[0001] Die Erfindung betrifft einen aus Stahl gebildeten Wärmetauscher hoher Leistung zum
spontanen Einfrieren insbesondere von Lebensmitteln mit einer Anzahl von jeweils innerhalb
einer gemeinsamen Ebene S-förmig ausgebildeten, durch mittels Rohrbogen miteinander
verbundene Rohre gebildete, beidendig an Sammler angeschlossenen Rohrschlangen, deren
Kernrohre in vorgegebenen Teilungen angeordnete Lamellen durchgreifen, die mit in
Reihen vorgesehenen Löchern ausgestattet sind, deren Randbereiche kragenartig seitlich
vorstehen.
[0002] Zum spontanen Einfrieren bspw. von Lebensmitteln in laufender Produktion sind hygienisch
einwandfreie Wärmetauscher hoher Leistung erforderlich, die entsprechend große wärmetauschende
Flächen erfordern. Üblich ist es, Gruppen von mäanderförmig geführten Rohrschlangen
parallel zu einem Block zusammengefaßt vorzusehen und mit den Wärmeübergang durch
große gebotene Flächen verbessernden Lamellen auszustatten. Um einen auch gegen energische
Reinigungsmaßnahmen mechanisch widerstandsfähigen und gegen wirkungsvolle Reinigungsmittel
chemisch resistenten und damit höchsten Hygieneansprüchen genügenden Aufbau zu erreichen,
sind die Rohrschlangen sowie die von ihnen durchdrungenen Lamellen aus Stahl zu fertigen
und mit einer Rohre und Lamellen verbindenden und schützenden Feuerverzinkung zu stabilisieren.
[0003] Da die hindurchtretende Luft zyklisch geführt wird und aus dem Gefriergut nicht unerhebliche
Mengen von Feuchtigkeit aufnimmt, werden die den Kühlschlangen zugeordneten Lamellen
eintrittsseitig in relativ weiter Teilung angeordnet und erst in in Durchtrittsrichtung
der Luft folgenden Abschnitten in engerer Teilung vorgesehen. Damit wird erreicht,
daß in dem letzten Abschnitt durch enge Teilung erhebliche, den Wärmeübergang fördernde
Flächen unterzubringen sind, während eingangsseitig der eintretenden Luft Feuchtigkeit
entzogen wird, ohne daß die aufgrund des ausgeschiedenen Wassers sich auf den Lamellen
absetzenden Reifkristalle die zwischen den Lamellen verbliebene Distanz vorzeitig
zuzusetzen vermögen und damit einen vorzeitigen Abtauzyklus erforderlich werden lassen.
[0004] Im allgemeinen wird bei aus Stahl aufgebauten Wärmetauschern je Rohrschlange eine
sich über diese erstreckende, streifenförmige Lamelle vorgesehen, es sind aber bereits
auch streifenartige Lamellen eingesetzt worden, die zwei oder, in einigen Fällen auch
drei, Lochreihen enthalten und damit für zwei bzw. höchstens drei Rohrschlangen anwendbar
sind. Unliebsam macht sich bemerkbar, daß in Durchtrittsrichtung der Luft hintereinander
angeordnete Lamellenstreifen auch bei vorgegebener gleicher Teilung nicht innerhalb
gemeinsamer Ebenen stehen, sondern durch bei der Herstellung unvermeidliche Toleranzen
gegeneinander statistisch versetzt sind. Um eine Einschnürung einer zwischen zwei
Lamellenstreifen gebildeten Passage durch einen folgenden Lamellenstreifen zu vermeiden,
ist es daher erforderlich, die Lamellenstreifen mit verringerter Breite so auszuführen,
daß zwischen ihnen Austauschzonen freibleiben, die jedoch auch bei geringer Breite
durch ihre große Anzahl die Summe der zum Wärmeaustausch zur Verfügung stehenden Lamellenoberflächen
nachteilig einschränken. Schwierigkeiten bereitet bei üblichen Wärmetauschern aber
auch die Eintrittszone, bei der zur Berücksichtigung des Reifansatzes so große Teilungsabstände
zu wählen sind, daß diese durch die kragenförmigen Ansätze der Ausnehmungen sich nicht
mehr einstellen lassen; im allgemeinen werden Lamellen, deren Teilungsabstände die
maximal mögliche Höhe der kragenförmigen Ansätze überschreiten, beim Einbringen der
Lamellen durch deren Distanz wahrende Holzleisten gesichert. Nach deren Entnahme jedoch
können im Laufe des Transportes und der weiteren Bearbeitung, bspw. der Feuerverzinkung,
unerwünschte und sich nachteilig auswirkende Verschiebungen auftreten.
