[0001] Die Erfindung betrifft einen Deckel für eine Spinnbox einer Rotorspinnmaschine gemäß
dem Oberbegriff des Anspruches 1 sowie eine Montageplatte für die Befestigung eines
Deckels gemäß dem Oberbegriff der Ansprüche 11 und 16.
[0002] Ein gattungsgemäßer Deckel gemäß Anspruch 1 ist durch die Rotorspinnmaschine RU 14
der Firma Schubert und Salzer, Maschinenfabrik Aktiengesellschaft, Ingolstadt, Bundesrepublik
Deutschland bekannt. Solche Deckel, die im Sprachgebrauch des Fachmanns kurz Rotordeckel
genannt werden, bilden einen Teil der Wand der Spinnbox, in der der Spinnrotor umläuft.
Da in der Spinnbox während der Fadenbildung ein Unterdruck herrschen muß, ist diese
geschlossen und wird meist aktiv besaugt. Für Wartungsarbeiten am Rotor, z.B. für
die mechanische Reinigung des Rotors und teilweise auch bei pneumatischer Rotorreinigung
muß die Spinnbox geöffnet werden. Dies ist selbstverständlich auch dann der Fall,
wenn der Rotor ausgetauscht werden soll. Das Öffnen der Spinnbox geschieht dadurch,
daß der Deckel, der die der offenen Seite des Spinnrotors gegenüberliegende Wand der
Rotorbox (= Spinnbox) bildet, weggeklappt wird.
[0003] Zu diesem Zweck ist der Deckel beispielsweise an einer Montageplatte befestigt, die
ihrerseits einen Teil des Verdecks der Rotorbox bildet und gegenüber dem Rotor schwenkbar,
beispielsweise am Maschinenrahmen, befestigt ist. Eine solche Rotorbox ist beispielsweise
in der DE-OS 28 11 960 gezeigt. Dort ist unter anderem in Figur 2 ein mit dem Bezugszeichen
36 versehener Deckel dargestellt. Der Einfachheit halber wurde in dieser Zeichnung
die Montageplatte weggelassen. Im Stand der Technik ist diese auf der dem Spinnrotor
abgewandten Seite des Deckels angeordnet und ihrerseits am Verdeck, dies entspricht
der Abdeckung 32 in den Figuren der DE-OS 28 11 960, befestigt. Wie aus den Figuren
der DE-OS 28 11 960 erkennbar, dient der Deckel nicht nur zur Abdeckung der Rotorbox,
sondern enthält darüberhinaus einen Kanal zum Zuführen der Fasern in den Rotor, Bohrungen
für die Zufuhr von Reinigungsluft in den Rotor sowie eine Bohrung zum Abzug des im
Rotor produzierten Fadens aus der Rotorbox.
[0004] Wie aus der schematischen Darstellung in der DE-OS nicht erkennbar, besitzt der Deckel
auf seiner Rückseite, welche dem Rotor abgewandt ist, eine mit einem Gewinde versehene
Bohrung für den Anschluß der Druckluft für die Rotorreinigung sowie einer Bohrung,
in die von der Rückseite her ein Fadenabzugsrohr eingesetzt ist. Dieses wird durch
eine quer zur Bohrung laufende Madenschraube mit dem Deckel verbunden.
