| (19) |
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(11) |
EP 0 545 953 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.10.1994 Patentblatt 1994/41 |
| (22) |
Anmeldetag: 30.07.1991 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9101/431 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9203/660 (05.03.1992 Gazette 1992/06) |
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| (54) |
KENNFELDSTABILISIERUNG BEI EINEM RADIALVERDICHTER
PERFORMANCE CHARACTERISTICS STABILISATION IN A RADIAL COMPRESSOR
STABILISATION DES CARACTERISTIQUES DE FONCTIONNEMENT DANS DES COMPRESSEURS CENTRIFUGES
RADIAUX
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FR GB GR IT LI LU NL SE |
| (30) |
Priorität: |
28.08.1990 DE 4027174
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.06.1993 Patentblatt 1993/24 |
| (73) |
Patentinhaber: A.G. Kühnle, Kopp & Kausch |
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D-67227 Frankenthal (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- FÖRSTER, Arno
D-6520 Worms 11 (DE)
- ENGELS, Berthold
D-6714 Weisenheim am Sand (DE)
- HAUCK, Peter
D-6700 Ludwigshafen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Fleuchaus, Leo, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte
Schroeter-Fleuchaus- Lehmann & Gallo,
Melchiorstrasse 42 81479 München 81479 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 348 674 DE-A- 1 428 077 GB-A- 0 897 575 GB-A- 2 220 447 US-A- 4 676 717
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EP-B- 0 229 519 GB-A- 0 479 427 GB-A- 2 202 585 US-A- 2 342 219
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Kennfeldstabilisierung bei einem Radialverdichter gemäß
dem Oberbegriff des Anspruch 1.
[0002] Der Trend in der Entwicklung aufgeladener Motoren geht heute zu höheren Mitteldrücken
schon bei niedrigen Motordrehzahlen. Beim Einsatz heute üblicher Verdichter kommt
man mit der Motorbetriebslinie der Pumpgrenze recht nahe und bewegt sich in dem der
Pumpgrenze teilweise vorgelagerten Geräuschegebiet.
[0003] Um solche Motoren besser bedienen zu können, sind Verdichter mit einer Charakteristik
erforderlich, die ein breites Kennfeld und breite Wirkungsgradmuscheln besitzen.
[0004] Um den genannten Forderungen mit bestehender Hardware näher zu kommen, bietet sich
der Einsatz von kennfeldstabilisierenden Maßnahmen (KSM) im Eintrittsbereich des Verdichters
als sehr effektive Methode an.
[0005] Solche kennfeldstabilisierenden Maßnahmen in Form von Zirkulationskammern sind seit
längerem bekannt. Sie wirken in Kennfeldbereichen, in denen das Laufrad falsch angeströmt
wird. Die Kennfeldstabilisierung ermöglicht in solchen kritischen Betriebspunkten
eine Stabilisierung des Kennfeldes, indem solche Störungen durch das Puffervolumen
im Zirkulationsraum kompensiert wird. Ist die Störung ausgeprägter, tritt einen Zirkulation
zwischen den Konturnuten und dem Zirkulationsraum ein. Im Bereich der Pumpgrenze wird
das Laufrad mit zunehmend kleinerem Anströmwinkel angeströmt und zusätzlich steigt
der Druck im Laufrad. Dadurch wird Luftmasse an den Verdichtereintritt zurückgefördert.
Am Laufradeintritt wird mehr Luft angesaugt, als der Verdichter insgesamt fördert.
Damit wird der Anströmwinkel für diesen Betriebspunkt verbessert und die Pumpgrenze
zu kleineren Durchsätzen verschoben. Die Stopfgrenze wird durch Erreichen der Schallgeschwindigkeit
am Laufradeintritt verursacht. Hier entsteht Unterdruck und über die Umwegleitung
wird Luft ins Laufrad gefördert, womit die Stopfgrenze nach rechts verschoben wird.
Dazwischen ist die Funktion der Kennlinienstabilisierung mehr oder weniger außer Betrieb.
Bei idealer Anströmung und Abstimmung ist sie ohne Wirkung.
[0006] Die Technik, den Druck durch Umwegleitungen auszugleichen, die an verschiedenen axialen
Bereichen angeschlossen sind und über welche ein Druckausgleich stattfinden kann,
ist besonders durch die DE-PS 1428077 bekannt. Die Technik wurde stetig weiterentwickelt,
wie in einem Übersichtsartikel von H.-D. Henssler (Kühnle, Kopp & Hausch, Sonderdruck
aus VGB Kraftwerkstechnik, 57. Jahrgang, Heft 3, 1977) dargestellt wird.
[0007] Moderne Einrichtungen für die Kennlinienstabilisierung sind durch die EP-A 348674
und EP-B 229 519, GB-OS 2 202 585 und GB-OS 2 220 447 bekannt. Dabei offenbaren die
EP-B 229 519, GB-OS 2 202 585 und die GB-OS 2 220 447 eine Umwegleitung, die direkt
vom Saugmund hinter den Verdichtereintritt führt. Der Förderstrom durch den Zirkulationsraum
wird durch den Druckunterschied vor dem Verdichterrad-Eintritt über eine Öffnung zum
Zirkulationsraum, die im folgenden Öffnung 1 genannt wird, bzw. vom Zirkulationsraum
zum Druck in einer Öffnung am Verdichterrad, die im folgenden als Öffnung 2 bezeichnet
wird, bestimmt.
