(19)
(11) EP 0 539 621 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
05.05.1993  Patentblatt  1993/18

(21) Anmeldenummer: 91118647.6

(22) Anmeldetag:  31.10.1991
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5F21V 17/00, F21S 1/14
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE ES GB LI SE

(71) Anmelder: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT
D-80333 München (DE)

(72) Erfinder:
  • Königstein, Hans Peter
    W-8221 Palling (DE)
  • Theill, Christian
    I-50125 Firenze (IT)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Modulares Leuchtensystem für Innenräume


    (57) Bei einem in der älteren europäischen Patentanmeldung Nr. 90114986.4 vorgeschlagenen modularen Leuchtensystem wird eine vorteilhafte Befestigung der von unten zwischen zwei Tragschienen (1) eingeschobenen Modulbausteine angegeben, die hierbei mit ihrer zu einer Tragplatte (8) gestalteten Oberseite an den freien Enden der oberen Schienenteile (2) der Tragschienen (1) befestigt sind. Hierzu hintergreift die Tragplatte (8) mit ihren Seitenteilen (81) an den freien Enden der oberen Schienenteile (2) der Tragschienen (1) im Profil kopfartige Ansätze (24) und macht zur Verspannung der Tragplatte (8) gegen diese Ansätze (24) von Spannelementen (9) Gebrauch, die an der Unterseite der Seitenteile (81) mit wenigstens einer Spannschraube (10) befestigt sind und mit ihren über die Seitenteile (81) hinaus überstehenden Rändern in längsseitigen Stecknuten (26) der nahen oberen Schienenteile (2) eingreifen.




    Beschreibung

    Technisches Gebiet



    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein modulares Leuchtensystem für Innenräume, bestehend aus zwei, ein einseitig offenes Hohlprofil aufweisenden Tragschienen beliebiger Länge, die mit ihren Öffnungen einander gegenüberliegend parallel zueinander angeordnet und durch Einbringen eines oder mehrerer Modulbausteine in ihren Zwischenraum zu Einzelleuchten oder einem durchgehenden Schienenstrangkörper mit hierin integrierten Leuchten, Strahlern und gegebenenfalls sonstigen elektrischen oder mechanischen Baugruppen gestaltet sind.

    Zugrundeliegender Stand der Technik



    [0002] Bei einem solchen in der älteren europäischen Patentanmeldung NR.90114986.4 vorgeschlagenen Leuchtensystem werden die Modulbausteine, die an ihrer Oberseite zur Aufnahme und Halterung der Modulbauteile eine Trägerplatte aufweisen, als Baueinheit von unten zwischen die beiden Tragschienen eingeschoben und über die Seitenteile der Tragplatte an den freien Enden der oberen Schienenteile der Tragschienen befestigt. Auf diese Weise wird zugleich eine in sich starre, tragende Verbindung zwischen den beiden Tragschienen hergestellt.

    Offenbarung der Erfindung



    [0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, in Weiterbildung des vorstehend beschriebenen modularen Leuchtensystems durch geeignete Gestaltung der Tragplatten der Modulbausteine einerseits und der freien Enden der oberen Schienenteile der Tragschienen andererseits sowie durch die Wahl der Befestigungsmittel für die Verbindung der Tragplatte der Modulbausteine mit den Tragschienen eine schnelle und einfache Montage sicherzustellen.

    [0004] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.

    [0005] Vorteilhafte Ausgestaltungen des Gegenstandes nach Anspruch 1 sind in den weiteren Patentansprüchen 2 bis 5 angegeben.

    Kurze Beschreibung der Zeichnung



    [0006] In der Zeichnung bedeuten die der näheren Erläuterung der Erfindung dienenden Figuren

    Figur 1 der Querschnitt eines modularen Leuchtensystems mit einer die oberen Schienenteile miteinander verbindenden Tragplatte und einem die unteren Schienenteile miteinander verbindenden Abdeckglas,

    Figur 2 das modulare Leuchtensystem nach Figur 1 ohne Abdeckglas in Explosionsdarstellung.


    Bester Weg zur Ausführung der Erfindung



    [0007] Die Figuren 1 und 2 zeigen die beiden zueinander parallelen Tragschienen 1 in die von unten in den Zwischenraum Modulbaugruppen einsetzbar sind. Die Modulbaugruppen haben an der Oberseite eine Tragplatte 8, die der Aufnahme und Halterung der Modulbauteile dient. In den Figuren 1 und 2 ist aus Gründen der Übersichtlichkeit auf die Darstellung der Modulbauteile verzichtet. Hier wird also der Modulbaustein ausschließlich durch seine Tragplatte repräsentiert. Sobald ein solcher Modulbaustein von unten in den Zwischenraum zwischen die beiden Tragschienen 1 eingesetzt und an den freien Enden der oberen Schienenteile 2 der Tragschienen 1 befestigt ist, kann, sofern dies für einen solchen Modulbaustein vorgesehen ist, die untere Öffnung des Zwischenraums zwischen den Tragschienen 1 durch ein Abdeckglas 7 verschlossen sein.

