[0001] Die Erfindung betrifft einen Doppelmantelspeicher für die Bereitung und Speicherung
von warmem Brauchwasser gemäß Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Derartige Doppelmantelspeicher sind allgemein bekannt und in Benutzung, so daß es
diesbezüglich keines besonderen druckschriftlichen Nachweises bedarf. Der Anschluß
der das Heizmedium führenden Vor- und Rücklaufanschlüsse an den Außenmantel ist insoweit
problematisch, als das den Außenmantel nach oben anschließende ringförmige Außenmantelabschlußblech
in Rücksicht auf möglichst kompakte Abmessungen des ganzen Speichers bei möglichst
geringem Heizmediumsvolumen zwischen Speicherbehälter und Außenmantel eine geringe
radiale Breite hat, die den dort an sich bequemen Anschluß der Vor- und Rücklaufanschlüsse
nicht ohne weiteres zuläßt. Diese wurden deshalb mit entsprechenden 90°-Rohrbögen
an entsprechende seitliche Öffnungen am Außenmantel angebracht, wobei die Bögen zudem
ausreichend groß gehalten werden mußte, um einwandfreie Schweißnähte verlegen zu können.
Dies führt also zu einer entsprechend großen seitlichen Raumbeanspruchung am Speicher.
Zu berücksichtigen ist dabei ferner, daß aus Gründen möglichst geringer Fertigungskosten
das ringförmige Außenmantelabschlußblech einer automatisch-maschinellen Verschweißung
zugänglich bleiben muß.
[0003] Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde einen Doppelmantelspeicher der
eingangs genannten Art bezüglich des Anschlusses der Vor- und Rücklaufanschlüsse für
das Heizmedium dahingehend auszubilden und zu verbessern, daß diese nach vollzogener
maschineller Anschweißung des Außenmantelabschlußbleches mit minimaler seitlicher
Raumbeanspruchung am Speicher und achsparallelen Abgang am Außenmantel angeschlossen
werden können.
[0004] Diese Aufgabe ist für einen Doppelmantelspeicher der gattungsgemäßen Art nach der
Erfindung durch die in den Kennzeichen des Anspruches 1 angeführten Merkmale gelöst.
Vorteilhafte und praktische Ausgestaltungen ergeben sich nach den Unteransprüchen.
[0005] Bei der erfindungsgemäßen Ausbildung nach Anspruch 1 in Verbindung mit Anspruch 2
werden zunächst einfach die Anschlußrohrstücke bodenseitig neben den Öffnungen am
Außenmantel angeschweißt, und zwar bei achsparalleler Ausrichtung der Rohrstücke zur
Speicherachse, d.h., die kleinen Flansche der Rohrstücke stehen senkrecht zum Außenmantel,
wobei vorteilhaft deren anzuschweißender Randteil an die Wölbung des Außenmantels
angepaßt ist. In den vom Flansch und dem Außenmantel gebildeten Zwickel werden nun
die an die Zwickelform angepaßten und vorteilhaft durch Tiefziehen bzw. Pressen schalenartige
Übergangsstücke eingesetzt, die damit die Öffnungen im Außenmantel abdecken und die
nunmehr von außen längs ihrer Anschlußränder zu den Flanschen und zum Außenmantel
verschweißt werden.
[0006] Die Herstellung der Rohr- und der Übergangsstücke ist denkbar einfach, da, wie erwähnt,
die Übergangsstücke aus entsprechend kleinen Blechzuschnitten einfach tiefgezogen
werden können, weil beidseitig unterbrechungslos offene Formgebilde entstehen sollen.
Die kleinen Flansche an den Rohrenden werden vorteilhaft durch Rollkröpfung angebracht
und an beliebiger Stelle sekantial abgeschnitten, um einen entsprechend langen Anschlußrad
zum Außenmantel entstehen zu lassen, der zweckmäßig schwach bogenförmig, der Wölbung
des Außenmantels entsprechend, ausgebildet wird.
[0007] Einen ähnlichen, genauso wenig Raum beanspruchenden Anschluß kann man gemäß Anspruch
1 in Verbindung mit Anspruch 6 auch dadurch erreichen, daß man einen entsprechend
langen Teil des Rohrendes an einer Seite in Längsrichtung ausschneidet oder ebenflächig
verformt und das Rohr damit am Außenmantel seitlich anlegt, wobei das dann an sich
noch offene Ende des Rohres in geeigneter Weise verschlossen sein muß, was noch näher
erläutert wird.
[0008] Sofern die Rücklaufabströmöffnung am anschlußfernen Boden des Außenmantels angeordnet
und von da aus eine Rücklaufleitung außen am Außenmantel zur Anschlußseite des Speichers
geführt ist, ist eine Ausbildung des eigentlichen Rücklaufanschlusses in der vorerwähnten
Weise nicht erforderlich, sondern (auch dies wird noch näher erläutert) dafür wird
das den eigentlichen Rücklaufanschluß bildende Rohrstück mit seinem Anschlußende so
verformt, daß es in oder auf das obere Ende der Rücklaufleitung gesteckt und mit diesem
verschweißt werden kann.
[0009] Der erfindungsgemäße Doppelmantelspeicher wird nachfolgend anhand der zeichnerischen
Darstellung von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
[0010] Es zeigt schematisch
- Fig. 1
- im Schnitt den hier interessierenden Anschlußteil des Doppelmantelspeichers;
- Fig. 2
- eine Ansicht des Speichers in Pfeilrichtung A gemäß Fig. 1;
- Fig. 3
- eine perspektivische Darstellung des Übergangsstückes;
- Fig. 4, 5
- perspektivisch besondere Ausführungsformen der Vor- und Rücklaufanschlüsse;
- Fig. 6
- im Schnitt eine besondere Ausführungsform des Speichers und
- Fig. 7, 8
- vergrößert und im Schnitt die Vor- und Rücklaufanschlüsse des Speichers nach Fig.
6
Wie aus den Fig. 1, 2 ersichtlich, besteht der Doppelmantelspeicher aus einem mit
Kaltwasserzufuhr- und Warmwasserablaufanschluß 3, 4 versehenen Speicherbehälter 1,
der bis auf den mit den Anschlüssen 3, 4 versehenen Behälterboden 5 mit einem formangepaßten,
das Heizmedium führenden Außenmantel 2 umgeben ist, an dem Heizmediumsvor- und Rücklaufanschlüsse
6, 7 unmittelbar neben dem Außenmantelabschlußblech 8 angeordnet sind.
[0011] Beim praktischen Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 bis 3 sind die Vor- und Rücklaufanschlüsse
6, 7 aus nach zwei Seiten unterbrechungslos offenen Übergangsstücken 9 sind und aus
Anschlußrohrstücken 10 gebildet, wobei die Übergangsstücke 9 mit einer offenen Seite
11 auf den Umfangsrandbereich 13 von Öffnungen 14 im Außenmantel 2 aufgesetzt sind
und deren rechtwinklig dazu orientierte andere offene Seite 12 mit einem Anschlußflansch
15 des jeweiligen Anschlußrohrstückes 10 verschlossen ist. Bezüglich der Form der
Übergangsstücke 9 und insbesondere bezüglich deren nach zwei Seiten "unterbrechungslos
offenen" Ausbildung wird auf Fig. 3 verwiesen, die diese Maßgabe klar verdeutlicht.
[0012] Die einleitend bereits angedeuteten, bezüglich ihrer Fertigung und Fertigungsverarbeitung
am Speicher vorteilhaften Weiterbildungen bestehen, wie ebenfalls aus den Fig. 1 bis
3 ersichtlich darin, daß die Übergangsstücke 9 als einstückige, tiefgezogene Preßteile
ausgebildet sind, daß ferner die Anschlußflansche 15 der Anschlußrohrstücke 10 in
Form von Rollkröpfungen der Rohrenden ausgebildet sind und daß schließlich die Anschlußflansche
15 anschlußseitig zum Außenmantel 2 mit an desse Wölbungsform angepaßten, sekantial
orientierten Anschlußrändern 16 versehen sind. Fig. 1 macht deutlich, wie dicht die
Vor- und Rücklaufanschlüsse 6, 7 am Außenmantel 2 angeordnet werden können, d.h.,
die Vor- und Rücklaufanschlüsse 6, 7 sind mit ihren zur Behälterlängsachse BA achsparallelen
Längsachsen LA mit einer Distanz D zur Wand W des Außenmantels 2 angeordnet, die nur
geringfügig größer ist als der halbe Durchmesser der Abgangsöffnungen der Anschlüsse
6, 7. Außerdem zeigt Fig. 1, wie das ringförmige Außenmantelabschlußblech 8 in der
Regel ausgeformt und zwischen dem Boden 5 und dem Außenmantel 2 eingesetzt und verschweißt
ist, d.h., es liegt kein glatt zylindrisch auslaufender Umfangsrand 17 vor. Ein solcher
zylindrisch glatt auslaufender Rand 17 kann jedoch, wie Fig. 6 zeigt, durchaus ebenfalls
problemlos hergestellt werden, wobei es dann ohne weiteres möglich ist, die Anschlüsse
gemäß der Fig. 4, 5 und 7 auszubilden, d.h., hierbei sind die Vor- und Rücklaufanschlüsse
6, 7 aus Rohren 3', 4'gebildet, deren Anschlußenden einseitig an den Außenmantel 2
formangepaßt und mit einer Überströmöffnung 14' versehen an den Außenmantel 2 über
dessen Überströmöffnung 14 angelegt und ringsum mit dem Außenmantel 2 verschweißt.