[0008] Nachteilig ist, daß der Zustand des Zirkulationsraumes nicht an den Zustand im Saugkanal,
direkt vor Verdichterrad-Eintritt, angebunden ist. Für die Abstimmung ist als wesentliche
Regelstelle nur die Nut nutzbar. So könnte eine breite Nut die Stopfgrenze deutlich
verschieben, verschlechtert aber im Bereich des Optimums den Wirkungsgrad beträchtlich,
so daß sich mit der gerade noch tolerierbaren Verschlechterung des Wirkungsgrades
die Grenze dieser Ausführung ergibt.
[0009] Diese negativen Eigenschaften werden in EP-A 348674 dadurch umgangen, daß sowohl
Eingang als auch Ausgang nahezu senkrecht zur Hauptströmung liegen. Die Umwegeleitung
wird also nicht mehr direkt angeblasen. Dadurch ergibt sich eine Umwegströmung, die
von den Druckunterschieden am Eingang und Ausgang der Umwegleitung erzeugt wird.
[0010] Der Nachteil dieser Konstruktion ergibt sich daraus, daß beide Seiten der Umwegeleitung
vor dem Verdichterrad liegen. Das heißt der Druckunterschied an der Umwegeleitung
ist in jedem Fall sehr gering, wodurch diese Konstruktion nur wirksam wird, wenn extreme
Druckgradienten vor dem Verdichterrad auftreten. Es ist aber wünschenswert die Stabilisierung
viel früher einsetzen zu lassen, da dann die Kennlinie schon im Bereich hoher geförderter
Volumina verbreitert wird. Für den Nennleistungspunkt eines Antriebsmotors bedeutet
dies einen besseren Wirkungsgrad bei niedrigerem Drehzahlniveau bzw. größere Höhenbetriebsreserven.
[0011] Ein weiterer Nachteil bisheriger Konstruktionen besteht darin, daß die Stabilisierungseinrichtung
auf den Verdichtertyp angepaßt werden muß. Unterschiede in der Verdichterschaufelauslegung,
von Konturvariationen und daraus resultierende unterschiedlichen Lagen und Intensitäten
von Störungs- bzw. Abreißbereichen, erlauben es bisher nicht, eine klare technische
Richtlinie zur Auslegung einer Stabilisierungseinrichtung zu geben. Es kann bisher
nicht sicher vorhergesagt werden, ob überhaupt und mit welcher Stabilisierungsmaßnahme
bei einem gegebenen Verdichter, insbesondere bei einem Radialverdichter, eine stabile
Kennlinie zu erreichen ist. Es wäre beim gegenwärtigen Stand der Technik äußerst wünschenswert,
wenn eine Anpassung mit möglichst wenigen Parameter möglich wird.
[0012] Aus diesen Nachteilen leitet sich die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe ab,
eine Kennlinienstabilisierung für Radialverdichter zu schaffen, die eine Verbreiterung
des Kennlinienfeldes ohne Wirkungsgradverluste ermöglicht.
[0013] Ausgehend von einer Einrichtung der Kennlinienstabilisierung der eingangs genannten
Art, wird diese Aufgabe durch eine Kennlinienstabilisierung nach den Kennzeichen des
Anspruch 1 gelöst.
[0014] Nach den Merkmalen des Anspruchs 1 verläuft die Strömung durch den als Umwegleitung
dienenden Zirkulationsraum im Eingangsbereich praktisch senkrecht zur Hauptströmung
an der Wand, sodaß zusätzliche Wirbel an dieser Öffnung und die damit verbundenen
Nachteile minimiert sind. Durch den Einlaufring ist dieser Bereich stärker an den
Zustand der Hauptströmung direkt vor Verdichterrad- Eintritt gekoppelt. Das andere
Ende des Zirkulationsraums mündet hinter dem Verdichterrad-Eintritt ins Laufrad. Das
bedeutet, die Kennlinienstabilisierung arbeitet bei höherer Druckdifferenz und reagiert
damit wesentlich empfindlicher auf Druckänderungen zwischen Eingang und Ausgang des
Zirkulationsraumes als bei einer Konstruktion nach EP-OS 0348674. Die Regelwirkung
setzt stärker ein. Die Ausnutzung großer Druckdifferenzen durch die strömungsmäßige
Verbindung zum Laufrad ist in dieser Konstruktion möglich. Die Erfindung ermöglicht
bei stabilen Betriebsbedingungen, daß eine Druckdifferenz Null am Zirkulationsraum
im optimalen Betriebsbereich konstruktiv eingestellt werden kann, sodaß dann der Zirkulationsraum
wirkungslos ist und keine Wirkungsgradeinbußen an diesem Arbeitsbereich auftreten.
[0015] Nach dem oben Gesagten ergibt sich für die Erfindung auch, daß man bei dieser Ausführung
einen Verdichter auf neue Bedingungen anpassen kann, indem man den Eingangsbereich
optimiert. Die Ausführung sieht dafür einen Einlaufring vor, der über Veränderung
der Strömungsverhältnisse im Eingang die Druckdifferenz im Zirkulationsraum beeinflußt.
