(19)
(11) EP 0 540 958 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
12.05.1993  Patentblatt  1993/19

(21) Anmeldenummer: 92118169.9

(22) Anmeldetag:  23.10.1992
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5H01F 37/00, H01F 27/28
(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR GB IT

(30) Priorität: 02.11.1991 DE 4136176

(71) Anmelder: ASEA BROWN BOVERI AG
CH-5401 Baden (CH)

(72) Erfinder:
  • Etter, Peter
    CH-5422 Oberehrendingen (CH)

(74) Vertreter: Hetzer, Hans Jürgen et al
ABB Management AG, Abt. TEI - Immaterialgüterrecht, Wiesenstrasse 26
CH-5401 Baden
CH-5401 Baden (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Toroiddrossel


    (57) Um z. B. Kurzschlussströme ≧ 100 kA in Hochleistungsstromrichtern begrenzen zu können, wird eine Toroiddrossel (1) mit mehreren Windungen eingesetzt, die mehrere segmentierte Teilwicklungen (2) aufweist. Jede Teilwicklung (2) steht mit mindestens einem Verbindungselement (3) in elektrisch leitendem Kontakt, um benachbarte Teilwicklungen (2) in Reihe oder mehrere Teilwicklungen (2) parallelschalten zu können. Die Teilwicklungen (2) weisen über ihre Länge einen etwa gleichen Stromquerschnitt auf; ihre Breite (a) im inneren Bereich (4) ist kleiner als ihre Breite (b) am peripheren Aussenrand (5). Dadurch sind viele Windungen und ein modularer Drosselaufbau mit hoher mechanischer Festigkeit möglich.




    Beschreibung

    TECHNISCHES GEBIET



    [0001] Bei der Erfindung wird ausgegangen von einer Toroiddrossel nach dem Oberbegriff der Patentansprüche 1 und 6.

    STAND DER TECHNIK



    [0002] Mit dem Oberbegriff nimmt die Erfindung auf einen Stand der Technik Bezug, wie er aus der DE-PS 970 447 bekannt ist. Dort wird die Wicklung einer Toroiddrossel abwechselnd aus 2 Teilen zusammengesetzt, von denen ein Teil eine halbe und das 2. Teil eine anderthalbfache Windung bildet. Die beiden Wicklungsteile aus blankem Kupferband werden durch Hartlöten oder Schweissen miteinander verbunden. Zur Einfassung dienen ringförmige Ober- und Unterteile aus Keramik.

    [0003] Dieser Drosselaufbau erfordert ein relativ grosses Volumen. Im einem Kurzschlussfall sind die Stabilität und gegenseitige Abstützung der Wicklungsteile unbefriedigend.

    [0004] Aus der DE-OS 2 658 774 ist eine Kommutierungsdrossel für Stromrichteranlagen aus verdrillten Litzendrähten bekannt, bei der die nicht segmentierten Windungen der Spule aus vielen Leitersträngen bestehen, welche schlauchförmig miteinander verflochten sind. Der schlauchförmige Leiter ist im Querschnitt in die Form eines Rechteckes zusammengepresst. Mehrere schlauchförmige oder rechteckige Leiter können konzentrisch zueinander angeordnet sein. Aus der Schweizer Firmenzeitschrift: Brown Boveri Mitt. 12 (1978), S. 777 - 785, ist eine toroidförmige Luft-Drosselspule bekannt, die eine mittlere Induktivität aufweist und mit einem stark oberschwingungsbehafteten Strom belastbar ist. Derartige Drosseln werden als Umschwing- und Löschdrosseln in Leistungsstromrichtern von Nahverkehrsfahrzeugen eingesetzt.

    [0005] Für Kurzschlussströme in der Grössenordnung von 100 kA - 140 kA, wie sie in Hochleistungsstromrichtern infolge von Durchzündungen auftreten können, ist eine derartige Drossel nicht geeignet. Derartige Kurzschlussströme können z. B. auftreten, wenn in einer Brückenschaltung 2 zur gleichen Phase gehörende Halbleiter ungewollt bzw. fehlerhaft gleichzeitig zünden und damit den Zwischenkreiskondensator eines Umrichters mit Gleichspannungszwischenkreis kurzschliessen.

    DARSTELLUNG DER ERFINDUNG



    [0006] Die Erfindung, wie sie in den Patentansprüchen 1 und 6 definiert ist, löst die Aufgabe, eine Toroiddrossel der eingangs genannten Art derart weiterzuentwickeln, dass sie für Ströme von ≧ 100 kA einsetzbar ist und dabei ein minimales Volumen und kleine Verluste aufweist.

