[0001] Die Erfindung betrifft eine Druckluftpistole zum Auftragen von pastösem Material
mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1.
[0002] Druckluftpistolen zum Auftragen von pastösem Material sind bekannt. Pastöses Material
in diesem Sinne sind beispielsweise Dichtmassen, wie sie im Kraftfahrzeug-Handwerk
Verwendung finden. Pastöses Material sind aber auch im Baugewerbe verarbeitete Dichtmassen
od. dgl.. Kennzeichnend für das so verarbeitete Material ist jedenfalls, daß es sich
in Einweg-Materialpackungen befindet, die in den Aufnahmeraum einer solchen Druckluftpistole
eingesetzt und durch Beaufschlagung mit Druckluft durch eine Materialaustrittsdüse
entleert werden.
[0003] Eine bekannte Druckluftpistole ist von Druckluft nicht nur betätigt, sondern auch
gesteuert und ist als Mehrzweckpistole für unterschiedliche Arbeitsweisen ausgerüstet
(DE-U-9 011 965). Diese Druckluftpistole kann alternativ ohne zusätzlicher Druckluftaustritt
und mit zusätzlichem Druckluftaustritt betrieben werden, indem zusätzlich zum eigentlichen
Förder-Druckluftkreis ein paralleler zweiter Druckluftkreis realisiert ist, der wahlweise
aktiviert werden kann.
[0004] Bei der bekannten Druckluftpistole wird die Einweg-Materialpackung von der offenen
Stirnseite eines insgesamt kreiszylindrischen Außengehäuses her in den Aufnahmeraum
eingeführt. Am vorderen, der offenen Seite des Außengehäuses zugeordneten Ende der
Einweg-Materialpackung ist eine mit einem Boden als Baueinheit ausgeführte Materialaustrittsdüse
auf einen Stutzen der Einweg-Materialpackung aufgeschraubt. Sie wird durch eine ihrerseits
wieder auf das Aussengehäuse aufgeschraubte Überwurf-Kappe gehalten. Durch die Überwurf-Kappe
wird gleichzeitig die Einweg-Materialpackung mit dem der gegenüberliegenden Stirnseite
zugeordneten Ende auf einen Anstichbolzen gedrückt, der eine Schutzhülle auf der Rückseite
der Einweg-Materialpackung dann durchsticht und die Verbindung zwischen einem Druckluftanschluß
und der Druckseite eines Folgekolbens bildet. Der Folgekolben ist Teil der Einweg-Materialpackung,
er kann in der Einweg-Materialpackung in Richtung auf die Materialaustrittsdüse hin
durch Druckluft verschoben werden. Die Druckluft-Betätigung bzw. -Steuerung erfolgt
von einer in einem Handgriff am Außengehäuse befindlichen Ventilanordnung her.
[0005] Bei der bekannten Druckluftpistole ist zusätzlich zum primären Druckluftraum auf
der Druckseite des Folgekolbens noch ein sekundärer Druckluftraum vorgesehen, der
eine Druckluft-Beimischung zum schon aus der Materialaustrittsdüse austretenden Material
ermöglicht. Für die Lehre der vorliegenden Patentanmeldung gelten die Ausstattungsdetails
der bekannten, zuvor erläuterten Druckluftpistole als Optionen in entsprechender Weise,
so daß der Offenbarungsgehalt der zuvor angesprochenen vorveröffentlichten Druckschrift
insoweit auch zum Offenbarungsgehalt der hier vorliegenden Patentanmeldung gemacht
wird.
[0006] Bei der bekannten, zuvor erläuterten Druckluftpistole besteht ein Problem darin,
daß der Folgekolben im Inneren der Einweg-Materialpackung sich häufig nicht lagetreu
oder lagerichtig zu verschieben vermag, sondern in der Einweg-Materialpackung verkantet.
