen Kulissenbahnen (58) geführt ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagereinheit (52) beiderseits
mit drehfest auf einer Querachse (56) angeordneten Zahnritzeln (60) in Zahnungen (62)
der Kulissenbahnen (58) eingreift.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Stapel
der Aufzeichnungsträger (14) von einem Boden (12) gestützt an der Schrägen (18) anliegt,
daß zwischen der Schrägen (18) und der vorderen Kante des Bodens (12) ein Eingriffsspalt
(66) offen ist und daß die Vereinzelungswalze (20) durch den offenen Eingriffsspalt
(66) von unten an dem Stapel angreift.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (12) feststehend
ausgebildet ist und daß auf dem Stapel der Aufzeichnungsträger (14) eine Andruckplatte
(22) aufliegt.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß an der
Vereinzelungswalze (20) eine Federkraft (Rückstellfeder 64) angreift, die die Vereinzelungswalze
(20) in ihre der Schrägen (18) am nächsten liegende Stellung rückstellt.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Stapel
der Aufzeichnungsträger (14) unter einem Winkel zur Waagrechten angeordnet ist, und
daß die Vereinzelungswalze (20) durch ihr Eigengewicht in ihre der Schrägen (18) am
nächsten liegende Stellung rückgestellt wird.
17. Vorrichtung nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Vereinzelungswalze
(20) über einen Freilauf angetrieben ist, der ein freies Zurückrollen der Vereinzelungswalze
(20) auf dem Stapel der Aufzeichnungsträger (14) in die der Schrägen (18) am nächsten
liegende Stellung zuläßt.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Vereinzelungswalze
(20) über ein Zahnradgetriebe angetrieben wird, dessen erstes Zahnrad gehäusefest
in der Vorrichtung gelagert ist und dessen letztes Zahnrad mit einem auf der Vereinzelungswalze
(20) sitzenden Zahnrad (48) kämmt und auf einem schwenkbaren Lagerhebel gelagert ist,
der die Achse (26) der Vereinzelungswalze (20) drehbar aufnimmt.
19. Vorrichtung nach den Ansprüchen 5 oder 6 und Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet,
daß der Lagerhebel (68) einer der Schwinghebel ist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Zahnradgetriebe auf
wenigstens zwei gelenkig miteinander verbundenen Hebeln gelagert ist und in jedem
Gelenkpunkt dieser Hebel jeweils ein Zahnrad des Zahnradgetriebes angeordnet ist,
wobei der letzte Hebel der Lagerhebel ist.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß zum Zuführen
der blattförmigen Aufzeichnungsträger (14) zu einem Drucker das erste Zahnrad des
Zahnradgetriebes mit der Schreibwalze des Druckers in Antriebsverbindung steht.