[0005] Der Rotordeckel besteht aus einem Aluminium-Druckgußteil, das nach dem Gießen nachbearbeitet
werden muß. Insbesondere sind auch die Gewinde für den Druckluftanschluß und für die
Befestigung des Fadenabzugrohres anzubringen, was einen zusätzlichen Bearbeitungsaufwand
verursacht. Der Rotordeckel bildet an der Rotorspinnmaschine ein Bauteil, das vom
Betreiber der Maschine mitunter ausgewechselt werden muß. Insbesondere beim Umstellen
der Maschine auf ein anderes Garn, das mit einem im Durchmesser verschiedenen Rotor
hergestellt wird, muß auch der Rotordeckel ausgetauscht werden. Der Nachteil des bekannten
Deckels ist seine schlechte Montier- bzw. Demontierbarkeit. Durch den Anschluß der
Druckluftleitung mittels eines Gewindes muß zum Auswechseln des Deckels erst die Druckluftleitung
entfernt und am neu zu montierenden Deckel wieder angeschlossen werden, wozu der Einsatz
von Werkzeugen erforderlich ist. Gleichzeitig mit dem Ausbau des Rotordeckels wird
auch das Fadenabzugsrohr, da es ja fest mit dem Deckel verbunden ist, aus der Maschine
ausgebaut. Demzufolge muß es vom demontierten Deckel entfernt und am neu einzubauenden
Deckel wieder fixiert werden. Umgekehrt ist ein Auswechseln des Fadenabzugrohres,
das ein Verschleißteil an der Rotorspinnmaschine darstellt, ohne das Demontieren des
Deckels nicht möglich.
[0006] Die bekannte Montageplatte, an der der Deckel befestigt ist, besitzt eine Anschlagfläche,
an der sich der Rotordeckel abstützt, sowie Gewindebohrungen zum Festschrauben des
Rotordeckels. Im Bereich des Luftanschlusses und des Fadenabzugsrohres des Deckels
hat die Montageplatte eine Aussparung, so daß nach Lösen der Befestigungsschraube
des Deckels dieser zusammen mit dem Luftanschluß und dem Fadenabzugsrohr von der Montageplatte
entfernt wird. Luftanschluß und Fadenabzugsrohr bleiben dabei mit dem Deckel fest
verbunden und müssen anschließend vom Deckel abgebaut werden. Dies ist aufgrund der
beengten Platzverhältnisse umständlich und zeitraubend. Dementsprechend gestaltet
sich auch die Neumontage eines Deckels schwierig.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es einen Deckel für die Spinnbox einer Rotorspinnmaschine
so auszubilden, daß dieser kostengünstiger und mit geringerem Festigungsaufwand hergestellt
werden kann sowie leichter austauschbar ist. Eine weitere Aufgabe ist es, eine Montageplatte
für einen Deckel so auszubilden, daß der Rotordeckel bei der Demontage von der Montageplatte
gleichzeitig auch von Luftanschluß oder Fadenabzugsrohr oder beiden getrennt wird.
[0008] Erfindungsgemäß wird die Aufgabenstellung durch die Merkmale des Anspruches 1 sowie
die Merkmale der Ansprüche 11 und 16 gelöst.
[0009] Durch die Ausbildung des Ansatzes für den Anschluß von Druckluft mit einer Dichtfläche
wird zum einen erreicht, daß die Bearbeitung des Rotordeckels wesentlich vereinfacht
wird. Das Anbringen eines Gewindes ist nicht mehr erforderlich. Durch die Ausbildung
einer Dichtfläche ist es vielmehr möglich, daß nun der Deckel mit einem Anschlußstück
der Druckluftleitung für die Rotorreinigung verbindbar ist, ohne daß dazu am Deckel
weitere Maßnahmen erforderlich sind. Der Anschluß der Druckluftleitung kann über ein
Anschlußstück erfolgen, das mit einer Dichtung auf der Dichtfläche des Ansatzes dichtend
aufliegt. Durch die Ausbildung eines Zentrieransatzes auf der Rückseite des Deckels,
der eine Zentrierbohrung besitzt, ist es möglich, auf einfache Weise den Deckel beim
Montieren an der Montageplatte zentriert zu justieren. Durch die Ausbildung der Zentrierung
als Bohrung ist eine Bearbeitung des Zentrieransatzes besonders einfach, da diese
Stelle des Deckels sowieso mit einer Bohrung versehen sein muß, die dem Fadenabzug
aus dem Spinnrotor dient. Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Zentrieransatz und
