(19)
(11) EP 0 534 475 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
31.03.1993  Patentblatt  1993/13

(21) Anmeldenummer: 92116487.7

(22) Anmeldetag:  25.09.1992
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5E04G 21/14, B28B 23/00, E04B 1/41
(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE DE DK FR NL

(30) Priorität: 25.09.1991 DE 4131956

(71) Anmelder: GEBR. PHILIPP GmbH
D-63741 Aschaffenburg (DE)

(72) Erfinder:
  • Philipp, Martin
    D-63741 Aschaffenburg (DE)
  • Philipp, Hugo
    D-63741 Aschaffenburg (DE)

(74) Vertreter: Jaeger, Klaus, Dr. et al
Jaeger, Böck & Köster, Patentanwälte, Postfach 16 20
D-82121 Gauting
D-82121 Gauting (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Seilschlaufeneinlegeteil


    (57) Das Seilschlaufeneinlegeteil (1) für den Verbund von Betonfertigteilen, insbesondere für den stirnseitigen Bewehrungsverbund von Betonwandelementen untereinander, besteht im wesentlichen aus einer biegeelastischen Seilschlaufe (2) und einem als hohler Formkern dienenden Einlageelement (11). Dieses Einlageelement (11) nimmt bei der Herstellung der Betonfertigteile einen in Richtung der Schalung abgewinkelten geschlossenen Kopfabschnitt (3) der Seilschlaufe (2) auf und umschließt diesen dichtend. Das Einlageelement (11) umschliesst zusätzlich einen Haltebock (4), der die Seilschlaufe (2) elastisch verformt und zu-mindest im wesentlichen rechtwinklig einspannend fixiert. Die-ser Haltebock (4) ist U-profilförmig ausgestaltet und weist ein Widerlager auf, das die eingelegte Seilschlaufe (2) lösbar winklig einspannt.




    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Seilschlaufeneinlegeteil für den Verbund von Betonfer-tigteilen, insbesondere für den Stirnseitenverbund von Betonwandelementen untereinander, bestehend aus einer geschlossenen oder einer offenendig verklemmten federelastischen Seilschlaufe und einem als Formkern dienenden Einlegeteil, das den bei der Herstellung des Betonfertigteils elastisch auf die Schalung abgewinkelten geschlossenen Kopfabschnitt der Seilschlaufe umschließt.

    [0002] Als gattungsgemäße Haltevorrichtung oder Bewehrungsverbundelemente für den Verbund von gegossenen Platten oder blockförmigen Masseformteilen untereinander sind Haltevorrichtungen bekannt, bei denen ösenförmige Halteelemente aus einer durch ein Einlegeschalenteil bestimmten Ausnehmung in der Verbundfläche der Betonfertigteile bzw. Masseformteile hervorragen. Das ösenförmige Halteelement kann dabei ein aufrichtbarer Stahlbügel oder eine elastische Drahtschlaufe sein, die in einem Einlegeschalenteil in Form eines unstrukturierten Plastikgehäuses untergebracht ist. Das Halteelement in Form eines aufrichtbaren Stahlbügels oder einer elastischen Drahtschlaufe wird dabei durch einen nasenförmigen Ansatz im Einlegeschalenteil in seiner Position fixiert. Dieses nach dem Stand der Technik bekannte Einlegeteil hat im wesentlichen zwei Funktionen zu erfüllen. Zum einen soll es das Halteelement dichtend umschließen, so daß die bei der Herstellung der Masseformteile zufließenden Betonmasse nicht mit dem Halteelement in Berührung kommt. Zum anderen soll es so ausgestaltet sein, daß das Halteelement problemlos und ohne großen technischen Aufwand in seiner Gebrauchslage oder Verbundlage aufrichtbar ist. Um das Halteelement, bzw. die unterliegende Halteschlaufe gegen den Druck des Betonflusses der bei der Herstellung der Formteile auf derartige Einlegeschalenteile einwirkt standzuhalten mußte dieses Formteil aus hochwertigem Kunststoff, insbesondere aus faserverstärktem Kunststoffmaterial hergestellt werden.

