[0001] Die Erfindung betrifft einen Stopfen für einen Behälter, der vorzugsweise eine Flaschenform
hat und insbesondere zur Aufnahme von Tabletten, Dragees oder auch anderer Substanzen
beispielsweise in Pulver- oder Granulatform bestimmt ist, wobei der Stopfen mit einem
den Rand der Behälteröffnung, gegebenenfalls den Behälterhals, umgreifenden, abreißbaren
Sicherungsring zur Originalitätssicherung des Behälterinhalts versehen ist, der mit
einem inneren Vorsprung den nach außen weisenden Ringvorsprung des Behälters untergreift.
[0002] Derartige Stopfen, deren abreißbarer Sicherungsring mit einer beispielsweise im Querschnitt
kegelstumpfförmigen Wulst einen äußeren Ringvorsprung am Hals des Behälters untergreift,
sind bekannt. Diese Stopfen haben den Nachteil, daß sie dann, wenn sie aus einem Material
gewisser Flexibilität bestehen, von dem Behälterhals "abgehebelt" werden können, ohne
daß die Sollbruchnaht des Sicherheitsrings beschädigt wird, so daß sie ihre Aufgabe
der Originalitätssicherung des Inhalts des Behälters nicht hinreichend erfüllen können.
[0003] Es ist daher bereits in der EP 0 202 506 A2 ein Stopfen als Behälterverschluß vorgeschlagen
worden, dessen den Behälterrand übergreifende äußere Wand über abreißbare Stege mit
einem Originalitätssicherungsring verbunden ist, an dessen Innenfläche schräg in Öffnungsrichtung
weisende Laschen angeformt sind, die unter einen umgebördelten Rand des Behälters
greifen. Dieser bekannte Stopfen kann nur dann von dem Behälter abgenommen werden,
wenn der Sicherungsring entfernt ist, so daß der unbeschädigte Zustand des Sicherungsrings
gewährleistet, daß sich in dem Behälter das ursprünglich eingefüllte Präparat im Originalzustand
befindet.
[0004] Nachteilig bei diesem vorbekannten Stopfen ist, daß er ein aufwendiges Spritzgußwerkzeug
mit Schiebern erfordert, die die schräg nach oben weisenden Laschen hintergreifen.
Hierdurch ist die Herstellung des Stopfens mit beträchtlichen Kosten verbunden. Nachteilig
ist ferner, daß im Kopfbereich des Stopfens Aussparungen für die Schieber ausgebildet
sein müssen.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Stopfen der betrachteten
Art so weiter zu entwickeln, daß die Originalitätssicherung des Behälterinhalts mit
einfacheren, billigeren Mitteln gewährleistet ist. Außerdem soll ein Behälter für
diesen Stopfen angegeben werden.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmale gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen gekennzeichnet.
[0007] Gemäß der vorliegenden Erfindung greift der Stopfen mit einer sogenannten Olive in
einem Klemmsitz in die Behälteröffnung ein und ist mit einer Einrichtung versehen,
die nach Entfernen des Originalitätssicherungsrings als Handhabe zur Abnahme des Stopfens
von dem Behälter dient. Vorzugsweise ist hierzu ein Schieber vorgesehen, der über
den seitlichen Rand des Stopfens und gegebenenfalls des Behälterhalses hinaus vorschiebbar
ist. Die Ausbildung kann aber auch so getroffen sein, daß nach Entfernen des Sicherungsrings
eine geeignete Angriffsfläche, Griffmulde oder Grifflasche etc. freigelegt wird.
[0008] Weiter ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß der Sicherungsring einen größeren Außendurchmesser
aufweist als der Kopfteil des Stopfens, mit dem der Sicherungsring über eine gegenüber
diesem radial innen liegende, vorzugsweise kreisförmige Sollbruchnaht verbunden ist,
deren Durchmesser somit kleiner ist als der Außendurchmesser des Sicherungsrings.