Daraus resultierend wird eine einfache Optimierung der Kennlinienstabilisierung auf
Anwendungen möglich, d.h. mit der Größe des Einlaufring-Innendurchmessers kann der
Zustand im Zirkulationsraum abgestimmt werden. Mit kleiner werdendem Einlaufdurchmesser
wird der Zustand im Zirkulationsraum enger an den Strömungszustand bzw. den Strömungsdruck
vor der Laufradeintrittskante angepaßt.
[0016] Ein auswechselbarer Einlauf als solcher ist durch die US-A-4 676 717 bekannt. Dieser
auswechselbare Einlauf dient jedoch nicht der Kennlinienstabilisierung.
[0017] Vorteilhafte und zweckmäßige Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Aufgabenlösungen
sind Gegenstand von Unteransprüchen.
[0018] Die Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen und der Zeichnung. Es zeigen
- Fig.1:
- ein Teilschnitt durch einen Radialverdichter mit Kennlinienstabilisierung;
- Fig.2:
- einen Teilschnitt durch einen Radialverdichter mit einer weiteren Kennlinienstabilisierung;
- Fig.3:
- einen Teilschnitt durch einen Radialverdichter mit einer weiteren konstruktiv veränderten
Ausführung der Kennlinienstabilisierung;
- Fig.4:
- einen weiteren Teilschnitt einer anderen Ausführungsform;
- Fig.5:
- einen Teilschnitt durch eine Ausführungsform mit einer weiteren Konturnut;
- Fig.6:
- einen Teilschnitt durch eine Ausführungsform mit einem verändertem Einlaufring.
[0019] Der in Fig.1 im Teilschnitt dargestellte Radialverdichter besteht aus einem Verdichtergehäuse
1 mit einem Laufrad 49, welches das zu verdichtende Medium in Fig.1 von links nach
rechts bewegt. Die Hauptströmung tritt vom Einlaufbereich 11, in dem ein teilweise
mit konischer Kontur versehener Einlaufring 10 angeordnet ist, in das Laufrad 49 ein
und strömt vom Laufradaustritt 46 in den Diffusor 44.
[0020] In der Gehäusewandung ist eine Umwegleitung mit einer Zirkulationskammer 31 angebracht,
die über eine Einlaufnut 22 mit dem Einlaufbereich verbunden ist, und über eine Konturnut
38 im Bereich der Laufradkontur in die Hauptströmung mündet. Die Einlaufnut 22 schließt
die Einlaufstrecke ab und befindet sich mit ihrer vollen Öffnungsbreite 24 vor der
Laufradeintrittskante 2. Die Tiefe der Nut reicht in radialer Richtung bis an den
Innendurchmesser 16 des Einlaufringes 10 und wird vom Durchmesser 16 des Einlaufbereichs
11 bis zur Gehäuseinnenfläche von Stegen 32 unterbrochen.
[0021] Ein Konturring 26 erstreckt sich von der Einlaufnut 22 bis zur Konturnut 38. Die
Laufradeintrittskante 2 befindet sich in einer mittleren axialen Lage des Konturrings.
Der Innendurchmesser 28 des Konturringes entspricht dem des Laufraddurchmessser unter
Wahrung eines notwendigen Laufspaltes. Der Außendurchmesser des Konturrings 30 kann
größer, kleiner oder gleich dem Durchmesser 16 sein. In diesem Ausführungsbeispiel
ist er kleiner gewählt. Der Konturring wird über die Stege 32 zum Gehäuse zentrisch
gehalten. Die Stege sind an das Verdichtergehäuse 1 angegossen oder in dieses eingefräst.
Verdichtergehäuse 1 und Einlaufring 10 können auch aus einem Stück gefertigt sein.
[0022] Bei einer anderen Ausführungsform können die Stege 32 auch einstückig mit dem Konturring
26 ausgeführt sein. Des weiteren kann der Konturring 26 auch mit den Stegen 32 und
einem weiteren äußeren Ring 27 eine Montageeinheit bilden. Das ist besonders dann
vorteilhaft, wenn die Einheit aus Kunststoff gefertigt ist.
[0023] Der Konturring 26 besitzt einen Einlaufkegel am Innendurchmesser. Dieser wird so
gewählt, daß der Durchmesser 28 vor der Laufradeintrittskante 2 zylindrisch ist. Die
Form des Konturringes 26 in radialer Richtung ergibt sich aus der Form der Einlaufnut
22 und der Konturnut 38.
[0024] Die Konturnut 38 befindet sich zwischen dem Konturring 26 und dem Abschnitt 42, der
in seiner Form der Außenkontur des Laufrades bis zum Diffusor 44 entspricht. Der Durchmesser
40 der diffusorseitigen Anschnittkante ist größer als der Durchmesser 28 der einlaufseitigen
Anschnittkante. Die Konturnut ist in radialer Richtung unter einem Zuströmwinkel 43
zwischen 20° und 30° angeordnet. Üblicherweise ergibt sich der Zuströmwinkel durch
die Senkrechte auf die Tangente an der Innenkontur, die der Außenkontur des Laufrades
entspricht.
[0025] Die Anschnittkanten der Konturnut 38 können mit einem Radius von 0 bis 4 mm abgerundet
sein. Mit dem Radius wird eine von scharfen Kanten ausgelöste Geräuschentwicklung
verringert. Der Radius ist an beiden Anschnittkanten gleich.
[0026] Auf dem Abschnitt 42 zwischen der Konturnut 38 und dem Diffusor 44 kann eine weitere
Konturnut 138 angeordnet sein. In Figur 5 ist eine solche Ausführungsform dargestellt.