Die Einweg-Materialpackung muß dann zwischenzeitlich nochmals wieder ausgebaut und
gerichtet werden, im Extremfall kann der Inhalt der Einweg-Materialpackung auch nicht
vollständig entnommen werden. Eine länger gestreckte Ausführung des Folgekolbens,
die zwar ein Verkanten in der Einweg-Materialpackung weniger wahrscheinlich machen
würde, würde einerseits die Reibung des Folgekolbens beim Vorschieben wesentlich erhöhen,
würde andererseits die Füllmenge der an sich standardisierten Einweg-Materialpackungen
verringern.
[0007] Das zuvor erläuterte Problem ist schon erkannt und einer Lösung zugeführt worden.
Bei der insoweit bekannten Druckluftpistole (DE-U-76 28 498) ist ein Schubkolben dem
Folgekolben vorgeschaltet. Der Schubkolben ist leichtgängig längs verschiebbar im
Außengehäuse gelagert, mit seiner jedenfalls wirkungsmäßig großflächig am Folgekolben
zur Anlage kommenden Fläche schiebt er diesen lagerichtig in der Einweg-Materialpackung
nach vorn.
[0008] Bei dieser bekannten Druckluftpistole, von der die Erfindung ausgeht, besteht jedoch
ein Problem darin, daß das Außengehäuse um die Länge des Schubkolbens länger werden
muß als bei der weiter oben erläuterten, ebenfalls bekannten Druckluftpistole.
[0009] Weiter ist eine Druckluftpistole zum Auftragen von pastösem Material bekannt (DE-A-36
07 176), die ein in einem Teilbereich halbschalenförmiges Außengehäuse aufweist. In
den Teilbereich des Außengehäuses ist von oben her eine Einweg-Materialpackung einlegbar.
Bei dieser Druckluftpistole ist ein Schubkolben vorhanden, der als Teleskopkolben
ausgeführt ist. Der vordere Teleskopabschnitt des Schubkolbens ist an der Seite, von
der her er mit Druck beaufschlagt wird, also an seiner Druckseite, offen und an seiner
am Folgekolben in der Einweg-Materialpackung zur Anlage kommenden Stirnseite geschlossen.
Es ergibt sich ein insgesamt großer pneumatischer Totraum.
[0010] Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, die weiter oben erläuterte Druckluftpistole,
von der die Erfindung ausgeht, so auszugestalten und weiterzubilden, daß bei lagerichtiger
Verschiebung des Folgekolbens die Gesamtlänge der Druckluftpistole möglichst kurz
ausfällt und der pneumatische Totraum gleichwohl so klein wie möglich ist.
[0011] Die zuvor aufgezeigte Aufgabe ist bei der Druckluftpistole mit den Merkmalen des
Oberbegriffs von Anspruch 1 durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils von Anspruch
1 gelöst. Erfindungsgemäß ist der Schubkolben als Teleskopkolben mit zwei oder mehr
Teleskopabschnitten ausgeführt. Dadurch wird die zusätzlich zur Länge der Einweg-Materialpackung
erforderliche Länge für den Schubkolben in der Druckluftpistole erheblich geringer.
Gleichwohl wird der damit an sich verbundene Nachteil eines großen pneumatischen Totraums
im Inneren der Teleskopabschnitte vermieden. Dies gelingt durch die atypische umgekehrte
Anordnung der Teleskopabschnitte, indem nämlich der vordere Teleskopabschnitt des
Schubkolbens auf der Druckseite eine geschlossene Fläche bildet. Dadurch fällt der
Innenraum des vorderen Teleskopabschnittes als pneumatischer Totraum weg.
[0012] Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der Erfindung auszugestalten und
weiterzubilden, wozu auf die dem Patentanspruch 1 nachgeordneten Ansprüche verwiesen
werden darf. Im übrigen wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel
darstellenden Zeichnung erläutert. Die einzige Figur der Zeichnung zeigt eine erfindungsgemäße
Druckluftpistole in einem bevorzugten Ausführungsbeispiel, teilweise aufgeschnitten.
[0013] Die in der einzigen Figur der Zeichnung dargestellte Druckluftpistole ist zum Auftragen
von pastösem Material, beispielsweies von Dichtmaterial od. dgl., bestimmt und geeignet.