    [0008] Die zueinander parallelen, mit ihren Öffnungen gegeneinander ausgerichteten Tragschienen 1, weisen ein in erster Näherung V-artiges Hohlprofil mit einem oberen Schienenteil 2 und einem unteren Schienenteil 3 auf, die miteinander durch eine Querwand 4 verbunden sind. Durch die Querwand 4 wird das Querschnittsprofil der Tragschienen 1 in eine große, einseitig offene Aufnahmekammer 5 sowie eine kleine Aufnahmekammer 6 unterteilt. Im Bereich der kleinen Aufnahmekammer 6 ist das obere Schienenteil 2 zu einem Deckel 21 gestaltet. Die Aufnahmekammern 5 und 6 dienen der Aufnahme von elektrischen Bauteilen und/oder Leitungen. Zur Halterung des Abdeckglases 7 bzw. anderer mechanischer Verbindungselemente weisen die unteren Schienenteile 3 der Tragschienen 1 an den freien Enden Kopfstege 31 auf. Beim Abdeckglas in Figur 1 greifen diese Kopfstege 31 in nicht näher bezeichnete Hinterschneidungen der auf der Innenseite des Abdeckglases 7 vorgesehenen Federleisten 71 ein.

    [0009] Das obere Schienenteil 2 der Tragschienen 1 weist auf seiten der großen Aufnahmekammer 5 in unmittelbarer Nähe seines freien Endes eine dem Eingriff von Halterungen dienende, nach außen offene Ankernut 22 auf. Diese Ankernut 22 hat das Profil eines Stiefels, dessen Kappe zur Querwand 4 hin zeigt und dessen Schaftrückseite die hintere Seitenwand einer Leiste 23 ist, deren Profil am freien Ende in einen kopfartigen Ansatz 24 übergeht. Der kopfartige Ansatz 24 steht dabei nach vorn über die Leiste 23 über und weist eine senkrechte Stirnseite 27 auf. Im Bereich seines Überstandes ist der kopfartige Ansatz 24 mit einer nach unten offenen Hinderschneidung 25 versehen. Ferner weist die Leiste 23 im Fußbereich eine nach vorn offene Stecknut 26 auf. Sowohl die Hinterschneidung 25 als auch die Stecknut 26 dienen der Halterung und Befestigung der Tragplatte 8, die hierzu im Profil geeignet geformte Seitenteile 81 aufweist.

    [0010] Das Profil der Seitenteile 81 der Tragplatte 8 weist, wie die Figuren 1 und 2 zeigen, eine Schraubennut 82 an der Unterseite sowie eine gegenüber dem oberen Rand der Tragplatte 8 nach unten abgesetzte und nach oben offene Rinne auf. Der in Figur 2 angegebene Absetzabstand a der Rinne 83 ist so bemessen, daß die Oberseite der Tragplatte 8 im zwischen die Tragschiene 1 eingesetzten Zustand mit der Oberseite des im Profil kopfartigen Ansatzes 24 der Leiste 23 und damit mit der äußeren Kontur der oberen Schienenteile 2 der Tragschiene 1 fluchtet.

    [0011] Beim Einsetzen eines Modulbausteines mit seiner Tragplatte 8 von unten zwischen die Tragschienen 1 greifen die Seitenteile 81 der Tragplatte 8 mit dem äußeren Rand ihrer Rinne 83 formschlüssig in die Hinterschneidung 25 der Leiste 23 an der Unterseite des im Profil kopfartigen Ansatzes 24 keilförmig und sich dabei zentrierend ein. Anschließend wird die Tragplatte 8 mit ihren Seitenteilen 81 dadurch gegen die kopfartigen Ansätze 24 der Leisten 23 verspannt, daß an der Unterseite der Seitenteile 81 als Spannelemente Winkelschienenstücke 9 mit Spannschrauben 10 angebracht werden.

    [0012] Zunächst werden dabei die Winkelschienenstücke 9 mit dem freien Ende ihres einen Schenkels 91 bis zum Anschlag des anderen Schenkels 92 an den Innenwänden der Seitenteile 81 in die Stecknuten 26 der Leisten 23 eingeschoben und anschließend mit ihrem Schenkel 91 jeweils mit wenigsten einer Spannschraube 10 an der Unterseite der Seitenteile 81 dadurch befestigt, daß die Spannschrauben kraftschlüssig in die nach unten offene Schraubennut 82 eingedreht werden. Dabei wird dann die Tragplatte 8 gegen die kopfartigen Ansätze 24 der Leisten 23 der oberen Schienenteile 2 verspannt.