Die Breite dieser Konturnut 138 ist deutlich kleiner als die Breite 36 der Konturnut
38.
[0027] Die Kennlinienstabilisierung beruht auf dem Druckausgleich über den Zirkulationsraum
31, der durch Einlaufring 10, das Verdichtergehäuse 1 und den Konturring 26 gebildet
ist und über die von den Konturnuten 22 und 38 gebildeten Verbindungsöffnungen 33
und 45 mit der Hauptströmung in Verbindung steht.
[0028] Der Einlaufring begrenzt den Zirkulationsraum über einen Abschnitt 15 an der Einlaufseite.
Durch den konischen Einlaufring 10 wird die Hauptströmung in Richtung Verdichterradeintritt
beschleunigt.
[0029] Die Wandströmung am Einlaufring führt zu einer Zustandsänderung, die über die Konturnut
22 auch den Zustand im Zirkulationsraum 31 beeinflußt. Die Drucke an den Verbindungsöffnungen
33 und 45 können durch die Dimensionierung der Konturnuten 22 und 38 und der entsprechenden
Strömungsverhältnisse festgelegt werden. Außerdem muß die Kennlinienstabilisierung
an den Verdichtertyp angepaßt werden, wobei die Lage der Konturnut über der Laufradkontur,
deren Breite und Schrägstellung ebenso wie die Volumen der Zirkulationskammern, die
Gestaltung des Einlaufs und die Lage der Einlaufnut die Charakteristik der Drehzahllinien
bestimmen. Bei Festlegung der Druckdifferenz auf Null im Auslegungsbereich wird die
Wirkung des Zirkulationsraumes aufgehoben. In diesem Bereich wird die Leistung des
Radialverdichters nicht beeinflußt, d.h. es treten keine Wirkungsgradverluste auf.
[0030] Entstehen nun Druckabweichungen gegenüber diesem eingestellten Idealfall, können
sich diese über den Zirkulationsraum ausgleichen. Das hat eine Kennlinienstabilisierung
links vom Optimum und eine Erhöhung des Durchsatzbereiches rechts vom Optimum zur
Folge, insgesamt eine Verbreiterung des Arbeitsbereiches.
[0031] Da die Wirkungsweise der Kennlinienstabilisierung wesentlich von den Strömungsverhältnissen
im Einlaufbereich abhängt, ist eine einfache Optimierung durch Austausch des Einlaufrings
10 möglich, der mit Montagestiften 12 befestigt ist und bei entsprechender Ausführung
der Befestigung leicht ausgewechselt werden kann.
[0032] Die Stege 32, die den Konturring 26 halten, erfüllen zusätzlich zu der zentrischen
Befestigungsmöglichkeit, die Aufgabe, die Strömung in axialer Richtung zu stabilisieren.
[0033] Bei großen Verdichtern, insbesondere in Verbindung mit großen Nabenverhältnissen,
verursachen die relativ breiten Stege vor allem bei einer Strömung von Öffnung 33
zu Öffnung 45 eine ausgeprägte Nachlaufströmung. Die Folge ist ein deutlich höheres,
lauteres Klangbild. Eine deutliche Verbesserung des Klangbildes erreicht man in solchen
Fällen durch Kürzen der Stege im Zirkulationsraum (Fig.2). Der Strömung wird so mehr
Weg gegeben, die Nachlaufströmung der Stege abzubauen.
[0034] Zur Vermeidung dieser Nachteile ist eine Ausführung nach Figur 2 vorzuziehen. Dabei
berühren die Stege nicht mehr die Nuten und der Steg selbst ist diffusorseitig ausgerundet.
[0035] Eine andere Ausführung der Erfindung ist in Figur 3 dargestellt. Im Gegensatz zu
Figur 1 ragt hier die Konturnut 38 nicht weit in den Zirkulationsraum 31 hinein. Die
Stege 32 sind zur Öffnung der Konturnut 38 hin abgerundet. Gegenüber der Ausführungsform
gemäß Fig.1, in der die ideale Ausführung einer Konturnut unter einem Zuströmungswinkel
43 dargestellt ist, hat die Nut eine geringere Tiefe, um die Montage bei der Serienfertigung
zu erleichtern. Beim Einsetzen des Konturrings 26 dient ein Montagestift 13, der in
eine Bohrung im Gehäuse paßt als Verdrehsicherung. Der Einlauf in den Zirkulationsraum
an der Öffnung 45 ist nach wie vor schräg. Zum Abschnitt 42 hat sich eine radiale
Anlagefläche gebildet, die die Montage des Konturrings erleichtert. Gegen Verdrehung
sichert der Stift 13.
[0036] Der Einlaufring 10 ist in den Beispielen der Figuren 1 bis 3 in den Eintrittsbereich
eingepaßt und mit den Stiften 12 gesichert. Eine andere Version sieht die Konstruktion
nach Figur 4 vor. Dabei wird der Einsatz 110 direkt am Gehäuse angeschraubt und bestimmt
den Außendurchmesser des Zirkulationsraumes 31. Dies ist eine weitere Ausführung um
einen Verdichter entsprechend den Kundenwünschen abzustimmen.
