[0001] Die Erfindung betrifft einen kastenförmigen Behälter aus Kunststoff, insbesondere
einen Lager- und Transportkasten, bei welchem ein eine ebene Oberseite aufweisender
Boden unterseitig durch Versteifungsrippen stabilisiert ist, und bei welchem sich
längs des Bodenrandes - entweder über dessen gesamten Umfang hinweg oder ab stückweise
entlang den Längs- und/oder Querseiten desselben - in Richtung der Bodenebene verlaufende
Flachstege erstrecken, die durch quer zum Bodenrand ausgerichtete Versteifungsrippen
im Abstand unterhalb der Bodenebene abgestützt und mit dieser verbunden sind sowie
Standflächen des Behälters bilden, wobei die zwischen der Bodenunterseite, der Flachstegoberseite
und den quergerichteten Versteifungsrippen eingegrenzten Freiräume einseitig - nach
außen oder nach innen - offen ausgeführt sind, während ihnen andererseits - innen-
oder außenseitig - eine Versteifungsrippe zumindest vorgelagert ist, um eine taschenartige
Begrenzung der Freiräume zu erhalten.
[0002] Kastenförmige Behälter dieser Art aus Kunststoff sind bereits bekannt (vgl. DE-U
81 37 907, DE-U 89 03 430 und EP-A-0 386 313). Sie haben nicht nur den Vorteil, daß
ihre gesamte kasteninnere Bodenfläche für die einzulagernden Waren eine ebene Stützauflage
bietet, sondern daß darüberhinaus auch im Bereich der unterhalb des Bodens gelegenen
Flachstege bzw. Fußleisten eine einwandfreie Stützauflage für die kastenförmigen Behälter
selbst geschaffen ist, die eine hohe Standsicherheit derselben unabhängig davon gewährleistet,
ob sie beladen oder unbeladen sind.
[0003] Vorgeschlagen wurden auch schon kastenförmige Behälter dieser Art, bei denen die
einwärts gerichteten Begrenzungsränder der die Standflächen bildenden Flachstege einen
Abstand von parallel zu ihnen verlaufenden, unterseitigen Boden-Versteifungsrippen
haben und dort nach unten offene Durchlässe in den taschenartig eingegrenzten Freiräumen
ausbilden.
[0004] Hieraus ergibt sich nicht nur der Vorteil, daß die taschenartigen Freiräume zwischen
der Bodenunterseite, der Flachstegoberseite und den quergerichteten Versteifungsrippen
sich unter Benutzung herkömmlicher Kunststoff-Spritzwerkzeuge ausformen lassen. Vielmehr
machen die an den voneinander abgewendeten Enden der Freiräume vorgesehenen Öffnungen
bzw. Durchlässe eine nahezu ungehinderten Durchtritt von Reinigungsflüssigkeiten möglich,
so daß diese, insbesondere wenn sie als Flüssigkeitsstrahlen wirksam werden, unerwünschte
Rückstände aus den Freiräumen auswaschen können. Das ist besonders dann wichtig, wenn
die kastenförmigen Behälter bspw. in der Nahrungsmittelindustrie zum Einsatz gelangen,
wo sie in einem dauerhaft hygienisch einwandfreien Zustand gehalten werden müssen.
[0005] Ein Nachteil aller vorgenannten, kastenförmigen Behälter aus Kunststoff liegt aber
noch darin, daß ihre Einsatzfähigkeit auf diejenigen Benutzungsfälle beschränkt ist,
bei denen ein übermäßiges Durchbiegen des Bodens unter der Gewichtsbeanspruchung der
eingelagerten Güter allein mit Hilfe der an die Unterseite des Bodens angeformten
Versteifungsrippen unterbunden werden kann.
[0006] Ziel der Neuerung ist es einen kastenförmigen Behälter aus Kunststoff der gattungsgemäßen
Art so zu verbessern, daß einem Durchbiegen des Bodens auch bei der Einlagerung hochgewichtiger
Güter mit einfachen Mitteln sicher begegnet werden kann und dabei die erhöhte Tragfähigkeit
auch dauerhaft erhalten bleibt.
