[0001] Die Erfindung betrifft eine Schwenktür für Container, bestehend aus wenigstens einem
an dem stirnseitigen Ende des Containers anlenkbaren profilierten Türblatt, an dem
eine das Blatt umschließende Dichtung gehalten ist, welche mit Dichtlippen in der
Schließstellung der Tür an den Türanschlagflächen des Containers anliegt und bei der
die mit Schwenkhebeln versehenen Verschlußstangen zwischen einer durch die Profilierung
des Blattes gebildeten inneren und äußeren Begrenzungsebene des Türblattes gehalten
sind.
[0002] Bei Containern, welche von der Stirnseite aus be- und entladen werden, ist es bekannt,
an dem öffnungsseitigen Ende der Seitenwandung des Containers Schwenktüren anzuordnen,
die je nach den Größenabmessungen des Containers als ein- oder häufiger als zweiflügelige
Türen ausgebildet sind. Diese Türen können mit Hilfe von Verschlußstangen in der Schließstellung
gehalten werden, wobei die Verschlußstangen in der Regel über Schwenkhebel betätigbar
sind und zum Verschließen bzw. in der Schließstellung mit an der oberen und unteren
Containerwand befestigten Gegenelementen zusammenwirken.
[0003] Zur Erzielung einer vollständigen Abdichtung der durch die Tür verschließbaren Stirnseite
des Containers sind Schwenktüren mit den eingangs genannten Merkmalen bekannt (FR-PS
79 25 888 Publikations-Nr. 24 67 959).
[0004] Die Profilierung der bekannten Türen besteht in einem längs des Randes des bzw. der
Türblätter verlaufenden Verstärkungsprofiles in der Form eines U- bzw. geschlossenen
kastenförmigen Profiles sowie aus parallel zu den Verschlußstangen verlaufenden im
Abstand zueinander angeordneten Rippen, welche sich über die Höhe des Türblattes bzw.
der Türblätter erstrecken.
[0005] Die Dichtung der bekannten Ausführung ist als Mehrlippendichtung ausgebildet, wobei
jeweils zwei Lippen in der Schließsellung des bzw. der Türblätter an den Türanschlagflächen
des Containers bzw. bei einer zweiflügeligen Tür zusätzlich an der von der einen Tür
gebildeten Anschlagfläche anliegen.
[0006] Die Formstabilität der bekannten Tür wird im wesentlichen bestimmt durch die Höhe
der Stege sowie durch die Bemessung der längs des Randes des Türblattes verlaufenden
Profile, wobei der Bemessung dieser Profile in Richtung senkrecht zur Türblattebene
eine besondere Bedeutung zukommt. Dies hat zur Folge, daß mit der Erhöhung der Formstabilität
der Tür deren axiale Erstreckung, d.h. Bemessung, in Richtung der Containerlänge wächst
und bei vorgegebenen Außenabmessungen des Containers das Türblatt entsprechend seine
axialen Erstreckung in Richtung der Containerlänge weiter in den Containerinnenraum
hineinragt und hierdurch der Nutzraum des Containers vermindert wird.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Schwenktür für Container der einleitend
genannten Art so auszubilden, daß bei geringer axialer Erstreckung der Tür im Vergleich
zum bekannten Stand der Technik eine wesentliche Erhöhung der Formstabilität mit geringem
baulichen Aufwand erreicht wird.
[0008] Zur Lösung vorstehender Aufgabe
kennzeichnet sich die einleitend genannte Schwenktür erfindungsgemäß
dadurch, daß das Türblatt von seiner Außenseite gesehen durch eine oder mehrere U-förmige
Vertiefungen in mehrere parallel zu den Verschlußstangen verlaufende Längsfelder unterteilt
ist und innerhalb der inneren und äußeren Begrenzungsebenen des Türblattes mehrere
quer über die Längsfelder des Türblattes im Abstand parallel zueinander verlaufende
C- oder U-förmige Profile vorgesehen sind, daß in den U-förmigen Vertiefungen die
Verschlußstangen sowie zu deren Fixierung Knotenbleche mit daran gehaltenen Rohrabschnitten
als Gleitführungen für die Verschlußstangen angeordnet sind, und daß die Verschlußstangen
jeweils ober- und unterhalb eines jeden Rohrabschnittes befestigte Stützringe tragen.