Sie kann im Grundsatz außer mit Luft auch mit anderen Druckmedien betrieben werden,
üblicherweise wird aber Druckluft verwendet. Die Druckluftpistole weist zunächst ein
an mindestens einer Seite öffenbares Außengehäuse 1, das im dargestellten und bevorzugten
Ausführungsbeispiel kreiszylindrisch ausgeführt ist, auf. Im Außengehäuse 1 befindet
sich ein dementsprechend hier auch kreiszylindrischer Aufnahmeraum 2 für eine standadisierte
Einweg-Materialpackung 3. Im dargestellten Ausführungsbeispiel und nach bevorzugter
Ausführung an der öffenbaren Seite des Außengehäuses 1 angeordnet ist eine zu einer
Austrittsspitze 4 der Einweg-Materialpackung 3 korrespondierende Materialaustrittsdüse
5. Nur angedeutet ist am Außengehäuse 1 ein Druckluftanschluß 6, und zwar in einem
Handgriff 7, der am Außengehäuse 1 angebracht ist und in dem eine Ventilanordnung
8 für betätigende und steuernde Druckluft untergebracht ist.
[0014] Die Einweg-Materialpackung 3 ist an der der Austrittsspitze 4 gegenüberliegenden
Seite mit einem in der Einweg-Materialpackung 3 in Richtung der Austrittsspitze 4
verschiebbaren, das Material vor sich herschiebenden und damit aus der Materialaustrittsdüse
5 ausstoßenden Folgekolben 9 versehen. Die einzige Figur der Zeichnung zeigt nicht
das in der Einweg-Materialpackung 3 befindliche Material, es ist aber erkennbar, daß
dieses Material durch Vorschieben des Folgekolbens 9 aus der Materialaustrittsdüse
5 herausgepreßt wird. Die einzige Figur zeigt dabei beide Positionen des Folgekolbens
9, die zurückgezogene Position am Anfang bei einer neu eingesetzten Einweg-Materialpackung
3 im unteren Teil und die Position mit vorgeschobenem Folgekolben 9 entsprechend einer
vollständig geleerten Einweg-Materialpackung 3 im oberen Teil.
[0015] Die Druckluft wird vom Druckluftanschluß 6 auf die von der Materialaustrittsdüse
5 abgewandte Seite des Folgekolbens 9 geleitet, was die zuvor geschilderte Vorschubbewegung
des Folgekolbens 9 entsprechend der Steuerung mittels Handgriff 7 und Ventilanordnung
8 zur Folge hat.
[0016] Im dargestellten Ausführungsbeispiel gilt noch, daß zusätzlich zu dem die Förderung
bewirkenden Druckluftkreis ein sekundärer, ein Verdüsen des pastösen Materials bewirkender
Druckluftkreis vorgesehen ist. Dieser weist einen Sekundärluftanschluß 10, einen Sekundärluft-Ringraum
11 im Außengehäuse 1 und eine Sekundärluftdüse 12 auf. Die Sekundärluftdüse 12 umgibt
die Materialaustrittsdüse 5 im dargestellten Ausführungsbeispiel konzentrisch. Ihre
Funktion ist im Stand der Technik, der eingangs erläutert worden ist, umfangreich
beschrieben, darauf darf verwiesen werden. Die offene Seite des Außengehäuses 1, von
der her die Einweg-Materialpackung 3 eingesteckt wird, ist durch eine aufgeschraubte
überwurfkappe 13, die die Sekundärluftdüse 12 trägt, geschlossen. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel befindet sich im übrigen die Materialaustrittsdüse 5 als Teil
einer Bodenplatte 14 zwischen Überwurfkappe 13 und Außengehäuse 1 und diese Baueinheit
ist über ein Gewinde mit der Einweg-Materialpackung 3 verbunden. Hier gibt es Austausch-Möglichkeiten,
die auch im Stand der Technik dargelegt worden sind, so daß darauf erneut verwiesen
werden darf.