    [0003] Nachteilig an diesen beschriebenen Einlegeteilen ist, daß der Verwendung von relativ hochwertigen Materialien diese Einlegeschalenteile wesentlich verteuert, was unter anderem einen Grund dafür darstellte, daß sie keine praktische Anwendung fanden. So praktisch und arbeitserleichternd sie auch konzipiert waren, da sie ein Aufrichten der Halteelemente in die Verbundlage doch wesentlich erleichtern so wenig wurden sie benutzt, weil sie für den Verwendungszweck ihren eigentlichen Verwendungszweck um ein vielfaches zu hohe Herstellungskosten aufwiesen. Als zweite und wahrscheinlich ebenso wichtige Funktion ist die Fixierung des Halteelementes innerhalb des Einlegeschalenteiles zu nennen, denn das Halteelement sollte innerhalb des dichtend und schützend umschließenden Formteiles in einer abgewinkelten, bzw. einer ein Biegemoment aufweisenden Form fixiert werden, was einer Ausgestaltung bzw. eine Größenordnung des Einlageteiles notwendig machte, die sich vom engsten Krümmungsradius des Halteelementes in beide Richtungen des Haltelementes soweit erstreckte, daß das Element im gewünschten Krümmungsradius fixiert war. Um dies zu erreichen, mußte das Einlegeschalenteil unverhältnismäßig groß und stabil ausgestaltet sein, was wie schon gesagt für den eigentlichen Verwendungszweck innerhalb von Betonformteilen als zu kostenaufwendig erschien.

    [0004] Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung die ansich bekannten Seilschlaufeneinlegeteile bei zumindestens gleichen Funktionseigenschaften durch konstruktive Maßnahmen das gesamte Seilschlaufeneinlegeteil in seiner Herstellung wesentlich kostengünstiger zu gestalten und damit für den praktischen Einsatz attraktiv zu machen.

    [0005] Diese Aufgabe wird durch ein Seilschlaufeneinlegeteil für den Verbund von Betonfertigteilen gemäß der Lehre des Patentanspruchs 1 gelöst.

    [0006] Mit anderen Worten, der wesentliche Kern der Erfindung liegt darin, dass im Einlegeschalenteil zusätzlich ein Haltebock angeordnet ist, der die Seilschlaufe biegeelastisch ver-formt und vorspannt und zumindest im wesentlichen rechtwinklig einspannend fixiert, ohne das Einlegeschalenteil mit diesen mechanischen Spannungen zu belasten. Die erfindungs-gemäße Lösung trennt konsequent die Schutzfunktion bzw. die Einhüllfunktion von der Halte- und Fixierfunktion. Durch diese Trennung beider Funktionen voneinander kann das eigentliche Einlegeschalenteil sowohl betonseitig als auch schalungsseitig den Kopfabschnitt der Seilschlaufe dichtend umschließen und ein Eindringen der Betonvergußmasse in den Kopfabschnitt der Seilschlaufe verhindern, ohne dass es aus teurem hochwertigen und hochfestem Werkstoff zu bestehen braucht.

    [0007] Der erfindungsgemäß zusätzlich im Einlegeschalenteil angeordnete Haltebock nimmt die gesamte Seilschlaufe elastisch verformend auf und fixiert die Seilschlaufe völlig ohne Beteiligung des Einlegeschalenteils.

    [0008] Neben den Problemen bei der Montage treten auch sicherheitstechnische Probleme auf, denn die in Verbundstellung aufzurichtenden Kopfabschnitte der Seilschlaufen haben für den sicheren Verbund eine vorgeschriebene Länge aufzuweisen, die schon in dem Fall nicht gegeben sein kann wenn die Kopfabschnitte der Seilschlaufen durch die vorgenanntenchen rechtwinklig einspannend fixiert. Diese rechtwinklig einspannende Fixierung an der Schalungsseite ist notwendig, um das gesamte Seilschlaufeneinlegeteil bei der Herstellung der Betonfertigteile bzw. der Wandelemente fest im Beton durch Eingießen zu verankern. Der Kopfabschnitt der Seilschlaufe ist während der Herstellung der Fertigteile abgewinkelt an der Schalung fixiert. Die Seilschlaufe kann dabei betonseitig geschlossen oder offenendig ausgebildet sein und an ihren Enenden zur besseren Verankerung im Formteil sogar mit zusätzlichen abgewinkelten Endteilen und Armierungselementen ausgerüstet sein.

    [0009] Der in die Verbundstellung sich nach Lösen aus einem Widerlager im Haltebock spontan durch elastisches Rückstellen aufrichtende Kopfabschnitt ist als Schleife ausgebildet.

