[0001] Die Erfindung betrifft ein Bügeleisen gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Bügeleisen mit einem Wassertank, einem Tropfventil und einem Wasserabgabeventil sind
bekannt. Das Wasserabgabeventil steuert den Fluß des Wassers aus dem Wassertank, das
zu dem Tropfventil geführt wird. Aus der DE-36 07 291 C 2 ist ein Wasserabgabeventil
mit einem Gewichtskörper bekannt, der durch Bügelbewegungen aus seiner Position verlagerbar
ist und dabei eine Ventilbohrung öffnet und schließt. Wird das Bügeleisen bewegt,
rollt die Kugel von der Ventilbohrung und gibt den Wasserdurchfluß zum Tropfventil
frei. Wird das Bügeleisen nicht gehandhabt, rollt die Kugel aufgrund einer schiefen
Ebene zurück zu der Ventilbohrung und verschließt den Wasserdurchfluß. Durch diesen
Mechanismus wird sichergestellt, daß keine Dampfabgabe erfolgt, wenn das Bügeleisen
nicht in Betrieb ist.
[0003] Nachteilig bei dem Bügeleisen nach der DE-PS 36 07 291 ist, daß die Kugel innerhalb
des Wasserabgabeventils nur eine geringe Empfindlichkeit besitzt, um auf Bügelbewegungen
anzusprechen. Aufgrund der geringeren Empfindlichkeit wird die Wasserabgabe bei den
Bügelbewegungen gestört. Zusätzlich wird die Bewegung der Kugel durch das Wasser gedämpft,
das die Kugel umgibt.
[0004] Daher ist es Aufgabe der Erfindung, ein Bügeleisen zu schaffen, das ein verbessertes
Wasserabgabeventil mit einer höheren Ansprechempfindlichkeit auf Bügelbewegungen aufweist.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung wird durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Patentanspruchs
1 gelöst.
[0006] Nach der Erfindung ist der Gewichtskörper des Wasserabgabeventils über eine Verbindungsstange
mit einem Dichtkörper verbunden. Folglich wird gegenüber dem Stand der Technik, bei
dem der Gewichtskörper und der Dichtkörper in einem Teil vereint sind, eine Arbeitsteilung
vorgenommen. Der Gewichtskörper Ist darauf optimiert, mit höchster Empfindlichkeit
auf die Bügelbewegungen anzusprechen. Zusätzlich Ist der Gewichtskörper über das Verbindungselement
mit dem Dichtkörper verbunden, der die Schließund Öffnungsfunktion übernimmt. Infolge
des Verbindungselements, das als Hebelarm wirkt, wird schwerpunktmäßig bei der Bewegung
des Bügeleisens ein mehr oder weniger instabiles Gebilde geschaffen, so daß die Ansprechempfindlichkeit
auf Bügelbewegungen gesteigert wird.
[0007] Nach dem weiterbildenden Anspruch 2 ergibt sich eine erste Ausführungsform, bei der
das Verbindungselement innerhalb der Ventilbohrung verläuft. Dies hat den Vorteil,
daß gleichzeitig Kalkablagerungen mit den Bügelbewegungen abgestoßen werden.
[0008] Wird der Gewichtskörper auf der Wassereintrittsseite der Ventilbohrung und der Dichtkörper
auf der Wasseraustrittsseite der Ventilbohrung angeordnet (Anspruch 3), kann das Verbindungselement
baulich relativ lang ausgebildet werden und sich in Richtung des Handgriffs erstrecken,
da zum Handgriff hin das Bügeleisen mehr Freiraum als zur Bügeleisensohle hin aufweist.
[0009] In einer anderen erfindungsgemäßen Ausführungsform ist der Gewichtskörper und der
Dichtkörper auf der Wassereintrittsseite der Ventilbohrung angeordnet (Anspruch 4).
In dieser Ausführungsform hebt der Dichtkörper von der Ventilbohrung einseitig ab,
wobei der Wasserdruck zusätzlich auf den Dichtkörper einwirkt und somit eine zusätzliche
Schließkraft auf die Ventilbohrung ausübt.