    [0007] Ein Vorteil der Erfindung besteht darin, dass die Segmentdrossel aus einer Vielzahl von Segmenten eines Toroids bzw. Ringwulstes nach dem Zusammenbau der Windungen in Serie oder parallel geschaltet werden kann. Es lassen sich relativ formstabile Segmente hoher Stromtragfähigkeit verwenden, die nicht wickelbar sein müssen. Damit lässt sich eine hohe mechanische Festigkeit der Toroiddrossel erreichen. Die Toroiddrossel lässt sich einfach zusammenbauen, bei Gewährleistung einer hohen Kurzschlussfestigkeit.

    [0008] Ein vorgegebenes Einbauvolumen lässt sich besser ausnutzen, wobei die Geometrie der Toroiddrossel sehr genau reproduzierbar ist. Die Anzahl der Windungen und damit die Induktivität der Toroiddrossel lassen sich leicht verändern bzw. einstellen.

    [0009] Bei Verwendung einer Druckbandage bzw. eines peripheren Stahlringes und von seitlichen Druckplatten um die Toroiddrossel lässt sich das für die Segmente verwendete Kupfer bis zum Mehrfachen seiner Fliessgrenze beanspruchen.

    [0010] Für die segmentierte Toroiddrossel lässt sich ein hoher Füllfaktor mit grosser Durchtrittsfläche für das Magnetfeld bei minimalem Streufluss erreichen.

    [0011] Ein modularer Drosselaufbau ist durch die Wahl von mehr oder weniger Windungen bzw. radial versetzt angeordneten Windungen möglich.

    [0012] Die Drosseln können aussen rechteckig ausgebildet sein. Natürliche oder eine Flüssigkeitskühlung mit Zwangsumlauf, z. B. Ölkühlung, sind möglich.

    KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN



    [0013] Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen erläutert. Es zeigen:
    Fig. 1
    einen Ausschnitt einer perspektivisch dargestellten Toroiddrossel aus vorgefertigten Teilwicklungen,
    Fig. 2
    einen modularen Drosselaufbau im Ausschnitt mit radial versetzt angeordneten Teilwicklungen,
    Fig. 3
    eine am Aussenumfang rechteckig begrenzte Toroiddrossel im Ausschnitt,
    Fig. 4
    eine Teilwicklung einer Toroiddrossel mit gewinkelten Verbindungselementen,
    Fig. 5
    ein Wicklungselement mit Mehrfachwindung,
    Fig. 6
    eine Winkelprofilwindung,
    Fig. 7a und 7b
    ein Wicklungselement aus Litze,
    Fig. 8
    eine Segmentdrossel in Draufsicht,
    Fig. 9
    einen senkrechten Schnitt durch die Segmentdrossel gemäss Fig. 8 mit Druckbandage und Spannplatten,
    Fig. 10
    ein Segment der Segmentdrossel gemäss Fig. 8 in perspektivischer Darstellung,
    Fig. 11
    eine Isolierfolie der Segmentdrossel gemäss Fig. 8 und
    Fig. 12
    einen Ausschnitt einer Teilwicklung in flächenhafter Ausbildung.

    WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG



    [0014] In Fig. 1 ist mit (1) eine ausschnittsweise dargestellte Toroiddrossel bezeichnet, die aus mehreren U-förmigen Wicklungselementen bzw. segmentierten Teilwicklungen (2) aufgebaut ist. Die Teilwicklungen (2) sind ringförmig um eine zentrale, zylinderförmige Aussparung (6) angeordnet und weisen je einen unteren Schenkel (2a) und einen oberen Schenkel (2b) auf. Am Innenrand (4) weisen die Teilwicklungen (2) eine Breite a auf, die kleiner als eine Breite b an ihrem Aussenrand (5) ist. Die beiden Schenkel (2a, 2b) besitzen nahe dem Innenrand (4) eine Höhe c, die grösser als ihre Höhe d am Aussenrand (5) ist. Die Breiten a und b sind so bemessen, dass das verfügbare Volumen für die Toroiddrossel (1) gut ausgenutzt wird. Die zugehörigen Höhen c und d sind so bemessen, dass eine Stromquerschnittsfläche durch jede Teilwicklung (2) gleich ist bzw. nicht mehr als 30 %, vorzugsweise nicht mehr als 10 % von einer mittleren bzw. Soll-Stromquerschnittsfläche abweicht. Am Aussenrand (5) ist der obere Schenkel (2a) einer Teilwicklung (2) jeweils mit dem Aussenrand (5) des unteren Schenkels (2a) einer benachbarten Teilwicklung (2) mittels eines elektrischen Verbindungselementes (3) aus Kupfer z. B. durch Löten elektrisch verbunden. Durch derartige elektrische Verbindungselemente (3) werden die einzelnen Teilwicklungen (2) zu einer einzigen toroidalen Windung verbunden bzw. in Reihe geschaltet. Die Toroiddrossel (1) weist 360/β Teilwicklungen auf, wobei β einen in Grad gemessenen Segmentteilungswinkel bezeichnet.