    [0010] Ein Querbolzen zwischen den Seitenflächen des kurzen U-Profilabschnittes fixiert und spannt die eingelegte Seilschlaufe zwischen dem Widerlager für den Seilschlaufenkopfabschnitt und der Bodenfläche des U-Profiles winklig ein. Bei der Vormontage des Seilschlaufeneinlegeteils erfolgt diese Einspannung der Seilschlaufe in den Haltebock derart, daß die gesamte Seilschlaufe aus ihrer ebenen Konfiguration unter Biegen in den Haltebock eingelegt wird, wobei ein fussseitiger Abschnitt des Kopfabschnitts der Seilschlaufe auf das Widerlager abgewinkelt wird. Ist die Seilschlaufe derartig in den Haltebock eingelegt und abgewinkelt, so erfolgt die Fixierung bzw. die Einspannung der Seilschlaufe durch den Querbolzen, der zu diesem Zweck eingesteckt oder in das U-Profil eingeschossen wird.

    [0011] Die derart vormontierte Seilschlaufe ist nunmehr in einer rechtwinkligen abgewinkelten Form fixiert und wird anschließend in ein Einlegeschalenteil eingesetzt. Der abgewinkelte Kopfabschnitt der Seilschlaufe ist durch das Einlegeschalenteil abgedeckt und liegt an der Schalungsseite an, der längere Teil des Seilschlaufenkörpers ist so fixiert, daß er in das Betonfertigteil hineinragt.Das Einlegeschalenteil nimmt dabei sowohl den Kopfabschnitt der Seilschlaufe als auch den Haltebock auf und umschließt beide gleichsam sowohl schalungsals auch betonseitig dichtend. Das Einlegeschalenteil ist dabei so konfiguriert, daß es betonseitig einen Formkern zur Bildung eines Riegelhohlraumes im Betonfertigteil ausbildet. Als Formkern zur Bildung dieses Hohlraumes im Betonfertigteil ist das Einlegeschalenteil in einer bevorzugten Ausführungsform in seiner Längsausdehnung und auch in seiner betonseitigen Ausdehnung, in Abhängigkeit von der Größe und der Form des auszubildenenden Hohlraumes, verschiedenartig konfiguriert. Hat das Einlegeschalenteil lediglich eine Umhüllfunktion zu erfüllen, so ist es vorzugsweise als billig und einfach herzustellende Blisterpackung ausgebildet.

    [0012] Der schalungsseitige Teil des Einlegeschalenteiles bzw. der Blisterpackung weist beispielsweise einen glatten Rand und Außenkantenbereich auf, auf den eine mit einer Führung versehene Schutzplatte aufschiebbar ist. Vorzugsweise ist der plane schalungsseitige Deckel des Einlegeschalenteils jedoch auf dieses Schalenteil lösbar rastend aufgeklippst.

    [0013] Das Einlegeschalenteil kann nach einer Ausführungsform mit Montagehalte-rungen bzw. Montageöffnungen für die Befestigung an der Scha-lung ausgerüstet sein. Diese Montagehalterungen bzw. Öffnungen sind dabei günstigerweise an den glatten Außenkantenbereichen oder einander gegenüberliegend an den glatten Randbereichen oder an oder in angeformten Laschen angeordnet.

    [0014] Das erfindungsgemäße einen zusätzlichen Haltebock aufweisende Einlegeschalenteil hat den Vorteil, daß zum einen der Haltebock als relativ kleine kompakte Konstruktion die Seilschlaufe rechtwinklig einspannend fixiert wobei dieses vormontierte Seilschlaufenhalteteil durch das Einlegeschalenteil aufgenommen wird und von diesem lediglich dichtend umhüllt werden muß. Das hat zur Folge, daß das für das Einlegeschalenteil verwendete Material eine kostengünstige blisterartige profilversteifte Kunststoffkapsel sein kann.

    [0015] Die Erfindung ist im Folgenden anhand eines Ausführungsbeispieles in Verbindung mit den Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

    Fig. 1 eine Seitenansicht der im Haltebock winklig fixierten Seilschlaufe in einem Einlegeteil;

    Fig. 2 eine schematische Darstellung des scha-lungsseitigen Widerlagers des U-Profiles mit eingelegtem Seilschlaufenkopfabschnitt und

    Fig. 3 eine schematische Darstellung des in das Betonfertigteil hineinragenden Abschnittes des Haltebockes.



    [0016] Das erfindungsgemäße Seilschlaufeneinlegeteil besteht im wesentlichen aus einer Seilschlaufe 2 mit einem Kopfabschnitt 3, einem Haltebock 4 mit einem Bolzen 5 und einem das ganze dicht umschließende Einlegeteil 1, das seinerseit zweiteilig ausgebildet ist und aus einem Einlegeschalenteil 11 und schalungsseitig einem planen Deckel 12 besteht. Das Einlegeschalenteil 11 und der Deckel 12 sind durch Profilelemente 13 zusätzlich gegeneinander abgestützt.

