[0001] Die Erfindung betrifft die Verwendung von Alkylbetainsulfosuccinaten in Filament-
und Spinnpräparationen als stark adhäsive, antistatische, avivierende und fadenschließende
Komponenten mit ausgesprochen positiven Einwirkungen auf die Laufeigenschaften des
behandelten Materials, insbesondere geeignet für nach dem Schmelzspinnverfahren hergestellte
Synthesefäden wie Polyamid und Polyester.
[0002] Es ist bekannt, daß die Verarbeitung von synthetischen Filamenten und Spinnfäden
den Einsatz von Präparationen bedarf.
[0003] Die Rolle dieser Präparationen ist, die Laufeigenschaften des behandelten Materials
zu optimieren, wobei die Faser/Faser(F/F)- und Faser/Metall(F/M)-Reibung praktisch
von den Eigenschaften des Präparationsfilmes bestimmt werden. Um eine optimale Haftung
dieses Filmes zu gewährleisten, werden den Präparationen verschiedene netzende und
haftende Komponenten hinzugefügt. Präparationen bestehen grundsätzlich aus mehreren
Komponenten. Die wichtigsten, nach Funktion betrachtet sind: Gleitmittel, Emulgatoren,
Fadenschlußmittel und Antistatika.
[0004] Zu den wichtigsten Eigenschaften, die eine moderne Präparation zu erfüllen hat, zählen
folgende: Hitzebeständigkeit, geringe Flüchtigkeit, gute antistatische Wirksamkeit,
gutes Netzvermögen, mittlere bis niedrige Faden/Reibkörper-Reibung, ausreichendes
Fadenschlußvermögen, Verträglichkeit mit anderen Hilfsmitteln, gute Auswaschbarkeit.
[0005] Diesen Ansprüchen können klassische mineralölbasierte Präparationen nicht standhalten.
[0006] Verbesserte Alternativen sind die esterölbasierten Präparationen, die den durch die
technische Entwicklung bedingten hohen Temperaturanforderungen besser entsprechen
(DD 280 532 A1). Im Falle der beschriebenen Trimethylolpropanester führt das Fehlen
einer thermischen Abbaureaktion aber zum Festsitzen und Vercracken auf Heizaggregaten.
Ferner muß in diesen Präparationen ein erhöhter Anteil an Fadenschlußmitteln eingebaut
werden, da die Viskosität der synthetischen Ester niedriger ist als jene der ersetzten
Mineralöle.
[0007] In der DD 260 405 A3 wird zur Lösung des geschilderten Problems und gleichzeitig
zur Sicherung eines guten Fadenschlusses die Verwendung von Alkylbetainen in Kombination
mit Fettsäureethoxylaten und quaternierten Fettsäureamid-Verbindungen, dargelegt.
[0008] Obwohl diese Lösung ausgesprochen vorteilhaft erscheint, bringt die Verwendung des
Alkylbetains durch synthesebedingten NaCl-Gehalt eine Salzbelastung mit sich, die
sich in den Präparationseigenschaften negativ auswirkt.
[0009] Die Verwendung einer substantiv aufziehenden kationischen Struktur, die nicht vollständig
auswaschbar ist, kann für den allgemeinen Einsatz nicht akzeptiert werden, da sie
sich in den folgenden Verarbeitungsstufen negativ auswirken kann.
[0010] Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, eine Produktgruppe zu finden, die, als
Teilkomponente in Filament- und/oder Spinnpräparationen eingesetzt, eine hohe Affinität
zu den synthetischen Fäden aufweist, sie gut benetzt, um die Gleichmäßigkeit des Präparationsfilmes
zu gewährleisten, antistatische Wirkung und hohes Fadenschlußvermögen aufweist, hitzestabil,
vergilbungsfrei und gleichzeitig auswaschbar ist; ferner soll die Verträglichkeit
mit Tensiden anderer Ionogenität und eine gewisse Löslichkeit in Mineral- und/oder
Esterölen sowie ein neutraler bis schwach alkalischer pH-Wert und Salzarmut gegeben
sein.
[0011] Diese Aufgabe wird gelöst durch die Verwendung der erfindungsgemäßen Alkylbetainsulfosuccinate.
[0012] Gegenstand der Erfindung sind Alkylbetainsulfosuccinate der allgemeinen Formel

worin
n, m = unabhängig voneinander ein Wert von 1 - 10 mit

bis 20, vorzugsweise 2 - 5 sein kann,
R ein gegebenenfalls substituierter Alkyl- oder Alkylenrest mit 8 - 24 C-Atomen, vorzugsweise
12 - 18 C-Atomen,

