| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 541 758 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
31.05.1995 Patentblatt 1995/22 |
| (22) |
Anmeldetag: 05.06.1992 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B65D 5/50 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP9201/257 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 9221/571 (10.12.1992 Gazette 1992/31) |
|
| (54) |
TRANSPORT-VERPACKUNG FÜR ELEKTRONISCHE GERÄTE
TRANSPORT PACKAGING FOR ELECTRONIC APPLIANCES
EMBALLAGE DE TRANSPORT POUR APPAREILS ELECTRONIQUES
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE CH DE ES FR GB IT LI |
| (30) |
Priorität: |
07.06.1991 DE 9106996 U
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
19.05.1993 Patentblatt 1993/20 |
| (73) |
Patentinhaber: Grundig E.M.V. Elektro-Mechanische Versuchsanstalt Max Grundig GmbH & Co. KG |
|
90762 Fürth (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- ARNOLD, Jürgen
D-91522 Ansbach (DE)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 197 244 US-A- 2 939 623 US-A- 4 122 946
|
GB-A- 407 495 US-A- 2 974 844
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Transport-Verpackung zum Schutz von elektronischen Geräten
vor Transportschäden gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Es ist bekannt, stoßempfindliche Güter, wie sie auch elektronische Geräte darstellen,
zum Transport und Versand in Verpackungen zu lagern, die die beim Transport der Güter
nicht vermeidbaren Stöße und Kräfte größtenteils absorbieren und damit vom verpackten
Gut weitgehend fern halten (siehe zum Beispiel das Dokument US-A-4 122 946). Zu diesem
Zweck werden in den meisten Fällen zwischen dem Transportbehälter aus Karton, Kunststoff
oder festem Material und dem verpackten Gerät stoßabsorbierende Materialien eingesetzt,
die den Raum zwischen Transportbehälter und Gerät ganz oder teilweise ausfüllen und
somit eine sogenannte "Knautschzone" bilden.
[0003] Als Material hat sich dazu aufgeschäumtes Polystyrol, im Sprachgebrauch Styropor
genannt, bewährt. Das Styropor wird dabei in verschiedenen Gestaltungsformen eingesetzt,
sei es als das Gerät ganz oder teilweise umschließende Formteile oder Halbschalen,
oder als kleine Formteile, die als Schüttgut zwischen Transportbehälter und Gerät
eingefüllt werden.
[0004] Leider haben diese Styroporteile den Nachteil, daß sie nach dem Gebrauch sehr schwer
entsorgbar sind. Das stetig steigende Umweltbewußtsein verbietet es, die Styropor-Abfälle
einfach in Deponien zu lagern, da das Styropor praktisch nicht verrottbar ist. Eine
Verbrennung scheidet meist auch aus, da dazu eine hohe Temperatur (>1000° C) notwendig
ist und deshalb, abgesehen von den Kosten, eine weitere Umweltbelastung auftritt.
[0005] Der Gesetzgeber hat sich inzwischen des Problems Beseitigung von gebrauchten Verpackungen
angenommen. Dazu wurde die Verpackungsverordnung "VerpackVO" vom 14.11.90 geschaffen.
Laut § 3 dieser Verordnung sind Hersteller und Vertreiber verpflichtet, ab 1.12.91
Transportverpackungen zurückzunehmen und zu entsorgen. Damit rückt das Problem der
Vernichtung von ausgedienten Verpackungen immer mehr in den Vordergrund.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es daher, das schwer entsorgbare Styropor durch andere
Materialien zu ersetzen, die die gleichen oder bessere Dämpfungseigenschaften wie
Styropor haben und problemlos entsorgt werden können.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 gekennzeichneten Merkmale gelöst.
[0008] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0009] So ist im Anspruch 2 die Möglichkeit aufgezeigt, die Anpassung der das Gerät umschließenden
Verpackungselemente durch Einsatz von ebenfalls aus Wellpappe bestehenden Distanzstücken
zu realisieren.
[0010] Nach Anspruch 3 kann die Dämpfungseigenschaft der Distanzstücke dadurch variiert
werden, daß in die einzelnen Wellpappen-Lagen Konturen eingestanzt sind.
[0011] Der Anspruch 4 beschreibt den Einsatz und die Gestaltung von auf dem Haupt-U-Profil
befestigten U-Profilen, deren Anzahl und Ausführungsform (Kontur) eine Variation der
Verpackungselemente in Bezug auf die Dämpfungseigenschaften ermöglichen.
[0012] Anspruch 5 zeigt eine Möglichkeit, über das verpackte Gerät hinausragende Teile,
wie z. B. Gerätefüße, in der Gestaltung der Verpackungselemente zu berücksichtigen.
[0013] Der Einsatz von Wellpappe zur Herstellung einer Stoßdämpfung ist an sich schon bekannt.
So wird in dem DE-GM 1906464 ein aus Wellpappe bestehendes Verpackungspolster offenbart.