[0009] Mit dieser Ausbildung ist zuverlässig verhindert, daß der Sicherungsring von dem
Behälter "abgehebelt" werden kann, da bei Aufbringung einer entsprechenden Kraft unter
den unteren Rand des Sicherungsrings die Sollbruchnaht aufreißen würde, weil der mittige
Kopfteil des Stopfens im Klemmsitz an bzw. in der Behälteröffnung gehalten ist und
dieser Kopfteil keine Angriffsfläche zur Aufbringung einer (mittigen) Zugkraft bietet,
die den Klemmsitz des Stopfens in dem Behälter überwinden könnte.
[0010] Wenn in der bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung als zusätzliche Kindersicherung
der Schieber angeordnet ist, hat der Sicherungsring einen Blockier-Umfangsabschnitt,
der an seinem oberen Ende einen mit dem Kopfteil des Stopfens vorzugsweise nicht verbundenen
Ansatz aufweist, der in die Vorschubbahn des Schiebers hineinragt, so daß dieser nicht
in die Position vorgeschoben werden kann, in der er eine Griffläche zur Abnahme des
Stopfens von dem Behälter bietet. Damit kann der Schieber solange nicht als Handhabe
zum Abnehmen des Stopfens herangezogen werden, wie der Originalitäts-Sicherungsring
befestigt ist, da dieser mit einem oberen Ansatz die Vorschubbewegung des Schiebers
in seine Betätigungslage verhindert.
[0011] Die Erfindung ermöglicht es, daß die radial innere Wulst des Sicherungsrings im Querschnitt
eine einfache Form hat, beispielsweise die Form eines Kegelstumpfs oder eines Dreiecks
oder eine bogenförmig vorgewölbte Form, womit dieser ringförmige Vorsprung auf einfache
Weise und kostengünstig durch Zwangsentformung herstellbar ist, d.h. durch einen inneren
Kern der Spritzgußform, die nach dem Ausformen des Sicherungsrings unter dessen Aufweitung
abgezogen wird. Jegliches "Abhebeln" wird durch die gegenüber der Umfangswand des
Sicherungsringes, unter deren unterem Rand die zum "Abhebeln" erforderliche Kraft
aufzubringen wäre, radial nach innen versetzte Sollbruchnaht sowie durch den von außen
nicht lösbaren Klemmsitz des Stopfens in der Behälteröffnung zuverlässig verhindert.
[0012] Die Sollbruchnaht kann durch eine Einkerbung oder durch abreißbare Stege ausgebildet
sein.
[0013] Mit Vorzug wird vorgeschlagen, daß der Sicherungsring eine im wesentlichen zylindrische
Umfangswand, die den oberen Rand bzw. Hals des Behälters umschließt, und eine um etwa
90o nach innen abgewinkelte, kreisringförmige Wand aufweist, die -vorzugsweise mit
Ausnahme des Blockier-Umfangsabschnitts- über die kreisförmig umlaufende Sollbruchnaht
mit dem Kopfteil verbunden ist. Der Blockier-Umfangsabschnitt ist mit dem Kopfteil
des Stopfens nicht verbunden, wobei dies entweder beim Spritzvorgang durch entsprechende
Ausbildung der Spritzgußform oder durch nachträgliches Freischneiden bewerkstelligt
werden kann.
[0014] Gemäß der Erfindung wird ferner vorgeschlagen, daß die kreisringförmige Wand des
Sicherungsrings in der Befestigungslage des Stopfens an dem Behälter auf dem oberen
Rand der Behälteröffnung aufliegt. Die kreisringförmige Wand hat im Bereich des Blockier-Umfangsabschnitts
mit besonderem Vorteil wenigstens stellenweise eine größere Wandstärke als im Bereich
des übrigen Sicherungsrings, so daß in der Befestigungslage des Stopfens sich der
kreisringförmige Wandabschnitt des Blockier-Umfangsabschnitts zwangsweise hochstellt,
wobei die Abmessungen so getroffen sind, daß hiermit der Vorschub des Schiebers des
Stopfens über den Behälterrand hinweg zuverlässig verhindert ist, solange der Sicherungsring
mit dem Blockier-Umfangsabschnitt an dem Stopfen befestigt ist. Diese zwangsweise
Blockierung des Schiebers verhindert die Abnahme des Stopfens ohne Beschädigung der
Sollbruchnaht.