der Ansatz für den Anschluß von Druckluft eine gemeinsame Planfläche besitzen, die
dadurch in einem Arbeitsgang bearbeitbar ist. Durch die Ausbildung der Zentrierbohrung
in Form einer abgesetzten Bohrung ist es möglich, über den größeren Durchmesser der
Bohrung den Deckel zu zentrieren während gleichzeitig über den kleineren Durchmesser
das Fadenabzugsrohr im Rotordeckel positioniert werden kann. In besonders günstiger
Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, daß der Abstand zwischen der Dichtfläche
und der durch die Anschläge, mit denen der Deckel an der Montageplatte anliegt, gebildeten
Ebene so groß ausgebildet ist, daß zwischen Deckel und Montageplatte ein Anschlußstück
für die Druckluftleitung angeordnet werden kann. Dadurch ist es möglich, auf einfache
Weise den Deckel gegenüber der Druckluftleitung abzudichten, da das Anschlußstück
auf einfache Weise mit einer Dichtung versehen werden kann. Es ist also möglich, die
Dichtfläche des Deckels ohne Dichtung auszubilden. Es bietet sich nämlich aus Kostengründen
an, die Dichtung in das Anschlußstück für die Druckluftleitung zu integrieren, da
dadurch diese nur einmal pro Spinnstelle benötigt wird. Ein weiterer Vorteil ergibt
sich dadurch, daß durch den zwischen Deckel und Anschlußplatte gebildeten Raum genügend
Platz vorhanden ist die Druckluftleitung an der Montageplatte zu befestigen. Besonders
günstig ist es dabei den Abstand so auszubilden, daß er zwischen 3 mm und 7 mm beträgt.
Dadurch ist sichergestellt, daß das Anschlußstück für die Druckluftversorgung stabil
genug ausgebildet werden kann. Im übrigen ist dadurch gewährleistet, daß die Dichtung
genügend verformbar ist, um eine sichere Abdichtung zu gewährleisten. Besonders vorteilhaft
ist es, wenn die Anschläge an der Rückseite des Deckels zylinderförmig ausgebildet
sind. Dadurch sind sie gußtechnisch einfach herstellbar und bieten eine genügend große
Auflagefläche des Deckels auf der dazugehörigen Montageplatte. Besonders günstig ist
es wenn die zylinderförmigen Anschläge mit Bohrungen versehen sind, durch die Schrauben
geführt werden können zum Befestigen des Deckels an der Montageplatte. In weiterer
günstiger Ausgestaltung sind die Anschläge als Stege ausgebildet. Diese können beispielsweise
Teil des Randes des Deckels sein und bieten die Gewähr, daß der Deckel auf seiner
Anlagefläche nicht kippt. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen
Deckels sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0010] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Montageplatte zur Aufnahme eines Deckels
für eine Spinnbox wird erreicht, daß die Anschlußleitung für die Druckluftversorgung
des Deckels beim Entfernen des Deckels in der Montageplatte verbleibt. Ein zusätzliches
demontieren des Luftanschlusses am Deckel entfällt. Dadurch ist es möglich ohne großen
Aufwand den Deckel von der Montageplatte zu entfernen und durch einen neuen auszutauschen.
Dadurch daß das Anschlußstück mit einer Dichtung versehen ist, kann der Deckel mit
einer einfach zu bearbeitenden Fläche mit dem Anschlußstück dichtend zusammenarbeiten.
Ein integrieren einer Dichtung in den Deckel, was mit großem Aufwand verbunden wäre,
entfällt. Dadurch daß das Anschlußstück in der Montageplatte befestigt ist, wird erreicht,
daß es beim Ausbau des Deckels seine Position nicht verändert. Weil die Montageplatte
mit einer Zentrierbüchse versehen ist, kann ein zu montierender Rotordeckel einfach
positioniert werden. Beim Austausch eines Deckels muß dieser nicht mehr neu gegenüber
der Rotorbox und dem Rotor positioniert werden. Besonders günstig ist es wenn die
Zentrierbüchse eine Bohrung besitzt, in die das Fadenabzugsrohr eingesetzt ist. Dadurch
wird ein besonders einfacher Aufbau des Rotordeckels möglich.