    [0013] Bei der Explosionsdarstellung eines Abschnitts eines Leuchtensystems nach Figur 2 ist neben der Tragplatte 8 eines Modulbausteins noch zusätzlich ein zu einem Verbindungsbügel 80 verkürzte Tragplatte dargestellt. Die Winkelschinenstücke 9 unterscheiden sich von denen, mit denen die Tragplatte 8 an den oberen Schienenteilen 2 befestigt ist, dadurch, daß die Befestigung dieser Winkelschienenstücke 9 an der Unterseite der Seitenteile 81 mit zwei Spannschrauben 10 erfolgt.

    [0014] Durch eine solche Verkürzung einer Tragplatte 8 ist es möglich, bei Erhaltung des Tragplattenprofils einen in sich tragenden Verbindungsbügel 80 zu verwirklichen, der überall da eingesetzt werden kann, wo im Zuge eines Schienenstrangs eine tragende Verbindung zwischen den beiden Tragschienen 1 eines Schienenstrangs zusätzlich erforderlich ist.


    Ansprüche

    1. Modulares Leuchtensystem für Innenräume, bestehend aus zwei ein einseitig offenes Hohlprofil aufweisenden Tragschienen beliebiger Länge, die mit ihren Öffnungen einander gegenüberliegend parallel zueinander angeordnet und durch Einbringen eines oder mehrerer Modulbausteine in ihren Zwischenraum zu Einzelleuchten oder einem durchgehenden Schienenstrangkörper mit hierin integrierten Leuchten, Strahlern und gegebenenfalls sonstigen elektrischen oder mechanischen Baugruppen gestaltet sind,
    bei dem die Modulbausteine, die an ihrer Oberseite zur Aufnahme und Halterung der Modulbauteile eine Tragplatte aufweisen, als Baueinheit von unten zwischen die beiden Tragschienen eingeschoben und über die Seitenteile der Tragplatte an den freien Enden der oberen Schienenteile der Tragschienen befestigt sind,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Tragplatte (8) eines Modulbausteins beim Einbringen des Modulbausteins in den Zwischenraum der beiden Tragschienen (1) mit ihren Seitenteilen (81) an den freien Enden der oberen Schienenteile (2) im Profil kopfartig Ansätze (24) hintergreifen und zur Verspannung der Tragplatte (8) gegen diese Ansätze (24) Spannelemente vorgesehen sind, die an der Unterseite der Seitenteile (81) der Tragplatte (8) mit jeweils wenigstens einer Spannschraube (10) befestigt sind und mit ihren über die Seitenteile (81) hinaus überstehenden Rändern in längsseitige Stecknuten (26) der nahen oberen Schienenteile (2) eingreifen.
     
    2. Modulares Leuchtensystem nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die freien Enden der oberen Schienenteile (2) der Tragschienen (1) zu einer sich nach oben erstreckenden Leiste (23) gestaltet sind, deren Profil im Fußbereich die nach vorn offene Stecknut (26) aufweist und am freien Ende in den kopfartigen Ansatz (24) übergeht und
    daß dieser im Profil kopfartige Ansatz (24) über die Vorderseite der Leiste (23) übersteht, eine vertikale Stirnseite (27) aufweist und im überstehenden Teilbereich mit einer nach unten offenen Hinterschneidung (25) versehen ist.
     
    3. Modulares Leuchtensystem nach Anspruch 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Seitenteile (81) der Tragplatte (8) im Profil mit einer Schraubennut (82) an der Unterseite sowie einer gegenüber dem oberen Rand der Tragplatte (8) nach unten abgesetzte und nach oben offene Rinne (83) aufweisen,
    daß die Tragplatte (8) eines Modulabausteins bei deren Einsetzen in den Zwischenraum der Tragschienen (1) mit ihren freien Rinnenrändern in die Hinterschneidungen (25) der im Profil kopfartigen Ansätze (24) der nahen Leisten (23) an den freien Enden der oberen Schienenteile (2) formschlüssig eingreifen und
    daß der Absetzabstand (a) der Rinnen (83) vom oberen Rand der Tragplatte (8) so gewählt ist, daß die Oberseite der Tragplatte (8) des Modulbausteins mit den Oberseiten der Leisten (23) und damit mit der Oberseite der oberen Schienenteile (2) der Tragschienen (1) fluchtet.
     
    4. Modulares Leuchtensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Spannelemente Winkelschienenstücke (9) sind, die mit ihrem einen Schenkel (91) mit wenigstens einer Spannschraube (10) in der Schraubennut (82) eines Seitenteils (81) der Tragplatte (8) gehaltert sind sowie über ihre Länge in die Stecknut (26) der nahen Leiste (23) eines oberen Schienenteils (2) einer Tragschiene (1) eingreifen und mit ihrem anderen Schenkel (92) an der Innenwand dieses Seitenteils (81) der Tragplatte (8) anliegen.
     
    5. Modulares Leuchtensystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    gekennzeichnet durch
    die Verwendung einer auf Bügelbreite verkürzten Tragplatte als tragendes, den Abstand zwischen den Tragschienen (81) überbrückendes Verbindungselement (80).
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht