[0001] Die Erfindung betrifft einen Rucksack nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
[0002] Da die Mediziner insbesondere bei körperlich stark belastenden Berg- und Skitouren
häufiges Trinken empfehlen, um einem Austrocknen und Mineralstoffmangel vorzubeugen,
werden bei derartigen Touren zumeist Getränke in Spezialflaschen oder Dosen mitgeführt.
Da sich diese Getränke jedoch zumeist relativ schwer zugänglich im Inneren des Rucksackes
befinden und die Rucksackträger häufig aus Bequemlichkeitsgründen ein Absetzen des
Rucksackes, das Öffnen desselben und das zumindest teilweise Auspacken des Inhaltes
vermeiden wollen, wird die vom Standpunkt der Medizin aus ratsame Flüssigkeitseinnahme
häufig überhaupt nicht oder zu wenig vorgenommen. In diesem Zusammenhang wird darauf
hingewiesen, daß Spezialrucksäcke, insbesondere für Klettertouren, keine Außentaschen
aufweisen, die zum Unterbringen der Getränkebehältnisse geeignet wären.
[0003] Die Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, einen Rucksack anzugeben, der so beschaffen
ist, daß er einen bequemen Zugang zu einem Getränkebehältnis oder dergleichen ermöglicht.
[0004] Diese Aufgabe wird durch einen Rucksack der eingangs genannten Art gelöst, der durch
die in dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 angegebenen Merkmale gekennzeichnet
ist.
[0005] Der wesentliche Vorteil des erfindungsgemäßen Rucksackes besteht darin, daß er ein
von außen leicht zugängliches Aufnahmefach aufweist, in dem das Getränkebehältnis
angeordnet ist. Dieses kann daher einfach dem Fach entnommen werden, wobei es vorteilhafterweise
nicht erforderlich ist, den Rucksack abzunehmen, da die Klappe an einem Ort des Rucksackes
angeordnet ist, der auch bei geschultertem Rucksack leicht zugänglich ist. Das Fach
kann bevorzugt durch eine Verschlußeinrichtung in der Form einer Klappe verschlossen
werden, die bei geschultertem Rucksack in einer einfachen Weise mit einer Hand geöffnet
werden kann. In der entsprechenden Weise kann nach der Einnahme eines Getränkes das
entsprechende Getränkebehältnis wieder in das Aufnahmefach eingeschoben werden. Die
Verschlußeinrichtung bzw. Klappe kann dann wieder mit einer Hand geschlossen werden,
wobei es auch bei diesem Vorgang nicht erforderlich ist, den Rucksack abzusetzen.
[0006] Um zu verhindern, daß der hinter der Verschlußeinrichtung bzw. Klappe befindliche
Raum zur Aufnahme des Getränkebehältnisses durch in dem Rucksack befindliche Gegenstände
zusammengedrückt wird, so daß die Entnahme und insbesondere das Wiedereinbringen des
Getränkebehältnisses in diesen Raum behindert wird, wird bei einer besonderen Ausgestaltung
des erfindungsgemäßen Rucksackes dieser Raum durch eine Aussteifungseinrichtung ausgesteift,
so daß er nicht zusammengedrückt werden kann.
[0007] Besonders bevorzugt befindet sich das Aufnahmefach im unteren Bereich des Rucksackes
an einer Seite desselben.
[0008] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus Unteransprüchen hervor.
Im folgenden werden die Erfindung und deren Ausgestaltungen im Zusammenhang mit den
Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Rucksackes, wobei das Aufnahmefach für
das Getränkebehältnis durch eine Klappe verschlossen ist;
- Fig. 2
- den Rucksack der Figur 1, wobei die Klappe geöffnet ist und
- Fig. 3 bis 5
- Weiterbildungen der Erfindung.
[0009] Die Figur 1 zeigt in schematischer Darstellung einen Rucksack 1, der für Wandertouren,
insbesondere aber für Berg- und Skitouren, geeignet ist. Der Rucksack 1 ist beispielsweise
über eine obere Öffnung, die durch einen Deckel 2 verschlossen ist, zugänglich. Die
Tragegurte des Rucksackes sind mit 3 bezeichnet. Das Bezugszeichen 11 bezeichnet die
dem Träger des Rucksackes 1 zugewandte Rückenseite 11 desselben.
[0010] An einer leicht zugänglichen Stelle, vorzugsweise im unteren Bereich des Rucksackes
1 ist ein sich nach außen öffnendes Aufnahmefach 12 (siehe Figur 2) für das Getränkebehältnis
6 vorgesehen. Vorzugsweise öffnet sich das Aufnahmefach 12 zu einer Seite des Rucksackes,
so daß es bei geschultertem Rucksack entweder für die rechte oder linke Hand des Rucksackträgers
besonders leicht zugänglich ist. Zweckmäßigerweise verläuft das Aufnahmefach in der
Querrichtung des Rucksackes von einer Seite in Richtung auf die andere Seite des Rucksackes.
[0011] Wie dies aus der Figur 1 ersichtlich ist, ist dem Aufnahmefach 12 zweckmäßigerweise
eine Verschlußeinrichtung, vorzugsweise in der Form einer Klappe 4 zugeordnet, die
das Aufnahmefach 12 im geschlossenen Zustand (Figur 1) verschließt und im geöffneten
Zustand (Figur 2) freigibt. Die Klappe 4 weist vorzugsweise die Form eines das Aufnahmefach
12 im geschlossenen Zustand überdeckenden Textil- oder Kunststoffbereiches auf, der
an die Außenfläche des Rucksackes 1, vorzugsweise an eine Seitenfläche desselben angesetzt
ist. Zweckmäßigerweise besteht die Klappe 4 aus demselben Material wie die Rucksackwände.