    [0017] Der Haltebock 4 ist als robuster und kompakter U-Profilabschnitt ausgestaltet, ein nach dem Spritzguß-verfahren hergestelltes Kunststofformteil. Der Haltebock 4 nimmt die Seilschlaufe 2 elastisch verformend und zumindest im wesentlichen im rechten Winkel einspannend auf. Die beiden freien, in das Betonteil hineinragenden Enden des Drahtseiles sind formschlüssig miteinander zu einer Schlaufe verbunden.

    [0018] Der Kopfabschnitt 3 der Seilschlaufe 2 ist in jedem Fall als geschlossene Schlaufe ausgebildet.

    [0019] Der Haltebock 4, ist ein kurzer U-Profilabschnitt und besteht aus einer Bodenfläche 7 und einem das U-Profil zumindest teilweise schließendem Widerlagers 8. Der U-Profilabschnitt ist dabei betonseitig offen mit einem schalungsseitigen Widerlager 8 für den Kopfabschnitt 3 der Seilschlaufe 2. Zwischen den einander gegenüberliegenden U-Profilabschnittsei-ten 10 erstreckt sich ein Querbolzen 5. Dieser Querbolzen 5 spannt die eingelegte Seilschlaufe 2 zwischen dem schalungs-seitigen Widerlager 8 und der Bodenfläche 7 des U-Profiles winklig ein. Der Querbolzen 5 wird dabei zweckmässigerweise erst nach Einlage der Seilschlaufe 2 in den Haltebock 4 montiert. Das Widerlager 8 des Kopfteiles 3 der Seilschlaufe ist dabei mittig geschlitzt bzw. weist einen mittigen Durchführkanal oder eine mittige Ausnehmung auf, in dem das Kopfteil 3 der Seilschlaufe aus der abgebogenen bzw. abgewinkelten Stellung in seine zur Her-stellung des Betonfertigteilverbundes bestimmungsgemäße Stellung aufrichtbar ist. Diese mittige Ausnehmung erstreckt sich dabei im wesentlichen durch das gesamte Widerlager.

    [0020] Die Bodenfläche 7 des U-Profiles, die zumindest im we-sentlichen rechtwinklig zum Widerlager 8 verläuft weist dabei sich in Richtung der Schalungsseite erhöhende Verstärkungsrippen 9 auf. Diese Verstärkungsrippen 9 sind in Abhängigkeit vom Durchmesser und demzufolge in Abhängigkeit von der Größe der aufzunehmenden Biegekräfte konfiguriert. Die Verstärkungsrippen 9 sind in Verlängerung der mittigen Ausnehmung im Widerlager, auf der Außenseite der Bodenfläche 7 des U-Profiles angeformt. Die Innenseite der Bodenfläche 7 des U- Profiles ist mit Führungsnuten 6 ausgerüstet, die den geschlossenen, in den Beton hineinragenden Teil der Seilschlaufe aufnehmen. Diese Führungsnuten 6 haben im wesentlichen die Aufgabe die Seilschlaufe im vorgegebenen Winkel und in mittiger Lage im Haltebock zu fixieren und damit ein Verdrehen oder Verrut-schen der Seilschlaufe aus der vorgegebenen Lage zu verhin-dern. Sie dienen weiterhin der Abdichtung des Innenraums des Einlegeteils gegen ein Eindringen von Gussmasse beim Giessen der Betonfertigteile.

    [0021] Zur Herstellung der Betonfertigteile oder Betonwandelemente wird die so eingespannte und fixierte Seilschlaufe in das Einlegeschalenteil eingesetzt. Das Einlegeschalenteil 11 ist dabei so bemessen, daß es den Kopfabschnitt 3 der Seilschlaufe 2 und den Haltebock 4 betonseitig dichtend umschließt.

    [0022] Das Einlegeschalenteil weist einen profilierten Rand auf, auf den eine mit einer Führung versehenen Schutzplatte aufschiebbar oder aufklippsbar ist.