[0007] Gelöst wird diese Aufgabe nach der Erfindung dadurch, daß jeweils nicht nur den Freiräumen
innen- und/oder außenseitig vorgelagerten Versteifungsrippen, sondern auch alle weiteren,
hierzu die parallelen Versteifungsrippen im Bereich einzelner taschenartig eingegrenzter
Freiräume Unterbrechungen bzw. Durchlässe aufweisen, an die sich jeweils durch zwei
quer verlaufende Versteifungsrippen eingegrenzte, nach unten offene Kanäle anschließen,
daß in Längsrichtung dieser Kanäle verteilt an der Bodenunterseite halsartig angeformte
Noppen sitzen, und daß in die taschenartig eingegrenzten Freiräume sowie die daran
anschließenden Kanäle durchgehende U- oder C-förmige Versteifungsprofile einschiebbar
und dann mittels sie in Querrichtung durchdringender, in die Noppen eingreifender
Sperrbolzen, z. B. Schrauben, Kerbnägel oder dergleichen festlegbar sind.
[0008] Als besonders vorteilhaft haben sich erfindungsgemäß kastenförmige Behälter erwiesen,
bei denen jeweils die parallel zu den einwärts gerichteten Begrenzungsrändern der
die Standflächen bildenden Flachstege verlaufenden Versteifungsrippen im Bereich einzelner
taschenartig eingegrenzter Freiräume die Unterbrechungen bzw. Durchlässe aufweisen,
an welche sich dann jeweils die durch zwei quer zu den einwärts gerichteten Begrenzungsrändern
verlaufende Versteifungsrippen eingegrenzten, nach unten offenen Kanäle anschließen.
Auch in diesem Falle sind dann in Längsrichtung der Kanäle verteilt an der Bodenunterseite
halsartig angeformte Noppen vorgesehen und in die taschenartig eingegrenzten Freiräume
sowie die daran anschließenden Kanäle sind durchgehende U- oder C-förmige Versteifungsprofile
einschiebbar, welche dann mittels sie in Querrichtung durchdringender, in die Noppen
eingreifender Sperrbolzen, z. B. Schrauben, Kerbnägel oder dergleichen, festgelegt
werden können.
[0009] Die dauerhafte Stabilisierung des Behälterbodens durch die lagenfixierten Versteifungsprofile
läßt sich mit relativ geringem Zusatzaufwand jederzeit bewirken. D. h. die Versteifungsprofile
können bedarfsweise eingebaut und auch wieder entfernt werden, ohne daß ein selbsttätiges
Lösen derselben vorkommen kann.
[0010] Neuerungsgemäß ist es für kastenförmige Behälter größerer Abmessung von gewisser
Bedeutung, daß sich die Kanäle ausschließlich in Querrichtung des Kastenbodens erstrecken
und dabei auch noch symmetrisch zur Quermitte des Kastenbodens angeordnet sind. Je
nach Länge des kastenförmigen Behälters lassen sich dann bodenunterseitig bedarfsweise
ein oder mehrere Versteifungsprofile einbauen.
[0011] Bei kleineren kastenförmigen Behältern reicht es hingegen vielfach aus, wenn sich
die Kanäle ausschließlich in Längsrichtung des Kastenbodens erstrecken und symmetrisch
zur Längsmitte des Kastenbodens angeordnet sind. In diesem Falle reicht es meistens
aus, ein einziges Versteifungsprofil einzusetzen und dieses auf der Längsmitte des
Kastenbodens liegend einzubauen.
[0012] Es hat sich erfindungsgemäß des weiteren bewährt, wenn die Profilhöhe der Versteifungsprofile
nur einem Bruchteil des maximalen Höhen-Lichtmaßes der Kanäle entspricht.