A = -CH₂-CH₂-, -CH₂-CH(CH₃)- und
Me⁺ = Na⁺, K⁺, NH₄⁺, vorzugsweise Na,
X⁻ ein Anion, vorzugsweise der Chlorid-, Metho- oder Ethosulfatrest sein kann.
[0013] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung sind Alkylbetainsulfosuccinate der allgemeinen
Formel, worin

sein können und R, R¹, A und X- die obengenannte Bedeutung haben und

ist.
[0014] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung sind Alkylbetainsulfosuccinate der allgemeinen
Formel, worin R ein Alkyl- oder Alkylenrest mit 12 C-Atomen ist und R¹, A, n, m, n
+ m, Me⁺ die obengenannte Bedeutung haben und X⁻ der Methosulfatrest ist.
[0015] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung der Alkylbetainsulfosuccinate
als Fadenschlußmittel und Antistatika in Filamentpräparationen für Polyester und Polyamid,
Spinn-Verstreckpräparationen für PES-Stapelfasern (B- und W-Typen) und in Spinnpräparationen
für PA 6/6.6 Stapelfasern.
[0016] Die beschriebenen Produkte stellen ca. 50 %ige wässrige farblose bis leicht gelbliche,
niedrigviskose Flüssigkeiten dar, die mit anionischen, nichtionischen, amphoteren
und kationischen Tensiden verträglich sind und im pH-Bereich von 6,5 bis 8,0 hydrolysestabil
und hitzebeständig sind (Thermostabilität bei 220 °C nach 1 Stunde: ca. 92 % (berechnet
auf Feststoffgehalt); die Rückstände sind viskose gelbe Flüssigkeiten, die leicht
abwaschbar sind). Die flüchtigen Anteile (Bestimmung in Anlehnung an DGF-Methode C-IV9/Rauchpunktbestimmung)
liegen bei den erfindungsgemäßen Verbindungen beim Erhitzen auf 205 °C bei ca. 1,5
Gew.-%, berechnet auf Feststoffgehalt.
[0017] Die Produkte sind wasser- und öllöslich. Sie besitzen ein mittleres Schaumvermögen
und erniedrigen die Oberflächenspannung des Wassers auf ca. 37 - 40 mN/m.
[0018] Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen können alkoxilierte, vorzugsweise
ethoxilierte Fettamine wie insbesondere die nach bekannten Verfahren aus den natürlichen
Fettsäuren durch Nitrilierung und Hydrierung herstellbaren Amine verwendet werden.
Diese Amine sind handelsübliche Mischungen mit einem Kettenlängenbereich zwischen
8 - 24, insbesondere zwischen 12 - 18 C-Atomen. Mögliche Amine sind Cocosamin, Stearylamin,
Laurylamin, Talgamin.
[0019] Der Alkoxilierungsgrad kann gemäß den Anforderungen des jeweiligen Einsatzgebietes
eingestellt werden und liegt insgesamt bei 2 - 20, vorzugsweise jedoch bei ca. 2 -
5, Alkylenoxideinheiten pro Mol Amin.
[0020] Diese Alkanoletheramine werden mit einem Alkylierungsmittel, vorzugsweise Dimethylsulfat
oder Methylchlorid, bei 40 - 80 °C lösungsmittelfrei quaterniert.
[0021] An diese quaternären Alkanoletheramine wird nach an sich bekannten Verfahren mit
Maleinsäureanhydrid im Molverhältnis von ca. 1 : 1 bis ca. 1 : 2 addiert, welche dann
anschließend bei 40 - 80 °C mit wässrigem Alkali- oder Ammoniumsulfit sulfoniert werden.
[0022] Die so hergestellten wässrigen Lösungen können, gegebenenfalls nach Einstellung des
gewünschten pH-Wertes, ohne weitere Maßnahmen mit den auf diesem Gebiet üblichen Zusatzstoffen
versetzt und eingesetzt werden. Übliche Zusatzstoffe sind Gleitmittel wie Mineralöl,
Trimethylolpropantriester von gesättigten Fettsäuren der Kettenlänge C₈-C₁₀, Penterythritester,
Polyglycerinester, Ethylenoxid, Propylenoxid, Block- und Randomcopolymeren, butyl-
oder methylverschlossene Nonylphenol- bzw. Oxo- oder Fettalkohol-Alkylenoxidether,
Emulgatoren wie Cocosfettalkoholpolyglykolether, Nonylphenolpolyglykolether, Ölsäure-
oder Stearinsäurepolyglykolester, Rizinusöl-Ethylenoxid-Addukte, Talgaminpolyglykolether,
Cocosfettsäuremonoethanolamidpolyglykolether usw.
Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen
A. Herstellungsbeispiele
Beispiel 1
Herstellung des Cocospentaethoxymethylammoniummethosulfats
[0023] In einem 1 l-Vierhalskolben mit Rührer, Thermometer, Kühler und Tropftrichter werden
422 g (1 Mol) Cocosamin mit