Dieses Verpackungspolster wird gebildet aus einem flächigen Wellpappen-Zuschnitt,
welcher vor dem Einsatz in die Geräteverpackung zu mehreren aneinanderliegenden Lagen
zusammengefaltet wird. Von der dem verpackten Gerät am nächstliegenden Wellpappen-Lage
ausgehend, ist mindestens eine Lage mit einer Ausnehmung vorgesehen, die der Kontur
des verpackten Gerätes entspricht. Mit diesen Ausnehmungen wird das Verpackungspolster
auf das Gerät aufgesteckt. Nachteilig an dieser Art der Verpackung ist, daß die Dämpfungseigenschaften
bei einer Stoßrichtung in der Ebene der Wellpappen-Lagen nur begrenzt variabel sind.
Außerdem müssen die Verpackungspolster erst am Packtisch gefaltet werden, was doch
ziemlich zeit- und kostenaufwendig ist.
[0014] Dem gegenüber haben die erfindungsgemäßen Verpackungselemente den Vorteil, daß sie
in relativ kurzer Zeit auf das Gerät aufgesetzt werden können und daß sie außerdem
durch Variation der Anzahl und Form der verwendeten U-Profile die gewünschte Dämpfungseigenschaft
erhalten.
[0015] Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnungen näher erläutert:
Es zeigen
- Fig. 1
- ein in einer teilweise aufgeschnittenen Transport-Verpackung verpacktes Gerät in perspektivischer
Darstellung,
- Fig. 2
- eine perspektivische Darstellung eines Verpackungselementes in einer und
- Fig. 3
- in einer anderen Ansicht,
- Fig. 4
- eine teilweise aufgeschnittene Transport-Verpackung ohne verpacktes Gerät ebenfalls
in perspektivischer Darstellung,
- Fig. 5
- eine Schnittdarstellung einer geschlossenen Transport-Verpackung mit verpacktem Gerät
und
- Fig. 6
- eine Ansicht eines in den offenen Transportbehälter eingesetzten Gerätes ohne aufgesetztes
Verpackungselement.
[0016] Die Darstellung nach Fig. 1 zeigt eine teilweise aufgeschnittene Transport-Verpackung
1 mit verpacktem Gerät 2. Die Transport-Verpackung besteht aus einem Transportbehälter
3 mit einer Verschlußklappe 3 . Auf zwei Längsseiten des Gerätes 2 sind zwei Verpackungselemente
4 aufgesetzt, die den Raum zwischen dem Gerät und dem Transportbehälter teilweise
ausfüllen.
[0017] Die beiden Figuren 2 und 3 stellen das Verpackungselement 4 perspektivisch in zwei
Ansichten dar. Das U-Profil 6 kann als Haupt-U-Profil bezeichnet werden. In die offene
Seite dieses U-Profils 6 sind an beiden Enden Distanzstücke 9 aus mehreren Lagen Wellpappe
eingeklebt, in die bedarfsweise zur Beeinflussung der Dämpfungseigenschaften - hier
nicht dargestellte - Konturen eingestanzt sein können. Die beiden Distanzstücke 9
begrenzen das in die offene Seite des U-Profils 6 eingelegte Gerät 2 längsseitig.
Auf die geschlossene Seite des U-Profils 6 sind - nach den Figuren 2 und 3 - beispielsweise
drei U-Profile 7 aufgeklebt. Die Anzahl und die Bemessung dieser U-Profile 7 läßt
ebenfalls eine Beeinflussung der Dämpfungseigenschaften zu. Die beiden Aussparungen
8 im U-Profil 6 ermöglichen ein Hindurchragen von über die Außenfläche des Gerätes
hinausragenden Teilen wie beispielsweise Gerätefüße 5 (Fig. 1).
[0018] In Fig. 4 ist nochmals, ähnlich wie in Fig. 1, eine teilweise aufgeschnitte Transport-Verpackung,
allerdings ohne verpacktes Gerät dargestellt.
[0019] Aus der Schnittdarstellung einer kompletten Transport-Verpackung 1 mit verpacktem
Gerät 2 in Fig. 5 und der Draufsicht auf eine offene Transport-Verpackung mit eingelegtem
Gerät aber ohne oberes Verpackungselement 4 in Fig. 6, ist gut der durch die Verpackungselemente
4 teilweise ausgefüllte Raum zwischen Transportbehälter 3 und dem Gerät 2 zu sehen.
1. Transport-Verpackung (1) zum Schutz von elektronischen Geräten vor Transportschäden,
bestehend aus einem Transportbehälter (3) und mindestens einem vorzugsweise zwei Verpackungselementen
(4), welche zu diesem Zweck das Gerät (2) zumindest teilweise formschlüssig umschließen
und welche den Raum zwischen dem Gerät (2) und dem Transportbehälter (3) zumindest
teilweise ausfüllen,
dadurch gekennzeichnet, daß das Verpackungselement (4) U-profilförmig und aus Wellpappe gefertigt ist, wobei
das U-Profil (6) länger als die Seiten des zu verpackenden Gerätes (2) ist und an
seinen beiden Enden Distanzstücke (9) aufweist, die so angeordnet sind, daß die durch
die Distanzstücke (9) eingeschlossene, freie Länge des U-Profils (6) der Länge der
Geräteseite des zu verpackenden Gerätes (2) entspricht und daß an dem ersten U-Profil
(6) mindestens ein weiteres U-Profil (7) auf die geschlossene Seite des ersten U-Profils
(6) aufgesteckt und an diesem befestigt ist.