[0037] In Figur 5 ist eine weiter Ausführungsform gezeigt. Der Zirkulationsraum erstreckt
sich hier fast bis zum Laufradende. Zur besseren Einstellung der Kennlinienstabilisierung
sind hier drei Konturnuten 22 45 und 38 vorgesehen.
[0038] In Figur 6 ist ein Beispiel einer Ausführungsform gezeigt, in der der Durchmesser
16 der Einlaufstrecke kleiner ist, als der Konturring. Eine solche Ausführungsform
hat den Vorteil einer höheren Beschleunigung im Eingangsbereich und eine Verbesserung
der Druckdifferenzverhältnisse im Bereich der Öffnung 33 und im Zirkulationsraum.
[0039] Wie vorstehend ausgeführt wurde, beruht die Wirkungsweise der Kennlinienstabilisierung
wesentlich auf den Strömungsverhältnissen an den Konturnuten 22 und 38 und in dem
Zirkulationsraum 31 selbst. Die Strömungsverhältnisse an den Verbindungsöffnungen
werden wesentlich von den Konturnuten beeinflußt.
[0040] Die gewünschte Charakteristik erhält man durch Abstimmung des Gesamtsystems, wobei
im erfindungsgemäßen Fall größter Wert auf die Beibehaltung des Wirkungsgradniveaus
gelegt wird. Eine Abstimmung der Kennlinienstabilisierung zum Hinausschieben der Stopfgrenze
liefert unter diesem Gesichtspunkt die besten Ergebnisse. Da der Arbeitsbereich einer
Verdichterbaugröße bezüglich der Pumpgrenze durch die Variation des Nabenverhältnisses
bzw. durch die Verdichterkontur eingestellt wird, und weil für eine Verdichterbaugröße
die gleiche Zirkulationseinrichtung verwendet werden soll, bezieht man die Dimensionierung
der KSM sinnvollerweise auf die Austrittsfläche des Laufrades.
[0041] Bei der Abstimmung sind grundsätzlich folgende Punkte zu beachten;
1) Die Dimensionierung der Fläche des Zirkulationsraumes 31.
2) Der Zustand in diesem Zirkulationsraum ist zusätzlich durch einen Einlaufring 10
abzustimmen, der den Zirkulationsraum im Saugmund mehr oder weniger verdeckt.
3) Die Fläche und die Lage der Konturnut 38 über dem Laufrad.
4) Der Zuströmwinkel 43 der Konturnut 38 über dem Laufrad.
[0042] Nachfolgend werden Konstruktionsmerkmale zur Optimierung dieser Größen gegeben.
[0043] Der Durchmesser 16 des Einlaufs ist das 0,64 bis 1,2fache des Laufradaustrittsdurchmessers
48, wobei der bevorzugte Bereich zwischen 0,7 und 0,9 liegt.
[0044] Die Breite 36 der Konturnut 38 beträgt das 0,55 bis 0,7 fache der Laufradsaustrittsbreite
50.
[0045] Bei Anbringung weiterer Konturnuten sollten ihre Breiten nicht mehr als zu einem
Viertel der Laufradaustrittsbreite 50 entsprechen.
[0046] Die axiale Lage, gegeben durch den Abstand 56 zwischen Konturnut 38 und hinterem
Ende des Laufrads 49, beträgt das 0,15 bis 0,3 fache des Laufradaustrittsdurchmessers
48.
[0047] Die axiale Lage der Einlaufnut 22 befindet sich im Abstand 58 zum hinteren Ende des
Laufrads, wobei dieser Abstand 58 das 0,36 bis 0,6 fache des Laufradaustrittssdurchmessers
48 ist.
[0048] Die Breite 24 der Einlaufnut 22 ist das 1 bis 1.1 fache der Breite 36 der Konturnut
38.
[0049] Das Verhältnis der Querschnittsfläche des Zirkulationsraums 31 in radialer Richtung
zur Fläche der Konturnut 38 liegt zwischen dem 3,5 und 4,5 fachen der Fläche, die
auf den Durchmesser 40 der Fläche der Konturnut bezogen ist.
[0050] Das Verhältnis des Innendurchmessers 30 des Zirkulationsraumes 31 ist ungefähr das
0,8 fache des Laufradaustrittsdurch-messers 48.
[0051] Die Nutbreite 36 der Konturnut 38 ist das 0,03 bis 0,05 fache des Laufradaustrittsdurchmessers
48.
[0052] Das Verhältnis von der Fläche der Konturnut 38 zum Quadrat des Laufradaustrittsdurchmessers
48 ist das 0,106 bis 0,151 fache des Nabenverhältnisses, wobei das Nabenverhältnis
durch das Verhältnis des Laufraddurchmessers im Eintritt 34 zu dem des Austritts 48
bestimmt ist und beispielsweise zwischen 0,64 bis 0,74 liegt.
[0053] Das Volumen des Zirkulationsraums 31 liegt zwischen dem 0.06 und dem 0.23 fachen
der dritten Potenz des Laufradaustrittsdurchmessers 48.
[0054] Die engen Intervalle dieser Verhältnisse machen deutlich, auf welche Größen bei der
Konstruktion eines Radialverdichters mit Kennfeldstabilisierung genauer zu achten
ist. Die angegebenen Einstellbereiche zeigen an, in welchem Wertebereich die angegebenen
Werte eingehalten werden müssen. Die in den Angaben enthaltene Lehre erlaubt es, eine
Kennlinienstabilisierung für Radialverdichter zu konstruieren, die den Wirkungsgrad
nicht beeinträchtigt und das Kennfeld verbreitert.