[0013] Die Versteifungsprofile lassen sich als gewalzte, abgekantete oder auch gezogene
Metallprofile in Benutzung nehmen. Die Längsöffnungen der Metallprofile können hierbei
dem Kastenboden zugewendet sein und gegen diesen über die Noppen für den Eingriff
der Befestigungsschrauben verspannt werden.
[0014] In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Neuerung dargestellt.
Es zeigen
- Figur 1
- den Boden eines kastenförmigen Behälters von unten her gesehen,
- Figur 2
- in größerem Maßstab einen Schnitt durch den Kastenboden längs der Linie II-II in Figur
1,
- Figur 3
- in größerem Maßstab einen Schnitt durch den Kastenboden längs der Linie III-III in
Figur 1,
- Figur 4
- wiederum in Ansicht von unten den Boden eines kastenförmigen Behälters in abgewandelter
Ausführungsform,
- Figur 5
- einen Schnitt entlang der Linie V-V durch den Boden des kastenförmigen Behälters nach
Figur 4,
- Figur 6
- einen Schnitt entlang der Linie VI-VI in Figur 5 und
- Figur 7
- in größerem Maßstab den jeweils in den Figuren 2 und 6 mit VII gekennzeichneten Ausschnittbereich.
[0015] Von einem als Spritzgußformteil aus Kunststoff hergestellten kastenförmigen Behälter
1 ist in der Zeichnung im wesentlichen nur der untere Abschnitt dargestellt, weil
es im vorliegenden Falle allein auf dessen Ausbildung ankommt. Nicht maßgeblich ist
hingegen, welche Anordnung und Ausbildung dessen Längswände 2 und Querwände 3 haben.
Es kommt vielmehr nur auf besondere Ausbildungsmaßnahmen im Bereich des Behälterbodens
4 sowie bezüglich weiterer Funktionsteile an, die sich nach unten an diesen Behälterboden
4 anschließen.
[0016] Die nachfolgende Beschreibung betrifft daher zwar in erster Linie kastenförmige Behälter
1, bei denen sich an den Behälterboden 4 nach oben Längswände 2 und Querwände 3 einstückig
anschließen. Die in diesem Zusammenhang erläuterten Ausbildungsmaßnahmen können jedoch
ohne weiteres auch an Tablaren, Paletten oder ähnlichen Lager- und Transportmitteln
vorkommen, welche sich als Spritzguß-Formteile aus Kunststoff fertigen lassen.
[0017] Aus den Figuren 2, 3 und 5 bis 7 läßt sich entnehmen, daß der Behälterboden 4 des
kastenförmigen Behälters 1 auf seiner Oberseite insgesamt eben ausgeführt ist, während
er unterseitig durch längs verlaufende Versteifungsrippen 5 und quer verlaufenden
Versteifungsrippen 6 stabilisiert wird, die einstückig mit ihm hergestellt sind.
[0018] Längs des äußeren Bodenrandes 7 der bspw. flanschartig über die äußeren Begrenzungsflächen
der Längswände 2 und der Querwände 3 hinausragt, erstrecken sich in Richtung der Bodenebene
verlaufende Flachstege 8, die durch jeweils quer zum Bodenrand 7 verlaufende, senkrechte
Versteifungsrippen 9 im Abstand unterhalb der Bodenebene abgestützt sind. Die Flachstege
8 und die Versteifungsrippen 9 sind dabei einstückig mit dem kastenförmigen Behälter
1 bzw. dem Behälterboden 4 ausgeformt, und zwar so, daß sich die Versteifungsrippen
9 jeweils im rechten Winkel an die äußeren Versteifungsrippen 5 und 6 anschließen,
welche sich parallel zu den Längswänden 2 und den Querwänden 3 des kastenförmigen
Behälters 1 erstrecken.
[0019] Nach den Figuren 1 und 4 bilden die Flachstege 8 miteinander gewissermaßen einen
Rahmen, der so vorgesehen ist, daß die äußeren Begrenzungsränder 10 der Flachstege
gegenüber dem Bodenrand 7 eine zurückversetzte Lage einnehmen, wie das auch deutlich
den Figuren 2 und 3 sowie 5 und 6 entnommen werden kann.