[0010] Nach Anspruch 5 wird eine weitere erfindungsgemäße Ausführungsform vorgeschlagen,
bei der der Gewichtskörper und der Dichtkörper auf der Wasseraustrittsseite der Ventilbohrung
angeordnet sind. Bei dieser Ausführungsform wirkt der Wasserdruck durch die Ventilbohrung
zusätzlich auf den Dichtkörper, so daß die Ventilbohrung leichter geöffnet wird. Außerdem
vermeidet der Dichtkörper durch das Abdecken der Ventilbohrung von der Wasseraustrittsseite
her, daß sich dort bei hartem Wasser Kalk niederschlägt.
[0011] In allen so weit beschriebenen Ausführungsformen ist die Ventilstange, die den Gewichtskörper
und den Dichtkörper trägt, kippbar gelagert. Entsprechend einer Weiterbildung (Anspruch
6) kann das Verbindungselement zusätzlich in einem Drehpunkt gelagert werden, so daß
sich je nach Lage des Drehpunktes ein einseitiger oder ein zweiseitiger Hebel ergibt,
(Anspruch 8) bei dem sich der Dichtkörper auf einer genau vorgegebenen Kreisbahn bewegt.
Diese Anordnung hat auch den Vorteil, daß der Gewichtskörper und das Verbindungselement
nicht entlang der Längsachse der Ventilbohrung sondern außerhalb an einem frei wählbaren
Art, wo noch ein Freiraum im Bügeleisen vorhanden ist, ausgebildet werden kann. Vorteilhaft
ist es, wenn das Verlängerungselement eine Verlängerungsstange (Anspruch 7) ist.
[0012] Die Bewegung des erfindungsgemäßen Wasserabgabeventils kann durch Federelemente unterstützt
werden (Anspruch 9), die die Schließfunktion erheblich verbessern.
[0013] Wird der Dichtkörper als plattenförmiger Teller ausgebildet (Anspruch 10), läßt sich
die Ventilbohrung über eine größere Fläche abdecken. Dies ergibt den Vorteil einer
erhöhten Abdichtung, was zusätzlich durch eine elastische Dichtung (Anspruch 11) unterstützt
werden kann.
[0014] Die Bewegung des Gewichtskörpers läßt sich erfindungsgemäß durch Anschläge begrenzen
(Anspruch 12), wobei vorzugsweise die Wandungen des Wassertanks heranziehbar sind.
Die Anschläge können auch von einem den Gewichtskörper umgebenden Rohr gebildet werden.
[0015] Das Wasserabgabeventil und das Tropfventil sind in eine bauliche Einheit zusammenfügbar
(Anspruch 13). Bevorzugt weist hierzu die Verbindungsstange die Gestalt eines Rohres
auf, in dem die Ventilnadel des Tropfventils angeordnet ist (Anspruch 14). Ebenso
läßt sich der Gewichtskörper In dieser integrierten Bauform als Ring mit einem höheren
Massenträgheitsmoment ausbilden (Anspruch 15).
[0016] Bezogen auf den Wasserdurchfluß sind alle Ausführungsformen so konstruierbar, daß
das Tropfventil und das Wasserabgabeventil eine Reihenschaltung bilden (Anspruch 16).
Je nach Bauform des Bügeleisens und dem zur Verfügung stehenden Freiraum läßt sich
das Tropfventil, bezogen auf den Wasserdurchlauf, vor oder hinter das Wasserabgabeventil
einfügen. Ist das Tropfventil allerdings hinter dem Wasserabgabeventil angeordent,
so ist eine bessere Dosierung des Wassers je nach Öffnungsgrad des Tropventils möglich.
[0017] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnung näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erste Ausführungsform der Erfindung in schematischer Ansicht;
- Fig. 2
- eine zweite Ausführungsform der Erfindung in schematischer Ansicht;
- Fig. 3
- eine dritte Ausführungsform der Erfindung in schematischer Ansicht;
- Fig. 4
- einen Längsschnitt durch ein Bügeleisen mit einem Wasserabgabeventil entsprechend
der Ausführungsform nach Fig. 1;
- Fig. 5
- eine Ausführungsform des Wasserabgabeventils nach Fig. 2;
- Fig. 6
- einen Schnitt entlang der Schnittlinie A-A in Fig. 5;
- Fig. 7
- eine abgewandelte Ausführungsform des Wasserabgabeventils nach Fig. 5;
- Fig. 8
- einen Längsschnitt durch ein Bügeleisen mit einer Ausführungsform des Wasserabgabeventils
nach Fig. 2, und
- Fig. 9
- einen Längsschnitt durch ein Bügeleisen, bei dem Tropfund Wasserabgabeventil konzentrisch
um eine Ventilnadel angeordnet sind.