[0005] Die Erfindung geht daher von der Aufgabe aus, der Gattung entsprechende Lamellen
von aus Stahl gefertigten Wärmetauschern derart weiterzubilden, daß die Anzahl erforderlich
werdender, die die Wärmeübertragung bewirkenden Oberflächen reduzierender Austauschzonen
auf ein Mindestmaß gesenkt wird und gleichzeitig auch die mögliche Kragenhöhe überschreitende
Distanzen von Lamellen sicher eingehalten werden.
[0006] Gelöst wird diese Aufgabe, indem eine größere Anzahl einander parallel angeordneter
Rohrschlangen ihnen gemeinsame, als Platine ausgebildete Lamellen durchgreift. Hierbei
wurde als zweckmäßig erkannt, in enger Teilung vorgesehene Lamellen sich mindestens
über den gesamten, für diese Teilung vorgesehenen Breitenbereich erstrecken zu lassen.
Andererseits ist es aber auch möglich, Lamellen unterschiedlicher Breiten vorzusehen,
die zur Bildung mehrerer Breitenbereiche unterschiedlicher Teilung periodisch wechselnd
angeordnet werden. Bewährt hat es sich in jedem Falle, Platinen vorzusehen, die mehr
als sechs Reihen zu mindestens je fünfzehn Ausnehmungen aufweisen.
[0007] Im einzelnen sind die Merkmale der Neuerung anhand der folgenden Beschreibung eines
Ausführungsbeispieles in Verbindung mit dieses darstellenden Zeichnungen erläutert.
Es zeigen hierbei:
- Figur 1
- anhand einer ausschnittsweisen Darstellung eine mit Lamellen auszustattende Rohrschlange,
- Figur 2
- im abgebrochenen Querschnitt eine Durchbrechung einer Lamelle,
- Figur 3
- eine platinenartig ausgebildete Lamelle,
- Figur 4
- perspektivisch-schematisch einen Wärmetauscher,
- Figur 5
- perspektivisch-schematisch einen weiteren Wärmetauscher,
- Figur 6
- in gleicher Darstellung zum Vergleiche einen Wärmetauscher herkömmlicher Lamellenanordnung,
und
- Figur 7
- einen die Anordnung der Lamellen deutlicher darstellenden vergrößerten Ausschnitt
der Fig. 6.
[0008] In der Fig. 1 ist schematisch, abgebrochen und im mittleren Bereiche unterbrochen
eine einzügige Rohrschlange 1 dargestellt. Sie ist aus haarnadelartig gebogenen Rohren
hergestellt, deren gerade verlaufende Schenkel als Kernrohre 2 bezeichnet werden,
wobei jeweils die freien Enden zweier Kernrohre durch angeschweißte Rohrbogen 3 verbunden
sind, so daß ein durchgehendes, mäanderförmig verlaufendes Rohr entsteht, dessen Kernrohre
den Wärmeübergang vermittelnde Lamellen 4 aufzunehmen vermögen. Ein Ausschnitt einer
Lamelle 4 ist vergrößert, geschnitten und beidseitig abgebrochen in Fig. 2 dargestellt.