    [0015] Fig. 2 zeigt ausschnittsweise um eine zentrale Aussparung (6) mehrere kreisförmig angeordnete, separate segmentierte Teilwicklungen, wobei zueinander benachbarte Teilwicklungen (7 - 9) in radialer Richtung eine unterschiedliche Länge (1) aufweisen. Durch eine derartige Staffelung lässt sich eine hohe Elementdichte bzw. Windungszahl der Toroiddrossel (1) erreichen. Auf diese Weise kann man bei einem grossen Leiterquerschnitt einen hohen Füllfaktor erhalten.

    [0016] Fig. 3 zeigt ausschnittsweise eine Toroiddrossel (1) mit mehreren Teilwicklungen (10), die in radialer Richtung unterschiedliche Länge und am Aussenrand rechteckige Begrenzungen längs zueinander senkrechter Flächen (11, 12) aufweisen. Auf diese Weise lässt sich die Toroiddrossel (1) an ein vorgegebenes Volumen anpassen. Es versteht sich, dass die Aussenbegrenzung auch z. B. 5eckig, 6eckig usw. gewählt werden könnte.

    [0017] Fig. 4 zeigt eine U-förmige Teilwicklung (13) mit 2 symmetrischen, gewinkelten Verbindungselementen (13a, 13b), die einen Innenwinkel (α) im Bereich von 90° - 150°, vorzugsweise im Bereich von 100° - 130° zwischen sich einschliessen. Derartige Teilwicklungen (13) können z. B. aus Aluminium oder Kupfer bestehen, als plane Blechschnitte hergestellt und erforderlichenfalls mehrlagig eingesetzt werden.

    [0018] Fig. 5 zeigt eine Teilwicklung bzw. ein Wicklungselement (14) mit mehreren serpentinartig übereinander angeordneten Windungen, die mittels elektrisch isolierender Distanzstücke bzw. Isolatoren (15) gegenseitig isoliert sind. Die Bezugsziffer (16) bezeichnet einen Anschlussbereich und die Bezugsziffer (17) ein nach aussen umgelegtes und isoliertes Anschlussende.

    [0019] Fig. 6 zeigt eine Teilwicklung (18) in einem Winkelprofil mit abgeschrägten inneren Ecken (18a) und vergrösserten Aussenflächen, die durch Abbiegen aus einem Blechschnitt gewonnen sind. Mit (19) sind Verbindungsbereiche für eine nicht dargestellte Schraubverbindung bezeichnet. Mit ähnlicher Geometrie können auch massive Teilwicklungen (18) z. B. gegossen, gepresst oder tiefgezogen hergestellt sein.

    [0020] Fig. 7a zeigt eine Teilwicklung (20) aus Litze, die mit einem Wärmeleitharz zu einem kompakten, formbeständigen Element vergossen ist. Mit (21) ist ein Verbindungsprofil bezeichnet. Fig. 7b zeigt eine Schnittansicht längs einer Linie A-A in Fig. 7a. Statt aus Litze kann eine derartige Teilwicklung (20) auch aus einzelnen Blechstreifen durch Verklebung hergestellt sein, wobei die Blechstreifen verröbelt, d. h. verdrillt sind, so dass äussere Blechstreifen zyklisch nach innen und innere nach aussen kommen. Damit wird eine kleine Stromverdrängung erreicht.

    [0021] Fig. 8 zeigt eine Toroiddrossel (1) mit mehreren jeweils durch Isolierfolien bzw. Isolierschichten (23) getrennten Wicklungssegmenten bzw. Teilwicklungen (22), die kreisförmig um die zentrale Aussparung (6) angeordnet und in ihrer Geometrie besser in Fig. 10 zu erkennen sind. Mit β ist wieder der Segmentteilungswinkel bezeichnet. Am Anfang und Ende der aus 360°/β° Teilwicklungen zusammengesetzten Gesamtwicklung sind 2 separat ausgeführte Stromanschlusselemente (30) bzw. (31) angebracht, die besser in Fig. 9 zu erkennen sind.

