[0001] Die Erfindung betrifft eine Halteeinrichtung einer Deckeneinbauleuchte mit trog-
oder kastenförmigem Gehäuse, an dessen Seitenwänden mehrere, jeweils mittels einer
Schraubspindel höhenverstellbare Schwenkarme angeordnet sind, die ihrerseits nach
dem Ausschwenken auf Tragprofilen einer abgehängten Decke, insbesondere einer Paneeldecke
abstützbar sind.
[0002] Eine solche Halteeinrichtung ist beispielsweise aus der DE 30 25 149 A1 bekannt.
Dabei lassen sich nach dem Einbringen der Leuchte in eine Aussparung der abgehängten
Decke mehrere Schwenkarme etwa rechtwinklig vom Gehäuse derart wegschwenken, daß sie
sich auf daneben befindlichen Tragprofilen der Decke abstützen und so die Leuchte
in ihrer Einbaulage halten. Mit einer jeweils von der Unterseite her zugänglichen
Schraubspindel können danach die verschiedenen Schwenkarme relativ zum Gehäuse in
der Höhe verstellt werden, bis ein bestimmtes, meist deckenbündiges Niveau der Leuchtenunterseite
erreicht ist. Diese Halteeinrichtung eignet sich vorzugsweise für Deckensysteme, bei
denen parallel zu den Seitenwänden des Gehäuses Tragprofile verlaufen und die Leuchte
anstelle einer Deckenplatte eingebaut wird.
[0003] Bei sogenannten Paneeldecken verlaufen hingegen die einzelnen Paneele meist parallel
zur Leuchtenlängsachse, besonders bei schmalen Einbauleuchten mit einer oder zwei
langgestreckten Lichtquellen. Dadurch sind die Tragprofile, an denen die Paneele von
unten befestigt werden, im allgemeinen quer zur Leuchtenlängsachse angeordnet, so
daß nur an wenigen Stellen neben der Leuchte eine Auflage der Schwenkarme auf den
Tragprofilen gezielt möglich ist. Unterschiedliche Abstände zwischen den Tragprofilen
oder auch ihre Lage zu den einzelnen Leuchten je nach Beleuchtungsobjekt und Deckensystem
erschweren zudem diese direkte Art der Befestigung. Mehrteilige Befestigungsmittel
sind daher für Paneeldecken-Leuchten üblich, die aufgrund umfangreicher Schraub- und
Klemmverbindungen einen hohen Montageaufwand erfordern.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für Einbauleuchten in Paneeldecken eine
Halteeinrichtung zu schaffen, die einen geringen Herstellungsaufwand erfordert, leicht
handhabbar ist und einen montagefreundlichen sowie zuverlässigen Einbau in unterschiedliche
Paneel-Deckensysteme gewährleistet.
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Halteeinrichtung mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben.
[0006] Der Vorteil der Erfindung besteht besonders in der dem Leuchtengehäuse fest zugeordneten
einteiligen Ausführung der Halteeinrichtung, die eine einfache und schnelle Montage
der Einbauleuchte durch nur eine Person ermöglicht. Die Halteeinrichtung paßt sich
dabei unterschiedlichen Tragprofilabständen und Deckensystemen problemlos an und erlaubt
sowohl in der Höhe als auch im seitlichen Bereich ein genaues Ausrichten der Leuchte
an die umgebenden Paneele. Außerdem wird ein absolut fester Sitz der Leuchte erreicht,
wenn diese mit ihrem umlaufenden aufgekanteten Außenrand mittels der Schraubspindeln
gegen die Unterseite der Tragprofile verspannt wird, wobei die Schwenkarme in Verbindung
mit der zugehörigen Tragschiene den Gegendruck erzeugen.
[0007] Anhand der Zeichnung ist die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel nachstehend näher
erläutert
- Fig. 1
- zeigt vereinfacht einen Querschnitt durch eine Einbauleuchte, die mittels der Halteeinrichtung
in eine Paneeldecke eingebaut ist, während
- Fig. 2
- eine Ansicht der Einbauleuchte vor dem Einsetzen in die Paneeldecke gemäß Fig. 1 wiedergibt.
In
- Fig. 3
- ist die in der Decke gehaltene Einbauleuchte schematisch in einer Draufsicht verkürzt
dargestellt.
[0008] Die gezeigte Einbauleuchte hat ein kastenförmiges Gehäuse (1) zur Aufnahme einer
stabförmigen Leuchtstofflampe (2) sowie weiterer nicht dargestellter elektrischer
Betriebsmittel und ist mit einem herausnehmbaren Metallraster (3) an ihrer Lichtaustrittsseite
abgedeckt. An beiden Seitenwänden (1a) des langgestreckten Gehäuses (1) sind jeweils
nahe der Stirnwände (1b) zwei Haltebügel (4, 4') von außen her befestigt, die Teile
der Halteeinrichtung sind. Jedem Haltebügel zugeordnet und darin gelagert ist eine
Schraubspindel (5), deren geschlitzter Kopf (5a) von der offenen Unterseite des Gehäuses
her zugänglich ist und die auf ihrem Bolzengewinde (5b) einen Schwenkarm (6) höhenverstellbar
trägt.