[0011] Eine Befestigung des Fadenabzugsrohres am Rotordeckel ist nicht mehr erforderlich,
wenn gemäß einer weiteren erfinderischen Ausgestaltung die Montageplatte mit einer
Aufnahme für das Fadenabzugsrohr versehen ist. Das Fadenabzugsrohr ist an der Montageplatte
selbst befestigt, ein Austausch des Rotordeckels kann also erfolgen ohne das Fadenabzugsrohr
auszubauen. Ebenso ist dies umgekehrt möglich. Die Aufnahme sorgt auf jeden Fall dafür,
daß das Fadenabzugsrohr von der Montageplatte gehalten wird. Die Positionierung im
Deckel kann auch durch Führungen des Deckels erfolgen. Dadurch, daß die Aufnahme so
ausgebildet ist, daß das Fadenabzugsrohr von der dem Deckel abgewandten Seite eingesetzt
wird, kann das Fadenabzugsrohr ausgetauscht werden, ohne daß dazu der Deckel entfernt
werden muß. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
beschrieben.
[0012] Im folgenden wird die Erfindung anhand von figürlichen Darstellungen beschrieben.
[0013] Es zeigen
- Figur 1
- einen Rotordeckel in der Vorderansicht,
- Figur 2
- einen Rotordeckel in der Rückansicht,
- Figur 3
- einen Rotordeckel im Schnitt,
- Figur 4
- einen erfindungsgemäßen Rotordeckel an einer erfindungsgemäß ausgebildeten Montageplatte
montiert, teilweise, im Schnitt,
- Figur 5
- eine Montageplatte,
- Figur 6
- einen Schnitt A-A durch die Montageplatte von Figur 5.
[0014] In Figur 1 ist der Rotordeckel 1 in der Vorderansicht gezeigt. Dieses ist die Seite,
die bei geschlossener Rotorbox dem offenen Ende des Spinnrotors gegenüberliegt. Im
Zentrum des Deckels 1 ist der Faserspeiseansatz 11, an der Seite des Deckels 1 der
Anfang des Faserspeisekanals 12 erkennbar. Über einen solchen Faserspeisekanal wird
in bekannter Weise bei Rotorspinnmaschinen ein Faserluftgemisch in den Rotor eingeblasen.
Der Deckel 1 besitzt zwei Bohrungen 13 durch die mittels Schrauben der Deckel 1 in
üblicher Weise an einer Montageplatte befestigt wird. Mit seiner Vorderseite 14 schließt
der Deckel 1 die Spinnbox nach außen ab. Der Deckel 1 ist als Aluminium-Druckgußteil
ausgebildet und auf seiner Vorderseite 14 poliert.
[0015] Figur 2 zeigt den Deckel von Figur 1 in der Rückansicht. Der Deckel 1 ist im wesentlichen
flach ausgebildet, so daß der angegossene Faserspeisekanal 12 aus der Oberfläche des
Deckels 1 heraustritt. An der Rückseite 15 besitzt der Deckel 1 eine Ansatz 10 für
den Anschluß von Druckluft, die in bekannter Weise zur Reinigung des Rotors eingesetzt
wird. Dazu sind im Inneren des Deckels vom Ansatz 10 ausgehend eine oder mehrere Bohrungen
angeordnet, die seitlich aus dem Faserspeiseansatz austreten und in Richtung auf die
Wand des Rotors münden. Im Zentrum des Deckels 1 ist eine Bohrung 16 erkennbar, durch
die über den Faserspeiseansatz 11 der im Rotor gebildete Faden aus der Spinnbox abgezogen
wird. Dazu ist der Deckel mit einer Fadenabzugsdüse (nicht gezeigt) am Faserspeiseansatz
11 ausgestattet. Auf der Rückseite 15 des Deckels 1 umgibt die Bohrung 16 ein Fadenabzugsrohr
20 wie es in Figur 4 dargestellt ist.
