[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Arbeitsplatzleuchte mit mindestens einer
Leuchtstofflampe, die mit Abstand von der Raumdecke über dem Arbeitsplatz aufhängbar
ist, bei der wenigstens ein Teil des Lichts an der Oberseite der Leuchte austritt
und bei der Licht aus zwei voneinander in Längsrichtung des Gehäuses distanzierten
Leuchtenabschnitten austritt.
[0002] Arbeitsplatzleuchten der vorgenannten Art sind aus dem Stand der Technik bekannt.
In der DE-OS 33 01 277 wird zum Beispiel eine Arbeitsplatzleuchte beschrieben, bei
der im Mittelbereich des Gehäuses eine Austrittsöffnung vorgesehen ist, aus der Lichtstrahlen
zur Oberseite hin austreten und an die Raumdecke geworfen werden, so daß diese Lichtstrahlen
eine die Umgebung aufhellende indirekte diffuse Beleuchtung bewirken. Bei dieser Leuchte
sind weiterhin zwei voneinander in Längsrichtung des Gehäuses distanzierte Lichtaustrittsöffnungen
vorgesehen, die zur Unterseite der Leuchte hin geöffnet sind. Diese Lichtaustrittsöffnungen
an der Unterseite der Leuchte weisen Lichtleitelemente, zum Beispiel in Form eines
Rasters auf, die im wesentlichen direktes Licht aus den beiden mit Abstand voneinander
angeordneten Lichtaustrittsöffnungen in den endseitigen Bereichen der Leuchte nach
unten und gegeneinander gerichtet austreten lassen, so daß der Arbeitsplatz durch
schräg von den Seiten her einfallendes Licht beleuchtet wird.
[0003] Der vorliegende Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Leuchte der eingangs genannten
Gattung zu schaffen, bei der der Arbeitsplatz blendfrei durch indirektes Licht beleuchtet
wird, wobei die Beleuchtung am Arbeitsplatz eine gute Schattigkeit und gute Kontraste
(vergleichsweise hohe CRF-Werte) erzeugt.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, Licht direkt ausschließlich
zur Oberseite der Leuchte hin austreten zu lassen, wobei neben dem an die Raumdecke
geworfenen Lichtanteil, der die die Umgebung aufhellende indirekte diffuse Beleuchtung
bewirkt, ein weiterer indirekter Lichtanteil dadurch erzeugt wird, daß Licht, das
aus den Lichtaustrittsöffnungen nach oben austritt, an einem mit Abstand über dem
Leuchtengehäuse angeordneten Glasreflektor nach unten reflektiert wird, der vorzugsweise
breiter ist, als das unter diesem angeordnete Leuchtengehäuse und der das Licht so
lenkt, daß es überwiegend auf ein etwa in Schreibtischmitte liegendes, vor der am
Schreibtisch sitzenden Person angeordnetes Arbeitsfeld fällt. Vorzugsweise ist der
Glasreflektor schwach konkav und zwar parabolisch oder kreisbogenförmig gekrümmt ausgebildet
und vorzugsweise übersteigt seine Breite nach rechts und nach links hin die Breite
des unter diesem angeordneten Leuchtengehäuses, so daß das von dem Glasreflektor reflektierte
Licht gerichtet an beiden Längsseiten am Leuchtengehäuse vorbei nach unten auf zwei
Arbeitsfelder zweier frontal aneinandergrenzender Arbeitsplätze fällt, an denen zwei
Personen sich gegenüber sitzen können.
[0005] Der Anteil des Lichts, das durch den Glasreflektor nach oben hin hindurchtritt und
zur Raumdecke hin abgestrahlt wird und der Anteil des Lichts, der vom Glasreflektor
nach unten hin reflektiert wird, kann durch Auswahl des verwendeten Glases variiert
werden. Es sind Glassorten bekannt, die beispielsweise eine Oberflächenreflexion in
der Größenordnung von etwa 10 % haben. Der Anteil der Oberflächenreflexion kann aber
durch Wahl anderer Gläser niedriger oder auch wesentlich höher gewählt werden. Ebensogut
kann man auch polarisiertes Glas einsetzen.
[0006] Das indirekte Licht, das von dem Glasreflektor nach unten reflektiert wird, kommt
aus einem linken äußeren Leuchtenabschnitt und einem rechten äußeren Leuchtenabschnitt
und fällt dadurch überwiegend aus schrägen seitlichen Richtungen auf das oder die
beleuchteten Arbeitsfelder, während in einem mittleren Leuchtenabschnitt kein Licht
erzeugt wird. Dieser mittlere Leuchtenabschnitt bildet lediglich die mechanische Verbindung
der beiden äußeren Leuchtenabschnitte. Jedoch fällt von den Lampen in den beiden äußeren
Leuchtenabschnitten erzeugtes Licht auf den Glasreflektor, der sich vorzugsweise über
die gesamte Länge der Leuchte erstreckt und der am Glasreflektor reflektierte Anteil
dieses Lichts tritt auch im mittleren Abschnitt der Leuchte nach unten hin aus und
trägt zur Beleuchtung des oder der Arbeitsfelder bei. Der von dem Glasreflektor gespiegelte
Lichtanteil erzeugt im Bereich des oder der Arbeitsfelder eine gute Schattigkeit und
gute Kontraste, so daß die Leuchte relativ hohe CRF-Werte aufweist, bei gleichzeitig
blendfreier Ausleuchtung des oder der Arbeitsplätze. Die Leuchte wird somit den hohen
Anforderungen der Arbeitsplatzbeleuchtung für bestimmte Berufsgruppen wie zum Beispiel
Grafiker gerecht.
