[0001] Die Erfindung betrifft ein Stopfaggregat für Gleisstopfmaschinen, mit insgesamt vier
in Gleisquerrichtung nebeneinander angeordneten und durch Antriebe voneinander unabhängig
querverschiebbaren Stopfeinheiten, die jeweils einen Aggregatrahmen mit einem höhenverstellbar
gelagerten Werkzeugträger und zwei auf diesem gelagerte, in Maschinenlängsrichtung
einander gegenüberliegende, vibrier- und beistellbare Stopfwerkzeuge aufweisen, wobei
jedes Stopfwerkzeug mit einem durch einen Verschwenkantrieb um eine in Maschinenlängsrichtung
verlaufende Schwenkachse verschwenkbaren Stopfpickel verbunden ist.
[0002] Ein derartiges Stopfaggregat ist durch die US-PS 5,007,349 bekannt, wobei vier voneinander
unabhängig querverschiebbare Stopfeinheiten auf einem drehbar am Maschinenrahmen einer
Gleisstopfmaschine gelagerten Führungsrahmen angeordnet sind. Jede Stopfeinheit weist
einen eigenen Aggregatrahmen auf, der mit einem höhenverstellbaren Werkzeugträger
verbunden ist. Auf diesem sind jeweils zwei in Maschinenlängsrichtung einander gegenüberliegende,
durch Antriebe vibrier- und beistellbare Stopfwerkzeuge gelagert. Diese sind wiederum
mit je zwei in Maschinenquerrichtung nebeneinander liegenden Stopfpickeln zum Eintauchen
in den an einer Schienenlängsseite gelegenen Schotterbereich ausgestattet. Durch den
Einsatz von insgesamt vier voneinander unabhängigen Stopfeinheiten ist eine verbesserte
Anpassung der Stopfpickelpositionen an den unregelmäßigen Schienenverlauf in Weichenbereichen
möglich. Gemäß einer weiteren, in Fig. 7 dargestellten Variante dieser bekannten Lösung
sind die Stopfpickel eines Stopfwerkzeuges jeweils um in Maschinenlängsrichtung verlaufende
Achsen seitlich verschwenkbar gelagert und jeweils mit einem eigenen hydraulischen
Seitenverschwenkantrieb verbunden. Eine derartige Lösung hat allerdings den Nachteil,
daß die richtige Positionierung der einzeln verschwenkbaren, insgesamt 16 Stopfpickel
einen beträchtlich erhöhten Zeit- und Konzentrationsaufwand für jeden einzelnen Stopfzyklus
erfordert.
[0003] Ein weiteres, durch die AT-PS 382 179 bekanntes Stopfaggregat setzt sich aus zwei
voneinander unabhängigen Stopfeinheiten zusammen, die jeweils einen Aggregatrahmen
mit zwei unabhängig voneinander höhenverstellbaren Werkzeugträgern aufweisen. Jeder
dieser beiden Werkzeugträger ist mit einem zum Eintauchen an der linken bzw. rechten
Schienenseite vorgesehenen Paar von Stopfwerkzeugen verbunden. An diesen sind wiederum
um eine in Maschinenlängsrichtung verlaufende Schwenkachse verschwenkbare Stopfpickel
befestigt. Damit kann beispielsweise ein außen liegender Stopfpickel bei einem Stopfhindernis
so weit seitlich hochgeschwenkt werden, daß beim Absenken des Stopfwerkzeuges lediglich
der nicht verschwenkte Innen-Stopfpickel in den Schotter eintaucht. Sind die an einer
Schienenlängsseite gelegenen Stopfpickel einer Stopfeinheit wegen eines Stopfhindernisses
überhaupt nicht mehr in den Schotter eintauchbar, so wird lediglich der zweite Werkzeugträger
mitsamt den auf diesem gelagerten, der gegenüberliegenden Schienenseite zugeordneten
Stopfpickeln abgesenkt. Eine derartige bekannte Lösung ist - ähnlich wie bei dem durch
die US-PSen 4,537,135 und 3,534,687 bekannten Stopfaggregat - insofern nachteilig,
als die Distanz zwischen den vier auf dem gemeinsamen Aggregatrahmen gelagerten Stopfwerkzeugen
zur Anpassung an unterschiedlich distanzierte Stopfhindernisse nicht variierbar ist.
