[0001] Die Erfindung betrifft einen Fahrzeugkran, d. h. eine Einheit welche als Hauptbestandteile
ein selbstfahrendes, auch im Straßenverkehr einsetzbares Fahrgestell und einen beweglich
an diesem abgestützten Teleskop-Kranmast nebst Kranantrieb aufweist.
[0002] Fahrzeugkrane müssen einerseits derart ausgestaltet sein, daß sie bei hoher Tragfähigkeit,
möglichst großer Hubhöhe und möglichst groß bemessenem Arbeitsradius eine sichere
Handhabung im Kranbetrieb ermöglichen; andererseits muß sichergestellt sein, daß auch
den Anforderungen Rechnung getragen wird, die sich im Hinblick auf einen sicheren
Fahrbetrieb, insbesondere auch im Straßenverkehr, ergeben. Dabei sind auch die Anforderungen
zu berücksichtigen, die sich aus Rangierbewegungen - beispielsweise an Abstellplätzen
(Einstellplätzen, beengten Parkpositionen) oder unterschiedlichen Einsatzorten - ergeben.
[0003] Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Fahrzeugkran in der
Weise auszugestalten, daß er bei vergleichsweise unveränderten Leistungen im Fahr-
und Kranbetrieb vor allem bei die Fahrstellung einnehmendem (d. h. bei liegendem,
eingefahrenem) Teleskop-Kranmast kompakt ausgebildet ist. Nach Möglichkeit soll bei
im Vergleich zu herkömmlichen Fahrzeugkranen gleichen Radabständen und Raddurchmessern
die Fahrzeuglänge reduziert und die Wendigkeit im Fahrbetrieb verbessert werden.
[0004] Die Aufgabe wird durch einen Fahrzeugkran gelöst, welcher die Merkmale des Anspruchs
1 aufweist.
Unter anderem weist der Fahrzeugkran dabei einen in Längsrichtung ausgerichteten,
kastenförmigen Träger mit ausreichender Biege- und Torsionssteifigkeit auf, der gleichzeitig
als Kranträger und als Fahrzeugrahmen wirksam ist und der mit über teleskopierbare
Federbeine einzeln aufgehängten Rädern ausgestattet ist. Diese sind zumindest zum
Teil lenkbar und/oder antreibbar, wobei bevorzugt Einzelradantriebe zur Anwendung
kommen, insbesondere an der Radnabe angeordnete Hydromotoren. Ein weiteres wesentliches
Merkmal der Erfindung besteht darin, daß die für beide Betriebsarten (Kran- und Fahrbetrieb)
ausgerüstete, mit dem Teleskop-Kranmast um dessen Drehachse mitdrehbare Fahrerkabine
zusätzlich relativ zur Drehachse verstellbar abgestützt ist. Durch diese zusätzliche
Bewegungsmöglichkeit läßt sich der Fahrzeugkran unter Umständen an unterschiedliche
Einsatzbedingungen anpassen bzw. die Übersicht der Bedienungsperson in bestimmten
Situationen verbessern. Dabei ist zugleich sichergestellt, daß die Fahrerkabine in
beiden Betriebsarten in Fahrtrichtung ausgerichtet ist bzw. im Kranbetrieb die zuverlässige
Beobachtung des Kranhakens und/oder der angehängten Last gestattet. Die Verwendung
zwischen jedem Federbein und dem Träger angeordneter sowie nach oben über diesen hinausragender
pfostenartiger Halteelemente führt dazu, daß die Räder einen beachtlichen Lenkausschlag
aufweisen und daß oberhalb der Oberkante des Trägers die Halteelemente miteinander
verbindende Aussteifungselemente angebracht werden können, welche die Aufnahme größtmöglicher
Kippmomente und somit hoher Radlasten zulassen. Vorzugsweise sind die Aussteifungselemente,
die insbesondere als kastenförmige Querträger ausgebildet sein können, derart ausgestaltet,
daß sie die Absenkung des Teleskop-Kranmastes in Richtung auf den Träger (d. h. in
die liegende, eingefahrene Fahrstellung) nicht behindern bzw. die Aufnahme beispielsweise
für den Kranbetrieb benötigter Gegenstände zulassen. Dies läßt sich in einfacher Weise
dadurch erreichen, daß die Aussteifungselemente entweder im Bereich des Trägers nur
eine geringe Bauhöhe aufweisen oder U-förmig ausgestaltet sind.
