[0001] Die Erfindung betrifft eine Kosmetikdose aus zwei Gehäuseteilen, nämlich einem Unterteil
und einem daran gelenkig gehaltenen Deckel sowie einem Verschluß, der an einem Gehäuseteil
eine Rastzunge und an dem anderen Gehäuseteil einen Griff zur Entriegelung umfaßt.
[0002] Eine Kosmetikdose der genannten Art ist aus der EP-A-0 337 220 bekannt. Dort ist
die Entriegelungszunge am Boden des Unterteils angeformt. Damit liegen die Verriegelungselemente
im wesentlichen in der Teilungsebene. Dieses führt leicht zu Beschädigungen und Verschmutzungen
der Verriegelungselemente und ist optisch unschön.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist eine solche Verschlußausbildung, daß die Entriegelung geschützt
angeordnet ist.
[0004] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß in einem Randprofil eines
Gehäuseteils eine im wesentlichen parallel zur Teilungsebene bewegbare Entriegelungszunge
mit einem von außen betätigbaren Griff angeordnet ist und daß an dem anderen Gehäuseteil
eine mit der Entriegelungszunge zusammenwirkende Rastnase sitzt.
[0005] Die Erfindung unterscheidet sich insofern vom Stand der Technik, als die Entrigelungszunge
innerhalb des Randprofils geschützt ist und durch den Griff über einen vergleichsweise
großen Weg bewegt wird. Die notwendige Kraft ist gering und unterliegt keinen Schwankungen.
Die Entriegelung der Rastnase erfolgt in nahezu entspanntem Zustand derselben, so
daß ein einwandfreies Aufspringen des Deckels gewährleistet ist.
[0006] Eine einteilige Integration der Entriegelungszunge in ein Gehäuseteil wird dadurch
gewährleistet, daß die Entriegelungszunge ausgehend vom Rand eines Ausschnitts in
dem Randprofil senkrecht zur Teilungsebene ausgerichtet ist.
[0007] Die Führung der Rastnase wird dadurch gewährleistet, daß die Rastnase in den Ausschnitt
hineinragt.
[0008] Eine Einteiligkeit der Griffanordnung wird dadurch erzielt, daß an dem Stirnrand
der Entriegelungszunge seitlich Stege sitzen, die den Griff halten.
[0009] Eine möglichst weitgehende Nutzung der Länge der Entriegelungszunge wird dadurch
ermöglicht, daß die Stege mit dem Griff und der Entriegelungszunge einen Durchgang
begrenzen, in den die Rastnase hineinreicht.
[0010] Eine Betätigung der Griffs wird dadurch ermöglicht, daß der Griff durch eine Ausnehmung
des Randprofils nach außen ragt.
[0011] Eine sichere Funktion wird dadurch gewährleistet, daß ein Rastnocken der Entriegelungszunge
mit der Rastnase zusammenwirkt.
[0012] Die Öffnung wird dadurch zwangsweise sichergestellt, daß bei der Öffnungsbewegung
des Griffes eine geneigte Fläche des Griffes mit einer geneigten Fläche der Rastnase
in Eingrifff kommt.
[0013] Eine praktishe Bauart wird dadurch verwirklicht, daß die Entriegelungszunge am Unterteil
des Gehäuses und die Rastnase am Deckel sitzen.
[0014] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die
Zeichnung erläutert, in der darstellen:
Fig. 1 eine Gesamtansicht der Kosmetikdose,
Fig. 2 eine Einzelansicht des Verschlusses,
Fig. 3 einen Schnitt durch den Vershluß in Schließstellung und
Fig. 4 einen Schnitt zur Erläuterng des Öffnungsvorgangs.
[0015] Die Kosmetikdose umfaßt ein durch eine Bodenplatte 2 abgeschlossenes Unterteil 1
mit einem U-förmigen, nach unten offenen Randprofil 6, einen durch ein Gelenk 4 verbundenen
Deckel 3 und einen Verschluß 5. Die Teile sind als Thermoplastspritzgußteile ausgebildet.
Das Unterteil 1 nimmt ein nicht dargestelltes Näpfchen für Kosmetikstoffe wie Puder,
Creme, Farbstoff, Tusche oder dergleichen auf.