[0004] Außerdem ist durch die GB 2 201 178 A noch ein aus vier voneinander unabhängig querverschiebbaren
Stopfeinheiten gebildetes Stopfaggregat bekannt, wobei allerdings die beiden jeweils
einer Stopfeinheit zugeordneten Stopfpickel starr mit dem jeweiligen Stopfwerkzeug
verbunden sind. Dadurch sind allerdings, wie die Darstellung in Fig. 4 sehr deutlich
zeigt, noch immer große Bereiche einer Weiche nicht unterstopfbar.
[0005] Schließlich ist noch durch die AT-PS 378 386 ein weiteres Stopfaggregat mit zwei
Stopfeinheiten bekannt, deren Aggregatrahmen jeweils - zum zeitlich aufeinanderfolgenden
Eintauchen in den links bzw. rechts einer Schiene gelegenen Stopfbereich - um eine
in Maschinenlängsrichtung verlaufende Achse verschwenkbar ausgebildet und mit einem
Paar von Stopfwerkzeugen verbunden sind. Diesen sind jeweils zwei Stopfpickel zugeordnet,
von denen einer um eine in Maschinenlängsrichtung verlaufende Schwenkachse drehbar
gelagert ist. Damit ist dieser drehbare Stopfpickel von einer normalen, zum anderen
Stopfpickel geringfügig distanzierten Stopfstellung in eine den anderen Stopfpickel
überlappende Stellung verschwenkbar. In dieser die Eintauchbreite reduzierenden Stellung
der Stopfpickel ist die Stopfeinheit auch in schmälere, z.B. durch Stamm- und Abzweiggleis
begrenzte Stopfbereiche eintauchbar. Allerdings muß dann die Stopfeinheit bei der
in Fig. 2 dargestellten Gleissituation zum Unterstopfen des an jeder Schienenlängsseite
gelegenen Stopfbereiches insgesamt dreimal hintereinander zentriert, abgesenkt und
wieder angehoben werden.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Stopfaggregat der
eingangs genannten Art zu schaffen, das sich bei relativ geringem konstruktivem Aufwand
für eine vereinfachte Positionierung der Stopfpickel und weitestgehende Unterstopfung
von Weichenabschnitten eignet.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem Stopfaggregat der eingangs beschriebenen
Art dadurch gelöst, daß der an den Aggregatrahmen angrenzende Innen-Stopfpickel jeder
Stopfeinheit starr mit dem Stopfwerkzeug verbunden ist, während der in Maschinenquerrichtung
benachbarte Außen-Stopfpickel zwischen zwei durch Anschläge begrenzten Endstellungen
von einer an den Innen-Stopfpickel unmittelbar anschließenden ersten Stopfposition
in eine - zum Eintauchen der beiden Stopfpickel beidseits einer Schiene geeignete
- zweite Stopfposition um die Schwenkachse verschwenkbar ist. Mit den beiden, zwei
unterschiedliche Stopfpositionen des Außen-Stopfpickels begrenzenden Anschlägen hat
sich die Anmelderin erstmals von der bisher in der Fachwelt vorherrschenden Meinung
gelöst, daß ein quer zur Maschinenlängsrichtung verschwenkbarer Stopfpickel in eine
"Außerbetriebstellung" hochschwenkbar (bzw. wie im Falle der AT-PS 378 386 in eine
"Außerbetriebstellung" einschwenkbar) sein muß, um damit auch im Falle eines unter
diesem hochgeschwenkten Stopfpickel befindlichen Stopfhindernisses wenigstens die
restlichen Stopfpickel zur Unterstopfung absenken zu können. Das erfindungsgemäße
Merkmal zweier Stopfpositionen kommt jedoch erst in Verbindung mit einem zweiten,
starr befestigten Stopfpickel sowie der Anordnung von insgesamt vier unabhängig voneinander
querverschiebbaren Stopfeinheiten besonders wirkungsvoll zur Geltung. Erst dadurch
besteht die Möglichkeit, die vier Stopfwerkzeugpaare unabhängig voneinander in einer
ersten Zentrierstufe optimal über den jeweiligen Stopfauflagern zu zentrieren, um
schließlich in einer zweiten darauffolgenden Zentrierstufe - je nach der im Bereich
jedes einzelnen Stopfwerkzeuges vorliegenden Situation von Stopfhindernissen - zwischen
der ersten oder zweiten Stopfposition der Stopfpickel zu wählen.