Zum Durchgreifen der Kernrohre sind Ausnehmungen 5 vorgesehen, deren Randbereiche
durch Stanzen, Drücken und dergleichen kragenförmig zu Ansätzen 6 umgelegt sind, die
durch ihre Länge beim Aneinanderreihen von Lamellen deren gegenseitige Distanz und
damit deren Teilung zu bestimmen vermögen. Die leicht konische Verjüngung des Ansatzes
6 zu seinem freien Ende hin erleichtert einerseits das Aufschieben der Lamelle 5 auf
Kernrohre 2 mit der etwas trichterförmig geöffneten Ausnehmung 5 voran. Gleichzeitig
aber erlaubt diese Konizität des Ansatzes 6 bei entsprechender Preßpassung seines
freien Endes gegebenenfalls auch eine Montage in Abständen, welche die mögliche maximale
Länge des Absatzes 6 überschreiten, wobei einmal eingestellte Lagen von Lamellen sicher
eingehalten werden, ohne daß zur Sicherung der Distanz Holzleisten oder dergleichen
benötigt würden. Die geringe zusätzliche ringförmige Erweiterung im Bereiche der Ausnehmung
5 ergibt beim Anlegen an das freie Ende des Ansatzes 6 der vorhergehenden Lamelle
4 einen sicheren Halt ohne die Gefahr des Aufspaltens dieses freien Endes durch in
diesem bei der Umformung gebildete Risse, und in jedem Falle werden bei der Feuerverzinkung
dem Überzugsmetall feste, ausgedehnte Ansatzflächen geboten.
[0009] Üblicherweise werden bei großen Wärmetauschern streifenförmige Lamellen verwendet,
die nur jeweils eine Reihe von Ausnehmungen 5 aufweisen, und die sich bspw. über eine
Rohrschlange erstrecken. Da beim Aneinanderreihen von Lamellen 4 auf Kernrohren 2
zwar deren Ansätze 6 den Abstand der Lamellen und damit deren Teilung bestimmen, diese
Abstände aber nur innerhalb weiter Toleranzen einhaltbar sind, befinden sich üblicherweise
im Wärmetauscher in Durchtrittsrichtung der Luft hintereinander angeordnete Lamellen
nicht innerhalb einer gemeinsamen Ebene, sondern sie stehen mehr oder weniger gegeneinander
versetzt hintereinander. Hierdurch aber wird der freie Durchtrittsraum für die Luft
unterteilt und aufgespalten, und zwischen den einander zugewandten Enden im Luftstrom
aufeinanderfolgender Lamellen werden enge Spalte gebildet, die einerseits mitgerissenem
Schmutz, bspw. auch hinweggeblasenen Teilchen des Gefriergutes, Halt geben, und die
andererseits bei der Verzinkung unerwünschten Zinkbrücken Ansatzpunkte geben und damit
die Spalte zusätzlich lokal derart verengen, daß als Reif sich ansetzendes ausgeschiedenes
Wasser die Durchtrittskanäle vorzeitig zu sperren vermag. Man hat daher die als Streifen
ausgebildeten Lamellen der Rohrschlangen so schmal ausgebildet, daß zwischen ihnen
ein als Austauschzone dienender Freiraum verbleibt, der zweckmäßig ein Mehrfaches
des Teilungsabstandes beträgt, und der ein Umströmen und eine Neuverteilung der die
Lamellen durchsetzenden Luft gewährleistet. Damit aber sind die den Wärmeübergang
bestimmenden Flächen unliebsam eingeschränkt.
[0010] Man hat bei aus Stahl hergestellten Wärmetauschern auch schon streifenförmige Lamellen
verwendet, die zwei Reihen von Ausnehmungen und, in Ausnahmefällen, auch drei Reihen
von Ausnehmungen aufweisen, so daß dementsprechend zwei oder drei Rohrschlangen gemeinsam
umgriffen werden. Hiermit ergibt sich jedoch nur eine graduelle Vergrößerung der den
Wärmeübergang bewirkenden Flächen durch das Entfallen einiger der zwischen Gruppen
von Streifenlamellen freizuhaltenden Austauschzonen.
[0011] Nach der Erfindung dagegen werden jedoch aus Stahlblech bestehende, platinenartig
ausgebildete Lamellen verwendet, die mindestens so viele Reihen 8 von Ausnehmungen
5 aufweisen, als ein Abschnitt des Wärmetauschers mit gleicher Lamellenteilung Rohrschlangen
aufweist, während innerhalb der Reihen 8 jeweils so viele Ausnehmungen 5 vorgesehen
sind, wie die betreffende Rohrschlange an zu umfassenden Kernrohren aufweist. Die
Platine 7 der Fig. 3 ist abgebrochen dargestellt und zeigt nur sechs der Reihen 8,
während innerhalb einer Reihe nur sieben Ausnehmungen 5 dargestellt sind.