[0020] Die einwärts gerichteten Begrenzungsränder 11 der Flachstege 8 sind hingegen so gelegt,
daß sie jeweils einen Abstand 12 von den parallel zu ihnen verlaufenden, unterseitig
am Behälterboden 4 vorgesehen, äußeren Versteifungsrippen 5 und 6 einhalten.
[0021] Die Flachstege 8 bilden miteinander die Standflächen des kastenförmigen Behälters
1 und sie grenzen zusammen mit den quer gerichteten Versteifungsrippen 9 sowie der
Unterseite des Behälterbodens 4 eine Vielzahl von taschenartigen Freiräumen ein, welche
jeweils nebeneinanderliegend vorgesehen sind. Diese taschenartigen Freiräume 13 sind
dabei sowohl entlang der Längsbegrenzung des Bodenrandes 7 als auch entlang der Querbegrenzung
desselben vorgesehen, wie das deutlich in den Figuren 1 und 4 zu sehen ist.
[0022] Jeder taschenartig eingegrenzte Freiraum ist an seinem äußeren Ende mit einer bodenrandseitigen
Öffnung 14 versehen und weist darüberhinaus an seinem inneren Ende einen nach unten
offenen Durchlaß 15 auf, welcher jeweils durch den Abstand 12 zwischen dem inneren
Begrenzungsrand 11 und der benachbarten Versteifungsrippe 5 bzw. 6 des Bodens 4 vorhanden
ist.
[0023] Durch die beidendig offene Ausführung der taschenartigen Freiräume 13 wird sicher
gestellt, daß sich diese in optimaler Weise mit Waschflüssigkeit durchspülen lassen
und folglich darin festgesetzte Rückstände sicher entfernt werden können.
[0024] In den Figuren 2, 3, 5 und 6 ist gezeigt, daß zumindest die parallel zu den einwärts
gerichteten Begrenzungsrändern 11 der Flachstege 8 verlaufenden Versteifungsrippen
5 und 6 des Behälterbodens 4 gegenüber der Bodenunterseite eine Profilhöhe aufweisen,
die etwas geringer bemessen ist, als der lichte Abstand der Flachstege 8 von der Unterseite
des Behälterbodens 4. Diese Ausbildungsmaßnahme begünstigt das Durchspülen der taschenartigen
Freiräume 13 mit Waschflüssigkeit, weil der Austritt derselben aus den Durchlässen
15 erleichtert wird.
[0025] Erkennbar ist aus den Figuren 2, 3, 5 und 6 der Zeichnung aber auch, daß die Flachstege
8 eine von ihrem äußeren Begrenzungsrand 10 zum inneren Begrenzungsrand 11 hin leicht
ansteigende Neigungslage gegenüber der Bodenebene aufweisen. Dabei kann der Neigungswinkel
zwischen 1° und 2° betragen, vorzugsweise bei etwa 1,5° liegen. Diese Ausgestaltung
trägt dazu bei, daß auch bei der Einlagerung schwerer Güter in den kastenförmigen
Behälter 1 eine einwandfreie Standfläche erhalten bleibt. Der Behälterboden 4 kann
sich bei auf einer ebenen Standfläche ruhendem Behälter 1 bestenfalls so weit durchbiegen,
bis die Flachstege 8 in eine horizontale Lage gelangen. Es hat sich als günstig erwiesen,
wenn der Abstand zwischen den quer zum Bodenrand 7 gerichteten Versteifungsrippen
9 kleiner bemessen wird als der übliche Teilungsabstand zwischen aufeinanderfolgenden
Rollen einer als Transportmittel dienenden Rollenbahn. Aufgrund des geringen Abstandes
zwischen den Versteifungsrippen 9 können sich dann die Flachstege 8 nicht in unerwünschter
Weise quer zu ihrer Ebene durchbiegen. Ein ruhiger Lauf der kastenförmigen Behälter
1 über die als Transportmittel benutzten Rollenbahnen ist deshalb sichergestellt.
