[0001] Die Erfindung betrifft eine Kehrschaufel umfassend einen aus einem Blechzuschnitt
geformten Grundkörper mit Bodenplatte, Seitenwanden und Rückwand sowie einen Griff,
der Durchbrüche mindestens der Rückwand durchgreift, wobei der Grundkörper als Hohlprägeteil
ausgebildet ist und die Seitenwände gegen die Rückwand aufeinander zulaufen.
[0002] Die DE-PS 31 02 056 beschreibt eine Kehrschaufel, deren Grundkörper in Form eines
Blechbiegeteils ausgebildet ist. Das Blechbiegeteil hat nur eine unzureichende Eigenstabilität,
so daß die Griffbefestigung zur Stabilisierung der Kehrschaufel herangezogen werden
muß.
[0003] Das DE-GM 88 05 417 beschreibt eine Kehrschaufel, die als Blechbiegeteil ausgebildet
ist. Allerdings ist die dargetsellte Formgebung in der Praxis durch Biegevorgänge
kaum zu verwirklichen. Ein Prägen würde eine so starke Verformung erfordern, daß auch
dieses mit vertretbarem Aufwand nicht durchführbar ist.
[0004] Das DE-GM 83 09 209 beschreibt eine Schaufel der eingangs beschriebenen Art. Wenn
man Seitenwände und Rückwand an der Bodenplatte durch Hohlprägen formt, kann man aus
praktischen Gründen nur eine geringe Wandhöhe erreichen. Dieses schränkt die Formgebung
und das Fassungsvermögen der Schaufel ein.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist eine stabile Ausbildung des Grundkörpers, so daß derselbe
insbesondere eine hohe Verwindungsstabilität und ein großes Fassungsvermögen hat.
[0006] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß die Rückwand aus einem
schmalen Fußsteg und Verlängerungsabschnitten der Seitenwände besteht, die in einem
T-Schlitz stumpf aneinanderstoßen, und daß der Griff in Durchbrüche der Verlängerungsabschnitte
eingreift.
[0007] Die Erfindung unterscheidet sich insofern vom Stand der Technik, als an dem hohl
geprägten Grundkörper an der Rückwand nur ein schmaler Fußsteg angeformt ist, die
Seitenwände können demgegenüber eine beliebige Höhe haben. Dieses wird durch die besondere
Formgebung der Rückwand und die dreieckförmige Ausbildung der Bodenwand ermöglicht.
Dadurch können Verlängerungabschnitte der Seitenwände in die Rückwand hineinreichen
und dort stumpf aneinanderstoßen. Der schmale Fußsteg gibt eine zusätzliche Stabilität.
Die Teile der Rückwand stoßen in einem T-Schlitz zusammen und haben bereits eine hohe
Eigenstabilität. Die Rückwand wird durch den Griff zusätzlich zusammengehalten.
[0008] Eine zusätzliche Halterung für den Griff erzielt man dadurch, daß der Griff auch
in Durchbrüche des Fußsteges eingreift.
[0009] Eine feste Griffverbindung erzielt man dadurch, daß der Griff längsgeteilt ist und
daß die beiden Griffteile die Rückwand zwischen sich einschließen und fest mit der
Rückwand und miteinander verbunden sind.
[0010] Im Einzelnen ist die Griffverbindung derart ausgebildet, daß das eine Griffteil Zapfen
aufweist, die durch die Durchbrüche der Rückwand hindurch oder unmittelbar in Ausnehmungen
des anderen Griffteils eingreifen.
[0011] Ein Ausführungsbeispiel dersErfindung wird im Folgenden anhand der anliegenden Zeichnungen
erläutert, in denen darstellen:
Fig. 1 den Zuschnitt des Schaufelgrundkörpers,
Fig. 2 die Kehrschaufel in der Draufsicht und
Fig. 3 in der Seitenansicht.
[0012] Der Schaufelgrundkörper ist aus einem ebenen Blechzuschnitt in einem Druckvorgang
durch Hohlprägen hergestellt.
[0013] Fig. 1 zeigt den Zuschnitt des Schaufelgrundkörpers mit einer Bodenwand 1, einem
schmalen Fußsteg 2 für die Rückwand und zwei Seitenwänden 3, an die Verlängerungsabschnitte
4 angeschnitten sind, die ebenfalls zur Bildung der Rückwand beitragen. In dem Fußsteg
2 und den Verlängerungsabschnitten 4 sind Durchbrüche 11 ausgebildet. Die Bodenwand
verjüngt sich gegen die Rückwand hin. Die Seitenwände 3 laufen gegen die Rückwand
hin aufeinander zu.
[0014] Der Schaufelgrundkörper wird aus dem ebenen Zuschnitt durch Hohlprägen in die endgültige
Form gebracht. Dabei werden der Fußsteg 2 und die Seitenwände 3 hochgestellt. Die
Verlängerungsabschnitte 4 werden in die Rückwand hineingebogen, so daß der Fußsteg
2 und die Verlängerungsabschnitte 4 unter Bildung eines T-Schlitzes 5 nach Fig. 2
stumpf aneinanderstoßen.
[0015] Der Griff 6 ist längsgeteilt. Ein Unterteil 7 ist schalenförmig ausgebildet und weist
am Innenrand eine Mehrzahl augenförmiger Hülsen 9 auf. Ein Oberteil 8 paßt auf den
Stirnrand des Unterteils 7 und ist mit Zapfen 10 versehen, die auf die Hülsen 9 ausgerichtet
sind. Das Oberteil 8 und das Unterteil 7 schließen die Rückwand zwischen sich ein.
Die Zapfen 10 reichen durch die Durchbrüche 11 hindurch und greifen in die Hülsen
9 ein. Sie sind eingepreßt, geklebt, geschweißt oder in anderer Weise fest miteinander
verbunden.
1. Kehrschaufel umfassend einen aus einem Blechzuschnitt geformten Grundkörper mit Bodenplatte,
Seitenwänden und Rückwand sowie einen Griff, der Durchbrüche mindestens der Rückwand
durchgreift, wobei der Grundkörper als Hohlprägeteil ausgebildet ist und die Seitenwände
gegen die Rückwand aufeinander zulaufen, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückwand
aus einem schmalen Fußsteg (2) und Verlängerungsabschnitten (4) der Seitenwände (3)
besteht, die in einem T-Schlitz (5) stumpf aneinanderstoßen, und daß der Griff (6)
in Durchbrüche (11) der Verlängerungsabschnitte (4) eingreift.
2. Kehrschaufel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Griff (6) auch in Durchbrüche
(11) des Fußsteges (2) eingreift.
3. Kehrschaufel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Griff (6) längsgeteilt
ist und daß die beiden Griffteile die Rückwand zwischen sich einschließen und fest
mit der Rückwand und miteinander verbunden sind.
4. Kehrschaufel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Griffteil (8) Zapfen
(10) aufweist, die durch die Durchbrüche (11) der Rückwand hindurch oder unmittelbar
in Ausnehmungen des anderen Griffteils (7) eingreifen.