Die Befestigung der Federbeine am oberen Endabschnitt der Halteelemente ist insofern
vorteilhaft, als sich bei insgesamt kompakter Bauweise ein verhältnismäßig groß bemessener
Federweg der Federbeine verwirklichen läßt. Die zuletzt angesprochene Anordnung der
Federbeine bezüglich der Halteelemente ermöglicht eine Einstellung der Radachsen,
in welcher diese oberhalb der Unterkante des Trägers liegen.
[0005] Im Rahmen der Erfindung kann die Schwenkachse, an welcher der Teleskop-Kranmast zwischen
der liegenden Fahrstellung und unterschiedlichen Kranstellungen schwenkbar ist, derart
angeordnet sein, daß sie -
in Fahrzeug-Längsrichtung gesehen - in der Fahrstellung des Teleskop-Kranmastes weiter
von der dazu senkrechten Drehachse entfernt liegt als die dem rückwärtigen Träger-Endabschnitt
zugewandten Umfangsflächen des hinteren Radpaares (Anspruch 2). Die damit beschriebene
Lage der Schwenkachse ermöglicht eine für den Fahrbetrieb günstige Ausrichtung des
Teleskop-Kranmastes und bei Einhaltung einer vorgegebenen Gesamtlänge des Fahrzeugkrans
die Verwendung eines ausreichend lang bemessenen Teleskop-Kranmastes. Die Schwenkachse
kann sich insbesondere auch in der Nähe der hinteren Stützbeine befinden oder noch
weiter von der Drehachse entfernt sein als diese.
Zur Abstützung der Schwenkachse ist zumindest ein (in diesem Fall auf einer Seite
des Fahrzeugrahmens angeordneter) Tragarm vorgesehen, der vorzugsweise zumindest teilweise
als torsionssteifer Kasten mit einem sich anschließenden Kragabschnitt ausgebildet
ist; der Tragarm bildet danach einen Winkel, an dessen freiem Endabschnitt die Schwenkachse
gehalten ist.
Eine Ausführungsform, bei welcher die Schwenkachse extrem weit von der Drehachse des
Teleskop-Kranmastes entfernt liegt, läßt sich durch eine Anordnung der Schwenkachse
gemäß Anspruch 3 verwirklichen. Bei dieser liegt die Schwenkachse zumindest in der
Nähe der hinteren am Träger angebrachten Stützbeine. Diese liegen noch weiter von
der Drehachse entfernt als die zuvor erwähnten Rad-Umfangsflächen.
[0006] Im Hinblick auf die Sicherheit im Fahrbetrieb und auf die Verwendung eines möglichst
lang bemessenen Teleskop-Kranmastes sollte die Schwenkachse derart angeordnet sein,
daß das hakenseitige Ende des Teleskop-Kranmastes in der Fahrstellung in Fahrtrichtung
nach unten geneigt liegt (Anspruch 4). Dies läßt sich - gegebenenfalls auch zusätzlich
zu den bereits erwähnten Maßnahmen - dadurch erreichen, daß die Schwenkachse bezüglich
des Trägers verhältnismäßig hoch angebracht ist.
[0007] Eine vorteilhafte Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes ist dadurch gekennzeichnet,
daß der Träger das die größte Fahrzeuglänge bestimmende Bauteil darstellt, falls der
Teleskop-Kranmast die (liegende und eingefahrene) Fahrstellung einnimmt (Anspruch
5). In diesem Fall ist also der Teleskop-Kranmast derart ausgebildet und angeordnet,
daß er in der Fahrstellung in Fahrzeug-Längsrichtung nicht über den Träger hinausragt
und diesen möglichst in seiner Länge voll ausnutzt.