[0008] Durch die erfindungsgemäße Kombination sind die Stopfwerkzeuge erstmals über sämtliche
möglichen Stopfauflager eines Weichenabschnittes für dessen vollständige Unterstopfung
zentrierbar. Dabei ist von ganz besonderem Vorteil, daß durch die Begrenzung auf lediglich
zwei mögliche Stopfpositionen des Außen-Stopfpickels der Steuerungsaufwand für die
richtige Positionierung des verschwenkbaren Stopfpickels auf ein Minimum reduziert
ist. Dies erleichtert die Stopfarbeit unter beträchtlicher Einschränkung des dafür
erforderlichen Konzentrationsaufwandes durch die Bedienungsperson ganz wesentlich,
da nunmehr nicht länger - wie bei bekannten Lösungen - zwischen unendlich vielen Stellungen
der zahlreichen verschwenkbaren Stopfpickel, sondern lediglich zwischen zwei Endstellungen
entschieden werden muß; und auch diese Entscheidung ist nur an jenen Stellen des Gleises
erforderlich, in denen infolge eines noch sehr kleinen Winkels zwischen Haupt- und
Abzweiggleis lediglich ein einziger Stopfpickel eintauchbar ist. Dieser wesentlich
reduzierte Konzentrationsaufwand für die Bedienungsperson ist vor allem unter dem
Gesichtspunkt zu sehen, daß bei bekannten Lösungen die Position von bis zu 16 Stopfpickeln
für jeden einzelnen Stopfzyklus eingestellt und überwacht werden muß.
[0009] Ein weiterer wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung besteht auch noch
darin, daß im Falle der zweiten Stopfposition des Außen-Stopfpickels beide Stopfauflager
der zwischen Außen- und Innen-Stopfpickel gelegenen Schiene in besonders rationeller
Weise gleichzeitig mit nur einem einzigen Zentriervorgang der Stopfeinheit sowie mit
lediglich einem einzigen Absenkvorgang der Stopfwerkzeuge verdichtbar sind. Diese
Vereinfachung des Arbeitsablaufes führt zu einer wesentlich rascheren und effizienteren
Unterstopfung von Weichenabschnitten, zumal in diesen Gleisbereichen infolge von zahlreichen
"Stopfhindernissen", wie Herzstücken, Hilfsschienen, Schleuderschutz, Weichenzungen
und dgl., praktisch für jeden Stopfzyklus eine andere Positionierung der Stopfeinheiten
und bzw. oder der Stopfpickel erforderlich ist.
[0010] Durch die Ausgestaltung nach den Ansprüchen 2, 3 oder 4 ist - in Maschinenlängsrichtung
gesehen - bei seitlicher Anordnung der Stopfwerkzeuge am Aggregatrahmen eine problemlose
Verdichtung der beidseits einer Schiene gelegenen Stopfauflager durch zwei unmittelbar
aneinandergrenzende Stopfeinheiten möglich. Außerdem wird damit eine zu starke Abwinkelung
des Außen-Stopfpickels in dessen zweiter Stopfposition vermieden, so daß auch in dieser
die Höhenlage der Pickelplatten der beiden voneinander distanzierten Stopfpickel in
bezug auf die Schwellenunterkante gleich ist.
[0011] Die Ausgestaltung nach den Ansprüchen 5 und 6 ermöglicht eine besonders stabile und
konstruktiv einfache Ausbildung der Anschläge in Verbindung mit einer sehr kurzen
Ausbildung des Verschwenkantriebes.
[0012] Im folgenden wird die Erfindung an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
näher beschrieben.
[0013] Es zeigen:
Fig. 1 einen Teilquerschnitt durch einen Maschinenrahmen mit einer Ansicht von zwei
jeweils einer Schienenlängsseite zugeordneten Stopfeinheiten eines Stopfaggregates,
wobei die beiden anderen, der zweiten Schiene zugeordneten Stopfeinheiten der besseren
Übersicht wegen nicht dargestellt sind,
Fig. 2 eine Seitenansicht einer Stopfeinheit,
Fig. 3 eine schematische Draufsicht auf einen Weichenabschnitt, wobei die durch die
Stopfeinheiten unterstopften Bereiche mit vollen bzw. strichlierten Linien dargestellt
sind, und
Fig. 4 bis 6 jeweils einen schematisch dargestellten Querschnitt durch die Stopfmaschine
mit einer Ansicht des verschiedene Stopfstellungen der Stopfpickel aufweisenden Stopfaggregates.