[0012] Ein gemäß der Erfindung ausgebildeter Wärmetauscher ist in Fig. 4 perspektivisch-schematisch
dargestellt, wobei jedoch zur Erleichterung der Übersicht Platinen nur bereichsweise
gezeigt sind. Der Wärmetauscher der Figur ist aus einer Anzahl von hintereinander
angeordneten, jeweils dreizügigen Rohrschlangen 1 aufgebaut, so daß an die die Zuführung
und Abführung des Kältemittels bewirkenden Sammler 9 und 10 jeweils drei Anschlüsse
11 angeschlossen sind und die nur zum Teil und symbolisch dargestellten Kernrohre
2 durch Rohrbogen 3, 12 und 13 miteinander verbunden sind, die unterschiedliche Weiten
überbrücken. Zusammengehalten werden die Rohrschlangen durch beidseitig gegen sie
verspannte Endbleche 14.
[0013] Die Lamellen des Wärmetauschers sind über die gesamte Länge der Kernrohre in jeweils
gleichbleibender Teilung angeordnet, jedoch, wie bereits bemerkt, sind aus Gründen
der Vereinfachung nur zwei Gruppen dieser Lamellen gezeigt. In Durchsatzrichtung der
Luft, durch den Pfeil 15 angedeutet, folgen aufeinander drei Abschnitte 16, 17 und
18, innerhalb deren unterschiedliche Teilungen der Anordnung der Platinen zur Anwendung
gelangen. Im in Pfeilrichtung 15 vorne liegenden Abschnitt 16 ist im Ausführungsbeispiel
über vier Rohrschlangen hinweg eine Teilung von 18 mm vorgesehen, im folgenden Abschnitt
17 ist über sieben Rohrschlangen hinweg eine Teilung von 9 mm vorgesehen, während
im letzten Abschnitt 18 über zwölf Rohre hinweg eine Teilung von 7 mm angewendet wird.
Die beim Luftdurchtritt in Pfeilrichtung sich stufenweise verengende Teilung berücksichtigt
eine beim ersten Kühlen relativ starke Wasserausscheidung, die beim weiteren Abkühlen
der hindurchgetretenen Luft dann abfällt.
[0014] Im Abschnitt 17 sind alternierend Platinen 19 und 20 vorgesehen, die sich nur über
den gesamten Abschnitt 17 sowie sowohl über den Abschnitt 16 als auch über den Abschnitt
17 erstrecken. Damit wird erreicht, daß innerhalb des Abschnittes 17 die Teilung von
9 mm durch die kragenartigen Ansätze 6 der die Kernrohre 2 aufnehmenden Ausnehmungen
5 der Platinen 19 und 20 bestimmt wird, und da jede zweite Platine 20 sich zusätzlich
über den Abschnitt 16 erstreckt, wird hier der doppelte Teilungsabstand eingehalten.
Dieser Teilungsabstand von 18 mm könnte durch die kragenartigen Ansätze 6 nicht mehr
erreicht werden, da sich diese nicht so stark auskragend ausbilden lassen. Es müßten
also, wollte man getrennte Platinen vorsehen, zusätzlich die Distanz wahrende Hilfsmittel
eingesetzt werden. Nach der Neuerung wird dieses umgangen, indem die Lamellenteilung
von 9 mm durch die kragenartigen Ansätze 6 der alternierend vorgesehenen Platinen
19 und 20 gesichert wird, wobei die Platinen 20 sich zusätzlich über den Abschnitt
16 erstrecken und daher hier die doppelte Teilung einhalten. Eine zusätzliche Stabilisierung
wird durch den leichten Preßsitz der Endbereiche der konisch ausgebildeten Ansätze
6 erreicht.
[0015] Die engste Teilung und damit die wesentlichen wärmeübertragenden Flächen sind im
Abschnitt 18 vorgesehen. Die hier angeordneten Platinen 21 weisen im Ausführungsbeispiel
zwölf Reihen 8 von Ausnehmungen 5 für Kernrohre 2 auf, und die die Ausnehmungen 5
umgebenden kragenartigen Ansätze 6 erstrecken sich über 7 mm und sichern damit die
Teilung der aufgeschobenen Lamellen.