2. Transport-Verpackung nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, daß
die Distanzstücke (9) aus mehreren Lagen Wellpappe zusammengeklebt und in die offene
Seite des U-Profils (6) eingeklebt sind.
3. Transport-Verpackung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
in die einzelnen Lagen der Wellpappe Konturen eingestanzt sind zur Variation der Dämpfungseigenschaften
der Distanzstücke (9).
4. Transport-Verpackung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
das oder die auf das U-Profil (6) aufgesteckten und befestigten U-Profile (7) aus
konturgeschnittener und gebogener Wellpappe bestehen und die Befestigung mit dem U-Profil
(6) mittels Klebens (10) erfolgt.
5. Transport-Verpackung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
das U-Profil (6) mindestens eine oder mehrere Aussparungen (8) besitzt, durch die
über die Außenfläche des verpackten Gerätes (2) hinausragende Teile wie z.B. Geratefüße
(5) ragen können.
1. Transportation package (1) for protecting electronic appliances against transportation
damage, comprising a transportation container (3) and at least one, preferably two,
packaging components (4) which, for this purpose, enclose the appliance (2) at least
partly in a clamping manner and which at least partly fill the space between the appliance
(2) and the transportation container (3), characterized in that the packaging component
(4) is of U-section type and is made of corrugated cardboard, the U-section (6) being
longer than the sides of the appliance (2) to be packaged and having, at its two ends,
spacers (9) which are so arranged that the free length, enclosed by the spacers (9),
of the U-section (6) matches the length of the appliance side of the appliance (2)
to be packaged, and in that at least one further U-section (7) is mounted on the first
U-section (6) on the closed side of the latter and is attached to it.
2. Transportation package according to Claim 1, characterized in that the spacers (9)
are glued together from a plurality of layers of corrugated cardboard and are glued
into the open side of the U-section (6).
3. Transportation package according to Claim 2, characterized in that contours are punched
into the individual layers of the corrugated cardboard in order to vary the buffering
properties of the spacers (9).
4. Transportation package according to Claim 1, characterized in that the U-section or
U-sections (7) mounted on and attached to the U-section (6) are composed of contour-cut
and bent corrugated cardboard and the attachment to the U-section (6) is carried out
by means of gluing (10).
5. Transportation package according to Claim 1, characterized in that the U-section (6)
has at least one or more cutouts (8) through which parts which project beyond the
outside surface of the packaged appliance (2), such as, for example, appliance feet
(5), can extend.
1. Emballage de transport (1) pour la protection d'appareils électroniques vis-à-vis
d'endommagements de transport, constitué par un récipient de transport (3) et au moins
un et de préférence deux éléments d'emballage (4), qui, à cet effet, entourent au
moins partiellement selon une liaison par formes complémentaires l'appareil (2) et
qui remplissent au moins partiellement l'espace présent entre l'appareil (2) et le
récipient de transport (3), caractérisé en ce que l'élément d'emballage (4) est réalisé,
avec une forme de profilé en U, en carton ondulé, le profilé en U (6) étant plus long
que les côtes de l'appareil (2) à emballer et possédant, à ses deux extrémités, des
entretoises (9) qui sont disposées de telle sorte que la longueur libre du profilé
en U (6), qui est délimitée par les entretoises (9), correspond à la longueur des
côtés de l'appareil (2) à emballer et qu'au moins un autre profilé en U (7) est emmanché
sur le premier profilé en U (6), sur le côté fermé de ce profilé et est fixé à ce
dernier.
2. Emballage de transport selon la revendication 1, caractérisé en ce que les entretoises
(9) sont assemblées par collage de plusieurs couches de carton ondulé et sont collées
dans la face ouverte du profilé en U (6).
3. Emballage de transport selon la revendication 2, caractérisé en ce que les contours
sont découpés dans les différentes couches du carton ondulé, pour modifier les caractéristiques
d'amortissement des entretoises (9).
4. Emballage de transport selon la revendication 1, caractérisé en ce que le ou les profilés
en U (7), emmanchés et fixés sur le profilé en U (6), sont constitués par du carton
ondulé découpé suivant un contour et replié et que la fixation au profilé en U (6)
s'effectue à l'aide de colle (10).
5. Emballage de transport selon la revendication 1, caractérisé en ce que le profilé
en U (6) possède au moins un ou plusieurs évidements (8 ) que peuvent traverser les
parties, qui font saillie au-delà de la face extérieure de l'appareil emballé (2),
comme par exemple des pieds (5) de l'appareil.