[0016] Der Verschluß 5 ist innerhalb des Randprofils 6 untergebracht. Das Randprofil 6 weist
in der oberen Ringfläche, die parallel zu der Teilungsebene zwischen Unterteil und
Deckel verläuft, einen etwa rechteckförmigen Ausschnitt 7 auf, in den eine Rastnase
8 des Deckels 3 hineinreicht. Von dem Randprofil 6 ragt am Rand dieses Ausschnitts
7 eine Entriegelungszunge 9 mit einem Rastnocken 10 frei nach unten und ist demzufolge
parallel zur Teilungsebene der Kosmetikdose nachgiebig bewegbar. Der Rastnocken 10
ist für einen Eingriff mit der Rastnase 8 ausgebildet.
[0017] Im Stirnbereich der Entriegelungszunge 9 sind etwa parallel zur Bodenplatte 2 verlaufende
Stege 11 eines Griffs 12 angesetzt. Der Griff 12 ragt durch eine schlitzförmige Ausnehmung
13 der Mantelwand des Randprofils 6 hindurch. Die Stege 11 begrenzen zusammen mit
der Stirnkante der Entriegelungszungen 9 und dem Griff 12 einen etwa rechteckförmigen
Durchgang 14, der ebenfalls parallel zur Teilungsebene verläuft.
[0018] An der Innenseite des Griffes 12 befindet sich eine deart geneigte Fläche 15, daß
bei Öffungsbewegung des Griffes 12 die Rastnase 8 und damit der Deckel 3 in Offenstellung
gedrähgt werden. Eine geneigte Fläche 16 an der Rastnase begünstigt dieses Öffnen
des Deckels.
[0019] Fig. 3 zeigt die Schließstellung. Die Rastnase 8 ist mit dem Rastnocken 10 in Eingriff,
so daß der Deckel geschlossen gehalten wird. Zum Öffnen wird der Griff 12 gemäß Fig.
4 eingedrückt. Dabei wird der Sperrnocken 10 von der Rastnase 8 weggezogen, so daß
der Deckel nach oben springt. Man kann in den Deckel eine nicht dargestellte Feder
einbauen, damit der Deckel sicher aufspringt. Dieses Aufspringen wird durch die geneigten
Flächen 15 und 16 begünstigt.
1. Kosmetikdose aus zwei Gehäuseteilen, nämlich einem Unterteil und einem daran gelenkig
gehaltenen Deckel sowie einem Verschluß, der an einem Gehäuseteil eine Rastzunge und
an dem anderen Gehäuseteil einen Griff zur Entriegelung umfaßt, dadurch gekennzeichnet,
daß in einem Randprofil (6) des einen Gehäuseteils eine im wesentlichen parallel zur
Teilungsebene bewegbare Entriegelungszunge (9) mit einem von außen betätigbaren Griff
(12) angeordnet ist und daß an dem anderen Gehäuseteil eine mit der Entriegelungszunge
(9) zusammenwirkende Rastnase (8) sitzt.
2. Kosmetikdose nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Entriegelungszunge (9)
ausgehend vom Rand eines Ausschnitts (7) in dem Randprofil (6) senkrecht zur Teilungsebene
ausgerichtet ist.
3. Kosmetikdose nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastnase (8)
in den Ausschnitt hineinragt.
4. Kosmetikdose nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an dem
Stirnrand der Entriegelungszunge (9) seitlich Stege (11) sitzen, die den Griff (12)
halten.
5. Kosmetikdose nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stege (11) mit dem Griff
(12) und der Entriegelungszunge (9) einen Durchgang (14) begrenzen, in den die Rastnase
(8) hineinreicht.
6. Kosmetikdose nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Griff (12) durch
eine Ausnehmung (13) des Randprofils (6) nach außen ragt.
7. Kosmetikdose nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein Rastnocken
(10) der Entriegelungszunge (9) mit der Rastnase (8) zusammenwirkt.
8. Kosmetikdose nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß bei der
Öffnungsbewegung des Griffes eine geneigte Fläche (14) des Griffes mit einer geneigten
Fläche (15) der Rastnase in Eingrifff kommt.
9. Kosmetikdose nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Entriegelungszunge
(9) am Unterteil des Gehäuses und die Rastnase (8) am Deckel sitzen.