[0017] Wenn der Folgekolben 9 nur durch Druckluft-Beaufschlagung von der Druckseite her
nach vorn geschoben wird, kann sich der Folgekolben 9 in der Einweg-Materialpackung
3 leicht verkanten, was zu den eingangs erläuterten Problemen führt. Es ist daher
hier vorgesehen, daß im Außengehäuse 1 auf der von der Materialaustrittsdüse 5 abgewandten
Seite des Folgekolbens 9 ein Schubkolben 15 angeordnet und in einer Längsführung 16
im Außengehäuse 1 verschiebbar geführt ist, die Druckluft auf die vom Folgekolben
9 abgewandte Druckseite des Schubkolbens 15 geleitet ist, der Schubkolben 15 am Folgekolben
9 zumindest wirkungsmäßig großflächig zur Anlage kommt und der Folgekolben 9 vom -
druckluftbewegten - Schubkolben 15 lagerichtig vorschiebbar ist. Wie die einzige Figur
der Zeichnung mit dem Vergleich zwischen zurückgezogener und vorgeschobener Stellung
des Schubkolbens 15 unten und oben erkennen läßt, verkantet der Schubkolben 15 einerseits
wegen der Längsführung 16, andererseits aber auch wegen seiner Länge selbst nicht
oder praktisch nicht im Außengehäuse 1. Da der Schubkolben aber jedenfalls wirkungsmäßig,
wenn auch nicht flächenmäßig, am Folgekolben 9 auf der Druckseite großflächig zur
Anlage kommt, wird der Folgekolben 9 von der Vorschubkraft so gleichmäßig beaufschlagt,
daß er absolut lagerichtig vorgeschoben wird. Ein Verkanten des Folgekolbens 9 kann
nicht auftreten.
[0018] Der Schubkolben 15 taucht von der offenen Seite her in die Einweg-Materialpackung
3 ein und schiebt den darin befindlichen Folgekolben 9 nach vorn. Das geschieht im
dargestellten Ausführungsbeispiel dadurch, daß der Schubkolben 15 eine ringförmige,
und zwar hier kreisringförmige Anlagefläche 17 aufweist. Die Anlagefläche 17 weist
einen nur etwas geringeren Durchmesser als der Durchmesser des Folgekolbens 9 auf,
was zu einer möglichst großflächigen Abstützung des Folgekolbens 9 führt. Der große
Außendurchmesser des Schubkolbens 15 hat im dargestellten Ausführungsbeispiel weiter
den Vorteil, daß bei auftretender geringfügiger Verkantung des Schubkolbens 15 dieser
schon mit der Außenseite an der Innenseite der Einweg-Materialpackung 3 zur Anlage
kommt, so daß die maximal mögliche Verkantung am Folgekolben 9 praktisch nicht merkbar
ist.
[0019] Bei der aus dem Stand der Technik bekannten Druckluftpistole mit den Folgekolben
9 unmittelbar beaufschlagender Druckluft ist nun bestechend, daß das Außengehäuse
1 bis auf einen kleinen Raum, der für den Anstichdorn od. dgl. erforderlich ist, an
sich nicht länger sein muß als die Einweg-Materialpackung 3. Für die Wirkung der Druckluft
spielt es nämlich keine Rolle, wie tief in das Innere der Einweg-Materialpackung 3
hinein der Folgekolben 9 vorgeschoben worden ist. Hier hat der Schubkolben 15 einen
Nachteil, da bei einteiliger Ausführung des Schubkolbens 15 die Länge des Außengehäuses
1 etwa das Doppelte der Länge der Einweg-Materialpackung 3 betragen muß.
[0020] Das dargestellte Ausführungsbeispiel macht den zuvor erläuterten strukturellen Nachteil
der Druckluftpistole quantitativ weniger bedeutsam, nämlich dadurch, daß der Schubkolben
15 als Teleskopkolben mit zwei oder mehr Teleskopabschnitten 18 ausgeführt ist. Bevorzugt
sind zwei oder drei Teleskopabschnitte 18, dargestellt sind zwei Teleskopabschnitte
18, die gegeneinander abgedichtet sind. Dadurch wird die zusätzlich zur Länge der
Einweg-Materialpackung 3 erforderliche Länge für den Schubkolben 15 praktisch halbiert.
Auf der Druckseite bildet der Schubkolben 15 bzw. der vordere Teleskopabschnitt 18
des Schubkolbens 15 eine geschlossene Fläche. Das zeigt das dargestellte Ausführungsbeispiel,
das den vorderen Teleskopabschnitt 18 des Schubkolbens 15 als an der dem Folgekolben
9 zugewandten Seite offene, zylindrische Hülse zeigt. Durch diese Konstruktion mit
auf der Druckseite geschlossener Fläche wird der pneumatische Totraum so klein wie
möglich gehalten.
[0021] Die Abdichtung der beiden im dargestellten Ausführungsbeispiel vorhandenen Teleskopabschnitte
18 gegeneinander gelingt dadurch, daß zwischen den Teleskopabschnitten 18 ein mit
Dichtelementen 19 zu beiden Teleskopabschnitten 18 hin versehenes, ein Gleitlager
für den vorderen Teleskopkolben 18 im hinteren Teleskopkolben 18 bildendes Zwischenstück
20 angeordnet ist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Zwischenstück 20 am
von der Materialaustrittsdüse 5 entfernten Ende des vorderen Teleskopabschnittes 18
fest angebracht, wird also gemeinsam mit diesem Teleskopabschnitt 18 im hinteren Teleskopabschnitt
18 verschoben, was man aus der Zeichnung im Vergleich der beiden Darstellungen ohne
weiteres entnimmt. Selbstverständlich ist dabei, daß die Vorschubbewegung der beiden
Teleskopabschnitte 18 begrenzt werden muß, was hier durch entsprechend umgebördelte
Begrenzungsflansche am hinteren Teleskopabschnitt 18 realisiert ist.
[0022] Die Längsführung 16 des Schubkolbens 15 bzw. die durch das Zwischenstück 20 realisierte
Längsführung des Teleskopabschnittes 18 muß, jedenfalls wirkungsmäßig, ausreichend
lang sein, um eine jedenfalls weitgehend verkantungsfreie Führung zu gewährleisten.
Das ist in der Zeichnung dargestellt.
[0023] Weiter oben ist schon erläutert worden, daß der Schubkolben 15 am Folgekolben 9 jedenfalls
wirkungsmäßig großflächig zur Anlage kommen soll. Dies kann durch die im Ausführungsbeispiel
dargestellte kreisringförmige Anlagefläche 17 geschehen, denkbar wäre auch eine mindestens
drei Punkte verteilt angeordnet aufweisende Auflage. Viel wird dabei auch davon abhängen,
wie biegesteif der Folgekolben 9 selbst ausgeführt ist. In diesem Zusammenhang ist
von Bedeutung, daß der Folgekolben 9 auch dadurch funktionell gebildet sein kann,
daß der Boden der Einweg-Materialpackung 3 als solcher unter Mitnahme der Wandung,
die beide verformbar sein müssen, nach vorne, in Richtung auf die Austrittsspitze
4 hin gedrückt wird. Dann wird gewissermaßen die gesamte Einweg-Materialpackung 3
durch den vorschiebenden Schubkolben 15 zusammengefaltet bzw. von hinten her zusammengeschoben.
Hierbei wirkt dann der Boden der Einweg-Materialpackung 3 wie ein Folgekolben. Die
Wirkung ist entsprechend, hierbei müßte aber wohl die Anlagefläche 17 am Schubkolben
15 eher eine durchgehende, jedenfalls eine auch körperlich großflächige Fläche sein.
[0024] Das dargestellte Ausführungsbeispiel zeichnet sich weiter durch eine besonders geschickte
Führung der Druckluft aus. Es gilt nämlich, daß der Druckluftanschluß 6 im Mittelbereich
des Aufnahmeraums 2 liegt und daß der Schubkolben 15 in zurückgefahrener Stellung
mit dem Außengehäuse 1 einen Ringraum 21 bildet, der am von der Materialaustrittsdüse
5 abgewandten Ende, ggf. über im Außengehäuse 1 eingelassene Umwegkanäle 22, mit der
Druckseite des Schubkolbens 15 verbunden ist. Man erkennt in der einzigen Figur in
der unteren Hälfte deutlich, wie durch die Umwegkanäle 22, die hier im Außengehäuse
1 eingebracht sind, die Druckluft die Druckseite des vorderen Teleskopabschnitts 18
auch dann zu erreichen vermag, wenn der Schubkolben 15 in voll zurückgezogener Stellung
steht. Das paßt konstruktiv besonders zur auf der Druckseite geschlossenen Fläche
des Schubkolbens 15.
[0025] Für den Aufbau des Außengehäuses 1 bietet es sich aus herstellungstechnischen und
handhabungstechnischen Gründen an, eine Aufteilung etwa in der Mitte vorzunehmen.
Das Außengehäuse 1 ist also hier zweiteilig gestaltet, wobei der eine Teil im wesentlichen
die Einweg-Materialpackung 3, der andere Teil im wesentlichen den Schubkolben 15 (in
zurückgefahrener Stellung) aufnimmt. Ein hier aus konstruktiven Gründen dazwischen
noch vorgesehenes Mittelteil 23 trägt das die Längsführung 16 bildende Gleitlager
für den äußeren, hinteren Teleskopabschnitt 18 des Schubkolbens 15. Es ist aber nach
außen hin durch den einen Teil des Außengehäuses 1 verdeckt und nicht erkennbar. An
diesem Teil des Außengehäuses 1 ist im übrigen auch der Handgriff 7 angebracht. Die
beiden Teile des Außengehäuses 1 sind im dargestellten Ausführungsbeispiel miteinander
verschraubt.
[0026] Die dargestellte Konstruktion der erfindungsgemäßen Druckluftpistole kann durchaus
materialmäßig so konzipiert sein, daß der Schubkolben 15 und ggf. auch das Außengehäuse
1 aus Kunststoff bestehen. Die Materialwahl wird von den zu erwartenden Drücken und
den Einsatzbedingungen bestimmt.
1. Druckluftpistole zum Auftragen von pastösem Material,
mit einem an mindestens einer Seite öffenbaren Außengehäuse (1) mit einem Aufnahmeraum
(2) für eine Einweg-Materialpackung (3), die an der der Austrittsspitze (4) gegenüberliegenden
Seite mit einem in Richtung der Austrittsspitze (4) verschiebbaren, das Material vor
sich herschiebenden und damit ausstoßenden Folgekolben (9) versehen ist oder bei der
der von der Ausstrittsspitze (4) abgewandte Boden als solcher als Folgekolben (9)
wirkt und die Einweg-Materialpackung (3) beim Vorschieben des als Folgekolben (9)
wirkenden Bodens zusammengeschoben wird, mit einer zu einer Austrittsspitze (4) der
Einweg-Materialpackung (3) korrespondierenden Materialaustrittsdüse (5) und
mit einem Druckluftanschluß (6),
wobei die Druckluft vom Druckluftanschluß (6) auf die von der Materialaustrittsdüse
(5) abgewandte Seite des Außengehäuses (1) geleitet ist,
wobei im Außengehäuse (1) auf der von der Materialaustrittsdüse (5) abgewandten Seite
ein Schubkolben (15) angeordnet und in einer Längsführung (16) im Außengehäuse (1)
verschiebbar geführt ist,
wobei die Druckluft auf die von der Materialaustrittsdüse (5) abgewandten Druckseite
des Schubkolbens (15) geleitet ist und
wobei der druckluftbewegte Schubkolben (15) lagerichtig vorschiebbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schubkolben (15) als Teleskopkolben mit zwei oder mehr Teleskopabschnitten
(18) ausgeführt ist, die gegeneinander abgedichtet sind, und daß der vordere Teleskopabschnitt
(18) des Schubkolbens (15) an seiner Druckseite eine geschlossene Fläche bildet.