Mol Ethylenoxid (EO) (z. B. GENAMIN
R C-050 von HOECHST) vorgelegt. Bei 60 - 70 °C werden binnen 1 h 122 g (0,97 Mol) Dimethylsulfat
zugetropft. Nach 1 h stellt sich eine Gesamtaminzahl von 4 mg KOH/g ein.
Beispiel 2
Herstellung des Maleinsäuremonoesters aus Beispiel 1
[0024] Zu 544 g (1 Mol) Quat aus Beispiel 1 werden bei 70 °C 98 g (1 Mol) Maleinsäureanhydrid
gegeben. Nach 3 h Reaktionszeit stellen sich folgende Analysenzahlen ein:
| Säurezahl (SZ) in Aceton |
93,5 mgKOH/g |
| SZ in n-Propanol |
91,5 mgKOH/g |
Beispiel 3
Herstellung des Monosulfosuccinats aus Beispiel 2
[0025] In einem 2 l-Vierhalskolben mit Rührer, Thermometer, Kühler und Tropftrichter werden
126 g (1 Mol) Natriumsulfit und 768 g H₂O bei 70 °C vorgelegt. 642 g (1 Mol) Reaktionsprodukt
aus Beispiel 2 werden binnen 1/2 Stunde zugetropft. Es wird gerührt, bis der SO₂-Gehalt
der jodometrischen Bestimmung <0,01 % ist. Es entsteht eine klare Flüssigkeit mit
einem Feststoffgehalt von 50 Gew.-%.
Beispiel 4
Herstellung des Di-Maleinsäuremonoesters aus Beispiel 1
[0026] Zu 544 g (1 Mol) Quat aus Beispiel 1 werden bei 70 °C 196 g (2 Mol) Maleinsäureanhydrid
gegeben. Die nach 3 h Reaktionszeit erhaltene klare Flüssigkeit weist folgende Analysenzahlen
auf:
| SZ in Aceton |
190,0 mgKOH/g |
| SZ in n-Propanol |
180,0 mgKOH/g |
Beispiel 5
Herstellung des Di-Sulfosuccinats
[0027] In eine Lösung von 252 g (2 Mol) Natriumsulfit in 992 g H₂O werden bei 70 °C 740
g (1 Mol) Reaktionsprodukt aus Beispiel 4 gegeben. Es wird wie in Beispiel 3 weiterverfahren.
[0028] Bestimmung der Analysenwerte
Gesamtaminzahl (GAZ)
[0029] Die Gesamtaminzahl gibt die Anzahl Milligramm Kaliumhydroxid an, die der Gesamtaminbasizität
von 1 g der Aminverbindung equivalent sind (mg KOH/g).
[0030] Die Werte werden bestimmt nach American Oil Chemists Society (A.O.C.S.) Official
Method Tf 2a - 64.
Säurezahl (SZ)
[0031] Die Säurezahl ist ein Maß für den Gehalt eines Fettes oder von technischen Fettsäuren
an freien Säuren und gibt die Milligramm Kaliumhydroxid an, die notwendig sind, um
1 Gramm Substanz zu neutralisieren.
[0032] Die Werte werden bestimmt nach der DGF-Einheitsmethode C-V4.
B. Anwendungsbeispiele
[0033] Die folgenden Formulierungsbeispiele sollen die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten
der erfindungsgemäßen Verbindungen in Filament- und Stapelfaserpräparationen veranschaulichen:
Beispiel 1
[0034]
- 28,0 Gew.-Teile
- Blockcopolymerisat von Propylenoxid und Ethylenoxid (Molekulargewicht ca. 2500, Gehalt
an Ethylenoxid ca. 10 %), ca. 100 %ig,
- 21,0 Gew.-Teile
- Butanol-Random EO-PO-Polyether (mittleres Molekulargewicht ca. 1000), ca. 100 %ig,
- 14,0 Gew.-Teile
- erfindungsgemäße Verbindung gemäß Beispiel A.3,
- 7,0 Gew.-Teile
- methylverschlossenen Cocosfettalkoholpolyglykolether, Ethoxylierungsgrad ca. 6,5 (gewaschen),
ca. 95 %ig,
- 30,0 Gew.-Teile
- entmineralisiertes Wasser.
Beispiel 2
[0035]
- 42,5 Gew.-Teile
- methylverschlossener Isotridecylalkoholpolvalkylenglykolether (REP-Typ),
Ethoxylierungsgrad n = 5,7, Propoxylierungsgrad m = 2,2
- 17,0 Gew.-Teile
- erfindungsgemäße Verbindung gemäß Beispiel A.3
- 25,5 Gew.-Teile
- Isotridecylalkoholpolyalkylenglykolether (REP-Typ),
Ethoxylierungsgrad n = 9, Propoxylierungsgrad m = 12
- 15,0 Gew.-Teile
- entmineralisiertes Wasser.
Beispiel 3
[0036]
- 15,5 Gew.-Teile
- erfindungsgemäße Verbindung gemäß Beispiel A.3
- 29,0 Gew.-Teile
- Paraffinöl Typ DAB 9/PIONIER 5990 (Hansen & Rosenthal)
- 10,0 Gew.-Teile
- Trimethylolpropantriester von linearen gesättigten Fettsäuren der Kettenlänge C₈-C₁₀
- 14,5 Gew.-Teile
- ethoxylierter Cocosglyceridester Ethoxylierungsgrad n = 7, ca. 100 %ig
- 11,0 Gew.-Teile
- Ölsäurepolyglykolester,
Ethoxylierungsgrad n = 7 (gewaschen), ca. 100 %ig
- 11,0 Gew.-Teile
- methylverschlossener Cocosfettalkoholpolyglykolether,
Ethoxylierungsgrad ca. 6,5 (gewaschen), ca. 95 %ig
- 7,0 Gew.-Teile
- Fettalkohol (C12/C14) = 70/30) Polyglykolether,
Ethoxylierungsgrad n = 3 (gewaschen)
- 2,0 Gew.-Teile
- entmineralisiertes Wasser.
Beispiel 4
[0037]
- 17,0 Gew.-Teile
- ethoxylierter Cocosglyceridester Ethoxylierungsgrad n = 7, ca. 100 %ig
- 34,0 Gew.-Teile
- erfindungsgemäße Verbindung gemäß Beispiel A.3
- 8,5 Gew.-Teile
- Butanol-Random EO-PO-Polyether mittleres Molekulargewicht ca. 1000,
Trübungspunkt 2 %ig in destilliertem Wasser ca. 55 °C, 100 %ig
- 17,0 Gew.-Teile
- Cocosfettsäuremono-diglyceridpolyethylenglykolether
Ethoxylierungsgrad n = 30
- 8,5 Gew.-Teile
- Fettalkohol (C12/C14 = 70/30) Polyglykolether, Ethoxylierungsgrad n = 3 (gewaschen)
- 15,0 Gew.-Teile
- entmineralisiertes Wasser.