1. Einrichtung zur Kennfeldstabilisierung bei einem Radialverdichter, der einen Einlaufbereich
(11), ein Laufrad (49) und einen Austrittsbereich (46, 44) besitzt, wobei sich das
Laufrad (49) zwischen Einlaufbereich (11) und Austrittsbereich (46, 44) befindet und
durch Rotation des Laufrades ein Fördermedium vom Einlaufbereich (11) zum Austrittsbereich
(46, 44) befördert, das Laufrad entlang seiner Achse eine Kontur besitzt, die sich
vom Eintrittsdurchmesser (34) zum Austrittsdurchmesser (48) entsprechend dem Profil
der es umgebenden Konturwand (42) verändert und wobei die Kennlinienstabilisierung
einen Zirkulationsraum (31) aufweist, der mit einer Verbindungsöffnung (33) mit der
Hauptströmung im Eingangsbereich (11) und mit einer Verbindungsöffnung (45) an der
Konturwand (42) zwischen Laufradeintritt (2) und Laufradaustritt (46) mit der Hauptströmung
in Verbindung steht,dadurch gekennzeichnet,
daß sich im Einlaufbereich (11) ein die Hauptströmung einengender und beschleunigender
und den Zirkulationsraum (31) gegenüber der Hauptströmung über einen Abstand (15)
abdeckender Einlaufring (10) befindet, durch den ein kontinuierlich in Strömungsrichtung
sich verengender Einlaufbereich ausgebildet ist, und
daß die Verbindungsöffnung (33) in dem Verlauf des sich kontinuierlich verengenden
Einlaufbereichs angeordnet ist, so daß die Strömung durch den Zirkulationsraum (31)
in einem Bereich an die Hauptströmung angebunden ist, in dem die Hauptströmung beschleunigt
ist,
2. Einrichtung zur Kennfeldstabilisierung bei einem Radialverdichter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die teilweise Abdeckung des Zirkulationsraumes (31) aus einem auswechselbaren
und anpaßbaren Einlaufring (10) besteht.
3. Einrichtung zur Kennfeldstabilisierung bei einem Radialverdichter nach Anspruch 1
und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Einlaufdurchmesser (16) das 0,64 bis 1,2 fache des Laufradaustrittsdurchmessers
(48) beträgt und der bevorzugte Bereich zwischen 0,7 bis 0,9 liegt.
4. Einrichtung zur Kennfeldstabilisierung bei einem Radialverdichter nach einem der Ansprüche
1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Konturnut (38), welche die Strömung zum Laufrad (49) führt, einen Zuströmwinkel
(43) in radialer Richtung zwischen 20° und 30° aufweist.
5. Einrichtung zur Kennfeldstabilisierung bei einem Radialverdichter, nach einem der
Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Breite (36) der Konturnut (38) das 0,55 bis 0,7 fache der Laufradsaustrittsbreite
(50) beträgt.
6. Einrichtung zur Kennfeldstabilisierung bei einem Radialverdichter nach mindestens
einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine weitere Konturnut (138) vorhanden ist, deren Breite bis zu einem
Viertel der Laufradsaustrittsbreite (50) entspricht.
7. Einrichtung zur Kennfeldstabilisierung bei einem Radialverdichter nach mindestens
einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die axiale Lage, gegeben durch den Abstand (56) der Konturnut (38) vom hinteren
Ende des Laufrads (49), das 0,15 bis 0,3 fache des Laufradaustrittsdurchmessers (48)
ist.
8. Einrichtung zur Kennnfeldstabilisierung bei einem Radialverdichter nach den Ansprüchen
1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß sich die Lage der Einlaufnut (22) im Abstand (58) zum hinteren Ende des Laufrads
befindet, welche das 0,36 bis 0,6 fache des Laufradaustrittsdurchmessers (48) beträgt.
9. Einrichtung zur Kennfeldstabilisierung bei einem Radialverdichter nach den Ansprüchen
1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verhältnis der Breite (24) der Einlaufnut (22) zur Breite (36) der Konturnut
(38) das 1 bis 1,1 fache ist.
10. Einrichtung zur Kennfeldstabilisierung bei einem Radialverdichter nach den Ansprüchen
1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verhältnis der Querschnittsfläche des Zirkulationsraumes (31) zur radialen
Fläche der Konturnut (38) zwischen 3,5 und 4,5 ist.
11. Einrichtung zur Kennfeldstabilisierung bei einem Radialverdichter nach den Ansprüchen
1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verhältnis des Innendurchmessers (30) des Zirkulationsraumes (31) ungefähr
das 0,8 fache des Laufradaustrittsdurchmessers (48) ist.
12. Einrichtung zur Kennfeldstabilisierung bei einem Radialverdichter nach den Ansprüchen
1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Nutbreite (36) der Konturnut (38) das 0,03 bis 0,05 fache des Laufradaustrittsdurchmessers
(48) beträgt.
13. Einrichtung zur Kennfeldstabilisierung bei einem Radialverdichter nach den Ansprüchen
1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verhältnis der Fläche der Konturnut (38) zum Quadrat des Laufradaustrittsdurchmessers
zwischen 0,106 bis 0,151 des Nabenverhältnisses liegt, wobei das Nabenverhältnis durch
das Verhältnis des Laufraddurchmessers im Eintritt (34) zu dem des Austritts (48)
bestimmt ist.