[0016] Beim Übergang vom Abschnitt 16 zum Abschnitt 17 sind keine besonderen Maßnahmen zu
treffen, da die Platinen 20 sich ja einteilig und damit fluchtend über beide Abschnitte
erstrecken. Zwischen den Abschnitten 17 und 18 jedoch ist zwischen den einander zugewandten
Enden der Platinen 19 und 20 einerseits sowie 21 andererseits eine Lücke 22 als Austauschzone
freigehalten worden, um das Überströmen der Luft vom Abschnitt 16 zum Abschnitt 17
ohne die Strömung beeinträchtigende Engpässe zu ermöglichen. Da der Wärmetauscher
nur eine einzige solche Lücke 22 zwischen Platinen aufweist, kann sie mit einer Weite
ausgeführt werden, welche Brückenbildungen während des Verzinkens oder im Gebrauch
durch eingeblasene Lebensmittelreste oder durch ausfrierendes, sich ansetzendes Wasser
sicher unterbindet. Durch das Entfallen weiterer Austauschzonen zwischen Abschnitten
ergibt sich damit neben der Erleichterung des Aufschiebens der Platinen bei der Fertigung
eine optimale Ausnutzung des zur Verfügung stehenden Raumes für wärmeübertragende
Flächen.
[0017] Nach Aufschieben der Lamellen erfolgt die Fertigstellung des Wärmetauschers in an
sich bekannter Weise: Es wird das zweite der Endbleche 14 aufgeschoben und befestigt,
und die Rohrbogen 3, 12 und 13 werden zur Fertigstellung der hier dreizügigen, d.h.,
drei getrennte Leitungspfade aufweisenden Rohrschlangen angeschweißt. Die bei Wärmetauschern
dieser Größenordnung, insbesondere jedoch dieser hygienischen Ansprüche, im allgemeinen
aus Stahl gefertigten Rohrschlangen, Sammler und Lamellen bzw. Platinen werden anschließend,
bspw. durch Verzinkung, gegen Korrosion geschützt, wobei durch eine geeignete Verzinkung,
bspw. Feuerverzinkung, gleichzeitig auch eine weitere Verbindung und Festlegung der
einzelnen Komponenten erreicht wird. Eine unerwünschte Zinkbrückenbildung wird hierbei
durch die Weite der nur einen Lücke 22 praktisch ausgeschlossen bzw. auf ein Minimum
reduziert.
[0018] Figur 5 zeigt einen Wärmetauscher in der der Fig. 4 entsprechenden Darstellung, bei
der auf Lücken 22 der Figur 4 vollständig verzichtet werden konnte. Hierbei erstrecken
sich die Platinen 23 über die volle Tiefe de Wärmetauschers, die Platinen 24 sind
kürzer ausgeführt, und die Platinen 25 weisen eine noch geringere Tiefe auf. Damit
wird eingangsseitig, bezeichnet durch den den Luftstrom symbolisierenden Pfeil 15,
die weiteste Teilung der Platinen 23 erzielt, während im folgenden Bereiche Platinen
23 und 24 wechselnd die halbe Teilung ergeben, und im austrittsseitigen Abschnitt
die Platinen 23, 24 und 25 die engste Teilung aufweisen und den größten Anteil der
wärmeübertragenden Flächen bieten.
[0019] In Fig. 6 ist zum Vergleich ein gleichartiger Wärmetauscher dargestellt, der in an
sich bekannter Weise für jeweils zwei Ebenen von Rohrschlangen eine vertikal verlaufende
Lamelle 26 aufweist. Die Lamellen sind in einzelnen Reihen oder hintereinanderliegenden
Reihen auf unterschiedliche Teilungen eingestellt und durch Lücken 27 zur Bildung
einer Anzahl von Ausgleichszonen voneinander getrennt. Da bei diesem Beispiel einer
herkömmlichen Konstruktion neun Gruppen von Lamellen jeweils hintereinander aufgestellt
sind, ergeben sich acht Lücken, die zur Verminderung der Verkleinerung wärmeübertragender
Flächen schmal gehalten sind. Damit ergibt sich, wie der vergrößerte Ausschnitt der
Fig. 7 zeigt, bereits bei der Verzinkung die Gefahr der Bildung von Zinkbrücken 28,
und im Betriebe die Gefahr des Ansetzens von in der zu kühlenden Luft mitgeführten
Fremdkörpern, die zudem durch bereits gebildete Zinkbrücken noch erhöht wird.