    [0023] Die Herstellung der Betonfertigteile oder Wandelemente er-folgt derart, daß mehrere vormontierte Seilschlaufeneinlege-teile voreinander beabstandet an der Schalung befestigt, gegebenenfalls sogar nur auf diese aufgelegt oder an diese angelegt wer-den, der vorbereitete Schalungsformkörper anschließend mit Be-tonmasse ausgegossen wird und dabei die Seilschlaufen mit eingegossen und so fest verankert werden. Nach dem Aushärten der Betonformteile wird die Schalung entfernt. An den Verbundseiten verbleiben die im Einlegeschalenteil bzw. in der Blisterpackung eingehüllten Kopfabschnitte der Seilschlaufen. Für die Herstellung des eigentlichen Verbundes der Betonwandelemente untereinander wird zunächst der Deckel vom Einlegeschalenteil 11 entfernt und dann der Kopfabschnitt 3 der Seilschlaufe 2 durch kurzes Zusammendrücken aus dem Widerlagers 8 des Haltebockes 4 gelöst und durch die mittig offene Ausnehmung im Widerlager 8 in ihre bestimmungsgemäße Funktionslage geführt. Oftmals ist ein Führen durch diese offene Ausnehmung im Widerlager garnicht notwendig, da die Lösung der Arretierung ein Herausspringen der federelastischen Bewehrungselemente bzw. der Seilschlaufen aus der gespannten in die entspannte freie Lage selbstätig bewirkt.


    Ansprüche

    1. Seilschlaufeneinlegeteil für den Bewehrungsanschlußverbund von Betonfertigteilen, auch für deren Transport, insbesondere für den Stirnseitenverbund von Betonwandelementen, bestehend aus einer geschlossenen oder einer offenendig verklemmten federelastischen Seilschlaufe als Verankerungs- und Halteelement und einem als hohler Formkern dienenden Einlegeteil, das den bei der Herstellung des Betonfertigteils elastisch auf die Schalung abgewinkelten geschlossenen Kopfabschnitt der Seilschlaufe formkomplementär aufnimmt und umschließt,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß im Einlegeteil (1) zusätzlich ein Haltebock (4) angeordnet ist, der die Seilschlaufe (2) ohne mechanische Beanspruchung des Einlegeteils elastisch verformend und zumindest im wesentlichen rechtwinklig einspannend fixiert.
     
    2. Seilschlaufeneinlegeteil nach Aspruch 1
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Haltebock (4) ein kurzer U-Profilabschnitt ist, der betonseitig offen und schalungsseitig mit einem Widerlager (8) für den Kopfabschnitt (3) der Seilschlaufe (2) versehen ist, wobei ein Querbolzen (5) die eingelegte Seilschlaufe (2) zwischen dem schalungsseitigen Widerlager (8) und der Bodenfläche (7) des U-Profiles winklig einspannt.
     
    3. Seilschlaufeneinlegeteil nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß das Einlegeteil (1) ein den Kopfabschnitt (3) der Seilschlaufe (2) und den Haltebock (4) schalungsseitig und betonseitig dichtend umschließender dünnwandiger blisterartiger Kunststoffhohlkörper ist, der betonseitig als Formkern zur Bildung eines Hohlraumes im Betonfertigteil konfiguriert und schalungsseitig zur bündigen Anlage an der Schalung plan ist.
     
    4. Seilschlaufeneinlegeteil nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß das Einlegeteil (1) zweiteilig ist, nämlich aus einem profilierten Einlegeschalenteil (11) und einem planen Deckel (12) besteht, die lösbar, insbesondere durch Reissen voneinander trennbar miteinander verbunden sind.
     
    5. Seilschlaufeneinlegeteil nach Anspruch 4,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Einlegeschalenteil (11) und der Deckel (12) durch eine rastende Schnappverbindung miteinandeer verbunden sind.
     
    6. Seilschlaufeneinlegeteil nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
    gekennzeichnet durch
    senkrecht zum Deckel (12) wirkende Stützelemente (13), die am Deckel (12) und/oder am Einlegeschalenteil (11) angeformt oder ausgeformt sind.
     
    7. Seilschlaufeneinlegeteil nach einem der Ansprüche 3 bis 6,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass am Deckel (12) plan in der Deckelhauptebene liegende Reisslaschen und/oder Nagellaschen (14) ausgebildet sind.
     
    8. Seilschlaufeneinlegeteil nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass daß auf der Innenseite der Bodenfläche (7) des U-Profiles Führungsnuten (6) zur Aufnahme der Seilschlaufe (2) angeformt sind.
     
    9. Seilschlaufeneinlegeteil nach Anspruch 8,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Führungsnuten (6) zumindest auf einem Teilabschnitt flächenbündig formkomplementär zum Schnurprofil der Seilschlaufe (2) profiliert sind.
     




    Zeichnung













    Recherchenbericht