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EP 0 534 577 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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27.12.1995 Patentblatt 1995/52 |
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Anmeldetag: 07.08.1992 |
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Linienzugbeeinflussungseinrichtung
Train control system with crossing lines
Système de commande de train à lignes entrecroisées
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE DK ES IT LI NL SE |
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Priorität: |
26.09.1991 DE 4132394
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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31.03.1993 Patentblatt 1993/13 |
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Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Lütge, Gerhard
W-3300 Braunschweig (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 1 605 430
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DE-A- 2 709 460
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Linienzugbeeinflussungseinrichtung gemäß Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Eine derartige Einrichtung ist z. B. durch den Aufsatz "Die Entwicklung der Linienzugbeeinflussung"
aus der Zeitschrift "Elektrische Bahnen eb", 85. Jahrgang, Heft 2/1987, Seiten 54
bis 60 bekannt. Im bekannten Fall sind entlang einer Strecke Linienleiterschleifen
angeordnet, die sich mehrfach kreuzen. In den einzelnen Linienleiterabschnitten erfolgt
mittels sogenannter Streckentelegramme eine Informationsübertragung von der Strecke
auf die Fahrzeuge. Die Information umfaßt hierbei zumindest einen Abstandswert sowie
die Länge des gerade befahrenen Linienleiterabschnittes.
[0003] Bei dem Abstandswert kann es sich z. B. um den maximalen Bremswegabstand oder um
die Entfernung zum Beginn einer Langsamfahrstrecke handeln. Auch das Auftreten der
nächsten punktförmigen Zugbeeinflussung kann durch derartige Abstandswerte mitgeteilt
werden.
[0004] Die die Strecke befahrenden Fahrzeuge stellen laufend ihren jeweiligen Fahrort fest.
Dies geschieht durch Auswerten von Streckentelegrammen unter Mitwirkung eines Wegzählers.
Der Wegzähler wird hierbei durch einen Wegimpulsgeber fortgeschaltet (z. B. dekrementiert).
[0005] Beim zielgenauen Anhalten des Fahrzeuges in einem bestimmten Linienleiterabschnitt
treten sogenannte Wegfehler auf, die durch die Telegrammzykluszeit bedingt und von
der Fahrzeuggeschwindigkeit abhängig sind. Darüber hinaus sind auch Fehler zu berücksichtigen,
die durch Schleudern und Gleiten sowie die Verringerung des Durchmessers des den Wegimpulsgeber
antreibenden Rades entstehen. Bei einer Telegrammzykluszeit von 53 ms und einer Fahrzeuggeschwindigkeit
von 38 km/h beträgt der Wegfehler etwa ± 50 cm. Der durch den Verschleiß des Rades
bedingte Fehler (Abweichung des Raddurchmessers von seinem Sollwert) beträgt aufgrund
der maximal möglichen Kompensation von 2 % bei einem Anhalteweg von 56 m etwa ± 56
cm. Unter Berücksichtigung dieser beiden Fehler ergibt sich eine Haltepunktgenauigkeit
von etwa ± 1,05 m. Sollte beim Wechsel des Linienleiterabschnittes darüber hinaus
noch ein Streckentelegramm gestört sein, dann verschiebt sich der Haltepunkt nochmals
in Fahrtrichtung.
[0006] Die Kreuzungsstellen der Linienleiterschleife, die üblicherweise zur Synchronisation
des fahrzeugseitigen Wegzählers und damit zur hochgenauen Ortung des Fahrzeugs auf
der Strecke benutzt werden können, sind nur solange für eine Feinortung geeignet,
als sie gleichmäßig verlegt sind. Dies ist bei bestimmten Anlagentypen mit Kurzschleifen
nicht der Fall. Dort sind die Kreuzungsstellen an Gleisverbindern, Moniereisen usw.
angepaßt. Bei diesen Kurzschleifensystemen dienen die Kreuzungsstellen also nur dazu,
die Kopplung zur Schiene (Gleisstromkreise, Traktionsströme) und damit die Bedämpfung
der Linienleiterschleifen zu verringern.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Linienzugbeeinflussungseinrichtung
zu schaffen, die eine höhere Haltegenauigkeit der Fahrzeuge ermöglicht als bei derartigen
Anlagen bisher möglich war.
[0008] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale im Kennzeichen des Anspruchs
1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 bis
5 beschrieben.