[0014] Das in Fig. 1 und 2 ersichtliche Stopfaggregat 1 setzt sich aus insgesamt vier in
Maschinenquerrichtung nebeneinander angeordneten und durch Antriebe 2 unabhängig voneinander
querverschiebbaren Stopfeinheiten 3 zusammen, von denen - wie bereits erwähnt - der
besseren Übersicht wegen lediglich zwei jeweils einer Schienenlängsseite einer Schiene
4 zugeordnete Einheiten dargestellt sind. Jede der insgesamt vier Stopfeinheiten 3
weist einen vertikalen Aggregatrahmen 5 mit Vertikalführungen 6 auf. Auf diesen ist
ein Werkzeugträger 7 mit Hilfe eines Antriebes 8 höhenverstellbar gelagert. Auf dem
Werkzeugträger 7 ist ein Paar von in Maschinenlängsrichtung voneinander distanzierten
Stopfwerkzeugen 9 befestigt, wobei die Stopfwerkzeuge 9 jeweils mit Hilfe eines Beistell-
und Vibrationsantriebes 10,11 um eine senkrecht zur Maschinenlängsrichtung verlaufende
Horizontalachse 12 beistell- und vibrierbar sind.
[0015] Jedes Stopfwerkzeug 9 ist in seinem unteren Endbereich mit zwei in Maschinenquerrichtung
nebeneinander angeordneten Stopfpickeln 13, 14 verbunden. Von diesen ist der in Bezug
auf den Aggregatrahmen 5 näher gelegene Innen-Stopfpickel 14 jeweils starr mit dem
Stopfwerkzeug 9 verbunden, während der gegenüberliegende Außen-Stopfpickel 13 um eine
in Maschinenlängsrichtung verlaufende Schwenkachse 15 verschwenkbar am Stopfwerkzeug
9 gelagert ist. Dabei ist die Verschwenkbewegung des Außen-Stopfpickels 13 durch einerseits
am Innen- und andererseits am Außen-Stopfpickel 14 bzw. 13 angeordnete Anschläge 16,
17,24,25 begrenzt. In einem diesen Anschlägen 16, 17,24,25 in Maschinenquerrichtung
gegenüberliegenden Bereich ist der Außen-Stopfpickel 13 mit einem Verschwenkantrieb
18 gelenkig verbunden, der mit seinem oberen Ende am Stopfwerkzeug 9 befestigt ist.
Längsachsen 20,21 der beiden Stopfpickel 13,14 schließen jeweils mit einer Vertikalebene
22 einen Winkel α bzw. β von etwa 7° ein. Dieser Winkel kann aber auch vorzugsweise
von etwa 5 bis etwa 10° gewählt werden. Mit 19 ist ein die Schwenkachse 15 aufweisendes
Schwenklager bezeichnet. Die Längsachse 20 des Innen-Stopfpickels 14 jeder Stopfeinheit
ist von oben nach unten in Richtung zum Aggregatrahmen 5 geneigt angeordnet, während
die Längsachse 21 des benachbarten Außen-Stopfpickels 13 in einer ersten Stopfposition
parallel zum Innen-Stopfpickel 14 verlaufend ausgebildet ist (siehe rechte Stopfeinheit
3 in Fig. 1).
[0016] Mit Hilfe des Verschwenkantriebes 18 ist jeder Außen-Stopfpickel 13 von einer durch
die Anschläge 16 und 17 begrenzten Endstellung bzw. ersten Stopfposition 23 in eine
weitere, durch die Anschläge 24 und 25 begrenzte Endstellung bzw. zweite Stopfposition
26 verschwenkbar. In der ersten Stopfposition 23 bildet der Außen-Stopfpickel 13 gemeinsam
mit dem Innen-Stopfpickel 14 ein Stopfpickel-Paar zum gemeinsamen Verdichten eines
links bzw. rechts der Schiene gelegenen Stopfauflagers 27. In der zweiten Stopfposition
26 sind die beiden Stopfpickel 13,14 derart weit voneinander distanziert, daß beim
Absenken des Stopfwerkzeuges 9 gleichzeitig zwei jeweils im Bereich einer Schienenlängsseite
befindliche Stopfauflager 27 verdichtbar sind.
[0017] Jeder Aggregatrahmen 5 ist in seinem oberen Endbereich mit Führungsbuchsen 28 verbunden,
die ihrerseits auf mit einem Maschinenrahmen 29 einer Gleisstopfmaschine verbundenen
Querführungen 30 querverschiebbar gelagert sind. Die Führungsbuchsen 28 der beiden
mittig angeordneten Stopfeinheiten 3 weisen im Bereich des Aggregatrahmens 5 jeweils
eine Erweiterung 31 auf. Durch diese kann der vom Aggregatrahmen 5 jeder außen liegenden
Stopfeinheit 3 in Richtung zur Maschinenmitte vorragende Teil der Führungsbuchse 28
aufgenommen werden, so daß die beiden einer Maschinenhälfte zugeordneten Stopfeinheiten
3 problemlos in eine unmittelbar aneinandergrenzende Position verschiebbar sind, in
der die beiden jeder Schienenlängsseite zugeordneten Stopfauflager 27 jeweils mit
zwei Stopfpickeln 13, 14 verdichtbar sind.
[0018] In der in Fig. 3 ersichtlichen Weiche sind die in der ersten Stopfposition 23 stopfbaren
Bereiche mit einer durchgehenden, fetten Linie dargestellt, während die in der zweiten
Stopfposition 26 verdichtbaren Stopfauflager 27 mit einer strichlierten, fetten Linie
dargestellt sind. Mit 32 sind die Schienen eines Hauptgleises und mit 33 die Schienen
eines Abzweiggleises bezeichnet. Wie durch die fetten Linien klar ersichtlich, ist
durch das Stopfaggregat 1 praktisch die gesamte Weiche, insbesondere in den schwierigen,
zahlreiche Stopfhindernisse aufweisenden Abschnitten, unterstopfbar. Der nicht unterstopfbare
äußere Teil des Abzweiggleises kann problemlos im Zuge der Unterstopfung des gesamten
Abzweiggleises bearbeitet werden.
[0019] Die für den Querschnitt IV-IV in Fig. 3 erforderliche Position der vier Stopfeinheiten
3 sowie der Stopfpickel 13, 14 ist in Fig. 4 dargestellt. Dabei ist deutlich ersichtlich,
daß bei der - von links nach rechts gesehen - ersten und dritten Stopfeinheit 3 die
Stopfpickel 13, 14 in der ersten Stopfposition 23 parallel zueinander ausgerichtet
sind, während sich bei der zweiten und vierten Stopfeinheit 3 die Außen-Stopfpickel
13 in der zweiten Stopfposition 26 befinden. Dazu werden (siehe auch Fig. 1) vorerst
die vier Antriebe 2 beaufschlagt, bis in einer ersten Zentrierstufe die jeweilige
Stopfeinheit 3 über dem zu verdichtenden Stopfauflager 27 bzw. über einer Schiene
33 eines Abzweiggleises zentriert ist. In einer zweiten Zentrierstufe, die auch parallel
zur ersten Stufe durchführbar ist, wird anschließend bei der zweiten und vierten Stopfeinheit
3 der Verschwenkantrieb 18 beaufschlagt, so daß der jeweilige Außen-Stopfpickel 13
in die zweite Stopfposition 26 verschwenkt wird. Mit dieser Stellung der vier Stopfeinheiten
3 zueinander bzw. der Position der einzelnen Stopfpickel 13,14 besteht die Möglichkeit,
im Rahmen eines einzigen Absenkvorganges unter Beaufschlagung der Antriebe 8 insgesamt
sechs in Maschinenquerrichtung nebeneinander und unterhalb der Schwelle 34 liegende
Stopfauflager 27 zu verdichten. Dabei werden die an jeder Schienenlängsseite befindlichen
Stopfauflager 27 der Schiene 33 des Abzweiggleises jeweils durch eine einzige Stopfeinheit
3 verdichtet.
[0020] Gemäß oberem, eine Schwelle 34 und die Stopfpickel 13,14 im Querschnitt V-V darstellenden
Abschnitt der Fig. 5 sind in einem ersten Stopfzyklus sämtliche Stopfeinheiten 3 über
den beiden Schienen 32 des Hauptgleises zentriert, wobei sich die Stopfpickel 13 jeweils
in der ersten Stopfposition 23 befinden. Nach Beendigung des ersten Stopfzyklus wird
lediglich die zweite und vierte Stopfeinheit 3 (von links gesehen) unter Beaufschlagung
der Antriebe 2 so lange querverschoben, bis sie sich über den Schienen 33 des Abzweiggleises
befinden. Anschließend bzw. parallel dazu werden die Außen-Stopfpickel 13 unter Beaufschlagung
der Verschwenkantriebe 18 in die zweite Stopfposition 26 verschwenkt, so daß nach
dem Absenken der Stopfwerkzeuge 9 der zweiten und vierten Stopfeinheit 3 die beiden
jeweils beidseits der Schienen 33 des Abzweiggleises befindlichen Stopfauflager 27
verdichtbar sind.