[0015] In diesem Zusammenhang wird ferner vorgeschlagen, daß der Eckbereich des Blockier-Umfangsabschnitts,
in dem die vorzugsweise zylindrische Umfangswand in die von dem Kopfteil freie kreisringförmige
Wand übergeht, eine verringerte Querschnittsdicke hat, so daß der kreisringförmige
Wandabschnitt nach Art eines Filmscharniers hochklappen kann. Die Verringerung der
Querschnittsdicke kann beispielsweise durch eine innen eingeformte Kerbe hervorgerufen
werden.
[0016] Der Blockier-Umfangsabschnitt kann eine Breite haben, die im wesentlichen mit der
Breite des Schiebers übereinstimmt. Wesentlich ist, daß der Blockier-Umfangsabschnitt
so breit ist, daß -wegen seiner Kreisbogenform- der blockierende obere Wandabschnitt
nicht nach außen weggeklappt werden kann, um den Weg für den Schieber in dessen Betätigungsstellung
freizugeben. Anstelle eines Filmscharniers kann der zylindrische Teil und der vorzugsweise
kreisringförmige Teil des Blockier-Umfangsabschnitts auch durch eine Sollbruchnaht
miteinander verbunden sein.
[0017] Nach einem weiteren Gesichtspunkt der Erfindung kann der Blockier-Umfangsabschnitt
über wenigstens eine vorzugsweise vertikale, d.h. etwa parallel zur Längsachse des
Behälters verlaufende Sollbruchnaht mit dem übrigen Sicherungsring verbunden sein.
Außerdem kann der Blockier-Umfangsabschnitt durch ein von dieser Sollbruchnaht in
Umfangsrichtung beabstandetes, ebenfalls vorzugsweise vertikales Filmscharnier mit
dem Sicherungsring in Verbindung stehen, um auf diese Weise das Abreißen des Sicherungsrings
zu erleichtern. Anstelle eines Filmscharniers kann auch eine zweite Sollbruchnaht
ausgebildet sein.
[0018] Der erfindungsgemäß vorgesehene, mit dem Stopfen zusammenwirkende Behälter hat einen
äußeren Ringvorsprung, der mit der radial inneren Ringwulst des Sicherungsrings zusammenwirkt.
Dieser Ringvorsprung des Behälters kann mit Vorteil eine im wesentlichen rechtwinklig
zur Behälter-Längsachse nach außen vorspringende Haltewand aufweisen, unter der die
Ringwulst des Sicherungsrings in der Befestigungslage des Stopfens einschnappt.
[0019] Gemäß der Erfindung wird ferner vorgeschlagen, daß der Blockier-Umfangsabschnitt
nicht mit der Ringwulst versehen ist. Diese Ausbildung hat den Vorteil, daß ein Aufreißen
der Sollbruchstelle(n) zwischen dem Blockier-Umfangsabschnitt und dem übrigen Sicherungsring
beim Abziehen des inneren Kerns bei der Zwangsentformung vermieden ist. Die Originalitätssicherung
des Behälterinhalts wird durch diese vorteilhafte Maßnahme nicht beeinträchtigt.
[0020] Der Kopfteil des Stopfens liegt zweckmäßigerweise mit einem zylindrischen Basisabschnitt
auf einer ausgesparten, umlaufenden Ringschulter des Behälters aus. Vorzugsweise fluchtet
dabei die Oberkante des zylindrischen Basisabschnitts mit der Oberkante der Behälteröffnung,
so daß der an den zylindrischen Basisabschnitt (in axialer Richtung gesehen) anschließende
Schieber dicht über den Rand des Behälters vortritt, wenn der Sicherungsring entfernt
ist.
[0021] An den zylindrischen Basisabschnitt des Kopfteils schließt sich mit besonderem Vorteil
ein konischer Abschnitt an, der in einer im wesentlichen ebenen Oberseite des Stopfens
endet. Hiermit ist die Ausbildung so getroffen, daß sich keine Griffläche bietet,
um den Klemmsitz des Stopfens in der Behälteröffnung zu lösen, so daß dies nur bei
ausgefahrenem Schieber möglich ist. Hiermit ist zuverlässig verhindert, daß kleine
Kinder Zugang zu dem Behälterinhalt haben.
