[0001] Die Erfindung betrifft eine Isolierplatte zum Eintreiben in Mauerwerk sowie ein Verfahren
und eine Vorrichtung zur Herstellung einer derartigen Isolierplatte.
[0002] Das Trockenlegen von feuchten Mauern ist ein seit langem bestehendes Problem, das
trotz zahlreicher und teilweiser sehr unterschiedlicher Ansätze noch nicht wirklich
zufriedenstellend gelöst ist. Die heutzutage in diesem Zusammenhang gebräuchlichen
Verfahren lassen sich im wesentlichen in drei Gruppen einteilen: erstens die chemischen
Verfahren, bei denen flüssige Isolierstoffe ins Mauerwerk eingepreßt werden, die dort
abbinden und so das Aufsteigen von Flüssigkeit verhindern sollen; zweitens die elektrischen
Verfahren, bei denen feuchtes Mauerwerk zumeist im Wege der Elektro-Osmose trocken
gelegt werden soll; und drittens die mechanischen Verfahren, bei denen korrosionsbeständige
Isolierbahnen zur Unterbrechung des Feuchtigkeitstransports in höhere Regionen des
Mauerwerkes Verwendung finden.
[0003] Während die beiden erstgenannten Gruppen aus verschiedensten, hier nicht näher interessierenden
Gründen im praktischen Einsatz keine zufriedenstellenden Entfeuchtungs-Ergebnisse
zeigen, hat die letztgenannnte Gruppe zwar einerseits beim Hauptanteil von durchschnittlich
ausgebildetem Mauerwerk hundertprozentigen Erfolg, da die mechanische Unterbrechung
bzw. Absperrung der die Feuchtigkeit in höhere Regionen des Mauerwerks transportierenden
Kapillaren unbedingt und zuverlässig wirkt, muß aber trotzdem andererseits mit gewissen
Problemen und damit verbundenen Einschränkungen bei verschiedenen speziellen Mauerwerk-Ausbildungen
kämpfen, die das Einbringen der Isolierplatten in das Mauerwerk erschweren oder behindern.
[0004] Insbesonders bei den eingangs genannten, beispielsweise aus der AT-PS 335.689 bekannten,
Isolierplatten zum Eintreiben in Mauerwerk können Probleme der zuletzt angesprochenen
Art dann auftreten, wenn z.B. der Mörtelsand in der Fuge, in die die Isolierplatte
eingetrieben werden soll, zu fein ist und beim Eindringen der Isolierplatte einer
noch dichteren Aneinanderlagerung der einzelnen Sandkörner großen Widerstand entgegensetzt.
Ein weiteres Vordringen der beim Eintreiben dem Mauerwerk zugewandten Vorderkante
der Isolierplatte wird dabei stark behindert, da die einzelnen Sandkörner im Bereich
dieser Vorderkante nur weitergeschoben und nachfolgend seitlich verdrängt bzw. verteilt
werden können. Ähnliche Probleme treten etwa auch bei Mörtelfugen auf, bei denen durch
Beimengung von Bindemitteln (wie Zement) der Mörtel zu hart und zu dicht wird, als
daß sich die Sandkörner im Mörtel noch enger aneinanderlegen könnten.
[0005] Probleme der genannten Art können weiters beim Eintreiben derartiger Isolierplatten
z.B. auch dann auftreten, wenn das Verhältnis der Dicke der Mörtelfuge zur Dicke der
einzutreibenden Isolierplatte zu gering wird, da dann das Verdichtungsverhältnis für
den Fugenmörtel zu groß wird.