[0009] Bei der neuen Ausgestaltung des Türblattes dienen die Verschlußstangen nicht nur
dazu, die Schwenktür bzw. Türblätter in der Schließstellung sicher zu halten und gegen
die Anschlagflächen des Containers zu drücken, sondern sie werden auch zur Stabilitätserhöhung
der Tür gegen Verformung augenutzt. Dies geschieht durch ihre Fixierung mittels der
Knotenbleche und der daran gehaltenen Rohrabschnitte in Verbindung mit den an den
Verschlußstangen jeweils ober- und unterhalb eines jeden Rohrabschnittes befestigten
Stützringen.
[0010] Die Verschlußstangen dienen somit gleichzeitig als Aussteifungselemente, welche Deformierungen
der Tür sowohl bei auftretenden Kräften in Richtung der Türblattebene als auch senkrecht
hierzu entgegenwirken.
[0011] Die genannten, in Richtung der Türblattebene auftretenden, Deformnierungskräfte sind
erfahrungsgemäß sehr beachtlich, weil nicht nur bei der Verladung derartige Container
sondern auch bei deren Transport sehr häufig hohe seitliche und auch in Längsrichtung
weisende Schubkräfte im oberen Bereich der Container auftreten, insbesondere wenn
die Container gestapelt transportiert werden.
[0012] Besonders zweckmäßig ist es, wenn die in den U-förmigen Vertiefungen gehaltenen Knotenbleche
fluchtend mit den C- oder U-förmigen Profilen angeordnet sind, welche sich quer über
die Längsfelder des Türblattes im Abstand parallel zueinander erstrecken. Durch die
genannte fluchtende Anordnung der Knotenbleche mit den C- oder U-förmigen Profilteilen
wird die gleiche Wirkung erreicht, als würden sich die C- oder U-förmigen Profilen
jeweils über die gesamte Breite der Tür erstrecken. Die von den C- oder U-förmigen
Profile zu übertragenden Kräfte müssen nicht von den Seitenwandungen der U-förmigen
Vertiefungen mit den darin gehaltenen Verschlußstangen aufgenommen werden und es werden
dadurch Deformierungen dieser Seitenwandungen vermieden.
[0013] Die Knotenbleche können jeweils paarweise im Abstand so angeordnet werden, daß sie
mit den freien Schenkeln der jeweils benachbarten C- oder U-förmigen Profile fluchten.
[0014] Günstig ist es, wenn jedes der Knotenbleche aus zwei lösbar miteinander verbundenen
Blechlagen besteht, von denen die eine fest mit dem Rohrabschnitt und die andere fest
mit der Wandung der U-förmigen Vertiefung für die Aufnahme der Verschlußstangen verbunden
ist. Auf diese Weise ist es möglich, die Verschlußstangen mit den sie gleitend aufnehmenden
Rohrabschnitten und an diesen gehaltenen Lagen der Knotenblechen als vorgefertigte
Teile herzustellen und durch Verbindung mit den fest in der U-förmigen Vertiefung
gehaltenen Blechlagen der Knotenbleche zu verbinden. Es besteht der weitere große
Vorteil, daß bei irgendwelchen Beschädigungen der Verschlußstangen diese mitsamt der
sie aufnehmenden Rohrabschnitte und der daran gehaltenen Lagen der Knotenblechen ausgetauscht
werden können.
[0015] Zur Vermeidung vorstehender Teile, welche insbesondere im Bereich der Scharniere
der Tür mit der Seitenwandung des Containers auftreten, ist erfindugnsgemäß vorgesehen,
daß zur Schwenkbebestigung des Türblattes mit der Containerseitenwandung der dieser
Wandung zugekehrte Rand des Türblattes zurückspringend ausgebildet ist und jeweils
fluchtend mit den C- oder U-förmigen Profilen verlaufende Laschen an dem Türblatt
befestigt sind, welche über das Türblatt hinausragen und an deren freien Enden Gelenkbolzen
angeordnet sind, welche in rohr- oder hülsenförmige Aufnahmeeinrichtungen eingreifen
und daß die so gebildeten Gelenkverbindungen innerhalb des Bereiches zwischen der
inneren und äußeren Begrenzungsebene des Torblattes liegen.