[0020] Die gemäß der Erfindung ausgeführten Wärmetauscher zeichnen sich durch weitgehende
Raumausnutzung ebenso aus wie durch günstige Verteilung des Ansatzes des beim Abkühlen
ausgeschiedenen Wassers, so daß durch Wiederauftauen und Reinigen des Wärmetauschers
gegebene Totzeiten erst nach jeweils längeren Betriebsphasen anfallen und damit die
prozentuale Nutzungsdauer des Wärmetauschers erhöht wird. Auch die erforderlichen
Reinigungsvorgänge lassen sich durch im wesentlichen glatte Flächen und Vermeidung
überzähliger Stirnflächen sowie den mechanisch stabilen und korrosionsbeständigen
Aufbau leichter und vollständiger durchführen als dieses bei bekannten Wärmetauschern
der Fall ist, so daß auch die beim Einfrieren bzw. Schockfrieren von Lebensmitteln
erforderliche Hygiene verbessert wird. Durch den Fortfall der üblichen Querschnittsverengungen
und, mit diesen verbunden, nischen- und hohlraumbildenden Zinkbrücken unterbindet
die erfindungsgemäße Ausbildung das reinigungsresistente Absetzen organischer Reste
und verhindert durch die Entziehung von Nährböden sowie verbesserte Reinigungsmöglichkeiten
die an sich bei derartigen Wärmetauschern oft auftretenden bakteriellen Kontaminationen.
1. Aus Stahl gebildeter Wärmetauscher hoher Leistung und Hygiene zum spontanen Einfrieren
insbesondere von Lebensmitteln mit einer Anzahl von jeweils innerhalb einer gemeinsamen
Ebene S-förmig ausgebildeten, durch mittels Rohrbogen miteinander verbundene Rohre
gebildete, beidendig an Sammler angeschlossenen Rohrschlangen, deren Kernrohre in
vorgegebener Teilung angeordnete Lamellen durchgreifen, die mit in Reihen vorgesehenen
Ausnehmungen ausgestattet sind, deren Randbereiche kragenartig seitlich vorstehen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Lamellen als breite Platinen (7, 19 bis 21, 23 bis 25) ausgebildet sind und
eine größere Anzahl von Reihen (8) von Ausnehmungen (5) aufweisen, die jeweils von
einer ein- oder mehrzügigen Rohrschlange (1) durchgriffen werden und daß die Teilungsabstände
der Platinen in Strömungsrichtung (15) der durchsetzenden Luft stufenweise verringert
sind.
2. Wärmetauscher nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß in Breitenbereichen (Abschnitten 16 und 17) periodisch wechselnd Platinen (19,
20) unterschiedlicher Breite vorgesehen sind.
3. Wärmetauscher nach Ansprüchen 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß in enger Teilung vorgesehenen Platinen (18) sich über den für diese Teilung vorgesehenen
Breitenbereich (Abschnitt 18) erstrecken und zwischen diesen und Platinen (16, 17)
eines benachbarten Breitenbereiches (Abschnitt 17) Lücken (22) einer Breite bestehen,
die mindestens deren Teilungsweite entspricht.
4. Wärmetauscher nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
gekennzeichnet durch
Platinen (7, 19, 20, 21) mit mehr als sechs Reihen (8) mit je mindestens fünfzehn
Ausnehmungen (5).
5. Wärmetauscher nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß aus den Ausnehmungen (5) der Platinen (7) herausgedrückte Ansätze (6) sich zu
ihrem freien Ende hin leicht konisch verjüngen.
6. Wärmetauscher nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß aus den Ausnehmungen (5) der Platine (7) herausgedrückte Ansätze (6) an ihrem
in die Platine (7) übergehenden Ende eine ringförmige, dem Außendurchmesser des freien
Endes der Ansätze (6) angepaßte ringförmige Erweiterung aufweisen.
7. Wärmetauscher nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß freie Enden von Ansätzen (6) in Ausnehmungen (5) oder deren ringförmige Erweiterungen
jeweils vor ihnen stehender Platinen (7) distanzsichernd eingreifen.
8. Wärmetauscher nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
gekennzeichnet durch
eine Rohrschlangen und Platinen überziehende und verbindende Feuerverzinkung.