[0006] Bei allen genannten Schwierigkeiten kommt insbesonders bei größeren Mauerstärken
noch vergrößerte Reibung an den schon eingetriebenen Oberflächen der Isolierplatte
hinzu, was im ungünstigsten Fall zum Stillstand des Eintreibens führen kann, da wegen
der begrenzten Stärke der Isolierplatte die Schlagkraft eines auf die Isolierplatte
wirkenden Hammers oder dergleichen nicht beliebig vergrößerbar ist, ohne zu einem
Ausbeulen der Isolierplatte zu führen.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Isolierplatte der genannten Art so
zu verbessern, daß die angeführten Nachteile der bekannten Isolierplatten nicht auftreten
und daß insbesonders auch bei den angeführten ungünstigen Mauerwerk- bzw. Fugenausbildungen
auf einfache Weise mit dem angesprochenen bewährten mechanischen Verfahren eine Isolierung
des Mauerwerkes möglich wird. Weiters soll auch ein einfaches und kostengünstiges
Verfahren zur Herstellung einer derart verbesserten Isolierplatte sowie eine Vorrichtung
für diese Herstellung angegeben werden.
[0008] Bei einer Isolierplatte zum Eintreiben in Mauerwerk wird die genannte Aufgabe erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß der beim Eintreiben dem Mauerwerk zugewandte Bereich der Vorderkante
der Isolierplatte keilförmig ausgebildet ist. Damit wird die für das weitere Vordringen
des Bereiches der Vorderkante der Isolierplatte beim Eintreiben ins Mauerwerk wesentlich
verantwortliche Verteilung bzw. Verdrängung der Mauerwerkbestandteile an eben dieser
Vorderkante - also insbesonders die Verteilung der Mörtelsandkörner bzw. sonstigen,
aus festen Teilchen bestehenden Mörtelanteile, im Falle des Eintreibens der Isolierplatte
in eine Mörtelfuge des Mauerwerks - entscheidend verbessert bzw. erleichtert, sodaß
das Eintreiben insgesamt mit wesentlich weniger Kraft auf die Isolierplatte ausgeführt
werden kann. Da weniger Kraft zum Eintreiben aufgewendet werden muß, kann bedarfsweise
andererseits wiederum die Dicke der Isolierplatte herabgesetzt werden, ohne daß ein
Ausbeulen derselben beim Eintreiben zu befürchten ist. Mit der herabgesetzten Dicke
der Isolierplatte wird weiters deren Vorderkante und damit der Bereich des an dieser
zu verdrängenden bzw. zu verdichtenden Materials schmäler, sodaß insgesamt auch bisher
mit derartigen einzutreibenden Isolierplatten nicht sanierbare Mauerwerke mit diesem
wirksamen Verfahren behandelt werden können.
[0009] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß
das Keilprofil des Bereichs der Vorderkante jeweils bezüglich einer gedachten Mittellinie
eines in Eintreibrichtung senkrecht zur Oberfläche der Isolierplatte gelegten Schnittes
im wesentlichen symmetrisch ist. Damit ist sichergestellt, daß die Verdrängung bzw.
Verdichtung, die vom Bereich der Vorderkante der Isolierplatte auf den Fugenmörtel
bzw. die umgebenden Mauerwerkbestandteile beim Eintreiben der Isolierplatte ausgeübt
wird, symmetrisch nach beiden Seiten der Isolierplatte erfolgt, womit andererseits
auch die Reaktionskräfte des Mörtels bzw. Mauerwerks symmetrisch auf die Isolierplatte
bzw. deren Vorderkante wirken und diese nicht auslenken oder deformieren.
[0010] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Spitze des Keilprofiles
gebrochen bzw. abgerundet ist, was gegenüber einer zumindest weitgehend ungebrochenen
Spitze, die für verschiedene Anwendungsfälle durchaus auch vorteilhaft sein kann,
den besonderen Vorteil bietet, daß kleine Steine oder dergleichen keine unkontrollierten,
unsymmetrischen Deformationen der Vorderkante mit den damit einhergehenden Nachteilen
verursachen können.
[0011] Nach einer besonders bevorzugten weiteren Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen,
daß das Keilprofil im der Spitze abgewandten hinteren Bereich breiter ist als die
Dicke der übrigen Isolierplatte. Damit wird die Reibung zwischen der der Vorderkante
nachfolgenden Isolierplattenoberfläche und dem umgebenden verdichteten Mörtel bzw.