[0016] Durch die fluchtende Anordnung der Laschen mit den C- oder U-förmigen Profilen tragen
auch die Laschen zur Formstabilität des Türblattes bei.
[0017] Erfahrungen haben gezeigt, daß bei einer zweigflügeligen Containertür der oben beschriebenen
Art eine von der inneren und äußeren Begrenzungsebene des Türblattes bestimmte Dicke
von unter 60 mm mit ausreichender Formstabilität herstellbar ist, um eine stirnseitige
Öffnung von ca. 2,5 x 2,5 m des Containers sicher zu verschließen.
[0018] Um die Relativbewegungen zwischen den Containerwandungen und der Tür möglichst gering
zu halten und bei den genannten unvermeidbaren Relativbewegungen einen sicheren Abschluß
des Containerinnenraumes durch die neue Tür zu gewährleisten, ist vorgesehen, daß
die Dichtung in der Schließstellung der Tür mit jeweils drei Dichtlippen an den Türanschlagflächen
des Containers anliegt und daß das Türblatt längs seines Randes, welcher mit der Seitenwand
des Containers gelenkig verbindbar ist, eine senkrecht zur Türblattebene weisende
Abwinkelung aufweist, auf der die Dichtung so befestigt ist, daß sie mit ihren Lippen
in Richtung der Türblattebene bzw. auf die Containerseitenwand hinweist, während die
Dichtung im übrigen Bereich des Türblattes an zurückspringenden parallel zur Türblattebene
verlaufenden Wandungsabschnitten so befestigt ist, daß ihre Lippen in Richtung quer
zur Türblattebene weisen.
[0019] In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Anlenkung der Türblätter an der Containerseitenwandung
mittels eines Doppelscharniersystems vorgesehen. Dieses zeichnet sich dadurch aus,
daß zur Schwenkbefestigung des Türblattes mit der Containerseitenwandung ein Doppelscharnier
vorgesehen ist, das zwei parallele, vertikale Drehachsen besitzt.
[0020] Insbesondere ist dabei vorgesehen, daß eine der Drehachsen fest der Containerseitenwand
und die andere der Drehachsen fest dem Türblatt zugeordnet ist, beide Drehachsen von
einem gemeinsamen, um beide Drehachsen drehbaren Scharnierelement verbunden werden
und das Scharnierelement so eine Schwenkbewegung um beide Drehachsen relativ zur Containerseitenwandung
ermöglicht.
[0021] Mit einem derartigen System wird es möglich, einen optimierten, noch größeren Öffnungswinkel
von 270° statt sonst etwa 265° bis 268° des Türblattes und damit eine besonders günstige
Handhabung beim Befüllen des Containers zu gewährleisten. Auch schon bei einem einfachen
Gelenk könnte theoretisch die Tür vollständig um ihre Drehachse gedreht und so geöffnet
werden; die Anlenkung des Gelenkbereichs selbst stellt jedoch in der Realität stets
eine Einschränkung um einige Winkelgrade dar. Mit dem Doppelscharniersystem kann dies
vermieden werden, da die noch fehlenden Grade über das zweite Gelenk und die durch
das Scharnierelement gegebene Horizonalverschiebung wieder ausgleichen.
[0022] Ein solches Doppelscharniersystem ist gerade bei Containerschwenktüren gemäß der
Erfindung besonders sinnvoll, da es die platzsparende Füllmöglichkeit weiter unterstützt,
ohne daß zusätzlicher Raumbedarf für das Türblatt entsteht.
[0023] Die Zeichnung gibt Ausführungsbeispiele der Erfindung wieder.
[0024] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Frontansicht gegen die nach außen weisende Seite einer doppelflügleigen Schwenktür.
- Fig. 2
- in vergrößerter Darstellung einen Teilschnitt längs der Schnittlinie A-A der Fig.
1.
- Fig. 3
- ebenfalls in vergrößerter Darstellung einen Schnitt längs der Schnittlinie B-B der
Fig. 1.
- Fig. 4
- eine vergrößerte Darstellung eines Details der Erfindung.
- Fig. 5
- eine andere Ansicht des Details aus Fig. 4.