    [0022] Das schraffiert dargestellte und nach oben herausgeführte Stromanschlusselement (31) bildet zusammen mit dem gepunktet dargestellten und waagerecht herausgeführten Stromanschlusselement (30) ein Segment, das jedoch, abweichend von den übrigen Segmenten (22), keinen Aussensteg (40) aufweist. Auf Grund der Verschränkung des Segmentes (22) sind die beiden Stromanschlusselemente (30, 31) übereinander angeordnet und, wie auch die anderen Segmente (22), durch eine besser aus Fig. 11 ersichtliche Isolierfolie (23) elektrisch gegenseitig isoliert. Die Isolierfolie (23) ist im in radialer Richtung gesehen äusseren Bereich geschlitzt, so dass sie dort einen oberen und unteren Isolierfolienabschnitt (23a, 23b) aufweist, welche Abschnitte in Fig. 8 aus Gründen besserer Übersichtlichkeit nur im Bereich der Stromanschlusselemente (30, 31) ausgezogen bzw. gepunktet dargestellt sind. Das Stromanschlusselement (30) bildet z. B. den Anfang der Gesamtwicklung und das Stromanschlusselement (31), das z. B. auch waagerecht herausgeführt sein könnte, dessen Ende.

    [0023] Fig. 9 zeigt die Toroiddrossel (1) gemäss Fig. 8 in einem senkrechten Querschnitt durch deren Zentrum und zusätzlich einen zentralen Spannbolzen (28) in der Aussparung (6), obere und untere Isolierplatten (25), eine obere scheibenförmige Spannplatte (26), eine untere scheibenförmige Spannplatte (27) und eine elektrisch isoliert angebrachte Druckbandage (29) um den mittleren Teil des Torus, d. h. um einen Aussenrand (41) der Teilwicklungen (22). Die aus Stahl oder aus einem Glasfasermaterial bestehende hochfeste Spannkonstruktion ist so ausgelegt, dass sie den Grossteil der bei einer Stossstrombelastung aufretenden Expansionskräfte der Wicklung aufnehmen kann. (Bei Teilwicklungen aus einfachem Blechschnitt wären die Isolierplatten (25) mit radialen Nuten versehen.)

    [0024] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der zentrale Spannbolzen (28) mit scheibenförmigen Spannplatten (26, 27) aus Stahl durch Gewinde verbunden. Der Spannbolzen (28) weist in seinem Inneren einen zentralen Hohlraum bzw. Kühlmittelkanal (28a) auf. Gegenüber den Teilwicklungen (22) ist er durch Isolierringe (24) elektrisch isoliert.

    [0025] Zur Kühlung durch ein Kühlmittel, vorzugsweise Öl, können in einer Teilwicklung (2) ein Kühlmittel-Einströmkanal (34) und ein Kühlmittel-Ausströmkanal (35) vorgesehen sein. Die eingetragenen Pfeile zeigen die Strömungsrichtung des Kühlmittels an. Alternativ dazu kann ein Kühlmittel durch strichpunktiert dargestellte schlitzförmige Öffnungen bzw. Kühlmittel-Einströmkanäle (32) in den Innenraum der Toroiddrossel (1) und von da durch Kühlmittel-Ausströmkanäle (33) und den Kühlmittelkanal (28a) im Inneren des Spannbolzens (28) nach aussen gelangen. Es versteht sich, dass die abzuführende Stromwärme alternativ oder zusätzlich auch mittels nicht dargestellter Kühlrippen an die Umgebung abgeführt werden kann. Mit (39) sind Übergangsstellen zu einer benachbarten, dahinterliegenden Teilwicklung (22) gekennzeichnet.