[0016] Die Rückseite des Deckels 1 besitzt mehrere Anschläge 110 mit denen sich der Deckel
an der Montageplatte abstützt. Die Anschläge 110 bilden eine Ebene, mit der sie auf
der Ebene der Montageplatte 30, wie in Figur 4 gezeigt, aufliegen. Auf der Rückseite
15 des Deckels sind weiterhin noch der Rand 120 sowie Verstärkungsrippen 130 erkennbar.
Die Bohrung 16 für das Abführen des Fadens aus dem Rotor erfährt in Richtung zur Rückseite
15 des Deckels eine Erweiterung, die die Zentrierbohrung 17 für die Zentrierung des
Deckels 1 an der Montageplatte 30 bildet. Die Zentrierbohrung 17 ist in einem Zentrieransatz
170 eingesenkt, der an der Rückseite 15 des Deckels 1 angegossen ist.
[0017] Der Ansatz 10 für den Anschluß der Druckluft für die Rotorreinigung besitzteine plane
Dichtfläche 101 mit der er, wie in Figur 4 gezeigt, mit einem Anschlußstück 102 dichtend
zusammenarbeitet. Der Rand 120, die Rippen 130 und die dem Betrachter von Figur 2
zugewandte Fläche des Zentrieransatzes 170 sowie die Dichtfläche 101 bilden alle eine
Ebene. Dies ist für die Bearbeitung des Deckels besonders vorteilhaft, da alle diese
Teile in einem Arbeitsgang, falls erforderlich, überarbeitet werden können. Die Anschläge
110 bilden zusammen ebenfalls eine Ebene, die von der Vorderseite des Deckels 1 weiter
entfernt liegt als die Ebene, die durch den Ansatz 10 für den Anschluß von Druckluft
charakterisiert ist.
[0018] Figur 3 zeigt einen Deckel 1 im Schnitt. Auf der Vorderseite 14 ist der Faserspeiseansatz
11 angeordnet. Der Faserspeiseansatz 11 besitzt eine Bohrung 16 für den Abzug des
Fadens aus dem Spinnrotor. Der am Deckel 1 angegossene Faserspeisekanal 12, wie in
Figur 2 gezeigt, ist der Übersichtlichkeithalber weggelassen. Der Faserspeiseansatz
11 geht auf der Rückseite 15 des Deckels 1 in den Zentrieransatz 170 über. Ebenfalls
auf der Rückseite angeordnet ist der Ansatz 10 für den Anschluß von Druckluft. Ansatz
10 und Zentrieransatz 170 sowie der Rand 120 liegen in einer Ebene, wodurch deren
Bearbeitung in einem Arbeitsschritt erfolgen kann. Für die Anlage des Deckels an der
Montageplatte besitzt dieser Anschläge 110, die als zylindrische Angußstücke an der
Rückseite 15 des Deckels 1 angeordnet sind. Diese besitzen eine Bohrung 13 die abgesetzt
ausgebildet ist, so daß mittels Innensechskantschrauben der Deckel 1 auf der Montageplatte
festgeschraubt werden kann. Die Anschläge 110 bilden eine Ebene 111, mit der sie an
der Montageplatte anliegen. Die Ebene 111 ist parallel zur Ebene, die durch die Dichtfläche
101 des Ansatzes 10 für den Anschluß von Druckluft gebildet wird. Beide Ebenen besitzen
einen Abstand zueinander, so daß, wie in Figur 4 näher dargestellt, ein Anschlußstück
102 zwischen Montageplatte und der Rückseite des Deckels am Ansatz 10 Platz findet.