[0009] Bei der erfindungsgemäßen Linienzugbeeinflussungseinrichtung wird an das Fahrzeug
beim Einfahren in den Linienleiter auch noch der Restweg von einer vorgebbaren Kreuzungsstelle
bis zum vorgesehenen Haltepunkt übermittelt. Unabhängig von der Anordnung der Kreuzungsstellen
ergibt sich nunmehr eine wesentlich verbesserte Haltepunktgenauigkeit.
[0010] Die Linienzugbeeinflussungseinrichtung gemäß Anspruch 1 eignet sich sowohl für Kurzschleifen-
als auch für Langschleifensysteme; sie kommt jedoch aufgrund der eingangs genannten
Probleme insbesondere für Kurzschleifensysteme - also im Nahverkehr - in Betracht.
[0011] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispieles anhand der Zeichnung und in Verbindung mit
den Ansprüchen 2 bis 5.
[0012] In der Zeichnung ist mit 1 ein Gleis bezeichnet, in dessen Mitte eine Linienleiterschleife
2 angeordnet ist. Die Linienleiterschleife 2 ist mehrfach gekreuzt. Durch die in ungleichem
Abstand zueinander angeordneten Kreuzungsstellen 3 bis 5 ist die Linienleiterschleife
2 in mehrere unterschiedlich lange Linienleiterabschnitte 21 bis 24 unterteilt. Die
Kreuzungsstellen 3 bis 5 können damit nicht ohne weiteres zur Synchronisation eines
fahrzeugseitigen Wegzählers benutzt werden.
[0013] Fährt das Fahrzeug nun z. B. in Richtung des Pfeiles 10 und soll an einem Haltepunkt
B (durch einen Kreis dargestellt) anhalten, dann überquert das Fahrzeug nacheinander
die Kreuzungsstellen 3 und 4. Zum Zeitpunkt des Überquerens der Kreuzungsstelle 3
hat das Fahrzeug die momentane Fahrzeugposition A₁ (ebenfalls durch einen Kreis dargestellt)
und einen Restweg x₁ zum vorgewählten Haltepunkt B zurückzulegen. Beim Überqueren
der Kreuzungsstelle 4 ist die momentane Fahrzeugposition A₂ und vom Fahrzeug ist ein
Restweg x₂ bis zum vorgewählten Haltepunkt zurückzulegen.
[0014] Abhängig von den aus Sicherheitsgründen geforderten Abstandswerten (z. B. maximaler
Bremswegabstand) erfolgt die Selektion des jeweils relevanten Restweges x₁ bzw. x₂
in Abhängigkeit von der Fahrgeschwindigkeit. Bei höheren Geschwindigkeiten kann bereits
beim Passieren der Kreuzungsstelle 3 der Wegzähler synchronisiert und auf den Restweg
x₁ eingestellt werden. Es kann aber auch erst beim Überfahren der Kreuzungsstelle
4 der Wegzähler synchronisiert und auf den um die Länge des Linienleiterabschnittes
22 verkürzten Restweg x₂ eingestellt werden. Bei der Wahl, an welcher Kreuzungsstelle
die Synchronisation und die Einstellung des Restweges x₁ bzw. x₂ vorgenommen werden
soll, ist darauf zu achten, daß diese Kreuzungsstelle einerseits möglichst nahe am
Haltepunkt B liegen sollte, um den vom Raddurchmesser bedingten Fehler klein zu halten.
Andererseits muß diese Kreuzungsstelle noch weit genug vom Haltepunkt B entfernt sein,
um dem Fahrzeug noch eine Reaktion auf Restweg x₁ bzw. x₂ zu ermöglichen (Zielbremsung).
[0015] Bei der erfindungsgemäßen Einrichtung ist es auch denkbar, daß nach einer ersten
Synchronisation und Einstellung des Restweges x₁ an der Kreuzungsstelle 3 eine erneute
Synchronisation (Nachsynchronisation) des Wegzählers sowie seine Einstellung auf den
Restweg x₂ an der nächsten Kreuzungsstelle 4 erfolgt.