    [0026] Fig. 10 zeigt ein Segment bzw. eine Teilwicklung (22) der Toroiddrossel (1) gemäss Fig. 8 aus einer massiven Windung in einer perspektivischen Ansicht im Detail. Die Teilwicklung (22) weist ein 1. bzw. Anfangsverbindungsstück (36) und ein 2. bzw. Endverbindungsstück (37) mit einer seitlichen, senkrechten Druckanlagefläche (37') und einer waagerechten Anlagefläche (37'') auf, die durch eine Aussparung (38) voneinander beabstandet sind. In diese Aussparung (38) wird beim Zusammenbau der Toroiddrossel (1) der obere Isolierfolienabschnitt (23a) eingeschoben. Der übrige Teil der Isolierfolie (23) dient zur elektrischen Isolierung einer Teilwicklung (22) von der benachbarten, vgl. Fig. 8 und 11. Beim Zusammenbau der Toroiddrossel (1) kommt die in Fig. 8 nicht zu sehende, hintere Druckanlagefläche des Anfangsverbindungsstückes (36) einer Teilwicklung (22) zur Anlage an die Druckanlagefläche (37') der benachbarten Teilwicklung. Durch den Anpressdruck wird eine elektrische Verbindung gewährleistet. Vorzugsweise wird jedoch von der oberen Stirnseite her durch eine hochenergetische Schweissung z. B. mittels eines Elektronen- oder Laserstrahls eine nicht dargestellte Schweissnaht erzeugt, welche eine noch bessere elektrische Verbindung gewährleistet.

    [0027] Wichtig ist, dass Anfangs- und Endverbindungsstücke (36, 37) zueinander passen bzw. komplementär zueinander ausgebildet sind, so dass bei der Anlage benachbarter Teilwicklungen (22) ein flächenhafter Kontakt gewährleistet ist. Relativ dicke Teilwicklungen (22) können in der gewünschten, gespreizten Form durch Giessen hergestellt werden. Flache Teilwicklungen (22) lassen sich aus einer ringförmigen Scheibe durch Auftrennen längs einer von innen nach aussen führenden Schnittlinie z. B. mittels eines Laserstrahls und durch nachfolgendes Aufbiegen oder Spreizen herstellen. Benachbarte Teilwicklungen (22) werden dann längs dieser Schnittlinien verlötet oder vorzugsweise verschweisst, um eine Gesamtwicklung zu erhalten.

    [0028] Fig. 12 zeigt in einem Ausschnitt eine Teilwicklung (39) mit flächiger Ausbildung und vergrösserten Aussenflächen zur Verringerung von Hochfrequenzverlusten. Ein Pfeil (B) zeigt in Richtung der nicht dargestellten Verbindungsstelle.

    [0029] Bei Blechschnitten können die Verbindungselemente weichgelötet, hartgelötet oder geschweisst werden. Für massiv ausgeführte Teilwicklungen eignen sich Press- und Schraubverbindungen. Dabei werden die Teilwicklungen (2) der Reihe nach radial in einen nicht dargestellten Wicklungskörper eingeschoben und die Kontaktstellen z. B. mittels Schrauben fixiert.

    [0030] (Nur für die Prüfungstelle bestimmt; nicht Teil der Anmeldung)

    BEZEICHNUNGSLISTE



    [0031] 
    1
    Toroiddrossel
    2, 7-10, 13, 18, 22, 39
    Teilwicklungen, Segmente
    2a
    untere Schenkel von 2
    2b
    obere Schenkel von 2
    3
    elektrisches Verbindungselement
    4
    Innenrand von 2
    5
    Aussenrand von 2
    6
    Aussparung
    11, 12
    rechteckige Aussenbegrenzung, zueinander senkrechte Flächen
    13a, 13b
    Verbindungselemente von 13
    14
    Wicklungselement
    15
    Isolation, isolierende Distanzstücke
    16
    Anschlussbereich
    17
    isoliertes Anschlussende
    18a
    abgeschrägte Ecken von 18
    19
    Verbindungsbereich
    20
    Teilwicklung aus Litze
    21
    Verbindungsprofil
    23
    Isolierschicht, -folie
    23a
    oberer Isolierfolienabschnitt
    23b
    unterer Isolierfolienabschnitt
    24
    Isolierring
    25
    Isolierplatte
    26
    obere Spannplatte
    27
    untere Spannplatte
    28
    Spannbolzen
    28a
    Hohlraum in 28, Kühlmittelkanal
    29
    Druckbandage
    30, 31
    Stromanschlusselemente
    32, 34
    Kühlmittel-Einströmkanäle
    33, 35
    Kühlmittel-Ausströmkanäle
    36
    1. bzw. Anfangsverbindungsstück
    37
    2. bzw. Endverbindungsstück
    37'
    Druckanlagefläche von 37
    37''
    Anlagefläche von 37
    38
    Aussparung für 23
    39
    Übergangsstelle zur benachbarten Teilwicklung
    40
    Aussensteg
    41
    Aussenrand von 40 bzw. 22
    A-A
    Schnitt
    a, b
    Breite von 2
    B
    Pfeil
    c, d
    Höhe von 2a
    l
    Länge von 2
    α
    Winkel
    β
    Segmentierungswinkel