[0007] Im folgenden wird die vorliegende Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels unter
Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen näher beschrieben. Dabei zeigen
- Fig. 1
- eine schematisch vereinfachte Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Leuchte
- Fig. 2
- eine schematisch vereinfachte Ansicht der Leuchte in Richtung des Pfeils II von Fig.
1 gesehen
- Fig. 3
- einen vergrößerten Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Leuchte
[0008] Zunächst wird auf Fig. 1 und 2 Bezug genommen. Die Darstellung zeigt eine langgestreckte
erfindungsgemäße Leuchte 10, die an einer Decke mittels Aufhängungen 17 über einem
Arbeitstisch 28 in Längsrichtung aufgehängt ist. Die Leuchte 10 ist in Längsrichtung
gesehen im Prinzip 3-teilig aufgebaut. Sie besteht aus einem linken Leuchtenteil 14,
in dem Leuchtstofflampen angeordnet sind (in der Zeichnung nicht dargestellt), einem
rechten Leuchtenteil 16, in dem ebenfalls Leuchtstofflampen in Längsrichtung angeordnet
sind (nicht dargestellt) und einem Mittelteil 15, der den linken Leuchtenteil 14 und
den rechten Leuchtenteil 16 mechanisch miteinander verbindet. In dem Mittelteil 15
sind keine Lampen angeordnet. Dieser kann beispielsweise aus ein oder mehreren Verbindungsstangen
oder Rohren bestehen. Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, ist die Leuchte in Längsrichtung
über dem Arbeitstisch 28 so aufgehängt, daß sich der Mittelteil 15 in Höhe des auszuleuchtenden
Arbeitsfeldes 29 befindet. Die beiden äußeren Leuchtenteile 14 und 16 weisen jeweils
ein langgestrecktes zur Unterseite hin geschlossenes und in der Seitenansicht in den
äußeren Bereichen etwa schalenförmiges Gehäuse 12 auf, das an der Unterseite in seinem
mittleren Bereich 13 spitzwinklig ausgeformt ist. Die Form des Gehäuses 12, 13 ist
aus Fig. 3 etwas deutlicher erkennbar. Durch die spitze winkelförmige Ausbuchtung
13 des Gehäuses in der Mitte wird im Gehäuse ein Raum geschaffen, der geeignet ist,
ein Vorschaltgerät 34 für den Betrieb der Leuchtstofflampen 30, 31 aufzunehmen. Wie
aus Fig. 3 weiterhin erkennbar ist, nimmt das Gehäuse 12, 13 des jeweiligen äußeren
Leuchtenteils 14, 16 neben dem Vorschaltgerät jeweils zwei nebeneinanderliegende Reflektoren
18, 19 auf, in denen in Längsrichtung die Leuchtstofflampen 30, 31 angeordnet sind.
[0009] Ein direkter Lichtaustritt nach unten hin ist nicht vorgesehen. Von den Leuchtstofflampen
30, 31 treten Lichtstrahlen 37, 38 direkt nach oben hin aus und treffen auf den oberen
Reflektor 11 auf, der gekrümmt ist mit einem relativ großen Krümmungsradius. Derjenige
Teil des Lichts, der durch den Glasreflektor 11 hindurchtritt (siehe gestrichelt dargestellter
Strahl 37a) wird zur Raumdecke hin abgestrahlt und von dort reflektiert, so daß dieser
Lichtanteil zum diffusen Raumlicht beiträgt. Ein Teil des Lichts, das auf den Glasreflektor
11 auftrifft, wird aufgrund der Spiegelung an dessen glänzender Oberfläche reflektiert
und damit nach unten in Richtung auf den Arbeitstisch abgestrahlt. Exemplarisch ist
dies anhand der reflektierten Strahlen 37, 37b bzw. 38, 38b dargestellt. Bei Strahlen,
die unter einem Winkel auf den Glasreflektor 11 auftreffen, der flacher ist, ist der
durch Oberflächenreflexion gespiegelte Lichtanteil etwas höher und der zur Decke abgestrahlte
Anteil etwas geringer. Ein Teil des von den Leuchtstofflampen 30, 31 abgestrahlten
Lichts trifft zunächst auf den Reflektor 18, 19, wird von diesem nach oben reflektiert
und dann wiederum von dem Glasreflektor 11 teils durchgelassen und teils reflektiert,
in analoger Weise wie dies zuvor für den Lichtanteil beschrieben wurde, der direkt
von der Leuchtstofflampe auf den Glasreflektor 11 fällt.