2. Druckluftpistole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schubkolben (15)
eine ringförmige, vorzugsweise kreisringförmige Anlagefläche (17) aufweist.
3. Druckluftpistole nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den
Teleskopabschnitten (18) ein mit Dichtelementen (19) zu beiden Teleskopabschnitten
(18) hin versehenes, ein Gleitlager für den vorderen Teleskopkolben (18) im hinteren
Teleskopkolben (18) bildendes Zwischenstück (20) angeordnet ist.
4. Druckluftpistole nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Druckluftanschluß (6) im Mittel bereich des Aufnahmeraums (2) liegt und daß der Schubkolben
(15) in zurückgefahrener Stellung mit dem Außengehäuse (1) einen Ringraum (21) bildet,
der am von der Materialaustrittsdüse (5) abgewandten Ende, ggf. über im Außengehäuse
(1) eingelassene Umwegkanäle (22), mit der Druckseite des Schubkolbens (15) verbunden
ist.
5. Druckluftpistole nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das
Außengehäuse (1) in Längsrichtung gesehen etwa in der Mitte geteilt ist und daß der
eine Teil im wesentlichen die Einweg-Materialpackung (3), der andere Teil im wesentlichen
den Schubkolben (15) in zurückgefahrener Stellung aufnimmt.
6. Druckluftpistole nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Teile miteinander
verschraubt sind.
7. Druckluftpistole nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schubkolben (15) und ggf. auch das Außengehäuse (1) aus Kunststoff bestehen.
1. A compressed air gun for applying paste-like material, having an outer casing (1)
open on at least one face with a receiver space (2) for a disposable pack of material
(3) which is provided on its face opposite to the outlet point (4) with a follower
piston (9) which is displaceable towards the outlet point (4) and which pushes the
material in front of it and thereby ejects it, or in which the base remote from the
outlet point (4) acts as such as a follower piston (9), and when the base acting as
a follower piston (9) is pushed forwards the disposable pack of material (3) is pushed
together, the compressed air gun having a material outlet nozzle (5) corresponding
to an outlet point (4) of the disposable pack of material (3), and having a compressed
air connection (6),
wherein the compressed air is fed from the compressed air connection (6) on to the
side of the outer casing (1) remote from the material outlet nozzle (5),
wherein a thrust piston (15) is disposed in the outer casing (1) on the side remote
from the material outlet nozzle (5) and is displaceably guided in a longitudinal guide
(16) in the outer casing (1),
wherein the compressed air is directed on to the pressure side of the thrust piston
(15) remote from the material outlet nozzle (5) and
wherein the thrust piston (15), which is moved by compressed air, can be pushed forwards
in the correct position,
characterised in that
the thrust piston (15) is constructed as a telescopic piston with two or more telescopic
sections (18) which are sealed from each other, and that the front telescopic section
(18) of the thrust piston (15) forms a closed face on its pressure side.
2. A compressed air gun according to claim 1, characterised in that the thrust piston
(15) has an annular contact face (17), preferably a circular annular contact face.
3. A compressed air gun according to claim 1 or 2, characterised in that an intermediate
piece (20), which is provided with sealing elements (19) oriented towards both telescopic
sections (18) and which forms a sliding bearing in the rear telescopic piston (18)
for the front telescopic piston (18), is disposed between the telescopic sections
(18).
4. A compressed air gun according to any one of claims 1 to 3, characterised in that
the compressed air connection (6) is situated in the middle region of the receiver
space (2) and that in its retracted position the thrust piston (15) forms an annular
space (21) with the outer casing (1), which annular space is connected to the pressure
side of the thrust piston (15) at its end remote from the material outlet nozzle (5),
optionally via diversion channels (22) incorporated in the outer casing (1).