[0008] Die Fahrerkabine sollte in jedem Fall derart angeordnet sein, daß der Sichtkreis
der in dieser befindlichen Bedienungsperson oberhalb des die Fahrstellung einnehmenden
Teleskop-Kranmastes liegt (Anspruch 6). Die Betriebssicherheit des Fahrzeugkrans sowohl
im Fahr- als auch im Kranbetrieb läßt sich bei Einhaltung kompakter Gesamtabmessungen
dadurch erhöhen, daß die Fahrerkabine relativ zur Drehachse höhenverstellbar und/oder
senkrecht zu dieser verfahrbar ist (Anspruch 7, 8).
Eine Kombination aus Höhenverstellbarkeit und Verfahrbarkeit läßt sich dabei in einfacher
Weise dadurch verwirklichen, daß die Fahrerkabine sich über ein motorisch angetriebenes
Parallellaufgestänge beispielsweise an dem Drehkranz für den Teleskop-Kranmast abstützt.
[0009] Die Halteelemente sind zweckmäßig derart ausgebildet, daß sie in der Draufsicht eine
trapezförmige Querschnittsform aufweisen (Anspruch 9). Diese gestattet es, bei weitgehender
Bewegungsfreiheit, also auch großen Einschlagwinkeln der zugehörigen Räder große Momente
in den Träger einzuleiten.
[0010] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung schematisch dargestellter Ausführungsformen
im einzelnen erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- in Seitenansicht einen Fahrzeugkran mit in Fahrstellung befindlichem Teleskop-Kranmast,
- Fig. 2
- eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung mit in Richtung auf den Fahrzeugrahmen abgesenkter
Fahrerkabine,
- Fig. 3
- in Seitenansicht eine Ausführungsform des Kranfahrzeugs mit höhenverstellbarer und
in Längsrichtung verfahrbarer Fahrerkabine,
- Fig. 4
- einen Vertikalschnitt durch einen Fahrzeugkran nach Linie IV-IV in Fig. 2 und
- Fig. 5
- eine schematisierte Draufsicht auf das Fahrgestell des in Fig. 1 dargestellten Fahrzeugkrans.
[0011] Der mit der Erfindung vorgeschlagene Fahrzeugkran weist einen als Kranträger und
Fahrzeugrahmen dienenden, im Querschnitt kastenförmigen Träger 1 (vgl. dazu Fig. 4)
auf, der sich in Längsrichtung des Fahrzeugs erstreckt und das die größte Fahrzeuglänge
bestimmende Bauteil bildet (Fig. 1).
An seinen beiden Enden 1a bzw. 1b weist der Träger sich horizontal erstreckende vordere
Querträger 2 und rückwärtige Querträger 3 mit beweglichen Stützbeinen 4 auf. Diese
sind zum Zwecke der Vergrößerung der Stützbreite bezüglich der Querträger seitlich
ausfahrbar und zum Anheben des Fahrzeugkrans bzw. zur Entlastung der am Träger 1 aufgehängten
vorderen Räder 5 und hinteren Räder 6 in lotrechter Richtung teleskopierbar.
Stattdessen können die Stützbeine 4 auch dadurch an dem Untergrund 7 zur Einwirkung
gebracht werden, daß sie bezüglich der Querträger um eine Horizontalachse schwenkbar
sind.
Die Längsachse der Stützbeine ist mit 4a bezeichnet.
[0012] Im Hinblick auf seine Verwendung als Kranträger ist der Träger 1 in der Mitte zwischen
den Radpaaren mit den Rädern 5 bzw. 6 auf der vom Untergrund 7 abgewandten Oberseite
mit einem Drehkranz 8 ausgestattet, dessen Drehachse 8a senkrecht zur Längserstreckung
des Trägers ausgerichtet ist. An dem Drehkranz sind - senkrecht zur Zeichenebene mit
Abstand nebeneinanderliegend - zwei Tragarme 9 befestigt, zwischen denen an einer
zur Drehachse 8a senkrechten Schwenkachse 10 ein mehrfach ausziehbarer Teleskop-Kranmast
11 schwenkbar gehalten ist.