Der Zentrieransatz 170 besitzt eine Zentrierbohrung 17, mit der der Deckel 1 mit einer
Zentrierbüchse 31, vergleiche Figur 6, zentriert an der Montageplatte befestigt werden
kann. Die Zentrierbohrung 17 geht in eine im Durchmesser geringere Bohrung 21 über,
die das Fadenabzugsrohr 20, vergleiche Figur 4, aufnimmt. Die Anschläge 110 am Rand
120, wie in Figur 2 gezeigt, sind in Figur 3 der Einfachheit halber weggelassen. Es
ist aber auch möglich, daß der Deckel 1 nur mit den Anschlägen 110, die zylinderförmig
ausgebildet sind, ausgestattet ist. Die Anschläge 110 müssen mit dem Deckel 1 nicht
unbedingt einteilig ausgebildet sein. Es ist genau so möglich, die Anschläge 110 beispielsweise
durch Beilagscheiben zwischen Deckel und Montageplatte zu bilden. Wesentlich für die
Erfindung ist es, daß im montierten Zustand an der Montageplatte der Deckel 110 zwischen
der Ebene 111, die dann durch die Beilagscheibe gebildet wird und der Ebene, die durch
die Fläche 111 gebildet wird, einen Abstand besitzt. Auf eine Schraffur der im Schnitt
dargestellten Platte 1 wurde bei Figur 3 der Übersichtlichkeithalber verzichtet.
[0019] Figur 5 zeigt eine erfindungsgemäß ausgebildete Montageplatte 30. Sie besitzt 2 Bohrungen
32 mit deren Hilfe der Deckel an der Montageplatte 30 festgeschraubt wird. Zwischen
den Bohrungen 32 ist die Zentrierbüchse 31 angeordnet. Daneben ist das Anschlußstück
102 positioniert. Die Montageplatte 30 ist ihrerseits mit Hilfe von Bohrungen am Verdeck
der Rotorbox befestigt. Der Halter 38 dient, wie in Figur 4 gezeigt, der Fixierung
des Fadenabzugsrohres.
[0020] Figur 6 zeigt einen Schnitt A-A durch den Deckel 30 von Figur 5. Die Zentrierbüchse
31 ist in eine Bohrung der Montageplatte 30 beispielsweise eingeschweißt oder eingeschrumpft.
Das Anschlußstück 102 sitzt ebenfalls in einer Bohrung der Montageplatte 30 und ist
so ausgebildet, daß es in dieser zumindest gegen Herausfallen bei Demontage des Deckels
1 fixiert ist. Mit der Dichtung 33 liegt sie an der Dichtfläche 101 des Ansatzes 10
des Deckels 1 im montiereten Zustand an. Dabei wird die Dichtung 33 verformt, so daß
ein sicheres Abdichten erfolgt. Auf der der Montageseite 34 der Montageplatte abgewandten
Seite ist das Anschlußstück 102 mit einer Druckluftleitung (nicht gezeigt) verbunden.
Die Zentrierbüchse 31 besitzt eine Bohrung 35 durch die, wie in Figur 4 gezeigt, ein
Fadenabzugsrohr 20 von der der Montageseite 34 abgewandten Seite der Montageplatte
30 eingesteckt ist, das seinerseits bis in die Bohrung 21 des Deckels 1, vergleiche
Figur 3 und Figur 4 hineinreicht.
[0021] Figur 4 zeigt eine teilweise dargestellte Montageplatte 30 an der ein teilweise dargestellter
Deckel 1 anliegt. Im Faserspeiseansatz 11 und im Ansatz 10 ist der Kanal 4 für den
Durchtritt der Druckluft für die Rotorreinigung durch den Deckel 1 gezeigt. Der Kanal
4 mündet in einer Düse 41. Der Deckel 1 liegt mit einem Anschlag 110 an der Montageplatte
30 an. Zwischen der Dichtfläche 101 des Ansatzes 10 und der Montageseite 34 der Montageplatte
30 ist das Anschlußstück 102 angeordnet. Dieses reicht durch die Montageplatte 30
hindurch auf deren Rückseite, auf der am Anschlußstück 102 eine Druckluftleitung 42
angeschlossen ist.