[0026] Den Figuren 1 und 4 der Zeichnung läßt sich auch noch entnehmen, daß die Breite der
Flachstege 8 vorzugsweise größer bemessen wird, als der Abstand zwischen den Versteifungsrippen
9. Als vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn die Breite der Flachstege 8 mindestens
doppelt so groß ausgeführt wird, wie der Abstand zwischen zwei benachbarten Versteifungsrippen
9.
[0027] Während den Figuren 1 und 4 der Zeichnung zu entnehmen ist, daß die Boden-Versteifungsrippen
5 und 6 im Bereich des Bodenmittelfeldes eine sich gitterartig kreuzende Anordnung
haben, ist in den Figuren 2, 3, 5 und 6 zu sehen, daß sie auch eine sich in Richtung
zur Bodenmitte hin jeweils vermindernde Profilhöhe aufweisen können.
[0028] Für einen kastenförmigen Behälter 1 der vorstehend beschriebenen Art ist es von wesentlicher
Bedeutung, daß jeweils die parallel zu den einwärts gerichteten Begrenzungsrändern
11 der die Standflächen bildenden Flachstege 8 verlaufenden Versteifungsrippen 5 oder
6 im Bereich einzelner taschenartig eingegrenzter Freiräume 13 Unterbrechungen bzw.
Durchlässe 16 aufweisen. An diese Unterbrechungen bzw. Durchlässe 16 schließen sich
dabei nach unten offene Kanäle 17 an, von denen jeder durch zwei quer zu den einwärts
gerichteten Begrenzungsrändern 11 der Flachstege 8 verlaufende Versteifungsrippen
6 oder 5 eingegrenzt sind.
[0029] Beim Ausführungsbeispiel nach Figur 1 erstrecken sich die jeweils im Bereich der
Unterbrechungen 16 gelegenen Kanäle in Breitenrichtung des kastenförmigen Behälters
1, also quer zu den Versteifungsrippen 5 und parallel zu den Versteifungsrippen 6.
[0030] Beim Ausführungsbeispiel nach Figur 4 ist es umgekehrt; d. h., die im Bereich der
Unterbrechungen bzw. Durchlässe 16 eingegrenzten Kanäle 17 verlaufen in Längsrichtung
des kastenförmigen Behälters 1, also parallel zu den Versteifungsrippen 5 und quer
zu den Versteifungsrippen 6. In jedem Falle ist es empfehlenswert, die Unterbrechungen
bzw. Durchlässe 16 und damit die Kanäle 17 symmetrisch zu einer Mittelebene des kastenförmigen
Behälters 1 anzuordnen. Im Falle des Ausführungsbeispiels nach Figur 1 bedeutet dies,
daß die Kanäle 17 beidseitig und parallel zur Quermittelebene 18-18 verlaufen. Im
Falle des kastenförmigen Behälter 1 nach Figur 4 ist hingegen ein Kanal 17 auf der
Längsmittelebene 19-19 angeordnet.
[0031] Selbstverständlich ist es auch denkbar, beim kastenförmigen Behälter 1 nach Figur
1 auch noch einen Kanal 17 unmittelbar auf der Quermittelebene 18 liegend vorzusehen.
Ebenso liegt es natürlich im Rahmen des möglichen, beim kastenförmigen Behälter 1
nach Figur 4 weitere Kanäle 17 beidseitig symmetrisch zur Längsmittelebene 19-19 vorzusehen.
[0032] Besonders aus den Figuren 1 und 4 ist noch ersichtlich, daß in Längsrichtung der
Kanäle 17 verteilt an der Unterseite des Bodens 4 halsartig angeformte Noppen 20 sitzen,
von denen jeder eine Schraubhöhlung 21 enthält, wie das deutlich aus den Figuren 2
und 5 bis 7 hervorgeht.