Jeder der torsionssteifen, kastenförmigen Tragarme 9 setzt sich aus einem vom Drehkranz
8 ausgehenden 45°-Schrägabschnitt 9a und einem sich anschließenden waagerechten Kragabschnitt
9b zusammen, an dem die Schwenkachse 10 abgestützt ist. An einem der beiden Tragarme
9 ist außerdem der Kranantriebsmotor 12 befestigt.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Teleskop-Kranmast 11 sieben-schüssig
ausgeführt, damit er in der eingefahrenen, liegenden Fahrstellung einschließlich seines
Kopfes 11a nicht über das vordere Ende 1a des Trägers 1 hinausragt. Zum Verschwenken
des Teleskop-Kranmastes 11 um die Schwenkachse 10 ist dieser in an sich bekannter
Weise mit einem Zylinderaggregat 13 ausgestattet, das seinerseits gelenkig mit den
45°-Schrägabschnitten 9a in Verbindung steht. Das Zylinderaggregat 13 ist derart angeordnet
und ausgelegt, daß der Teleskop-Kranmast 11 ausgehend von der Fahrstellung um maximal
etwa 82 Grad in beliebige unterschiedliche Kranstellungen geschwenkt werden kann.
[0013] Mit Rücksicht auf die angestrebte kompakte Bauweise des Fahrzeugkrans sind die Tragarme
9 derart ausgestaltet, daß die Schwenkachse 10 verhältnismäßig hoch und - in Fahrzeug-Längsrichtung
gesehen - in der Fahrstellung des Teleskop-Kranmastes 11 weiter von der Drehachse
8a entfernt liegt als die dem Träger-Endabschnitt 1b zugewandten Umfangsflächen des
hinteren Radpaares mit den Rädern 6. Wie insbesondere die Fig. 3 erkennen läßt, weist
die Schwenkachse 10 nahezu denselben Abstand von der Drehachse 8a auf wie die Längsachse
4a der mit den Querträgern 3 verbundenen hinteren Stützbeine 4.
Diese Anordnung der Schwenkachse 10 hat zur Folge, daß das hakenseitige Ende - d.
h. der Kopf 11a - des Teleskop-Kranmastes 11 in der Fahrstellung in Fahrtrichtung
(verdeutlicht durch den Pfeil 14) nach unten geneigt liegt. Die dadurch bedingte besonders
tiefe Lage des hakenseitigen Endes verbessert bzw. erleichtert die Übersicht der Bedienungsperson
im Fahrbetrieb und gestattet es, auch die im einzelnen noch zu erläuternde Fahrerkabine
15 - im Sinne einer kompakten Bauweise des Fahrzeugkrans - besonders niedrig auszubilden
und anzuordnen. Darüber hinaus kann der Teleskop-Kranmast 11 bei vorgegebener Gesamtlänge
des Fahrzeugkrans (bedingt durch seine Schräglage in der Fahrstellung) verhältnismäßig
lang bemessen werden.
[0014] Die Fahrerkabine 15, welche sowohl für den Kran- als auch für den Fahrbetrieb des
Fahrzeugkrans vorgesehen ist, ist mit dem Teleskop-Kranmast 11 um die Drehachse 8a
mitdrehbar und zumindest in einer Richtung relativ zur Drehachse verstellbar über
den Drehkranz 8 abgestützt. In jedem Falle ist die Fahrerkabine dabei auch so hoch
angeordnet, daß der Sichtkreis der in der Fahrerkabine befindlichen Bedienungsperson
im Fahrbetrieb oberhalb des die Fahrstellung einnehmenden Teleskop-Kranmastes 11 liegt.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 und 2 ist die Fahrerkabine 15 im Bereich zwischen
den beiden Radpaaren 5, 6 angeordnet und über eine nicht dargestellte Hubeinheit relativ
zur Drehachse 8a höhenverstellbar.