1. Viskosität nach Ubbelohde wurde gemäß DIN 51562 bestimmt.
2. Der Feststoffgehalt wurde als Differenz FS = 100 - % Wassergehalt bestimmt. Der
Wassergehalt wurde nach Karl Fischer gemäß DIN 51777 ermittelt.
3. Die flüchtigen Anteile in geschlossenem System wurden bei 130 °C und 90 min bestimmt
(Einwaage: 2 g).

m = Einwaage, in g
m1 = Auswaage, in g.
4. Die flüchtigen Anteile im offenen System (Herzog-Rauchpunktbestimmungsgerät mit
Cleveland-Flammpunktprüfer) wurden in Anlehnung an die DGF-Methode C-IV9 gleichzeitig
mit den Rauchpunkten bei kontrollierter Temperaturerhöhung von Raumtemperatur auf
205 °C (5 °C/min) als Massendifferenz unter Berücksichtigung des Wassergehaltes bestimmt.
Es wurden jeweils zwei Rauchpunkte bestimmt, wobei für ein schwaches unregelmäßiges
Rauchen die Temperatur T1 (°C) und für das starke regelmäßige Rauchen die Temperatur
T2 (°C) notiert wurde.
5. Thermostabilität.
Der Rückstand wurde unter Verwendung des Rückstandes von der Bestimmung der flüchtigen
Anteile im geschlossenen System als Massendifferenz bei 220 °C und 60 min bestimmt
(Einwaage: 1 g).
Die Farbe des Rückstandes wurde anhand folgender Punkte-Skala beurteilt:
| Farbe |
Punkte |
| - unverändert gegenüber Formulierungsbeispiel |
0 |
| - strohgelb |
1 |
| - gelb-rötlich |
2 |
| - rötlich-braun |
3 |
| - braun |
4 |
| - schwarz, verkohlt |
5 |
6. Das Schaumvermögen der 0,1 %igen Verdünnung in entmineralisiertem Wasser wurde
bei 40 °C nach dem modifizierten Ross-Miles-Test nach DIN 53902 Teil 2 ausgeprüft.
7. Das Korrosionsverhalten wurde in Anlehnung an Späne-Filter-Test DIN 51360 Teil
2 geprüft, indem die 2 %igen Verdünnungen in entmineralisiertem Wasser im paarweisen
Doppelversuch durchgeführt und jeweils mit dem Blindwert für entmineralisiertes Wasser
verglichen wurden.
8. Die Verdünnbarkeit der Formulierungen mit Wasser wurde im Becherglas bei Raumtemperatur
ausgeprüft. Unter stetigem Rühren wurden zu 90 g entmineralisiertem Wasser 10 g Produkt
in dünnem Strahl zugegeben und die Auflösung bzw. das Anspringen der Emulsion sowie
das Viskositätsverhalten beobachtet.
9. Die Stabilitäten der 1 %igen Verdünnungen wurden bei Raumtemperatur 72 h nach dem
Ansetzen, bei 40 °C 6 h nach dem Ansetzen wie folgt beurteilt:
- sehr gut =
- unverändert gegenüber Anfangsaussehen bei Raumtemperatur und 40 °C
- gut =
- unverändert bei Raumtemperatur, leichte Randbildung bei 40 °C
- mittel =
- unverändert bei Raumtemperatur, Eintrübung und Randbildung bei 40 °C
- schlecht =
- Abtrennung, Randbildung, Aufrahmung bei Raumtemperatur und 40 °C.
1. Alkylbetainsulfosuccinate der allgemeinen Formel

worin
n, m = unabhängig voneinander ein Wert von 1 - 10 mit

bis 20, vorzugsweise 2 - 5 sein kann,
R ein gegebenenfalls substituierter Alkyl- oder Alkylenrest mit 8 - 24 C-Atomen, vorzugsweise
12 - 18 C-Atomen,

A = -CH₂-CH₂-, -CH₂-CH(CH₃)- und
Me⁺ = Na⁺, K⁺, NH₄⁺, vorzugsweise Na,
X⁻ ein Anion
sein kann.
2. Alkylbetainsulfosuccinate der allgemeinen Formel, worin

sein können und R, R¹, A und X⁻ die obengenannte Bedeutung haben und Me⁺ = Na⁺ ist.
3. Alkylbetainsulfosuccinate der allgemeinen Formel, worin R ein Alkyl- oder Alkylenrest
mit 12 C-Atomen ist und R¹, A, n, m, n + m, Me⁺ die obengenannte Bedeutung haben und
X⁻ der Methosulfatrest ist.
4. Verwendung der Alkylbetainsulfosuccinate gemäß den Ansprüchen 1 bis 3 als Fadenschlußmittel
und Antistatika in Filamentpräparationen für Polyester und Polyamid, Spinn-Verstreckpräparationen
für Polyester-Stapelfasern (B- und W-Typen), Spinnpräparationen für Polyamid 6/6.6
Stapelfasern.