[0018] Zur Vermeidung von Wiederholungen wurden in den Figuren für funktionsgleiche Bauteile
gleiche Positionsnummern gewählt.
[0019] Die Figuren 1, 2 und 3 zeigen Ausführungsformen der Erfindung in schematischer Ansicht.
Die Wandung eines Bügeleisens 1, vorzugsweise der Boden 32 eines Wassertanks 2, weist
eine Ventilbohrung 11 auf. Nach Fig. 1 erstreckt sich in der Ventilbohrung eine Verbindungsstange
8, die an der Oberseite einen Gewichtskörper 7 und an der Unterseite einen Dichtkörper
9 trägt. In allen Ausführungsformen kann der Gewichtskörper 7 unterschiedliche Gestalten
aufweisen. Beispielsweise kann der Gewichtskörper 7 kugelförmig, zylinderförmig oder
kegelförmig sein.
[0020] In Fig. 1 sind beispielhaft Federelemente 12 vorgesehen, die in dieser Ausführungsform
Druckfedern sind und den Dichtkörper 9 an der Wasseraustrittsseite 16 gegen die Wandung
des Bügeleisens 1 pressen. Wie gezeigt, ist der Dichtkörper 9 bevorzugt als Teller
gestaltet, der eine Dichtung 10 trägt, die auf die Ventilbohrung 11 gerichtet ist.
Die Oberseite der Wandung des Bügeleisens 1 bildet in Fig. 1 die Wassereintrittsseite
15. Das Wasser wird von dem in Fig. 1 gezeigten Wassertank 2 der Wassereintrittsseite
15 zugeführt.
[0021] Wird das Bügeleisen bewegt, kommen die aus dem Massenträgheitsmoment des Gewichtskörpers
7 resultierenden Kräfte zum Tragen und kippen die bauliche Einheit aus Gewichtskörper
7, Verbindungsstange 8 und Dichtkörper 9. Die Bewegung des Gewichtskörpers 7, die
gleichzeitig beim Abstoppen des Bügeleisens auftreten kann, wird beispielsweise durch
Anschläge 18 begrenzt. Insgesamt wirkt die so weit beschriebene bauliche Einheit als
ein Wasserabgabeventil 4, das bewegungsabhängig öffnet und schließt. Wird das Bügeleisen
1 nicht gehandhabt, schließt das Wasserabgabeventil 4, so daß kein Wasserdurchfluß
von dem Wassertank durch die Ventilbohrung 11 zu einem Tropfventil (nicht dargestellt
in Fig. 1) erfolgen kann Nach Fig. 1 bewegt sich die Verbindungsstange 8 in der Ventilbohrung
11, was hilft, Kalkablagerungen abzuschlagen.
[0022] Nach Fig. 2 ist der Dichtkörper 9 auf der Wassereintrittsseite 15 angeordnet und
wird in seitlichen Stegen 13 geführt. Folglich ist die Verbindungsstange 8 außerhalb
der Ventilbohrung 11 angeordnet, was gleichfalls für die Ausführungsform nach Fig.
3 zutrifft, bei der der Dichtkörper 9 an der Wasseraustrittsseite 16 angreift.