14. Einrichtung zur Kennfeldstabilisierung bei einem Radialverdichter nach den Ansprüchen
1 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
daß das Volumen des Zirkulationsraumes (31) zwischen dem 0,06 und dem 0,23 fachen
der dritten Potenz des Laufradaustrittsdurchmessers (48) ist.
15. Einrichtung zur Kennfeldstabilisierung bei einem Radialverdichter nach einem der Ansprüche
1 bis 14, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stirnseiten der den Konturring (26) tragenden Stege abgerundet sind.
1. Device for stabilising the performance characteristics in a radial compressor which
has an inlet region (11), a rotor (49) and an outlet region (46, 44), wherein the
rotor (49) is located between inlet region (11) and outlet region (46, 44) and by
rotation of the rotor conveys a pumping medium from the inlet region (11) to the outlet
region (46, 44), the rotor along its axis has a contour which varies from the inlet
diameter (34) to the outlet diameter (48) according to the profile of the contour
wall (42) surrounding it and wherein the stabilisation of characteristic curves comprises
a circulation chamber (31) which with a connecting opening (33) communicates with
a main stream in the inlet region (11) and with a connecting opening (45) at the contour
wall (42) between rotor inlet (2) and rotor outlet (46) with the main stream, characterised
in that in the inlet region (11) is located an inlet ring (10) which constricts and
accelerates the main stream and shields the circulation chamber (31) from the main
stream over a distance (15) and by which is formed an inlet region tapering continuously
in the direction of flow, and in that the connecting opening (33) is arranged in the
course of the continuously tapering inlet region, so that the stream through the circulation
chamber (31) is connected to the main stream in a region in which the main stream
is accelerated.
2. Device for stabilising the performance characteristics in a radial compressor according
to claim 1, characterised in that the partial shielding of the circulation chamber
(31) consists of an exchangeable and adaptable inlet ring (10).
3. Device for stabilising the performance characteristics in a radial compressor according
to claims 1 and 2, characterised in that the inlet diameter (16) is 0.64 to 1.2 times
the rotor outlet diameter (48) and the preferred range is between 0.7 and 0.9.
4. Device for stabilising the performance characteristics in a radial compressor according
to any of claims 1 to 3, characterised in that a contour groove (38) which conducts
the stream to the rotor (49) has an inflow angle (43) in a radial direction of between
20° and 30°.
5. Device for stabilising the performance characteristics in a radial compressor according
to any of claims 1 to 4, characterised in that the width (36) of the contour groove
(38) is 0.55 to 0.7 times the rotor outlet width (50).
6. Device for stabilising the performance characteristics in a radial compressor according
to one or more of claims 1 to 5, characterised in that there is at least one further
contour groove (138) of which the width corresponds to up to one-quarter of the rotor
outlet width (50).
7. Device for stabilising the performance characteristics in a radial compressor according
to one or more of claims 1 to 6, characterised in that the axial position, determined
by the distance (56) of the contour groove (38) from the rear end of the rotor (49),
is 0.15 to 0.3 times the rotor outlet diameter (48).
8. Device for stabilising the performance characteristics in a radial compressor according
to claims 1 to 7, characterised in that the position of the inlet groove (22) is at
a distance (58) from the rear end of the rotor which is 0.36 to 0.6 times the rotor
outlet diameter (48).
9. Device for stabilising the performance characteristics in a radial compressor according
to claims 1 to 8, characterised in that the ratio of the width (24) of the inlet groove
(22) to the width (36) of the contour groove (38) is 1 to 1.1.
10. Device for stabilising the performance characteristics in a radial compressor according
to claims 1 to 9, characterised in that the ratio of the cross-sectional area of the
circulation chamber (31) to the radial area of the contour groove (38) is between
3.5 and 4.5.
11. Device for stabilising the performance characteristics in a radial compressor according
to claims 1 to 10, characterised in that the ratio of the inside diameter (30) of
the circulation chamber (31) is approximately 0.8 times the rotor outlet diameter
(48).
12. Device for stabilising the performance characteristics in a radial compressor according
to claims 1 to 11, characterised in that the width (36) of the contour groove (38)
is 0.03 to 0.05 times the rotor outlet diameter (48).
13. Device for stabilising the performance characteristics in a radial compressor according
to claims 1 to 12, characterised in that the ratio of the area of the contour groove
(38) to the square of the rotor outlet diameter is between 0.106 and 0.151 of the
hub ratio, wherein the hub ratio is determined by the ratio of the rotor diameter
in the inlet (34) to that of the outlet (48).
14. Device for stabilising the performance characteristics in a radial compressor according
to claims 1 to 13, characterised in that the volume of the circulation chamber (31)
is between 0.06 and 0.23 times the cube of the rotor outlet diameter (48).
15. Device for stabilising the performance characteristics in a radial compressor according
to claims 1 to 14, characterised in that the end faces of the webs carrying the contour
ring (26) are rounded.