Mauerwerk deutlich herabgesetzt, da der Eintreibkanal durch das pfeilspitzenartige
Keilprofil gegenüber der Isolierplattendicke aufgeweitet wird.
[0012] Im letztgenannten Zusammenhang besonders vorteilhaft ist eine weitere Ausgestaltung
der Erfindung, gemäß welcher im hinteren Bereich des Keilprofils eine Stufe zum anschließenden
Bereich der Isolierplatte vorgesehen ist. Diese Stufe verbessert die oben angesprochene
Wirkung der Reibungsherabsetzung.
[0013] Das Keilprofil selbst kann in weiterer Ausgestaltung der Erfindung im wesentlichen
dreieckförmig sein, was insbesonders der Herstellung entgegenkommt und ein gleichbleibendes
Verdrängen bzw. Verdichten des Mörtels bzw. Mauerwerks im Bereich der Vorderkante
der einzutreibenden Isolierplatte sicherstellt.
[0014] Nach anderen Weiterbildungen der Erfindung kann das Keilprofil aber auch im wesentlichen
konvexe bzw. konkave Seitenkanten aufweisen, was je nach Anwendungsfall bzw. Konsistenz
der Mörtelfuge usw. eine Abstimmung für optimale Eintreibeigenschaften ermöglicht.
[0015] Der keilförmig ausgebildete Bereich an der Vorderkante der Isolierplatte kann nach
einer besonders bevorzugten weiteren Ausbildung der Erfindung ebenso wie die gesamte
Platte quer zur Eintreibrichtung profiliert, vorzugsweise gewellt, ausgebildet sein,
was die Querstabilität des Bereiches der Vorderkante und der gesamten Platte vorteilhaft
erhöht. Die gewellte Ausbildung einer Isolierplatte selbst ist dabei an sich ebenfalls
aus der eingangs genannten AT-PS 335.689 bekannt.
[0016] Beim erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung einer Isolierplatte zum Eintreiben
in Mauerwerk ist vorgesehen, daß der beim Eintreiben dem Mauerwerk zugewandte Bereich
der Vorderkante der Isolierplatte keilförmig ausgebildet wird, womit sich die oben
bereits im Zusammenhang mit der Isolierplatte selbst beschriebenen Vorteile hinsichtlich
des Eintreibens der Platte bzw. hinsichtlich der Verdrängung und Verdichtung des beim
Eintreiben der Platte an deren Vorderkante zu bewegenden Materials ergeben.
[0017] Zur Herstellung einer Isolierplatte aus metallischem Werkstoff, insbesonders rostfreiem
Stahl, ist in weiterer Ausbildung der Erfindung vorgesehen, daß der Bereich der Vorderkante
durch Schleifen, Hämmern oder Walzen zu einem Keilprofil verformt wird. Das erstgenannte
Schleifen ermöglicht eine einfache Herstellung weitgehend beliebiger Flankenformen
des Keilprofils. Beim Hämmern bzw. Walzen kann eine Verbesserung der Standeigenschaften
der einzutreibenden Vorderkante durch die auftretende Kaltverformung erzielt werden.
[0018] Bei der Formung des Keilprofiles kann dieses in weiterer Ausgestaltung der Erfindung
im der Spitze abgewandten hinteren Bereich breiter ausgeführt werden als der Querschnitt
der unverformten Isolierplatte, womit sich eine pfeilspitzenartige Ausführung des
Keilprofils im Anschlußbereich der übrigen Isolierplatte ergibt, welche die obenstehend
schon beschriebenen Vorteile hinsichtlich einer Herabsetzung der Reibung beim Eintreiben
der Isolierplatte bringt.
[0019] Nach einer besonders bevorzugten weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
kann die Isolierplatte nach der keilförmigen Ausbildung der Vorderkante quer zur Eintreibrichtung
profiliert, vorzugsweise gewellt, werden. Durch die Durchführung der Wellung nach
der keilförmigen Ausbildung der Vorderkante ist sichergestellt, daß das Keilprofil
des Bereichs der Vorderkante jeweils bezüglich einer gedachten Mittellinie eines in
Eintreibrichtung senkrecht zur Oberfläche der Isolierplatte gelegten Schnittes im
wesentlichen symmetrisch bleibt - die damit erzielten Vorteile sind obenstehend bereits
dargelegt.