[0022] Es sei betont, daß der Schieber im wesentlichen bündig mit der Oberseite des Kopfteils
abschließen sollte, damit dieser in der nicht-vorgeschobenenPosition keine Griffläche
bietet.
[0023] Der erfindungsgemäße Stopfen vereinigt eine zuverlässige Originalitätssicherung mit
einer Kindersicherung und hat dabei zudem den Vorteil einer verhältnismäßig einfachen,
kostengünstigen Herstellung. Ein bevorzugtes Material für den Stopfen ist Polyäthylen
, wobei die Erfindung selbstverständlich nicht hierauf beschränkt ist. Das erfindungsgemäße
Fläschchen besteht vorzugsweise aus Glas, wobei hierfür natürlich auch Kunststoffe
wie z.B. Polypropylen in Betracht kommen.
[0024] Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform sowie anhand der Zeichnung. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- einen Längsschnitt durch einen erfindungsgemäßen Stopfen;
- Fig. 2
- eine Aufsicht auf den Stopfen gemäß Fig. 1;
- Fig. 3
- eine Seitenansicht des Stopfens gemäß Fig. 1 in Richtung des Pfeils A und
- Fig. 4
- einen Längsschnitt durch den Stopfen und einen erfindungsgemäßen Behälter in der Befestigungslage.
[0025] Der Stopfen 1 enthält allgemein ein Kopfteil 2, in welches ein der Kindersicherung
dienender Schieber 3 verschieblich eingesetzt ist, einen Sicherungsring 4 mit einem
Blockier-Umfangsabschnitt 5und einen üblicherweise als Olive bezeichneten Teil 6,
der in die Öffnung eines flaschenartigen Behälters 7 (Fig. 4) eingreift und dort im
Klemmsitz gehalten ist.
[0026] Der Sicherungsring 4 des Stopfens 1 enthält einen zylindrischen Abschnitt 8, der
an seinem oberen Ende um 90° nach innen gebogen ist und sich in einem kreisringförmigen
Abschnitt 9 fortsetzt, der über eine kreisförmige Sollbruchnaht 10 mit dem Kopfteil
2 verbunden ist. Letzteres trifft nicht für den Blockier-Umfangsabschnitt 5 zu, der
ebenfalls einen zylindrischen Randabschnitt 8 und einen radial nach innen um 90° abgewinkelten,
ringförmigen Wandabschnitt 11 aufweist, der jedoch nicht mit demKopfteil 2 verbunden
ist, sondern frei endet.
[0027] Dieser nach der Herstellung zunächst ebenfalls horizontal angeordnete Wandabschnitt
11 geht in einem Eckbereich 12 verringerter Querschnittsabmessungen in den zylindrischen
Teil 8 über, wodurch der Wandabschnitt 11 leicht verschwenkbar wird, und hat selbst
eine größere Wandstärke als der horizontale Wandabschnitt 9 des übrigen Sicherungsrings
4.
[0028] Der Blockier-Umfangsabschnitt 5 ist einerseits durch eine vertikale Sollbruchnaht
13 und andererseits durch ein Filmscharnier 14 mit dem übrigen Sicherungsring 4 verbunden,
wobei allerdings der horizontale Wandabschnitt 11 mit dem kreisringförmigen Wandabschnitt
9 des Sicherungsrings 4 unverbunden ist.
[0029] Der Sicherungsring 4 enthält eine radial innere Wulst 15, die in etwa einen kegelstumpfförmigen
Querschnitt hat und in der Befestigungslage (Fig. 4) einen ringförmigen äußeren Ansatz
16 des Behälters 7, genauer gesagt eine senkrecht zur Längsachse 17 des Behälters
7 verlaufende Wandfläche 18 untergreift. Der Blockier-Umfangsabschnitt 5 ist nicht
mit dieser Ringwulst 15 versehen, um die Zwangsentformung ohne Verletzung der Sollbruchnaht
13 zu ermöglichen.