[0023] In Fig. 3 weist die Verbindungsstange 8 die Besonderheit auf, daß sie in einem Drehpunkt
17 gelagert ist. Die Lagerung der Verbindungsstange 8 ist in Fig. 3 beispielhaft dargestellt
und kann gleichfalls in den Figuren 1 und 2 zur Anwendung kommen. Nach Fig. 3 ist
die Verbindungsstange 8 in einen Hebelabschnitt 8a und einen Hebelabschnitt 8b unterteilt
und bildet so einen zweiseitigen Hebel. Ebenso ist die im Drehpunkt 17 gelagerte Verbindungsstange
8 als einseitiger Hebel ausbildbar und es können in allen Ausführungsformen Federelemente
12 angreifen. Im Gegensatz zu den Ausführungsformen nach Fig. 1 und 2 führt der Dichtkörper
9 in Fig. 3 keine unkontrollierten Kippbewegungen, sondern eine um den Drehpunkt 17
schwenkende Kreisbewegung mit einem geringen zum Abheben vom Ventilsitz 16 notwendigen
Hub aus.
[0024] Damit nach Fig. 3 die Ventilbohrung 11 selbsttätig verschlossen wird, wenn auf Federelemente
12 verzichtet werden soll, ist der Hebelabschnitt 8b so ausgestellt, daß die Gewichtskraft
des Gewichtskörpers 7 in der Ruheposition des Bügeleisens 1 den Dichtkörper 9 an die
Ventilbohrung 11 verschließend preßt. Durch die Lagerung der Verbindungsstange 8 in
einem Drehpunkt 17 läßt sich eine gewisse Richtungswirkung des Wasserabgabeventils
4 erzielen. Beispielsweise würde die Ventilbohrung 11 geöffnet, wenn das Bügeleisen
nach der Bewegung nach links abgestoppt wird. Ein senkrechtes Abstellen des Bügeleisens
würde bei den Lösungen zu keiner Öffnung des Wasserabgabeventils 4 führen, bei denen
die Verbindungsstange 8 mit einer Federanordnung 12 versehen ist, da die Kraft der
Feder 12 so gewählt ist, daß sie eine Öffnung des Ventils 4 erst bei geringfügig größeren
Beschleunigungen des Bügeleisens 1 zuläßt.
[0025] Fig. 4 zeigt einen Längsschnitt durch ein Bügeleisen 1, bei dem das Wasserabgabeventil
4 über einen Wasserführungskanal 6 mit dem Tropfventil 3 verbunden ist. Derartige
Tropfventile 3 sind bei Bügeleisen mit Dampferzeugung, so wie die von der Anmelderin
hergestellten Typen, allgemeiner Stand der Technik und werden daher nicht mehr näher
beschrieben. Das Wasser gelangt aus dem Wassertank 2 zu der Ventilbohrung 11 und tritt
in den Wasserführungskanal 6 ein, wenn sich der Gewichtskörper 7 in der gekippten
Stellung, wie dargestellt, befindet. Über das Tropfventil 3, das entsprechend der
Position der Ventilnadel 21 geöffnet ist, gelangt das Wasser zu einer Verdampfungskammer
5 in der Bügeleisensohle 30, wo es über Dampfaustrittsöffnungen 31 austritt.
[0026] Das Wasserabgabeventil 4 entspricht dem in Fig. 1 gezeigten Prinzip, bei dem der
Dichtkörper 9 auf der Wasseraustrittsseite 16 und der Gewichtskörper 7 auf der Wassereintrittsseite
15 angeordnet ist. Ebenso erstreckt sich die Verbindungsstange 8 durch die Ventilbohrung
11 hindurch. Mittels einer kegelförmigen Druckfeder 12 wird die Dichtung 10 in der
Ruheposition des Wasserabgabeventils 4 an die Wasseraustrittsseite 16 gepreßt. Der
Gewichtskörper 7 weist eine kegelförmige Gestalt auf, die so bemessen ist, daß sich
die Außenseite des Gewichtskörpers 7 in der Kippstellung über die gesamte Breite an
die Wandung des als Anschläge 18 bildenden Rohres 19 im Wassertank 2 anlegen kann.
Durch die sich nach oben verjüngende, kegelförmige Gestalt des Gewichtskörpers 7 ergibt
sich ein verändertes Massenträgheitsmoment gegenüber anders geformten Gewichtskörpern
7 und die Anschlagstöße werden über die gesamte Breite des Gewichtskörpers 7 abgefangen.
Hierdurch tritt eine Geräuschminderung ein, weil keine punktförmigen Anschläge des
Gewichtskörpers 7 an dem Rohr 19 erfolgen.