[0033] Durch die jeweils mit einem Kanal 17 korrespondierenden Freiräume 13 lassen sich
von der Seite her in die betreffenden Kanäle 17 einstückig durchgehende Versteifungsprofile
einschieben, die bspw. einen C- oder U-förmigen Querschnitt aufweisen. Dabei werden
die Endbereiche dieser Versteifungsprofile 22 jeweils in den den zueinander parallelen
Längswänden 2 oder Querwänden 3 des kastenförmigen Behälters 1 zugeordneten Freiräumen
13 aufgenommen, während deren übriger, zwischen den inneren Begrenzungsrändern 11
der Flachstege 8 befindlicher Längenbereich im jeweiligen Kanal 17 nach unten freiliegt.
[0034] Erkennbar ist in den Figuren 2, 6 und 7 der Zeichnung, daß die im Querschnitt U-
oder C-förmigen Versteifungsprofile 22 mit ihrer offenen Längsseite dem Behälterboden
4 zugewendet sind und sich unterseitig stützend gegen diesen anlegen. Aus den betreffenden
Zeichnungsfiguren, und zwar insbesondere aus Figur 7, ist aber auch zu entnehmen,
daß der Steg der Versteifungsprofile 22 unmittelbar vor der Stirnfläche der halsartigen
Noppen 22 liegt und gegen diesen mittels einer in die Schraubhöhlung 21 eingedrehten
Schraube 23 verspannt werden kann. Mit Hilfe jeder Schraube 23, die ein Loch 24 im
Steg des Versteifungsprofils 22 durchsetzt, wird das Versteifungsprofil nicht nur
gegen Längsverschiebung innerhalb des Kanals 17 und der taschenartigen Freiräume 13
fixiert, sondern auch noch in Richtung gegen den Behälterboden 4 unter eine gewisse
Vorspannung gesetzt.
[0035] Wenn es nicht darauf ankommt, auf das Versteifungsprofil 22 eine Vorspannung in Richtung
gegen den Behälterboden 4 auszuüben, dann können zur Lagensicherung gegen Längsverschiebung
des Versteifungsprofils 22 auch Kerbstifte oder Kerbnägel benutzt werden, weil die
Endbereiche der Versteifungsprofile 22 ja in den taschenartigen Freiräumen 13 auf
den Flachstegen 8 gegen Absenken abgestützt sind.
[0036] Den Figuren 2, 6 und 7 kann noch entnommen werden, daß die Profilhöhe der Versteifungsprofile
22 nur einem Bruchteil des maximalen Höhen-Lichtmaßes der zwischen zwei Versteifungsrippen
5 bzw. 6 eingegrenzten Kanäle 17 entspricht, so daß sie mit ihrer Unterseite immer
mit einem gewissen Abstand oberhalb der durch die Flachstege 8 bestimmten Standfläche
für den kastenförmigen Behälter 1 liegen.
[0037] Abweichend von der in den Figuren 1 und 4 dargestellten Ausgestaltung der Kanäle
17 ist es bei der geringen Bauhöhe der Versteifungsprofile 22 auch möglich, die Versteifungsrippen
5 bzw. 6 lediglich mit Durchlässen 16 zu versehen, die das Durchschieben der Versteifungsprofile
22 in ihrer Längsrichtung gestatten.
[0038] Als Versteifungsprofile 22 lassen sich vorteilhaft gewalzte, abgekantete oder gezogene
Metallprofile einsetzen. Diese können dabei mit einer gegen Korrosion schützenden
Oberflächenbeschichtung versehen werden.
[0039] Selbstverständlich ist es auch denkbar, ein und denselben kastenförmigen Behälter
1 im Bereich der Unterseite des Behälterbodens so zu gestalten, daß sich eine Kombination
der Ausgestaltung nach Figur 1 mit der Ausgestaltung nach Figur 4 ergibt. Je nach
Bedarf können dann nämlich Versteifungsprofile 22 entweder parallel zur Quermittelebene
18-18 oder aber parallel zur Längsmittelebene 19-19 verlaufend in die Kanäle 17 eingesetzt
werden.