1. Linienzugbeeinflussungseinrichtung, mit wenigstens einer entlang einer Strecke (1)
angeordneten Linienleiterschleife (2), die durch mindestens eine Kreuzungsstelle (3
bis 5) in wenigstens zwei Linienleiterabschnitte (21 bis 24) unterteilt ist und die
zur Informationsübertragung von der Strecke (1) auf die Fahrzeuge dient, und mit Mitteln,
welche die zu übertragende Information enthalten, wobei die zu übertragende Information
zumindest einen Abstandswert sowie die einem Wegzähler zuführbare Länge des gerade
befahrenen Linienleiterabschnittes (21 bis 24) enthält,
dadurch gekennzeichnet, daß die zu übertragende Information mindestens noch die Angabe des Restweges (x₁,
x₂) enthält, der ab einer vorgebbaren Kreuzungsstelle (3 bis 5) bis zu einem vorgewählten
Haltepunkt (B) vom Fahrzeug noch zurückzulegen ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die vorgebbare Kreuzungsstelle (3 bis 5) im Nahbereich des vorgewählten Haltepunktes
(B) liegt.
3. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die zu übertragende Information die Angabe mehrer Restwege (x₁, x₂) enthält,
die ab unterschiedlichen Kreuzungsstellen (3 bis 5) bis zum Haltepunkt (B) vom Fahrzeug
noch zurückzulegen sind.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Wegzähler beim Passieren der vorgebbaren Kreuzungsstelle (3 bis 5) synchronisierbar
und auf die Restweglänge einstellbar ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 3 oder 3 und 4,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Selektion eines jeweils relevanten Restweges (x₁, x₂) in Abhängigkeit von
der Fahrzeuggeschwindigkeit erfolgt.
1. Continuous train control system having at least one track conductor loop (2) which
is arranged along a route (1) and is subdivided by at least one intersection (3 to
5) into at least two track conductor sections (21 to 24) and which is used to transmit
information from the route (1) to the vehicles, and having means which contain the
information to be transmitted, the information to be transmitted containing at least
one spacing value and the length, which can be fed to an odometer, of the track conductor
section (21 to 24) just traversed, characterized in that the information to be transmitted
further contains at least the specification of the residual path (x₁, x₂) which is
still to be covered by the vehicle starting from a prescribable intersection (3 to
5) up to a preselected stopping point (B).
2. System according to Claim 1, characterized in that the prescribable intersection (3
to 5) is situated in the vicinity of the preselected stopping point (B).
3. System according to Claim 1, characterized in that the information to be transmitted
contains the stipulation of a plurality of residual paths (x₁, x₂) which are still
to be covered by the vehicle starting from different intersections (3 to 5) up to
the stopping point (B).
4. System according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the odometer can be
synchronized when passing the prescribable intersection (3 to 5) and can be set to
the residual path length.
5. System according to Claim 3 or 3 and 4, characterized in that a selection of a respectively
relevant residual path (x₁, x₂) is performed as a function of the vehicle speed.
1. Dispositif de commande automatique continue de la marche de trains, comportant au
moins une boucle (2) de conducteur de voie qui est disposée le long d'une voie (1),
qui est subdivisée en au moins deux tronçons de câble de voie (21 à 24), par au moins
un point de croisement (3 à 5) et qui est utilisée pour la transmission d'informations
de la voie (1) aux véhicules, et comportant des moyens qui contiennent l'information
à transmettre, l'information à transmettre contenant au moins une valeur d'intervalle
ainsi que la longueur, pouvant être envoyée à un compteur de trajet, du tronçon de
câble de voie (21 à 24) précisément parcouru, caractérisé par le fait que l'information
à transmettre contient en outre au moins l'indication du trajet restant (x₁,x₂), à
parcourir encore par le véhicule d'un point de croisement pouvant être prescrit (3
à 5) à un point d'arrêt (B) présélectionné.
2. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé par le fait que le point de croisement
prédéterminé (3 à 5) est à proximité du point d'arrêt présélectionné (B).
3. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé par le fait que l'information à
transmettre contient l'indication de plusieurs trajets restants (x₁, x₂), encore à
parcourir par le véhicule de points différents de croisement (3 à 5) au point d'arrêt
(B).
4. Dispositif suivant la revendication 1 à 3, caractérisé par le fait que le compteur
de trajet peut être synchronisé au passage du point de croisement pouvant être prescrit
(3 à 5) et peut être réglé sur la longueur restante du trajet.
5. Dispositif suivant la revendication 3 ou 4, caractérisé par le fait qu'une sélection
d'un trajet restant à prendre en compte (x₁, x₂) s'effectue en fonction de la vitesse
du véhicule.