    Ansprüche

    1. Toroiddrossel (1)

    a) aus mehreren nebeneinander zu einem Torus angeordneten Wicklungsteilen bzw. Teilwicklungen (2, 7 - 10, 13, 18, 22, 39),

    b) wobei jede Teilwicklung mindestens eine Windung aufweist und

    c) mit mindestens einem Verbindungselement (3; 36, 37) zur Reihen- und/oder Parallelschaltung der Teilwicklungen in elektrisch leitender Verbindung steht,

    dadurch gekennzeichnet,

    d) dass die Breite (a) von Schenkeln (2a, 2b) der Teilwicklungen (2) in einem zentralen, inneren Bereich (4) des Torus kleiner als die Breite (b) am peripheren Aussenrand (5) ist.


     
    2. Toroiddrossel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,

    a) dass die Höhe (c) von Schenkeln (2a, 2b) im zentralen, inneren Bereich (4) grösser als die Höhe (d) am peripheren Aussenrand (5) des Torus ist, derart, dass eine Stromquerschnittsfläche durch jede Teilwicklung nicht mehr als 30 %,

    b) insbesondere nicht mehr als 10 % von einer mittleren bzw. Sollquerschnittsfläche abweicht (Fig. 1).


     
    3. Toroiddrossel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass benachbarte Schenkel von Teilwicklungen (7 - 10) unterschiedliche Länge aufweisen, gemessen vom zentralen, inneren Bereich (4) zum peripheren Aussenrand (5; 11, 12) des Torus (Fig. 2).
     
    4. Toroiddrossel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,

    a) dass der Torus peripher eckig,

    b) insbesondere rechteckig (11, 12) begrenzt ist (Fig. 3).


     
    5. Toroiddrossel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,

    a) dass die Teilwicklung (18) ein Kastenprofil mit abgerundeten oder abgeschrägten inneren Ecken (18a) aufweist,

    b) insbesondere, dass Aussenflächen der Teilwicklungen (18) gegenüber deren Innenflächen vergrössert sind (Fig. 6).


     
    6. Toroiddrossel mit den Merkmalen a) bis c) des Anspruchs 1, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,

    a) dass die Teilwicklungen (13) 2 Verbindungselemente (13a, 13b) aufweisen, die gegenseitig einen inneren Winkel (α) im Bereich von 90° - 150°,

    b) insbesondere im Bereich von 100° - 130° einschliessen (Fig. 4).


     
    7. Toroiddrossel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,

    a) dass die Teilwicklungen (20) aus Litze gebildet sind,

    b) insbesondere, dass die Teilwicklungen aus verröbelten bzw. verdrillten Blechabschnitten hergestellt sind (Fig. 7).


     
    8. Toroiddrossel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,

    a) dass die Teilwicklungen (22) innere und/oder äussere Kühlelemente bzw. Kühlvorrichtungen (32 - 35) aufweisen,

    b) insbesondere, dass im Zentrum der Toroiddrossel (1) ein Spannbolzen (28) mit einem inneren Kühlmittelkanal (28a) vorgesehen ist (Fig. 9).


     
    9. Toroiddrossel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilwicklungen (14) mehrere übereinanderliegende Windungen aufweisen (Fig. 5).
     
    10. Toroiddrossel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,

    a) dass mindestens eine Teilwicklung (22) ein Wicklungsteil mit einer Windung

    b) und ein 1. bzw. Anfangsverbindungsstück (36) mit mindestens einer 1. Anlagestelle sowie ein davon beabstandetes 2. bzw. Endverbindungsstück (37) mit mindestens einer 2. Anlagestelle (37', 37'') aufweist,

    c) welche Verbindungsstücke gegenseitig verschränkt sind,

    d) insbesondere, dass das Anfangsverbindungsstück (36) eine Passung in Gestalt einer Aussparung oder eines Vorsprunges aufweist, welche zu einer Passung (37') des Endverbindungsstückes (37) komplementär ist, und

    e) dass Anfangs- und Endverbindungsstücke (36, 37) benachbarter Teilwicklungen (22) mittels einer Schweissnaht verbunden sind.


     




    Zeichnung













    Recherchenbericht