[0025] Die in der Fig. 1 wiedergegebene Schwenktür besteht aus den beiden Türblättern I
und II, welche jeweils an dem stirnseitigen Ende eines Containers an den gegenüberliegenden
Seitenwandungen angelenkt sind. Die Türblätter I und II sind bis auf ihre zusammenwirkenden
Anschlagflächen im Bereich des Schließspaltes S (sh. auch Fig. 2) spiegelbildlich
identisch ausgebildet.
[0026] Wenn nachstehend die Ausbildung des Türblattes im einzelnen beschrieben wird, so
gilt dies sowohl für das Türblatt I als auch für das Türblatt II.
[0027] Man erkennt aus der Zeichnung, daß das Türblatt von der Außenseite her gesehen zwei
U-förmige Vertiefungen 1 und 2 aufweist, in welchen Verschlußstangen 3 und 4 aufgenommen
sind, welche sich jeweils über die gesamte Höhe des Türblattes I bzw. II erstrecken
und an ihren Enden mit gabelförmigen Verschlußelementen (s.Fig.3) ausgerüstet sind,
mit welchen sie in der Schließstellung hinter in dem Beispiel der Fig. 3 pilzförmige
Gegenelemente 7 und 8 greifen.
[0028] Eine weitere Verbesserung der Formstabilität des Türblattes wird dadurch erreicht,
daß in den U-förmigen Vertiefungen 1 und 2 diesen Vertiefungen angepaßte Knotenbleche
15 eingeschweißt sind, die in dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 aus zwei Teilabschnitten
15a und 15b bestehen. Die Knotenbleche 15 sind weiterhin fest mit Rohrabschnitten
16 verbunden, vorzugsweise verschweißt, die ihrerseits als Gleitführungen für die
Verschlußstangen 3 und 4 dienen.
[0029] In dem dargestellten Beispiel sind die Rohrabschnitte 16 jeweils mit zwei Knotenblechen
fest verbunden, die ihrerseits fluchtend mit den C- oder U-förmigen Profilen 13 und
14 verlaufen, so daß sich eine quer über das Türblatt verlaufende Aussteifung ergibt.
[0030] Wie besonders aus Fig. 3 hervorgeht, sind die Verschlußstangen 3 und 4 jeweils ober-
und unterhalb eines jeden Rohrabschnittes 16 mit Stützringen 17 und 18 ausgerüstet,
welche ortsfest auf den Verschlußstangen 3 und 4 gehalten sind, so daß die Verschlußstangen
3 und 4 keine Längsbewegungen, sondern nur Schwenkbewegungen um ihre Längsachse ausführen
können. Auf diese Weise wird erreicht, daß die Verschlußstangen 3 und 4 gleichzeitig
Aussteifungen in Höhenrichtung des Türblattes bilden und sowohl in Richtung der Türblattebene
auftretende Kräfte als auch quer hierzu verlaufende Verformungskräfte aufnehmen können.
Insbesondere wird durch die beschriebene Ausbildung und Anordnung der Verschlußstange
3 und 4 eine erhöhte Formstabilität des Türblattes zur Aufnahme von seitlichen Schubkräften
erreicht, die beim Transport auf den Container insbesondere bei Anordnung in einem
Stapel, beispielsweise bei Schaukelbewegungen während des Schiffstransportes oder
aber auch bei Kurvenfahrten von Landfahrzeugen wirksam werden.
[0031] Die beschriebenen Knotenbleche 15, welche in dem dargestellten Beispiel sowohl mit
den Wandungen der U-förmigen Vertiefungen 1 und 2 als auch mit den Rohrabschnitten
16 verschweißt sind, können auch jeweilig aus zwei Blechlagen bestehen, wobei die
eine Lage fest mit dem Rohrabschnitt 16 und die andere fest mit den Wandungen der
U-förmigen Vertiefungen 1 und 2 verbunden ist. Die beiden jeweils zusammenwirkenden
Blechlagen können über Schraubverbindungen oder aber auch durch Schweißen miteinander
verbunden werden.