Während die Fahrerkabine 15 in Fig. 1 ihre Höchstlage einnimmt, ist in Fig. 2 die
zugehörige Tiefstlage dargestellt. Zur Verdeutlichung des Höhenunterschiedes ist jeweils
die beiden Lagen zugehörige Augenhöhe der Bedienungsperson eingetragen und mit 16a
für die Höchstlage bzw. 16b für die beispielsweise 45 cm niedrigere Tiefstlage bezeichnet.
Die Hubeinheit kann insbesondere aus einem nach Art eines Parallelogramms angeordneten,
angetriebenen Gestänge bestehen, das gleichzeitig an die Fahrerkabine und an den Drehkranz
8 angelenkt ist.
Durch die Verwendung einer höhenverstellbaren Fahrerkabine läßt sich der Fahrzeugkran
beispielsweise kurzzeitig an niedrige Durchfahrtshöhen anpassen, ohne daß die Übersicht
der Bedienungsperson insbesondere auch im Fahrbetrieb beeinträchtigt wird.
Die Fahrerkabine liegt im übrigen - wie die Fig. 1 bis 3 erkennen lassen - seitlich
neben dem die Fahrstellung einnehmenden Teleskop-Kranmast 11.
[0015] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3 ist die Fahrerkabine 15 bezüglich der Drehachse
8a des Drehkranzes 8 in zwei Richtungen verstellbar gehalten, nämlich höhenverstellbar
(angedeutet durch den Doppelpfeil 17) und senkrecht zur Drehachse verfahrbar (angedeutet
durch den Doppelpfeil 18). Die beiden einstellbaren Endlagen sind durch ausgezogene
Linien (links im Bereich des Kopfes 11a) bzw. durch gestrichelte Linien (im Bereich
der Drehachse 8a) dargestellt.
Der Vorteil dieser Ausführungsform besteht darin, daß die Fahrerkabine ggf. auch die
Lage einer normalen Fahrzeugkabine einnehmen kann und damit der Bedienungsperson im
Fahrbetrieb eine besonders gute Übersicht ermöglicht.
Die hier angesprochene Bewegungsmöglichkeit der Fahrerkabine läßt sich in einfacher
Weise durch Abstützen an einer in Fahrzeug-Längsrichtung verlaufenden Führungsbahn
verwirklichen, die ihrerseits höhenverstellbar gehalten ist; dies kann durch eine
Schwenkbewegung oder eine Parallelverschiebung der Führungsbahn, beispielsweise bezüglich
des Drehkranzes 8, herbeigeführt werden.
[0016] Um ein sicheres Fahren bei möglichst großer Wendigkeit auf der Straße und im Gelände
zu gewährleisten, sind sämtliche Räder 5, 6 einzeln an Federbeinen 19 aufgehängt,
die im wesentlichen vertikal teleskopierbar und zwischen dem Träger 1 und dem zugehörigen
Rad 5 bzw. 6 angeordnet sind, sowie lenkbar (vgl. dazu Fig. 5) und antreibbar. Letzteres
geschieht über als Einzelantriebe wirksame Hydromotoren 20, die in Höhe der Radnabe
bzw. Radachse 5a oder 6a an dem jeweiligen Federbein 19 befestigt sind (vgl. dazu
insbesondere Fig. 4).
[0017] Wie aus Fig. 4 und 5 ersichtlich ist, sind die Federbeine 19 nicht unmittelbar, sondern
unter Zwischenschaltung je eines pfostenartigen Halteelements 21 mit dem Träger 1
verbunden, wobei jedes Halteelement starr an den Träger angebracht ist und - quer
zu dessen Längserstreckung gesehen - nach oben über diesen hinausragt (vgl. dazu beispielsweise
Fig. 1). An ihrem oberen Endabschnitt 21a, d. h. an dem über den Träger 1 nach oben
hinausragenden Teilabschnitt, sind die Halteelemente 21 auf einem ausreichend bemessenen
lotrechten Längsabschnitt mit dem zugehörigen Federbein 19 verbunden. Derartige Federbeine
für Einzelradaufhängungen bei Fahrzeugkranen sind beispielsweise aus der DE 38 06