[0040] In jedem Falle besteht die Möglichkeit, die Versteifungsprofile 22 je nach Bedarf
an der Unterseite des Behälterbodens 4 einzubauen oder auch zu entfernen.
[0041] Abschließend sei noch auf ein wichtiges Ausgestaltungsmerkmal im Zusammenhang mit
den sich in Richtung der Bodenebene erstreckenden Flachstegen 8 hervorgehoben. Es
ist aus der Zeichnung erkennbar, daß diese Flachstege 8 eine von ihren äußeren Begrenzungsrändern
10 zu den einwärts gerichteten Begrenzungsrändern 11 hin leicht ansteigende Neigungslage
haben. Dabei dient der innere Begrenzungsrand 11 als Stützauflage für die Unterseite
der Versteifungsprofile 22.
[0042] Da dieser innere Begrenzungsrand 11 bei hoher Belastung des kastenförmigen Behälters
nur so weit durchbiegen kann, bis der Flachsteg 8 in eine Horizontallage gelangt,
ergibt sich durch den inneren Begrenzungsrand 11 ein wichtiger Abstütztbereich für
die Versteifungsprofile 22.
[0043] Die in der Zeichnung dargestellte und vorstehend beschriebene Bauart eines aus Kunststoff
hergestellten kastenförmigen Behälters 1 kann natürlich auch die eine oder andere
Abwandlung erfahren, ohne daß hierdurch das grundsätzliche Bauprinzip wesentlich verändert
wird.
[0044] So ist es bspw. ohne weiteres möglich, die einwärts gerichteten Begrenzungsränder
11 der Flachstege 8 jeweils bis an die erste ihnen benachbarte Versteifungsrippe 5
oder 6 heranzuführen, so daß der Abstand 12 wegfällt. Es ergibt sich hierdurch eine
einstückige bzw. materialeinheitliche Verbindung der Flachstege 8 längs ihrem inneren
Begrenzungsrand 11 mit der Versteifungsrippe 5 oder 6.
[0045] Andererseits wäre es aber auch möglich, den Abstand zwischen dem inneren Begrenzungsrand
11 der Flachstege 8 größer zu wählen, als dies in der Zeichnung (Figuren 1 und 4)
gezeigt ist. In diesem Falle sollten dann aber Versteifungsrippen 5 und 6 zwischen
den Flachstegen 8 und der Unterseite des Behälterbodens 4 in Deckungslage mit dem
äußeren Begrenzungsrand 10 der Flachstege 8 vorgesehen werden.
[0046] In beiden vorstehend angeführten Abwandlungsfällen müßten dann die an den inneren
Begrenzungsrand 11 bzw. den äußeren Begrenzungsrand 10 der Flachstege 8 einstückig
anschließenden Versteifungsrippen 5 bzw. 6 jeweils dort die Unterbrechungen bzw. Durchlässe
16 erhalten, wo sich die von zwei parallel verlaufenden Versteifungsrippen 5 oder
6 eingegrenzten Kanäle 17 zur Aufnahme von Versteifungsprofilen 22 befinden.