5. A compressed air gun according to any one of claims 1 to 4, characterised in that
the outer casing (1) is split approximately in the middle as seen in the longitudinal
direction, and that one part essentially receives the disposable pack of material
(3) and the other part essentially receives the thrust piston (15) in its retracted
position.
6. A compressed air gun according to claim 5, characterised in that the two parts are
screwed to each other.
7. A compressed air gun according to any one of claims 1 to 6, characterised in that
the thrust piston (15), and optionally the outer casing (1) also, consist of plastic.
1. Pistolet à air comprimé pour l'application d'une matière pâteuse, comprenant un logement
externe (1) apte à s'ouvrir au moins d'un côté, muni d'un espace de réception (2)
pour un emballage à jeter (3) qui est muni, du côté opposé à l'extrémité de sortie
(4), d'un piston progressif (9) apte à coulisser dans la direction de l'extrémité
de sortie (4), qui pousse la matière devant lui, partant qui l'expulse, ou bien dans
lequel le fond qui se détourne de l'extrémité de sortie (4) fait office, comme tel,
de piston progressif (9), et l'emballage à jeter (3) est poussé de manière conjointe
lorsque le fond faisant office de piston progressif (9) exerce une poussée vers l'avant,
une tuyère d'évacuation de matière (5) correspondant à une extrémité de sortie (4)
de l'emballage à jeter (3) et un raccord (6) pour l'air comprimé,
dans lequel l'air comprimé est guidé à partir du raccord (6) pour l'air comprimé sur
le côté du logement externe (1) se détournant de la tuyère d'évacuation de matière
(5),
dans lequel, dans le logement externe (1), est disposé un piston de poussée (15) sur
le côté qui se détourne de la tuyère d'évacuation de matière (5) et qui est guidé
en coulissement dans un guidage longitudinal (16) pratiqué dans le logement externe
(1),
dans lequel l'air comprimé est guidé sur le côté pression du piston de poussée (15),
qui se détourne de la tuyère d'évacuation de matière (5), et
dans lequel le piston de poussée (15) mis en mouvement par de l'air comprimé peut
coulisser vers l'avant en position correcte,
caractérisé en ce que
le piston de poussée (15) est réalisé en forme de piston télescopique comprenant deux
sections télescopiques (18) ou plus qui sont étanchées l'une par rapport à l'autre
et en ce que la section télescopique avant (18) du piston de poussée (15) forme une
surface fermée sur son côté pression.
2. Pistolet à air comprimé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le piston
de poussée (15) présente une surface d'appui (17) de forme annulaire, de préférence
de forme circulaire.
3. Pistolet à air comprimé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'entre
les sections télescopiques (18), est disposé un élément intermédiaire (20) muni d'éléments
d'étanchéité (19) en direction des deux sections télescopiques (18), formant un palier
de glissement pour le piston télescopique avant (18) dans le piston télescopique arrière
(18).
4. Pistolet à air comprimé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé
en ce que le raccord (6) pour l'air comprimé se situe dans la zone médiane de l'espace
de réception (2) et en ce que le piston de poussée (15), dans sa position de retrait,
forme un espace annulaire (21) avec le logement externe (1) qui est relié, à son extrémité
qui se détourne de la tuyère d'évacuation de matière (5), éventuellement à l'intervention
de canaux de déviation (22) encastrés dans le logement externe (1), avec le côté pression
du piston de poussée (15).
5. Pistolet à air comprimé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé
en ce que le logement externe (1), vu en direction longitudinale, est séparé environ
au milieu et en ce que, dans la première partie, vient se loger essentiellement l'emballage
à jeter (3) et, dans l'autre partie, vient se loger essentiellement le piston de poussée
(15) à l'état rétracté.
6. Pistolet à air comprimé selon la revendication 5, caractérisé en ce que les deux parties
sont vissées l'une à l'autre.
7. Pistolet à air comprimé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé
en ce que le piston de poussée (15) et éventuellement également le logement externe
(1) sont constitués d'une matière synthétique.