709 A1 vorbekannt.
In den Fig. 1 bis 3 ist der durch Einsatz der Federbeine ermöglichte Federweg der
Räder 5 und 6 durch eine sichelförmige, strichpunktierte Kreislinie oberhalb des betreffenden
Rades dargestellt; diese Kreislinie 5b bzw. 6b verdeutlicht gleichzeitig die mögliche
Höchstlage des betreffenden Rades bezüglich des Trägers 1.
[0018] Zwecks Aufnahme größtmöglicher Kippmomente sind die sich gegenüberliegenden Halteelemente
21 - beispielsweise die in Fig. 4 dargestellten Halteelemente für das hintere Radpaar
6 - an ihrem obenliegenden Endabschnitt 21a oberhalb des Trägers 1 über ein querliegendes
Aussteifungselement 22 miteinander verbunden; dieses weist - wie Fig. 4 erkennen läßt
- insbesondere im Mittenbereich eine geringe Bauhöhe und insgesamt eine U-Form auf.
Im Querschnitt (senkrecht zur Zeichenebene gesehen) sind die Aussteifungselemente
22 vorzugsweise jeweils kastenförmig ausgebildet.
Die zuvor beschriebene Ausgestaltung der Aussteifungselemente 22 hat zur Folge, daß
in ihrem Bereich jeweils ein Zwischenraum 23 (vgl. 4) bzw. 24 (vgl. Fig. 1) vorhanden
ist, welcher die Aufnahme für den Kranbetrieb benötigter Gegenstände (vgl. Fig. 4)
bzw. die Aufnahme des dort befindlichen Längenabschnitts des Teleskop-Kranmastes 11
nebst Zylinderaggregat 13 (vgl. dazu Fig. 1) zuläßt.
Der in der Nähe des Kopfes 11a angeordnete, von oben zugängliche Zwischenraum 24 ermöglicht
es also, für den dort befindlichen Teleskop-Kranmast eine bezüglich des Trägers 1
besonders tiefliegende Fahrstellung vorzusehen mit der Folge, daß auch das mit seinem
Sichtkreis oberhalb der liegenden Teleskop-Kranmastes angeordneten Fahrerkabine 15
besonders tief ausgebildet und gelegt werden kann.
[0019] Mit Rücksicht darauf, daß die Halteelemente 21 nach oben über den Träger 1 hinausragen
und die Federbeine 19 jeweils dort befestigt sind, lassen sich die Räder 5 und 6 -
bei ausreichend bemessenem Federweg - ohne weiteres in der Weise anordnen, daß ihre
Achsen 5a bzw. 6a im Fahrbetrieb oberhalb der Unterkante 1c des Trägers 1 liegen;
auch insoweit wird durch die beschriebene Ausgestaltung eine kompakte Bauweise des
Fahrzeugkrans erzielt.
[0020] Gemäß Fig. 5 weisen die pfostenartigen Halteelemente 21 in der Draufsicht von oben
eine etwa trapezförmige Querschnittsform auf, d. h. sie verjüngen sich mit größer
werdendem Abstand vom Träger 1 in Richtung auf das jeweils zugehörige Federbein 19.
Da die Lenkachse 25 jedes Rades 5 bzw. 6 aufgrund der Zwischenschaltung der Halteelemente
21 vom Träger 1 einen verhältnismäßig großen seitlichen Abstand 26 aufweist (vgl.
dazu Fig. 5) lassen sich die Räder - trotz großer über die Halteelemente 21 auf den
Träger zu übertragender Momente - sehr stark einschlagen. Der maximal mögliche Lenkausschlag
jedes Rades 5 bzw. 6 beträgt in dem dargestellten Ausführungsbeispiel mehr als 60
Grad zu jeder Seite hin. Falls sämtliche Räder 5 und 6 mit Vollausschlag gelenkt werden,
führt dies im Ausführungsbeispiel zu einem minimalen Drehkreis von 4,4 m an der Kurvenaußenseite
und von 0,81 m an der Kurveninnenseite des Fahrzeugkrans.