[0009] Der Schwenkarm (6) ist im Bereich der Schraubspindel U-förmig ausgebildet, so daß
eine stabile Führung seiner beiden mit Muttergewinde versehenen Schenkel (6a) gewährleistet
ist. (Fig. 2) Daneben wird durch deren geringfügige Spreizung eine gewisse Schwergängigkeit
bzw. Selbsthemmung des Schwenkarmes auf dem Bolzengewinde (5b) erzielt, so daß er
aus der in Fig. 2 gezeigten, an der Seitenwand (1a) angelegten Lage durch eine Vierteldrehung
am Schlitzkopf (5a) etwa rechtwinklig ausschwenkt, wie es besonders in Fig. 3 durch
den Doppelpfeil (9) angedeutet ist und wie es auch die Fig. 1 zeigt. Dabei schlägt
der Schwenkarm mit der U-förmigen Stirnkontur seiner Schenkel (6a) am Haltebügel (4)
an, und erst danach beginnt durch weiteres Drehen der Schraubspindel (5) seine Höhenverstellung.
[0010] Am jeweils frei vorstehenden Tragteil (6b) ist der Schwenkarm vorzugsweise winkelförmig
ausgebildet und mit einem nach unten gerichteten Zapfen (6c) versehen, der als Schwenklager
für eine Tragschiene (7) dient. Diese verbindet zwei Schwenkarme (6, 6') einer Gehäuseseite
miteinander und verläuft parallel zur Seitenwand (1a) nahezu über die gesamte Gehäuselänge
. Zusammen mit den Schwenkarmen ist die nur teilweise U-förmig profilierte Tragschiene
(7) bis eng an die Seitenwand anlegbar, so daß die gesamte Halteeinrichtung in dieser
Lage noch erheblich unter der durch eine umlaufende Aufkantung (1c) des Gehäuses vorgegebenen
Leuchtenbreite bleibt. (Fig. 2)
[0011] Mit beidseitig angelegter Halteeinrichtung läßt sich deshalb das Gehäuse (1) von
der Deckenunterseite her in einen Ausschnit einer Paneeldecke (8) einsetzen, bis durch
anschließendes rechtwinkliges Herausklappen der Schwenkarme beide Tragschienen (7)
jeweils oberhalb von Tragprofilen (8a) der Paneeldecke zu liegen kommen, und damit
das Gehäuse selbsttätig gehalten wird. Die Tragschienen (7) übergreifen dabei zumeist
zwei der rechtwinklig auf das Gehäuse zulaufenden Tragprofile (8a), wobei diese je
nach Deckensystem unterschiedliche Abstände und auch eine wechselnde Lage zur Einbauleuchte
haben können. Unabhängig davon ist durch die Länge der Tragschiene immer ein sicherer
Halt bei den handelsüblichen Deckensystemen gewährleistet.
[0012] Die Breite der Einbauleuchte ist auf die standardisierte Modulbreite der in gleicher
Richtung verlaufenden Paneele (8b) abgestimmt, so daß sich etwa gleichbreite Schattenfugen
(8c) sowohl zwischen den Paneelen als auch zwischen Paneel und Leuchte einstellen
lassen. Auch die Höhe der Aufkantung (1c) entspricht etwa der üblichen Paneeldicke,
so daß gemäß Fig. 1 ein deckenbündiger Einbau möglich ist. Zu diesem Zweck werden
nach dem Ausrichten des Gehäuses die Schraubspindeln nacheinander solange gedreht,
bis die Aufkantung (1c) jeweils an der Unterseite der etwas vorstehenden Tragprofile
(8a) anliegt und die von oben über die Tragprofile (8a) greifenden Tragschienen (7)
sich fest verspannen. Aufgrund der Länge der Schraubspindeln (5) paßt sich die Halteeinrichtung
an beiden Seiten der Einbauleuchte leicht an verschieden hohe Tragprofile (8a) an,
wobei auch mögliche Unebenheiten der Tragprofile individuell ausgeglichen werden können.
1. Halteeinrichtung einer Deckeneinbauleuchte mit trog- oder oder kastenförmigem Gehäuse,
an dessen Seitenwänden mehrere jeweils mittels einer Schraubspindel höhenverstellbare
Schwenkarme angeordent sind, die ihrerseits nach dem Ausschwenken auf Tragprofilen
einer abgehängten Decke, insbesondere einer Paneeldecke abstützbar sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schwenkarme (6, 6') jeweils einer Seitenwand (1a) mittels einer in Längsrichtung
des Gehäuses (1) verlaufenden, ausschwenkbar angeordneten Tragschiene (7) untereinander
verbunden sind, wobei die Tragschiene (7) als Stützelement auf quer zur Leuchtenlängsachse
befindlichen und mit unterschiedlichem Abstand verdeckt angeordneten Tragprofilen
(8a) der Paneeldecke (8) ausgebildet ist.
2. Halteeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragschiene (7)
an den freien Enden der Schwenkarme (6) gelenkig angeordnet und gemeinsam mit diesen
bis an die jeweilige Seitenwand (1a) des Gehäuses (1) anklappbar ist.
3. Halteeinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an beiden Seitenwänden
(1a) des Gehäuses (1) jeweils zwei Schwenkarme (6, 6') mittels einer Tragschiene (7)
verbunden sind, deren Länge nahezu der gesamten Länge der Deckeneinbauleuchte entspricht.