[0022] Durch die Zentrierbüchse 31 und deren Bohrung 35 ist von der Rückseite 36 der Montageplatte
30 das Fadenabzugsrohr 20 hindurchgesteckt, das bis in die Bohrung 21 des Deckels
1 hineinreicht. Das Fadenabzugsrohr 20 wird dabei von einer elastischen Halterung
38 in Richtung auf den Rotordeckel gedrückt (vergleiche Figuren 4 und 5). Die Halterung
38 ist beispielsweise in Form einer Blattfeder ausgebildet, die an der Montageplatte
30 schwenkbar angeschraubt ist. Sie stützt sich an einem Bund 22 des Fadenabzugsrohres
20 ab und drückt dieses in Richtung des Deckels 1 bis zu einem Anschlag 23 des Rotordeckels
1 (siehe auch Figur 3). Der Übergang zwischen der Bohrung 21 und der Bohrung 16 des
Deckels 1 bildet den Anschlag 23 für das Fadenabzugsrohr 20. Falls eine in Figur 4
nicht dargestellte Fadenabzugsdüse derart ausgebildet ist, daß sie über die Bohrung
16 bis hinaus in die Bohrung 21 reicht, dann bildet diese den Anschlag für das Fadenabzugsrohr
20. In Figur 4 ist das Fadenabzugsrohr 20 nicht bis zu seinem Anschlag 23 eingeführt
dargestellt. Wie aus Figur 4 deutlich wird, kann der Deckel 1 von der Montageplatte
30 abgelöst werden, ohne daß dabei weder das Fadenabzugsrohr noch der Druckluftanschluß
störend sind. Der Druckluftanschluß verbleibt über sein Anschlußstück 102 an der Montageplatte,
ebenso das Fadenabzugsrohr 20 durch seine Aufnahme (31, 35). Durch die erfindungsgemäße
Ausgestaltung der Montageplatte 30 ist es auch möglich, das Fadenabzugsrohr 20 von
der Montageplatte 30 zu demontieren und beispielsweise durch ein neues zu ersetzen,
ohne daß der Deckel 1 dazu von der Montageplatte 30 entfernt werden muß. Durch ein
einfaches beispielsweise plattfederartig ausgebildetes Element ist es möglich, das
Fadenabzugsrohr an der Montageplatte 30 zu halten. Diese elastische Halterung 38 bietet
auch die Gewähr dafür, daß das Fadenabzugsrohr immer bis zu seinem Anschlag im Deckel
1 gedrückt wird. Der Übersichtlichkeithalber ist bei den meisten geschnittenen Flächen
von Figur 4 auf eine Schraffur verzichtet worden.
[0023] Die erfindungsgemäße Ausbildung des Deckels mit einer Aufnahme für das Fadenabzugsrohr,
besonders vorteilhaft als Zentrierbüchse mit Bohrung ausgebildet, und die erfindungsgemäße
Ausbildung des Deckels mit einem Anschlußstück für die Druckluftversorgung eines Rotordeckels
sind prinzipiell voneinander unabhängig. Soll aber ein Rotordeckel mit Luftanschluß
montiert werden, so ist es natürlich besonders vorteilhaft, die beiden Erfindungen
zu kombinieren.
1. Deckel (1) für eine Spinnbox einer Rotorspinnmaschine mit einer Vorderseite (14) und
mit einem auf dieser angeordneten, im Spinnbetrieb in den Rotor hineinreichenden Faserspeiseansatz
(11) und mit einer Rückseite (15) mit einem oder mehreren Anschlägen (110) zum Abstützen
des Deckels an einer Montageplatte (30), einem Ansatz (10) für den Anschluß von Druckluft
für die Rotorreinigung und mit einem im Deckel angeordneten Faserspeisekanal (12)
zum Zuführen von Fasern, mit einer oder mehreren Bohrungen (4, 41) zur Beaufschlagung
des Rotors mit Reinigungsluft und mit einer Bohrung (16) zum Abziehen des Fadens aus
dem Rotor dadurch gekennzeichnet, daß der Ansatz (10) für den Anschluß von Druckluft eine Dichtfläche (101) besitzt
zur dichtenden Anlage an einem Anschluß (102) für die Druckluftversorgung des Deckels
(1).
2. Deckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ebene der Dichtfläche (101) von der Vorderseite (14) des Deckels (1) einen
geringeren Abstand besitzt als die durch die Anschläge (110) gebildete Ebene (111).