1. Fahrzeugkran, welcher folgende Merkmale aufweist:
a) einen als Kranträger und als Fahrzeugrahmen dienenden Träger (1), der sich in Längsrichtung
des Fahrzeugs erstreckt und kastenförmig ausgebildet ist,
b) an dem Träger (1) mittels teleskopierbarer Federbeine (19) einzeln aufgehängte
und im wesentlichen vertikal federbare Räder (5, 6), die zumindest zum Teil lenkbar
und/oder antreibbar sind,
c) einen Teleskop-Kranmast (11), der bezüglich des Trägers (1) mittels zumindest eines
Tragarms (9) um eine zwischen zwei benachbarten Radpaaren (5, 6) angeordnete, zum
Träger vertikale Drehachse (8a) bewegbar und um eine von dieser in Fahrzeug-Längsrichtung
beabstandete, zur Drehachse (8a) senkrechte Schwenkachse (10) zwischen einer liegenden
Fahrstellung und Kranstellungen schwenkbar ist,
d) eine mit dem Teleskop-Kranmast (11) um die Drehachse (8a) mitdrehbare Fahrerkabine
(15) für den Kran- und Fahrbetrieb, die zumindest in einer Richtung relativ zur Drehachse
(8a) verstellbar abgestützt ist,
e) an dem Träger (1) gehaltene bewegbare Stützbeine (4) zur Entlastung der Räder (5,
6) im Kranbetrieb,
f) zwischen jedem Federbein (19 und dem Träger (1) angeordnete pfostenartige Halteelemente
(21), die starr mit diesem verbunden sind und - quer zur Längserstreckung des Trägers
(1) gesehen - nach oben über diesen hinausragen, wobei die Federbeine (19) am oberen
Endabschnitt (21a) der Halteelemente (21) befestigt sind, und
g) Aussteifungselemente (22), über welche die Halteelemente (21) jedes Radpaares (5,
6) oberhalb der Oberkante des Trägers (1) starr miteinander verbunden sind.
2. Fahrzeugkran nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachse (10) derart
angeordnet ist, daß sie - in Fahrzeug-Längsrichtung gesehen - in der Fahrstellung
des Teleskop-Kranmastes (11) weiter von der Drehachse (8a) entfernt liegt als die
dem Träger-Endabschnitt (1b) zugewandten Umfangsflächen des hinteren Radpaares (6).
3. Fahrzeugkran nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schwenkachse (10) derart angeordnet ist, daß sie - in Fahrzeug-Längsrichtung
gesehen - in der Fahrstellung des Teleskop-Kranmastes (11) zumindest in der Nähe der
hinteren Stützbeine (4) liegt.
4. Fahrzeugkran nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schwenkachse (10) derart angeordnet ist, daß das hakenseitige Ende des Teleskop-Kranmastes
(11) in der Fahrstellung in Fahrtrichtung (Pfeil 14) nach unten geneigt liegt.
5. Fahrzeugkran nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Träger (1) das die größte Fahrzeuglänge bestimmende Bauteil darstellt, falls
der Teleskop-Kranmast (11) die Fahrstellung einnimmt.
6. Fahrzeugkran nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch
eine Anordnung der Fahrerkabine (15), bei welcher der Sichtkreis der in dieser befindlichen
Bedienungsperson oberhalb des die Fahrstellung einnehmenden Teleskop-Kranmastes (11)
liegt.
7. Fahrzeugkran nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Fahrerkabine (15) relativ zur Drehachse (8a) höhenverstellbar ist.
8. Fahrzeugkran nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Fahrerkabine (15) senkrecht zur Drehachse (8a) verfahrbar ist.
9. Fahrzeugkran nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Halteelemente (21) in der Draufsicht eine trapezförmige Querschnittsform aufweisen.