[0032] Die doppellagige Ausbildung der Knotenbleche 15 hat den Vorteil, daß die Verschlußstangen
1 und 2 mit den zugehörigen Rohrabschnitten 16 und der einen Lage der Knotenbleche
15 vormontiert werden können, um nach Profilierung des Türblattes dann in einem einfachen
Montagegang eingebaut zu werden. Bei einer Schraubverbindung der jeweils zusammengehörigen
Blechlagen der Knotenbleche 15 ergibt sich der weitere Vorteil eines möglichen schnellen
Austausches ohne daß irgendwelche Schweißarbeiten erforderlich sind.
[0033] Um die Dicke des Türblattes auch im Bereich ihrer Schwenkbefestigung an der Containerwand
gering zu halten und nicht über die vorgegebenen oben beschriebenen Begrenzungsebenen
herauszuragen ist gemäß Fig. 2 das der Containerwandung zugekehrte Ende des Türblattes
zurückspringend bzw. verjüngend ausgebildet. An diesem zurückspringenden Abschnitt
19 des Türblattes sind auf der Außenseite jeweils fluchtend mit den C- oder U-förmigen
Profilen 13 Laschen 20 befestigt, an deren freien Enden jeweils Gelenkbolzen 21 gehalten
sind, die ihrerseits in rohr- oder hülsenförmige Aufnahmeeinrichtungen (22) eingreifen,
welche ihrerseits an der Containerwandung befestigt sind. Die so gebildete Gelenkverbindung
liegt gemäß Fig. 2 innerhalb der vorbeschriebenen Türdicke und bildet keine nach außen
überstehenden Teile.
[0034] Zwischen den Türanschlagflächen des stirnseitigen Endes des Containers und dem Türblatt
bzw. den Türblättern ist eine an dem Türblatt bzw. den Türblättern befestigte Dichtung
22 vorgesehen.
[0035] Im Falle der zweiflügeligen Ausbildung des Türblattes ist im Bereich des Trennspaltes
5 das eine Türblatt mit einer Dichtung 22a ausgerüstet, während das andere Türblatt
eine gesonderte Anschlagfläche 23 bildet.
[0036] In dem dargestellten Beispiel sind die Dichtungen 22 und 22a jeweils als Lippendichtungen
ausgebildet, die längs der gesamten Türanschlagflächen mit drei Lippen an diesen Anschlagflächen
anliegen. Dabei ist gemäß Fig.2 vorgesehen, daß das Türblatt im Bereich der Anlenkstelle
mit einer senkrecht zur Türblattebene weisenden Abwinklung 24 ausgerüstet ist, auf
welcher die Dichtung 22 so befestigt ist, daß sie mit ihren Lippen in Richtung zur
Containerseitenwandung weist, während im übrigen Bereich des Türblattes die Dichtung
22 gemäß Fig. 3 an jeweils zurückspringenden parallel zur Türblattebene verlaufenden
Wandungsabschnitten so befestigt ist, daß ihre Lippen in Richtung quer zur Türblattebene
weisen.
[0037] Die beschriebene Anordnung und Ausbildung der Dichtung und ihr Zusammenwirken mit
den Asnchlagflächen des Containers führt dazu, daß auch bei geringeren Relativbewegungen
zwischen Türblatt und Containerwandung der hermetische Abschluß des Containerinnenraumes
gewährleistet bleibt.
[0038] Die Fig. 4 und 5 zeigen eine Anlenkung des Türblattes an der Containerseitenwandung
mittels eines Doppelscharniersystems. Zwei vertikale, parallele Drehachsen 31 und
32 besitzen ein die beiden Drehachsen umschließendes und um beide Drehachsen drehbares
Scharnierelement 33. Die Drehachse 31 ist fest der Containerseitenwandung, die Drehachse
32 fest dem Türblatt zugeordnet, wobei die jeweiligen Elemente um diese Drehachsen
drehbar sind.
[0039] Beim Öffnen der Schwenktür kann die Drehachse 32 mit dem Türblatt um die Drehachse
31 mittels des Scharnierelementes 33 so geschwenkt werden, daß sie nicht mehr im Bereich
der Türöffnung, sondern genau um 180° gedreht auf der anderen Seite der Drehachse
31 zu liegen kommen und ermöglichen dann noch um die Drehachse 32 eine weitere Drehung
des Türblattes bis zur vollständigen Öffnung. Es entsteht so ein Öffnungsbereich von
270°.