[0030] Am oberen Rand des erfindungsgemäßen flaschenförmigen Behälters 7 ist eine abgestufte
Ringschulter 19 ausgebildet, in die ein zylindrischer Basisabschnitt 20 des Kopfteils
2 des Stopfens 1 in der Befestigungslage eingreift. Die Oberkante des zylindrischen
Basisabschnitts 20 fluchtet in etwa mit der Oberkante des nach oben überstehenden
Ringvorsprungs 21 des Behälters 7, auf dem der kreisringförmige Abschnitt 9 des Sicherungsrings
4 sowie der Wandabschnitt 11 des Blockier-Umfangsabschnitts 5 in der Befestigungslage
aufliegt. Da der Wandabschnitt 11 eine größere Dicke hat und durch eine Art Filmscharnier
mit dem zylindrischen Wandabschnitt 8 verbunden ist, wird hierdurch zwangsweise der
Wandabschnitt 11 des Blockier-Umfangsabschnitts 5 hochgeklappt und ragt in den Vorschubweg
des Schiebers 3 hinein, der dadurch daran gehindert ist, vorgeschoben zu werden.
[0031] Der Kopfteil 2 des Stopfens 1 hat im Anschluß an den zylindrischen Basisabschnitt
20 einen konischen Abschnitt 22, der in einer ebenen Oberseite 23 endet, mit der der
Schieber 3 im wesentlichen fluchtet. Der Kopfteil 2 des Stopfens 1 und der Schieber
3 bieten in der in Fig. 4 dargestellten Lage keine Angriffsfläche, um auf den mittigen
Teil des Stopfens 1 eine nach oben gerichtete Zugkraft auszuüben, mit der der Klemmsitz
der Olive in der Behälteröffnung überwunden werden könnte.
[0032] Zum Öffnen des Behälters wird die Sollbruchnaht 13 aufgerissen, woraufhin der Sicherungsring
4 entlang der kreisförmigen Sollbruchnaht 10 abgerissen werden kann. Daraufhin kann
der Schieber 3 über die Oberkante der Behälteröffnung hinaus vorgeschoben werden,
was durch eine Griffmulde 24 in der Oberseite des Schiebers 3 erleichtert ist. Die
eingefahrene Ausgangsstellung des Schiebers 3 ist durch einen Vorsprung 25 im Bodenbereich
der Bewegungsbahn des Schiebers 3 gesichert, die durch Aufbringen einer Vorschubkraft
überwunden wird. Die vorgeschobene Position des Schiebers 3 ist durch einen Anschlag
26 definiert.
[0033] Bei dem Versuch, durch Aufbringen einer in Fig. 4 nach oben gerichteten Kraft auf
die Unterkante 27 des Sicherungsrings 4 den Stopfen 1 von dem Behälter 7 "abzuhebeln",
reißt die Sollbruchnaht 10 zwangsläufig auf, da der eigentliche Stopfen wegen des
Klemmsitzes der Olive 6 in der Behälteröffnung dieser nachoben gerichteten Bewegung
nicht folgt. Damit ist der Behälter gegen unbefugten Eingriff zuverlässig gesichert.
[0034] Es liegt im Rahmen der Erfindung, daß der obere Ansatz des Blockier-Umfangsabschnitts
durch eine Verlängerung des zylindrischen Wandabschnitts gebildet sein kann, dessen
"Wegklappen" durch geeignete Maßnahmen unmöglich gemacht sein kann. Diese Wandverlängerung
kann auch zusätzlich zu einem kreisringförmigen, mit dem Kopfteil über eine Sollbruchnaht
verbundenen Wandabschnitt vorgesehen sein.
[0035] Außerdem liegt es im Rahmen der Erfindung, in einer vereinfachten Ausführungsform
auf die Anordnung des Schiebers und des Blockier-Umfangsabschnitts zu verzichten.
Die gegenüber der zylindrischen Umfangswand radial innen liegende kreisförmige Sollbruchnaht
bildet bei einem Klemmsitz des Stopfens in der Behälteröffnung eine zuverlässige Originalitätssicherung,
solange der Stopfen nicht an seinem Kopfteil in Freigaberichtung gezogen werden kann.