[0010] Die Verbindung der beiden äußeren Leuchtenhälften 14, 16 kann zum Beispiel über die
in den Ecken des Gehäuses 12 neben der Wand des Reflektors 18, 19 jeweils angeordneten
Rohre 32, 33 vorgenommen werden, die sich in Längsrichtung jeweils durch das Gehäuse
12 des linken Leuchtenteils 14 und bis in das Gehäuse des anderen Leuchtenteils 16
erstrecken können (siehe auch Bezugszeichen 15 in Fig. 1).
[0011] An der Aufhängung 39, 40 die das Gehäuse 12 trägt, kann mit Stellringen 35, 36 der
Glasreflektor festgelegt sein, wobei über die Rohre 39, 40, die sich in den Rohren
17 oberhalb des Glasreflektors 11 fortsetzen auch die Leuchte insgesamt an der Decke
aufgehängt werden kann.
[0012] Die Leuchte ist so konzipiert, daß ein zur Decke hin abgestrahlter diffuser Lichtanteil
mit einem Lichtanteil am Glasreflektor 11 reflektierten gelenkten Lichts kombiniert
wird, wobei durch letzteren Lichtanteil bessere Schattigkeit und damit bessere Kontraste,
das heißt höhere CRF-Werte am Arbeitsplatz erzeugt werden. Wie aus Fig. 1 ersichtlich
ist, wird das Arbeitsfeld 29 nur mit indirektem Licht beleuchtet, das von den äußeren
Leuchtenteilen 14, 16 überwiegend aus seitlicher Richtung auf das Arbeitsfeld fällt.
Die erfindungsgemäße Leuchte 10 ist relativ breitstrahlend aufgrund des über dem Gehäuse
12, 13 liegenden Glasreflektors 11. Die von diesem reflektierten Strahlen 24a, 27a
bzw. 25a, 26a (siehe Fig. 2) werden so gelenkt, daß zwei Zonen höherer Leuchtdichte
auf dem Arbeitstisch 28 erzeugt werden, die sich seitlich neben dieser parallel zur
Leuchte in Längsrichtung erstrecken, während direkt unter dem Leuchtengehäuse 12 sich
eine Zone geringerer Leuchtdichte befindet. Im mittleren Abschnitt 15 kann Licht,
das in den beiden äußeren Abschnitten 14, 16 erzeugt und vom Glasreflektor 11 reflektiert
wird, ebenfalls nach unten hin austreten, wobei dieses Licht jedoch keine senkrechten
Anteile enthält. Mittels dieser Anordnung können zwei Arbeitsplätze zweier sich gegenübersitzender
Personen mit aneinandergrenzenden Arbeitstischen kontrastreich ausgeleuchtet werden.
1. Arbeitsplatzleuchte mit mindestens einer Leuchtstofflampe, die mit Abstand von der
Raumdecke über dem Arbeitsplatz aufhängbar ist, bei der wenigstens ein Teil des Lichts
an der Oberseite der Leuchte austritt und bei der Licht aus zwei voneinander in Längsrichtung
des Gehäuses distanzierten Leuchtenabschnitten austritt, dadurch gekennzeichnet, daß
der Austritt direkten Lichts ausschließlich zur Oberseite der Leuchte hin erfolgt
und mit Abstand über dem Leuchtengehäuse (12, 13) ein Glasreflektor (11) angeordnet
ist, mittels dessen ein Teil des nach oben hin aus der Leuchte austretenden Lichtstroms
nach unten in Richtung auf den Arbeitsplatz (28) reflektiert wird.
2. Arbeitsplatzleuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei voneinander
distanzierte äußere Leuchtenabschnitte (14, 16) vorgesehen sind, die durch den mittleren
Leuchtenabschnitt (15) bildende Stangen oder Rohre (32) mechanisch miteinander verbunden
sind.
3. Arbeitsplatzleuchte nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die beiden äußeren Leuchtenabschnitte (14, 16) ein langgestrecktes, im Querschnitt
im wesentlichen schalenförmiges nach oben offenes Gehäuse (12) aufweisen.
4. Arbeitsplatzleuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
sich der Glasreflektor (11) in Längsrichtung über alle drei Leuchtenabschnitte (14,
15, 16) erstreckt.
5. Arbeitsplatzleuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der Glasreflektor (11) an beiden Seiten das Gehäuse (12) in der Breite überragt.
6. Arbeitsplatzleuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Glasreflektor (11) quer zur Längsachse der Leuchte eine schwache konkave vorzugsweise
parabolische oder kreisbogenförmige Krümmung aufweist.