1. Schwenktür für Container, bestehend aus wenigstens einem an dem stirnseitigen Ende
des Containers anlenkbaren profilierten Türblatt, an dem eine das Blatt umschließende
Dichtung gehalten ist, welche über Dichtlippen in der Schließstellung der Tür an den
Türanschlagflächen des Containers anliegt und bei der die mit Schwenkhebeln versehenen
Verschlußstangen zwischen einer durch die Profilierung des Blattes gebildeten inneren
und äußeren Begrenzungsebene das Türblattes gehalten sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Türblatt (I;II) von seiner Außenseite gesehen durch eine oder mehrere U-förmige
Vertiefungen (1,2) in mehrere parallel zu den Verschlußstangen (3,4) verlaufende Längsfelder
(11,12) unterteilt ist und innerhalb der inneren und äußeren Begrenzungsebenen des
Türblattes mehrere quer über die Längsfelder des Türblattes im Abstand parallel zueinander
verlaufende C- oder U-förmige Profile (13,14) vorgesehen sind,
daß in den U-förmigen Vertiefungen (1,2) die Verschlußstangen (3,4) sowie zu deren
Fixierung Knotenbleche (15) mit daran gehaltenen Rohrabschnitten (16) als Gleitführungen
für die Verschlußstangen angeordnet sind, und
daß die Verschlußstangen jeweils ober- und unterhalb eines jeden Rohrabschnittes (16)
befestigte Stützringe (17,18) tragen.
2. Schwenktür nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die in den U-förmigen Vertiefungen (1,2) gehaltenen Knotenbleche (15) fluchtend
mit den C- oder U-förmigen Profilen (13,14) angeordnet sind.
3. Schwenktür nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Knotenblech (15) aus zwei lösbar miteinander verbundenen Blechlagen besteht,
von denen die eine fest mit dem Rohrabschnitt (6) und die andere fest mit der Wandung
der U-förmigen Vertiefung (1,2) verbunden ist.
4. Schwenktür nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Schwenkbefestigung des Türblattes (I;II) mit der Containerseitenwandung der
dieser Wandung zugekehrte Rand des Türblattes zurückspringend ausgebildet ist und
jeweils fluchtend mit den C- oder U-förmigen Profilen (13,14) verlaufende Laschen
(20) an dem Türblatt (I;II) befestigt sind, welche über das Türblatt hinausragen und
an deren freien Enden Bolzen (21) angeordnet sind, welche in rohr- oder hülsenförmige
Aufnahmeeinrichtungen (22) eingreifen und
daß die so gebildeten Gelenkverbindungen innerhalb des Bereiches zwischen der inneren
und äußeren Begrenzungsebene des Türblattes liegen.
5. Schwenktür nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichtung (22) in der Schließstellung des Türblattes (I;II) mit drei Dichtlippen
an den Türanschlagflächen des Containers anliegt, und
daß das Türblatt längs seines Randes, welcher mit der Seitenwand des Containers gelenkig
verbindbar ist eine senkrecht zur Türblattebene weisende Abwinklung (24) aufweist,
auf der die Dichtung (22) so befestigt ist, daß sie mit ihren Lippen in Richtung der
Türblattebene, bzw. auf die Containerseitenwand hinweist, während die Dichtungen im
übrigen Bereich des Türblattes an zurückspringenden parallel zur Türblattebene verlaufenden
Wandungsabschnitten so befestigt sind, daß ihre Lippen in Richtung quer zur Türblattebene
weisen.
6. Schwenktür nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Schwenkbefestigung des Türblattes (I; II) mit der Containerseitenwandung ein
Doppelscharnier vorgesehen ist, das zwei parallele, vertikale Drehachsen (31, 32)
besitzt.
7. Schwenktür nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine der Drehachsen (31) fest der Containerseitenwand und die andere der Drehachsen
(32) fest dem Türblatt zugeordnet ist, beide Drehachsen (31, 32) von einem gemeinsamen,
um beide Drehachsen drehbaren Scharnierelement (33) verbunden werden und das Scharnierelement
(33) so eine Schwenkbewegung um beide Drehachsen (31, 32) relativ zur Containerseitenwandung
ermöglicht.