[0027] Fig. 5 zeigt eine konkrete Ausführungsform des Wasserabgabeventils 4 entsprechend
dem Prinzip nach Fig. 2. Der Dichtkörper 9, der über die Verbindungsstange 8 mit einem
zylindrischen Gewichtskörper 7 verbunden ist, liegt mit der Dichtung 10 in der Ruheposition
auf einem kleinen ringförmigen Randwulst 25 auf. Der Randwulst 25 umzieht die Ventilbohrung
11 auf der Wasserzuführungsseite 15. Das Wasser gelangt über eine Einströmöffnung
23 in den rohrförmigen Anschlag 18. Neben den Wandungen des rohrförmigen Anschlags
18, dessen Durchmesser so bemessen ist, daß der Gewichtskörper nach allen Richtungen
um ein bestimmtes Maß kippen kann, wird der tellerförmige Dichtkörper 9 durch radiale
Führungsstege 13 gesichert. Fig. 6 zeigt einen Schnitt entlang der Schnittlinie A-A
in Fig. 5 und die radialen Führungsstege 13 sind in der Draufsicht erkennbar.
[0028] Fig. 7 zeigt eine Ausführungsform des Wasserabgabeventils 4, das sich an das Prinzip
von Fig. 2 und die konkrete Ausführungsform von Fig. 5 anlehnt. Abweichend von Fig.
5 ist ein kugelförmiger Gewichtskörper 7 vorgesehen. Zusätzlich erstreckt sich die
Verbindungsstange 8 durch die Ventilbohrung 11 hindurch und trägt an ihrem unteren
Ende einen plattenförmigen Absatz 26. Der Absatz 26 dient dazu, das Federelement 12
an der Verbindungsstange 8 zu sichern. Das Federelement 12, das gleichzeitig im Bereich
der Wasseraustrittsöffnung 16 am Boden 32 angreift, drückt den Dichtkörper 9 in der
Ruheposition verstärkt an den Randwulst 25. Zusätzlich bewirkt die Feder 12 ein Zurückführen
des gekippten Dichtkörpers 9 in die Ruheposition. Damit unterstützt das Federelement
12 das Zurückkippen des Gewichtskörpers 7, das in Fig. 5 selbsttätig erfolgt, weshalb
der Durchmesser der Wandungen der Anschläge 18 so bemessen ist, daß die Gewichtskraft
des Gewichtskörpers 7 ein rückstellendes Drehmoment für den Dichtkörper 9 erzeugt.
Um in allen Ausführungsformen das selbsttätige Zurückkippen zu bewirken, was zusätzlich
durch das Federelement 12 unterstützt werden kann, wie in Fig. 7 gezeigt ist, ist
es erforderlich, daß sich der Schwerpunkt des Gewichtskörpers 7 nicht über den Rand
des tellerförmigen Dichtkörpers 9 hinaus verlagern kann.
[0029] Fig. 8 zeigt wiederum einen Teillängsschnitt durch ein Bügeleisen 1, das ein Wasserabgabeventil
4 nach Fig. 5 aufweist. Abweichend von Fig. 5 ist der tellerförmige Dichtkörper 9
vollständig von der Dichtung 10 umgeben. Die Dichtung 10 fängt somit auch Anschläge
an den Führungsstegen 13 federnd ab. Zusätzlich wird der ringförmige Randwulst 25
durch einen einsetzbaren Ring 33 gebildet. Ebenso wie in den anderen Ausführungsformen
sind der Wassertank 2, das Wasserabgabeventil 4, der Wasserführungskanal 6 und das
Tropfventil 3 strömungstechnisch in Reihe geschaltet, wobei das Tropfventil 3 dem
Wasserabgabeventil 4 nachgeschaltet ist.
[0030] Fig. 9 zeigt eine Ausführungsform, bei der das Wasserabgabeventil 4 in das Tropfventil
3 integriert ist. Hierzu besteht die Verbindungsstange 8 aus einem Rohr, durch das
die Ventilnadel 21 des Tropfventils 3 geführt ist. Gleichzeitig erstreckt sich die
Ventilnadel 21 durch die Ventilbohrung 11, die strömungstechnisch dem Tropfventil
3 in Reihe vorgeschaltet ist. Der ringförmige oder tellerförmige Ringkörper 9 greift
zusammen mit der Dichtung 10 am unteren Ende des Rohres an. Am oberen Ende des Rohres,
das die Verbindungsstange 8 bildet, ist ein ringförmiger Gewichtskörper 7 befestigt.