[0020] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Herstellung einer Isolierplatte zum Eintreiben
in Mauerwerk ist gekennzeichnet durch eine relativ zu der beim Eintreiben dem Mauerwerk
zugewandte Vorderkante der Isolierplatte bewegbare Umformanordnung zur keilförmigen
Ausbildung des Bereiches dieser Vorderkante, womit eine rasche, für die Massenfertigung
geeignete Formung des Bereiches der Vorderkante in der beschriebenen Weise möglich
wird.
[0021] Die Umformanordnung kann gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung zumindest
zwei, sich bezüglich der Isolierplatte gegenüberliegend und symmetrisch an der zu
bearbeitenden Vorderkante verschränkt angeordnete Schleifscheiben aufweisen, deren
Drehrichtung so gewählt ist, daß der entstehende Schleifgrat im der Spitze des angeschliffenen
Keilprofils abgewandten hinteren Bereich diesen gegenüber dem Querschnitt der unverformten
Isolierplatte verbreitert. Damit ist in einem durchlaufenden Arbeitsgang ein pfeilförmiges
Keilprofil an der Vorderkante der Isolierplatte herzustellen.
[0022] Die Umformanordnung kann in anderer Ausgestaltung der Erfindung aber auch zumindest
ein Hammerwerk aufweisen, mit einem Profilwerkzeug für das herzustellende Keilprofil.
Es ist dabei belanglos, ob dieses Profilwerkzeug in einem Arbeitsgang beide Flanken
des Keilprofils ausbildet, oder ob das Keilprofil in einem oder mehreren Arbeitsgängen
von unterschiedlichen Werkzeugen an beiden Flankenseiten separat bearbeitet wird.
[0023] Die Umformanordnung kann in weiterer Ausgestaltung der Erfindung auch zumindest eine
Profilwalze für das herzustellende Keilprofil aufweisen, wobei auch hier wiederum
gilt, daß es im Rahmen der Erfindung belanglos ist, in wievielen Einzelschritten die
endgültige Profilierung des Bereiches der Vorderkante der Isolierplatte erfolgt.
[0024] Nach einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung können im Bereich der
Einwirkung des jeweiligen Werkzeuges der Umformanordnung beidseitig Stützwalzen zur
seitlichen Abstützung der Isolierplatte vorgesehen sein, was unzulässige Verformungen
der gesamten Isolierplatte bei der Bearbeitung des Bereiches der Vorderkante ausschließt.
[0025] In besonders bevorzugter weiterer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist in Bearbeitungsrichtung nach der Umformanordnung für den Bereich der Vorderkante
der Isolierplatte eine Profilierungseinrichtung, vorzugsweise eine Wellanordnung,
zur Querprofilierung der gesamten Isolierplatte angeordnet. Damit kann in aufeinanderfolgenden
Arbeitsgängen die Isolierplatte auch in Massenfertigung hergestellt werden. Durch
die Bearbeitung des Bereiches der Vorderkante vor der Wellung bzw. Profilierung der
gesamten Isolierplatte bleibt die symmetrische Ausgestaltung des Keilprofils an der
Vorderkante am Endprodukt bestehen - bezüglich der entsprechenden Vorteile wird auf
die obenstehenden diesbezüglichen Angaben verwiesen.