1. Dispositif pour la stabilisation des caractéristiques de fonctionnement pour un compresseur
centrifuge radial comprenant une section d'entrée (11) une roue à aubes (49) et une
section de sortie (46, 44) la roue à aubes (49) étant placée entre la section d'entrée
(11) et la section de sortie (46, 44) et transportant, par rotation de la roue à aubes,
un liquide refoulé de la section d'entrée (11) vers la section de sortie (46, 44),
la roue à aubes présentant le long de son axe un contour qui varie, du diamètre d'entrée
(34) au diamètre de sortie (48), suivant le profil de la paroi de contour (42) qui
l'entoure, et le système de stabilisation des caractéristiques de fonctionnement comportant
un volume de circulation (31) qui communique avec le courant principal par l'intermédiaire
d'une ouverture de communication (33) dans la section d'entrée (11) et d'une ouverture
de communication (45) ménagée dans la paroi de contour (42) entre l'entrée (2) et
la sortie (46) de la roue à aubes, caractérisé en ce que dans la section d'entrée (11) est disposée une bague d'entrée (10) qui resserre
et accélère le courant principal, recouvre le volume de circulation (31) par rapport
au courant principal sur une distance (15) et forme une section d'entrée qui se rétrécit
progressivement dans la direction d'écoulement et que l'ouverture de communication
(33) est disposée dans l'extension de la section d'entrée se rétrécissant de manière
progressive de telle sorte que le courant passant par le volume de circulation (31)
est raccordé au courant principal dans une région dans laquelle ledit courant principal
est accéléré.
2. Dispositif pour la stabilisation des caractéristiques de fonctionnement pour un compresseur
centrifuge radial selon la revendication 1, caractérisé en ce que le recouvrement
partiel du volume de circulation (31) est assuré par une bague d'entrée (10) interchangeable
et adaptable.
3. Dispositif de stabilisation des caractéristiques de fonctionnement pour un compresseur
centrifuge radial selon les revendications 1 et 2, caractérisé en ce que le diamètre
d'entrée (16) est compris entre 0,64 et 1,2 fois le diamètre de sortie (48) de la
roue à aubes, de préférence entre 0,7 et 0,9 fois.
4. Dispositif de stabilisation des caractéristiques de fonctionnement pour un compresseur
centrifuge radial selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'une rainure
de contour (38) amenant le courant à la roue à aubes (49) présente un angle d'affluence
(43) dans le sens radial entre 20° et 30°.
5. Dispositif de stabilisation des caractéristiques de fonctionnement pour un compresseur
centrifuge radial selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la largeur
(36) de la rainure de contour (38) est comprise entre 0,55 et 0,7 fois la largeur
de sortie (50) de la roue à aubes.
6. Dispositif de stabilisation des caractéristiques de fonctionnement pour un compresseur
centrifuge radial selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en
ce qu'il comprend au moins une rainure de contour supplémentaire (138) dont la largeur
peut atteindre un quart de la largeur de sortie (50) de la roue à aubes.
7. Dispositif de stabilisation des caractéristiques de fonctionnement pour un compresseur
centrifuge radial selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en
ce que la position axiale, définie par la distance (56) entre la rainure de contour
(38) et l'extrémité postérieure de la roue à aubes (49) est de 0,15 à 0,3 fois le
diamètre de sortie (48) de la roue à aubes.
8. Dispositif de stabilisation des caractéristiques de fonctionnement pour un compresseur
centrifuge radial selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la position
de la rainure d'entrée (22) se situe à la distance (58) de l'extrémité postérieure
de la roue à aubes, laquelle distance est égale à 0,36 à 0,6 fois le diamètre de sortie
(48) de la roue à aubes.
9. Dispositif de stabilisation des caractéristiques de fonctionnement pour un compresseur
centrifuge radial selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le rapport
entre la largeur (24) de la rainure d'entrée (22) et la largeur (36) de la rainure
de contour (38) est compris entre 1 et 1,1.
10. Dispositif de stabilisation des caractéristiques de fonctionnement pour un compresseur
centrifuge radial selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que le rapport
entre l'aire de la section du volume de circulation (31) et la surface radiale de
la rainure de contour (38) est compris entre 3,5 et 4,5.
11. Dispositif de stabilisation des caractéristiques de fonctionnement pour un compresseur
centrifuge radial selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le
diamètre intérieur (30) du volume de circulation (31) est d'environ 0,8 fois le diamètre
de sortie (48) de la roue à aubes.
12. Dispositif de stabilisation des caractéristiques de fonctionnement pour un compresseur
centrifuge radial selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que la
largeur (36) de la rainure de contour (38) est égale à 0,03 à 0,05 fois le diamètre
de sortie (48) de la roue à aubes.
13. Dispositif de stabilisation des caractéristiques de fonctionnement pour un compresseur
centrifuge radial selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que le
rapport de la surface de la rainure de contour (38) et le carré du diamètre de sortie
de la roue à aubes est compris entre 0,106 à 0,151 fois le rapport des moyeux, le
rapport des moyeux étant défini par le rapport des diamètres de la roue à aubes à
l'entrée (34) et à la sortie (48).
14. Dispositif de stabilisation des caractéristiques de fonctionnement pour un compresseur
centrifuge radial selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que le
volume de l'espace de circulation (31) est compris entre 0,06 et 0,23 fois la puissance
trois du diamètre de sortie (48) de la roue à aubes.
15. Dispositif de stabilisation des caractéristiques de fonctionnement pour un compresseur
centrifuge radial selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que les
surfaces frontales des nervures portant la bague de contour (26) sont arrondies.