[0013] Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 sind die Rohre 3', 4'an ihren Anschlußenden
mit einem seitlichen Ausschnitt 18 versehen, und der Wandungslappen 19 des Anschlußendes
ist zu einer Verschlußkappe 20 ausgebildet. Eine solche Form läßt sich mit entsprechend
formangepaßten Preßwerkzeugen ohne weiteres herstellen. Ohne erst einen Ausschnitt
18 am Rohrende vornehmen zu müssen, kann aber dieses auch im Sinne der Fig. 5, 7 verformt
werden, d.h., hierbei ist die Wandung der Rohre 3', 4' an deren Anschlußenden einseitig
zu einer Anschlußfläche 21 und der andere Teil der Wandung zu einer Verschlußkappe
20 verformt ausgebildet, wobei hier in der Anschlußfläche 21 die Überströmöffnung
14' angebracht sein muß. Daß dabei zunächst ein Spalt 20' mit der etwa dargestellten
Form offen bleibt, spielt keine Rolle, da das Ganze ja dann im aufgesetzten Zustand
längs der strichpunktierten Linie mit dem Außenmantel 2 verschweißt wird.
[0014] Die Ausführungsform des Speichers nach Fig. 6, 8 zeigt eine andere Gestaltung des
Rücklaufes RL, d.h., der Vorlaufanschluß 6 bedarf hier keiner weiteren Erläuterung,
da dieser in der einen oder anderen Weise, wie vorbeschrieben, ausgebildet sein kann
(Fig. 1, 4 oder 5). Was den Rücklauf RL betrifft, so ist dieser an einer Öffnung 22
des Außenmantelbodens 23 angesetzt und als Rücklaufleitung 24 außen am Außenmantel
2 zur Anschlußseite des Speichers geführt, in deren Ende 25 der entsprechend formangepaßte
Rücklaufanschluß 7 gesteckt und verschweißt ist. Auch hierbei ergibt sich keine größere
seitliche Raumbeanspruchung durch den Rücklaufanschluß 7. Beim Doppelmantelspeicher
gemäß Fig. 6 handelt es sich im übrigen um einen für eine horizontale Anordnung, der
lediglich aus Platzgründen in Senkrechtstellung dargestellt ist.
1. Doppelmantelspeicher für die Bereitung und Speicherung von warmem Brauchwasser, bestehend
aus einem mit Kaltwasserzufuhr- und Warmwasserablaufanschluß (3, 4) versehenem Speicherbehälter
(1), der bis auf den mit den Anschlüssen (3, 4) versehenen Behälterboden (5) mit einem
formangepaßten, das Heizmedium führenden Außenmantel (2) mit geringer Distanz umgeben
ist, an dem Heizmediumsvor- und Rücklaufan-schlüsse (6, 7) angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß von den am oberen Ende des Außenmantels (2) an Öffnungen (14) angeschlossenen
Vor- und Rücklaufanschlüssen (6, 7) mindestens der Vorlaufanschluß (6) mit seiner
zur Behälterlängsachse (BA) achsparallelen Längsachse (LA) zur Wand (W) des Außenmantels
(2) eine Distanz (D) hat, die maximal geringfügig größer ist, als der halbe Durchmesser
der Abgangsöffnung (A) des Anschlusses (6).
2. Speicher nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Vor- und Rücklaufanschlüsse (6, 7) aus nach zwei Seiten unterbrechungslos
offenen Übergangsstücken (9) gebildet sind und aus Anschlußrohrstücken (10), wobei
die Übergangsstücke (9) mit einer offenen Seite (11) auf den Umfangsrandbereich (13)
der Öffnungen (14) im Außenmantel (2) aufgesetzt sind und deren rechtwinklig dazu
orientierte andere offene Seite (12) mit einem Anschlußflansch (15) des jeweiligen
Anschlußrohrstückes (10) verschlossen ist.
3. Speicher nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Übergangsstücke (9) als einstückige, tiefgezogene Preßteile ausgebildet sind.
4. Speicher nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anschlußflansche (15) der Anschlußrohrstücke (10) in Form von Rollkröpfungen
der Rohrenden ausgebildet sind.
5. Speicher nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anschlußflansche (15) anschlußseitig zum Außenmantel (2) mit an dessen Wölbungsform
angepaßten, sekantial orientierten Anschlußrändern (16) versehen sind.
6. Speicher nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Vor- und Rücklaufanschlüsse (6, 7) aus Rohren (3', 4') gebildet sind, deren
Anschlußenden einseitig an den Außenmantel (2) formangepaßt und mit einer Überströmöffnung
(14') versehen an den Außenmantel (2) über dessen Überströmöffnung (14) angelegt und
ringsum mit dem Außenmantel (2) verschweißt sind.
7. Speicher nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rohre (3', 4') an ihren Anschlußenden mit einem seitlichen Ausschnitt (18)
versehen und der Wandungslappen (19) des Anschlußendes zu einer Verschlußkappe (20)
ausgebildet ist.
8. Speicher nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wandung der Rohre (3', 4') an deren Anschlußenden einseitig zu einer Anschlußfläche
(21) und der andere Teil der Wandung zu einer Verschlußkappe (20) verformt ausgebildet
ist.
9. Speicher nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Rücklauf (RL) an einer Öffnung (22) des Außenmantelbodens (23) angesetzt und
als Rücklaufleitung (24) außen am Außenmantel (2) zur Anschlußseite geführt ist, in
oder auf deren Ende (25) der entsprechend formangepaßte Rücklaufanschluß (7) gesteckt
und verschweißt angeordnet ist.