Die Klappe 4 kann über eine nicht näher dargestellte Verriegelungseinrichtung 13,
die beispielsweise die Form eines Klettverschlusses oder eines Rundumreißverschlusses
aufweist, mit der entsprechenden Seitenfläche des Rucksackes verbunden werden. Die
Verwendung der genannten Verriegelungseinrichtungen ist besonders vorteilhaft, weil
diese mit einer Hand geöffnet und geschlossen werden können.
[0012] Zur bereits erwähnten Aussteifung des sich nach außen öffnenden Aufnahmefaches 12
wird in dieses Aufnahmefach 12 besonders bevorzugt als Aussteifungseinrichtung ein
in der Figur 3 dargestelltes Rohr 5, das vorzugsweise aus Kunststoff besteht, eingeschoben,
wobei der Außenumfang des Rohres 5 an das Aufnahmefach 12 und der Innendurchmesser
des Rohres 5 an die Gestalt des Getränkebehältnisses 6 angepaßt sind. Vorzugsweise
weisen das Aufnahmefach 12 und das Rohr 5 einen kreisförmigen Querschnitt auf. Um
das Rohr 5 möglichst leicht zu machen, können in seiner Wandung Öffnungen 51 (siehe
Figur 3) vorgesehen sein.
[0013] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die das Aufnahmefach 12 aussteifende Aussteifungseinrichtung
gemäß Figur 4 aus einem zu einem Zylinder geformten Draht oder Kunststoffgeflecht
5' besteht, da dieses ein besonders kleines Gewicht aufweist.
[0014] Gemäß Figur 5, die eine Aufsicht von vorne auf das Rohr 5 der Figur 3 oder die Aussteifungseinrichtung
5' der Figur 4 zeigt, ist es auch denkbar, den Querschnitt des Rohres 5 bzw. der Aussteifungseinrichtung
5' durch eine Querwand 54 in mehrere, beispielsweise zwei Fächer 52, 53 zu unterteilen,
wobei in das eine Fach 52 das Getränkebehältnis 6 und in das andere Fach 53 andere
Gegenstände 16, wie beispielsweise Verbandszeug, Medikamente oder dergleichen eingebracht
werden, die ebenfalls möglichst schnell erreichbar sein sollen. Dabei ist das das
Getränkebehältnis 6 aufnehmende Fach 52 vorzugsweise wenigstens entlang eines Teilbereiches
seines Umfanges an die Form des Getränkebehältnisses angepaßt, so daß dieses gegen
seitliche Bewegungen gesichert ist. Zweckmäßigerweise weist die Trennwand 54 einen
Bereich auf, der einen Teil des Umfanges des Getränkebehältnisses 6 an einer Seite
symmetrisch zur Längsachse der Versteifungseinrichtung 5, 5' umgibt, die dem Auflageort
des Getränkebehälters 6 auf der Versteifungseinrichtung 5, 5' gegenüberliegt.
1. Rucksack mit einem von außen her zugänglichen Aufnahmefach (12), dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmefach (12) an einem Ort angeordnet ist, an dem es bei geschultertem
Rucksack für eine Hand des Rucksackträgers zugänglich ist.
2. Rucksack nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Aufnahmefach (12) zu einer Seite des Rucksackes öffnet.
3. Rucksack nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmefach in der Querrichtung des Rucksackes verläuft.
4. Rucksack nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Aufnahmefach (12) im unteren Bereich des Rucksackes befindet.
5. Rucksack nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmefach (12) an den Bodenbereich des Rucksackes angrenzt.
6. Rucksack nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmefach (12) durch eine Verschlußeinrichtung verschließbar ist.
7. Rucksack nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußeinrichtung die Form einer Klappe (4) mit einer Verriegelungseinrichtung
(13) aufweist, durch die die Klappe (4) in einer das Aufnahmefach (12) überdeckenden
Position am Rucksack befestigbar ist.
8. Rucksack nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappe (4) an einer Seitenfläche des Rucksackes befestigt ist und daß die
Verriegelungseinrichtung (13) die Form eines Reiß- oder Klettverschlusses aufweist.
9. Rucksack nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Aufnahmefach (12) eine Aussteifungseinrichtung angeordnet ist.
10. Rucksack nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussteifungseinrichtung die Form eines an die Gestalt des Aufnahmefaches
(12) angepaßten Rohrteiles (5) aufweist.
11. Rucksack nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohrteil (5) aus Kunststoff oder Leichtmetall besteht.
12. Rucksack nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß in der Wandung des Rohrteiles (5) Öffnungen (51) vorgesehen sind.
13. Rucksack nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussteifungseinrichtung die Form eines zu einem Zylinder geformten Draht-
oder Kunststoffgeflechtes (5') aufweist, das an die Gestalt des Aufnahmefaches (12)
angepaßt ist.
14. Rucksack nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Innendurchmesser des Aufnahmefaches (12) bzw. der Aussteifungseinrichtung
an die Gestalt eines aufzunehmenden Getränkebehältnisses (6) angepaßt ist.
15. Rucksack nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmefach (12) bzw. die Aussteifungseinrichtung einen kreisförmigen Querschnitt
besitzt.
16. Rucksack nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt des Aufnahmefaches (12) bzw. der Aussteifungseinrichtung durch
wenigstens eine Querwand (54) in mehrere Fächer (52, 53) unterteilt ist.
17. Rucksack nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß eines der Fächer (52, 53) wenigstens teilweise an die Gestalt eines Getränkebehältnisses
(6) angepaßt ist.