[0021] Bei der im Querschnitt VI-VI zutreffenden und in Fig. 6 ersichtlichen Position ist
die erste und zweite Stopfeinheit 3 über der Schiene 32 des Hauptgleises zentriert,
wobei sich die beiden Außen-Stopfpickel 13 jeweils in der ersten Stopfposition 23
befinden. Diese Stellung entspricht der normalen Stopfposition für jene Bereiche des
Gleises, in denen keinerlei Stopfhindernisse vorhanden sind. Die Stopfpickel 13 der
dritten Stopfeinheit 3 befinden sich in der zweiten Stopfposition 26 zur gleichzeitigen
Unterstopfung der an jeder Längsseite der Schiene 33 des Abzweiggleises befindlichen
Stopfauflager 27. Die Stopfpickel 13 der vierten Stopfeinheit 3 befinden sich in der
ersten Stopfposition 23 zur Verdichtung des äußeren Stopfauflagers 27 der Schiene
32 des Hauptgleises. Nach dem Stopfvorgang besteht noch die Möglichkeit, mit Hilfe
der vierten Stopfeinheit 3 unter entsprechender weiterer Querverschiebung (siehe strichpunktierte
Linien) auch noch das innere Stopfauflager 27 der zweiten Schiene 33 des Abzweiggleises
zu verdichten. Das im Rahmen dieses Arbeitsganges nicht verdichtbare äußerste Stopfauflager
27 kann problemlos bei der Durcharbeitung des Abzweiggleises bearbeitet werden.
1. Stopfaggregat (1) für Gleisstopfmaschinen, mit insgesamt vier in Gleisquerrichtung
nebeneinander angeordneten und durch Antriebe (2) voneinander unabhängig querverschiebbaren
Stopfeinheiten (3), die jeweils einen Aggregatrahmen (5) mit einem höhenverstellbar
gelagerten Werkzeugträger (7) und zwei auf diesem gelagerte, in Maschinenlängsrichtung
einander gegenüberliegende vibrier- und beistellbare Stopfwerkzeuge (9) aufweisen,
wobei jedes Stopfwerkzeug (9) mit einem durch einen Verschwenkantrieb (18) um eine
in Maschinenlängsrichtung verlaufende Schwenkachse (15) verschwenkbaren Stopfpickel
(13) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß der an den Aggregatrahmen (5) angrenzende
Innen-Stopfpickel (14) jeder Stopfeinheit (3) starr mit dem Stopfwerkzeug (9) verbunden
ist, während der in Maschinenquerrichtung benachbarte Außen-Stopfpickel (13) zwischen
zwei durch Anschläge (16,17,24,25) begrenzten Endstellungen von einer an den Innen-Stopfpickel
(14) unmittelbar anschließenden ersten Stopfposition (23) in eine - zum Eintauchen
der beiden Stopfpickel (13, 14) beidseits einer Schiene (4;32,33) geeignete - zweite
Stopfposition (26) um die Schwenkachse (15) verschwenkbar ist.
2. Stopfaggregat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Längsachse (20) des
Innen-Stopfpickels (14) jeder Stopfeinheit (3) von oben nach unten in Richtung zum
Aggregatrahmen (5) geneigt angeordnet ist und eine Längsachse (21) des benachbarten
Außen-Stopfpickels (13) in dessen erster Stopfposition (23) parallel zum Innen-Stopfpickel
(14) verlaufend ausgebildet ist.
3. Stopfggregat nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der von der Längsachse (20)
und einer Vertikalebene (22) begrenzte Winkel α etwa 5 bis 10°, vorzugsweise 7° beträgt.
4. Stopfaggregat nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der von der Längsachse
(21) des Außen-Stopfpickels (13) in dessen zweiter Stopfposition (26) und einer Vertikalebene
(22) eingeschlossene Winkel β etwa 5 bis 10°, vorzugsweise 7° beträgt.
5. Stopfaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschläge
(16,17,24,25) zur Begrenzung der beiden Stopfpositionen (23,26) im Bereich eines durch
die Schwenkachse (15) gebildeten Schwenklagers (19) angeordnet sind.
6. Stopfaggregat nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschläge (16,17,24,25)
am Außen- und Innen-Stopfpickel (13,14) angeordnet sind, wobei der Verschwenkantrieb
(18) im den Anschlägen (16,17,24,25) in Maschinenquerrichtung gegenüberliegenden Bereich
an den Außen-Stopfpickel (13) angelenkt ist.