Nach Entfernen des Sicherungsringes kann eine geeignete Angriffsfläche, Griffmulde
etc. freigelegt werden.
1. Stopfen für einen Behälter, mit einem den Rand der Behälteröffnung umgreifenden, abreißbaren
Sicherungsring zur Originalitätssicherung des Behälterinhalts, mit einer radial inneren
Wulst, die einen nach außen weisenden Ringvorsprung des Behälters untergreift,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stopfen (1) im Klemmsitz in die Behälteröffnung eingreift und eine Einrichtung
(3) aufweist, mit deren Hilfe nach Entfernung des Sicherungsrings (4) der Stopfen
von dem Behälter (7) abnehmbar ist, und daß der Sicherungsring (4) einen größeren
Außendurchmesser aufweist als der Kopfteil (2) des Stopfens und von diesem durch eine
radial innen liegende Sollbruchnaht (10) getrennt ist.
2. Stopfen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Abnehmen des Stopfen (1) ein Schieber
(3) ist, der nach Entfernung des Sicherungsrings (4) über den seitlichen Rand des
Stopfens hinaus vorschiebbar ist, und daß der Sicherungsring (4) eine Blockier-Einrichtung
(11) aufweist, die in der Befestigungslage des Stopfens (1) in die Bewegungsbahn des
Schiebers (3) ragt und dessen Vorschub verhindert, solange der Sicherungsring nicht
entfernt ist.
3. Stopfen für einen Behälter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Sicherungsring (4) eine im wesentlichen zylindrische
Umfangswand (8), die den oberen Rand des Behälters (7) umschließt, und eine um etwa
90o nach innen abgewinkelte, kreisringförmige Wand (9) aufweist, die bevorzugt mit
Ausnahme eines Blockierumfangsabschnitts (5) über eine kreisförmig umlaufende Sollbruchnaht
(10) mit dem Kopfteil (2) verbunden ist.
4. Stopfen für einen Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die kreisringförmige Wand (11) im Bereich des Blockier-Umfangsabschnitts
(5) wenigstens stellenweise eine größere Wandstärke als im Bereich des übrigen Sicherungsrings
(4) aufweist.
5. Stopfen für einen Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Eckbereich (12) des Blockier-Umfangsabschnitts (5),
in dem die vorzugsweise zylindrische Umfangswand (8) in die frei endende kreisförmige
Wand (11) übergeht, eine verringerte Querschnittsdicke hat.
6. Stopfen für einen Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der Blockier-Umfangsabschnitt (5) über wenigstens eine
vorzugsweise vertikale Sollbruchnaht (13) mit dem übrigen Sicherungsring (4) verbunden
ist.
7. Stopfen für einen Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der Blockier-Umfangsabschnitt (5) außerdem durch ein von
der Sollbruchnaht (13) in Umfangsrichtung beabstandetes, vorzugsweise vertikales Filmscharnier
(14) mit dem Sicherungsring (4) verbunden ist.
8. Stopfen für einen Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ringwulst des Sicherungsrings im Querschnitt im wesentlichen
eine Kegelstumpfform oder Dreiecksform und daß der Ringvorsprung (16) des Behälters
eine im wesentlichen rechtwinklig zur Behälterlängsachse (17) nach außen vorspringende
Haltewand (18) aufweist.
9. Stopfen für einen Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß der Blockier-Umfangsabschnitt (5) nicht mit der Ringwulst
(15) versehen ist.
10. Stopfen für einen Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß der Kopfteil (2) des Stopfens (1) mit einem zylindrischen
Basisabschnitt (20) auf einer ausgesparten, umlaufenden Ringschulter (19) des Behälters
(7) aufliegt, daß sich an den zylindrischen Basisabschnitt (20) des Kopfteils (2)
ein konischer Abschnitt (22) anschließt, der in einer im wesentlichen ebenen Oberseite
(23) endet, und daß der Schieber (3) im wesentlichen bündig mit der Oberseite (23)
des Kopfteils (2) abschließt und in der nicht-vorgeschobenen Position keine Griffläche
bietet.