[0026] Die Erfindung wird im folgenden noch anhand der in der Zeichnung schematisch dargestellten
Ausführungsbeispiele näher erläutert. Die Fig. 1 bis 5 zeigen teilweise Querschnitte
durch erfindungsgemäß ausgebildete Isolierplatten im Bereich der beim Eintreiben dem
Mauerwerk zugewandten Vorderkante in unterschiedlichen Ausführungsformen, Fig. 6 zeigt
ein Detail aus einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Herstellung von Isolierplatten
beispielsweise gemäß Fig. 4 oder 5, Fig. 7 zeigt ein Detail aus einer anderen erfindungsgemäßen
Vorrichtung zur Herstellung beispielsweise einer Isolierplatte nach Fig. 5 in schematischer
Schrägansicht, Fig. 8 zeigt die Vorrichtung nach Fig. 7 in einer Ansicht senkrecht
auf die Oberfläche der bearbeiteten Isolierplatte, Fig. 9 zeigt die Vorrichtung nach
den Fig. 7 und 8 in einer Ansicht entlang des Pfeiles IX in Fig. 8, Fig. 10 zeigt
eine der Fig. 8 entsprechende Ansicht auf eine weitere erfindungsgemäße Vorrichtung
zur Herstellung einer Isolierplatte gemäß den Fig. 1 bis 5 und Fig. 11 zeigt wiederum
eine Ansicht entlang des Pfeiles XI in Fig. 10.
[0027] Die in den Fig. 1 bis 5 bzw. auch in den weiteren Fig. 6 bis 11 übertrieben dick
dargestellten Isolierplatten 1 dienen zum Eintreiben derselben in trockenzulegendes
Mauerwerk oder dergleichen, wobei die die Bodenfeuchtigkeit in höhere Mauerregionen
transportierenden Kapillaren im Mauerwerk von der Isolierplatte 1 unterbrochen und
damit der Feuchtigkeitstransport unterbunden wird. Üblicherweise liegen die Dicken
der Isolierplatten bei der praktischen Verwendung im Bereich von etwa 1,0 bis 1,5
mm, wobei heutzutage bevorzugt Werkstoffe wie nichtrostender Stahl oder dergleichen
Verwendung finden. Um die Verdrängung bzw. Verdichtung des beim Eintreiben der Isolierplatte
1 im Bereich 2 der beim Eintreiben dem hier nicht dargestellten Mauerwerk zugewandten
Vorderkante 3 aus dem Eintreibschlitz zu entfernenden Materials zu verbessern bzw.
zu vereinfachen ist der Bereich 2 bei allen dargestellten Ausführungsformen keilförmig
ausgebildet, wobei das Keilprofil 4 jeweils bezüglich einer gedachten Mittellinie
5 (siehe Fig. 5) eines in Eintreibrichtung senkrecht zur Oberfläche der Isolierplatte
1 gelegten Schnittes im wesentlichen symmetrisch ist.
[0028] Das Keilprofil 4 gemäß Fig. 1 ist dabei im wesentlichen dreieckförmig, was einerseits
einfach herzustellen ist und andererseits beim Eintreiben gleichmäßige Kräfteverhältnisse
bezüglich der Verdrängung bzw. Verdichtung des umgebenden Mörtels bzw. Mauerwerks
über die gesamte Länge des Keilprofils 4 ergibt.
[0029] Gemäß Fig. 2 ist ein wiederum dreieckförmiges Keilprofil an der Spitze gebrochen
- die entstehende Fase 6 verhindert eine ansonsten unter Umständen zu befürchtende
unkontrollierbare Verformung einer spitzen Vorderkante, was insbesonders beim Vorhandensein
größerer und härterer Bestandteile von Mörtel bzw. Mauerwerk im Eintreibschlitz Vorteile
bietet.
[0030] Gemäß Fig. 3 weist das Keilprofil 4 im wesentlichen konkave Seitenkanten 7 auf, wobei
die Spitze des Keilprofils 4 an der Vorderkante 3 zusätzlich abgerundet ist.
[0031] Das Keilprofil 4 nach Fig. 4 weist im wesentlichen konvexe Seitenkanten 7 auf, und
ist im der Spitze bzw. Vorderkante 3 abgewandten hinteren Bereich breiter als die
Dicke 8 der übrigen Isolierplatte 1. Durch diese pfeilförmige Ausbildung wird der
Eintreibschlitz bzw. -kanal im Mauerwerk bzw. in der Mörtelfuge durch den vordringenden
Bereich 2 der Vorderkante stärker aufgeweitet als dies an sich für die nachfolgende
Dicke 8 der Isolierplatte 1 erforderlich wäre, was zu einer Herabsetzung der Einschubreibung
an den nachfolgenden Plattenoberflächen führt.