Die Weite des Rohres 8 ist so bemessen, daß hierdurch eine ausreichende Öffnung der
Ventilbohrung 11 gewährleistet ist, wenn das Bügeleisen 1 bewegt und abgestoppt wird.
Folglich bildet die Innenwandung des Rohres 8 den bewegungsbegrenzenden Anschlag 18.
Beispielsweise kann das Rohr 8 eine ovale Form aufweisen, deren Längsachse sich in
Richtung des Bügeleisens erstreckt, wodurch eine Richtungsabhängigkeit beim Bügeln
am Wasserabgabeventil 4 erzielt wird, so daß das Wasserabgabeventil 4 nur in Längsrichtung
des Bügeleisens 1, also nicht bei Querbewegung öffnet.
1. Bügeleisen mit einem Wassertank (2), einem Wasserabgabeventil (4), das aus einem durch
Bügelbewegungen in der Position verlagerbaren Gewichtskörper (7) und einer Ventilbohrung
(11) besteht, die in Abhängigkeit der Position des Gewichtskörpers geöffnet oder verschlossen
wird, und einem Tropfventil (3), das Wasser aus dem Wassertank über das Wasserabgabeventil
einer Verdampfungskammer zur Abgabe über die Bügeleisensohle des Bügeleisens zuführt,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Gewichtskörper (7) über ein Verbindungselement (8) mit einem Dichtkörper (9)
verbunden ist, der die Ventilbohrung (11) öffnet und verschließt.
2. Bügeleisen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Verbindungselement (8) innerhalb der Ventilbohrung (4) angeordnet ist.
3. Bügeleisen nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Gewichtskörper (7) auf der Wassereintrittsseite (15) der Ventilbohrung (11)
und der Dichtkörper (9) auf der Wasseraustrittsseite (16) der Ventilbohrung (11) angeordnet
ist.
4. Bügeleisen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Gewichtskörper (7) und der Dichtkörper (9) auf der Wassereintrittsseite (15)
der Ventilbohrung (11) angeordnet sind.
5. Bügeleisen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Gewichtskörper (7) und der Dichtkörper (9) auf der Wasseraustrittsseite (16)
der Ventilbohrung (11) angeordnet sind.
6. Bügeleisen nach Anspruch 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Verbindungselement (8) in einem Drehpunkt (17) gelagert ist.
7. Bügeleisen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Verbindungselement (8) eine Verbindungsstange ist.
8. Bügeleisen nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungsstange (8) einen zweiseitigen Hebel (8a, 8b) bildet.
9. Bügeleisen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Federelement (12) vorgesehen sind, das den Gewichtskörper (7) in eine Position
zurückführt, bei der das Wasserabgabeventil (4) geschlossen ist.
10. Bügeleisen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Dichtkörper (8) ein plattenförmiger Teller ist.
11. Bügeleisen nach Anspruch 10
dadurch gekennzeichnet,
daß der Dichtkörper (9) eine elastische Dichtung (10) aufweist.
12. Bügeleisen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Wasserabgabeventil (4) Anschläge (18) aufweist, die die Bewegung des Gewichtskörpers
(7) bei den Bügelbewegungen begrenzt, wobei vorzugsweise die Wandungen (19) des Wassertanks
die Anschläge (18) bilden.
13. Bügeleisen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Wasserabgabeventil (4) in das Tropfventil (3) integriert ist.
14. Bügeleisen nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungsstange (8) ein Rohr (20) ist, in dem die Ventilnadel (21) des Tropfventils
(3) angeordnet ist.
15. Bügeleisen nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Gewichtskörper (7) ein Ring ist.
16. Bügeleisen nach Anspruch 1-11,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Tropfventil (3) und das Wasserabgabeventil (4) über einen Wasserführungskanal
(6) bezogen auf den Wasserdurchlauf, in Reihe hintereinander angeordnet sind.