1. Kastenförmiger Behälter aus Kunststoff, insbesondere Lager- und Transportkasten, bei
welchem ein eine ebene Oberseite aufweisender Boden unterseitig durch Versteifungsrippen
stabilisiert ist, und bei welchem sich längs des Bodenrandes
- entweder über dessen gesamten Umfang hinweg oder aber stückweise entlang den Längs-
und/oder Querseiten desselben
- in Richtung der Bodenebene verlaufende Flachstege erstrecken, die durch quer zum
Bodenrand ausgerichtete Versteifungsrippen im Abstand unterhalb der Bodenebene abgestützt
und mit dieser verbunden sind sowie die Standflächen des Behälters bilden, wobei die
zwischen der Bodenunterseite, der Flachstegoberseite und den quergerichteten Versteifungsrippen
eingegrenzten Freiräume einseitig - nach außen oder nach innen - offen ausgeführt
sind, während ihnen andererseits - innen- oder außenseitig - eine Versteifungsrippe
zumindest vorgelagert ist, um eine taschenartige Begrenzung der Freiräume zu erhalten,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeweils nicht nur die den Freiräumen (13) innen- und/oder außenseitig vorgelagerten
Versteifungsrippen (5 oder 6), sondern auch alle weiteren, hierzu parallelen Versteifungsrippen
(5 oder 6) im Bereich einzelner taschenartig eingegrenzter Freiräume (13) Unterbrechungen
bzw. Durchlässe
(16) aufweisen, an die sich jeweils durch zwei quer zu den Begrenzungsrändern (10
und 11) der Flachstege (8) verlaufenden Versteifungsrippen (6 oder 5) eingegrenzte,
nach unten offene Kanäle (17) anschließen, daß in Längsrichtung dieser Kanäle (17)
verteilt an der Unterseite des Behälterbodens (4) halsartig angeformte Noppen (20)
sitzen, und daß in die taschenartig eingegrenzten Freiräume sowie die daran im Bereich
der Unterbrechungen bzw. Durchlässe (16) anschließenden Kanäle (17) durchgehende U-
oder C-förmige Versteifungsprofile (22) einschiebbar und dann mittels sie in Querrichtung
durchdringenden, in die Noppen (20) eingreifenden Sperrbolzen, z. B. Schrauben (23),
Kerbnägel oder dergleichen, festlegbar sind.
2. Kastenförmiger Behälter nach Anspruch 1, bei welchem die zwischend der Bodenunterseite,
der Flachstegoberseite und den quer gerichteten Versteifungsrippen taschenartig eingegrenzten
Freiräume bodenrandseitig völlig offen ausgeführt sind, während die einwärts gerichteten
Begrenzungsränder der Flachstege einen Abstand von parallel zu ihnen verlaufenden,
unterseitigen Boden-Versteifungsrippen haben und dort nach unten offene Durchlässe
in den taschenartig eingegrenzten Freiräumen ausbilden,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeweils die parallel zu den einwärts gerichteten Begrenzungsrändern (11) der Flachstege
(8) verlaufenden Versteifungsrippen (5 oder 6) im Bereich einzelner taschenartig eingegrenzter
Freiräume (13) die Unterbrechungen bzw. Durchlässe (16) aufweisen, an die sich jeweils
die durch zwei quer zu den einwärts gerichteten Begrenzungsrändern (11) verlaufende
Versteifungsrippen (6 oder 5) eingegrenzten, nach unten offene Kanäle (17) anschließen.
3. Kastenförmiger Behälter nach einem der Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich die Kanäle (17) ausschließlich in Längsrichtung des Behälterbodens (4) erstrecken
und symmetrisch zur Längsmitte dieses Behälterbodens (4) angeordnet sind.
4. Kastenförmiger Behälter nach einem der Ansprüche 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Profilhöhe der Versteifungsprofile (22) nur einem Bruchteil des maximalen
Höhen-Lichtmaßes der Kanäle (17) bzw. der taschenartigen Freiräume (13) entspricht.
5. Kastenförmiger Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Versteifungsprofile (22) gewalzte, abgekantete oder gezogene Metallprofile
sind, die vorzugsweise eine korrosionsschützende Oberflächenbeschichtung haben.
6. Kastenförmiger Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Längsöffnung der Versteifungsprofile (22) dem Behälterboden (4) zugewendet
sind.
7. Kastenförmiger Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Flachstege (8) eine von ihrem äußeren Begrenzungsrand (10) zum inneren Begrenzungsrand
(11) hin leicht ansteigende Neigungslage aufweisen und daß dabei ihr innerer Begrenzungsrand
(11) eine Stützauflage für die Versteifungsprofile (22) bildet.