[0032] Beim Keilprofil 4 nach Fig. 5 ist im hinteren Bereich desselben jeweils eine Stufe
9 zum anschließenden Bereich der Isolierplatte 1 vorgesehen, die den obenstehend zur
Ausführung nach Fig. 4 besprochenen Effekt der Reibungsherabsetzung für verschiedene
Mauerwerk- bzw. Fugenmaterialien noch verbessert.
[0033] Die dargestellten Querschnittsformen sind nur als Beispiele anzuseheninsbesonders
ist etwa die pfeilförmige Ausbildung der Keilprofile 4 in den Fig. 4 und 5 zur Vereinfachung
der Darstellung bzw. zur besseren Sichtbarkeit stark übertrieben dargestellt. Weiters
sind abgesehen von den dargestellten Keilprofil-Formen auch andere derartige Formen
vorstellbar, soweit nur der angesprochene Effekt einer Verbesserung der Materialverdrängung
bzw. -verdichtung im Bereich der eingetriebenen Vorderkante 3 sichergestellt bleibt.
Der keilförmig ausgebildete Bereich 2 der Vorderkante 3 der Isolierplatte 1 kann weiters
noch - was hier nicht dargestellt ist - ebenso wie die gesamte Isolierplatte 1 quer
zur Eintreibrichtung profiliert, beispielsweise gewellt, ausgebildet sein, womit die
Quersteifigkeit der Isolierplatte 1 insgesamt, und auch des Bereiches 2 der Vorderkante
3 speziell, zunimmt.
[0034] Bei der in Fig. 6 dargestellten Vorrichtung ist eine relativ zu der Vorderkante 3
der Isolierplatte 1 bewegbare Umformanordnung 10 zur keilförmigen Ausbildung des Bereiches
2 an dieser Vorderkante 3 vorgesehen, wobei die Umformanordnung 10 hier zwei sich
bezüglich der Isolierplatte 1 gegenüberliegend an der zu bearbeitenden Vorderkante
3 verschränkt angeordnete Schleifscheiben 11 mit zugeordneten Antriebseinrichtungen
12 und nicht weiter dargestellten Halte- und Führungsanordnungen aufweist, deren Drehrichtung
(symbolisiert durch die Pfeile 13) so gewählt ist, daß der entstehende Schleifgrat
im der Spitze des angeschliffenen Keilprofils 4 abgewandten hinteren Bereich diesen
gegenüber dem Querschnitt der unverformten Isolierplatte 1 verbreitert. Auf diese
Weise entsteht beim Schleifen automatisch eine Pfeilform des Keilprofils 4 wie beispielsweise
in den Fig. 4 oder 5 dargestellt.
[0035] Ebenfalls in Fig. 6 nicht dargestellt sind Halte- und Zuführanordnungen für die Isolierplatte
1 bzw. unter Umständen vorgesehene Wellanordnungen für ein nachfolgendes Wellen der
Isolierplatte 1 in Querrichtung.
[0036] Abgesehen von den beiden verschränkt angeordneten Schleifscheiben 11 könnte eine
entsprechende Keilprofil-Ausgestaltung an der Vorderkante 3 der Isolierplatte 1 aber
natürlich auch mit nur einer oder aber mit mehreren entsprechend angeordneten Schleifscheiben
erzielt werden.