3. Deckel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der Rückseite (15) ein Zentrieransatz (170), der eine Zentrierbohrung (17)
besitzt, angeordnet ist, zur Zentrierung des Deckels (1) an einer Montageplatte (30).
4. Deckel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Zentrieransatz (170) eine Fläche besitzt, die in derselben Ebene wie die
Dichtfläche (101) liegt.
5. Deckel nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zentrierbohrung (17) Teil einer abgesetzten Bohrung ist, deren kleinerer
Durchmesser (21) einen Teil des dem Deckel (1) zugeordneten Fadenabzugrohres (20)
aufnimmt.
6. Deckel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen Dichtfläche (101) und der durch die Anschläge (110) gebildeten
Ebene (111) derart ausgebildet ist, daß zwischen Deckel (1) und einer mit diesem zusammenarbeitetenden
Montageplatte (30) genügend Raum für ein mit dem Deckel (1) dichtend zusammenarbeitenden
Anschlußstück (102) für die Druckluftversorgung verbleibt.
7. Deckel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen Dichtfläche (101) und der durch die Anschläge gebildeten
Ebene (111) zwischen 3 mm und 7 mm beträgt.
8. Deckel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens einer der Anschläge (110) an der Rückseite (15) des Deckels angeordnet
und zylinderförmig ausgebildet ist.
9. Deckel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschläge (110) als am Deckel (1) angegossene Stege oder Rippen (110, 130)
ausgebildet sind.
10. Deckel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens einer der Anschläge (110) zur Befestigung des Deckels (1) eine Bohrung
(13) besitzt.
11. Montageplatte zur Aufnahme eines Deckels (1) mit Druckluftanschluß für eine Spinnbox
einer Rotorspinnmaschine insbesondere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Montageplatte (30) eine Durchbrechung (37) im Bereich des Druckluftanschlusses
des ihr zugeordneten Deckels (1) besitzt, in die ein Anschlußstück (102) für die Druckluftleitung
(42) eingesetzt ist, das mit einer Dichtung (33) versehen ist, die mit einer Dichtfläche
(101) eines Deckels (1) zusammenarbeitet.
12. Montageplatte nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlußstück (102) an der Montageplatte (30) befestigt ist.
13. Montageplatte nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Zentrierbüchse (31) besitzt, die mit einer Zentrierbohrung (17) eines
Deckels (1) zusammenwirkt.
14. Montageplatte nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Zentrierbüchse (31) eine Bohrung (35) zur Aufnahme eines Fadenabzugsrohres
(20) besitzt.
15. Montageplatte nach einem oder mehreren der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß sie wenigstens eine Bohrung (32) zur Befestigung des Deckels (1) besitzt.
16. Montageplatte zur Aufnahme eines Deckels (1) für eine Spinnbox einer Rotorspinnmaschine
insbesondere nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Montageplatte (30) eine Aufnahme (31, 35) für ein Fadenabzugsrohr (20) besitzt,
in die das Fadenabzugsrohr (20) von der dem Deckel (1) abgewandten Seite der Montageplatte
(30) eingesetzt und gehalten wird.
17. Montageplatte nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Fadenabzugsrohr (20) durch die Aufnahme (31, 35) hindurch in die Rückseite
(15) des Rotordeckels (1) hineinragt.
18. Montageplatte nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme (31, 35) als Zentrierbüchse (31) für den Rotordeckel (1) ausgebildet
ist, die eine Bohrung (35) besitzt, durch die das Fadenabzugsrohr (20) hindurch bis
in den Bereich des Rotordeckels (1) reicht.
19. Montageplatte nach einem oder mehreren der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Montageplatte (30) eine Halterung (38) für die Befestigung des Fadenabzugsrohres
(20) in der Aufnahme (31, 35) besitzt.
20. Montageplatte nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung (38) eine Kraft in axialer Richtung der Aufnahme (31, 35) auf
das Fadenabzugsrohr (20) ausübt, so daß das Fadenabzugsrohr (20) axial verschieblich
in der Montageplatte (30) gehalten wird.