[0037] Gemäß den Fig. 7 bis 9 weist eine Umformanordnung 10 zur keilförmigen Ausbildung
des Bereiches 2 der Vorderkante 3 einer Isolierplatte 1 zumindest ein Hammerwerk 15
auf, mit einem Profilwerkzeug 16 für das herzustellende Keilprofil 4. Im Bereich der
Einwirkung des Profilwerkzeugs 16 der Umformanordnung 10 sind gegen Ausbeulen der
Platte 1 beidseitig Stützwalzen 17 zur seitlichen Abstützung der Isolierplatte 1 vorgesehen,
welche in Lagern 18 gehalten sind und bedarfsweise auf hier nicht dargestellte Art
auch angetrieben sein können. Insbesonders aus Fig. 9 ist dabei ersichtlich, daß bei
größerem Durchmesser der Stützwalzen 17 diese auch unmittelbar bis unter die untere
Kante des Profilwerkzeuges 16 hochgezogen sein könnten, um auch in diesem bei der
Bearbeitung der Isolierplatte 1 kritischen Bereich eine zuverlässig seitliche Abstützung
zu ermöglichen. Ebenfalls aus Fig. 9 ist an der Unterseite eine schienenartige Führungsbahn
19 für die Unterkante der zu bearbeitenden Isolierplatte 1 zu ersehen, welche diese
gegen die Einwirkung des Hammerwerks 15 nach unten abstützt und am zugeordneten Rand
zuverlässig Verformungen vermeidet.
[0038] Abgesehen von der dargestellten Ausführung mit einem einzelnen Profilwerkzeug 16
könnte die endgültige Umformung des Bereiches 2 der Vorderkante 3 der Isolierplatte
1 zum Keilprofil 4 aber natürlich auch in mehreren hintereinander erfolgenden Arbeitsschritten
mit unterschiedlich ausgebildeten Profilwerkzeugen erfolgen. Ebenso ist belanglos,
ob sich das Hammerwerk 15 mit dem Profilwerkzeug 16 zusammen mit den Stützwalzen 17
relativ zu einer feststehenden Isolierplatte 1 bei der fortlaufenden Bearbeitung bewegt,
oder ob die Isolierplatte 1 auf hier nicht dargestellte Weise bewegt wird.
[0039] Vorteilhaft bei dieser gemäß den Fig. 7 bis 9 erfolgenden Art der Umformung des Bereiches
2 der Vorderkante 3 zum Keilprofil 4 ist auf alle Fälle die in diesem Bereich eintretende
Materialverfestigung durch die Kaltverformung, die günstige Eigenschaften für die
Verwendung der Isolierplatte zum Eintreiben in Mauerwerk oder dergleichen ergibt.
[0040] Gemäß den Fig. 10 und 11 weist die Umformanordnung 10 zwei angetriebene Profilwalzen
20, 21 für das herzustellende Keilprofil 4 auf, welche - wie durch die strichlierte
Linie 22 in Fig. 10 oben angedeutet - eine schrittweise Verformung zum endgültigen
Keilprofil 4 durchführen, während die Isolierplatte 1 in Richtung des Pfeiles 23 vorbeibewegt
wird. Auch hier sind wiederum Stützwalzen 17 zu beiden Seiten der Isolierplatte 1
vorgesehen, welche seitliche Ausbeulungen verhindern.
[0041] Zwischen den beiden Profilwalzen 20, 21 ist in Fig. 10 noch eine Förderwalze 24 angedeutet,
welche ebenso wie die unteren Förderwalzen 25 zum Transport und zur Abstützung der
Isolierplatte 1 dient. Die unteren Förderwalzen 25 sind auf alle Fälle an den den
Profilwalzen 21, 22 gegenüberliegenden äußeren Positionen mit relativ großem Durchmesser
auszuführen, um sicherzustellen, daß die durch die Walzkraft bedingte Verformung nur
im Bereich der umzuformenden Vorderkante 3 der Isolierplatte 1 erfolgt. Abgesehen
von den einzelnen Förderwalzen 24, 25 könnte aber natürlich auch eine Förderkette
oder dergleichen für den gleichen Zweck vorgesehen werden, was ebenfalls mithilft,
unerwünschte Verformungen der Isolierplatte 1 hintanzuhalten.
1. Isolierplatte zum Eintreiben in Mauerwerk, dadurch gekennzeichnet, daß der beim Eintreiben dem Mauerwerk zugewandte Bereich (2) der Vorderkante (3)
der Isolierplatte (1) keilförmig ausgebildet ist.
2. Isolierplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Keilprofil (4) des
Bereiches (2) der Vorderkante (3) jeweils bezüglich einer gedachten Mittelinie (5)
eines in Eintreibrichtung senkrecht zur Oberfläche der Isolierplatte (1) gelegten
Schnittes im wesentlichen symmetrisch ist.
3. Isolierplatte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Spitze des Keilprofiles
(4) gebrochen bzw. abgerundet ist.
4. Isolierplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Keilprofil
(4) im der Spitze abgewandten hinteren Bereich breiter ist als die Dicke (8) der übrigen
Isolierplatte (1).
5. Isolierplatte nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß im hinteren Bereich des
Keilprofils (4) eine Stufe (9) zum anschließenden Bereich der Isolierplatte (1) vorgesehen
ist.
6. Isolierplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Keilprofil
(4) im wesentlichen dreieckförmig ist.
7. Isolierplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet daß das Keilprofil
(4) im wesentlichen konvexe Seitenkanten (7) aufweist.
8. Isolierplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Keilprofil
(4) in wesentlichen konkave Seitenkanten (7) aufweist.
9. Isolierplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der keilförmig
ausgebildete Bereich (2) an der Vorderkante (3) der Isolierplatte (1) ebenso wie die
gesamte Platte (1) quer zur Eintreibrichtung profiliert, vorzugsweise gewellt, ausgebildet
ist.
10. Verfahren zur Herstellung einer Isolierplatte zum Eintreiben in Mauerwerk, dadurch gekennzeichnet, daß der beim Eintreiben dem Mauerwerk zugewandte Bereich (2) der Vorderkante (3)
der Isolierplatte (1) keilförmig ausgebildet wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10 zur Herstellung einer Isolierplatte aus metallischem Werkstoff,
insbesonders rostfreien Stahl, dadurch gekennzeichnet, daß der Bereich (2) der Vorderkante
(3) durch Schleifen, Hämmern oder Walzen zu einem Keilprofil (4) verformt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Formung des Keilprofiles
(4) dieses im der Spitze abgewandten hinteren Bereich breiter ausgeführt wird als
der Querschnitt der unverformten Isolierplatte (1).
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolierplatte
(1) nach der keilförmigen Ausbildung der Vorderkante (3) quer zur Eintreibrichtung
profiliert, vorzugsweise gewellt, wird.
14. Vorrichtung zur Herstellung einer Isolierplatte zum Eintreiben in Mauerwerk, gekennzeichnet durch eine relativ zu der beim Eintreiben dem Mauerwerk zugewandten Vorderkante (3) der
Isolierplatte (1) bewegbare Umformanordnung (10) zur keilförmigen Ausbildung des Bereiches
(2) dieser Vorderkante (3).
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Umformanordnung (10)
zumindest zwei, sich bezüglich der Isolierplatte (1) gegenüberliegend und symmetrisch
an der zu bearbeitenden Vorderkante (3) verschränkt angeordnete Schleifscheiben (11)
aufweist, deren Drehrichtung (13) so gewählt ist, daß der entstehende Schleifgrat
(14) im der Spitze des angeschliffenen Keilprofils (4) abgewandten hinteren Bereich
diesen gegenüber dem Querschnitt der unverformten Isolierplatte (1) verbreitert.
16. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Umformanordnung (10)
zumindest ein Hammerwerk (15) aufweist, mit einem Profilwerkzeug (16) für das herzustellende
Keilprofil (4).
17. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Umformanordnung (10)
zumindest eine Profilwalze (20,21) für das herzustellende Keilprofil (4) aufweist.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich
der Einwirkung des jeweiligen Werkzeuges der Umformanordnung (10) beidseitig Stützwalzen
(17) zur seitlichen Abstützung der Isolierplatte (1) vorgesehen sind.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß in Bearbeitungsrichtung
nach der Umformanordnung (10) für den Bereich (2) der Vorderkante (3) der Isolierplatte
(1) eine Profilierungseinrichtung, vorzugsweise eine Wellanordnung, zur Querprofilierung
der gesamten Isolierplatte (1) angeordnet ist.